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Full text of "Lexikon der schleswigholsteinlauenburgischen und eutinischen schriftsteller von 18661882 Im anschluss an der verfassers lexikon von 18291866"

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Lexikon der 
schleswig-ho 
und 
eutinischen 



schriftsteiler 



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Eduard Christian 
Scharlau Alberti 



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LEXIKON 

der 

Scblß^Aii-lißlsteifl'LaiieoliurgiscIieo \Lä Ealioischen 

Schriftsteller 

von 

1866 ISS'Z. 

Im Anschlasfl an des Verfassers Lexikon von 1829^1806 

gesammelt und herausgegeben 

von 

Dr. Eduard Alberti, 

Privatducent und Custui> tler kuiiigl. Uiiivcrsit3t.s-Bibliüthek 

in Kiel. 



II. Band. 



Kurl Jiieruatzki. 

1880. 



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Alle Rechte voi behalten. 



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Alberti's 

Schritt steller-Lexikon. 



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Vorwort. 

einiger, hoffentlich entschnldigteD Zögerung erscheint nach einem 
Zdtraam von etwa drei Jahren seit dem Beginn des Drucks dieses 
literarische Werk, das Supplement meines früheren Schriftsteller-Lexikons, 
vollendet. Ich wäre gern früher fertig geworden und sehe gleichwohl 
nicht ohne Befriedigung auf das Ende. Ich darf mir ja sagen, dass 
diese Sammel-Arbeit in der v urliegenden Gestalt einen nicht unbedeutenden 
Theil meines Lebens abschliesst, nachdem sie mich mit fiinschiuss des 
Hauptwerks über 20 Jahre beschäftigte. Wenn ein Vergleich erlaubt ist, 
so weise ich auf das Hamburgische SchriftsteUer-Lexikon hin, zwischen 
dessen Anfang und Ende, was die Veröffentlichung betrifft, viel mehr, 
nämlich eine Zeit von 34 Jahren lag. Theilweise ist der etwas hinaus- 
geschobene Termin des Abschlusses des Supplements zur Mitaufnahme 
einiger über das, im Titel bezeichnete Grenzjahr 1882 hinausreichender 
Notizen benutzt, keineswegs jedoch in dem Sinne, als hätte dadurch 
einer späteren, anderen Kräften zu Ul>erlassenden Fortsetzung der an- 
genommene Terminus im Allgemeinen weiter vorgerückt werden sollen. 

Die Ansichten über den literarischen oder auch cultnrhistorischen 
Werth dieser und ähnlicher Sammelarbeiten werden immer weit aus- 
einandergehen. Hier ist nicht der Ort, über thiren grössere oder geringere 
Berechtigung pro oder contra zu streiten. Immeriiin verdienen meines 
£rachtens die orientirenden Arbeiten zunächst in provinzieller Statistik, 
Leitkographie, Topographie einige Beachtung, sei es auch nur, weil die- 
selben, den prodnctiven Arbeiten höherer Kunst und Wissenschaft gegen- 
über, die mehr oder minder phänomenaler Art. sind, intellectuelle Normal- 
erscheinungen bilden. Der Provinzial- Lexikograph im Besonderen muss 
dabei die Neigung und Gelegenheit, gegen den Strom zu schwimmen 
und neben den sog. Berühmtheiten ' auch Uebersehene und Beunrechtigte 
auf den Schild zu heben, mit der Liebe zu Land und Leuten vor sich 



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selber eotschnldigen. Leider fehlt, 8o viel ich weiss, in nnseren Tagen 
eine Fortsetzung von Meusel's ebenso mühsamer, als verdienstlicher Arbeit, 
so dass ein Provinzial-Lexikon. wie das vorliegende, zur Zeit nicht einmai 
Anspruch darauf erheben darf, einen Versuch zu bilden, tür unsere nord- 
albingische Provinz zu leisten, was ein Lexilcograph, gleich Meusel, für 
ganz Deutschland leistete. 

Wenn ich in diesem Augenblick, in dem ich die Begleitworte mm 
zweiten Bande des Supplements, oder zum vierten Bande des ganzen, 
von mir gesammelten Schleswig •holstein-lauenburgischen Schriftsteller- 
Lexikons schreibe, lieber an das Angenehme und Förderliche, als an das 
Unangenehme und Hinderliche denke , das demselben im Laufe der 
Jahre begegnete , so wird das Derjenige erklärlich hnden , der mich 
( — und also auch meine Taubheit — ) kennt und weiss, wie ich all- 
mälig über der Arbeit alterte. Das Alter stimmt ja milder. lidSt innigem 
DankgefÜhl also gedenke ich zuvörderst deijenigen, deren Hülfe nach 
Vollendung des Hauptwerks mich in den Stand setzte, an das Supplement 
zu gehen und das Material dafür zu sammeln.*) Dann freilich stand 
die Herausgabe in Frage,**) jedoch trat ein Privatmann für die Förderung 
des unterbrochenen Werkes ein***j und was noch fehlte, leisteten 
andere, f ) 

•"^ Ohne die j.ihiliclu- pccuni.irf Unteistützunji, die ich wolil nicht ohne die 
Fi'ü>|)iache des ve i.stoi liencn flenn lieh. Oberregieiungsraths Jusivis Olshau'^tii .Seitens 
des hohen k<>nigl. Minii>l.eiiunis ftti die geistlichen, UnteiTitiil>- und Medicin.tl- 
Angele^enheiten während der jalue von 1868 bis 1875 genoss, wäre mir das» un- 
UHiglich geworden. 

**) Als mir nütulich, wie ja durch die Tagespresse t^ioglich bekannt 
wurde, auf lueine wiederholten Eingaben der höbe schleswig-holsteinische Ptovinzial- 
landtag als Fortsetsung der in der ersten Note gedachten UnterstOtcong behufe Ati- 
Schlusses der Arbeit die erbetenen 1800 Mk. versagte. 

*'*) Wie ans den Tagesblattern bekannt, spendete Herr Dr« Feddersen d. Z. 
in Letps^ zu dem Zweck 1000 Mk« 

t) Se. Exeell. der Herr OberprSaident a. D. wlrkl. Geb. Rath Dr. jur. Baron 
K. V. Plessen spendete 100 Mk., ebensoviel mein alter Jugendfreund Heinrich 
Nootbaar, z. Z. in Gravenhag, Holland, 50 Mk. Propst a.D. G Er. C arstens 
in Tondern, ebensoviel die „Kieler Zeitung". 12 Mk. die Manier Zeitung", Ausser- 
dem gewährte mir das hohe k(Snigi. Ministerium für die geistlichen, Unterrichts, 
und Medicinal-Angelegenheiten in Anerkennung der in's Werk gesetzten Veröflfent- 
lichung 40«) Mk. und den Abschluss der Arbeit crh ichterten mir Aliergnädigst von 
Sr. Majestät unserem Kaiser und König gewährte 2Uü Mk. 



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Schliesslich hoffe ich, dass das Ansfallen des Suhsrribenten-Ver- 
zeichnisses mit dem durch die Ueferung in Mellen verursachten vorzeitigen 
Abschluss der Meldung<*n treundlich entschuldigt werden wird, ztunal da 
das VeraeichnisSf mo es ist — es zeigt gegen 130 Namen — meines 
Erachtens kein richtiges Bild tu geben geeignet ist von dem Interesse 
des Publikums an einer der I^ovinx gleich dem jetzt abgeschlossenen 
Lexikon zu nützen bestimmten Arbeit. 

Dr« Eduard Alberti. 



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1267) von Maacki Christian Gustav Leopold, geb. 1813 

auf Schlafenhof (Slavshof), Kirchspiel Ottensen — — noch in Kiel, wo 

das bachhändlehsche Geschäft jetzt von seinem Sohne geleitet wird. 

Noch von ihm eine Reihe Beiträge zu Zeitschriften, lu .1. zur 
Kieler Zeitung" der 70er und 80or Jahre, bestehend vorwiegend 
in Uel)ersetzungen aus dem Dänischen und Norwegischen im feuille- 
tonistischen Thcil. 

1268) von Maaekt Johann Christian Friedrich, geb. 1. 

AugQsl 1794 in Harobing starb in Etmsbitttel 10. October 1876. 

<•» (Fehlt im Lexikon der Hambuigischen Schriftsteller.) — 

1269) Haackt Johann Nicolaus Wilhelm, geb. in Rendsburg 
— — starb in Barmstedt, wo er a^s Arzt practisirte, 26. Febmar 1883. 

1270) von Maack, Petrus Heinrich Ivai i, geb. 16. Juli 1806 
zu Hamburg — — starb in Kiel, wo er als Arat practisirte, Morgens 
2 Uhr am 24. November 1873. 

Die 2. Auflage von „Das urgeschichtliche schleswig-holsteinische 

Land'' erschien .s. t.: Urgeschichte des schleswig-holsteinischen 
Landes, Th. 1 mit 3 Holzschnitten, Th. 2. Kiel, G. v. Maack*s 
Verlag, 1869. 8«. 

Noch von ihm ausser Beiträgen l\x nicht näher anzugebenden Zeit- 
schriften : Die Entzifferung des Etruskischen und deren Bedeutung lür 
nordische Archäologie und für die Urgeschichte Europas. Hamburg, 
Otto Meissner, 1873. 8». 

1271) MaasseUt Claus Rudolf*), geb. 4. Mai 1836 zu Blanken- 
moor, Kirchspiel Neuenkirchen, N.-D., — kam von Trenthorst um 1870 
als Lehrer nach Holstenniendorf, Kirchspiel VVacken, Propstei Rendsburg, 
wo er noch 1875 (1880 nicht nnehr) stand. 

') In Lange: „Das Seminar in Segeberfj;" S. 2ö6 lautet der Name Claus 
Rudolfsen Maassen und wird als Geburtsdalum der 22. Mai 1836 aii^ef;rbcn , was 
aber wobl irrig ist, da der Artikel im Hauptwerk vom Verfasser revidirt worden war. 

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1272) MaasseUf Friedrich Wilhelm, geb. 1803 zu Marne — 
nach der Umgestaltung der Verwaltnng 1S67 Kreiskassen-Rendant in 
Meldoif^ 1872, als er seine Entlassmig aus dem Justisdienst nahm, Justb- 
ratfa, nahm 1875 seine Entlassung als Rendant, starb in Meldorf 10, Oc- 
tober 1883. 

*Maa886ll} Hedde Jörg Johann, geb. 5. Januar 1855 zu 

Wewelsfleth, Sohn des nachfolgenden Lehrers J. M. , besuchte das Mel- 

dorfer Gymnasium von Ostern 1864 bis Michaelis 1874, studirte klassische 

Philologie und Germanistik in Leipzig, Kiel und wieder in Leipzig, ward 

11. December 1880 Dr. phüos. in Leipcig, bestand 1. Juli 1881 daselbst 

das Amtsexamen, Michaelis 1881 Hillfslehrer am Ojnnnasinm su Soest, 

Ostem 1882 in Rendsburg, Ostern 1883 am Cbristianeum in Altona, 

wo er Ostem 1884 zum ordentlichen Lehrer ernannt wurde, starb 19. 

Juni 1884 im elterlichen Hause in Meldorf. 

De littera v Graecorum paragogica quacsti nies epigraphicae, in den 
von C urtius herausgegebenen ,,Leipzigei StudieD'' B. 4. Leipzig, 
Teubner, 1878. — Nach dem Selbstbericht. — 

^Maa88en> Johann, geb. 5. September 1827 in Gudendorf, 

Kirchspiel Meldorf, besuchte die Schulen in Gudendorf und St. Michaelisdonn, 

war Eleve des Segebeiger Seminars von 1846 bis 1848 und von Mich« 

1851 bis dahin 1852, exanunirt mit dem 2, Char. m* s* r. A«, wirkte 

als Gehfilßlehrer in BrunsbütÜerhafen und Kiel, ward im October 1853 

definitiv angestellt an der Elementardasse in Wewelsfleth, im Mai 1855 

Organist und Obermädchenlehrer in Wöhrden, seit October 1861 Ober- 

mädchcnlehrer in Meldorf. 

Mitarbeiter (neben Lange, Walter und D. Möller) an dem neuen 
Rechonknecht für Jedermann" Meldorf 1875 , und Verfasser ver- 
schiedener Aufsätze in der Schleswig • Holsteinischen 
Schulzeitung", in den ,,Itzehoer Nachrichten. — Revidirt. — 

*Maeke, Reinhold Hermann, geb. 28. Februar 1846 zu 

Sorau N«*L., besuchte von Mich. 1854 bis Ostem 1863 das Gymnasium 

daselbst, studirte Jurisprudenz und nachher Philologie, erstere in Breslau, 

Leipzig, Berlin, letztere in Grei&wald, absolvirte im Sommer 1870 in 

Greifiwald das Examen pro fac. doc«, seit Michaelis selbigen Jahres am 

Plöner Gymnasium, jetzt 3. ordentlicher Lehrer. 

Die Substantive des Tacitus. Eine statistisch-lexikalische Unter- 
suchung und Zusammenstellung, im Oster-Programm des Plöner 
Gymnasiums 1874. 4". 



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MadUulff-lfilil. 



Einigt s aus der Geschichte und Sage von Plön. Vortrag. Vlöüy 
in Commiss. der W. Hahn'schen Buchh. (J. Wolff), 1883. 8«. 

Als Mitarbeiter der „Kieler Zeitung" und des „IMüner Wochen- 
blattes" sehr viele Artikel verschiedenen Inhalts. Einiges auch in 
a.idercn Blättern. — Revidirt. — 

^Madlongt H. G., seit 1869 Kirchspielvogt in Heide, 187 1 auch 

commissaxisch Landrath, gleichzeitig Poliseianwalt und Folizeiverwalterf 

auch Kassencuiator der Steuerkasse und Veranlagnngs-Cominissar, Inhaber 

des Kr.-O. 4. Q. 

Die Gnindsteuer-ReguliruDg im Kreise Norder-Dithmarschen. Heide, 
W, Clausen, 1872. 8". 

*Madvig, Foul Anton, geb. 16, Dccctnber 1816 in Svanike 

auf Bornholm, Bruder des Philologen joh. Nie. M., studirte Medicin in 

Kopenhagen, examinirt Frühjahr 1841, dann practisirender Arzt auf 

Frederiksvserk, 13. Januar 1854 Physicusim Haderslebener Physicatsdistrikt, 

später noch Änst in Hadersleben. — Vergl. £rslew;|Suppl.-B. 2, S. 302. 

Beiträge zu „Bibliothek for Laeger'* B. 40, N. R. B. 10, das. 
4. R. B. 2, S. 226 — 25 1 : Beer ved en forestaaende Reform af vort 
civüe Medidnalvaesen de nuvaerende Ptovindsial«Laegeembeder opret- 
holdes eller ikke? — zu der „Ugeskrift for Laeger** B. 14 und B. 24. 

1275) Hftlili Jochim, geb. 15. September 1827 eu Niendorf, 

Hrsch. Pinneberg, Mich. 1845 — 1848 auf dem Seminar in Segeberg, 
examinirt mit dem 2. Char. in. A., wurde 13. Juni 1850 mm Lehrer an 
der Elementarklasse des Seminars in Segeberg gewählt , aber seine Ent- 
lassung aus dem Militärdienst war nicht sofort zu erwirken und er konnte 
eist am 24. April 1851 das Amt antreten, wurde 1854 zum Ober* 
knabenlehrer in Reinfeld erwählt, wo er noch steht 

Stttckschen ut de Mus^kist. Tater^Mariken, ein Bild aus dem Volks- 
leben. Altona, Mentzel, 1867. 8". — Besprochen von L* iAeyn in 
den „Itzehoer Nachrichten** 1868, Nr. 36 vom 26. März und von H. 
Studt daselbst vom 18. April. Wurde 1874 in's Holländische über- 
setzt, worüber vergl. „Itzehoer Nachrichten" 1874, Nr. 90. 

Jan, Ltttje Denkmal. Altona, Mentzel, 1868. 8". 

Fanny oder: Wat sik hebben schall, dat kriggt sik doch. Nebst 
Glossar. Das. 1869. 

Lütje Anna oder: En Stückschen von „Km'' und ,,Ehr", plattdütsch 
un eegenmakt. Hanniburg, Otto Meissner, 1871. 8". 

Reineke Voss. Ut frie Hand. Mit Vorwort von R. von Lilien» 
cron. Stuttgart, Cotta'sche Buchh., 1878. 8\ — Vergl. „Itzehoor 
Nachrichten'* 1879, Nr. 10, Beilage. 

1* 



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Poetische Heiträge in Vers und Prosa, hoch- und plattdeutsch, zu 
vielen Blättern und Sammelwerken, u. a. zu Dr. L. Meyn's Haus- 
kalender von 1869, Jahrg. 1 an bis 1884, Jahrg. 16; zu dem in 
Neustadt, H. Ehlers, 1869—187 1 erschienenen ,,Juge nd boten"; 
zu dem in Kiel 187 9/80 in Chr. Jenssen's Voikig erschienenen 
,,Schlcs vvig • Hüi st e inisc h c II S u n ii tagbbi alt , Wochenschritt tür 
heimische Belletristik u. s. w.''; zu den „Itzehoer Nachrichten'* 
der 60eT, 70er und 80er Jahre u. a. tn. 

*MaeSi Christian Georg Heinrich, geb. 1858 in Kopen- 
hagen, Sohn des weiJand Kreisgerichtsraths Macs m Kiel, besuchte von 
Mich. 1867 bis dahin 187 7 das Kieler Gymnasium, studirte in Jena, 
Heidelberg und Kiel erst 4 Semester die Rechte, vom Herbst 1879 an 
Median, absolviite sein IJähriges MilitSrdienstjahr , war eine Zeit lang 
Assistent an der Augenklinik in Kiel, wurde im December 1884 daselbst 
sum Dr. med. {nromovirt, zum 1. Januar 1885 Assistent der medicinischen 
Abtheilung des allgemeinen Krankenhauses in Hariil)urg. 

Ein Beitrag zur Aetiologie der Myopie. Inaug.-Diss. Kiel 1884. 8«. 

*Ma|?nnSSen, Julius Karl Leopold, geb. 1 7. Septeml)er 1820 
in Helsingör, besuchte 1840 — 1842 die Kopenhagener Militär-Hochschule, 
2S»/26. Juni 1845 am Seminar in Jönstrup als sogen. Privatist examinirt, 
dann Lehrer an der Bürgerschule iu Aalborg, 8. November 1851 Seminar- 
lehrer in Jellinge, 23. October 1852 I^hrer an der höheren Bürger- 
schule in Husum bis 1864. — Siehe Erslew SuppL-B. 2, S. 306 u. 307. — 

Hier sind von ihm ansufiXhren : Opgaver med tilhOxende Opioesninger, 
til Brug ved Undervisning i Physik. J forkortet Bearbeidelse oversat 
efter FÜedner^s Aufgaben aus der Physik. Husum 1857. 8^. 

Zur Erlernung der dänischen %Nrache. Uetmngstäcke zum Ueber- 
setzen aus dem Deutschen ins Dänische. Husum 1858. 8^ 

*]|[agllllS80nf Bernhard, geb. in Altona (?), studirte erst Me» 

dicin, war schon vor 1848 practisirender Arzt in Altona, nahm als Frei- 
schärler oder Freischaarenfiihrer am ersten Schleswig Im Isteinischen Kriege 
theil, wandte sich der journalistischen Carriere zu, zuerst bei der „Nord- 
deutschen freien Presse^\ dann als Redacteur der „Altonaer 
Zeitung** und des „Norddeutschen Couriers", trat später in die Re- 
daction der „Altonaer Nachrichten** ein bis 1864, darauf 1865 in die- 
jenige des „Altona er Merkurs**, dessen alleiniger Redacteur er 
während der letzten Zeit war, starb in Altona 30. März 1871. 

1277 ) Mahr, Christian Heinrich Karl, geb. 21. Februar 
1803 in Rendsburg — — kehrte aus Altona, wo er 1866 eine Zeit 



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lang als Arzt practisirte, schon bald wieder nach Oldenburg zurUck, wo 
er zum 1. October 1882 seine Pnuds niederlegte, SamüUsiath. 

Noch von ihm: Der Seeschrecken auf den Auswandererschiffen. 
Unter Beistand eines obergerichtlichen Erkenntnisses besprochen. Olden- 
bürg, Fränckel, 1869. 8". 

Die Pest in Glückstadt im Jahre 1712. Ein Bau- und Bruchstück 
zur Geschichte der Medicin. Kiel, Lipsins & Tischer, 1879. 8^ 

* Mailing) Lu dwi g , geb. 9. November 1 844 in SOderstapel, besuchte 

die Flensburger (jelehrtenschulc bis 1863, studirte erst Jura, eine kur^e 
Zeit in Kopenhagen, dann in Heidelberg, kam 1866 nach Kiel, wo er 
Medicin studirte, 1870 bei Gravelotte schwer verwundet, Inhaber des 
eisernen Kreuzes, vom Mai 1871 bis Januar 1873 Assistent an der Augen- 
klinik in Kiel, bestand 1873 das Staatsexamen, 1874 Dr. med. & chir., 
1875 Privatdocent der Ohrenheilkunde in Kiel, wo er 6, Juli 1879 staib. 

Die mechanischen Momente bei der Entstehung von Myopie. Inaug«- 
Diss. Kiel 1874. 4^ 

^MalmroSf Jacob Gustav*), geb. 1812 in Kiel, Sohn des Kauf- 
mannes uid schwedisch-norwegischen Generalconsuls Georg Malmros, Jurist, 
examinirt 1844, dann Auscultant bei den holsteinischen Oberdikasterien 
und nach einigen Jahren Obergericfatsrath, 1848 in das Schleswig -hol- 
stein-lauenburgische Oberappellationsgericht berufen, fimgirte 1851/52 als 
Departements-Chef der Justiz in der obersten Civilbehörde, trat nach 
deren Auflösung in das Oberappellationsgericht zurück, 1867 Vicepräsident 
des Appellationsgerichts, 17. November 1869 Kronsyndikus und als Mit- 
glied ins Herrenhaus berufen, auch Geh. Oberjnstisrath, starb in Kiel 
6. Mai 1875. 

Ueber den Entwurf des Gesetzes wegen der Ablösung der Real* 
lasten. Kiel 1871. 8<». 

*Maiieeke, Urban Friedrich Christoph. Vcrgl. den Artikel 
Walter Kugcnius Dührssen, Note, in diesem Lexikon. In der Vorrede 
der von Dührssen herausgegebenen topographisch-historischen fieschreibung 
der Städte, Aemter und adeligen Gerichte des Henogthums Lauenburg, 
des Fflistenthums Ratseburg und des Landet Hadeln findet sich ausser 
der Biographie auch das Scfariftenverzeichniss au^efilhrt. 



') In der .Kitzler /eitung" 1875 April lieisst er Jacob Georg; iu der Per- 
sonal-Clironik der „Itzehoer Nachrichteo 1875, Nr. 54» Jacob Gustav» 



G 



SUaiens. 



^ManiCIlSi August Henrik, geb. 5. Juli 1821 in Thorshavn 
auf den Faeroeer, seit dem 15. Lebensjahr in den Heraogthümero mit 
seinem Vater, dem nachfolgenden Clans Manicas (Nr. 12 78), damals 
Oberarzt beim Christsans-Pflegehaiue in Eckemförde ; besuchte die Rends- 
burger Gelehrtenschule und 1841 eine kurze Zeit die Universität Kiel, 
die er verliess, um unter der Leitung seines \aters zu studiren, worauf 
er 1843 nach Kopenhagen ging, wo er seine medicinischen Studien be- 
endete, 1846 im Sommer auf den Ffcrtjeer, 1848 — 50 Unterarzt in der 
dänischen Armee, 9. September 1849 R. v, D., im Mai 1850 Oberarzt, 
starb 3. September 1850 in Fiiedericia. — Siehe Erslew SuppL*B* 2, 
S. 512^313. 

In „Ugeskrift for Laeger*' 2, Raekke, B. 6, S. 189—210; 
Beskrivelse af Meslinge-Epidemien paa Faenserne (ist benutzt in der 
Schrift des Physikus Julius Thomsen in Kappeln: Ueber die Krank- 
heiten und Krankheits- Verhältnisse auf Island und den Faenser, 
Schleswig 1855); — das. B. 7, S. 433 — 463: Betragtninger over 
Ileus, stoettedc paa Hospitalsiagttagelsar; ^ das. B* 10, S. 137 bis 
155 und B. 12, S. 33 — 75; Armeens Sundhedsvaesen under et nyt 
Felttog. — In „Philiatriens Forh andlinger" 1846, S, 34—36: 
To Tilf^lde af Pus i Hjertet hos Phthisici; — das. 1847, S. 3 — 6: 
Om Blaerecatarrh. — In „Forhandlinger ved de skan dinavisker 
Naturfors keres 5. Meede" S. 788 - 819 ist von ihm ein Ab- 
schnitt des Berichts über dif cDdemischen und epidemischen Krank- 
heiten i Danmark 1844—18 46. - Mt hr jre anonym erschienene Ar- 
tikel über schleswigsche Sprac h\'erhalliiissc. — 

1278) ManiCttSi Claus, geb. 12. September 1795 in Sörup, im 
Amte Flensburg — — lebte nach seiner Uebersiedelung nach Dänemark 
erst in Lyngby bei Kopenhagen, starb in Kopenhagen am 14. Sep* 
tember 1877. 

Lieferte noch, was sich bei Erslew nicht findet, in der letzten 
Hälfte der 30er Jahre einzelne Artikel für das „Kieler Corre- 
spdndenzblatt'^ z. B. über die Malthus'sche Theorie, über Pauperis- 
mus, öffentliche Gesundheitspflege, die geologischen Verhältnisse der 

Herzogthümer. 

1279) Maniens, Theodor Emil, geb. 8. Mai 1823 in 
ThcHTshavn anf den Faeroeer » — übernahm nach seiner Ueber* 
siedelung nach Kopenhagen im Augast 1873 dort die Redacdon der 
„Berlingschen Zeitung''. 

* Mannhardti Franciscus, geb. 17. November 1846 in Hanerau, 
besuchte die Gelehrtensciiule des Johanneums in Hamburg bis Ostern 



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7 



1867, studirte erst Jura in Heidelberg, dann Medicin in Leii»zig, Halle, 
Kiel, während des Krieges Unterarzt in Schleswig, 1875 in Kici promovirt. 
Accommodationsvemiögen bei Aphakie« Iiuuig.-Di88« Kiel 187 3, 4^ 

1282) Hannhardti Johannes, geb. 10. April 1795 in Altona 
feierte in Haneran, wo er als Arzt practisirte, 1878 sein 60jähr. 

Doctoijubiläum und erhielt bei dieser Gelegenheit den i itel Sanit^tsiath, 
starb daselbst 26. Januar 1882. 

1284) ManidiArdtt Martin Gilbert, geb. in Haneran — — 
starb daselbst, wo er als Ant thätig war, 1869. 

1285) Mannhardt« Wilhelm Johann Emannel, geb. 26. 

März 1831 in Friedrichstadt, welche Stadt er aber mit seinem Vater 

schon 1836 verliess, um nach Dan^ig zu gehen, — — starb in Danzig, 

wohin er sich 1863 auch aus Gesundheits-Rücksichten zurückbegeben 

hatte und wo er Bibliothekar war, 26. December 1880. — Vergl. über ihn 

Bommtt]ler*s Biographisches SchriftsteUer-Lexikon, Leipsig 1882, S« 464 f. 

und besonders K. Müllenhoff und Scherer in der Vorrede zu den unten 

veceeicfaneten „mythologischen Forschungen*' ans seinem Nachlasse. — 

Noch von ihm : Ausser zahlreichen Beiträgen zu Zeitschriften über 
deutsche Alterthümcr u. a.: Die Korndämonen. Beitrag zur ger- 
manischen Sittenkunde. Berlin, Dümmler, 1868. 8*. 

Wald- ond FrldkuJte. Th. 1 : Der Raunikultus der Germanen und 
ihrer Nachbarstamme. Th. 2 : Antike Wald- und Feldkulte aus nord- 
europäischer UeberHeferung erläutert. Berlin, Bomträger, 1875 bis 
1876. 8» 

Klytia. in der von Virchow und i r. v . HoltzendorÜ licruusgegebenen 
Sammlung gemeinverständlicher wissenschaftlicher Vorträge Heft 239, 
10. Serie, Heft 23. BerHn, Habel, 1876. 8«. 

Die praktischen Folgen des Aberglaubens mit besonderer Berück- 
sichtigung der Provinz Preussen, ni „Deutsche Zeit- und Streit- 
Fragen", herausgegeben von Franz von Holtzendorff, Heft 97/98. 
Berlin, Habel, 1878. 8^ 

Aus seinem Nachlass herausgegeben von Karl Müllenhof! und VVilh. 
Scherer: Mythologische Forschungen. (Als 5 1. l.ieferung der Quellen 
und Forschungen zur Sprach- und Culturgeschichte.) Strassburg, Lon- 
don, TrQbner, 1884. 8^ 

Er ist auch Verfasser der 1863 gedruckten Denkschrift „Die Wehr- 
fteiheit der altpreussischen Mennoniten**. 

*Marahreiis, August, geb. im Hannöverschen (nach der Vorrede 

9H1 der unten angeführten Grammatik: im Winkel Norddeutschlands, wo 



8 



MAffdOBttiiii— Marew. 



£lbc und Weser in die Nordsee münden) , hielt sich , als er . die Gram- 
matik bevorwortete, in Altona auf, zur Zeit .... (?). 

Grammatik der plattdeutschen Sprache. Zur Würdigung, zur Kunde 
des Charakters ond zum richtigen Vecständniss derselben. Altona 
(Hamburg, Verlags-Comtoir) 1858. 8". 

Vollständig theoretisch-practisches Handbuch der Typographie nach 
ihrem heutigen Standpunlcte. Mit Abbildungen im Text; Leipsig 
1869. 8^ 

1289) Marckmann, Albert H in rieh, geb. 20. September 1825 
in Uetersen — — noch Lehrer und Organist in Husbye, Propstei 
Nordangeln. 

^MftrclunMlH, Jörgen Wilhelm, geb. 21* September 1804 in 
Rönne auf Bomholm, studiite Theologie in Kopenhagen, wo er 1829/31 

Lehrer, 10. August 1831 Catechet an der Gemeinde U. 1. Fr. war, 30. 

Juni 1844 Capellan an der } rlöser-Kirche auf Christianshafen, 1848 

Reichtagsmann, 4. Dezember 1849 Folkethingsmann , 23. April 1849 

Pastor in Hoejen und Jerlev im Stifte Ripen, 18. October 1850 in 

Hoptmp, Propstei Hadersleben, 10. Jcdi 1851 Viceprftsident des schles- 

wigschen SchuUehrer- Vereins, 1852 Mitbegründer der Volksscihrifteti-Ge' 

Seilschaft in Hadersleben, kehrte 1864 nach Danemark zurfick. — Vergl. 

Erslew B. 2, S. 230/31, Suppl.-B. 2, S. 319 ff. — 

Hier sind von seinen Schriften anzuführen : Hvorledes England blev 
erobicL og bebygget af de Danske og siden bar baarct Maerker deraf, 
in Danske Folkeskriltcr B. 21. Hadersleben 1857. 8°. 

Danskhedens Skjaebne i SIesvig. Uddrag af Allens Vaerk £. 1. 

Hader sie V 1859. 8<». 

Ein Abschnitt daraus s. t.: Det Danske Sprogs Historie i Hcrtug- 
• dcemmet SIesvig eller Soenderjylland. Med et Forord ai' Allen og et 
Sprogkort. Das. 1860. 8®. 

Einzelne Beiträge zur „Dannevirke*^ Jahrg. 15 und Jahrg. 19. 

1290) Marengf Joseph Alexander, geb. 18. Män 1809 in 

Schleswig — — starb in Segeberg, wo er als Arzt practisirte, 17. August 
187 5. Er war hervorragendes Mitglied der Fortschrittspartei. 

Noch von ihm in den Mittheilungen für den Verein 
schleswig-bnlst^MTiischcr Aerzte" Heft 4 (Kiel 1872), S. 21 ff.: 
Ist der Vorwurf; ,,l)ic h(^utige Naturwissenschaft und mit ihr die Heil- 
kunde huldigen nur dein krassen Materialismus" in Wahrheit begründet? 
— In der „deutschen Klinik" August 1873, Nr. 34 und 35 



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Hwens— Mavqwtfdseii* 



9 



(wo der Name irrthümlich Marius gedruckt ist, was in Nr. 36 berichtigt 

wird): Einiges über Milch- und Molkenwein. — In den ,,Itzehoer 
Nachrichten" 1873, Nr. 43; Milchwein, und Xr. 80: Noch einige 
Worte über Milchwein, das. Nr. 97: Krankenhaus in Segeberg; das. 
anonym noch mehrere andere Beiträge, z. B. 1875 eine Kritik über 
Stronieyers „Erinnerungen eines deutschen Arztes" und besonders po- 
litische Artikel. — Nach dem Selbstbericht vom Jahre 1875. — 

1291) HarenSi Moritz, geb« im April 1777 in Altona; sein 
Vater Jacob Leo M. war aus Frankreich ; der Sohn besuchte das Altonaer 

Gymnasium, studirte Medicin seit 1798 in Jena, wo er am 4. Februar 
1801 als Dr. med. et chir. promovirt wurde, liess sich dann als prac- 
tischer Arzt in Hamburg nieder, wo er von 1802 bis 1805 und von 1810 
bis 1814 vorkommt, während der Belagerung Hamburgs war er Militär- 
Arzt des 8. Corps der französischen Armee, später soll er nach Russland 
gegangen sein. — Vergl* das Leakon der Hambuiger Schriftsteller B. 5, 
S. 24 und 25 und schon im L. u. Sehr. Nachtrag Nr. 1483. 

Diss. inaug. sistens astheniae causam ratione methodi gastricae 
plane rejiciendae. Jenae 1801. 4". 

* Marens, Moritz, geb. 17. Mai 1844 zu Nakel, Regierungsbezirk 
Broroberg, besuchte in Berlin die Schulen unter Horwitz und das Fried« 
rich-Werder*sche Gymnasium , studirte Medicin, wurde in Berlin 1867 

Dr. med., Arzt in Altona von 1873 — 1880, i)ractisirte gleichzeitig in 
Hamburg, Sanitätsrath, auch (nach dem Altonaer Adressbuch) Badearzt 
im Nordseebad auf Sylt, zur Zeit • • • . (?). 

De melituriae cansis diss. inaug. BeroUni 1867. 8^ 

Die Reform der Medicin und die Medidnalreform. Eine Skusze. 
AnUam, Krttger, 1869. 8^ 

Das Nordseebad Westerland-Sylt. Altona 1877. 8^ 2. Aufl. 
Tondem, Drahse, 1878. 8**. 

1296) Marquardseii , Heinrich, geb. 25. October 1826 in 
Schleswig seit 1861 ordentlicher Professor des Staatsrechts in Er- 
langen, Mitglied des bayerischen Abgeordneten-Hauses, 1868 Mitglied 
• des ZoUparlaments, spftter Abgeordneter zum deutschen Reichstag, auch 
Ritter des Verdienst-Ordens vom h. Michael 1. Cl., und 1883/84 Pro- 
kanzler der Universität Erlangen. 

Soch von ihm: Das ReirlT^-l^rcssgesetz vom 7. Mai 1874 mit Ein- 
leitung und Kommentar. Berlin, ,Guttentag, 1875, 8^ 



10 



lUrteas. 



In dem, von ihm unter Mitwirkung mehrerer Gelehrten herausge- 
gebenen Handbuch des öffentlichen Rechts der Gegenwart in Mono- 
graphien. Freiburg, C. Mohr, 1883 f. B. l, 2. Haibband: Politik. 

Beiträge ausser zu an lt n n juristischen Zeitschriften zu der Fort- 
setzung der ,,kritisrh«'n / itachrift für die gesammte Rechtswissenschaft" 
(s. im Hauptwerk), der kr i t i sch en Vi er t e Ij ahr sschr ift für Ge- 
setzgebung und Rechtswissenschaft, München 1859 ff. u. a. 
B. 1, S. 216, 399, ß. 2, S. 208 über Gneist's „das heutige eng- 
lische Verfassungs- und Verwaltungsrecht''. 

1301) Martens, Christian Heinrich, geb. 21. October 1808 

in Hassendorf feierte 30* November 1883 sein SOJähriges Amts^ 

Jubiläum als Lehrer in Neuheikendorf, erhielt bei der Gelegenheit 4ie 
Dienst-Auszeichnung ftir 50jährigen Dienst und trat in den Ruhestand. 

^Martens, Detlev August, geb. 27. Januar 1847 zu Burg i. D., 
besuchte die Gelehrtenschule in Meldorf, studirte Medicin in Kiel (von 
Mich. 1864 an), in Tübingen, Marburg und wieder in Kiel, wo er 1869 
zum Dr. med. et chir. promovirt wurde, dann .... 

Ueber einen Fall von Carcinoai der Leber und carcinomatösei 
Thrombose der aufsteigenden Hohlader. Inaug.-Diss. Kiel 1869. 4'. 

1303) Martens, Gustav Ludolph, geb. 20. October 1818 «i 
Wismar — — nahm am 1. schleswig-holsteinischen Kriege im von der 
Tann*8cfaen Freicoxps theü — — seit Juni 1865 Stadtbaumeister in Kiel, 
im Juli 1868 zum Mtgfied der Wiener Akademie der Künste ernannt, 

starb in Kiel 7. Januar 1872 (6 Uhr Abends). 

1305) Martens, Heinrich Claus Friedrich, geb. 14. No- 
vember 1837 in Tondorf bei Wandsbeck wurde im Februar 

1868 laut Schrdbens der Intendantur des 9. Armee-Corps vom 27. Januar 
zum Expedienten, 1870 zum Reserve-Expedienten der Feldadministration 

designirt, beim Ausbruch des Krieges aber als Luiidwchr-Untcrofficier zur 
Waffe einberufen und machte den französischen Feldzug im holsteinisrhen 
T.andwehr-Regiment Nr. 85 mit, war vom 1. Mai 1872 bis Ende April 
1883 Afitglied der Redaction des „Hamburger Correspondenten", und 
redigirte gleichzeitig von Mitte 1875 bis Ende 1881 den politischen Theil 
der mit dem ,,Correspondenten** vereinigten ,tHambQiger Börsenhalle" ; 
verheirathete sich 1873 mit der Wittwe Sophie Halbe, geb. Vatl^i 
Tochter des verstorbenen Ilofgürtlers Vatky in Schwerin; lebt gegenwärtig 
in Barmbeck bei Hamburg. 



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Martent» 



It 



Noch von ihm : Die schleswig-holsteinische Landwehr im Kriege von 
1870/71. Altona, Uflacker, 1871. 8«. 

Aus bewegter Zeit. Patriotische Weisen aus der deutschen Nord- 
mark. Selbstverlag. Druck von Puvogel, Wandsbeck 1K82. 8°. 

Lieferte grössere Beiträge für Pctermann's geographische Mit- 
theilungen und dir die von Schnioller redigirten Jahrbücher für 
Gesetzgebung; ist Mitarbeiter mehrerer deutschen Zeitungen und 
Correspondent dreier der bedeutendsten skandinavibchcn Tagesblätter; 
für den Hamburger Correspo ndenten schrieb er von 1872 bis 
1885 &st sämmtliche skandmavische Leit-Aftikel , Goxrespondenzen 
u. 5* w., sowie von 1876 bis 1883 die meisten Leit-Aitikel und po- 
litischen Coirespondenzen über schleswig-holsteinische Angelegenheiten« 
Seit 1865 Beiträge zur (Hamburger) „Reform von 1873—1875 
snm „Altona er Merkur" politischer, wie belletristischer Art, zum 
,,Omnibus", zur „Altonaer Zeitung", zum „Wandsbecker 
Boten** (Jahrg. 1869 eine Reihe Gedichte). Von drei anonymen 
Broschüren, von denen eine ins Holländische übersetzt wurde, sind 
die Titel nicht angegeben und nicht zu eruiren. — Revidirt. — 

1305a) Härtens 9 Jacob, geb* in Neustadt — — 1870 zum 

Bürgermeister in Neustadt auf 12 Jahre gewählt, gleichzeitig Polizeiver- 
walter und Amtsaiiwalt beim Amtsgericht daselbst, auch Stellvertreter zur 
Deputation für das Heimatliswesen, Kassencurator der k. Steuer- und Forst- 
kasse, Abgeordneter für den schleswig-holsteinischen Provinzial-Landtag und 
iur die kreisständische Vertretung« 

1307) Martens f J* H,, geb. in MÜdstedt, Amts Husum 

war, nachdem er die Stelle in Furtwangen aufgegeben, Uhrenfabrikant zu 
Freiburg i. Br., wo er eine Lehranstalt für Uhrmacher gründete. 

Noch von ihm : Beschreibung einer neuen freien Chronometer- 
Hemmung mit Ruhecylinder und Schutz gegen unzeitgcmässe Auslösung. 
Neue Ausgabe. Freiburg i. Br., Schmidt, 1877. gr. 8". Mit 5 Steintafl 

^Martens« Jürgen Arfst, geb. 25. März 1852 in Oevennm, 

stadirte Theologie, ezaminirt Ostern 1879, 21« Juli desselben Jahres Pastor 

la Westerland auf Sylt. 

Predigt Über den barmhersigen Samariter, Lucas 10, 23 — 37, ge- 
halten zu Westerland auf Sflt am 3. September 1882. Altona, Härder 
in Comm., 1883. 8^ 

1310) Martens, Peter, geb. 7. December 1804 m Hensburg 
— lebt zur Zeit seit mehreren Jahren in Kiel. 

Noch von ihm: Vaterländisches Lesehnch, Zum Gebrauch an den 
Schulen der dänischen Monarchie. Schleswig und Flensburg 1855. 3°. 



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IS 



MartoBflen. 



Fcstblüthen ans den Sonntags- und FestLags-Evangelien des Kirchen- 
jahres. Th. 1 vom 1. Advent bis zum Osterfeste. Kiel, v. Maack, 
1879. 8». 

1312) Hartensetti Hans Lassen, geb. 19. August 1808 m 
.Flensbuig — — Primas der dänischen Geistiicfakeit, auch Ordetubischof 
mit dem Titel Excellenz, suchte mm 1 5. April 1 884 niü seine Entlassung 

als Bischof von Seeland an, starb in Kopenhagen, bevor er den erhaltenen 
Abschied antreten konnte, 3. Februar 1884. — Vergl. über ihn ausser 
der unten angeführten Autobiograi^hie u. a. VV. Krogh : Biskop Martensen 
og Frederik VII., Kjoebenhavn 1883; \V. Hjort: Biskop Maitensen og de 
danske Sprogrescripter i Slesvig, Kjoebenhavn 1883« 

Von dem, Nr. 3 im Hauptweric, ang^Ührten Gnmdrids til Moial- 
philosophiens System erschien 3. Opl. i^cebenhavn 1879. 8**. 

Noch von ihm ausser Beiträgen zu Zeitschriften und Sammahraiken: 
Den danske Kirke- und Forfatningsspoeigsmaal paany betragtet. KJcebeo- 

havn, Gyldendal, 1867. 8o. 

Om Tro og Viden. £t Leilighedsskrift. 1. og 2« Opl. Das. in 
demselben Jahre. 8**. 

Prxdiken i Fruekirke paa dercs Majestäters ScelYbryllapsdag« 1. og 
2. Opl. Das. in demselben fahre. 8". 

Socrgetale paa I .andgrev Vühelm af Hessen paa Amalienborg. Das. 
in demselben Jahre. 8°. 

Taler vcd Pracstevielse i Aarene 1860 — 1868. Das. 1868. (Zu- 
sammen mit der 1860 erschienenen Sammlung deutsch von A. Michelsen 
unter dem Titel: Hirtenspiegel. Zwanzig Ürdinationsreden. Gotha 
1870. 2. Sammlung. Das. 1872. 8'.) 

Paa Vaisenhuset's Stifteisfest. Kjoebenhavn 1868. 8^ 

Pnediken holdt i Christiansborg Slotekirke Dagen efter deres k. H. 
Kronprinds Frederiks og Kronpiindsesse Lovisas Ihdtog. Das. 1869. 
(Auch in holländischer Uebersetzung von A. Brandt, die nicht in den 
Buchhandel kam.) 

Fraedikener holdte i Aarene 1864 tO 1869. Das. in demselben 
Jahre. 8<>. 

Ved Fr. Vilh. Treschow s Jordefterd i Fruekirke 10. April 1869. 

Das. in demselben Jahre. 8o. 

Ved k. H. Prindsesses Tyra Amalie Caroline Charlotte Annas Con- 
firmation 27. Mai 1870. Das. 1870. 8". 

Christi Lidelseshistorie. 12 Praedikener. Das. 1872. Deutsch von 
A. Mirhnlscn. Gotha 1876. 8*. 

Ved Frederik Chr. Sibbems Jorde£erd i Fruekirke 21. December 
1872. Das. 1872. 8o. 

Katholidsm og Protestaatism. Et Leilighedsskrift« Das. 1874. 8*. 



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ICaitensem— llKrtli. 



18 



Socialism og Christendom. Bruds^kke af den speciellc Ethik. 1. og 
2. Opl. Das. 1874. Deutsch von Thorwald Gustav Jöigensen. 
Kiel 1875. 8®. 

TU Forsvar mod den saakaldte Grundtvigianism. 6. Opl. Das. 
1874. 8«. 

Ved h. k. H. Prinds Waldemars Confirmation 16. December 1874. 
Das. in demselben Jahre. 8^. 

Praedikener paa all Seen- og Helligdage i Aar forhen trykte og 
utrykte. Das. 187 5. 8^ 

Om Guds^enestens Indretning i den lotherske Kirke. 2. Opl* Das. 
1877. 8°. 

Ved Paludan-Miiliers Jordefaerd i Holmens Kirke 3. Januar 1877. 
1. og 2. Opl. Das. in demselben Jahre. 8". 

Ved h. k. H. Prindsesse Tyra Amalie Caroline Charlotte Annas 
Formaeling med h. k. H. Ernst August af Cumberland. Das. 1878.8". 

•Den christelige Ethik. Almindel. Deel. 4. Opl. Specielle Deel, 
AlU. 1, 2. 3. Opl. Das. 1878/7 9. Deubche, vom Verfasser ver- 
anstaltete Ausgabe : Die christliche Ethik. Allgemeiner 'Ihcil. Goiha, 
Besser, 1871. Specieller Theil, Abth. 1: Die individuelle Ethik. 
Das. 1878. Abth. 2 : Die soziale Ethik. Das. 1878. Deutsche Ausg. 2. Aufl. 
ICarlsruhe u. Leipzig 1879. Allgem.Theil. 4. Aufl. Karlsruhe 1883. 8«. 

Ftaedikener holdte i Aaiene 1875—1880. Das. 1880. 8^ 

Af mit Levnet. Meddelelser. Afdeling 1, 2, 3. Kjoebenhavn 
1883/84. 8^ Deutsch übersetzt von A. Michelsen unter dem Titel: 
Aus meinem Leben. Abtheilung 1 — 3. \fit dem Bildniss des Ver- 
fassers. Karlsruhe, Reuther, 1883/84. 8^ 

*][aTteil8eil» Heinrich Emil, geb. 3. Februar 1847 auf Nord- 

Strand, wo der Vater SchuUehrer (f 1850), verlebte seine Jugend in 

Fahretoft, wo er nach der Confirmation Unterlehrer, Ostern 1865 desgl. 
in Hürup, Kr. Flensburg, besuchte das Seminar in Tondern von (Astern 
1&66 bis dahin 1869 (2. Chat, m, s. r. A.), gleich darauf Elementar- 
lehrer und gleichzeitig 2^/^ Jahre Lehrer an der Seminar -UebungsschuJe 
in Tondem, dann vom Herbst 1872 an Lehrer an der Schule in Btttte^ 
bfiU, KIrdisp. Bordelum, und darauf 1. April 1874 bei Gründung der 
„Neuen Zeitung" in Bredstedt deren Redacteur und später Lehrer an 
der Missions-Anstalt in Brecklnm. 

Freundes-Grüsse. Kine Sammlung geistlicher Lieder für Seelen, die 
Jesum lieben. Brccklum 187 6. 4. Aull. Das. 1884, -- RevidirU — 

^Mftrthf Thomas, aus Neustadt, wanderte nach Amerika aus. 

In den „Itzehoer Nachrichten'* 1874, Nr. 118 ff:: Leben 
und Treiben in Amerika. 



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14 



Marlinot^llMnunui. 



^Martinot, P. Heinrich, geb. 11. Müra 1826 in Altona, be- 
suchte das Gymnasium daselbst, studirte Medicin, machte den Schleswig* 
holsteinischen Feldzng als Unterant mit, IS 53 in Kiel zum Dr. med. 
et chlr. promovirt, Ant in Altona, wo er in der Nacht vom 7. bis 8. 
Februar 1885 starb. 

De ratione diabeti mellid. Diss. inaug. Kiliae 1853. 8'. 

*MarxeUi Karl L. S., geb. in Schleswig, war in den 50er und 
60er Jahren Schreiber beim Rechtsanwalt Justizrath Castagne in Kiel, seit 
1864 G>pist auf dem Bureau der schleswig-holsteinischen Regierung in 
Kiel, später Bureau Vorsteher bei der k. Regierung in Schleswig, seit 
1873 (oder 1874) Kirchspidvogt in St Margarethen bei Wüster. 

Die Grundlage des Rechts. Itzehoe, Ad. Nusser, 1882. 8". 

1316) MarxHeUt Christian Detlef, geb. 15. October 1790 

SU Nienstedten, Kr. Pinneberg gestorben in Rendsburg, wo swei 

seiner Kinder noch leben, 25. Februar 1854. 

Noch von ihm ein Rechnenbucfa für Volksschulen« 

1318) Marxseili Detlev Johann, geb. 1792 zu Arrild, Amts 

Gettorf Dr. med. et ehir., Arzt in Beel, Angeln, später in Kappeln, 

wo er 13. Februar 1872 starb. 

1319) Harz86lli Harald Marquard, geb. in Kappeln 

erst commiss., im Februar 1875 definitiv Physicus in Heiligenhafen und 
über Fehmarn. 

1320) MarX8eil, Peter Christian, geb. 1. Juni 1806 in Uisnis, 
Angeln — starb in Rendsburg, wo er Subrector am Gymnasium war, 

4. Juli 1869. — Vergl. das Rendsbuiger Gymnasial-Programm von 1870. — 

^Massmann, Julius Wilhelm, geb. 31. Mai 1851 in Segeberg, 

besuchte das Seminar daselbst von Michaelis 1870 bis dahin 1873, ab- 
solviite 187 7 auch das Mittclschul-Examen, zur Zeit Lehrer an der höheren 
Bürgerschule in Altona. 

Plattdeutsche £rzählungen im „Huusfründ^\ 

^MaSSmaiUlt Nicolaus Heinrich, geb. 10. Märx 1766 in 
Heiligenhafen, gestorben als Pastor der deutschen Friedrichskurche auf 
Chnstianshafen 26. October 1816.— Vergl. Kordes S. 215, Lübker& Schröder 

5. 365 und ausserdem Erslew B. 2, S. 242 und Suppl.-B. 2, S. 343.— 

Betrachtung über den Nutzen der Leiden. Kopenhagen 1791. 8'. 
(Fehlt bei Kordes und Lübker & Schröder.) 



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15* 



1322) Statthieseil« (Matthiessen), Christian, geb. IHll in 

Schleswig 1865 im December const. und Janaar 1866 Amtmann 

über Sondeiburg und Norboig, 1867 Landrath in Augustenburg, suchte 
1874 um seine Entlassung an, die ihm bewilligt ward, lebt in Kiel, 1880 

Stellvertreter zur Deputation iür club Heimathswesen. 

1323) Hatthiesseilt Danklef AdolfFerdinand, geb. 19. Sep- 
tember 1811 in Schleswig — 4. MSrz 1868 und noch erster Compastor 
in Ledc. 

1325) Matthiesseilt Hans Christian, geb. 22. Januar 1833 

in Burg auf Fehmarn, Sohn des Justizraths gleichen Namens, (der, seit 

seinem Abgange als Landschreiber, in Bergedorf und Plön wohnhaft, in 

P10n 29. November 1876 starb) — — Afichaelis 1869 als Oberlehrer 

an das Husumer Gymnasium versetzt, wo er noch wirkt. 

Noch von ihm: Ueber Macaulay als Essayisten, im Husumer Gym- 
nasial'Osterprogramm 1871. 4^ — Revidirt. — 

1326) Matthiessen , Heinrich Friedrich Ludwig, geb. 22. 

September 1830 in Fissau — — seit October 1864 iSubrector oder 

später 2. Oberlehrer am Gymnasium in Husum, März 1873 Titular-Pro- 

fessor, 23« September 1873 als ordentlicher Professor der Mathematik 

und Physik nach Rostock berufen, wohin er Ostern 1874 abging, 1883 

von der medidnischen Facultät zu Zfirich hon. c sum Dr. med. ernannt. 

— Vergl. über ihn noch Hellmanns Repert. der deutschen Meteorologie. 

Noch von ihm: Verdienste der preussischen Staatsregiening um die 
Förderung der exacten Wissenschaften. Festrede zum 22, März 1869. 
Husum 1869. 8^ 

Commentar zur Aufgabensammlung von Ed. I ieis flir Schüler. Köln, 
du Mont-Schauberg, 1870. 3. Aufl. Das. 1881. 8". 

Schlüssel zur Sammlung von Beispielen und Aufgaben aus der all- 
gemeinen Arithmetik und Algebra von Ed. Heis. Praktischer Leit- 
faden für Lehrer und Studirende. B. 1. 2. Das. 1873. 8". 2. Aufl. 
Das. 1878. 

Das Klima von Athen, ist Heft 2 der „Griechischen Jahreszeiten** 
von A. Mommsen. Schleswig 187 3. 8«. 

Grundriss der Dioptrik geschichteter I>iiis*:nsysteme. Mathematische 
Einleitung in die Dioptiik des menschlichen Auges. Leipzig, Teubner, 
1876. 8^. 

Grundzüge der antiken und modernen Algebra der Ütteraien 
Gleichungen. Das. 1878. Z\ 



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16 



Gab heraus : Lehrbuch der Geometrie v<^n E. Heis und Eschweiler» 
B. 1: Planimetrie. 7. Aufl. H. 2: SLt rcoinctrir. 4. Aufl. Köln 1881. 

Uebungsbuch für den l lUemcht in der Arithmetik und Algebra für 
höhere Bürgerschulen nebst Sammlung der Resultate in 2 Heften. 
Köln 1882. 8*. 

Gab heraus: K. Heis, Sammlung von Beispielen und Aufgaben aus 
der allgemeinen Arithmetik und Algebra. 48. — 65. Aufl. Köln 
1877 - 1883. 

Referate über alle die Dioptrik betrert'cndeii Abhandlungen der 
Jahre 1877 — 82 in den lubinger Jahresberichten der Ophthal- 
mologie 8~i3. (Tübingen 187 7 — 83.) — In denAnnal. di mat. 
iS69: Sopra alcune proprieta degl' integrali Euleriani di prtma e 
seconda spede ; das. 1870: De aequilibdi figuris et revolutione hoino- 
geneonmi annuloram sidereoram sine corpore centrali atque de 
mntadone eorum per eaqiansionem aat condensationem. — In den 
„Astronom. Nachrichten*^ 1871, S. 1: Die magnetische Con- 
Staate der Honaontal-IhteDsitat in Jever; S« 21: Beobachtungen und 
PosiCioDsbestimmuDgen des Meteors vom 21. September 1870. — In 
„Centraizeitung für Optik und Mechanik'' 1880, Nr. 5 und 
14: lieber die Messung der Brechungstndices und der relativen Dis- 
persionen der Farben im Thalliumglase und verschiedenen Flüssig- 
keiten von Veress; das. 1883: Die mittleren Brechungsindices fester 
und fltissi<xer Körper im Vergleich mit ihrer Totaldispersion ; das. von 
demselben Jahre: lieber die Form unendlirh dunner astigmatischer 
Strahlenbündel und die Kummer'schen Modelle. — In Com[)tes 
rend. hebd. 1881, B. 92: Le probldme des restes dans les ouvTages 
chinois Suan-King de Sun-tze et le 1 ayen-lei-schu de Yih-hing. — 
In Crelle's Journal für Mathematik 1881, B. 90: Ueber das so- 
genannte Restproblem in den chinesischen Werken Suau-King von 
Sun-tze und Tayen-lei-schu von Vih-hing. — In „Giornale di 
rnatem.^' 1867: Quelques th^or^mes sur le quadrilatire. Une 
rtelutioii nouvelle de T^natlon du quatri^e degrd. — In Grftfe's 
Archiv für Ophthalmologie 1876: Ueber den Apbmatisiinis der< 
Hornhaut; das. von demselben Jahre: Ueber die Berechnung des abso- 
luten Bracfaungsvermögens des Kemcentnims der Kiystallinse; das. 
1879: Ueber die geometrische Gestalt der theoretischen Retina des 
periscopischen schematischen Auges; das. 18S3: Ueber die Form der 
astigmatischen Bilder sehr kleiner gerader Linien bei schiefer Incidenz 
der Strahlen in ein unendlich kleines Segment einer brechenden 
sphärischen Fläche. — In Gninert's Archiv für Mathematik 1866: 
Ueber die Auflösung der litteralen kubischen und biquadratischen 
Gleichungen; das. von demselben Jahre: Vermischtes aus der Wahr- 
scheinlichkeitsrechnung; das. 1867: Ueber ein aiguliraisrhes Problem 
von Bamaba Tortolini; das. 1868: Mechanische Construction einiger 



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Matthiessen. 



17 



Curven zur Duplication des Würfels; das. 1874: Zur Theorie der 
Centraibewegungen. — Zu Hoffmann's Zeitschrift für naturw. 
Unters. 1876: Vergleichung der indischen Cuttoco und der chinesi- 
schen Tayen- Regel; das* 1878: Die diophantischen deichungen 
U Grades; das. 1880 und 1882: Ueber eine antike AuflOsuqg des 
sogenannten Restproblems in modemer Daistellung. — Im „Kl in i* 
sehen Monatsblatt für Augenheilkunde" 1877 (mit Prof. 
V. Zehender): Ueber die Brechnngsindices kataraktOser Linsensnbstana ; 
das. 1882: Die zwanzig Cardinalpunkte des menschlichen Auges; 
das. 188S : Ueber die Form unendlich dünner astigmatischer Stralilen- 
bündel und über die Kummer'schen Modelle. (Letzteres auch in den 
Berichten der königl. Bayerischen Akademie der Wissenschaften 1883.) 

— In Pflüger's Archiv für Physiologie 1879: Die Differenzial- 
gieichungen der Dioptrik der geschichteten Krystallinse ; das. 1880 
bis 1881: Untersuchungen liber den Aplanatismus und die Periscopie 
der Krystallinsen in den Augen der Fische; das. 1882: Ueber die 
Beziehungen, welche zwischen dem Brechungen idt x des Kerncentrums 
der Krystallinse und den Dimensionen des Auges bestehen; das. 1883: 
Ueber den schiefen Durchgang unendlich dünner Strahlenbündel durch 
die Krystallinse des Auges. — In PoggendorlTs Annalen der 
Physik 1868, B. 134: Akustische Versuche über die kleinsten 
ThinsversalweUen der Flüssigkeiten; das. 1870, B. 141: Ueber 
TiansveRalschwingungen tönender tropfbarer und elastischer Flüssig- 
ketten. — Femer noch in SchUtonüch^s Zeitschrift fttr Mathe- 
matik und Physik 1867, Jahrg. 12: Bestimmung der symmetrischen 
Functionen der Wurzeln einer Gleichung vom mten Grade; 1868, 
Jahrg. 13: Auflösung einer Aufgabe von fioncompagni, die Summe 
von Kubikzahlen betr.; 1869, Jahrg. 14: Ueber die scheinbare und 
absolute Grösse der Sonne; 1870, Jahrg. 15: Die Regel vom falschen 
Satze bei den Indem und Arabern des Mittelalters und Anwendung 
zur Auflösung der quadratischen und kubischen Gleichungen ; das. in 

d* V d* V 

demselben Jahrg.: Ueber das Integral der Gleichung -- — — ^— « 

d X " G y * 

— Oj das. 1871, Jahrg. 16: Ueber die Gesetze der Bewegung und 
Abplattung im Gleichgewichte befindlicher homogener Ellipsoide und 
die Veränderung derselben durch FA'jvinsion und Condensation ; 1873, 
Jahrg. iS: Allgemeine Auflösung der (ileichung ax^ ±_ 1 = y* in 
ganzen Zahlen ; das. in demselben Jahrg. : Zur Algebra der Chinesen ; 
1874, Jahrg. 19: Elementaro Beweise zweier bekannten Theoreme 
aus der Optik; das. in deniäcJben Jahrg.: Ueber die Dispersion der 
Farben in Gasen; 1875, Jahrg. 20: Ueber Normalreihen der relativen 
Dispcrsioneri im sichtbaren Spectrum als Kriterium der Zuverlässigkeit 
von Messungen optischer Constanten; 1876, Jahrg. 21: Ueber die 
Klangfiguren einer quadratischen Platte von Flässigkeiten und des 

2 



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18 



MatthieMen — Matzen. 



kabisclifiii Volumens einer Loftmasse; 1&77, Jahig. 22: Ueber eine 
Methode der Berechnung der 6 Cardinalpunkte eines centriiten Systems 
sphitrischer Linsen; 1878, Jahrg. 23: Nene Messungsmethode der 
Constanten optisch ein- und zweiaxiger KiystaUe; 1879, Jahrg. 24: 
Die allgemeinen Wmielformen der Quadiics, Cubics und Qnaitics von 
Qebsch (Gunddfinger) und Aronhold und : Die Differen2iaIgleichui^;eD 
der Dioptrilc continuirlich geschichteter Linsen und ihre Anwendung 
auf die Dioptrik clor Krystallinse; 1880, Jahrg. 25: Ueber die 
ellipsoidischcn (ileichgewichtsfiguren der Satelliten der Erde und des 
Jupiter; 1881, Jahrg. 26: Die Methode Tayen im Swan-King von 
Sun-isze und ihre Vcrallgcmcinening durch Yih-hing im 1. Abschn. 
des Taycn-lci-schu und: Zur Integration der Diflferonzialgleichungen 
in der Dioptrik der continuirlich geschichteten kugeiiörmigen Krystall- 
linse der Fische ; 1883, Jahrg. 28: Ueber die Gesetze der Bewegung 
und Formveränderung homogener, freier um ihre Axe rotirender 
cylindrischer Gleichgewichtsfigurcn und die Verändening derselben 
durch Expansion oder Condensation, und: Die DifFerenzialgleichungen 
in der Dioptrik der continuirlich geschichteten kugelförmigen Krystall- 
Unse der Fische. — In den Mittheilungen des schlesw.-holst. 
naturwissenschaftlichen Vereinsnoch Heft 8, 1868: Akustische 
- Versuche, die kleinsten TransversalweUen von Flüssigkeiten betr. — 
Revidiit — 

1328) Matthiesseu, Jjohann Jacob Nicolaus, geb. in Ton- 
dem — — starb in Oldesloe, wo er als Arzt jjraktisirte, im April 187 3, 

1330) Mattliies^en, Karl Robert, geb. in Giückstadt — — 
piaktisirendcr Arzt daselbst bis nach IS75. 

^MatZy Pseudonym. Der Verfasser scheint in Itzehoe su leben« 

Mein Koil un seine Feuerwehr. In gebundener Rede und los- 
gelassener Laune geschrieben. Den fieiwilligen Feuerwehren Schleswig- 
Holsteins. Mit Anhang: De ganse Feuerwehr in de Westentasche* 
2. Auflage. Heide, J. A. Ebel, 1884. 8^ 

1332) Matxen, Adolph Heinrich Strodtmann, geb. 6. Juli 

1819 in Tönning seit 23. April, antretend 22. IiCai 1864, noch 

Pastor in Fjelstrup, Propste! Hadersleben. 

1333) Matzen, iVndreas, geb. 18. December 1818 in Dühr- 
huus — — vorn 17. März 1865 an wieder Pastor in Bülderup bis zum 
1. October 1868, von da an Regierungs- und Schulrath für das Herzog- 
thum Schleswig, erhielt 18. Januar 1878 den R. A.-0. 4. Kl., starb in 
Eckemfbrde 8. August 1879. 

*][atzeilT Henning, geb. 28. December 1840 su Rehbeigholz 
(Rebbjxrgsskov), Kirchspiel Satrap in Angeln, Sohn des am 27. Mai 



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lUtsen. 



10 



1868 gestoxbenen Webers Marquard Nikolai Matzen und der Anna, geb. 
Hansen, besuchte, von seinem Bruder, dem weiter unten aufgeführten 
Mats Matien, unterstütet, das Flensburger Gymnasium von Ostem 1855 
bis 1859, studirte dann, nachdmn er das philosophische Examen be- 
standen hatte, seit 1860 Jura in Kopenhagen, eiam. Jannar 1864 
Jaudabilis), gewann 1867 die Universitäts-Goiduicdaille für die Lösung 
der Aufgabe, die Lehre vom Pfände nach dem älteren dänischen Rechte 
darzustellen, wurde nach dem Tode des Professors C. G. Holk 1868 
von der rechts- und staatswissenschaftlicben Facultät einstimmig unter dem 
Vorbehalte, zuvor eine längere Auslands-Reise zu machen, zu dessen 
Nachfolger gewählt, 29. April 1870 In Folge dessen nach der Rückkehr 
von der vorgeschriebenen Reise Professor der rechts- und staatswissen- 
schaiUichen Facultät, bei Gelegenheit der 400jährigen Jubelfeier der 
Kopenhagcner Universität 5. Juli 187 9 Ehrcndoctor gedachter Facultät, 
ist auch Mitglied des Consistoriums und Assessor im Höchsten- Gericht, 
und seit September 1882 Landsthingmaim für einen Kopenhageuer Wahl- 
bezirk. S. die Selbstbiographie in: Levnedsbeskrivelser af de ved 
Kjöbenhavns Universitets Firehundredaarsfest promoverede Doktorer og 
Licentiater. KjObenhavn 1879, S. 143—145. 

Den danske Panterets Historie indtil Kristian V.s Lov. Kjöben- 
havn, Gyldendal, 1869. Besprechungen in: Ugeskrift for Retsv. 

1869, S. 625 — -646, S. 913 — 65 (von v. Stemann), Kritische Viertel- 
jahrsschrift für Gesetzgebung und Rechtswissenschaft 1871, S. 360 
bis 375 (von K« Maurer), vergl. auch L. M. B. Auberts Afhandling 
ora „Kontrakipantets htttoriske Udvikling isaer i dansk og norsk Ret" 
in: Norsk Retstidende 1872, S, 81—83, 145--153, 161—173. 

Grundloven og Folkets Seivstyrelse. Kjöbenhavn, Gyldendal, 1873. 8^ 
Ein Theil dieser Schrift stand unter dem Titel: „Grundloven og 
Ptolamentarismen^' in: „Dagbladet'\ 15., 16., 17. und 19. Mai 1873. 

TÜ GJensvar. I^jttbenhavn, Gyldendal, 1873. S. Dagbladet vom 
29., 30. og 31. Deoember 1873. 

Gm Statäassens Ansvar for Embedsmaends Forseelser; Foihandlings- 
aemne paa det andet nordiske Juristmöde. Kjöbenhavn 1875. 
S. „FörhandUngar vid andra noidiska Juristmötet i Stockholm den 
26.-28. August 1875, S. 148—190 und Büag 9. 

Anmeldelse af Prof. T. H. Aschehougs Fremstilling af den nugjael- 
dende norske Statsforfatniugsret, inB. 1 derLetterstedtskeTidsskrift, S. 80 
bis 87. 

Den parlamentariske VrriiigsirilK d : Dagbladet, 18. April 1879. 
KJoebenhavns Universitets Retshistorie 1479 — 1879, udarbeidet 

8» 

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Mfttsen — Man. 



efter Konsistoriums Opfiirdring i Anlcdiiing af üniversitets Firehundred- 
aarsicsL. 1. og 2. Deel. Kjöbcnhavn, Gyldcudal, 187 9. 

Den danskc Statüforlätniiigsret. 1. Deel, 2. Deel, 1. og 2, Hefle. 
KjöbeDhavn 1878—1881. 

Forela: Silin gcr over den danske TingsreU 1. — 5* Hefte. Kjöben» 

havn 1880—1881. 

Mit N. T.assen in der von Aschehon g n. A. gesammelten „Nordisk 
Rets ■ 1 ncyclopaedie". 2, Bd., 2. Hefte; Den nordiske TingreL 
Kjöbcnhavn 1880. 

Beib^äge zu. juristischen und historischen ZeitschrifteD, als : Histonsk 
Tidskrift* 5 Rsekke u. a. m. 

1335) Matsen, Jürgen Friedrich, geb. 21. Januar 1807 in 

Borgwedel seit 13. Juni 1864, antretend 12. Juli, noch Pastor 

in Sieverstedt. 

* Matzen y Matz, geb. zu Rehbergholz, Kirchsp. Satnip in Angeln, 
älterer Bruder von Henning M«, bekleidet, nachdem er frtther Lehrer 
gewesen, den Posten eines Schulinspectors in Dänemark. — Vef]g^. Itzehoer 
Nachrichten 1883 vom 29, September und in- der bei Henning Matzen 

angeführten Selbstbiographie. 

Praktisk Regnebog, 1. Cursus. Kjöbenhavn, Schou, 1862. 1. og 
2, Cursus, 3. og 4. Udg. Das. 1872—1881. 
Veüedning tii Fladers og Legemers Beregning. Das. 1863. 

Dansk Laesebog for Skole og Hjem. 1.— 3. Hefte. Das. Iversen, 
1864—1865. l. Deel, 2. Udgave 2, og 3. Deel, 3. Udg. Kjöben- 
havn, Gyldendal, 1868 — 1869. 8, Udgave. Das. 1880 — 1881. 
4. Deel. Das. 1876, Auszug daraus s. t.: 160 Eventyr, Fabler, 
Folkesagn, Legender og Lignelser. Das. 1864, 

Hovedregningsopgaver for Borger- og Almueskoler, 3. Hefte. 
Das. 1866. 

ReCskitvmngsregier in Henh. tü Minist's Cirkolar af 21. Febr. 
1872. Das. Gyldendal, 1872. 8^ 

Om Almueskolemes Organismus og Virksomhed i en Deel stOrre 
tyske Byer. Das. 1875. 8^ 

Salmer til Skolebrug. Das., Lind, 1878. 8«. 

Materialier til danske Stil* og Laeaeövelser for Skole og Hjem«- 
Das. 1879. 

1336) Man^ August, geb. 15. October 1840 in Kiel 

14. October 1865 const«, 2. Mai 1866 definitiv Lehrer am Gymnasium 
in GlUckstadt, Krankheits halber wiederholt beurlaubt, gegen Ende 1869 
pensionirt. 



81 



^MftOy Johann Ferdinand August, geb. 8. Apiil 1851 in 
Buig in Saderdidnnaxschen, BfichaeUs 1875 als Theologe entm., 28. Fe- 
bruar 1879 ord. Adj. in Zarpen, 22, Juni 1880 Pastor in Blekendorf; 

Zeugniss von Jesu Christo, dem Gekreuzigten und Anferstan denen. 
Confirmationsrede über Matth. 10, 32 — 33, Charfreitagspredigt über 
Lucas 23, 44 — 46 und Osterpredigt über Marci 16, 1 — 8, gehalten 
1881 in der Kirche Bickendorf. Brecklum, 1881. 8®. 

1340) Mau, Karl Eduard, geb. 15. August 1814 in Propsteier- 
hagen — — seit 21. Januar (nicht 21. Juni) 1849 Pastor in Burg, 
Süder-Dithmarschen, dazu Märs 1867 commissaziscfa, 10. Apfü def. Bropst 
für Süder-Ditfamazschen, 1871 und 1880 Abgeordneter sur Synode. 

^Mao, Wilhelm August Dietrich, geb. 12. November 1857 
in Biikensee, Kieis EckemfSrde, besuchte Ostern 1870 bis dahin 1874 
die Rectorschule in Eckemförde, von Ostern 1874 bis dahin 1878 die 
Realschule 1. Ordnung in Rendsburg, studirte Naturwissenschaften in 

München und Kiel, wo er 1881 Dr. phü. wurde, bestand sein Probejahr 
in Flensburg. 

Ueber Scoloplos anniger O. F. MflUer. Ihaug.-Dis8. Kiel 1881. 

*May, Karl August Wilhelm, geb. 12 Mai 1845 in Derm- 
bach im Grossherzogthunn Sachsen-Weimar, siedelte früh nach Eisenach 
über, wo er das Gymnasium Carolo-Fridericianum besuchte bis 1865, 
studirte erst Theologie und Philologie, dann nur Philologie in Göttingen, 
Halle, Marburg, bestand 1870 das Staatsexamen, bestand das Probejahr 
in Rendsburg und Meldorf, wo er 24« Bfai 1871 in die 4. ordenfl. 
Lehierstelle einrackte. 

De ratione et via artis criticac (juam indc ab Holmanno-Peerlkampio 
reeentiores editores in recensendis Horatii carminibus inierint. Bei- 
lage zum Osterprogramm 1876 der Meldorfer Gelehrtenschule. 

(Hannover 187 6.) 

1341a) May, Martin, geb. in Schlesien, Journalist — — 1868 
Redacteur des „Neuen Fremdenblattes" in Wien, machte sich (nach 
Zeitungsberichten) unter dem Ministerium Hohenwart «journalistisch unan- 
genehm", befand sich 1877 in einer Privat-Irren-Anstalt bei Wien ; 2. Mai 
1880 in der Irrenanstalt Ybbs bei Wien von einem anderen Irren ge« 
waltsam erschlagen. — S. „Kieler Zeitung'' vom 5. Mai 1880, Abend- 
Nummer. — Eine Noti? über ihn, die zur Ergänzung seines Aufenthaltes 



8S H«lM«-M^BS. 

in Schleswig-Holstein dient, findet sich im Lexikon der HamburgischeD 
Schriftsteller, Bd. 5, S. 87 in der Note. 

*Mebes, Albert, geb. 19. Febr. 1853 zu Schweidnitz, Schlesien, 
besuchte die Realschule zum^H. G. in Breslau bis Mich. 1872, studirte 
neuere Philologie in Berlin und Bresbm, wo er im Febr. 1S76 Dr. phü. 
wurde, hielt sich 1877 in Englaiid auf, nwchte 1878 sein Examen pro 
fac. doc. in Breslau, Büch. 1878 an der Realschule in Neumitoster, von 
wo er Mich. 1879 als Lehrer nach Remscheid kam. 

Ueber den Wigalois von VVimt von Gravcnberg und seine alt- 

iranzösische Quelle, im Programm der Realschule zu Neumünsrer 

1879. 4». 

*Mee:erers, Ludwig H. C, Landrathsanits-Expedient, Gutssecretär 
und Standesbeamten-Stellvertreter zu Sierhagen, Kreis Oldenburg. 

Leitfaden über die Führung der Stande?amt?gosrhäfte. Itzehoe 1879. 8*. 

Die Grundlagen im unteren Vcrwaltungstach , insbesondfre die 
Terminal-, Journal- und Registratur ( )rdnung, sowie die formelle Be- 
richterstattung und Expedition. Das. in dems. Jahre. 8*. 

1343) Mehlert, Jacob Wilhelm, geb. 27. Augu<^t 1824 zu 

St. Margarethen, Segeberger Seminarist seit 1843, exam. 1847 

noch Organist und Lehrer in Eichede, Fropstei Stonnam. 

*Mehlhauseii, Friedrich Felix, geb. 11. September 1856 m 

Wehlau, Ostpreussen, besuchte die dortige Realschule, dann das Kneiphof 'sehe 

Gymnasium zu Königsberg bis Uctober 1878, studirte darauf Medicin in 

Königsberg und Leipzig, genücrte der Militärpflicht in Königsberg, besuchte 

darnach die Universität in Kiel, wo er im Februar 1884 die letzten 

Eiamina absolvirte und im October cum Dr. med. et cfair. promovirt 

wurde, Arzt in Gettorf. 

Ein FaU von Aneuiysma der Arteria poplitaea, welcher durch Stangen- 
druck geheilt wurde. Inaug.-Di8S. Kiel 1884. B\ 

*Mehmel, Hermann Gottfried, geb. 4. August 1844 zu 

Miihlhauscn i. Th., promovirt in Göttingen 22. December 1869, von 

Ostern 187 2 bis Mich. 1874 Gymnasiallehrer in Kiel, seitdem am Keal- 

gymnasium in Altona. 

Otto von Nordheim, Herzog von Bayern. Inaug.*Dis8. Mühlhausen 
i. Th. 1870. 8". — Revidirt. — 

1349) MdBSi Claus, geb. 29. September 1806 zu Heiligen- 
stedten seit 12. September 186$ Pastor zu St. Margaiedien, wo 

ef 25. December 1873 starb. 



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MeiMel-llMidw. 



*Meissel, Daniel Friedrich Ernst, geb. 31. Jn^i 1826 in 
NeitsUclt-Ebeiswalde, etadiite Mathematik und Natorwissenschaft und wuide 
2ttm Dr. philos. promoviit, Lehrer der Mathematik fUr die Stndire&dea 
des Berg-, Hütt^i- und Salinen&chs, auch Frivatdocent an der Bau- 
Akademie in Berlin, 1856 Director der Realschule xu Iserlohn, 9ck Ostern 
1871 Director der Realschule in Kiel, 1881 Inhaber des R. A.-ü. 4 Kl. 

— S. Poggendorffs math.-naturwissenschaftl. Lexikon. — 

Lehrbuch der Differcntialrechnnng. Berlin 1854. 

Repetitorium der Elcmentar-Mallieinaük, innfassend die ebene Trigono- 
metrie, Stereometrie, sphärische Trigonometrie, die Auflösung der 
' algebraisdien Gleichungen der 4 ersten Grade mit 1 Unbekannten, 
die Summirung der ein&chsten Reihen. Berlin 1856. 8*. 

Sammlung mathematischer Tafeln. (Eine Liefenuig.^ Iserlohn 1860. 

Lehrbuch der Arithmetik und Algebra für höhere Lehranstalten be- 
arbeitet. Berlin 1861. 

Ueber die Verbreitung vollkommen elastischer Gase von constanler 
Temperatur im Raum, im Osterprogramm Kiel 1872. 4^. 

Ueber den Ausfluss des Wassers nt:^ fassen in zwei besonderen 
Fällen, im Osterprogramm Kiel 187 3. 4". 

Bemerkungen über die Rediiction der vollen elliptischen Integrale 
2. Gattung auf die vollen Integrale 1. Gattung für denselben Modul« 
im Osterprogramm Kiel 18 7 4. 4 ®. 

Beiträge zur Theorie der Reihen, im Osterprogramm Kiel 187 5. 4®. 

Beiträge zur Ballistik des Infanterie-Gewehrs. Notiz über das Inte- 
gral einer Differential-Gleichung, im Osterprogr. Kiel 1878. 4**. 

Ueber Reihen, denen man bei der numerischen Lösung des rrolilerns 
der 3 K<jrpcr begegnet, wenn die Anfangsgeschwindigiceitcn Null sind, 
im Osterprogr. Kiel 1882. 4®. 

Ueber die relative Menge gewisser Formprimzahlen innerhalb be- 
trflchtÜcher Zahlenräume, im Programm derselben Anstalt 1884. 4*. 

Beiträge an verschiedenen fachwissenscfaalUichen Zeitschriften, wie 
Crelle's Journal für reine und angewandte Mathematik 
seit 1854, Bd. 48 ff., zu Poggendorffs Annale n 1855, S. 95 ff. u. a. m. 

1353) Melehertf Hermann, geb. in Altona — Medianer, 1834 

in Kiel promovirt, war 1849 Arzt in Flemhude, zur Zeit . . . (j '?) 

1355) Mencke, Wilhelm, geb. 1. Juli 1825 in Itzehoe — — 

praktisu-ender Arzt in Wüster, Sanitätsrath, erhielt im Juni 1883 auf der 

Berliner Hygiene-Ausstellung die silberne Medaille. 

Noch von ihm: Kleine Hriträge zur Krankenpflrge im I'rivathause. 
Wüster 1869. 8«. S, Itzehoer Nachrichten 1869, Nr, 23 vom 
25. Februar. 

Uebersetzte aus dem Englischen und versah mit Anhang: £. J« 



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34 



HttBdel — Mduing«. 



Waring Hiittcn-Hospitäler, ihre Zwecke, Vorzüge und Einrichtung. 
Berlin, Enslin, 1872. 8^ S. u, a. Kieler Zeitung 1872 vom 18. Apnl, 

Morgen- Blatt. 

Die häusliche Krankenpflege. Das. 1875. 8°, S. Kieler Zeitung 
1874 vom 23. October, A.-N. 

In den ,,Mitth e i 1 u n gen für den Verein schlcsw.-h eist. 
Aerzte'\ Heft 5, 1875 : Die allgemeine Einführung von Hütten- 
Hüspitalem ist ein dringendes Bediirfniss für die Aerzte; Heft 9, 
1882: Ueber künstliche Fütterung der Säuglinge, und auch Beiträge 
in anderen medidnisdien Fachzeitschriften. 

1356) Mendel, Abraiiam (nicht Adolf), geb. um 1 8 1 6 in Friedrich- 
Stadt — — praktisirte s[)äter wieder in Friedrichstadt ; ist gestorben. 

1 357) Mendel^SOkllf Georg Benjamin, geb. 16. November 
1794 in Berlin, Enkel des Philosophen Moses Mendelssohn, wirkte als 
Professor der Geographie und Statistik bis anm Sommer 1874 in Bonn, 
starb 24« Angust 1874* GehOrt nur mit seiner im Hauptwerk und schon 
im L. tt. Sehr, angeführten Inaugural-Disseitation, Kiel 1828, hierher. — 
Veigl. Beeck: Handlexikon, Berlin 1881, S. 271. Monitcur des dates. 

1358) Meusine:, Karl Heinrich U i 1 hei m , geb. 1 1. Juni 1816 
zu Kliiikeii, Kirchsp. Oldesloe, — — starb in Luljenburg, wo er seit 
1846 als Lehrer fungirte, 27. Januar 1876. 

1559) Mensiogft» Johannes Aletta Marinus, geb. 15. August 
1809 in Utrecht — — feierte 14. Juli 1875 sein 25jähriges Amts- 
jubÜäum als Pastor der remonstrantischen Gemeinde in Friedricfastadt, trat 

1. November 1881 in den Ruhestand und wohnt seitdem io Flensburg. 

Von ihm nodi: Theologisches und Erbauliches; Ueber die 
Fortdauer des persönlichen fiewussCseins nach dem Tode, in Lange's 
„Zeitstimmen^^ 1870 (auch ins Holländische Übersettt); Aber die 
Frage, ob Jesus am Kreuze gestorben sei, das. in dems. Jahrg. — 
Auch eine Oigelweihe. Der Orgelbauer bei seinem vollendeten Werk 
am Vorabend der Ablieferung, in „Altes und Neues" von J. Conrady 
1870, und holländisch in „Christelijk Album'', Mai 1870. — 
Der Unterschied zwischen dem lutherischen und dem reformirten 
Kirchengesang (holländisch) in ,,Bijdragen op het Gebied der 
historischen Theologie" 1876. — Das Zeiif^niss des Flav. 
Josephus über Jesus (holländisch) in ,,Tijdschrit't voor weten- 
schappelijke Theologie", April 1883. — 

Zur Geschichte Frie dri chstadts: Jw deutschen Fost- 
archiv, März 1874: Zur Gechichte des Postwi s.us in Schlesvv. -Holst., 
das. 187 5, Nr. 35 — 40: Der Persische Seidenhandei und der An- 
sciiiag auf Schweden j in Bijdragen voor vaderl. Ge schied. 



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26 



en Oudheidkundc 1877 (holländisch): Die holländischen Familien in 
Friedrichstadt ; — in Eig«»n Haard 1879, Nr. 28 (holländisch): 
Das Haus des Freiherm de Wael van Moersborgen ; — Im Eider- 
städter und Stapelholmer Wochenblatt 1870, Sept.: Omne 
solum forti viro patria; das. 1874 Nr. 38, 40: Die Friedrichstädtcr 
SchiffTahrt inn 17. Jahrhundert; das. 187 9 Mai; Die Religionsfreiheit 
in Friedrichstadt (auch hoU. in Bijdragen voor vaderl. Geschied, en 
Oudheidkunde August 1881); das. Juli 1880: Ueber dnige von 
poseren ansehnlichsteil Häusein und deren Erbauer; das. Mai 1881: 
Die Niederlassung der Juden in Friedrichstadt; das« in dems. Jahrg. 
Juni: Ueber den Ursprung des Friedrichstädter Wapp^is; das. Juli: 
Die städtischen Pachtstttcke am Ende des 17. Jahrhunderts; das. m 
dems. Jahrg. Nr. 68 und 69: Die Jugendblüthe unserer Stadt und 
das. 1881, Nr. 15: Zur Geschichte unserer ehemaligen lateinischen, 
jetzt allgemeinen Stadtschule. — In:NoordenZuid, taalkundig 
Tijdschr. Juni 1880 (holländ.): Die holländische Sprache in Friedrich- 
stadt. — 

Sonstiges Geschichtliches und Archäologisches: Bei- 
träge zur Geschichte der hülländischen Kolonien im Mittelalter, 
besonders in Holstein ^holi.) in; Bijdr. van vaderl. Ge schied, 
en Oudheidkunde 1878 (übersetzt von E. Albcrti im Schlesw.- 
Holst, Sonntagsblatt, Wochenschr. tiir lieimische Belletristik , 
Jahrgang 1, 1879, S. 237 ff.). — Das Geheimniss der (spanischen) 
Armada (holländ.) in: Va l ci J a ndschc Letteroefe liingen" 
1876. — Die niederdeutsche (^holländische) Sprache in Deutschland: 
in Noord en Zuid 1879, Nr. 1 : — Die westliche Grenze unserer 
plattdeutschen Muttersprache, in der „Eisenbahn-Zeitung" Octbr. 
1880 (auch holländiscji). Alte und neuere Astrologie, in Virchows und 
Holtzendorfä Sammlung gemeinverständlicher Vorträge 
187 1, 6. Serie, Heft 140. — Die Abzeichen der Religion in den Wappen, 
im „Herold'' 1879, Heft 4; — Beitrag zur Geschichte des Ursprungs 
und der Entwickelung des VVappenwesens, im „Deutschen Herold" 
1880, Nr. 4 und 5. Die Löwengruppe an der Nordsee, das. 1883, 
Juni; Ueber Farbe, Name, Titel und Wappen von Orange, das. 1884, 
August; Die moderne Heraldik, in „Gegenwart" 1882, Nr. 21. 

Verschiedenes: Eine Braut, eine Gattin, eine WittwtN im 
Schlesw. -Holst. Sonntagsblatt, Kiel 1879, Nr. 17 — 19. — 
Schma Jisrael, im Ei der st. und Stapelh. VVochenbl. Nov. 1879 
(auch in der Eisenbahn-Zeitung). Kornpreise in Schleswig- 
Holstein im 17. Jahrh., in Fl e ns b. 'X(* r d <!. Ztg. 1882. — Die 
Wereschagin'schen Kriegsbilder, das. in dems. Jahrg. Nr. 175, Beil. 
— Das Norderthor Flensburgs, in Flensb. Nachr. 1882. — Ein 
Charakterzug des dänischen Volksliedes, das.; — Menschenwürdiges 
Dasein. Ein Wort an den Arbeiterstand, das. 1883. — Revidirt, 



96 



MoaaiiisA — ÜMlorf. 



1360) Mensinga, Wilhelm F. J., geb. in Sybecarspel in Holland 

— — praktisirender Arzt in Flensburg. 

Norh von ihm : Giftige Luft in Schule und Hnns. Die chronische 
Blutvergiftung mit Kohlensäure hei unseren Kindern. Populärer Vor- 
trag, gehalten im Handwerkerverein 29. December 1877. Mit Vor- 
wort von C. F. Möller. Flensburg 1878. 8^ 

Ueber facuitative Sterilität, beleuchtet vom prophylaktischen und 
hygienischen Standpunkt fiir praktische Aerzte und Geburtshelfer. 
Leipzig und Neuwied, Heuser's Verlag 1881. 8^. (Erschien pseudonym 
s. nom. C. Hasse.) 3« Aufl. mit Supplement: Das Pessarium occlusivum 
und dessen Applicatioo« Das. 1883* (In welcher Aufl. der Verf. 
sich nennt) 

In den lulittheilnngen ffir den Verein s chlesw.-holst 
Aerste Heft 8, Kiel 1881, S. 63: Praktische Vereinfachungen des 
gynäkologischen Ihstruinentariuins. In „ Fle n s b u r ge r N ac h r i chten 
u. m. a. 1867, Nr. 205 — 208: Flensburg nach 25 Jahren; das. 

1868, Nr. 121: Herberge zur Heimath; das. 1869, Nr. 4: Der 
Respirator; Nr. 192 und 193 (Beilagen i : Glücksburg als Sommer- 
kurort; das. 1871, Nr. 175, 206 und 1872, Nr. 147: Glücksburg 
betr.; das. 187 2, Nr. 18: Bringt der Kindergarten auch Schädlich- 
keiten? Auch Mehreren in der F 1 e n s b u rge r Norddeutschen 
Zeitung". — Revidirt und nach Mittheilungen. — 

1365) Messtorlf^ Hermann Otto, geb. 28. Juli 1819 in Neu- 

münster — ^ gehörte der zur Ausarbeitung eines neuen Gesangbuchs 

berufenen Commission an, starb in Rellingen 14. Juni 1876. 

1364) Mester, Marcus, geb. 1806 in Brügge, Sohn des Organisten 
das. — — gehörte 1850, 1851 der schleswig-holsteinischen Landes- 
versammlung als Mitglied an, entrirte (einer Mittheilung zufolge), nachdem 
er, wohl in Folge seines Processes, aus dem Schullehrerstande ausgetreten 
war, mit Callsen eine Zuckerfabrik in Altona, lebte später als Landmann 
in Rostorff bei Kellinghusen, wo er im November 1881 starb. — S. Itzeh. 
Nachr. 1881, Nr. 138 

'Mestenii Johann Christian Andreas, geb. 1800 in Altona, 

später Kaufmann in Hamburg. Vergl. Lexikon der Hamburger Schrift- 

steller, Bd. 5, S. 216. 

•Hamburgs Getreide-Lieferungshandel in auswärtigen Häfen. Ham- 
burg 1838. 8^ 

*Für Hamburger Verbindungs-Eisenbahnen. Das. 1860. 8** (von ihm 
darin S. 5—25). 

1365) Mestorf, Johanne, geb. 17. April 1829 zu Bramstedt in 
Holstein; Tochter des Dr. med, Mestorf; ihre Mutter, eine geb. Kömer 



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27 



[deren Vater und Theodor Körners (Jrossvater Geschwisterkinder waren) ; 
siedelte nach des Vaters Tode mit ihrer Mutter nach Itzehoe über, wo 
sie die höhere Töchterschule der Frl. Blöcker besuchte; kam bald nach 
der Confinnation nach Schweden, wo sie im Hause des Grafen Piper- 
Eogsö Aiifiiahme und Gelegenheit fand, tiefere Einblicke in die Uteratar 
und ältere und älteste Geschichte des Nordens su gewinnen, namentlich 
gefördert durch Verkehr mit Adolf Jwar Arwidsson; — musste des rauhen, 
ihrer (iesundheit nachtheiligen Climas halber den Aufenthalt m Schweden 
aufgeben und ging mit der Gräfin Faletti di Villa falletto nach Italien 
(Nizza, Pieoiont u. a. O.); kam nach mehrjährigem Aufenthalt im Süden 
im Winter 185 S/5 9 gekräftigt in die Heimath surUck; wohnte dann, zeit- 
weilige längere Besuche in Schweden abgececfanet, mit der Mitter bei 
ihrem Bmder seit 1859 in Hamburg, eitrig ihren antiquarischen Lieblings- 
studien nachgehend; war seit Juli 1867 auch als Secretär filr die aus* 
Undische Corrcspondenz und sonstige schriftliche Arbeiten in dem litho- 
graphischen Institut von C. Adler in Hamburg beschäftigt; wurde im 
October 1873 zum Custos des schleswig-holsteinischen Museums für vater- 
ländische Alterthümer in Kiel ernannt, für dessen Reform sie bereits seit 
1868 zu wirken gesucht hatte. Sie ist Mitglied der k« Akademie der 
FIdo ciitid sn Siena, der k. Akademie Valdamese del Poggio au Monte- 
vascfai, des internationalen Congresses für vothistorische Anthropologie 
und Archäologie, des Vereins für Hamburgische Geschichte und der 
schwedischen kongl. Vitterhets- , Historie- och Antiiiiutf tsakadeime in 
Stockholm. — Vergl. Lexikon der Hamb. vSchriftsteller B. 4, S. 217. 

1) Uebersetzte aus dem Schwedischen des Axel Lind af Hageby: 
Reisebilder und Skizzen aus Indien und dem letzten indischen Krieg 
1857 — 1859. Mit Porträt, 10 Illustrationen, S Plänen und 1 Karte, 
Leipzig, H. Mendelssohn, 1861. 8'. 

■2) Desgleichen aus dem Schwedischen des Sturtzenbecker (O. Odd): 
1) In der Veranda. Gewählte Feuilletons. 2) Schwedische Celebri- 
täten der neuesten Zeit auf dem Gebiete der Belletristik, Tagespresse 
und Schaubühne. Leipzig, Kollmann, 1862, 1863* 8^ 

3} Des^eichen aus dem Schwedischen des Dr. Flygaie: In der 
Fremde und daheim. Th. 1. 2. Leipzig, Kollmann, 1862. 8^ 

4) Desgleichen aus dem Schwedischen der Frau Flygare-Carl^: 
Camera obscura. Zeit- und Sittengemälde. Leipzig, Kollmann, 1862. 8^ 

5) Wiebecke Kruse, eine holsteinische Bauerntochter. Ein Blatt aus 
der Gesduchta Christian IV, von Dänemark. Hamburg, Otto Meissner, 



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! 



88 MMtet 

1866. H®. (Steht auch in den Itzehoer Narhrirhtfn. ^ Hamb. Nach- 
richten 1866. Nr. 259 und Nr. 265. Itzehoer Nachr. 1866, Nr. 134. 

6) Uebersetztc aus dem Schwedischen des S. Nüsson: Die Urein- 
wohner des Skandinavischen Nordens. Kin Versuch in der compara- 
tiven Ethnographie und ein Beitrag zur Entwicklungsgeschichte des 
Menschengeschlechts. Hamburg, O. Meissner, 1865. '6'^. Mit 13 in 
den Text gedruckten Abbildungen. Ree. (v. Chr. Petersen) in den 
Gdtänger gel. Anzeigen 1865, S. 9^1—984. 

7) Uebersetzle ans dem Schwedischen des C* F. Wiberg: Der Ein* 
fluss der klassisdien Völker auf den Norden dnich den Handels- 
verkehr. Mit 1 Fundkaite. Hamburg, O« Meissner, 1867* 8®« 

8) Uebersetzle ins Schwedische : Der Kindergarten in der Familie 
Hoffinann s. t. Lek och Allvar. Hamburg, C Adler, 1867* 8**. 

9) Bilder ans der Vorzeit Schleswig-Holsteins. (Text und Anleitung 
iUr den Künstler von ihr.) 30 Blatt. Hamburg, C Adler, 1868. 

10} Deutsche Märchentexte. Hamburg, C AdÄer, 1868. 8^. 

11) Uebersetzte aus dem Schwedischen und versah mit Nachträgen: 
Siegfriedbilder, beschrieben und erklärt von Carl Säve. Hambuig, 
O. Meissner, 1870. 8<^. 

12) Der archäologische Congress in Bologna. Das. 1872. 8^ 

13) Uebersetzte aus dem Schwedischen des Hans Hildebrand: Das 
heidnische Zeitalter in Schweden. Archäologisch -historische Studie. 
Mit 144 in den Text gedruckten Holzschnitten und 1 Karte. Das. 
1873. 8. 

14) Der internationale Archäologen- und Anthropologen -Congie» 
in Stockholm vom 7.— 16. Aug, 1874. Das. 1874, 8^ 

15) Führer durch das kgl. Museum nordischer Alterthümer in 

Stockholm. Das. 187 6. 

16) Der internationale Anthropologen- und Archäologen-Congress io 
Budapest vom 4. — 11. Sept. 1876. Das. 1876. 

17) Die vaterländischen Alterthümer Schleswig-Holsteins. Ansprache 
an unsere Landslcute. Hamburg, 1877. (Im Auftrage des Cultus- 
ministers verfasst. S. darüber Kieler Zeitung vom 4. Nov. 1877, 
Sonntagsnummer ; Itzeh. Nachr., 187 7, Nr. 121.) 

18) Besorgte von Sophus Müller, die Thierornamentik im Norden, 
eine deutsche Ausgabe mit 81 Figuren im Text und 2 Tafeln* 
Das. 1881. 8«. 

19) Besorgte desgleichen von Ingvald Undset, das erste Auftreten 
des Eisens in Nordeuropa, eine deutsche Ausgabe mit 309 Figuren 
im Text und 32 Tafehi. Das. 1882. 8®. 

20) Besorgte desgleichen nn Archiv für Anthropologie, B, 1 5, 1882, 
von Henry Petersen, die verschiedenen Formen der Steinaltergraber 
in Dänemark, eine deutsche Ausgabe mit 143 Figuren in Holzschnitt. 



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Aiestorf. 



S9 



21) Besorgte desgleichen von Sophus Müller, Ursprung und erste 
Entwickelung der Bronzekultur, beleuchtet durch die ältesten Bronce- 
fiinde im südöstlichen Europa, eine deutsche Ausgabe mit 40 Figuren 
in Holzsclnütt. Braimsdiweig , Viewag, 1882 (audi im Archiv Air 
Anäuopologie B. 15).* 

Lieferte Beiträge zu den Iizehoer Nachrichten (der 60er 
Jahie: Rika SiemBsen. Lebensbild aus dem Anfang dieses Jahr» 
himderts; — Caduuina Segnnuia. Ein Blatt ans der Cieschidite der 
Stadt Nizia; — Jahrg. 1867: Ueber unsere Emtegebränche; — 
Unsere Bfonsealterthfimer; — Schiffialtaithümer ; — Jahrgang 1868: 
Ueber einen antiquarischen Ftind anf S^lt; ~ Die Sammlung unserer 
vaterlfliidiscfaeD Alterthümer; — Land und Leute im hohen Norden. 
Historisch- geographische Sldzeen; — Jahig* 1870: Prof« Dietridisen 
in Ephesus; — Unsere Denkmäler der Vorzeit; — Jahrg. 1871: 
Die Handelsschule in Gothenburg; — Die Torfmoore in ihrer Be- 
ziehung 207 Cjforschung der Naturbeschaffenheit und der Kultur- 
Verhältnisse unseres Landes in vorhistorischer Zeit, nach dem Däni- 
schen des Steenstrup; — Zum Gcdächtniss beim Tode der Königin 
Louise von Schweden, Enkelin der Königin Louise von Preusscn; 

— Jahrg. 1872: Die dithmarsische Alterthümersammlung und die 
Aiterthümersamnilungen im Allgoineine?^ ; — Römische Alterthümer 
auf der cimbrischen Halbinsel, — Wttisaaes Antrag im dänischen 
Reichstage, betr. nöthige ('apitalien für erweiterte archäologische 
Untersuchungen; — Jal^rg. 18 73; Wilhelm Büsch. Zuui (icdachtniss. 
Jahrg. 1874; Das schlesw. - holst. Museum vaterländischer Alter- 
tfaämer u. a. m.) — Zu Pescheis Ausland (der 60er Jahre: Das 
Stonehenge in WÜtshiie nach NÜssons Etidärung; — Die schwedische 
Expedition nach Spitzbergen; — Jahrg. 1867, Nr. 30: Der Abend 
vor Trinitatis in Schweden; — 1868, Nr. 32: Worsaaes Erklänuig der 
grossen antiquarischen Fnnde in den Torfinooren ; — 1869, Nr« 21 : 
£ine schwedische Lenzfeter; — 1874: Wägeners nordisdicgermanische 
Voizelt; — 1880, Januar und 1881, Nr. 5: Ueber den Ursprong der 
nordischen Götter- und Heldensagen ; MSn: Ueber die Voluspa ; — 1881, 
S. 293 fif.: Edzardi, die Volsunga-Ragnar nnd Nomagestsaga). — Zum 
Globus, B. 16: Ein Gangt>au auf Sylt. Besprechung von Wibels- 
Denghoog etc. ; — Besprechung über v, Maack : Das urgeschichtliche 
schleswig-holsteinische Land. 2. Anfl. ; — Ein vorhistorisches Pompeji ; 

— B. 17, Nr. 23: Die skandinavischen FelsenbiJder; — B. 18, 
Nr. 16: Prof. Nordensköld in Nordgrönland ; — Römischer Münz- 
fund auf Gotland; — B. 19: Die altgrönländische Religion und die 
Religio, ns begriffe der heudgen Grönländer; — Nr. 22: Die bildlichen 
Öarsteilungeo auf den Goldbrru teaten, erklärt von Worsaae; — B. 20, 
Nr. 9: Ueber die in Holstein und audcr:>wü gelundeneii Moorlcichen; 
Nr« 21: Die Umschiffung Nova Semblas durch Capt. Mack. Ausser- 



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Meatorf. 



dem in diesen Jahrgängen noch verschiedene kleine Referate). — 
Zum Magazi n für die Literatur des Auslandes (1867 : Ankündi- 
gung von MuJiiaus, Gebräuche aus der Sagenzeit in Hessen; — 
1870 ff.: Ueber den Standpunkt der „Frauenfrage" in Schweden; — 
Die Volkshochscholeii in Dänemark; — Zttr archüologischen Litetatnr 
in Schweden; — Archflologische Forschungen und Aasgrabungen auf 
der Insel Sardinien u« a. m. — Zu Meyn*8 Haaskalender (1874: 
Das vorhistorische Schleswig-Holstein; 1876: Der Silberschmudc der 
alten Scfaleswig^Holsteiner). — Zum Hamburger Correspon* 
denten (u* a. 1869, Nr. 128: Neuentdeckte KJökkemöddinge in 
Jütland; 1871 vom 8. December: H. H. Ueber die deutschen 
Alterthümersammlungen ; — 1872: Der Congress der Archäologen 
und Anthropologen in Brüssel ; steht auch Cnrresp.-Bl. der anthropolo- 
gischen Gesellschaft; — Zum Archiv für Anthropologie (ausser 
einer alljährlichen Revue der skandinavischen archäologischen Literatur, 
und einem Artikel im Jahrg. 1879 über die Fabrikation der jütischen 
Tatertt)pfe, B. 4 Uebersetzung von C. ¥. VVibergs: Der Einfluss der 
Cherusker und (iriechen auf die Bronzealterkultur ; B. 5, S. 45 — 67: 
Die antiquarischen Funde im Hafen zu Yst;id. Uebers. nach dem 
Schwedischen von X. Z. BcrzeHus. B. 8: II iiuliettino di i'aiconto- 
lugia Sarda. Aüfiuariü scientificü ; das. auch verschiedene Ankündigungen 
literarischer Erscheinungen im Gebiete schwedischer iVrchäologie). — 
Zum Correspondenz-Blatt der deutschen anthropologi- 
schen Gesellschaft (1870, Nr. 4: Steinalterthümer in Ungarn; — 
Nr. 5 : Zu den Gesichtsamen; — Die erste Versammlung der scfawedi- 
scheu FomminnesßSrening; — Nr. 6: Der Umenfbnd b^ Ahreas- 
buig; — Nr. 7 und 8: Das ältere £isena2ter in Skandinavien; — 1871, 
Nr. i: Die Steindenkmäler in Dänemark und Schwedmi; — 187^, 
Nr. 1 — 5: Die dänischen Gräber der Bronzezeit und ihre Beziehungen 
zu denen der Steinzeit; — 1873, Nr. 1: Römische AlterthÜmer in 
Skandinavien; 1874: Zar Keramik der sog. älteren Eisenzeit; ^ Kin 
Kjökkenmödding in Norwegen ; — Römischer Kultureinfluss in Norwegen 
und Dänemark ; Nr. 4 : Die Ausgrabungen auf der Mälarinsel u. a. m. — 
1879, Nr. 9: Ueber den Fund von S. Francesco in Bologna. Ausserdem 
noch mehrere kleinere Beiträge archäologischen Inhalts). — Tn der von 
Bartsch herausgegebenen Germania Jalirg. 17: Zu den Siegfried- 
bildern. — Zu der Zeitschrift der Gesellschalt für die 
Geschichte der Herzogthümer Schleswig-Holstein und 
Lauenburg (B. 2, Kiel 1872, S. 54 — 57: Ein Bronzefund 
bei Grabau, Kreis Stormarn; — B. 3, Kiel 1873, S. 76 bis 
82: Antiquarische MisceUen 16 — 19 und zwar: Ein Riesenbett bei 
Albeisdoif; Ein zerstttrter Grabhügel der Bronsezeit bei Kalten- 
kirchen; der Steinbeig bei Gudendorf; Amt Ritzebütlel; — u. a. n. 
in den folgenden Bänden; bis B. 14, 1884, S. 199 f.: Zur Geschichte 



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M«ft8«r-M«Mrer. 



31 



der Spitzen; S. 339 f.: Schalensteine, Srhmuck und Geräth aus Zinn in 
Gräbern der Bronzezeit). — Zu den Maienaux pour Thistoirt' j ritniüvc de 
rhomme, Toulouse, Paris, seit 187 4 diverse Artikel, u. a. 1884: I.es 
pierres ä ccuilles, 1885; Etain ouvtc dans les st;pultures de Tage de 
bronze ; Fragment de monde pour 6p6e de bronze en Slesvic. — Zu 
der Heider Zeitung (1880, 28, October und 14. December, 
1881 vom 3. MSiz: Gräber bei Immenstedt, vom 11« und 13« Aug*: 
Funde bei Eddelack). — Zur Zeitschrift für Ethnologie (1880 
und 1881, S. 168: Ueber die Funde bei Eddelack, 1881, Verhand- 
lungen, S. 187 : Guflsformen von Thon aus dor Bronzezeit; 1882 : 
Ueber gewisse noch unerklärte eigenthümliche Bronzeringe. Lieferte 
für das von W. Baer iiegonnene und von J. M. und Friedr. von Hellwald 
vollendete Bach „der vorhistorische Mensch^' (Leipzig, Otto Spamer) 
Ifittheilungen über das Bionise» und das Eisenzeitalter. — Revidirt 

^Jletger, Konrad Hermann, geb. 7. April 1842 zu Groot- 
husen in Ostfnesland, besuchte das Gymnastnm in Emden, studirte 

Mathematik und Naturwissenschaften in Göttingen, Berlin, Heidelberg, 
machte Ostern 186 5 sein Oberlehrer-Examen in Göttingen, von Joh. 1865 
bis Mich. 1866 Collaborator am Fiogymnasium in Einbeck, von wo er 
ans Flensbuiger Real-Gymnasium kam. 

Ueber Endosmose, im l^iogramm des Flensbtuger Realgymnasiums 
1875. 4\ 

Die niedodeutschen Uebersetzongen der ältesten Flensbuiger Stadt- 
Privilegien, im Programm ders. Schule. 1884. 4*. 

Einzelnes in Zeitschriften, u. a. auch in B. 13 (1883) der Zeit- 
schrift der Gesellschaft für schleswig-holstein-iauen- 

burgische Geschichte. 

^Mettleri Rudolf, 1839 neben Jul. Hammer Redacteur des in 
L^pzig eischeinenden Nordlicht, Feuilleton für Literatur, Kunst und 
Leben, sowie neben Uffo Horn und Fran^ois WQle 1842 Redacteur des 
von Änthes herausgegebenen „Organs der Epigonen", die Zeit, 1860 
auch in Hamburg Herausgeber eines Volksbuchs, lebte in Wandsbeck, 
als er von dort aus die Neue allgemeine deutsche Garten- 
Zeitung und Blumen-Zeitung, Hamburg, Heubel, später Kittler, 
1845 bis 1848 herausgab. Diese Zeitung wurde dann von £d. Otto 
fortgesetzt 

*Toa Menreri A. H. Freiherr, Sohn des Barons Karl Joachim 
Friedr. v. Meurer (f 1838), Besitzer der adel. Gfiter Krammendlek, 

J^auipeu und Raiide, im Itzehoer adel. Güter-District, Mitglied der kreis- 



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88 



Mevert- Meyer. 



ständischen Verfassung, der Direction der gemeinschaftlichen Fonds der 
adel. Kloster und Güter; Januar 1884 Inhaber des R. A.-O. 4. Cl. Eine 
Stammtafel der Familie Meurer s. im Lexikon der Hamb. Schriltsteller 
Bd. 5, S. 232. 

Zar neuen Kirchenordnung. Warnung besonders für die Land- 
gemeinden in Schleswig-Holstein, hervorgerufen durch die Reise- 
studien des Herrn Pastors Jess in Itzehoe. Altona, Hammerich, 186S* 8^. 

Nur Priesterherrschaft, nichts Anderes ! Zur Beleuchtung der von 
Herrn l'astor Jess veröffentlichten Beleuchtung meiner Warnung. 
Das. 1868. 

^Mevert, Emst, geb. 3. März 1834 zu Bad Eilsen im Bttdce- 
buigischen, hielt sich nach Beendigung seiner Studien sechs Jahre in Eng- 
land und Frankreich auf, verheirathete sich nach seiner Zurackicunft in 
Hamburg und lebt sur Zeit in Wandsbeck. — Vergl. Brammers deutsches 

Dichter-Lexikon Bd. 2, S. 32 und Joh. Kürschners deutscher Literatur- 
Kalender für 1883, S, 391, wonach er in Neunnihlen (bei Altona?) 
geboren ist. 

Die Cernagorassen. Epos. Bremen 1860. 8®. 

Helge und Sigrun. Heldengedicht ans der Nordischen Sage. In 
Stabreim-Dichtung. Hamburg 1865. 8^ 

Die neuen Nibelungen. Zeitroman. Bd. 1 — 4. Hambuig 1864. 8^. 

Der König von Münster. Tragödie. Hambug, Hoffinann & Co., 
1869. 8«. 

Ein Jahr zu Pferde. Reisebriefe aus Paraguay. Wandsbeck, Mencke 
Sc Co., 1882. 2. Aua. das. 1883. 8^ 

Die letzten Mierowinger. Sittenroman aus jüngster Vergangenheit. 
B. l-~3. Das. in dems. Jahr. 8^ 

* Meyer, Adolf, aus Rendsburg, 1874 Dr. med. in Erlangen. 

Ein Fall von FAtrauterinschwangerschaft mit glücklichem Ausgang. 
Lrlangen 1874. 8«. 

*Mey6r, Andreas, geb. I. April 1826 in Tondern, Schreiber 

auf verschiedenen Comptoiren, Gevollmächtigter auf dem ZoUamt in 

Uetersen, etablirte später in Altona eine Handlung mit Bachdruckerei' 

materialien. 

Naturbetrachtungen, poetisch und prosaisch. Blüthensammlung zur 
Erhebung und Belebung des Gemüths. Hamburg 1852. 8*. (Darin 
einige Stücke von ihm verfasst.) — ftfitgetheilt. — 

*]l6yery Cajus Wilhelm, aus Lauenburg, 1842 in ^Kiei 

Dr. med. et cbir. 



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Meyer. 



De cpisioraphia Frickiaiiu. Inaug.-Diss. Kiliac 1842. 8". 

* Meyer, Hans Wexels Krog-, geb. 31. Mai 1805 in Christiania, 
gebfldet in Kopenhagen, wo er die theologischen Examina im August 1831 
abfiolvkte, 14. September 1831 Kapellan pro pers. in Ulkebüll anfAlsen, 
22. September 185:! Pastor das., 28. Juni 1840 R. v. I>. und 15. Mai 
1849 des Wasa-Ordt'ns, Ibicrlc 14. September 1856 sein -Djahriges AnUs- 
Jubiläum das., starb in Frederiksberg l)ei Kopenhagen 20. Januar 1883. 

Nogle Ord talede den 8. Juni 1848, deels paa ScuidtM-borL; Kirke- 
gaard, da de i Siaget ved Dyppel den 5. Juni taldne Krigerc jurdedes 
sammesteds, deels ]>aa Ulkebölle Kirkcgaard, da den i same Slag 
faldnc svenske Premierlitnitenant R. (>. K. Friherre af LeyonhulVuds 
Lüg blev der begravct. Srmderborg 1849. 

War MiLliLrausgeber vdm ,,l>et:rnkning i Ritualsagen af 7 Praislcr i 
Sönderherrcd paa Als'\ Kjöbenhavn 1842. 8". 

*3Ie,vei', Heinrich Adolf, geb. 11. Septe?Tiber 1822 in Mam- 
horg, Sohn des Raufmanns und Fabrikanten Heinrich Christian M. und 
der Agathe, geb. Beusch, beschäftigte sich seit 1857 mit Zoologie und 
stadirte dann 1859 und 1860 in Kiel und Berlin; Mitglied der Museums- 
Commission und Vicepräsident und Präsident des Verwaltungsraths der 
lOülogischen Gesellschaft in Hamburg; von ihm ging die Idee des 
A«\\iari\ims im Hanii>. zoologischen Garten aus; 186 5 von der Kirlor 
philos. Facultät hon. c. Dr. phil. ; lebt seit Jahren auf Forsteck t)Ci kiel, 
IS? 7 iL Mitglied des Reichstags. 

Mit Rarl Möbius: Fauna der Rielcr Hucht. Hd. 1: Dir 1 linU rkiiMncr 
oder Opisthobraru hia. Mit 26 Tafeln. Rd. 2: i*ros(>lirant:iiia und 
bamellibranchia nebst Supplem. zu den ( >pisthobranchia. Mit 24 Tafeln. 
Leipzig, Engelmann. 186 5. 187 2. 4". 

Reitrag y.ur Physik des Meeres oder Unterbuelnuigen liber physi- 
kalische VcrluilLni>sc des westlichen Theils der Ostsee. Riol 1871, 4*'. 

Gab iTiit R. Möbius, G. Karsten, Victor Hcnsen heraus die Jahres- 
berichte der Commission zur wissenschaftlichen Untersuchung der 
deutschen Meere in Kiel. 1 f. d. J. 1871 f!. 4, 1884. Berlin 
1873 — 1884. Darin u. a. von ihm im Jahresber. 2./ 3. Abth. 1. 
Zur Physik des Meeres. Beobachtungen über Meeresströmungen, 
Temperatur und specifisches Gewicht des Meerwassers während der 
Nordseefahrt vom 21. Juli bis 9. September 1872. (Mit Karte und 
Kupfert.) und unter V. Zoologische Ergebnisse: Molluska, bearbeitet 
von ihm und Metzger, Jahrgang 7 — 11. (Bericht 4, Abth. 3. Berlin 
1884): Periodische Schwankungen des Salzgehaltes im Oberflächen- 
Wasser in der Ost- und Nordsee. 
Mit Karl Möbius; Kurzer Ucbcrblick der in der Kieler Bucht bc- 

3 



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U Hey». 

ot)a(:hteten wirbellosen Thiere, als \'()rl;iutor einer Fauna derj^f Ui r, m 

Troschels Archiv für Naturgi'sc Iii ( htc 1862, l, S. 22 9 — Jo]; 

Hesclireibuiig der Edwardsia duodccinu irrata aus der Kieler Bucht, 

das. 1863, 1. S. 70 — 74. (Mit Abbildung.» 

Biologisclic licobachtungca bei künstlicher Aulzut lit des Herings der 

westlichen Ostsee, in Mittheilungen aus der Commission u. s. w. ' 

I. Berlin 1878. 8* 

1374) Meyer, Johann llinrirli Otto, gob. 5. Januar 1829 in 
Wilstcr, Sohn des Hot- und Brennerei- Inhabers zu Schatstcdt, S.-D., 
späteren Mühlenbesitzers zu Sollerup im Schleswigschen und nachherigen 
Partikuliers in Schleswig Otto Meyer und der Christine, geb. Lagesen, 
lebte bis zam 10« Jahre in dem Geestdorf Schafstedt, wo er die dortige 
Dorfschole besuchte, nach seinem 10. Jahre zu Sollerup-Mühle, die Dorf- 
schule in Klein-Jörl, spüter 1 Jahr eine Privatschule in Landen, N.-D., i 
und 1 Jahr eine solcho in der Stadt Schleswig bcsurlicnd, erlc!rntf nai's 
seiner 1845 zu Rluni-Jörl stattgehabten Contirmatiim die Müllerei im 
Eltemhause und das Zimmerhandwerk Künftig in der Stadt Schleswig und 
war bis zu seinem 2 1. Lebensjahre Zimmermann und Müller. Von dem, 
seinem Eltemhause benachbarten Prediger zu Klein-Jörl im Lateinischen 
und Griechischen unterrichtet, gab er 1851 sein Handwerk auf und wurde, 
22 Jahre alt, Tertianer des Gymnasiums in Meldorf, S.-D. Nach halb- 
jährigem Aufenthalt in der Tertia, 1 jährigem in der Sekunda und 2 jährigein 
in der Prima bestand er Mich. 1854 das Maturitätsexamcn und bezog 
die Universität zu Kiel, um Theologie zu studiren. Bald jedoch an 
dieser Disciplin weniger Gefallen findend, studirte er hauptsächlich Uteratur, 
Aesthetik, Philosophie und Geschichte. Ostern 1,858 verliess er die 
Universität und war nach halbjährigem Aufenthalt im Eltemhause in 
Schleswig von Mich. 1858 bis Juli 1859 l^hrer an dem Knaben-Insritut 
des späteren Schuldirectors Andresen in Altona, welche Stellung er w 
Juli 1859 auf Veranlassung des Dr. Ludw. Meyn in Uetersen mit der c'\uv> 
Chef-Redacteurs der Itzehoer Nachrichten vertauschte, die er bis Ende i 
1861 innehatte. Nach abermaligem halbjährigem Aufenthalte im Eltern* 
hause zu Schleswig, gründete er im Juli 1862 die Idioten-Anstalt in 
welcher er noch jetzt als Director vorsteht. — Vergl. zu setner Biographie 
und zur Würdigung seiner literarischen Stellung als Dichter ausser dem 
Artikel im Hauptwerk dieses Lexikons: Brümmer^s deulsclics Dichter- 
Lexikon Bd. 2, S. 3S, Kurz' (jcsrhirlUe der deutschen Literatur, Kiirschuer's 
deutscher Literatur-Kalender 1883, S. 391, 1884, S. 173, Fr. Av<^ 



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Mejsr. 



35 



Lallemand in dein Kumun ,,Jada'' Bd. 3, S. 54 (in Anlass der ditmarsche 
Gedichte), Itzehoer Nachrichten 1859, Nr, 50, in dem Artikel von 
Fr. Volbehr: Vaterländische Dichter X., Holsteinischer Courier IS 77, 
Nr. 77 und 81, von Wilh, Röseler: Ein Besuch bei Johann Meyer; 
Deutsches Heim 1879, Nr. 17, von Adolf Kohot: „Ein plattdeutscher 
Dichter"; Literarischer Merkur 1881, Nr. 13, von demselben; AKoiuier 
Merkur 1860, Beil. zu Nr. 225: Johann Meyer, der plattdeutsche Dichter; 
Ludoit VVienbarg in „die plattdeutsche l*r()[)aganda und ihre Apostel", 
Hamburg 1860, Holsteinischer Courier 1880, Nr. 177 von E. Pörksen: 
Johaon Meyer als Dramatiker, Kieler Zeitung 1875, Nr. 4743, M.-A.: 
Ein Urtheil über Emanuel Geibels Urtheil von Ludwig Meyn; New-Yorker 
belletristisches Journal 1876, Nr, 1269 (in Anlass der ditmarscher Ge- 
dichte): ,,Aus Schleswig-Holstein" von l.eop. Allx rti; lUatlcr tUr literarische 
Unterhaltung 1859, Nr. 20 von Fr. Dörr: Plattdeutsche l^iteralur; Fritz 
Reuter in den nachgelassenen Schriften Th. 2, S. 139; Theod. Souchay 
in Stuttgarter Neue Zeitung 1878, Beilage zu Nr. 81 in der Besprechung 
der plattdeutschen Gedichtein ditmarscher Mundart; Itzeh. Nachrichten 1870, 
Nr. 118; (Frankfurter) Didaskalia 1884, Nr. 99 : Ein plattdeutscher Dichter. 

1) Lyrische (icuiichte. Schleswig, Sei l)st\ erlag, 1856. 8^. (Eine 
2. Auflage seiner hochdeutschen Cledichie ist in Vorbereitung.) 

2) Ditmarscher Gedichte, B. 1, 2. Hamburg, Hofimann & Campe, 
1858— 1 859. 2. Aull, unter dem Titel: Plattdeutsche Gedichte in 
ditmarscher Mundart. Hamburg, J. F. Richtert. 1876. Besprechungen 
der l. Aufl. Blätter für liter;ir. Unterhaltung 1859, Nr. 20 von Fr. Dörr, 
Wiener Zeitung 1859, Nr. 80 von Friedr. Hebbel, steht auch in 
dessen Werken B. 11, S. 303; „Relorm" 1858, Nr. 147, Beil. 
„Rüchertisch" und Nr. 114 und 1859, Nr. 8 und Nr. 149; kathol. 
Literatur-Zeitung 1858, Nr. 44 und 1859, Nr. 21 von Fmil Kuh, 
Hamb. Freischütz 1858, Nr. 153 und 1859, Nr. 15 von Adolf Strodt- 
mr\nn; Eisenbahn-Zeitung 1858, Nr. 182. lUeh. N.u lir. 1859, Nr. 33 
(vüii L. Mcyn) ; Besprechungen der J. Aull, llanib. Nachrichten 1878, 
Nr. 9 und Nr. 12, M.-A.; Hamburger „Reform" 187 6, Nr. 142, 
1878, Nr. 95 (von Harbert Harberts;; Hamb. Corresp. 1876, Nr. 233, 
1877, Nr. 300, Dresdener Anzeiger 1876, Nr. 230, Berliner „Victoria'' 
1876, Nr. 46, Berliner „Wespen'* 1876, Nr. 33, Plattdütsche Husfründ 
1876, Nr. 12, Itzehoer Nachrichten 1875, Nr. 142, 1876, Nr. 76, 
Bdlage, von Enking, Stuttgarter Neues Tageblatt 1876, Nr. 174, 
Rostocker Zeitung 1876, Nr. 146, Husumer Wochenblatt 1876, Nr. 1 17, 
Holsteinischer Courier 1876, Nr. 113, Kieler Wochenblatt 1876, 
Nr. 89, Kieler Zeitung 1876, Nr. 5126, Schleswiger Nachrichten 

8* 

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86 



Meyer. 



1876, Nr. 183. Kiscnbahn-Zeitung 187 6, Nr. 140, Laiidbotc, Oldcsloer 
Wochenblatt LS 7 0, Xi. 7 4, Rend^burger Wochenblatt 187 6, Nr. 42. 
Badc-Zcitung für Schleswig-Holstein 1876, Nr. 15, Rostocker l'agcblaU 
1875, Nr. 105, Hamburger Fremdenblatt 1876, Beil. zu Nr. 137, 
Neustädter Wochenblatt 1876, Nr. 53, Schleswiger Tageblatt 1876, 
Nr. 105, Neues Berliner Tageblatt 1876, Nr. 188, Eckemförder 
Zeitung 1876, Nr. 72, Kappeln- Angeln -Schwansener Zeitung 1876, 
Nr. 59, Sonderborger 2^itung 1876, Nr. III, New- Yorker belletristisches 
Journal 1875, Nr. 1237, Flensburger Nachrichten 1876, Nr. 174, 
Didaskalia 1885, Nr. 28. — Eine dritte Auflage der plattdeutschen 
Gedichte ist in der Vorbereitung. — 

3) Plattdeutscher Hel)el, eine freie Uebersetzung der HebePschen 
alhMiiannischen Gedichte ins Tlattdeutsche. Hamb., HofTmann Campe, 
1859. 8». 2. Aufl. II;iinl)urg, J. F. Richter, 1878. 8«. Besprechungen 
der 2. Aufl.: Nord und Süd B. 10, August-Heft S. 29, „Die Tost", 
Berlin 1879, Nr. 201, Mecklenburger Tageblatt 187 9, Nr. 105, 
Flensburger Nachrichten 1S7 8 Nr. 269, Itzeh(>er Nachrichten 1878 
Nr. 109, Deutsches Litcraturblatt 1879. Nr. 7, Hamb. Fn^indcnblatt 

1878, Nr. 226 (von Hcinr. Zeisc), Nordd, Allgeni. Zeitung 187 9, Nr. 1 50 
Hamb. NachrichLen 1879 vom 19. April, A.-A. Nr. 93, Neue Dcutsdic 
DichtcihalU' 15. 3, Nr. 6, Berlinische Zeitung 1879, Nr. III, Die 
Gegenwart 18 78, Ki. 51, Sclücsische Presse 187 9, Nr. 484, Beil., 
Neue Preuss. Krcu/^scit. 1879, Nr. 27, Sonntagsbuil., Vossischc Zeit. 

1879, Nr. III, Beil., Volkszeit. 1879, Nr. 107. 

4) Das Hohelied Salomonis in plattdeutsc her Uebersetzung liestimnit 
und eingesandt für die im Hauptwerk angt l'ührte von Dr. hrünmiaiin 
beabsichtigte Ausgabe ,,Blüthen der hebräischen Poesie", die aber 
nicht erschienen ist, wenigstens nicht zu eruiren war. 

5) Ciröndunncrsdag bi Kckcrnför. Eine episch-lyrische Dichtung in 
ditmarschcr Mundart, {a^ii/ai^. Gustav Brauns, 1873. Ins Hnlländischc 
übersetzt unter dem Titel: Witte Donderdag by Kckcrnfürde von 
P. K. Drossart, Vlaardingen, Dorsman & Ode. 8". Besprechungen: 
Didaskalia 1873, Nr. 362, New-Yorker belletristisches Journal 1873, 
Nr. 1098, Kölnische Zeitung 1873, Nr. 336, Norddeutsche Allgem. 
Zeit 1873, Nr. 86, Leipziger illustrirte Zeit. 1874, Nr. 1613, Ueber 
Land und Meer 1874, Nr. 20, Nationalzeitung 1873, Nr. 591, Bei- 
blatt, Hamburger Jahreszeiten 1874, Die deutsche Volksschule 1874, 
Nr. 13, Rendsbuiger Wochenbl. 1873, Nr. 9, Itzehoer Nachrichten 

1872, Nr. 149, 150, 1873, Nr. 23 (von Ludw. Meyn), Wochenblatt 
für Schleswig-Holstein 1873, Nr. 17, Kieler Zeit. 1872, Nr. 3052, 
Kieler Wochenbl. 18 72, Nr. 145, Flensb. norddeutsche Zeitung 1873, 
Nr. 88, Schleswig-Holst. Schulzeitung 1873, Nr. 3, Flensb. Nachr. 

1873, Nr. 13, Eckemt'örder Zeit, und Cappeler Nachrichten 187 3i 
Nr. 10. 



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Meyer. 



97 



6) To Termin. 'Op'n Amtsgericht, i Sduvaiik in 1 Act. Hamburg, 
J. F. Richter, o. J. (1877 ,. 8". liesprechungcn: Kieler Wochenblatt 
1879, Nr. 137, Kieler Zeit. 1879, Nr. 7271 M.-A., 1884, Nr. 10 180, 
A.-A., Itzehoer Nachrichten 1880. Nr. 5, SchJcswig-IIolst. Tagel)latt 
1879, Nr. 212 und 301, Hamb. Frcnuienbl. 1879, Nr. 301, Kieler 
Tageblatt 1879, Nr. 273. 

7) Uns* ole Modeisprak. Schwank in '3 Acten. Das. o. J. (1880). 
8^ Besprechungen: Kieler Zeitung 1880, Nr. 7808, Nr. 7849, 1881 
Nr. 8025, Beil., Nr. 8026, 1883, Nr. 9302, 1884, Nr. 10 184, Kieler 
Tgbl. 1880, Nr. 48, 53, 269, 1883, Nr. 65, 1884, Nr. 196, teeh. 

Nachr. 1880, Nr. 47, 1883, Nr. 36, Kieler Anzeiger 1880, Nr. 53, 1881, 
Nr. 37 und 39, 1883, Nr. 65, 1884, Nr. 201, Flensb. Nachr. 1880, 
Sonntagsblatt Nr. 47, Plattdütsche Husfründ 1880, Nr. 46, Schleswigcr 
Nachrichten 1880, Nr. 301, Hamb. Nachrichten 1880, Nr. 278, A.-A., 
1884, Nr. 219, 2. Heil., und Nr. 220, Hamb. „Reform" 1884, 
Nr. 219, 221, Kieler Nachrichten 1883, Nr. 43, 64, 1884, Nr. 202, 
219, Hamb. Fremdcnbl. 1S84, Nr. 219, 2. Beil., Eekbom 1884, 
Ni. 45, Deutsches Heim 1883, Nr. 33. 

8) Sangesbriider. Schwank mit Cicsang und Tanz in 5 Acten. 
Mus^ von Claudius Scr[>enthin. Das. o. j. (1881). 8^. Besprechungen: 
Kieler Tageblatt 1881, Nr. 206 und 226, Kieler Nachrichten 1881, 
Nr. 5 und 7, Kieler Zeitung 1881, Nr. 8402. 

9) Kleinigkeiten, Sinnsprüche in hochdeutscher Sprache. Das. 1878. 
2, Aufl. das. 1879. 8^ Besprechungen: Lübecker Zeit. 1878, Nr. 64 
(von Lallemand), Flensb. Nordd. Zeit. 1878, Nr. 68, Beil., Flensb. 

Nachr. 1878, Nr. 50, Hamb. Correspondent 187 7, Nr. 300, Altonaer 
Nachr. 1 87 7, Nr. 297, Kieler Zeit. 187 7, Nr. 6098, A.-A., Hamb. 
Nachr. 1878, Nr. 12, Rendsb. \Voch(;iih]. 1877, Nr. 97, Holsteinischer 
Courier 1878, Nr. 8, .Utonaer xVachr. 1877, Nr. 297, A.-A., Hamb. 
Frcmdenblatt 1877, Nr. 296, Kieler Wochenbl. 1877, Nr. 152, (Ham- 
burger) Reform 1877, Nr. 300, Itzehoer Nachr. 1878, Nr. 5. 

In Sammelwerken: 10) De Kontcrlor sin Dochter, plattdeutsche 
Erzählung, in Friedrich Dörrs „Flattdutschc KalL*nner", Leipzig, Voigt 
und Günther 1858, 11) Kassen mit de Hummel, desgl., in dcms. 
Kalender 1859. 

In Manuscript fertig und für den Dmck bestimmt: 12) Anne Marie, 
plattdeutsche Erzählung. 13) Studiosus Müffel oder Rinaldo Rinaldini, 
plattdeutscher Schwank in 3 Acten. 14) Theodor Preusser, eine 
Episode aus dem Kampfe bei Eckemförde, hochdeutsches Drama in 
2 Acten. 15) En lütt Waisenkind, plattdeutsches Charakterbild mit 



88 



Meyer. 



Gesang in 2 Acten. 16) Sclilaraffen, bell wank mit Gesang und Tanz 
in 2 Acten.*; 

Prologe und Dichtungen fiir festliche Gelegenheiten: 17) Prolog 
zur Itzehoer Schillerfeicr, Itzehoe 1859. 18) Prolog lür das Riolci 
Stadttheater zur Feier der Incorporation Schleswig-Holsteins in Preussen 
im Frühjahr 1867. 19) Prolog für dasselbe Stadttheater 
Tage Ihrer Majestät der Kaiserin Augosta 1878. 20) Prolog und 
Begleitworte zu lebenden Bildern fUr die Kieler Liedertafel 1882. 
2 1) Beati donantes, Dichtung zum Feste für die Rheinüberschwemmten 
1883. 22) Ptolog zur Eröffnung des Kieler Stadttheaters 1883. 
23) Prolog zur Lutherfeier im Kieler Stadttheater am 10. November 

1883. 24) Prolog zum Fest für die Wittwen- und Waisenstiitung ver- 
storbener Kampfgenossen von 1870/71, 1883. 25) Prolog zur Er- 
öffnung des Ki<?ler Stadttheaters 1884. 26) Prolog zum Sommerfest 
der deutschen Reichsfechtschule, Verband Kiel, 1883. 27) Prolog 
zum Geburtstage Ihrer Majestät der Kaiserin Augusta 1883*. 

28) Bericht 1 — 14 iil)er die Idioten-Anstalt in Kiel, darunter em 
grösserer Bericht m dem von P. Chr. Hansen herausgegebenen Sammel- 
werk ,,Schleswig- Holstein , seine VVohlfahrtsbestrebungen u. s. w., 
Kiel 1882", S. 305—311. 

Zahlreiclu: [inetisdie Beiträge in hochdeutscher Sprache, namentlich 
Märchen, Balladen, Sinns[)rüche und Räthsel in der deutschen 
Jugend, Leipzig, Ali)hnns Dürr, im Jugendboten 1869- — lc^7l, 
Neustadt, Ehlers, in L. Meyns Schleswig - holsteinischen 
Hauskalender, Jahrg. 1 — 17, Garding, Lühr cV Dirks, 1868 bis 

1884, in Friedr. Dörrs der Dichter Schönstes, Altona, Uflacker, 
1861, Carl Wallers Dichterstimmen der Gegenwart, Peters^ 
Deutsche Lyrik im Liede, Joh. Friedr. Petersen's schleswig- 
holsteinisches Lesebuch für Schule und Haus, Schleswig 
1866, Joh. Friedr. Dücker^s Bilder aus der Schleswig -hol' 
steinischen Geschichte für Schule und Haus, Schleswig 
1865, im Teut, Jahrb. der junggermanischen Gesellschaft, in ]- ^« 
Ahrens Plattdeutsche Gedichte zum Declamiren, Hamb. 
1876, in Constantin's Album der Liebe und Freundschaft, 
Eschenhagen's Album ])lattdeutscher Dichter, in Feist's 
Poetisches Album der Reform, Hamb. 1864, femer hoch- 



*) Von <lif»sen Produclioiifii wnidcn zum Theil in Veranlassung ihrer Aut- 
-fühiung besprochen „Theodor Preusser" in Itzehoer Nachrichten 188'^, Nr. 41, 
42. Rendsf». Wochenbl. 1883, Nr. 29. Berliner Fremdenbl. 1883, Nr. 83, Hamb. 
Frenuh ril)!. 1883, Nr. 82, 1. Heilage, Kieler Anzeiger 1883, Nr. 80, 1884, Nr. "3. 
Ktt'Ur Tagebl. 1883. Nr. 7i\ 7') und 80, Kieler Nachrichten 1883, Nr. W, '-'>^'. 
1884, Nr. 73, Kieler Zeitung 1883. Nr. 933.-), 2. Beihl., 1884, Nr. W28, Deiilscties 
Helm 1883, Nr. 33; — „Studiosus Muffel" in Kieler Nachr. 1882, Nr. 65, 
Kieler Tagebl. 1882, Nr. 219, Kieler Zeit. 1882. Nr. 8790, Kieler Volksjteitunß 1884, 
Nr. 59. — 



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Meyer. 



89 



und plattdeutsche Gedichte in vielen Tages- und Wochenblättern, als 
Itzehoer Nachrichten, Flensburger Nacliri ch tcn , (Ham- 
burger) Reform, Kieler Zeitung, Kieler Tageblatt, 
Kieler Nachrichten, Kieler Anzeiger, Kieler Corre- 
Spundenz-Blatt, Bade-Zeitung für Schleswig-Holstein, 
Amicitia und Fidelitas, Husumer Wochenblatt, Eckern- 
fOrder Zeitung, Flensburger Zeitung, Plattdütsche 
H US fr (in d, Eekbom u. a. m* Ausserdem in den Itzehoer 
Nachrichten, der Kieler Zeitung, dem Jugendboten kleinere 
und grössere t)rosaische Artikel, Essay*s, Correspondenzen, Recensionen. 

Von seinen Gedichten crs( hienen in Musik gesetzt: 1) Fünf plattp 
deutsche Lieder (Kennst du dat Laml ? — De Scheper op de Heiloh, — 
Din steemhell blauen Ogen, — VVit öwer de Haid, Weegenleed) 
fiir eine Singsdmme mit Pianobegleitung von Claud. Serpenthien, 
Hamburg; Cranz; 2) Günd achter de Blompütt, für eine Singstimme 
mit Pinnobegl. von demselben, Hamburg nnd Kiel, Thiemer; 3) Im 
Winter, desgl. von demselben, ITnmburg, Hanng ; 4) So macht's der 
Ulan, desgl. von demselben, Haniburg und Kiel, Thi(^mer ; 5) Schlafe, 
süss Liebchen mein! desgl. von dems., Hamburg, Haring; 6) De 
Summer schient in all sin Trax ht, — Kennst Du dat Land? — 
Bodderhorn, sett di ! — Ruteakönig, für vierstimmigen Männerchor 
von demselben, li.niiburg und Kiel, 'J'hieuier; 7) Ks schwebt ein 
goldner Schmetterling, desgl. von demselben, Kiel, Karl Gnewkow; 
8) Herr Melchior Rantzau (Sir Mclchiur Rantzau), Ballade, fiir eine 
Sbgstimme mit Pianobegl* von demselben, Altona, Hinz; 9) Du! 
Üir eine Stngstimme mit Hanobcgl. von L. F. Witt, Hamburg, 
Schubertfa; 10) Nicht länger lass^ mich wähnen, desgl. von demselben, 
daselbst; 11) Gude Nacht! Hlr vierstimmigen Männerchor, von dems., 
Hamburg, Cranz; 12) Du lütje Deem so lilgenwitt, für eine Sing- 
stimme mit Pianobegl. von Friedr. Dörr, Hamburg, Lehmann; 
13) Gude Nacht f desgl. von demselben, das.; 14) Ich weiss wohl 
fem ein liebes Haus (the distant cottage), desgl. von Paul Semler, 
London, Dalcom; 15) O Mondenschein! für vierstimmigen Männer- 
chor von C. W. Prase, Kiel, Gebr. Streiber; 16) In de Schummern 
(at twilight), für eine Singstimme mit Pianobegl. von E. Baldamus, 
das.; 17) Drei plattdeutsche Lieder (f), du min \\]om <n rosmroth ! 
— Kennst Du dat Land? — In de Schummern), für vi(>r>hmmigen 
Männerchor von demselben, daselbst; 18) Laterne I Laterne ! Kin- 
und zweistimmig, Musik-Arrangement von demsell)en , Kii;l, Carl 
Gnewkuw ; 1 9) O, du min Hlom so rosenroth ! für eine Singstimme 
mit Pianobegl. von dems., Kiel, (^ebr. Streiber; 20) Begriissungslied, 
für vierstimmigen Männen lior von demselben, das. — Revidirt. 

*Meyer, Karl Peter Friedrich Waldemar, geb. 2S. April 

1845 zu Casseedorf bei £utin, Sohn des Grossherzogl. Oberförsters das., 



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40 Meyer - Meyerink. 

besuchte das Gymnasium in Eutin, stiulirte seit Ostem 1864 Theologie 
und Philosonhi«; in 'l'iibingen, Jena, Ki< l, IJcrlin uiul wieder Kiel, be- 
stand das theo!. Kxamcn Mich. 1868 mit dem 2. m. r. A., Octobcr 
IS68 Hülfslchror, Mai 1S69 Lehrer am Mcldorfer Gymnasium, 1870 
Dr« philos. in Kiel, im Herbst 1874 Oberlehrer am städtischen Pro- 
gymnasium in Hannover, 1877 vom Magistrat in Hannover mit der 
Organisation und Direction der das. Ostem gen« Jahres gegründeten 
2. Realschule 1. O. betraut. 

Welche Reformen ersclicincn bei der jetzigen Stellung und Aufgabe 
des evangelischen Roligions- Unterrichts auf (Gymnasien nothwcndig? 
im Mcldorfer ( lyinria>ial-C)ster|)r()grainm 1873. 4**. 

* Meyer, Leopold, geb. 24. April 1805 in Altona, Sohn des 

später nach Hamburg gezogenen Salomon Meyer und Henriette, geb. 

Walsrode; stadirte Medicin und wurde zu Kiel im Jahre 1830 Dr« deis», 

liess sich in dems. Jahre als pr^iktischer Arzt in Hamburg nieder, staib 

auf einer Reise nach Paris in Havre 21. Juli 1842« — Vergl« Lexikon 

der Hamb. Schrirtsteller I'xl. 4, S. 280. 

Diss. de fuco vesiculoso atque de Jodo quaedam, quod continet. 
Kü. 1830. 4"*« 

^VOn Meyoreily Emil Heinrich Waldemar, geb. 21. Mai 
1810 in Holbek, Sohn des Capitäns im damaligen 2« Jütischen Infant.- 
Regira. Georg Gottlieb Friedr« v. M. (f 30. Dezember 1822 in Viborg), 

besuchte die Viborger Cathedralschule, kam 1826 auf die Cadetten- 
Akademie nach Kopenhagen, 15. Deccnihcjr 1829 Oihcier im 2. Jütischen 
Inf.-Reg., 1838 bei der Grad-Messung unter Prof. Schumacher in Holstein 
beschädigt l)is December 1841, dann Holjunker und Premierlieutenant 
in der K. Leibgarde, 1843 Kammerjunker, 15. September 1846 Post« 
meister in Preetz, verliess 1848 dies Amt und wurde Compagnte -Com- 
mandeur beim 1. dänischen Reserve-BatatUon, 8. Mai 1848 mit Capitäns* 
Charakter, kam 1852 wieder nach Preetz, 5. Mai 18 52 R. v. D., 1. Octbr, 
1854 rosiineistcr in Rendsburg bis . . . (1865 nicht mehr). 

Jordcn og rlcms Jiei)(>ere, fremstillet fra et topiskt, physikaliskt og 
ethnographisk-statistiskt Synspunkt Kjöbenhavn 1843. 8". 

1379) Meyer ink , JanHinrich, wohnte auf dem adeligen Gute 
Schönböken Im Preetzer Güterdistrict seit 1817, erwarb es als Eigentuin 

1831, feierte um 1881 seine di<iinaiitne Hochzeit, starb in der Nacht 
zum 12. September 1884 im 93. Lebensjahre. 



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Meyn. 



41 



1381) Meyil, Claus Christian Ludwig, geb. 1. October 
1S20 in Piiincberg - — starl) an einem Schlagthiss in Hamburg 4. Novbr. 
1878. Nacliruic an ihn in zahlreichen Tages- und Wochenblättern. Seine 
Bibliothek und geologische Samlung waren dem Seminar in Uetersen ver- 
macht. Für eine Meyn-Stiftung wurde Anfang 1879 der Aufruf erlassen. 
Derselbe steht u* a. in der schIesw.-holsteinischen Schulzeitung 1879, Nr. l. 
— üeber ihn veigl. G. Berendt in der unten verseichneten Schrift: „Der 
Boden der Provinz Schleswig-! iolstein" ; der Lebensabriss auch sciJaiuL. 
Berlin, SchroiJi), 1882. 

Noch von ihm : Wirkte mit an dem von K. H. Chr. Keck und 
Chr. Johannsen hrsg. vaterländischen Lesel)uch für die mehrklassigc 
evangolisrhc Volksschule Norddtnitschlands. S( hlcswig , Schulbuchh., 
1868, ij[).iter Halle. Verlag der Waiscnhausbuchh., 187 1 ff. 

Die Aul klarlingen liber den (iuano-HandcI fiir den deutschen Land- 
mann. Itzehoe, Pfingsten, 1867, erschienen auch dänisch. Flensburg 
und Hadersleben 187 2. 8o. 

Gab noch den schleswig-holsteinischen Hauskalendcr vom Jahrg. 
6, 1874 bis Jahrg. 11, 1879 heraus. Garding, Lühr u. Dirks, 1874 
bis 1878. 12*. Femer Schleswig-Holsteinisches landwirthschafUiches 
Taschenbuch Jahrg. 8, 1868 bis Jahrg. 18, 1878« Itzehoe, Pfingsten. 
Beide Bücher wurden nach seinem Tode unter seinem Namen fort- 
gesetzt. 

Die richtige Würdigung des Peru>Guanos in der I^ndwirthschaft 
nir den Rest des Jahrhunderts. Halle, Buchh. des Waisenhauses, 
W2. ZK 

Der Asphalt und seine Bedeutung für den Strassenbau grosser Städte. 
Das. in dems. J. 8*. 

Gcognostische Beschreibung der Insel Sylt und ihrer Umgebung, 
nebst einer geognostischen (chromolith.) Karte i'in Imp.-Fol.) im Mass- 
stabe von 1 : 100 000, sowie l Lith., 2 Taf. Profile (angeh'>fTet in 
qu. Fol.) und 1 Holzschnitt im Text : in den Abhandlungen zur ge^n- 
logischen Specialkarte von Preussen und den Thüringischen Staaten, 
Bd. 1, H. 4. Berhn, Neumann 1876. S. Itzeh. Nachr. 1877, Nr. 8. 

Eine Vertheidignngssrhrifl gegen die vereinigten chemischen Fabriken 
^ Leopoldshall - Stasslurt , die in den Itzehoer Nachrichten stand, er- 
schien auch separat als Beilage zu verschiedenen Blättern 1875. 

Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Briefe an eine Freundin 
über die natürliche Geschichte der Schöpfung. Schleswig, Bergas, 
1877. 8". (Vorher succcssive in den Itzehoer Nachrichten veröffentlicht.) 

T^er Boden der Provinz Schleswig-Holstein. Als Krläuterung zu 
seiner geologischen üebersichtskarte von Schlesw.-Holst. Mit An- 
merkimgen, sowie dem Schriilenverzeichniss und Lebensabriss des 



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42 



Meyu - Michaelis* 



Verf.s von (). Berendt, Abhandlungen zur geologischen Specialkarte 
von Prcusseu und den 'I hüringischcn Staaten Bd. 3, H. 3. Herlin, 
SchroiH), 188:?. 8**. Mit photolithogr. Porträt und 1 Karte im Imp.-Fol. 

Bis m s>cinein Mnde für viele Zeitschriften thätig, namentlich für 
die ,,Itzehoer Nii( liri( liten'\ In den in Flensburg bei Herzbruch er- 
schienenen Mittheiluiigen der 12. ( »eneralversammlung des schleswig- 
holst. Ingenieur- Vereins 1869: üebcr die geognostischcn Verhältnisse 
der Elbherzogthümer in Bezug auf Baumaterialien. 

*Me.VII , Friedrich Wilhelm, geb. 27. August 1848 in Süder- 
wisch, Sohn des Hol'besitzer» M. das., besuchte die Realschule in Marne, 
studirte 1 ,andwirthschafl in Halle, Leipzig und 1874 7 5 in Kiel, Dr. phü. 
in Lei|i2ig, seit September 1876 eine Zeit lang vom landwirthschafUiclwo 
Generalverein in Schleswig-Holstein angestellter Wanderlehrer. 

Geschichte und Kritik des Wiesenbaues. Heidelberg, C« Winter. 
1876. 8«. 

Socialpolitische Betrachtungen. Mit Rücksicht auf die socialen und 
politischen Verhältnisse Schleswig-Holsteins. (Altona 1876?) 

Liiudvvirthschaftliche Probleme und Fundamentalsätze vom Gesichts- 
punkte der Wirthschailspolitik und der Volkswlrthschall aus beleuchtet 
Jena, G. Fischer, 1878. S\ 

Cirundzüge des Wiesenbaues und der ihainagc. Zum Gebrauch 
beim Unterricht an landwirthschafllichen Lehranstalten bearbeitet. Mit 
9 Holzschn. Heidelberg, C. Winter, 1880. 8». 

Zahlrei(he Heiträge in latuiwiilhschaftlirhen Facli- und anderen 
Blättern, auch luden „Itzehoer Nachrichten"' 1 87 7 ii. iS78ff. 

* Michaelis, . . . ., Sohn des Kaufmanns M. in Rendsburg, nennt 
sich neben Braun als Herausgeber eines in Capstadt seit dem 1. April 
1883 erscheinenden deutschen Wochenblattes „das Capland^\ 

1383) Miehaell8, Adolph Theodor Friedrich, geb. 22. Juni 

1835 in Kiel folgte von Tübingen 1872 einem Rufe an die 

Universität Strassburg, im Mai 1883 von der Universität Cambridge honor. 
c. zum Dr. jur. utr. ernannt. 

Noch von ihm : Taciti diaJogus de oratoribus ad Codices döiw^ 
conlat. Lips., ex othc. Breitkopf u. Härtel, 1868. 8". 
Der Parthenon. Text <8') und Aüas (Fol.) Das. 1871. 
Gab aus dem Nachlass heraus und beendigte Otto Jahn's Griechische 
Bilderchroniken. Bonn 1873. 4". 

In den von Ed. v. d. Launitz hrsg- VVandtafeln zur Veranschaulichimg 
antiken Lebens und antiker Kunst, Kassel, Fischer 1876, sind einige 
Tafeln von der Akropolis in Athen von ihm. 



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MIclmeliB- M ichaelsen. 



48 



Geschichte des doutsdien ;irch;iologis( lujn Instituts 1829 — 1879, 
Festsi hrift zum 21. April 1879. Berlin 1S79. Auch in s Italienische 
übersetzt. Roma 1879. 8". 

Besorgte von K. H. Stark s llandbiidi der archäulogüstjien K.unst 
die 2. (Schluss-i Lieferung der 1. Ablli. Leipzig 1880. 8^ 

Rückblicke auf das erste Jahrzehnt der K. Wilhelms - Universität 
Strassburg. Rede, gehalten am 1. Mai 1882. Strassburg 1882. 8«. 

Andent marblcs in Great Britain* Translated from the gcsrman by 
C. A. M. Fennell. Cambridge 1882. 8*. (Deutsch nur im Manuscript.) 

Zur Zeitbestimmung des Silanions in „historische und j)hiloIogische 
Aufsätze, Ernst Curtius zu seinem 70. Geburtstage 2. September 1884 
gewidmet", Berlin 1884, 8^ S. 105 f. — In Commeotationes philol* 
in honorem Theod. Mommseni, Berol. 1877, [). 420 ff.: Die Horazi- 
schen Pisonen. — In den Annali delT instituto di correspon- 
denza archeologica noch diverse weitere Beiträge, 1864, p. 246 
bis 269: Osservazioni fatte in aicune isole deir Ardpelago ; 1867, p. 93 
bis 108: Due bassirilievi votivi; 1869, p. 201 — 208: Ercole colcornu- 
copia sopra vaso mvese; 1871, p. 166 — 195 iTaf. 32, 33 in denMonu- 
menti inediti vol. 9 j: II funerale di Patroclo ; 1872, p. 248—270 (Taf. 
45 in Monumenti inediti vol. 9): Licurgo furente sopra anfora di 
marmö; 1873, p. 221 -239 (Taf, 58 und 59 in Monumenti ined. 
vol. 9): L'infanzia di Marte sopra cista prenestina; 1876, p. 105 
bis 124 (Taf. 24 in den Monum. ined. vol. 10): Cista prenestina 
con rappresentanza trionfale ; — 1878, p. 5 — 30 (Taf. 49 in den 
Monum. ined. vol. 10): Tre statue policletee; 1880, p. 27 — ^59 
(Taf 14 und 15 in <1(mi Monum. iucd. vol. 11): Due vasi ( on scene 
trojane; 1883, p. 136 — 155 (Taf. 51 und 51a in Monum. ined. 
vol. 11): Statua di Bacco trovata nella villa Adriana. — In Nuove 
Memorie \). 183: Di due figure ulate sul fiegio de Partenon. — 

^MichaeliS) Friedrich Nicolans Matthias, (L. Sehr. 

774), geb. 13. Aug. 1794 in Kiel gestorben als Pastorin Sonder- 

biirg 9. December 1826. 

Von ihm noch: Worte der Krmahnung, welche das hendge Ge- 
dächtnissfest der Reformation uns zuruft. Eine Reformadonspredigt, 
gehalten am 22. Sonntag Trinit. 1822. Tendern 1822. 8^ 

*Mlchaelseii, Hermann L. P., geb. 2. Jannar 1852 zu Olden- 
burg i. H. , Mediciner , bestand im August 187 7 in Kit l das Amts- 
Examen und wurde Dr. med. & chir., Arzt in Alt-Rahlstedt. 

Ueber die Tndication der Herniotomie und einige bei letzterer ge- 
fundenen Anomalien. Inaug.-Diss. Kiel 187 7. 4**. 

1385) Michaelseil, Johann Friedrich Christian, geb. in Eckem- 

förde, — — Dr. med & chin, starb in Pinneberg 12. October 1875. 



44 



^ichelsen. 



1388) MichelReil, Andreas Ludwig Jaml), geb. 31. Mai 
1801 in Srttru[j, Sundewitt, — — feierte 20. November 1874 sein 
50 jähriges Doctor-Jubiläum, starb in Schleswig 11. Februar 1881, Mittags 
[2 Uhr. — Vergl« über ihn noch: Va(>ercau, Dictionnaire universelle des 
coDtemporains p. 12 12-» 13, G. Richter: A. L. J. Michelsen und seine 
Bedeutung fiir die Thüringische Geschichtsforschung. Ein Gedenkwort, 
in Zcitschr. des Vereins fiir Thüringische CJcschichte und Altcrthumsivunde 
N. F. Ii. 2, H. 4 (Jena 18821 .,Kirl< r Zeitung'' voin 15. Febr. 1881. 
A.-N., Zeitschr. der GescUsch, für Schlcsw,-Hülst.-Lauenb. Gesch. B. 1-, 

s. 301 fr. 

Noch von ihm: Islandiae mille per annos Scandinaviae historiam 
mirifice illustranti votis pro peqietua felicitate susceptis observantissime 
gratulatur (enthält: Acta publica inter foederatas civitates Americanas 
et Daniae regnum de jure gentium maritimo Paitic. 1). Slesvid 
1874. S\ 

Bearbeitete und gab heraus aus Hans Nie. Andr. Jensens hiotei- 
lassenen Handschriften Schleswig • Holsteinische Kirchengeschidite 
B. 1, 2, 3. Kiel, E. Homann, 1873—1877. 8^ 

Von vorchristlichen Cultusstätten in unserer Heimath. Eine anti- 
quarische Mittheilung. Schleswig 1878. 8^. Eine von ihm gegen 
die Kritik dieser Schrift in „Düppelpost** und der „Sonder- 
burger Ztg.*\ zuerst in letzterer Ztg. erschienene Antikritik kam 
auch separat in den Buchhandel Schleswig, Bergas, 1878* 8^ 

Einzelne Beiträge noch in der Ztschr. für schlesw. - holst- 
lauenb. Geschichte, B. 5, S. 133: Zur Abwehr; B. 7, S. iHi 
B. 8, S. 123 flf.: Nachricht von den holsteinischen Aemtern uml Amt- 
männern im 15. und 16. Jahrh. Aus urkundlichen Materialien im 
Nachlasse des Geh. Conferenzraths von Stemann. 

1388a) Michelsen, C. Chr. L., geb. 5. Juli 1834 in Kiel - 

starb in Kiel, wo er als RcchtsunwiUt seit Anfang der 7 Oer Jahre 
suspcndirt war, 11. Februar 1885. 

1389) Michelsen, Conrad Anton, geb. 14. Mai 1804 in 
Satrup — — gestorben als Oirector der Ackerbauschule bei Hildeshciiß 
16. Mai 1862. 

Noch von ihm, nach seinem Tode herausgeg. von seinem Sohne, 
dem nachfolgenden Johann Heinrich Eduard M.: Lehr- und Arbeits- 
schule zu Alfeld. 2. Aufl. Hildesheim 1881. — Katechismus der 
Stilistik. Eine Anweisung zur Ausarbeitung schriftlicher Aufsätze. 
Leipzig, J. J. Weber, 1881. 8^ Bespr. in der Schleswig-Holsteinischen 
Schulzeitung 1881, Nr. 20. (Die 2. Aufl. seines Katechismus der 



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Michelseii. 



45 



deutschen Sgrachlchre [1. Aufl. das. Iö57] s. unter Johann Heinrich 

Eduard Michelsen). 

*.>lifhelseil, Hans Peter, geb. 3. August 1848 zu Julianenau, 

JÜFchsp. Handewitt, besuchte das Seminar in Tündern von 1869 — 1872, 

, wurde als Lehrer in Flensburg angestellt, bald nachher an der Seminar- 

! Uebungsschule in Tondem, 1876 const. als Seminarlehrer, 1877 ord. 

Seminarlehrer, bestand awch das Rectorats-Examen. 

In Verbindung nui den Scminariehrern Todsen und Krieger: HüJfs- 
buch für die Behandlung der Winkelmann'schen Bilder besonders für 
die norschleswig'schen Schulen. Tondern, F. Dröhse, 1880. 8". 

1392) Micholsen, Heinrich Erich, geb. zu Pries, Kirchsp. 
nänischenhagcn , — ^ — war als Physicus 1". Norder-I)itmars(:hfn in Heide 
nadi den Mittheilungen für den Verein schlesw.-holst. Aerzte 1875, H. 5, 
S. 91, damals nicht mehr zu finden« 

1393) Michelsen, Johann Heinrich Eduard, geb. U. Septbr. 
1838 in Hadersleben, Sohn des vorhergenannten Conrad Anton Michelsen, 
stndirte Theologie und Philosophie in Halle f Michaelis 1857 — 58), Kiel 
(Michaelis 1858 — 59), Krlangen (Michaelis IS 59 — 60) und wiederum in 
Halle (Mich. 1860 — 61). Bestand das 1. theologische F^xanicri in Münster 
(Westfalen; im October 1861. Hauslehrer bis September 1862. Ueber- 

die von seinem Vater gegründete Ackerbaoschule in Hildesheim im 
October 1862 und zwar in Gemeinschaft mit F. Burgtorf bis October 
1865, von da an allein. (Die Ackerbauschule ward 1869 Landesschule 
genannt.) Vcrheirathet am 20. Scptetnber 1866 mit Agnes, geb. Kisker 
■'»Qs Rheda (V\ csttalen ». Ehren- und cnrresixMidirendes Mitglied vieler 
landwirthsch. und sonstiger gemeinnütziger Vereine, Mitglied der Leop.- 
Carol.-Akademie der Naturforscher. 

1. Setzte bis 1865 mit Burgtorf das von seinem Vater gegründete 
hannn\ er'sche land- und forstwissen schaiU. Vereinsblatt seit 1862 
fort. 4". Wöchentlich 1 Bogen. Später mit dem 'i'itelzusatz Organ 
(^("i land- und forstwissenschaftlichen Provinzialvereins lür das Fürsten- 

tliuin Hildesheim. 1872 und femer. 4". 

2. Wollen wir als dankbare Söhne für Vater Thaer ein Denkmal 
bauen? Druck von Muller in Celle. 1. und 2. Aufl. 1864. 8". (Das 
Ccllcr Thaer-Denkmal wurde am 26. Oct, 1873 enthüllt und Michelsen 
hielt dabei die Festrede.; 

3. Mittheilungen über lanrlw. Unterrichtswesen. Eine Vierteljahrs- 
!^chriil. Jahrg. 1, 1865/66, 4 Hefte, gr. 8"*. Hüdesheim, Gebr. 



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46 



Michelsen - M iehler. 



4. Die Ackerbauschulf bei 1 lildcsheiin. Kntstehung, Entwicklung 
uiul Ziel. Ein Vortrag. I lildcslit im, Lax, 1S66. 8. ' 

5. Hfsorgte die 2. umgfaihcitcU.' Auflage von seines X'aters Buch- 
tuliiiiiig aiit" kleineren laiulwiillischaftl. Besitzungen. I8f>7. 8". 

6. Die Arkerbauschule in Hildesheim. Hin Beitrag zur Charakteri- 
sirung der mittleren landw. Lehranstalten. Hildesheini, Gcrstenberg'sche 
Buchhandl., 1. und 2. Aufl. 1868. gr. 8^ 

7. Besorgte die 2, umgearbeitete Auflage von seines Vaters Katechismus 
der deutschen Si^rachlehre. 1869. 8". 

8. Geschichte der deutschen Landwirthschafl. Nach Langethal aus- 
schliesslich für die Hildesheimer Ackcrbauschule im Auszüge bearbeitet | 
Als Manuscript gedruckt* Hildesheim, Druck von Gebr. Gerstenberg« 
1869. 2, Aufl. (mit F. Nedderich). Das. 1881. 8«. 

9. Ackerbauschule in Hildesheim. Bericht über das H. Schuljahr 
(Ostern 1 868/69 1. Hildesheim, Gerstenberg'sche Buchh., 1869. gr. 8". 

10. T^andwirthschafUiche Lehranstalt in Hildesheim. Bericht über 
das 12. und 15. Schuljahr. Ostern 1869/71. Hildesheim, Geisten* 
berg'sche Bochh., 1871. gr. 8». (Enthält die Abb.: Wiederum das 
Freiwilligenrecht der landwirthschaftlichen Lehranstalten.) 

11. Denkschrift betreffend die Berechtigung landwirthschafU. Lehr* 
anstalten zur Ausstellung gültiger Zeugnisse für den einjährig'freiwiUigen 
Militärdienst. Hildesheim, Gebr. Gerstenberg (1871). gr. 8^ 

12. Michelsens landwirthsch. Correspondenz, Erscheint seit Octbr. 
1873 in autogra[)hischem Druck monatlich in 1 S. fol. (Selbstverlag 
des Verf.) 

13. Landwirthschaflliche l^hranstalt in Hildesheim. Erstes Ver* 
zeichniss der Schulbüchersammlung. Enthaltend die AnschafTangen , 
bis Ende des Jahres 1873. Htldesheim, Druck von Gebr. Gersten* 
berg, 1873. 8'. 

14. Vom Pflug zum Schwert. Kriegs-Erinnerungen der landwiith- 
schafU. Lehranstalt in Hildesheim an das Jahr 1870/71. Für die 
Schule und ihre Freunde veröffentlicht. Hildesheim, Druck von Gebr* 
Gerstenberg, 1876. gr. 8^ | 

15. Die Oelkachen und ihre Verftitterung. Nach A. Völkeis Ab- 
handlungen in The Journal of the Royal Agricultural Society of Eng- 
land bearbeitet. Leipzig, Voigt, 1878. 8^ (Auch in den landwirth- 
schafll. Volksbüchern.) — Revidirt. 

1394} Michelseii, Ove Wilhelm, geb. 29. August 1800 in 
Tönning — — starb in Kopenhagcu 22. A\m\ 1880. 

1396; Miclller, Johann Martin, geb. 16. April 1837 zu 
Grömitz — 1. Juli 1881 commiss., 5. December dess. Jahres tl^*'« 
Propst für Fehmarn, dazu 28. December dess. J. Hauptpastor in Burg ^ ^' 



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Mielek-Mirow. 



47 



Noch von ihm: V^erzeichniss der Prediger, weiche in der Stadt 
Rendsburg seit der Reformation gestaiulen. Nach iiandschhtUichen 
Quellen bearbeitet. Rendüburg, Khlers, 1808. 8°. 

Verzeichniss der im Schleswig - holsteinischen Aintsexamen in den 
Jahren 1860 — 1869 bestandenen Theologen. Kiel, Emst Homann, 
1869. 4". 

1398) Mielek, Eduard, geh. 28. April 1806 in Haseldorf 

1864 Hattsvogt oder später Kirchspielvogt« auch Branddirector in Neu« 

mOnster, erhielt im Mai 1876 den Kr.-0. 4. CL, nahnn, nachdem er 

seine Entlassung von der Kirchspielvogtei genommen hatte, im August 

1883 sein Domicil im Bade Soden bei Frankfurt a. M., später in Kiel. 

Noch von ihm; Entwurf einer Bauordnung tlir Schleswig-Holstein. 
Riel 1868. 8«. 

Zusamnienstcllung derjenigen Restimmungen , welche die Poli/.ei- 
verwaltung bei Haut<'n und in hrandpoJizeilicher l»i"/iehiing in der 
Provinz Schleswig-Holstein zu uberwachen haben. Neumünster 1875. 
8". (Nicht im Buchhandel.) 

^Mikisch, Jacob Diederich, geb. 20. August 1 7 77 in Rappeln, 

Sohn des Chirurgen Jac. Fried r. M., von seinem Vater in der Chirurgie 

unterwiesen, kam er 1799 nach Kopenhagen, um Medicin zu studiren, 

1901 Unter-Chiruig beim Handwericerstamm im See-Etat das., 1803 als 

ChiniTg mit dem 1. Charakter examlnirt und 9. September s. J. Districts. 

Omrg im Lögstar (Jütland\ 4, Juni 1811 in Mörsens, 16. Mai 1824 

mikl Kammerrath, 28. Juni 1847 R. v. D.. 9. Sept. 185.? justizrath, 

21, Sept. s. J. 50jähr. Jubilar, 12. I)ec. 1853 in (inaden entlassen; 

starb in Horsens 14. December 1858. S. Krslew U, S. 273, Suppl. U, 

& 376, Callisens medic. Schriftsteller-Lexik, 

Beiträge von ihm in „Bibliothek for Laeger'* B. 3, 1823, B. 18, 
29, 30, 32 (Ny Raekke B. 2), 39 (Ny Raekke B. 9), 40 (N. R. 

B. 10), 44 (N. R. B. 14). — In: Acta reg. societ. med. Havn. 
vol. VII. (Acta nnva vol. 3). — In Aarhuus Stills - Tidende u. a. 
1834, Nr. 33; vgL Berlingske Tid. 1834, Nr. 53. 

^Milde» Emilie, aus Schleswig-Holstein« 

Beiträge zu dem von Schmarje herausgegebenen Pestalozzi-Album. 
*Mirow, Ernst, geb. 1848 in Ratzeburg, besuchte das. das 

Gymnasium, studirte Philologie in Krlan^'cn Midi. 186^) bis dalan 1867, 
dann bis zum Sommer 1870 in Berlin, bis zum Sommer 187 1 im Felde 
als Soldat, bestand im Decemixr 1873 das Eicamen pro fac. doc, trat 
als Fxobe-Candidat beim Rendsburger Real-Gymnasium ein, nahm Ostern 



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I 

I 
I 

1 

li>74 III privater Stellung Aulentlialt in IJviiuid, kam Mich. 1874 
Lehrer an die höhere Bürgerschule in W andsbeck und ist Jetzt Oberlehrer 
am Gymnasium das. i 

Quaestionum Aristoteleanim specimen, im Gymnasial-Oster'Prognunm. 
Wandsbeck 1881. 4^ 

1400j Möbius, August Theodor, geb. 22. Juni 1821 zu 
Leipzig — — seit < Istern 1865 ordentlicher Professor für nordische 
Sprachen und Literatur und Lector der dänischen Sprache an der 
Universität in Kiel, seit 1860 Ehrenmitglied der Isländischen Literatur* 
gesellschaft, seit 1882 Mitglied der Norwegischen Gesellschaft der Wissen- 
schaften, seit 1885 Mitglied der königl. dänischen Gesellschaft der Wissen- 
schaften zu Kopenhagen*). 

Von den Nr. 4 im Hauptwerk angt'luhrten Analecta norroena er- 
schien 2. Ausgaiie. Leipzig 187 7. S". 

Noch von ihm: 9) L'eber die altnordische Sprache. Halle I87-. S*. 

10 M:'ilsh.Utakv;r»di (Spri< hwörtergedicht), oin isländis< lies (icdirht 
des 13. Jahrh., im Krgänzungsl)and der Zoitschr. lür deutsche Philologie, 
Halle 1874, S. 1- 74 und 615— 616. 

Iii Islendingadrd|)a Hauks Valdisarsonar, ein isländisches Gedicht 
des 13. Jahrh«, im Programm zum K. K. Geburtstage 1874. Kiel 
1874. 4». 

12) Hättatal Snorra Sturlusonar (Heft 1, 2). L Gedicht, IL Gedicht 
und Commentar. Halle, Buchhandlung des Waisenhauses, 1879 — 81. 8". 

13) Verzeichniss der auf dem Gebiete der altnordischen (alt- 
isländischen und altnorwegischen) Sprache und Literatur von 1855 
bis 1879 erschienenen Schriften. I^ipzig, Engelmann, 188D. 8". 

Noch, ausser den im Hauptwerke angeführten, Referate in Zachen 
Zeitschrift für deutsche Philologie. 

* Möbius, Karl August, geb. 7. Februar 1825 zu Eilenburg, 

Prov. Sachsen, Sohn dos Stellmachernieisters joh. Gottloh M. das., wurde 
1838 — 44 auf dem Seminar zu Kilenburg zum Leiirer ausgebildet, von 
1844 — 49 Lehrer an der Jacnhsons-Schule zu Seesen am Harz, bereitete 
sich dort zum Besuch der Universität vor, ging 1849 nach Berlin, er* 

*) Z. 7 V. u. auf S« 68 im Hauptwerk lies statt ,,uiiter Leitung ... ob» j 
Hegend**: und studirte (unter Gfr. Hemuinn und Mor. Haupt, Aug. Boeckh und C* | 
Lachmann) classische Philologie; — sowie Z. 3 v. u. .statt „in Folge dessen . . *" 
lies: und ertheilte 1 Jnhr auf dem Gymnasium zu St. Nicolai Unterricht in der 
griechischen und lateinischen Sprache. 

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49 



hielt von der l^rürungscoininissiou iles Köllnischcn Gymnasiums das. das 
.Viaturitätszeugniss und studirte Naturwissenschailen; i'rol. iJchtenstein 
äbeitrag ihm seit 185 1 wissenschaftliche Arbeiten am zoologischen Museum, 
30. December 1853 in Halle zum Dr, phil, promovirtf seit Ostern des- 
selben Jahres Lehrer der Naturwissenschaften an der Realschule und Ge- 
lehrtenschole des Johanneums in Hamburg, 1854 — 1868 Mitglied der 
(iortigen Museumscominission. von 1860 — 67 Mitglied des Vtn wallunys- 
rathes der zoologischen Gesellschaft, 1864 — 1868 Präsident des natur- 
wissenschalllichcn Vereins daselbst, 1868 urdentl. Professor der Zoologie 
und Director des zoologischen Museums in Kiel, Mitglied verschiedener 
gelehrten Gesellschaften, seit 1869 wissenschaftlicher Commissarius der 
Regierung für die Bewirthschaftung der fiskalischen Austernbänke, seit 
1870 Mitglied der Kommission zur wissenschaftlichen Erforschung der 
deutschen Meere, vom August 1<S7 4 l)is April 187 5 bchuts z(X)logischer 
Studien von der Preuss. Regierung nach der Insel Mauritius gesandt, 
1879—80 Rector der Universität. 

1) Die Nester der geselligen Wespen. Beschreibung neuer Nester 
Vnd einiger neuer Wespenarten des naturhistorischen Museums zu Ham- 
burg. Nebst Betrachtungen über den VVespennesterbau im Allgemeinen. 
Mit 19 Tafeln: in H. 3 der Abhandlungen des naturw. Vereins in 
Hamburg. 1856. 4". 

2) Die echten Perlen, ein Beitrag zur Luxus-, Handels- und Natur- 
iresrhichtc dersellicn, mit Tafel: im Progr. der Hamb. Realschule 
Ostern 185 7. 4". 

3) Neue Seesterne des Hamburger und Kieler Museums beschrieben. 
Mit 4 Tafeln: in B. 4 der Abhandi. des naturw* Vereins in Ham- 
burg. 1859. 4". 

4) Das Meerleuchten, nach einem im Hamburger Athenäum ge- 
haltenen Vortrage. Mit Tafel. Hamburg 1861. 

5) Mit H. A. Meyer: Fauna der Kieler Buclit. B. 1. Die Hinter- 
kiemer oder Opisthobranchia. Mit 26 Tafeln. 15. _. Prosobranchia 
und Lamellibranchia nebst Suppl. zu den Opisthobranchia. Mit 24 
Tafeln. Leipzig 1865— 1872. gr. 4". 

6) Ueber den Bau, den Mechanismus und die Entwickelung der 
Nesselkapseln einiger Polyjjen und Quallen, mit 2 Tafeln, im Progr. 
der Hamb. Realschule 1866. 4". (Auch in B. 5 der Abhandlungen 
des naturw. Vereins in Hamburg.) 

7) Das Aquarium des zoologischen (iartens zu Hamburg für die 
Besucher desselben beschrieben. Hamburg 1866. 8". (Mehrere 
Auflagen.) 

4 



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60 



8) Uebcr Austern- und Miesmuschelzucht und die Hel)ung derselben 
an den norddeutschen Kütten, ßcricht an Se. ICxc. den Herrii Minister 
für die landwirthschafüichen Angelegenheiten. (Aus dem Juniheft 1870 
der Annalen für Landwiithschait.) Berlin 1870, 

9) Das Thierleben am Boden der deutschen Ost- und Nordsee: 
in Virchow-Holtsendorff's Sammlung gemeinverständlicher Wissenschaft* 
licher Vorträge. Berlin 187 U 8*. 

10) Die wirbeUosen Thiere der Ostsee (mit Unterstützung der Profi. 
K. Kupffer, £. Haeckel, O. Schmidt und Dr. Buetschlt), aus dem 
Bericht ttber die Expedition zur physiJc'Chemischen und biologischen 
Untersuchung der Ostsee im Sommer 1871 auf S. M. AvisodampTer 
Pommerania. Kiel 1873. 4". 

11) Die Bildung und Bedeutung der Artbegriffe in der Natur- 
geschichte. Vortrag, gehalten 16. April 187 3 in der General- Ver- 
sammlung des naturwissenschaftlichen Vereins liir Schlesw.-Holst. {Aus 
den Schriften dieses Vereins 15. 1, S. 159^ 178.) Kiel 1873. 8". 

12) Die Bewegungen der 'Ihiere und ihr psychischer HoriznnL 
Populärer X'ortrag gehalten l'ebruar )H7 2. (Aus den Schriften des 
naturwissenschaftlichen Vereins lür 5chleswig>Hülstein B. 1, S. III 
bis 130.) Kiel 1873. 8". 

13) M()lhisk(Mi, Würmer, EchinodernuMi und Coelenteraten (Ost- 
grönlandsj: in die zweite deutsche iSordpollahrt in d. J. 1869' und 
1870. U. Leipzig 1874, S. 246—271. Mit 1 Taf. 

14) Die äusseren Lebensverhältnisse der Seethlere. Vortrag ge- 
halten in der 2. allg. Sitzung der 49. Versammlung deutscher Natur- 
forscher und Aerzte in Hamburg: in Tagebl. ders. Hamburg 1876, 
S. 20 — 25. Auch abgedruckt in: Der zoolog. Garten. 1877. 

15) Die Auster und die Austemwirthschaft. Mit l Karte ao<) 
9 Holzschn. Berlin, Wiegandt, Hempel und Parey, 1876. S. Kieler 
Ztg. 1877, A.-N. 5886 vom 15. Aug. 

16) Die Bewegungen der Biegenden Fische durch die Luft, nacb 
eigenen und fremden Beobachtungen beschrieben und erklärt. M'' 
l Holzschn. und 1 Steindrucktafel, l^ipzig, Engelmann, 1877. 

1 7 ) Der Bau des Iv>zoon Canadense nach eigenen Untersuchungen 
verglichen mit dem Bau der Foraminiferen. Mit 18 Tafeln. Aii* 
Palaeontograiihica. Kassel, Fischer, 187 8. 4'*. 

18) J. VV. Dawson's rriticism of my Memoir on the Structure of 
Kozoon Canadense conipared with that of Foraminilera. In: American 
Jüurn. of Sc. and Arts Vol. XVIIl, Se[)t. 1879, p. 17 7 — 185. 

19) Ueber die Cloethe'schen Worte: „Leben ist die schönste Rr- 
findung der Natur und der Tod ist ihr Kunstgriff, viel Lel)en zu 
haben". Rede bei Antritt des Rectorats 5. März 1879. Kiel 1879. 4". 

20) l?eitr;ige zur Meeresfauna der Insel Mauritius und der Seychellei^- 
bearb. von ihm, F. Richter und £. v. Martens. Mit i isjuXa uod 



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Möbiiu. 



51 



22 Tafeln. Berlin ISSU. (ADn ihm s|)eciell : Kino Reise nach der 
Insel Mauritius 187 4 75 un<l Foraminifera von M.iuiUius.) 

21} können wir dazu beitragen, den Hebtiuui unserer nutzbaren 
Seethiere zu vermindern, zu erhalten oder zu vermehr(M)? N'ortrag, in 
der General- Versammlung des Fischerei-Vereins tür Schleswig-Holstein 
am 1. März 1883 gehalten. Rendsburg 1883. 8". 

Im Jahresbericht der ConHiiission zur Untersuchung 
der deutschen Meere, zu dessen Herausgebern er gehört: 

Jahrg. 2 und 3, Abth. 1. Nr. 5 mit Bütschli: Fxhinodermata, mit 
Fr. Heincke: \ ernies, Cuijepiuhi und Pisces; Jahrg. 4/6, Berlin 1878, 
p. 173 t. ; Untersuchung über die Nahrung der Heringe; Jahrg. 13, 
Berfin 1883, mit Fr. Heincke: Die Fische der Ostsee. (Auch separat 
Mit Abbildungen und Karte.) — In der von G. Neumayer herausgeg. 
Anleitung zu wissenschaftlichen Beiibachtungen auf Reisen (Berlin 187 5), 
$.428 f.: Wirbellose Seetliiere. — In: Gemeinfassliche Mittheilungen 
aus den Untersuchungen der K( Immission zur Wissenschaft], Unter- 
suchung der deutschen Meere über Hering, Sprott, Larvenform der 
Plattfische, Fischnahrung, Miesmuschelzucht, — In den Schriften 
des naturwissenschaftl. Vereins für Schleswig-Holstein 
ausser dem oben genannten auch separat herausgegebenen noch B. 1, 
S. 196 (T : Ueber 2 gestreifte Delphine (Grampus griseus Cuv.) aus 
der Nordsee und über die in der Kieler Bucht beobachteten Cetaceen ; 
B. 3, Hrt. 1 (Kiel 1878), S. 119 ft. : Abbildung und Beschreibung 
eines bei Kiel ausgegrabenen Atlas des Hos primigenius Boj. — In 
7.f^itsc hrift iiir wissenschaftliche Zooldgie B. 6, 1855. 
S. 427 431: Chnrdodes pilosns, ein Wurn» aus der Familie der 
0 tdiareL-n. (Aus der Diss. Enthehiuntica.) Mit Tafel; — B. 25, 
1S74, S. 103 f.: Ein Reitrag zur Anatomie des lirachionus plica- 
tilis, eines Rciderilüers der ( )stsee. — In Troschels Archiv für 
Naiur gc sch ichte Jahrg. l.SOO, I., S. 148 — 56: Die hornigen 
Kieferplatten des amerikanischen Monatus. Mit Tafel; — die das. 
1862, 1., S. 229—237 und 1863, I., S. 229—237 mit H. A. Meyer 
herausgegebenen Abhandlungen s* unter Meyer; — das. 1867, I., 
S. 72 — 75: Ueber die Entstehung der Töne, welche Palinurus vul- 
garis mit den äusseren Fühlern hervorbringt, mit Abbildung. — 

Ausserdem naturwissenschaftl. Aufsätze in dem von J. B« Meyer und 
£> Lehmann herausgeg. Hamburger Wochenblatt, in „das 
neue Hamburg", hrsg. v, Bonfort, für das Feuilleton und den 
Tagesbericht der Hamburger Nachrichten, für die Ztschr. „der 
zoologische (xarten" (Fraukf. a. M.), für die Xördlinger Bienen- 
leitung, für das bienenwirthschaftliche Centralblatt (Han- 
nover), tür die Kieler Zeitung 187 4 — 75 (Reisebriefe aus Mauritius), 
fiir die ,,Natur" (Fliegende Fische, iMizoon, die Ost- und Nordsee 
nach neueren Untersuchungen, 187 7), für die Cir( ulare des 

4* 

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53 MöUer. 

Deutschen Fischereivereins, tür (he Deutsche Revue (Hauptergeb- 
nisse der neueren Meerestorschungen, 1878). — Ucber die Nahrung 
der Seethiere. Vortrag auf der 53. Vers, deutscher Naturtorschcr 
und Acrzii; lu Dauzig 1880: Tageblatt dcrs., S. 97 — 100. — 
Ueber den Einfluss der Nahrung auf die Verbreitung und die Wander- 
ungen der Thiere: in Deutsdie geographische Blätter, herausgeg. 
V. d. Geogr. Ges. in Bremeo. Bremen 1882, S. 223 — 238. — 
fn den „Zoologischen Jahresberichten'' fllr 1880, 1881 und 1882, 
herausgeg. von der zoologischen Station in Neapel, Leipzig 1881 bis 
1883, berichtete er über: Dredschen, Verbreitung wirbelloser See» 
Üiiere, Seefischerei, Austemwirthschaft, Lebensverhältnisse der See- 
thiere. 

*B[fill6r, B. Pm geb. auf Sylt, besuchte das Seminar zu Eckeni- 
förde von 1862 — 1864 und das zu Tondem von 1864 — 1865, warde 

Lehrer an der mit dem Seminar in Verl)iii(luiig stehondiMi l*ra[)aranilcn- 
anstalt in Hamburg und ist zur Zeit Hauptlehrer an einer Bürgerschuie 
daselbst. 

Meerumrauscht. Bilder und Silhouetten. Tondem, F. Dröhse, 
1879. 80. 

1401) Möller, Cajus, geb. 11. December 1839 in Plön, 

erwarb durch seine Geschichte Schleswig-Holsteins den Doktor-Titel bei 

der Universität Rostock, war in den Jahren 1867 und (>S Rcdactcur der 
„Schleswiger Nachrichten'^ in Schleswig (ihm folgte als Rcdacteur Herrn. 
Rahn, der bis 1866 den „Altonaer Morcur'' redigirt hatte; ging Knde 
1868 als Correspondent der „Hamb. Nachrichten'\ der „Weserzeitung'' 
und der „Schlesischen Zeitung** nach München, ledigirte 1873 — 74 die 
„Spener*sche Zeitung** in Berlin, war vom l. März 1875 bis 1. Juni 18S3 
Chefredacteur der „Süddeutschen Presse** in München , lebt seit Jum 
letzteren Jahres als Chefredacteur der , J^]l)orfeld(!r Zeitung" in r^herfcld. 
Noch zahlreielie Artikel und Aufsätze poHdschen und li(er:irhist()ris( bcn 

Inhalts und Feuilletons in seiner eigenen und vielen anderen Zeitungen. 

— Mitgetheilt und nach eigenen Notizen. — 

^MöÜer, Christian Daniel, geb. 20. September 1816 in 
Kopenhagen, wo er später Theologie studirte, 11. Februar 1848 Pastor 
in Wonsbeck, Ftopstei Hadersleben, 1852 Mitgründer und Lector der 
Haderslebener Bibelgesellschaft, 30. Mai 1854 zum Ständedeputirten für 

den 1. geistl. VVahldistrikt im Herzoglhuni Schleswig gewählt, legtf 
1. Juh kS59 sein M.mdat nieder, 28. December 1S5 7 R. v. I)., 30. Jüin 
1858 Mitglied der Üirection der JiibelgescUschaTt für das Herzogthuii} 



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Müller. 



53 



SciiJcswig, IJ. Octo[)cr 186 1 Pastor zu Hüj>trup in der IVopstei Haders- 
Icben, ging IÖ64 nach Dänumark zurück. — Vergl. Erslcw Suppl. 
B. 2, S. 480. 

Hier sind ansufUhren: Gm Havets Bevacgelser, in Heft 4, S. Iii 
bis 144 von dansice Folkeskriftcr, Haderslev 1853. 

Udsigt over det Haderslev'ske Bibelselskabs Virksomhed, in den 
dänischen Berichten der Gesellschaft von 1853 an. 

Tale ved Aarsmddet 1861 i fiibelselskabet for Hertagdömmet Slesvig, 
im 5. dänischen Bericht der Gesellschaft 1861. 

Er war Mitredacteur der Schleswig'sc hcn Standczeitnng i856 — 57. 

^MöUer^ Christian Rudolf, geb. 14. Juli 1821 in Kopeii- 
hagen, wo er später Philologie und Geschichte stadirte, seit 1 1. October 
1856 Coüaborator an der Gelehrten- und Realschule in Flensburg, ging 
1864 wieder nach Dänemark. S. Erslew Suppl. B. 2, S* 482. Progr. 
der Flensburger Gelehrten • Schule 1867, S. 78. Von den bei Erslew 
angeführten S< hriftcn gehören keine hierher. 

1402) Möller, Detlev Friedrich, geb. 25. Februar 1783 in 
Schleswig — — starb in Rendsburg, wo er als past. emer. lebte, 
S.l^ 1873. 

*Möllei', Detlev Matthias Christian, geb. 21. August IS50 
zu Vt-hnkemiihle bei Plön , besuchte das Glückstiidter Gymnasium bis 
Mich. 1867, studirte Medicin in Würzbnrg, Kit^l, bestand in Kiel 13. März 
1S72 das tentamen physic. und 1874 das Staatsexamen, fungirte dann 
als Assistent am städtischen Krankenhause in Altona, im Juni 1875 in 
iCiel zun Dr. med. et chir. promovirt, Arzt in Altona. 

lieber Brüche des Tibiakopfes. Inaug.-Diss. Kiel 1875. 4^ 

*Mr>ller, Krik Höyer, geb. 28. April 1818 in Skive, studirte 
Theologie in tLopenhagen, 30. August 1850 Fnl(l|)rediger bei der däni- 
schen Armee, seit 29. November s. J. auch mit den Verrichtungen eines 
Feldpiopsten betraut, 6. October 1856 R. v. D., 17. October 1857 
^iiiischer Gamisonsprediger in Schleswig, 24, Juni s. J. ^^cepräsident 
fiir den in Schleswig constituirten Verein für Abhaltung kirchlicher Zu- 
sammenkünfte, 15. September 1861 Pastor in Norbui^i auf Alsen bis 
1S64. S. Krslew Suppl., B. 2, S. 482 f. 

Hier sind anzuführen: Tale ved Generallieutenant v. Bardenfleth 's 
ßisrcttelse i St. Jürgens Cai>el i Kiel 24. Aug. 1852. Kjöbenhavn 
1S52. 



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54 MdUer. 

Hcrclniiig oin de i Slcsvig reis'tu Mindestenc [);ia de Faldncs 
Oravc. Slcsvig 1859. Mit Abbildungen. 2. Aufl. u. d. T. : Du 

Faldnc's Minder i Slcsvig 1848—1850. Odense 1859. 

Tale ved Generalmajor FliiukV Jurdefrrrd in; Minde um General- 
major C. L. H. V. Flindt. Slcsvig 1859. 

^Möller« Ernst Christian Ivonrad, geb. 22. Februar 1852 
zu Keitum auf Sylt, Sohn des damals dort constitiurten, nachfolgenden 
Pastors Jens Georg Marius Möller (Nr. 1406), besuchte 1866 — 1871 das 
Gjnnnasinm in Flensburg, studtrte Medicin in Berlin, Kiel und München, 

Ostern 187 1 — 7:. 1872 bis Sonnner 1875, Winter 1 875 76 - 1 876 77. 
bestand Anfang 187 7 in München rühmlichst die medicinische Staab- 
prüfung, arbeitte 187 7 im biologischen Laboratorium des IVof. v. Voit 
in München und ward im Juli 1877 Dr. med.; ging zum 1. October 

1877 als Arzt an die Irrenheüanstalt in Siegburg in der Reinprovinz, und 
als an Stelle dieser Provinzialanstalt fUnf neue Irrenanstalten in dieser 
Provinz, jede fÖr einen Regierangsbezirk eröffnet wurden, am l. Januar 

1878 an die IrnMihculanstalt zu Meizig im Regierungsbezirk Trier; aiii 
17. Mai 187 9 in Folge der Pflichterfüllung in seinem IJcrutb erkrankt, 
verliess er im Herbst gedachten Jahres seine Stellung und starb am 16. April 
1880 im Hause seiner Eltern zu Ketting auf Alsen. 

Die Kohlensäureausscheidung des Menschen bei verkleinerter Lungen- 
oberfläche. Inaug.-Diss. München 1878. (Zugleich gedruckt in der 
Ztschr. (Ür Biologie, hrsg. v. Buhl, Pettenkofer und Voit, B 14, 
1878, S. 542—562.) — Mitgetheüt. 

^Möller, Ernst Wilhelm, geb. 1. October 1827 in Erfurt, Sohn 

des 1861 verstorbenen (Teneralsuperintendcnten der Prov. Sachsen Dr. theol. 
J. Fr. M., besuchte die Gymnasien m Erfurt und Magdeburg, studirte 
Theologie in Berlin, Malle und Bonn, examinirt zu Koblenz und 
Magdeburg, 1854 Licentiat der 'I'heol. und Privatdocent in Halle, 1863 
von der theol. Facultät in Greifswalde hon. c. zum Dr. theol. emanot, 
im selben Jahre Pfarrer zu Grumbach bei Langensalza, 1869 Pfaner vi l 
Oppin bei Halle, Ostern 1873 als Prof. der Kirchengeschichte nach 
Kiel berufen. Rector der Universität 1881/82, am Lutherfest 1883 von 
der philüs. 1 acultät in Halle zum Dr. hon. c. crcirt. 

1) (J(?()rgii Nysseni doctrinam de hominis natura et illustravit 
cum Drigeniana comparavit. Diss. pro gr. lic. Halis 1854. 8". 

2) (ieschirhte der Kosmologie in der griechischen Kirche bis auf 
Origenes. Halle 1860. 8^ 



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HdUer. 



66 



3 — 5) Bearbeitung von de Wette's exegetischem Handbuch, 3. Aufl., 
Ottenliarungjoh. Leipzig, Hirzcl, 1862, (ialaicr- und Thessalonicherbr., 
(las. 1864, Pastoralbriefc und Hebräerbriet, das. 1867. 8**. 

6) Andre js < )siander. Elberfeld 1870. 8°. 

7) Ucbcr die Religion Plutarchs« Rede bei Antritt des Rectorats. 

Kiel 1881. 

8) Rede am Luther-Jubiläum, 10. November 1883 in der Aula 

der Christian-Albrcchts-Universität. Kiel 1883. 

Basilius der Gr. und die Barmherzigkeitspflege in der alten Kirche, 
in Beyschlag's deutsch-evang. Blättern IV., Halle 1879; - £in 
deutsches Requiem von Brahms, ebendas« Vill., Halle 1883. 

Zahlreiche Artikel in Herzogs Rcal-Encyclopädie für protest. Theo!, 
und Kirche, 1. und 2. Aufl. — Revidirt« 

1404 a) MMler, Hans, geb. 11. April 1819 in Rabenkirchen — 
seit 27. April 1865 Hauptpastor in Herzhorn, verwaltete seit 1872 gleich- 
zeitig das Diaconat, trat zum 1. October 1884 in den Ruhestand. 

^Mölier^ Hermann, geb. 13. Januar 1850 zu Jerpstedt, älterer 
Bruder des vorhergehenden Ernst Christian Konrad M., besuchte 1864 
bis 1867 das Gymnasium in Flensburg, studirte im Winter 1867 — 68 in 
Kiel, und von October 1868 bis Febr. 1872 (mit Unterbrechung durch 
eine Reise nach Italien und durch ein Militärjahr) in Leipzig, München 
und Beriin classische Philologie, /Ann Schlüsse ein Semester in Breslau 
im Winter 1 874 — 7 5 gerrrianische Philologie, ward 1875 zu Leij)zip- zum 
Dr. phil. promovirt, habilkirtc sich im April 187 8 in Kiel als Privat- 
docent für vergleichende Sprachwissenschaft mit besonderer Berücksichtigung 
der germanischen Sprachen, Januar 1 884 Lector der deutschen und eng- 
lischen Sprache in Kopenhagen mit der Aussicht auf eine ordentliche 
Professur dieser Fächer. 

Die l'alatalreihe der indogermanischen Grundsprache im Germanischen. 
Inaug.-Diss. Leipzig 1875. 8". 

Epenthese vor K - Lauten im Germanischen als Wirkung des vehiren 
oder palatalen Charakters des Wurzelatislants. Habilitationsschrift. 
W riniar 187 8. (Auch in Kuhn s Ztschr. liir vergleichende Sprach- 
Ibi^chung R 24, S. 427 — 522.) 

Das altenglische Volksei)os in der ursprünglichen stroi)hischen Form. 
B. 1. Abhandlungen. B. 2. 'l'oxte. ^A. n d. T. : Das Beowultepos 
mit den üljrigen Bruchstiicicen des a]t(mglis( hen Volksepos in der ur- 
sprünglichen strophischen Form herausgegeben.; Kiel 1883. 8*\ 

Zum Fiölsvinosmil in der von K. Bartsch hrsg. „Germania'^ 



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56 



miier - Möllinff. 



B. 20, 1875, S. 356 — 360. — Zur Cunju^.tiion Kuntha und das 
t - rraetcritum , in der von Braune hcrsgg. ,, Beitrügen zur Gü- 
schichte der deutschen Sprache" B. 7, 1880, S. 457—481; 

— zur Dcciiii.ition. (Jcmranisch a e o in den Kndungen des No- 
mens und die Entstehung des u {— o 3), das, S. 482 — 547. — 

Recensionen im ,, Literarischen Central blatt** und in E. • 
Kolbings „Englischen Studien". Beiträge zu politischen Zeit- ; 
Schriften. — Revidirt. - 

1406) Möller, Jens Georg Marias, geb. 12. März 1816 m ■ 

Glücksburg, Bruder von Thomas Henning M. (Nr. 1408) — — seit 
28. Juni 1873 Pastor in Ketting aut Alsen (verh. mit Ida, geb. Gräfin j 
V. Knuth). ! 

*Müller, Johannes Eduard, geb. 16. August 1843 in Glück- ^ 
Stadt, Sohn des Obergerichtscopisten das., bis 1864 PrivatgevoUmächtigter. 
1864 Assistent in der Regierung in Kiel, 1867 Kassencontrolleur beiin 
kreisgericht Kiel, 1876 Kassenrendant das., 1879 Rechnongsrevisor beim , 
Landgericht das. 

Gab gemeinschalll. mit Nicol. Louis ßoger, welchen vcrgl., heraus: 
Schleswig-Holsteiuisches Departcments-ßJatt für gerichtliche Bureau- 
und Casseiibcamtc 187 2. Kiel 1872, ferner: Tabellen zur Verord- 
nung vom 30. August 1867, betr. die Erhebung der Gerichtskosten 
und die (Gebühren der Notare und Rechtsanwälte in den HeizQg- 
thümem Schleswig-Holstein. Berlin, Karl Heymann, 1875. 

Desgl. mit demselben Ortschaftsverzeichniss für Schleswig-Holstein 
nebst genauer Angabe der Gerichts-, Verwaltungs- und Postbehörden. 
Kiel, Schmidt u. Klaunig, 1873. 

Alphabetische Nachweisung »ici iidch Kilometern lestgestcUten Ent- 
lernungen zwischen den Postanstalten, sowie den Stationen auf den 
Eisenbahnen und Dampfbootkursen in der Provinz Schleswig-HolsteiD* 
Nach amtlichem Material. Kiel, Selbstverlag, 1876. 

1407) Möller, Johannes Karl Friedrich, geb. in Kiel — 
noch Arzt in Ncumiinster. 

1408) Möller, Thomas Henning. (Nach einer Mittheüung des 
Neffen vermählt nicht mit einem Frl. v. Moltke, sondern mit Laura geb. 
Baroness v. Brockdorff.) 

*Mölliiit;, Heinrich Johann Georg, geb. 1825 zu I^ensahn, 
wo sein Vater Gcnrg Friedrich Pliilii»p M. CSr. 1409 im Hauptwerk: 
damals Landgerichts-Assessor und Justitiarius, besuchte das Eutincr (tViti- 
nasium, studirte die Rechte in Heidelberg, Kiel, Bonn und Göttiog^t 



I IM L- II I I 1(1 



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Moeffch. 67 

Ostern 1850 beim ()bcrai.|H lI;iti(msg«Tirlit in Kiel «?xam.. hatte inzwischen 
thcils als Freiwilliger, theiis im 2, sclilesw.-liolst. Jager<:or(>s am Kriege 
theilgcnommcn, 1851 — 1854 Landdrostci-Secretär in Pinneberf: von 
(ktober 1854 bis November 1855 KanzeUst und darauf Comtoirchel' im 
Holstein-I^uenbtirgischen Ministerium, verwaltete darauf bis 1859 das 
Bäigenneisteramt in Segeberg; von 1859 — 1864 Senator in Altona und 
von 1864 gleichzeitig Eiscnbahn-Commissar, trat 1866 aus dem Altonacr 
Magistrat, blieb Eisenbahn-Commissar bis November 18f)7, \on da an 
commiss. Bürgermeister in Kiel, 26. April 1870 /iiin Bürgermeister das. 
gewählt, September 187 5 Oberbürgermeister, 26. April 1882 wieder- 
gewählt, seit 1868 Inhaber des R. A.<0. 4 Cl., seit 1881 dess. O. 3 GL, 
andi in der Direction der Kiel-Eckemförder>Flensburger Eisenbahngesell- 
sdiaft. Allerhöchst berufenes Mitglied des Herrenhauses, auch Mitglied 
da kreisständischen Vertretung. 

lieber das Kiel - Kckernf(")rd(' - Klensburger Eisenbahn - I nternehmen. 
Kiel 187 6. 8". Angezeigt und Auszüge daraus in der Kiel. Zeit.^ 
vom 23. Juni 1876. 

Von ihm das Regulativ für die Vereinigung des Fleckens Bruns- 
wiek mit der Stadt Kiel. Kiel 1869. Auch hatte er Thcil an 
der Eingabe der Kieler Stadtcollegien an Se, Durchlaucht den Herrn 
Kanzler des deutschen Reichs, Fürsten v. Bismarck. Kiel, 28. Febr. 
18?9. 4».. 

*Moerch, Johann Peter Siegvard Cjorsenius, geb. 27. April 
1818 in Christiansha\ ri, erst Tischler, 1841 aul dem Seminar in 
^>'ng^v. später in Jellinge. in den 40er Jahren Hauslehrer bei Pastor 
^riis in Bröns und 1845 bei Pastor Koch in Scherrebek, 1847 Districts- 
schuUchrer in Rastrup, Krchsp. Gram, 1851 Mitgründer des sog. loyalen 
^uUehrervereins in Schleswig, im Herbst 1852 Küster und Schullehrer 
in Loit bei Apenrade, 1854 Mitglied der Direction des Vereins für 
Ünteistütiung hülfsbedüraiger SchulIehrer-VVittwen, später in Dänemark (V). 
S. Eislew Suppl. B. J, S. 510 - 1 1. 

Hier anzuführen: Lerlctraad til den danske Sproglaere til Brug for 
Almueskoler. Aabenraa 1853. 

Fortaellinger af F'sndrelandets Historie til Brug som Hjoclpemiddei 
ved den historiske UnderWsning i Alrnueskolen. Haderslev 1855. 

Indbydelse til samtlige Skolehrrer i Hertugd. Slesvig o. O. u. J. 
Bestcmmolser for en almindelig Skolelscrerenkekasse. Haderslev 
29. Aug. 1855. fol. 



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68 



Mohr — Molbech, 



Amir;i^(;iidc til dcl SJcsvigske MinisU'riuni angaaende Skolelaerer- 
Standens Stilliiig og Furhuid. Hadeislcv 1857. 

1 )iverse Beiträge zu 2Seitsch rillen , wie Skolens Reform, sum 
Wochenblatt Freia Jahrg. 1855 , zur Dannevirice 1857, 1859, 
1860; in V\'isl)echs Almanak for Hatte auch Theil an der 

Ausarbeitung der ,,I,()ve for Sönderjyllands loyale Skoleiaererforening. 
iiaderslev I. Juni 1852. Ausserdem noch Beiträge zu \, den 
Nordiske Folkeskole". 

*M.ohr, Christian, geb. in Kopenhagen, studirte Medicin, 1867 
in Kiel zum Dr. med. et chir. promovirt, Arst in Rendsburg. 

Ue rügiDnibus ad curam phthiscus pulmonaiis Liiinaticain ajjtis diss. 
inaug. Kil. 1867. 4". 

*Molir, Christian Friedrich, geb. 6. April 1788 in Tellin^'- 

stedt, N«-l>., Sohn des weil. Schullehrers und Kantors das. Gerhard 

Christian M. und der Henriette Charlotte Friederike geb. Reh, war lange 

Jahre Kantor, Schreib' und Rechenmeister in Oldenburg, Holstein (ver« 

heirathct seit 1816), starb in Oldenburg 14. Februar 1854. — MitgetheilL 

* Finstimmiges Choral -Mclodienbucli in Ziffern für die Schleswig- 
Holsteinischen Volksschulen. Altona 1836. 8". (Erschien anonym.) 

Fin Hülfsblatt beim ersten Unterricht in der deutschen Sprache von 
ihm findet sich bei H. C. LawatU//s, welchen vergl., Katechismus 
der deutschen Sprache. ()ldenl)urg ]s>J. 8". 

*Mohrdiek, Martin, geb. 1833 V) in Horst, Sohn eines Land- 
mannes, Jurist, Mich. 1852 (mit dem 2. m. s. r. A.) examinirt, dann 
Landdrosteisekretär in Pinneb^g, 1861 Gerichtssekretär das., 25, Januar 
1864 ausserordentl. Rath im Obergericht zu Glttckstadt, 1867 Rath im 
Ober-Appellationsgericht in Berlin, starb 16. März 1870. 

Redigirte mit Henrici die schleswig-holsteinischen Anzeigen Jahrg» 
1864-^1866. Glückstadt 4". 

1411) Molbech, Christian Knud Frederik, geb. 20. Juli 
1 82 1 in Kopenhagen , Sohn des weil. Professors und Bibliothekars 
Christian M. in Kopenhagen — — 25« Juli 1864 aus seiner Professur 
in Kiel entlassen, ging darauf nach Kopenhagen, wo er vorläufig fester 
Mitarbeiter am Dagbladet unter Bille^s Redaction war, erhielt 1865 das 
Ancker'sche Dichterlegat, mit dessen Hälfe er eine Reise nach Nord- 
itaÜcn, der Schweiz und nach dem schtjn zweimal früher von ihin be- 
suchten Rom machte, nach der Kuckkehr nach Kopenhagen w'mlcr 
Journalist, 28. August 1871 Censor beim k. Theater, 5. Juli 1879 £breo- 



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Ton Moitke — Momnweii. 



se 



tl'x tor der philos. Facultiit der K(>pcnh;ii;i ucr üiiiversilat in Anlass des 

4Ü0jähr. Jubiläums. — Vergl. dio Selbstbiographie in Levnedsbe» 

skrivelser af de ved Kjöbenhavns Universitets Firehundrodaarsfest pro* 

moverede Doctorer og Licentiater. KJöbenhavn 1879, S. 98^103. 

Von seinen schriflstellerischen Arbeiten ist hier, als während seiner 
Kieler Zeit erschienen, noch der Uebersetzung von Dantes divina comd- 
dia zu erwähnen. Das Fegefeuer wurde 1855 übersetzt und 1862 
mit der Ausgabe des Paradieses die Arbeit beschlossen. 

*vou Moltke, Friedrich Ludwig {L. u. Sehr. Nr. 789), geb.« 

27. März 1745, gestorben in Lübeck 22, Januar 1824. Vergl. über ihn 

nun noch Krslew B. 2, S. 295 und Su[.pL H. 2, S. 397. 

Erslew iicmit n u h als Beitrag zu Kahbcks „Thcano'' S. 131 bis 
135: Frimurerf' irciiingcns Characteer. 

1413) von MoUke, Karl, Graf, geb. 15. November 1798 in 

Kiel (nicht auf Noer) — — als Jurist zu Glückstadt 1822 exam. (2. m. 

r. A.) — — starb 12. April 1866 auf dem Gute Assiden in Uvland. 

1416) Moltzen, Nicolai, geb. 1786 zu Satrup in Angeln, 

ist 1828 nicht, wie in L. u. Sehr, angeführt steht, nach Russland über- 
siedelt. j)ractisirte während der 30 er Jahre nach einander in Kalltnil, 
Ulsnis, Sclilcswig, au welchem letzteren Orte er um 1838 zum letzten 

Male im Staatskalender vorkommt, starb durch Selbstmord im Armen« 

hause in Satrap« — Mitgetheilt. 

1417) Hommseiiy August, geb. 25. Juli 1821 in Oldesloe 

6. November 1869 (Titular-) Professor, 1. October 1883 mit Pension 
seiner ersten Oberlehrerstelle an der Schleswiger Domschule enthoben, 
sietleltc nach Altona über, erhielt im September dess. Jahres den 
R. A.-O. 4. Cl. 

Noch von ihm ausser Beiträgen zu philologischen Zeitschriften: 
Mittclzeitcn. Znr Kim de des griechischen Klimas, im Oster-l'rügr. 
der Schleswigor Uomschulc. fl.cip/.ig, Tcubner.) 1870. 4". 

(jab heraus: Clriechischc I;ihrcsz('it<;n H. 1 — 5. Sciileswig 1873 
bis 1877. Heil 2 von Heinri( Ii iMicdri« h Ludwig Matthiessen, Heft 4 
von Johann Emü Ferdinand Bösser, welche vergl., Hell 5 vou Th. 
V. Hcldrcich.) 

Üclj^hica. l>cipzig, 'Iculjücr, 1878. 8". 

Chrniinldgie. l'nterhuchungen ül)er das Kalendcrwcsen der Griechen, 
insbesondere der Athener. Leipzig, Teubner, 1883. ö . 

1418J lloiriniseii, Christi an Matthias Th(;odor, geb. 30.No- 

vember 1817 m Garding — — war (nach Otto Focks Schle$w.-Holst« 



€0 



Hommsen, 



Eriiimrnngrn S. 13S) I.S48 wieder in Sclilcswig - Holstein — lehnte 
1857 einen KiiI zu einer histumcben Professur in München ab und 
siedelte mit Erlaubniss des Cultustninistcrs v. Räumer von Breslau nach 
Berlin über, wurde 1858 ordentl, Mitglied der Akademie der Wissen* 
Schäften, der er als äusserer dentl. Mitglied schon seit 1853 angehGit 
hatte, 6. November 1858 ord. Prof. der alten Geschichte daselbst, im 
Januar 1868 zum stimmfHhigen Ritter des Ordens j)our le merite für 
VVissensch. und Kunst ernannt, bliel), als er 1874 als Prof. nach Leipzig 
berufen wurde, nac lidcni er sit Ii von der Zusage der Annahme der Pro- 
fessur von dem Sächsischen Cultusminister hatte cnthindcn lassen, in 
Berlin, wo er das Amt eines Secretärs der Akad. der Wissensch* für das 
er gewählt war, annahm, 17. Januar 1875 mit dem Kr.-0. 2. Cl. decoiiit; 
(im Juli 1880 Feuer in seiner Villa); feierte 6. Nov. 1883 sein 2 5 jähr. 
Amtsjubiläum als Professor der alten Geschichte, wiederholt Mitglied des 
Reichstags. — Vergl. über ihn u. a. Bornträger's biogra[)hisches Schrift- 
steller-I^exikoQ, Leipzig 1882, S. 5ü3 und 504. — Daheim 187 5, Nr. 40. 

Von Augusti res gestae ex monumentis Ancyrano et Appoloniensi 

(1. Aufl. Berolini, ap. VVeidmannos, 1865, vergl. im Hauptwerk unter 
iNr. 34) erschien 2. Aufl. mit 11 Tafeln in 4". Daselbst 1883. - 
Die von ihm mit P. Krüger besorgte Ausgabe der Digesta Justinianf 
Augusti vergl. Nr. 35 im Hauptwerk)^ erschien mit 2 Tafeln voll- 
endet. Berolini 1866-^68. gr. 8". — Von seiner unter Nr. 17 im 
Hauptwerk aiilgetührtcn Röinischen Geschichte }?. 1, 2, 3 f'die auch 
in die in deniscllM'u Verlage. Berlin. Weidmann, erschienene phili>- 
logische Handbibliothek aiilgenommcn ward) erschien 7. AuÜ. 1881 
bis 1882. B. 5. Drs, 1885. 8" (B. 4 n«)rh nicht erschienen). - 
Von den Römischen Forschungen, von denen P>. 1 unter Nr. 29 im 
Hauptwerk aufgeführt ist, ers( hien B. 2 Berlin, Wiüdinanii, 1879. 8". 
— Von der französischen Ut'tx'rselzung seiner Geschichte des römi- 
schen Münzwesens vom Herzog de Blacas erschien Fortsetzung und 
Schluss Paris bis 1875. 8«. 

Noch von ihm: 3f)j Res(»rgte mit Paul Krüger die Stereot\q) -.Aus- 
gabe des Corpus civilis , in der von ihm der Digesten-Abschmtt- 
Berolini 1870—72. 2. Ausg. Das. 187 7. gr. 8*^. 

37) In den philologischen und historischen Abhand- 
lungen der k. .\kademie der Wissenschaften zu Berlin 
noch von ihm Jahrg. 1868, p. 30—215: T. Livii ab urbe condiu 
lib. 3 — 6, (juac supersunt in codice rescripto Veronensi. 

38) In den Monatsberichten derselben Akademie, ausser kleineren 
Belichten noch: 1874, S. 450 f.: Rede zur Feier des Leibnitzischeo 



MomaraeB, 



61 



Jahrestages; 187 5. S. 46 5 480 tiiit Zarigenieister : Uelx.-r die vmn 
k. Museum angekautten Schicuderbieie ; 187 9, S. 501 — 5l6: Mit- 
theilung über zwei von dem k. Museum erworbene Pergainenthlätter; 
ISSO, S. 311 — 313 und 1881, S. 301—311: Festreden zur Feier 
des k. (jeburtstages. 

39) In der von ihm mit ( i. Hescler, M. Haupt und K. Müilenhoff 
dem Prof. O. Homaycr 28. Juli 187 1 gewithneten Festgabe, Berlin, 
V\cidmann, 1871, S. 91-107; Die ächte und die falsche Acca 
I^aurcntia. 

40) In dem von ihm mit J. Marquardt herausgegebenen Handbuch 
der römischen .\ltcrthünier ist von ihm R. 1,2, Abth. 1,2: Römisches 
Staatsrecht. Leipzig 1871. 2. Aufl. Das. 1877. 8". 

41) In dem von ihm mitherausgegebenen Corpus inscriptionum 
latinarum (Vol. 1, Herolini, ap. Geo. Reimer 1863 vergl. im Haupt- 
werk Nr. 30), noch \ on ihm : Vol. 3 : Inscriptiones Asiae, provitiriarum 
Europae graecarum, Illyrici latinae. Pars 1, 2. ib. 1873. Vol. 5: In- 
scriptiones Galliac Cisul[)inae latinae. Pars 1, 2, ib. 1872 1877. 
Vol. 9: lnscri])tiones Calabriae, A])uliae, Samnii, Sabinorum, Piceiii 
latinae, ib. 1883. Vol. 10: Inscriptiones Bruttiorum, Lucaniae, Cam» 
paniae, Siciliae, Sardmiac latinae. Pars I, 2, il). eod. fol. 

42) Mit G. Studemund: Analecta Liviana. Accedunt tabulac 5. 
Lipsiae, Hirze], 1873. 8*». 

43) Mit H. v. Treitschke : Königin Luise. Mit einer Abbildung 
des Knke'schen Entwurfs zum Königin Luisen - Denkmal. Berlin, 
G. Reimer, 1876. 8«. 

44) Auch ein Wort über das Judenthum. Berlin 1880. 8". (Er- 
schien kurz nacheinander in mehreren Auflagen). 

45) Supplementum ad fontes juris Romani antiqui, in C. G. Bruns 
fontes juris Romani antiqui. Friburgi, Mohr, 1881. 8". 

46 ) Recensuit Jordanis Romana et Celtica, in Monumenta (iermanica 
historica: Auctores antiquissimi Tom. 5, Pars l, Berolini 1882. 4\ 

47) In Melanges Grame Recueil de travaux d*^udition dassique 
dedi€ ä la memoire de Charles Graux, Paris 1884, p. 504 — 513: 
Ofiicialittm et militum Romanorum sepulcretum Carthaginiense. 

48) In Juristische Abhandlungen, Festgabe für Georg Beseler, 
Berlin 1885: S. 253 f.: Bürgerlicher und peregrinischer Freiheits- 
schutB im Römischen Staat. 

Beiträge unter vielen anderen zu Ephemeris epigraphica, corporis 
inscriptionum supplementum, ed. jussu instituti archaeologici Romani 
Vol. 1--5. Romae/Berolini 1872-^1884. 8'. — - In Deutsche 
Rundschau 1885, Febr.: Brittanien. — In Hermes B. 1, 1866, 
p. 129 f., B. 3, 1869, p. 304 f.: Zu Uvius; B. 4, 1870, p. 371—376 



68 



Mommflen. 



miL I\ml Knigcr: AnctiK.lnn Livianum; B. 6, 1872, |>. 231—242, 
\). 7, lS7i, p. 91— lol: ücbcr den kritischen Apparat zum Am- 
niianus; H. 7, p. 17 1 75: Ucber die Ammianshandschrilt des 
Accursius; p. 299 f.: Die rötnisclurn La^^ersl.i'lte ; p. 366: Quingcnta 
millia; p. 474 f.: Die Veroneser Fastentafcl v. 439 — 494; B. 8, 
1874, p. 67 f.: Lateinisches Glossar des Cod. Vat. 2730 ; p. 172 f.: 
Zum Edict des Kaisers Julianus; p. 198 f.: Die Chronologie der 
Briefe Frontos; p. 230: Zur Veroneser Fastentafel; B. 9, 1875 f.: 
4 kleinere Beiträge; B. 10, 1876, p. 40 — 50: Der Begriff des 
Pomerium; p. 383 f.: Zu Oictys; p. 469 f.: Zu den Capitolinischen 
Magistratstafeln ; p. 472 f.: Quingente millia ; B. 11, 1877 : Das Ver- 
zeichniss der italischen Wehrfähigen aus dem Jahre 529; B. 12. 
1878: Die pompcjanischen ( Juittungstafcln ; B. 13, 1S79, Hett 1: 
Der letzte Kam[)f der Römischen Republik; Ilett 3: Fabius u. Diodor; 
B. 14, 1879, p. 25 — 35. p. 160 und B. 16, p. 643: Die römisch«-" 
(lardctruppen ; B. 14, j». 6 5 — 76: Die Wiedergabe des griechischen 
'\t in laeinischer Sthrill: H. 15, 1 SSO, p. 99—102: Porcia; p. 10? 
I)is 115: Die Literaturliriele des Horaz; p. 244: Zur Kritik <lt- 
Aiiimian; p. 294- — 296: Bemerkungen zu der Inschrift des Corbiili' 
aus Armenien; p. 29 7 — 300: Zur Kritik der ( u'Mgi;t|iliir des l^tolo 
maus; ii. 385 f. und 478: ]>tH:ret d<;s C'dinni ulus für tlen Saltu> 
Burunitanuü ; B. 16, 1881, p. 1 — 23: Die Remusiegende; p. 2^ 
bis 41 : Ein zweites Bruchstück des Rubrischen (»esetzes vom Jahre 
705 Roms; p. 147 f.: Adsertor libertaLis; p. 317 f.: Attische Tie- 
wichtc aus Pompeji; p. 445 f.: Schweizer Nachstudien; p. 495 I.: 
Inschrift aus Caiatia; p. 602 f.: Ammians Geographica ; B. 17, 1882^ 
p. 42 f.: Die untergegangenen Ortschaften im eigentlichen I^dum; 
p. 165 f.: Zu Ammian; p. 458 f.: Zu Fr. Lenormants I^xicon gen- 
graphicum; p, 467 f. mit C. Robert: König Philipp V. und die 
]..arissaeer; p. 495 f.: Schauspielerinschrift von Philippi; p. 523 f>: 
Die Inschrift von Hissarltk und die römische Sammtherrschaft in ihre» 
titularen Ausdruck; p. 631 f.: Das Augusteische Festverzeichniss v^mi 
Cumae; B. 18, 1883: Kleinere Beiträge; B. 19, 1884, p. 1-/9. 
p, 210 234: Die Conscriptionsordnung der Römischen KaiserzeiJ; 
)). 316 — 321: Die Keltischen pagi ; \\ 393 - 416: Die italische 
Bodonthoilung ; p. 437 — 441: IJngonische Legionsziegel ; p. 644 bis 
648: t^ne Inschrift des älteren Plinius. 

^Hommsen« Christian Wilhelm Agapetus, geb. 1852 in 
Hamburg, Sohn von August M. (Nr. 1417), studirte bira, wurde 1874 
in Kiel zum Dr. jur. [iromovirt, Relerendar, 1879 in der Staatspriilung 

liestanden, dann beim Amtsgericht in Hanru)ver, bei der StaalsauuaU- 
schail in Altona, beim LantlgcriclU in Hamburg, Kude Febr. LS81 Amts- 
richter in PyrmonL 



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Mommsen. 



68 



Die Befreiiingsgründo des Schuldnern in ihrer Zuständigkeit tür den 
Bürgen nach gcineineni Recht, huiug.-niss. Kiel 1K74. 4'*. 

1419) Monimseil, Friedrich, geb. 3. Jaruiar 1Ü18 in Flens- 
burg, Sohn des Kaufaiunnes Fedder Mommsen daselbst (f 27. Mai 1866); 
besachte das Flensburger Gymnasium bis Ostern 1856, studirte Jura in 
Kiel, Berlin, München und seit Michaelis 1839 wieder in Kiel, exam. 
Ostern 1841 (1. Char.)t Auscultant beim Schleswig^schen Obergericht, 
am 29. Januar 1848 zum Rath desselben (Berichts ernannt, 1848 — 1851 
Mitglied der Schleswig-Holsteini?rhr»n I,«1n(l(^sv('rs;lInmlung, vom Se]-t(Miiber 
iS48 bis April 1849 Departements-Chef fiir die Justiz, l)egal) sich nach 
Beendigung des Krieges nach Göttingen, wo er, 1852 zum ür. jur. pro- 
movirt, 185S als Privatdocent sich habilitirte, am 2 t. December 1854 
zun ausserordentlichen und am 10. Januar 1859 xum ordentlichen Pro- 
fessor ernannt wurde, trat Ostern 1864 als Rath in das SchleswigVhe 
Appellationsgericht in Flensburg, am 1. September 1867 als Rath in das 
neu errichtete Ot)era{)|)cll;Ui()nsgc'ri( lu in Bcrhn, im Februar 1868 zum 
Präsidenten des neu errichteten evangel. -lutherischen Consistoriums iür 
Schleswig' Holstein in Kiel ernannt, 25. October 1876 Dr. theol. h. c. 
in.ücr theologischen Facultät der Kieler Universität, seit December 1879 
ngjleich Curator der Universität. — 

Noch von ihm: * Heiträge zur Kritik des Entwurfs eines neuen Cic- 
sangbiichs tür Schleswig-Holstein. Kiel, Universitäts-Buchh., 1870. 8". 

Entwurt" eines deutschen Roirhsgcsetzes über das Erbrecht nebst 
Mulivcn. iln Veranlassung (;iner l'reisaussrhreibnng der juristischen 
(losellsrhaft in Berlin vertasst und nach Zucrkcnnung des Preises ver- 
öllentlicht.} Braunschweig, C. A. Schwetschke & Sohn iM. Bruhn), 
1876. 8". 

Verglcirhung der für Schleswig-Holstein erlassenen Kirchengemeinde- 
^^rdnungen vom 4. November 1<S76 und 16. August 1869. Kiei, 
Houiann, 1877. S. u. a. Kiel. Ztg. 28. Mai 1 87 7, A.-X. 

Mit Heinr. Frz. Chalybäus : Die Kirchengemeiiule- und Synodal- 
'»rdnung tür Schleswig-Holstein. Mit Commentar. Kiel 1878. S. u. a. 
Itzehoer Nachrichten 1878, Nr. 80. 

Krörteningen aus dein Obligationenrecht. 2. Heft: Ueber die 
Haftung der Contrahenten bei der Abschlit^ssung von Schuldvertriigen. 
Üraunschweig, Schwetschke & Sohn, 1879. 8*' (Hett l s. im Hauptwerk). 

Wie ist in dem bürgerlichen Gesetzbuch für Deutschland das N'er- 
hältnis^ des ird'iTidischen Rechts zu dem ausländischen zu nonniren : 
im Archiv- tur civilistische Frasds B. 61, S. 149 — 202. — Revidirt. 



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64 



Mommsen — Nonrad. 



; MoillUlseil, Karl Jt»lia»Hies Tycho, geb. 23. Mai 1819 

in Garding — — seit 1864 Üirector des Gymnasiums in Frankfurt a. M., 

kam im September 1884 um seine Entlassung ein und trat 1885 iin 

April in den Ruhestand. 

Noch von ihm ausser Heiträgen zu Fachzeitschriften: Bemerkungen 
zum 1. Buche der Satiren des Horaz, im Frankfurter Gymnas.-ProgT. 
1871 (auch Berlin, Calvary). 4". 

Entwickelung einiger Gesetze über den Gebrauch der griechischen 
Praepositionen : (xstd, 66v und ä{jL« bei den Epikern, im Progr. der- 
selben Anstalt Frankfurt a. M. 1874. 4^ 

Gebrauch von €'jv und \uzd cum genet bei Euripides, im Progr. 
des Frankfurter Gymn. 1877. Auch Berlin, Weidmann, 1877. 4". 

Parerga Pindarica. Cypriorum, Kuripidis, Callimachi, Meruichmi 
Sicyonii aliorumque fragmenta quaedam ex scholiorum veterum ad 
Pindari Nem. 9, 10, 11 codicibus mss. restituta; eadem scholia cx- 
plicata, emendata, aucta ; ipsius puetae loci quidam difndliores eom» 
dem carminum tractati« Francf. (Berlin, Weidmann) 1877. 4^ 

Die Praepositionen ۟v und fisict bei den nachhomerischen Epikeiti 
mit literargeschichüichen Excursen namentlich über Dionysios den 
Periegeten. Lei}jzig, Teubner, 1879. 4'. 

Griechische Formenlehre, im Frankfurter Gyinnasialprogr. 1883. ■4*. 

1422) Moimh.sei1, Peter, geb. 2. März 1801 in Horstedt, Amt? 
Husum — — seit 1. Juli 1864 als Canalinspector pensiunirt, wohnte 
er erst in Rendsburg, starb 25. November 1874 in Wandsbek. 

^Honrady Christian Ferdinand, geb. 10, December 181^ 
in Greis bei Veile, Sohn des Pastoren Hans Christian M., besuchte die 

Schule der Akadeinio in Soru bis 1835, .studirte in K.üpenhagen Theologie 
und Philologie bis 1846. dann 4 Jahre, seiner (lesundheit halber, au' 
dem Lande, namentlich auf der Insel liornhülm, dann wieder als Lehrer 
in Kopenhagen, 28. December 1851 Adjunct, 16. Juni 1854 CoJlaboratof 
an der Flensburger Gelehrten- und Realschule, nach 1864 Lehrer einer 
Mädchenschule und später mit A. C. C. Holdt Herausgeber des „Nord- 
slesvisk Söndagsblade" daselbst. VergL Holdt: „Flensburg früher und 
jetzt" S. 209. 

Danske FormlfTTc til Skolebrug. Flensburg 1853. 2. Upl. das. 1859. 
Dansk Syntax tü Skolebrug. Das. 1858. 

Hovedpunkter af Faedrelandets Historie. Kt Hjaelpemiddel tü ^ 
fastholde det af Lnereren Ftirtaltc. Das. 1859. 

Hovedpunkter af Verdenshistorien. Das. 1867. 3. Opl. 1875* 



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Moraht. 



65 



Det Vigtigste af den franske Sproglaere. Das. 1808. 1874. 

Hi)vc(li)unkter at i>anmarks Historie og lidt af Norges og Sverigs 
Histuric. Kjribciihavn 187 5.- 

In der Ztsthr. Skolens Reform H. 1, S, 225—48: Kierke- 
gard, Om det nacrv£erende Almueskolevacsen. 

1423) Moraht, Adolf, geb. 28. November 1805 in Hamburg 

seit 1846 (nicht 1856) Pastor in Mölln, feierte 8. März 1878 

sein 50 jähriges Doctor-Jubiläum ; starb in Mölln 6. December 1884. — 

Vergl. über ihn Lexikon der Hau. 1k hriftstcller H. 5, S. 378 — .581. 

Noch von ihm : De iis. «luue evangelia nobis exhibeant ad cognost en- 
dam christologiam Jud.aeoruni ralaestinensiiim <iiii Jesu tempore vive- 
bant, dequc locis me^sianis. (".uttingae 1828. 8". 

* Worte des Ernstes in eiiK-r «'nisten Sache. In Htv.ielmng auf die 
kürzlich erschienenen Sends( hreiben an Herrn Pastor Dr. VVolti. 
Altona, bei C. (). I'in( kv( »ss. 1S31. H*^. 

Versuf h einer Methocie des Religionsunterrichts. Abth. 1, Halle, 
^sieben, 1831. AiHh. 2. Merseburg 1833. 8». 

Wie sicher und getrost wir durch dieses I>eben gehen, wenn wir 
uns vom (leiste strafen lassen. Predigt iil)cr Joh. 16, 5- 15 am 
Sonntag Cantate 1833, in 12 l'rcdigten gehalten von einigen Candi- 
daten K. E. Ham!)urgischcn Ministerii. Altona 1834. 8**. S. 69 — 81. 

Jahresbericht l)ci der 14. Jahresfeier des evangelischen Missions* 
Vereins im 13. Bericht vom fahre 1836. 

Was ist das heilige Abendmahl und wann empfangen wir es 
würdig? Eine (Iründonnerstags-Predigt über 1. Cor. 11, 23 — 32. 
Hamburg, J. G. Ortlepp und 'I'ramburgs Erben, 1839. 8". 

Der Sünde Frucht und Sold. 2 Predigten am Sonntage Jubilate 
1842 gehalten von ihm und Pastor Genzken in Mölln. Schönberg, 
Bicker, 1842. 8". 

* Weihnachtsgabe fiir unsere lieben Kinder. Ein Besuch in Witten* 
berg. Hamburg 1851. 8^. 

^Moraht) L.F.V,, Gutssecretär auf SeegaIendorf,Krch$p. Oldenburg, 

1877 auf 12 Jahre gewählter Burgermeister in Oldenburg, gleichzeitig Polizei* 

Verwalter, Standesbeamter und Amtsanwalt beim Amtsgericht Heiligcnhafen, 

auch Abgeordneter zur kreisständischen \'ertretung. 

Anleitung inr Polizeibehörden, l)etref{en(l die liehandlung der Straf- 
sachen nebst einer \a( Inveisung wichtiger Verordnungen und Gesetze, 
betr. das Verwaltungslach in der Provinz Schleswig-Holstein. Kiel, 
Lipsius & Tischer, 1877. 

Systematische Nachweisung der wichtigsten Gesetze, Verordnungen 

ö 



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66 



JULordhorst — Htthlenliardt. 



etc., betr. das Verwaltungsfach in der Provinz Schleswig - Holstein. 

Schleswig 1881. 

*Mordliorst, Karl, geb. in Haderslebea, Medianer» • 1868 in 
Kiel Dr. med. et chir., Arzt in Flensburg. 

Einige Fälle von spontaner linsenluxation« Inaug«-Diss. Kiel 1868. 4^ 

1424) Mordhorst, Karl Dietrich Christian, geb. auf Bock- 

seo (nicht in Schleswig) 1845 Dr. med. et chir., 1849 Airt m 

Sondorhurg (nach dem Prnvinzial-Handbuch von demselben Jahr), später, 
noch 187 5 (1880 nicht mehr) in Altona. 

^ Morteuseil) B., Thierarzt in Borbye, wo er am 20. März 1876 starb. 

Beitrag zu den Mittheilungen für Thierärzte, hrsg. vom 
Vorstände des schleswig-holst. thierärztlichen Vereins Hfl. 1 (Neu- 
stadt 1869). 

1426) Moser» Samuel Jacob, geb. in Kappeln, 1835 

in Kiel zum Dr. med. et chir. promovirt, praktisirt als Arzt noch o 

VVandsbeck. 

1427) MotheaUi Jean, schon um 1824 Sprachlehrer in Hamburg. 
spSUer in Itzehoe, wo er 1851 starb. Vergl. i^kon der HamburgischeB 
Schriftsteller B. 5, S. 390. 

Noch von ihm : La Joliade, ou les Dames de TUnlon. k Itzehoe, 
de rimprimerie de P. P. Schönfeldt, 1832. 

1428 1 de ia Motte, Johann Karl, geb. in Hohonwcstedt 

praktisirendcr Arzt in Boel in Angeln, wo er 18. Januar 187 3 starb. 
S. die Todes-Anzeige in der Kieler Zeitung vom 20. Januar 1873, A.-N< 

1429) de la Mottei Karl Marcus, geb. in Boel, Sohn von J. ^ 
de la Motte (Nr. 1428) noch praktisirender Ai2t in TaarsteA, 

Physikatsdistrict Schleswig. 

*V0U Hotz, (Franz?) L., in Flensburg.») 

Repertorium zur Charte des Areals der Stadt Flensburg. Flensburg 
1834. fol. Uch(;r die Karte vergl. Holdt: Flensburg Irüher und jeUti 
Flensburg 1884, S. 79, Note, S. 100, Note. 

* Mühleilhardt, Ernst Jacob, gHi. 8. Febr. 1845 in Marne, 
Theologe, Ostern 1869 exam., 27* April 1873 Archidiakonus an St. Marien 
in Rendsburg, 13. Juli s. J. ordinirt, 1874 bis März 1875 komaass. 
Pastor in Hohn, 25. Februar 1877 Pastor in Schönkirchen. 

*) Auf dem Titel des Repertoriums lautet der Name L. v. Motz; Holdt ».0.^0* 
nennt den Herausgeber der Karte Franz v. Motz. 



MiUeBlieir. 



67 



Kitif Rede in : Reden zur Leichenieier weiland Sr. Hoheit des 
Herzogs PViedrich von Schleswig-Holstein, gehalten .im 20. Januar 
1880 im Schlosse und in der Kirche zu Primkenau. Kiel 1880. 
S. 11 — 16. 

^Mtmenboff, Karl, geb. 3. Mai 1849 m Kiel, Sohn des nach- 
folgenden K. Vict. M. (Nr. 1432), besuchte seit 1859 das Progymnasimn, 
nachherige Wilhelms-Gymnasiunn in Berlin bis Herbst 1868, studirte 
Naturwissenschaften in Berlin, Heidelberg und, nachdem er am Kriege 
1870/71 thcilgenommen, wieder in Berlin, 23. Mai 1874 zum Dr. phil. 
(oomoviit, L.ehrer in Berlin. 

Ueber den Emährungs- und Athmnngsprocess der Pfianxen im Ver- 
gleich mit dem der Thiere. Inaug.-Diss. Berlin 1874. 8^ 

Ifit Otto Vogel, Felix Kiedto-Gorloff: Leitfaden fOr den Unterricht 
in der Botanik. Nach methodischen Gnindsätsen, &fit 5 Tafeln. 
Berlin, Winckelmann & Söhne, 1877. 2. Aufl. Das, 1880. 8^ 

Afiit deasäben: Ldt&den für den Unteiricht in der Zoologie. Nach 
methodischen Grundsätzen. Das. 1879. S^, 

Diverse Beiträge zu Zeitschriften, u. a. Pfliiger's Archiv für die 
gesaramte Physiologie Jahrg. 1883. 

1432) Mailenhofl; Karl Victor, geb. 8. September 1818 zu 

Manie, S.-D., seit 17. Januar 1875 Inhaber des R. 3. Kl. 

mit der Schleife, im December 1877 Geh. Regierangsrath, starb in 
Berlm 18. Februar 1884. (Seine Gattin Henriette geb. Thaden starb 

31. Jaiiuar 187 3.) — Nekrolog von Elias Steinmeyer in Zeitschrift fiir 
deutsches Alterthum H. 28, x\. F. B. 16, S. 372 — 376; von Gustav 
Kossina in Be/zcnbergcrs Heiträge zur Kunde der indogermanischen 
Sprachen B. 9, 1884, S. 135—150 mit dem Schriftenveizeichniss; Ge- 
dächtoissrede von Scherer in der Sitzung der Akademie der Wissen- 
schaften zu Berlin von An&Qg Juli 1884* 

Von den Paradigmata zur deutschen Grammatik (1. Aufl. 1859 
vergl. unter Nr. 12 im Hauptwerk) erschien 3. Aufl. nebst Lach- 
manns Abriss der mittelhochdeutschen Metrik* Berlin 187 1. 4. Aufl. 
Das. 1876. 5. Aufl. Das. 1881. 8o. — Von den mit W. Scheier 
herausgegebenen Denkmälern deutscher Poesie und Prosa aus dem 
8. — 12. Jahrhundert (1. Aufl. 1864 vergl. unter Nr. 15 im Haupt- 
werk) erschien 2. Aufl. Berlin, Weidmann, 1873. 8*. — Von den 
altdeutschen Sprachproben (1. Aufl. 1864 vergl. Nr. 14 im Haupt- 
werk) erschien 2. Aufl. Berlin, Weidmann 1871. 3. Aufl. Das. 1878. 
4. Aufl. Das. 1881. 8<>. 

6' 



68 



HtUlenhaff. 



Noch von ihm: IS) Gab heraus Wilhelm Grimm: Die deutsche 
Heldensage. 2. Aufl. Berlin, Düminler, 1867. 8^ 

19) Gab heraus Karl Lachmaim: Nibelungen, 4« Aufl* Das« in dems. 
Jahre. 8^ 

20) Gab heraus Jacob Grimm: (jeschichte der deutschen Sprache. 
3. Aua. Leipzig, Hirzel, 1868. 8<>. 

21) Gab heraus Jacob Grimm: Kleinere Schriften B. 4, B. 5. 
Berlin 1869/1871. 8*. 

22) Deutsche Alterthumskunde 6. 1 mit Karte von Heinr. Kiepert 
Berlin 1870. Vergl. W. Scherer in den Preuss. Jahrbb. B. 28, 
Aug. 1871, S. 178—183. B. 5, Abth. 1, von Scherer bevmwottet 
und herausgegeben* Das. 1883. 8*. {Mehr ist bisher nicht er- 
schienen.) 

23) In der von ihm mit G. Beseler, M. Haupt, Th. Mommsen 
dem Prof. G. Homayer zum 28. Juli 1871 gewidmeten Festgabe, 
Berlin 1871, S. 109-^147: Ueber den Schwerttans. 

24) Gab heraus Com. 'l'aciti Germania antiqua. Libelliim |)osi 
Maur. Ilauptium cum aliorurn veterum auctorum iocis de Gennaiiu 
praecipuis. Berlin, Weidmann, 187 3. 8®. 

25) Laurin. Kin ürolisches Heldenmärchen aus dem Anlange dö 
13. Jahrh. Dasclbüt 1874. 8". 

26) Gab heraus K. Lachmann's Walther v. der Vogelweide. Berlin 
1875. 8». 

27) Gab heraus K. l^chmann^s kleinere Schriften. B. 1: Zur deut- 
schen Philologie. Berlin, G. Reimer, 1876. 8^. 

28) Gab heraus desselben Lachmann^s Iwein. Das. 1877. 8". 

29) Desgl. Wolfram v. Eschenbach. 4. Ausg. Das. 1879. 8^ 

Beiträge noch ausser den bereits im Hauptwerk angeführten zu. 
Zeitschrift Iii r deutsches Alterthum B. 26 ft., X. F. 14 ff.; 

— zum Hermes B. 1, 3, 4, 9, 12; Zcitschriit für 
deutsche Philologie; — Archiv für Slavis che Philologie; 

— Zeitschrift für Gymnasialwesen 1867; — Monats* 
berichte resp. Sitzungsberichte der k. Akademie 1878, 1883; " 
Deutsche Literatur-Zeitung 1880; — Literar. Centralblatt 
1878; ^ Zeitschrift der Gesellsch. fttr schlesw.-holst.- 
lauenb. Geschichte B. 8, S. 219: Carmen auf die Schlacht 
bei Hemmingstedt mit Erläuterungen. — In Kolsters Ausgabe von 
Dahlmann^s Geschichte IMtmarschens & 185 f., 263; — National- 
Zeitung vom 8. Märs 1876. — Von ihm auch Anhang 1 und 2 
zu Mommsens Ausg. des Jordanes, sowie ein Vorwort zu Mannhardt's 
mythologischen Forschungen. — 



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Minier. 



69 



^Hltllery Adolf, geb. im November 1852 zu NenhaldendebeD, 
stndtrte von Mich. 1873 bis Ostern 1877 Philologie in Halle, wo er 

auch, zum Dr. phili promoviii, im August 1878 die Staatsprüfung be- 
stand, Probandus am G^Tnnasiuni in Celle von Mich. 1878 bis dahin 
1879 und darauf bis üstem 1880 Lehrer das., kain dann als ordentl. 
Lehrer an^s Flensborger Gymnasium. 

Observationes de elocutione Lysiae. Pars 1: de anacoluthis* Diss. 
inaug« Halis 1878. 8». 

*Mfiller, Albert Kmil I.udwig Karl, geb. im Sepumher 
1831 zu Ringelsheim im Kürstcnthum Hildesheim, Sohn des Pastoren 
das., besuchte von 1859 bis 1849 das Lyoeum I in Hannover, studirte 
von 1849 — 1853 Philologie in Göttingen, dann Hülfslehrer am Johanneom 
in Lüneburg von Mich. 1853 bis Ostern 1856, bis Ostern 1857 CöUa- 
borator am Lycenm in Hannover, bis Ostern 1870 Oberlehrer am 
Gymnasium in Hameln, dann an Bendixen^s Stelle Director des Gym- 
nasiums in Plön, von wo er am 6. (Jetober 1874 an Sicffcrt's Stelle als 
Gymnasial- Director nach Flensburg kam, feierte im Uctober 1878 sein 
25]ähiiges Lehrer-Jubiläum. 

Hier anzuführen : Das Cingulum milidae, im Plöner Gymnasial-Progr. 
1873. 4^ S. 1^28. Mit 1 Tafel-Abbfld. 

Rede bei der Gedächtnissibier für Prof. KJandcr, im Flöner 
Gymnasial-Prog. 1875. 4«. 

Daniel Tossanus' Leben und Wirken, im Flensburger Real-Gymnasial- 
ftogr. 1882. 4«. 

*]|fiUer, Caspar Christopher, geb. 31. Januar 1815 in Fohl 
im nördlichen Schleswig, besuchte die Ripener Cathedralschule bis 1831, 
später die Kopenhagener Universität, war schon seit Aug. 1838 Lehrer 

am Seminar in Lyngby, seit 7. Aug. 1846 Katechet und Lehrer an der 
Bürgerschule in Rödby, 15. Febr. 1854 Pastor in Bryndum und VVester- 
Nebel im Still Ripen. Vergl. Erslew Suppl. U, S. 447. 

In Jensen's Tidsskrift for Almueskole- og Seminarii- 
vaesenet III, 121 — 29: Bemaerkninger og Vink betraeffende Sang- 
nnderviisningen i Landsbyskoleme som Middel til Kirkesangens For- 
bedring. In Maanedskrift og Repertorium for Almue- 
Skolelaerer B. 7, S. 102 -108: Svar paa nogle Spörgsmaal. 

^Müller, C, Hauptmann a. D», bekleidete vom 1. April 1879 
den Posten eines Gewerberaths für Schleswig-Holstein bis 1. Mai 1885, 



Üigiiizeü by i^üOgle 



70 



MiüJer. 



wo er in gleicher ICigcnschaft tlir die Proviiu Pommern nach Stettin 
versetzt wurde. 

Referirte in den amtlichen Mitthoilungen nns den Jahresberichten 
der mit Beaufsichtigung der i'abriken betrauten Beamten. Beiliüi ! 
Küitkampi 1880—83. 8^ ' 

In dem v. 1*. Chr. Hansen herausgegebenen Schleswig -Holstein, 
seine Wohlfahrtsbestrc^bungen n. w., Kiel 1882, S. 312 f.: Die 
Beschäftigung von Kindern in der Industrie, S. 379 ff.: Die Fabrik- 
und Arbeiterverhältnisse im Allgemeinen ; S. 418 flf. : Arbeiter-Pensions- 
und Alterversorgungskassen. 

* Müller, C. L., geb. in Mecklenburg, widmete sich der Kunst- 

gärtnereif kam 1867 nach Plön, wo er die Gärtnerei, namentlich Rosen- 

sDdit, auf einer hübschen Anhöhe betrieb, die von semen Rosen deo 

Namen Rosengarten erhielt, später Besitser der Badeanstalt am grosseo 

See, die er verkaufte, um nach Hamburg übersnaedeln, wo er eine 

Gartenbauzeitung herausgeben soll. — Mitgetheilt. 

Geschichte der Stadt Plön und Führer zu den schönsten Punkten 
der Umgegend nebst einer Karte des östlichen Holsteins, sowie einer 
Karte der Umgegend Plöns und einem Grundriss von Plön. Plön, 
W. Hahn, 187 7. 8". 

♦Müller, Christian Albrccht Friedrich, geb. 20. März 1841 

in Praestoe, studirte Theologie, Michaelis 1865 examinirt, 14. Februar 

1866 Diakonns in Sonderbuig, 22. Mai 1871 Pastor in Atzbüll 

Gravenstein. 

Gab von 1877 bis 1883 heraus: Blade fra den evangel«-lntheiske 
Diakonisse-Anstalt i Flensborg (erschien auch als Beibge mit dem 
von Pastor Emil Wacker redigyrten Kirfceligt SöndagsbhuL Haderslev 
1876^1882. 40). 

* Mlllert C hr i s ti an Friedrich, geb. in Elsmhom, wurde 1 B42 
in Kiel zum Dr. med. et chir. promovnrt. 

De gastromalacia diss. inaug. Kiliac 1ö4J. 

*Mrillor, E. H. 'I ii., geb. in Rellingen, Mediciner, 1868 in Kiel 
Dr. med. et chir., prakäsirte als Arzt in Rellingen noch 1875 (1S80 
nicht mehr). 

Der einfache chronische Katarrh des Mittelohres. Inang. -Diss. 
Kiel 1868. 4*. 

* Müller, Edmund Rudolf, geb. 30. December 1844 «u 

Niederwerbig, Provua iii.uuiciibiirg, Sohn eines Predigers, besuchte das 
Gymnasium in Wittenberg bis Ostern 1867, studirte in Berlin Mathematik 



MUUer. 



n 



und Naturwissenschaften, machte im Novemhcr 187 1 sein Staatsnxanicn, 
vBitrat dann das Fach fiir Mathematik am (iymnasium zu Spandau, von 
Ustem 1872 ab ein Jahr an der Friedrich- VV er derschon Gewerbeschule, 
von Ostern 1873 bis Michaelis IS 7 7 ordenü. Lehrer an der höhereo 
fiOigerscbtile su Lübben N. L., dann an der höheren Bürgerschule, dem 
ReaI|nog]nEmiasiiim in Marne. — Vergl. im Mamer Schulprogramm 1878 
die biographische Notiz. 

1) lieber die Beziehungen zwischen der KrystalUbrm und der 
chemischen Zusammensetzung der Körper, im Lübbener Schulprogr. 
1875. 4* 

2) Vorarbeitea m dner Flora von Lübben, im Schiüprugramm der- 
selben Anstalt 1876. 4^ 

Leitfaden der anorganischen Chemie für Gymnasien, Realpro- 
gymnasien, höhere Bürgerschulen, Seminare etc. Methodisch-systematisch 
bearbeitet. Oldenburg, StaHing, 1884. 8*. 

4) Pflanzentabellen für den Schulgebrauch, Beilage zum Jahresbericht 
des Realprugymnasiums zu Marne 1884. 

Beiträge zu: Hoffmann, Zeitschrift für mathcm. und natur- 
wissen sc h. Untc rricht, Leipzig 188J, S. 372 ff.: Recens. über 
A. Hosäus Elemente der Chemie; daselbst 1885, S. 134 IT.: Recens. 
öber R. Arendt' s Leitfaden für den Unterricht in der Chemie, daselbst 
S. 112 ff.: Unsere Masseinheiten, daselbst Heft 4: Rückstand - Apparat 
i»di £. R. Müller; — Zeitsdunft zur Förderung des physik. Unter- 
ridits, Berlm 1884, November, S. 46: Räckstand-Apparat nach E. R. 
Hauer; — in der Mamer Zeitung 1884, Nr. 68: Ueber Blitz- 
ableiter. — Revidirt 

*Kllller, Friedrich Wilhelm, hidt sidi um 1795, als die 

•löten verzeichnete Schrill erschien, in Schleswig auf. (Fehlt in Kordes* 

li^d in Lübker & Schröders Schriltstcller-L(!xikun.) 

Ideale. SchleswiL', im Mai 179 5. 8". (Der Hand, dem nach 
einer Vorbemerkung noch ein zweiter tnlgcn sollte, aber nicht folgte, 
ist dem I'tatsrath thor Straten gewidmet. — Ob der Verfasser mit 
^em in Revid geborenen Schauspieler Fr. VV. M., der auch schrift- 
stellerte, identisch?) 

^^^^) Müller, Georg Karl, geb. 20, August 18U zu Schnaap 
— — eihielt im Januar 1869 den Titel Justizrath, starb in der Nacht 
^den 8, Juni 1871 zu Schnaap. 

1436a) Miieller, Gustav Eduard, geb. in Uetersen — — 
1865 Dr. med. et chir. in Kiel, Arzt in i'«>ppenb Uttel im VVandsbecker 
^^ysicatsdistrict. 



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72 



Müller. 



1438) Mflllpr, FI einrieb Friedrich Jacob, geb. 14. No- 
vember 1815 in Burg, Süderdithmarschen, — — starb als Axit in Plön 

9. /10. Mälz 1876. 

^Mttller^ Hermaan Friedrich, geb. 10. April 1843 zn 
Lindenberg bei Fritzwalk in der Ost-Priegnitz, besuchte 1858 — 1864 das 

Gyinnasiiun in Salzwedel . studirte Tlieologie und Philologie in Berlin, 
Bonn und wieder Htirliii. .50. November 1X67 Dr. philos. in Berlin, 
Ostern 1669 Lehrer am Gymnasium in Katzeburg bis 1870. — Vergl. 

■ 

P« Bobertag: Zur Erinnerung an die ersten 25 Jahre des Bestehens des 
Lauenburgischen Gymnasiums im Progr. des Gymnasiums Ratzeburg 1871, 
S. 34 und 35. 

Ethices Plotinianae lineamenta. Diss. inaug. BeroUni 1867. 

Beiträge iu der Zeitsehritt lür lutherische Theologie, in 
der Evangelischen K. irchenzeitu ng , in Zeitschrift für 
das Gymnasial wesen. 

1440j Mftller, Jacob, geb. 9. Deeeinber 1807 in Burg i. D. 
Arzt in Meldorf bis in die letzten 70<'r Jahre. 

1442) HttUer, Karl Eduard, geb. 29. Mai 1812 in Hader» 
leben 7. Febr. 1845 Pastor in Hammeleff, 27. Juni 1850 durch 

die Landesverv.altung entlassen, ()( roher 1851 in Schwerin examinirt. 

10. (Jetober dess. Jahres als Pretliger in Gorschendorf, Mecklenburg, 

vocirt, 30. December 1852 Pastor in Doberan, dazu 13. Juli 1853 Präpositus 

der Doberaner Diöcese, 12. September 1864 Hauptpastor an St. Marien 

in Hadersleben, dazu 10. August 1868 bis August 1871 kommissarischer 

Kirchenpropst fiir Töminglehn, 27. December 1869 kommiss. Propst der 

PJopstei Hadersleben, als letzterer definitiv ernannt 4. November 1870, 

auf Ansuchen von der Törninglehner Kirchenpropstei enthoben 30. Aug. 

187 1, 18 7 1 Abgeurdneler zur ausserordentl. Synode, 18, Januar 1873 

mit dem R. A.-O. 4. Cl. decorirt. 

Von ihm noch 3) die gedruckten Berichte über die kirchlichen und 
sittlichen Zustände der Propstei Hadersleben seit 1880, 6 an der 
Zahl bis 1885. — Revidirt. 

*Mfiller, Karl Friedrich Theodor, geb. 28. Juli 1844 za 
Aurich, besuchte das Gymnasium in Verden von Ostern 1855 bis dahin 

I .S6J, ^Ui(llrte klassische Philologie und Germanistik in tiüttingcn von 
Ostern 1<S62 bis MieliaeJis 1865 und dann wieder Ostern bis Mirhaelis 
1866, zum Dr. philos. das. promovirt 19. October 1865, vertrat 1Ü65 



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M&Uer. 



78 



bis 1866 an der Schleswiger nntn^rhule den Cnnrertor Mommsen, dann 
nach Absülvirung des Staatsexamens in (iotlingcn seit Miihaclis hS66 
Lehrer am Flensburger Gymnasium bis Ostern 1868, von da bis Michaelis 
1871 am Gjminasium in Stade, darauf anfangs als 4., später und noch 
ab 3« Oberleurer am Gymnasium in Kiel thätig. 

!) De pedibus solutis in dialugoruni senariis Aeschyli, S()j)linclis, 
Kuripidis. Berolini 1866. (Einen Thcil dieser Abhandlung bildete 
die in Göttingen erschienene Inaugural-Dissertation.) 

2) Die scenische Darstellung dos Acschylcischcu Prometheus, im 
Gymnasialprogr. Stade 1871. 4". 

3) De pedibus solutis in tragicorum minorum trimetris jambicis, im 
Kieler Gymnas.-Progr. 1879. 4". Auch separat als Ergänzung zu 1. 
Berlin 1879. 8«. 

4) K.arl KräpeUu. Zur Erinnerung an sein l^ben und seine künst- 
lerische Thätigkeit. Mit Kräpelins Bild und einigen Briefen Fritz 
Reuters. Hamburg, F. Schlotke, 1884. 8^ 

Lieferte Beiträge zu Philolugus B. 32, 37, 49, zum Philo- 
logischen Anzeiger Jahrg. 4, 9, zu den Jahrbüchern für 
classische Philologie und Pädagogik Jahrg. 1872, zum 
Musikalischen Wochenblatt, Leipzig, £. W. Fritsch, sdt 1874 
(Chiffire — p), zur Allgemeinen deutschen Musikzeitung, 
Bertin, seit 1879, zum Salon 1880, zur Allgemeinen deut- 
schen Biographie, München, 1883. — Revidirt. 

1444) Miiller, Karl Justus Waldemar, geb. 23. September 

1809 iu Rendsburg — — seit 31. Mai I6b4 noch Pastor in Satrup. 

1445) Maller^ Karl Matthias, geb. 16. Octuber 1808 in 

Bremen starb als Compastor in Eutin 25. Apiü 1869. Er war 

Grönder einer 1845 ins f^ben getretenen Diakonie für kirchliche 

Armenpflege. 

*Mülier, Ludwig Christian, geb. 1-. Mai 1806 in Kopen- 
hagen, wo er die Schulen und die Universität besuchte, studirte Theologie, 
Januar 1827, resp. Fet>ruar 1834 examinirt, dann an Borchs Collegium 
^ thätig, 26. August 1837 Pastor in Seem, December 1842 Fastor in 
^edstedt und Norhaa in Aalborg Stift, 24. März 1848 in Bjömsholm 
ond WaDe in Viborg Still, auch Vorsteher und 1. Lehrer am Seminar 
m Ranutn. J3. Deceinber 1850 Pastor in Starnp und (irarup, l'ropstei 
Hadersleben, Start) während eines Besuchs in Uainnieletil 5. Juni 1851. 
- Vergl. Erslew B. 2, S. 345 und Suppl. B. 2, S. 457—458. 



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74 



MiiUer Mygind. 



Von seinen schriflsteUeriBchen Arbeiten sind hier tu nennen: eine 
lJel)ersetzung der Beiträge sur Kirchengeschicbto Islands in Niodners 

Zrifschrift für historische Theologie N. F. R. 14, 1850. 
S. .ns — 398. — In Grundtvigs Danskeren H. 4. Nr. 30: Aabent 
Mtvv til lYofessor N. M. Petersen, dat. Stariip 31. Mai 1851. — In ' 
i'olkekaleoder for Danmark 1852, S. 72^76: £rik og Abd, 

et Sagn. 

^MQller, Niels, geb. 1. September 1769 in Hjerting bei Varde, 
in Christiansfeld und Niesky, Ober-I^ausitz, erzogen, studirte seit 1790 
Median in Wittenberg, Jena, Kopenhagen, und liess sich seit 1795 in 
Christiansfeld als Arzt nieder, wo er 1. Febr. 1837 starb. — Veigl. 1 
Erslew n, S. 347 ; Suppl. II, S. 458. 

Spedmen inangnrale med. de actione virium altertia, def. d. 27. Junii 
Jev» 1794. 

1448) MfilUttery H., geb. SU Lotzhom, Kirchsp. Barmstedt 

war auch Vorsitzender der Stormarn'schen Propstei-Lehrer-Conferenz, starb 
in Trittau, wo er Lehrer und Cant<ir war, Ende 187 1 oder Anfang 187-\ 
Vgl. Schlesw. - Holst, Schulzeitung 1872, S. 40 in dem Artikel von 
Plett in Lütjensee. 

1449) Muhl, Claus je SS, lebte in Kiel als Commissionär tui 
AuctioDator bis 1883. 

Noch von ihm: Adressbuch der Stadt Kiel ind. der Brunswiek. 
Düsternbrook und der Ortschaft Claarden u. s. w. fiir 1872. Kiel 
187 2. Desgl. fUr 1873. Kiel 1873. Desgl. fUr 187S — 76. Das. 
187 5. 8". 

1450) Muhl, Peter, starb nach den Prov. - Berichten von 1815, ] 

5. 545, zu Süderhöft im Jahre 1814. 

*Mniidt, Friedrich Ludwig Theodor, geb. in Halle, nanuK 
sich Rector der Stenographie und hielt sich 1872 in Rendsburg sn^ 
wurde wegen Beleidigung der Rendsburger Geistlichkdt 26. Apxfl 187^ 
m 3 Monaten Geflngnisishaft venntheflt, die er seit November ged. 
Jahres in Hameln abbüsste. S. über ihn Rcndsb. Wochenblatt 1872 vom •. 

6. März und vom 13. April. 

Rendsburg und seine Cicistlichkoit ^Neumünster 1872). 8". 

1451) Math, Ferdinand, geb. 1813 in Itmning — starb in 
Friedrichstadt, wo er als Arzt [»raktisirte, 15. April 1874. 

1459) Mygindy Karl Valentin, geb. 1812 in Christiansfeld, 

starb das., wo er als Arzt praktisirt hatte und in letzter Zeit vom 

äntlichen Verein unterstützt war, 19. Januar 1882. 1 



L.iyui<.LU Oy VjOOQle 



Hyliiis — ^lAiiMii, 



75 



^Hylias, Gottlob Ernst Philipp, geb. 8. Juli 1796 in 

Rendsburg, 1812 Secondclieutenant, 1823 Premierlieutenant und gleich- 
zeitig Adjutant im 2. Jütischen Infanterie-Regiment, 2b. September 1833 
auf Ansuchen in Gnaden verabschiedet, starb 13. Mai 1836 in Kopen- 
hageo. S. Erslew B.,2, S. 320; Suppl. B. 2, S. 429. 

Beretning nm Act ?foro danske Gesandtskab til Russland undcr 

Rigsraad Jacob Uiteld 157 8 med Indledning og Anhang. Kjöbenhavn 

1834. 8°. 

Einzelnes im ,,Nyt Magazin Inr militär Videnskabelighed'* B« 3 u« 4: 
Nogle af Fiankrigs berömteste Krigeres Lcvnetslöb* 



14S4a) Nagel, Adolf, geb. in Neustadt seit 1868 zeit- 
weilig bis 1885 noch in Kiel, Mitarbeiter, auch wohl Vertreter des ver- 
antwortlichen Redacteurs an dem das. erscheinenden ,, Eulenspiegel". 

1455) Nagel, Karl Friedrich, geb. 4. März 1794 in Kopen- 
hagen, — — feierte im Mai 1868 sein 50 jähriges Doctor - Jubiläum, 
legte bald nachher die Physicats- Geschäfte fiir den 13. Iiolsteinischen 
l%sicats-Bezirk nieder, starb in Altona im September 187 3. 

*Nagaly Wilhelm, geb. 10. Jannar 1856 in Hoyer, besuchte 

i&AbdenBio m Soroe, studiite Median in Kopenhagien and Maibmg, 

*o er 1878 zum Dr. med et chir. promovirt wurde, Arzt in Hoyer. 

Die Entwidcelung der Extremitäten* der Säugethiere. Inang. - Diss. 
Maibnrg 1878. 8*. 

^Nansen, Jacob Johann Hermann, geb. 2. Augnst 1813 in 
Kopenhagen , ein getaufter Israelit, Sohn des Ktatsraths Nathanson 
(Nr. 1456), studirte Theologie, seit 1846 Pastor in Rimsö und Kastbjerg 
im Stifte Aarhuus, seit 22. Mai 1855 Pastor in Aller und Taps, Propstei 
Hadersleben, 1864 in .\ller entlassen, während er in dem an Dänemark 
gekommenen Taps verblieb, starb in Kopenhagen Ende April 1884. 
Veigl. Erslew Suppl. B. 2, S. 518. 

Hierher gehört: Tale, in ,, Beretning om det Haderslevske Bibel- 
selskabs 6. Aarsmöde, den 21. December 1857. Haderslev 1858. 
S. 6—13. 

Seiner Zeit fleissiger Mitarbeiter an der „Dannevirke" und anderen 
Tagesblättem. 



78 



Nathan — NathaiuoB. 



*Nat1i81iy Elias Salomen, geb. zu Eutin 17. Mai 1807, Sohn 
von Salomon Aaron N. und Caroline, geb. Warrisch, stndirte Median 

in Kid, 1830 zum Dr. med. et chir. daselbst promovirt, praktisirte als 
Arzt in Hambllr^^ wo er 5. Juni 1862 starb, i Schritlstellerte pseudonyin 
unter dem Namen Dr. Essena.j Vergl. I^xikon der Hamb. Schriftsteller 
B. 5, S. 479. 

De febre intermittente traumatica diss« inaag. - Kiliae 1830. 4*. 

Denkwürdige Beispiele aus der Kifchengeschichte, wdrütch ausge 
sogen. Hamburg 1835. 8^ 

* Gedanken aus dem Tagebuche eines Juden über die grossen 
Propheten der emopllischen Geschichte. Daselbst 1836* 8*^. 

Geschichte der Mosaischen Institutionen und des jüdischen Volks 
von J. Salvador. Nach der 2. Ausg. aus dem Französischen über- 
setzt fllr Gelehrte und Gebildete aller Stände von Dr. Essetia. Be 
vorwortet von Dr. Gabriel Riesser. Mit einem Anhange von Dopin 
dem Aelteren. B. 1 — 3. Daselbst 1836. 8. 

Ueber Aether>Rausch, Daselbst 1847. 8^ 

Ueber das psychische Lachen, o. O. u. J. 8*^. 

1456) NathailSOIIf Mt;ndel Lc.vin, geh. 20, Müvember 17Si. 
in Altona — — starb in Kupenhagen 6. October 1868. 

*NAthan80llf Michael Leonard i früher Isaac), geboren 
28. Januar 1795 in Friedericia, Kaufmann, Pferdehändler in Randeis, 
von wo ans er für Gründung von Vereinen zur Förderung der Pferdezndit 
in Hadersleben, Kolding, Vdle ett. vielfache Thütigkeit entwickelta, vod 
1839—1842 in Kopenhagen, von Mai 1842 in Hamburg, Altona, Flott- 
beck u. s. w., Hess sich taufen 7. Febr. 1843, 1845 wieder in KopeS' 
hagen, 1847 in Brasilien, 1850 wieder in Altona, 1851 wieder in 
Randers (auf Marienlund), wn er 10. Juli 1862 starb. — Vergl. ausser 
Erslew II, S. 431, Snpijl. II, S. 521 ff., den Moniteur des dates Suppl. 
120. Auch schrieb und veröffentlichte er (Randers 1859) ein Bruch- 
stück einer Selbstbiographie. 

Von seinen bei Erslew angeführten zahlreichen schriftstellerischen 
Productionen, hatten einige Bezug auf die Herzogthümer, oder sind 
während seines Aufenthalts in Altona veröffentlicht, u. a. : Wie ist 
eine Emancipation der Juden zur allseitigen Zufriedenheit in Hamburg 
und Altona zu vermitteln. (Aufl. 1. 2.) Altona (Uamb.-Altonaer Buchb.) 
1843. 8«. 

Vorschläge zur Verbesserung der Pferdezucht in unseim iMide 



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Neber ^ Neeleen. 



77 



nebst der neuesten (Jeschichte der Hterdccultur bei uns und noch 

etwai. ^Seibblvcr]:l^^ AltonaVy 1843. 8". 

Vorläufige Bemerkungen des Hofmeisters der Juden an deren Ver- 
theidiger und Lobredner. (Selbstverlag.) IH44. 8". 

Kann der Handel N(»rwegens und dessen SchilVialirt verbessert 
werden, wenn des 2. Paragraphen letzter l'as.sus im Grundgesetze 
au%ehobeQ wird? (Mit dänischer Uebersetzung 1. und 2. AÜfl.) 
Altona 1844. 8^ 

Almeennyttig Vaerk for Danmark og HerCugdömmerne samt Handels- 
stedeme Hamborg og Altona« 1* og 2. Hefte. Kjöbenhavn (Selbst« 
Verlag) 1845. 8*. 

Chicote eller Slavepidsken, Advarsel for de Slesvig-Holstenere, som 
ere dlsinds at lade sig hverve til brasiliansk Kiigstjeneste. Hamborg 
1851. 8<». 

*NBhWf Heinrich Glasen, geb. 9. December 1848 in Friedrich- 
Ault a. d. besuchte das Gymnasium in Husum bis Ostern 1874, 
stodiite Median in Tttbiqgen, Kiel, wo er 22. Februar 1876 das tentamen 

l'hysicnm bestand, in MOnchen und wieder in Kiel, wo er 20. December 

1878 die medic Staatsprülung und 4. März 1879 das Kxamen rigi>ri»>u!n 
absnlvirte, auch zum Dr. med. et chir. promovirt wurde, Arzt in Keliing- 

Beitrag zur spontanen Aortenruptur. Inaug.-Diss. kiiel 1879. 4^. 

*N6elS6lly Friedrich Karl Adolf, geb. 29. Mftiz 1854 in 
DflteiseD. Sohn von Hans Friedr. N. (Nr. 1457), studirte 1871^1875 
Medidn, bestand in letzterem Jahre in Leipzig die medidnische Staats- 
ivfifiing und wurde zum Dr. med. et chir. promovirt, Assistent am patho- 

Jogochen Institut in Rostock, 1880 Privatdocent der pathologischen Ana- 
tomie, 1881 ausserurdeatlicher Professor daselbst, im Juni 1885 vom 
Dresdener Stadtrath zum Prosector am Stadtkrankenhau^e in Dresden 
ernannt. 

Ausser Heiträgen zu Fachzeitschriiten : Studien Uber die blaue Milch. 
Habilitationsschrift. Rostock 1880. 8**. 

Unsere Freunde unter den niedern Pilzen, Vortrag in der Aula der 
Universität Rostork ?, Februar 188^, in Virchow und v. Holtzen- 
dorf[*s Sammlung gemeinverständlicher Vorträge Nr. 428. (Berlin, 
188J.) 8». 

1457) Neelsen, Hans Friedrich, geb. 4. Mai 1821 zu ßoig- 
(lorf, Kichsp. Nortorf, — — 13. August 1864>-1866 und wieder August 
1S74— 1879 F-vAmina^w jm theologischen Amtsexamen, 5. MSn 1875 



78 



NeergMffd — NeennMiii. 



I 



HauptjtHstor in Ottensen, gleichzeitig bis 1. Mai 1879 kommiss. Propst 

für die l^andkin hspit^le der Propstei Plön. 

Noch von ihm ausser Beiträgen zu thr(ilt)gisch(!n Fachzeitschriften: ' 
Dr. Claus Harms als Seelsorger und i rt und. Hricfe nebst 2 Reden 
von ihm zum Säculartagf seiner (ieburt 25. Mai 187 8. Mit Anhang; 
Die Leichenrede an iiarms Sarg von Hasselinann. Kiel, v. Maack, 
1878. 8». I 

1459) Neergaardt Harald Kmil Daniel Heinrich von 1 
Bruun-, geb. 18. April 1827 zu Ral2el)urg — — starb als Pastor zw 1 
Aller in der Propstei Hadersleben 22, Octobcr 1867. — Vergl. über | 
ihn: VV(Kte der Krionening an Harald von Neergaard« weil. Pastor m 
Aller. Altona 1867. 

^Neergaard» J« H. F. von Bruun-, geb. 13. Januar 1852 io 
Rendsburg, itndirte Medidn in Marburg, IGel, Stranbmg und wieder in 
Kiel, wo er 1879 das Staats-Examen bestand nnd snm Dr. med. et dw. 
promovirt wurde, Aixt in TOnning. 

Canlhoplastik. Inaug.-Diss. Kiel 1879. 4« 

1460) Neerfi^aard, Jens Peter von Hruun-, geb. 7. Decembcf 
1764 zu Svenstrup auf Seeland, gt .^tnrlicn 1842. — Vcrgl. Über ilm ( 
noch Erslew H. 2, S. 433 - 34 und Suppl. B. 2, S. 525. 

146 P Neert^aard, Lucius Karl Joseph von Brunn-, geb. j 

28. Mai 1797 auf dem Gut Eckhof (nicht in Schleswig) erbte, ' 

als sein älterer Bruder 1865 starb, das Gut Eckhof, ^ starb 10. Juli 1881. 

Noch von ihm: Die Demokratie, der Socialisinus und das Christeo- 
thum. Sind das Gegensätze oder nicht? 1. und 2. Aufl. Kid. 
V. Maack, 1869. &\*) 

^Neermanily Karl Georg Heinrich Christian, geb. 13. No> 

vember 1849 in Hannover (Vorstadt Linden), besuchte die Gymnasieb 

zu Celle, Lünebuig und Osnabrück, studirte sdt Ostern 1870 dassiscbe 

Philologie in Cktttingen, that seinen 1jährigen Freiwilligen -Dienst, Büch. 

1874 Probecandidat am Gymnasium in Kiel, 1875 ordentl. Lehrer das^ [ 

Michaelis 1880 (k gl. am Gymnasium in Plön. J 

Ueber ungesc hii kte Verwendung homerischer Motive in der AeneiSt 
im Programm des Plöner Gymnasiums \Ü62, 4". 



*) Der zur Zeit in Kiel lebende CuUur-lngeüieur Theodor von Bruun- 
Neergaard, 1881 xetl wellig Wiesenbau • Consulent des landwirthschaftUcheo 
Generalvereins (Qr Schleswig-Holstein, verftRetitlichte einige ReitrSge zu landwirtk* 
schaftliebei} Fachblittem. 



L^iy u^L-ü Ly Google 



Nees — Nenber, 



79 



von Esenbeck, Friedrich, gt'h. ISOO in Honu, wo er 
auch Gymnasium und Universität besuchte, studirte Theologie, Fastor in 
der Rheinprovinz, 1868 zeitweilig, 2 Jahre lang, Director der 1. Bürgür- 
schule io Neumünster, lebt zur Zeit seit mehreren Jahren in £utin. 

Hier ist unter seinen Arbeiten meist theologischen und kirchlichen 
Inhalts wohl nur eine kleine Broschüre anzuführen : Volksschule und 
\'(>lksziele. Eintrittsworte (als Director der 1. Bürgerschule in Neu- 
rotinsterj. Schleswig, Heiberg, 1868. 8". — Revidirl, 

^Nehls, Johann Christian, geb. 1840 in Nortorf, empfing seine 
tflclinisch^wissenschafUiche Ausbildung vorsug^dse auf dem Polytechnikum 
n Hannover, später Lehrer an der Baugeweikschute in Holzminden, IS 68 
im Ressort des Wasserbau-Directors Dalmann in Hamburg als bauleiten* 
der Ingenieur, 1871 fiOreauchef der betreffenden Baoabtheilung, im 
Deoember 1875 zum Wasserbau-EHrector ernannt 

Ueber den Amsler'schen Polar - Planimeter und über grai>hisch* 
mechanisches Integiiren im Allgemeinen. (Aus „Civiliogenieur'\) Mit 
5 litfa. Tafeln in gr. fol. Leipzig, Felix, 1874. gr. 4^ 

Ueber graphische Integration und ihre Anwendung in der graphi> 
sehen Statik. Mit 13 lith. Fig.-Taf. in gr. fol. Hannover, I^ipzig, 
Banmg^er, 1877. 8^ 

Ueber graphische Recdfication von Krebbügen und verwandte Auf- 
gdien. Mit 3 Steintafeln. Hamburg, Jenichen, 1882. 8^ 

*NeiHng, Johann Michael, geb. zu Grünstadt in der Pfalz, 
Sohn des nachfolgenden Peter HJort N., der dort damals als I*farrer 
-^nd, studirte Median, im Januar 1878 in iviel zum Dr. med, et chir. 
piomoviit. 

Beiträge zur l^hre von der Trepanation des Processus mastoideus. 
Inaug..Diss. Kiel 1878. 4^ 

1463 a) Neliingy Peter HJort, geb. 2. Februar 1817 in Haders- 
leben seit 26. September 1864, antretend 25. October, Pastor 

Pmpst in Sonderburg, 1871 Abgeordneter zur Synode für die 
Piopstei Sonderburg, feierte 28. Januar 1874 sein 2 5 jähriges Amts- 
Jobiläum, seit 23. Juni 187 7 Pastor in Tyrstru^j und Hjcrndrup, Propstei 
Hadersleben. 

1466) Neuber« Bertus Cuno, geb. 1. September 1822 in 
Meldorf, Sohn des am 25. März 1850 das. verstorbenen Physicus 
^* Joh. Christian Valentin Neuber, besuchte das Gymnasium in Meldorf 
bis Michaelis 1843, studirte Median in Kiel, Halle und Prag, von Män, 



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80 Neuber. 

1848 bis Februar 1851 Arzt in der schlesw.-holst. Amiee, 1851 in Kiel I 
promuvirt (die Inaug.-Uiss. schon im Hauptwerk angeführt), (iaraul Arzt 
in Burg, S.-D,, bis März 187(*, daitu und noch desgleichen in Schleswig, ^ 

*Neuber, Gustav, geb. 24« Mai 1850 in Tondem, Sohn des 
Apothekers G. A. Neuber das., später in Uetersen (der seinerseits der 
4. Sohn von Johann Christian Val. Neuber, Nr. 1467 im Hauptwerk*), j 
studirte Medicin, von IS78 bis Ostern 1884 erster Assistent an der 
chirurgischen Klinik, auch Privatdocent der Medicin in Kiel, seit 1884 
mit den Drr. Chr. Dähnhardt und Ed. Paulsen Dirigent eines 
gegründeten poliklinischen Privat-Instituts. • 

Untersuchungen und KrlUhrungcu über die künstliche Blutleere. 
Abhandlung zur Erlangung der venia legendi. Kiel 187 8, 4®. 

Anleitung zur Technik der antiscptischeti Wundbehandlung und de« 

Dauervcrhandes. Mit Abbild, im icxt. Kiel 1883. 8". .Dem Verl. ! 

ward dafür auf der Berliner Hygiene - Ausstellung im Juni 1883 die g 

silberne Medaille, i 1 

Mittheilungeii aus der chirurgischen Klinik ZU Kiel. (Eine neue ] 
Amputationsmethüde./ Kiel 1883. 8". 3 

Ausser anderen Heiträgen zu ineflicinischen Fachzeitschriften in ds 1 
Mirt heilungen für den Verein schlesw.-holst. Acrzti ' 
iiett 9, 188.^, S. .?9 f.: Torfmull als antiseptisrhes Verbandtnaterinl. 
X'ortrag, gehalten im physiologischen \'urein m Kiel 1. December j 
1881; S. 149 f.: üeber chronische Uarinstenosen ; — in Langenbed'> 
Archiv für klinische Chirurgie B. 24, Berlin 1879, Heft 2: 
Ein antiseptecher Dauerverband nach gründlicher Blutstillung; daselbst 
B. 25, 1880, Heft 1 : Ueber die Veränderungen decalcinirter Knochen- 
röhren in Weichtheilswnnden und fernere Mittheilungen über deo 
antisepüschen Dauerverband; B. 26, 1881, Heft 1: Bericht über (Gf 
mit dem antisepüschen Dauerverband während des Sommer-Semesterf 
1880 in der Esmarch'schen Klinik erreichten Resultate; Heft -'• 
Ergänzende Mittheilungen filier die Herstellung und Anlegung der 
antiseptischen 1 'nister verbände; H. 27, 1882, Heft 4: P>fahriingt';i 
über Jodoform- und Torf - Verbände in der chirurgischen Klinik 
Esmarch's; B. 28, 1882, Heft 3 mit Gaftky und Prahl: Klinische 

Die l'uinilie Nrulur sUuiinit aus ürossüiUa, RK&b/k. Magtiebiii}^. joli;<iin 
Christian Valentin Neuber. f als Physicus in Meldorf 25. Mänc 1850. und August 
Wilhelm Neuber, Nr. 1465 im Hauptwerk, f 22. Januar 1849 als Physicus in 
Apenrade, waren Brtlder, Von den SAhnen des Krsteren wurden 2 Mediciner, Brrtus 
Cuno Nr. 1466 und Johann Christian Val. Nr. 1468, ein 4. Sohn war der im Text 
genannte Apotheker G* A. N. 



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lu-" 



Neuber — Nicolai. 



81 



experimentelle und botanische Studien über die Bedeutung des l'orl- 
mulJs als Verbandmaterial. 

1468) Neuber, J o h an n C hristian Val entin, geb. in Meldorl' 
— — seit 1845 noch [)raktisirciider Arzt daselbst. 

* Neukirch, Sally Simon, geb. 4. März 1811 in Hamburg, kam 
früh nach Kopenhagen, wo er Medicin studirte und 1837 — 1840 Arzt 
am Frederiks-Hospital war, 1840 — 1849 in Südamerika, kam in letzterem 
Jahre nach Dänemark zurück, war Oberarst in der dänischen Armee, 
9. Sept. 1849 R. v. D., 1851 bis 1854 praktisirender Azzt in Apenrade, 

dam Districtsant in Horsens. t S. über ihn Eislew B. 2, S. 442 

l)»443 und Sappl. B. 2, S« 531. 

* Neniiiiwm, Hermann Friedrich, geb. 8. Juni 1858 in Elms* 
Iwni, besuchte das Altonaer Gymnasium, studirte Philologie in (keifswald, 
Berlin, Kiel, an welcher letzteren Universität er 1881 zum Dr. piiilos. 
promoWrt wurde. 

De Plinii dubii sermonis libiis Charisii et Frisciaoi fontibus. Diss. 
ioaug. Kiliae 1881. 8". 

*Neainaim, Willy*), aus Husum, erwarb 1883 in Bern, wo sie 

studirte, die philosophische und ebenfalls die medidnische Doctorwürde* 

Ueber quantitative Bestimmung der Harnsäure und die dabei zu 
beiiicksichti|fenden Fehlerquellen. Fhilos. Inaug.-Üiss. Bern 1883. 8*^ 

Ueber toxicologisclie Verschiedenheiten funcdonell verschiedener 
Muskelgruppen. V.\u Reitracr zu der Lehre von den Muskelgiften. 
Medic. Inaug.-Diss. Bern 1883. 8". 

1470) Neuner, Georg Karl, geb. 24. Juni 1815 in Darmstadt 

erhielt 18. Januar 1874 den R« A.-0. 4. GL, 5. März 1874 bis 

^ 1876 Rector der Universität in Kiel, hn October 1876 bei Ge- 
legenheit der Einweihung des neuen Universitäts*Gebäudes Geh. Justi^rath, 
«taib in Kiel 29. August 1882. Nekrolog (von Schott) in Chronik der 
Universität Kiel 1882. Riel 1883. 8». 

1471) Neupert, Fr., geb. nm 1800 — — starb in Schleswig, 
wo er als Zahnarzt piaktisiite, 16./! 7. März 1881, im 81. Lebensjahre. 

1473) Nicolai, Karl Ludwig, geb. 1809 in Ahrensburg 

Jtvb das., wo er als Arzt praktisirte, Ende October 1874. 

*) I>er Name dieser VerfasMierin ist nach dem Titel der im Text angef&hrten 
Inaugural.Dissertationen aufgenommen; sie ist seitdem (nach Zettungsbericlitea) ver« 
beiratiiet. 

e 



8» 



Nieolaieen — Nieisen. 



1474) NicolaiMen, Hans (oder, wie er sich später geschrieben 

hat, John Nicülaysen), geb. 1. (nicht 2,) Juni 1803 in Lügumkloster, der 
Jüngste von 8 Geschwistern; sein Vater, gleichen Namens, war Spitzen- 
händler und Spitzenzwirniabrikant das., j 30. April 1808; seine Mutter j 
Maren geb. Jansen; mit dem Missionar Andreas Riis durch die Eltern j 
des NefTen desselben H. N. Riis, Pastors in Reisby, verwandt; wurde 
zam Tbeil in der Knabeoanstalt in Christiansfeld erzogen und kam dann« j 
um weiteren Unterricht za bekommen« ta Pastor WindekÜde in Wflstmp | 
bei Hadersleben, wo er auch confirmirt wurde. Einige Jahre spater giqg 
er nach Berlin und trat da in die von Jfinicke gegründete Missionsanstalt 
ein; von da kam er nach London in den Dienst der englisch^kirchlicheD J 
Jnden-Äfissionsgesellschaft, die ihn nach Jerusalem sandte, wo er den I 

3. Januar 1826 zum ersten Male ankam. Die tiatnalige Unsicherheit | 
dort und die Unruhen wahrend der Kriege zwischen Mehenieii Ali und ' 
der Fibrte verhinderten lange einen stetigen Aufenthalt in Jerusalem und 

er hat sich während dieses Zeitraums öfter auf Malta, zeitweilig auch in 
Constantinopel, Beirut, Tunis und an anderen Orten aufgehalten, eist 
1853 konnte er in Jerusalem in einem eigens dazu gemietheten Hau« 
auf dem Beige Zion seinen bleibenden Wohnsits nehmen; da wurde dem 
unter seiner Leitung unter vielen Schwierigkeiten und Verzögerungen die 
6rste evangelische Kirche in Jerusalem, die Christus-Kirche auf dem Beige 
Zion, gebaut, die jedoch erst im Herbst 1848 vollendet und am 21. Jan. 
1849 eingeweiht werden konnte; dieselbe und das Plarranit daran ist von 
einer reichen Engländerin Miss Cook in Chelit iili;un ireigebiy; duurt 
worden ; Nicolaisen wurde der erste Pfarrer daran ; in dieser StelluDg 
und zugleich als Juden-Missionar hat er bis an sein Ende gewirkt; er starb 
in Jerusalem 6. October 1856. — Mitgetheilt vom Herrn Pastor H. K« 
Riis in Reisby. 

^Nielsen, Friedrich Karl Emil, geb. 28. Januar 1769 a 
Augusteni)urg auf Alsen, widmete sich der Veterinär- und Stutereikonde, 

Thierarzt und 17 98 Stutereimeister in Frederiksborg auf Seeland, 1809, 
28. Januar, Danebrogsmann und 2 Jahre später Ritter v, Danebrog, 

4. März 1833 auf Ansuchen entlassen, wohnte dann in Höjlunde (See- 
land?) und starb 20. December 1851. Vergl. Erslew ü, S. 444—445 
und Suppl. ü, S. 541. 

Seine meist fiir dänische Veterinär- und ökonomische Zeitschriften, 
femer tUr „nyt Bibliothek for Physik" u. a. dänische Journale ge- 



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NielMB. 



83 



schriebenen Artikel s. a. a. C>. bei Erslow, sowie auch, was er zu- 
sammen mit J. £. Viborg verfasste und was in des letzteren f,S£untlige 
Veterinair-Afhandlingw** gedruckt ist Für C D. Gebauers „det kongh 
danske Statterie paa Fr^deriksborg'' lieferte Nielsen die Beschreibimg 
der Pferde. 

1482) Nielgen, H.J. (mclitlU), geb. 10. Nov. 1807 in Wisby im 
Gute Troyburg bei Tondem, besuchte das Seminar in Tondem von 

Michaelis 1826 bis Ostern 1629, exainiiürt mit dem Charakter „vor- 
luglicli würdig", 3 Jahre Districtsschullehrer in Rostrup bei Apenrade, 

4. November 1832 Küster und Schullehrer in Rinkenis, Propstei Apeiirade, 

er 4. Octübcr 1879 sein 50 jähriges Lehramts- Jubiläum feierte, er- 
hielt bei der Gelegenheit das allgem. Verdienst-Ehrenzeichen, feierte 

5. November 1882 auch sein SOjiÜiriges Küster^Jubiläum, trat 1. October 
1883 in den Ruhestand und siedelte nach Flensburg über. 

Vom Ungdomsven erschien 2. Aufl. Apenrade 1856. 

1478) Nielseili Jacob, geb. aufAlsen starb wfihrend der 

AosObung seines ärztlichen Berufe in Folge eines Stuices vom Wagen im 
ftÄorat zu Lysabbel am 2. December 187 5. 

1479) Nielsen, Nico laus Johann Ernst, geb. 19. April 1806 
Rendsburg — — erhielt in Oldenburg, wo er seit April 1853 ()l)er- 

hofprediger und Mitglied des Oberkirchenraths war, später den Charakter 
als Geh. Oberkirchenrath, 1873 den R. A.-O. 2. Cl., legte im November 
1878 seine Aemter nieder, feierte aber im April 1882 noch sein SO jähr. 
#AiDi8jQbilänin, starb in Oldenburg 26. Januar 1883. — Vergl. Schleswig- 
Hbbt-Lauenb. Kirchen* und Schulblatt 1883, Nr. 6. 

Noch von ihm: Rede am Grabe von Julius Mosen 14. October 
18(7. Oldenburg 1867. 8^ 

Rede am Grabe des Geh. Kirdienratfas K. F. H. Geist am 29. März 
1867. Das. 1867. 8«. 

Einführung des Pfarrers C. H, Späth in das Amt eines ersten 
Pfarrers der Gemeinde Oldenburg am 25. A{)ril 1869. Das. 1869. 8". 

Gottesdienstliche Eeier der Contirmaüon des Erbgrossherzogs Friedrit h 
August V. Oldenburg 8. Juli 1869 in der Kirche zu Rostcde. Das. 
1869. 8«. 

Mit Gott wollen wir Thaten thun! Gastpredigt über Psalm 108, 14 
am 7. Sonntag n. TriniL 1870 in der reformirten Kirche zu Dresden. 
Dresden 1870. 8^ 

Das Christusreich ist der Friede. Adventapredigt Ober Evangel. 
Matth. 21, 1 — 10, gehalten in dem Kirchensaale der Brüdergemeinde 
in Berlin. Berlin 1870. 8«. 

6* 



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84 



Niemann — Niemeyer. 



Vorschlag zu einer Hans-Andacht am Weihnachtsabend. Mit Musik- 
Beilage in 4\ Oldenburg, Schulxe, 1873. 8*. 
Geschichte des Oldenburgischen Gustav-Adolf- Vereins. Das. 1 881. 8'. 

Zur Staüätik der Oldenburgiächon evangelisch • lutherischea Kirche 
seit Revision ihrer Verfassung 1853. Oldenburg 1881. 8*. 

14S5) Nienianil, Heinrich Friedrich, geb. 3. August 18J6 
zn Kckemförde — — gebildet auf der Schule in Fiensl)urg, studirle 
Medicin in Kiel, Kopenhagen, Berlin, VViirzburg, wurde in Kiel 1853 
zum Dr. med. et. chir. promovirt, dann praktischer AtzI in Wüster bis 
1868, Badearzt in Travemünde bis 1873, seit tler Zeit in Flensburg. 
Sein Bruder August Heinrich Philipp N., weil. CoUaborator am Rendsb. 
Realgymnasium (bis Herbst 1862), starb in Flensburg 22. October 1884. 

^Niemanily Rosa (als Schriftstellerin mit dem Zusatz Käthe Voss), 
geb. 3. December 1830 in Eckeraförde, zur Zeit in Flensburg als Klavier- 
lehrerin thiltig. 

Waldblumen von Kiithe Voss. Flensburg, William Oncken, 1868. 8". 
Von Nah und Fem. Flensbuig und Haderdeben, Wcstphalen, 
1873. 8\ 

Das FoTsthaus im Walde (von Rosa Niemann). Novelle, in der 
Flensburger Norddeutschen Zeitung 1884. — Mitgetheilt. 

*Nlenieyer, Conrad, geb. M.Mai 1828 in Greifswald, gebildet 

auf dem (.ymüasium das., studirte in Halle, Greifswald uiid IJonr. klassische 

Philologie, wurdt^ (k F(;l)ruar 1851 zum Dr. phD. prurnuvirt und bestand 

bald darauf das Aintsexamen, seit Mich. 1851 Lehrer am Pädagogium^ 

in Halle, seit 1854 am (lymiiasium in Greifswald, seit 1858 Lehrer, dann 

Oberlehrer und später Prorector in Anlclam, 1862 Gymnasial-Director in 

Stargard, 1865 desgleichen in Brandenburg, seit 1869 de^l. in KieL 

Programm des Anldamer Gymnasiums 1860: Beiträge zur Erldäruqg 
und Kritik des Thucydides. I. 

Festschrift zu dem 400jähr. Jubiläum des Greifswalder Gymnasiums 
1861: Beiträge zur Erklärung und Kritik des Thuqrdides. U* 
Festschrift zu dem 400jähr. Jubiläum dds Stralsunder Gymnasiums 
. 1860: Griechenlands alte Zeit nach der Darstellung des Tliucydides. 

In dem Festgruss des Lehrer -CoUegiums der Gelehrlen-Schule in 

Kiel an die 27, Versammlung deutscher Philologen und Schulmänner, 
Kiel 1869, S. 1 — 9: de iocis quibusdam qui in Ciceronis de oratore 
Ii bris leguntur, disputatio.' 

Uebcr den Process gegen A. Cluentius, im Jahresbericht der Kieler 
Gelehitenschule. Ostern 1871. 4^ S. 1—24. 



Niemeyer — Niepa. 85 

Von iiim das Correferat zii Dirertor K. H. K(xk's Referat über 
die Frage: Welche Grundsätze und Einrichtungen zu empfehlen sind 
filr die den Schülern zu ertheüenden periodischen Schulcensuren und 
f&r die Abgangszeugnisse: in den Verhandlungen der ersten 
Directoren-Versammlung in der Provinz Schleswig'Holstein. Berlin 
18S0. 8°. 

Diverse Recensionen in der Zeitschr. für Gy mnasialwesen 
in den Jahren 1855 — 67, 

Einige Miscellen in Fleckeisens Ja h r bü c he rn in den Jahren 187 5 ff,; 
dn Ai)isatz zur Gesciuchte der Qnästur in der Zeitschrift für 
Alterthumswissenschaft. — Revidirt. 

* Niemeyer. Georg Ludwig Ferdinand, geb. 13. März 1824 

za Hannover, besuchte das Lyccum seiner Vateiotadi, von dem er 

am 2. September 184 5 mit dem Zeugniss der Reife entlassen wurde; 

sludirte in Göttingen neuere Sprachen, war nach bestandener Sta^sprüfung 

längere Zeit Hauslehrer und wurde 1868 als Hülfslehrer am Gymnasium 

zu Clausthal angestellt, seit Ostern 1869 wirkte er an der höheren 

BSigeischule (Realgymnasium) in Itzehoe, bis ein Langenleiden am 

24. Jtim 1885 seinem Leben ein Ende machte. 

F. E. Benecke and die kirchliche Anthropologie, im Progr. der 
Itzehoer höheren B<trgerschule 1876. Fortsetzung und Schluss, im 
Piogr. ders. Schule 1877. 4^ ^ Mitgetheilt 

*Nlemeyer, Johannes, geb. 26. Juli 1848 in Nordhausen, 

besuchte das Gymnasium zu Wernigerode a. H., studirte Theologie und 

Philologie in Berlin und Halle von 1868 -1<S73, Dr. pMl. in Halle 1873 

auf Gnind der Inaugural-Dissertaticm .,de conjunctivi usu in poemate saxo- 

iiicü (juod Heliand nominatur", l)estand Michaelis 187 4 t)is dahin sein 

Probejahr am Plöner und Kieler (iymnasium, kam dann als ordentlicher 

Uhrer an das Gymnasium in Meldorf. 

Die Slaven unter Herzog Heinrich dem Löwen. Th. 1 und 2: in 
den Meldorfer Gymnasial*Schulprogrammen 1881 und 1882. 4^. — 
Revidirt. 

1486a) Niepa^ Alexander Karl Martin, geb. 7. Deoember 

1S41 in Kiel, seit Neujahr 1870 Chef - Redacteur der Kieler 

Zeitung. 

Ausser zahbdch^ Artikeln in der unter seiner Chef • Redaction 
herausgegebenen Kieler Zeitung, in dem von P. Chr. Hansen her- 
ausgegebenen Schleswig-Holstein, seine Wohlfahrtsbestrebungen 
u> s. w., Kiel 1882, S. 1 f.: Schleswig-Holstein. Land. Bevdlkemng. 



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86 



Nies«, 



Erwerb. Einleitende Bemeiicongen ; S. 26 KieiU WiithsdAfiliche 
Verhältnisse. 

1487) Niese, Emil AngQSt. geb. 38. M8r 1816 zu Petondorf 

auf Fehmarn — — seit 10. Mai ISfiS Director und erster Lehrer des 
Schullehrerseminars in Eckemförde, starb 13. August 1869 in Nassau. 

1488) Niese, Heinrich Christoph, geb. 16. October 1810 
zu Petersdorf auf Fehmarn — — feierte 16« November 1883 sein 
SOjäbr. Doctor-Jubiläum in Altona, bei welcher Gelegenheit die Kieler 
medictnische Facnltät ihm das Diplom emeneite, ist Vorsitsender des 
Vereins zor Pflege im Felde verwundeter ond erkrankter Kri^er zu 
Altona, femer Ehrenmitglied des Altonaer Vereins scfaleswig-holsteinisclier 
Kampfgenossen von 1848 — 1851, Ehrenmitglied des Altonaer Vereins 
der deutschen Kampfgenossen von 1870 — 1871, wie auch Ehrenmitglied 
des Vereins der deutschen Invaliden in Hamburg, Altona und Umgegend, 
im Mai 1884 in den Vorstand des deutschen Schulvereins, Ortsverein 
ru Hamburg- Altona, gewählt, Ritter des R. A.-O. 3. CK, des Königl. 
Kronen-Ordens 3. Q., wie auch des Kronen-Ordens 3. Gl. am Erinnerungs- 
bande, Inhabor anderer K. Ptenssischer, K« SädisiBcher, Schlesivif 
Holsteimscfaer, Bremensischer, Niederltfndischw nnd Englischer Kii^ 
wie Friedens-Khrenseichen und Medaillen. 

Noch von ihm : Vortrag über Vereine zur i'Üege im Felde ver- 
wundeter nnd erkrankter Krieger, gehalten in der General-V^^mmlimg 
des Vereins snr Pflege im Felde verwundeter und erkrankter Krieger 
iUr Stadt nnd Kzeis Altona am 2U Juni 1869. Altona 1869. 8*. 

Einige Worte über Geschichte, Bedeutung und Aulgaben der 
Krankenpflege. Das. 1870, 8^ 

Bericht über die gemeinschaftliche Thütigkeit des vaterländischen 
Frauen-Vereins nnd des Vereins zur Pflege im Felde verwundeter 
und erkrankter Krieger su Altona in dem Kriegsjahr 1870 — 1871* 
Das. 1871. 8«. 

Vorschlag und Plan zu einer BUdungsanstalt fUr Krankenpflegerinnen* 
Das. in dems. J. 2. Aufl. Das. 1872. 8^ 

Das combinirte Pavillon- und Baracken-System beim Bau von Kranken« 
häusem in Dörfern, kleineren und grösseien Städten. Bilit 4 lithogr. 
Tafeln in qu. fol. Das. 1873. 8^ 

In dem Werk: „Der Eisenbahn-Transport verwundeter und erkrankter 

Krieger, herausgeg. von Dr. zur Nieden, ist von ihm bearbeitet der 
Abschnitt ,,Lazarethzuge mit improvisirter Einrichtung"- !• Aufl. 1882. 
2. Aufl. 18&3. — RevidirL 



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Niese - Nüiaeii. 



87 



*Niese, Jürgen Anton Benedict, geb. 1849 m Burg auf 
Fehmarn, Sohn des vorhergeiianuten Seminardirectors Emil August Niese 
(Mr. 1487), habilitirte sich, nachdem er zu Kiel 1872 das Schulamts- 
und Doctor - Examen bestanden, von Mai 1873 an eine Zeit lang am 
Hensburger Gymnasium gewirkt hatte und im Sommer 187 6 von einer 
bst 3jährigen Studienreise nach Italien und Paris zurückgekehrt war, im 
Jidi 1876 als Privatdocent fttr classische Philologie und Geschichte in 
Gttttngen, wnrde Bifich* 1877 aiisserordenfücher und 1880 ordentlicher 
Ftdessor fitr dieselben Fächer in Marburg, von wo er um Ostern 1881 
indi Breslau berufen wurde, wo er bis Ostern 1885 blieb und dann 
mder nach Marburg kam. 

De Stephani Byzantn aacUinhus commentatio I. Kiliac 1873. S^, 

Der Homerische Schiffscatalog als historische Quelle betrachtet. 
Kiel, Schröder, 1873. 8«. 

Emendationes Strabonianae. Marburger Index der Sommer • Vor- 
lesungen 1878. 4^ 

De Sardanapalli epitaphio disp. Im Marb, Index der Sommer> 
Vorlesungen 1880. 4'** 

Die Entwickelung der homerischen Poesie. Berlin, Weidmann, 

1882. 8^ 

Diverse Beiträge zu philologischen Zeitschriften, als „Horm es" 
(B. 11, 12, 13, 14 u. s. w.), Rheinisches Museum für Philol. 
(B. 32, 34, 38) u. s. w. 

*Nietnery Emst, geb. 21. November 1833 zu Neumünster, Buch- 
in Altona. 

In verschiedenen Zeitschriften plattdeutsche Gedichte, auch einzelne 
in „ Heimathsklänge, plattdeutsches Liederbuch,'' herausgegeben vom 
plattdeutschen Verein „Qaickborn'\ Berlin 1884. 

U90) Nissen, Adolf Wilhelm Nikolaus, geb. 1. Februar 
1835 in Kiel — — 1871 Advocat beim Bundesoberhandelsgericht, 
I^Member 1872 von Reicliswegeii mit den Functionen eines Staats- 
mattscbafbhVertreters für EMssisch-Lothringische Ciimiiial* und Ovü- 
**chcn beauftragt, im September 1873 als ordentlicher Professor des 
Criminalrechts nach Strassburg berufen. 

Noch von ihm ausser Beiträgen zu juristischen Fachzeitschriften: 
De furto armato diss. Upsiae 1858. 8®. 

Die Verfassuugsgesetze des Königreichs Sachsen. Für den Hand- 
gebrauch susammeugestellt* Leipaig, Fues, 1864. 



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88 



Nissen. 



Die kaafrecbtliche Tradition. Leipzig, Gebhardt, 1869. 8*. 

Die Rechtspflege des deutschen Bundes-Oberhandelsgcrichts. Leipzig, 
Duncker & Hmnblot, 1872. 8^ 

Das Reicfas-Oberhandelsgericht im Jahre 1872. Leipzig, Duncker 
& Hmnblot, 1873. 8^ 

Bemerkungen znm Entwurf einer deutschen Strafprocessordnuog. 

I^ipzig, jUcbhardL, 187 4. 8^ 

Das Justitium. Eine Studie aus der römischen Rechtsgeschicbte. 
Leipzig, Gebhardt, 1877. 8®. 

Beiträge zum Römischen Staatsrecht. Strassburg, Trübner, 1S85. 8". 

^Nissen, Andreas, geb. 22. Juli 1793 zu Undholm als Sohn 
eines Landmaones Nis Andresen (f 1804), er bezog die UnivendtSt Kid 
zum Stadium der Rechte, doch widmete er sich vorzugsweise der Mallw- 
matik und Astronomie, wozu er die erste Anregung von dem beröhmten 

Friesischen Autodidakten Hans Momsc^n in i'aiirctoft erhalten haben soll; 
Hülfsarbeiter bei Prof. Sdnimacher erst in Kopenhagen, dann nach IS-ü 
in Altona; Schumacher wünschte ihn ganz für die Wissenschaft zu ge- 
winnen, doch zog Nissen vor, zu einer praktischen Thätigkeit zu gelange" 
und wurde 1833 zum Deichgrafen im 1. schlesw. Deichverbande, AtA 
Tondem, gewählt und wohnte in Tondem; er verwaltete das Amt bis 
1866, in welchem Jahre er pensionirt wurde; von 1848 bis 1850 
er ^eichzeitig Hausvogt in Tondem; er starb 24. Februar 1883. (S. Uu^ 
Nadir. 1883, Nr. 30.) 

Er war Mitarbeiter an den von Schumacher herausgeg. HtHf^afelO' 

1491; Nissen, Asnius Hin rieh, geb. 11. Januar 180J ia 
Saustrup (Saxdrup), Krchsp. Norder-Brarup, — — vom Pastorat in Henn- 
stedt auf Ansuchen zum 1. August 1S74 eniassen, starb im Mai IS?^ 
in Amis. 

Die im Hauptwerk angeführte Parentations-Rede, gehalten am Saige 
des Hofbesitzers Claus Hinrich von der Heyde in Hennstedt ist ge- 
druckt: Friedricfastadt, F. W. L. Bade, 1845. 

*Nissen, Bendix Theodor, geb. 26. October 1843, Sohn «tos 

weiland Lehrers Nissen in Xeukirchen, Kr. Tondern, besuchte das Eckern* 
forder Seminar von 1863—1864 und von Ostern 1864—1866 das 
Seminar in Tondern ([. Char.), war Lehrer an der Re< torschule in Tondern, 
an der höheren Bürgerschule in Elmshorn und sjiäter Lehrer an der 
Seminar-Knabenschule in Hamburg. 



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Der natur historische Unterricht im Dienste der harmonischen Aus- 
bildung uiBet Gdsteskzäfte, Preisaufgabe der allgemeinea deutschen 
Lefareneitung 1873. 

Im allgemeinen Schnlblatt von £. Wolf 187 S : Nach wichen Grund- 
sätzen ist der natorhistorische Stoff aussuwählen nnd auf die ver* 
fichiedeoen Unterrichtsstufen ni vertheüen? 

1492) Nissen, Caspar, geb. 1835 in Hadersleben — — reiste 

im September 1875 zur Ausübung ärztlicher Praxis auf unbestimmte Zeit 
nach Japan, von wo er, weil er das Klima dort nicht verlragen konnte, 
nach dem schon fTtiher von ihm besuchten Shanghai ging, starb in 
Shanghai im Laute des Sommers 1878. — S. die Todesanzeige in der 
Kieler Zeitung vom 15. October 1878. 

1494) Nissen, Friedrich, geb. 1819 in Friedrichstadt 

staib als Hauptlehrer an der St. Marieo-Freischnle in Flensburg 28« Mai 1884« 

1495) Nissen, Friedrich« geb. 5. Februar 1815 in Leck 

starb m Schwabstedt, wo er Diaconus war, im Mftrz 1879. 

*!fi8seil, Friedrich Adolf, geb. 2. Mai 1845 in Neumünster, 
'Iheuloge, Michaelis 1868 examinirt, August 1869 ordinirt, Adjunct in 
Altrahlstedt, Januar 1872 Pastor in Emmelsbüll, 17. April 187 7 Pastor 
lickeroförde. 

Ausser Beiträgen zu Zeitschriften: BibeTkunde. Kurzgefasste Ein- 
leitung in die heilige Schritt alten und neuen Testaments. Kiel, 
Hümann, 1877. 8». 

Darfst du Baptist werden? Ein Warnungswort für Alle, welche von 
den Baptisten angefochten werden. Eckernförde , Heidt, 1 880. 8*. 

Unterrichtliche Behandlung von 50 geistlichen Liedern. Kiel, 
Homann, 1885. 8". 

^Nissen, Hans Theodor, geb. 22. Februar 1858 zu HOrup, 
besuchte die Flensburger Realschule, studirte seit 1876 Mathematik 
^ Naturwissenschaften in Kiel, Bonn und Berlin, wurde in Bonn, wo 
er «ine mit dem akademischen Preise gekr(lnte Abhandlung verfosste, 

«ua Dr. phil. promovirt, starb im October 1880 in Flensburg. 

Zur Kenntniss der elastischen Nachwirkung. Inaugural - Dissertation. 
Bonn 1880. 8». 

1499) Nissen, Heinrich, geb. 3. April 1839 in Hadersleben 
~~ — kam zu Ostern 1869 als Professor der alten Geschichte und 
•^hilologie nach Marburg an Wachsmuths Stelle, 1870 Ordinarius, im 
Juli 1877 zu Michaelis dess. Jahres nach Güttingen, 1878 nach Strass- 



90 



I 



bufg berafen, erhielt hn Januar 1884 den R. A.-O. 4. Q., nahm «sm 

im Februar 1884 an ihn ergangenen Kui nach Bonn an. 

Ausser Beitragen zu Zeitschriften, wie Rheinisches Museum 
für Philologie, Flockeisens J ahr b üchern, Hermes, in Virchows 
und Holtzendurffs Sammlung gemeinverständlicher wissenschaftlicher 
Vortrage Heft 37, 1867, Pompeji. 

Das Templam. Antiquarische Untersuchungen. Mit astronomischen 
Httlfstafeln v. B. Tiele und 4 (lithogr.) Plänen in gr. 8^ und 4^ 
Berlin, Weidmann, 1869. 8^ 

Vitae Catoois iragmenta Marburgensia a Giutavo Kaemiecke reperta 
edidtt Henr, Nissen. Comment. ez hibemarum academiae Marburgeosis 
lectionum indicibus seorsim expressa, Maibnrgi 1875. 4*. S. Göttiqger 
gelehrte Anseigen 1875, St. 40, p. 1265, sq. 

Italische Landeskunde. B. 1. Land und Leute. Berlin, WeidmsDn. 
1885. 8». 

1499a) Nisseil« Heinrich, geb. in Lunden, N.-D«, — Aistin 
Lunden bis ... . (1868 nicht mehr). 

1500) Nissen, Johann, geb. Sl. December 1803 zu Relling- 

husen, gestorben als Ober-Mädchenlehrer in Glückstadt 10. Octobcr 185'. 



Von seinen Unterredungen über die biblischen Geschichten a- 



schienen weitere Auhagen: Baad 1, A. T. 13. Aufl. Kiel, HomanUt | 
187S. 2. Band, N. T. 12. Anfl. das. 1872. 13. Aufl. das. 1877. 

Von den Unterredungen über den kleinen Katechismus Lnthen e^ 
schien 10. Aufl. Kiel, Homaon, 1880/81. 8\ 

1501) NiMSen, Johannes Friedrich, geb. 3. Januar 1826 io 
Bredstedt seit 1877 (?) Rector der Knaben-Mittelschule in Heide. 

Von dem Lcilfaden für den Unteniclit oder dem Lehrbuch in der 
£nglischen Sprache 1. Cursus und 2. Cursus erschien 4. Aufl. 1872. 
h Curs. 5. Aufl. Hamburg, Nolte, 1877. 
Von der Weltgeschichte in gedrängter Uebersicht n. s. w. (1. Ad> 
Hamb», Herold, 1866 s. im Hauptwerk) erscHen 2. Aufl. das. 1872« 
3. Aufl. das. 1885. 

1502) Nigsen» Johann Friedrich Ludwig, geb. 31« Jamtr 

1793 in Schenebeck im Tdminglehn, ging nach seiner Entlasniig 

als dirigirender Ingenieur^Ofhcier in Rendsburg am 5. October 1853 
nach Kopenhagen. 

*NisSf'ii, Johann Hinrich, geb. 22. Win 1808 in Friedrich- 
stadt, Sühn eines Webers, besuciite die dortigen Stadtschulen, nach seiner 
Confirmation 3'/^ Jahre Hauslehrer in der Nähe Tönnings, in welcher 
StflUoDg er sich unter Anleitung des Pastors Haveastein auf das Senuntf 



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miMen. 



91 



rorbereitete, das ct 1829 bezog und Mich. 1831 mit dem 1. Char. ver- 
liess, darauf Hauslehrer, 2 Jahre Hülfslehrer in Flensburg, ^/^ Jahr 
Districtsschuiiehrer in Neuenkirchen in Ditmarschen, im November 1834 
JuDtor und Obermädchenlehrer in l'ondem, wo er u. a, mit dem geist- 
reichen Gelehrten, Physicus Dircks, bildenden Umgang hatte, im Mai 
1849 nach dam Tode das Saminarlehren DiecknMUUi HQUslahrer am 
SendnaT, als dasselbe Ostoni 1855 geschlossen wurde, bekleidete er nur 
Doch den PosteD als Kantor, 1857 zum zweiten, spller zum ersten Ldirer 
am Seminar in EckemfiSrde ernannt, wo er am 24. Februar 1876 starb. 
- Vei|ri. Dohm in der schlesw.-holsteinischfin Schubeitung 1876, Nr. 32 
vom 10. August. 

I-,ehrbuch der Klementar-Mathematik für den Unterricht in Seininarien 
und Realschulen, sowie für den Selbstunterricht. Th, 1 : Arithmetik 
und Algebra. Schleswig, Jol. Bergas, 1871. Th. 2: GeoroeCiie mit 132 
Figuren im Text. Das. in dems. J. 2. Aufl. auch m. d. T. : Lehrbuch 
der Flaninietrie hr^eg. von H. Dohm, lifit 126 Fig. im TeiL Das. 
1877. Th. 3: Tiigonometrie mit 27 Figuren im Text. Das. 1871. 
Tb. 4 : Stereometrie mit 48 Figuren. Das* in dems. J. 2. Aufl. von 
Dohm. Das. 1880. 

Tausend vermischte Aufgaben fiir das Kopfrechnen zum Gebrauch 
für die Oberklassen gehobener Vr^lksschulen, Mittelschulen und Fort- 
bildungsanstaJten. Eckernförde, C. Heidt, 187 5. 8". S. Kieler Zeitung 
vom 30. August 1875, A.-N. 2. Aufl. von A. Claussen. Das. 1878. 8". 

Matheiriatischc Geographie. Zum Gebrauch fiir die Überklassen 
gehobener Volksschulen, Präparandenanstalten, Schullehrer-Seminarien 
und sum Selbststudium. Edi^mfiH^de, C. Heidt, 1876. 8**« 

1506) Nissen, Moritz, geb. 17. Februar 1822 zu Stedesand, 

besuchte die Schule auf dem Sande und die Küsterschule in Enge, später 

das Seminar in Tondem von 1843 — 1846, wurde angestellt im Mai 

1846 als Substitut an der Normalschule am Brunsbüttler Neuenkoogshafen 

in Siider-Ditmarschen, im Sommer 1849 als Lehrer in Gammendorf a. F., 

in) Herbst 1858 als Küster zu St. Clemens auf Amrum und als Lehrer 

tn der Schule zu Nebel das., und im Sommer 1865 als Kfister und 

in Stedesand, wurde im ^ebr. 1870 vom friesischen Verein flhr 

(beschichte, Aherthümer und Sprachkunde in Leuwarden xum Ehren- 

i>%Ued ernannt. 

t,De Iraske Sjemstin me en hugtiusk Auerseting'' (s. im Haupt- 
weik) erschien Altona, Mentzel, 1868. 8^ Ree* in Zeitschr» für das 
Gymnasialwesen, Berlin 1869, N. F. Jahrg. 2, B. 1, S. 587 — 589 
(von Oskar Jänicke). 



98 Nissen. 

Freske Findling, d. h. Friesische SpriichwOrter und Redensarten in 
10 Dialekten. H. 1 : Stedesand. Selbstverlag 1873. S. Kieler Zeitung 
1873, 7. Mäfz. Heft 2, Desgl. 1874. Heft 3. Desgl. 1875. Heft 4. 
Desgl. 1877. Heft 5. Desgl. 1878. Heft 6. Desgl. 1883. (Der Dnidt 
wurde ermöglicht mittetet Unterstützung von Seiten der KönigUclieo 
Regierung.) 8^. 

Der Verf. hat 4 Manuscripte zum Ilruckc fertig liegen: 1. „De 
Makker tu de freske Sjemstin nie 'Mi hugtiüsk Auerseting", 2. Hengist 
de freske IV^tentat, en iioetsk Fcrtcling üt nf fresk Alcrdum, d. i. « 
eine poetische Krzählung über die Auswanderung nach England im 
Jahre 449; 3. eine kleine ]K>etische Schilderung über die Unter- 
irdischen, betitelt: ,,Akel Dakel I )umm(>ldei'\ und 4. eine friesische 
Uebersetzung der Sonntagsperikopen. Ein 5. Werk, woran er schon . 
seit 1850 arbeitet, ist ein friesisches Wörterbuch in allen nordfriesischin I 
Diald^ten mit englischen, angelsächasctu«, altfiiesischen und ncnrdisdieo 1 
Belegen und nähert sich seiner Vollendung. 

Beitrttge in dem Organ des Vereins für Verbreitung volksthüodidi' 
wissenschaftlicher Kunde „Am Urdhs Brunnen'' Hefl 4, 1881: Ueb«f 
das Wort halag, Kirche, Altar ; Heft 9, 1882: Ueber den Namen 
Ripen und andere Ortsnamen der Gegend; Heft 10, 1882: Die 
Namen Tündern, Mögeltondern und Gallehus. Ferner das Etyincc 
,,hain". Ausserdem noch: der Name Uberg; Heft 2, 1883: 
secundäre Wurzel ,,tar" nebst ihren Ableitungen; Heft 3, 1883. ^ 
Friesische Namen auf Fehmarn. 

Friesische Vorlesimgen werden von ihm gehalten im Nordfriesischea 
Verein zu Niebflll, bedtelt: ,,Farlesinge aner freske Tarps: an LOo' 
nome, werbai Begripp, 'Wett an Histori 6n a Betragt nümmen waid«**> 
Von diesen Vorlesungen sind die des Kirchspiete Stedesand mm 
Drucke fertig. Revidirt. 

*Ni88en, Peter, geb. 26. Juli 1859 zu Sonderbuig, besuchte 
die dortige Stadtschule tmd später die höhere Bürgerschule bis Osten 
1876, dann die Prima der Realschule in Flensburg bis Ostern ISTS« 

studirte neuere Philologie in Kiel Ostern 1878^79, Sommer 1879 in Bonn, 
Winter 1879/80 in Berlin, dann seit Ostern 1880 wieder in Kiel, wo er 
29. Juli 1882 das Examen rigorosum bestand und zum Dr. phil. pw- 
movirt wurde. 

Der Nominativ der verbundenen rcrsonalijronomina in den ältesten 
französischen Sprachdenkmälern. (Kieler) Inaugural-Diss. Greitswaid 
1882. 8". 

*NißSeil, P. H., geb. in Scheggerott in Angeln, Buchdrucicerei- 
besitzer in Schieswigi starb 27. Januar 1884. 

Mitarbeiter an verschiedenen ProvinziaJzeitungen. 



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Nissen Nitssch. 



98 



*Ni8seil, Wilhelm August Ude, geh. 24. Juni 1855 zu 
Scmonsberg, Kreis Husum, besuchte 1868 — 187 7 die Gymnasien in Kiel 
QDd Flensburg, studirte Medicin in Kiel und München, bestand im Mäcz 
i8S3 die medidnische Staatsprüfung in Kiel, absolvirte seinen Militär- 
dienst 1880/81, wurde Februar 18S4 in Kiel zum Dr. med. et chir. 
piDmoviit» Arzt in Flensburg. 

Ein Beitrag zur Casuistik der Pulsiondivertikel der Speiseröhre. 
lnaiig.*Dias. Kiel 1884. 8^ 

1510) Nissen» Wilhelm Woldemar, geb. 5. Mä» 1800 zu 

Segeberg — — feierte 1874 sein 50 jähriges Doctor-JubiUtum, starb in 

Ottensen, wo er als Arzt praktisirte, 15. Juli 1874. 

Noch von ihm : Beiträge zur Therapie. Altona, Schlüter in Commiss., 

1872. 8^'. 

1512) Nitzsch, Ernst August Traugott, geb. 1. Mai 1823 
in Wittenberg — — trat als Stadtrath m Kiel, wo er im Herbst 1867 
zwei Monate als Bürgermeister tüngirte, zum 1. Januar 187 7 mit Pension 
Krankheits halber in den Ruhestand, starb das. 18. December 1877. 
Soiue Mutter Auguste geb. Vogt starb in Kiel 17. Mäiz 1875* — Nach- 
nf auf ihn s. Kieler ZaXxmg vom 18» December 1877, A.oN. 

* Nitzseh, Friedrich, geb. 19. Februar 1832 in Bonn, Sohn 
^ tb Oberconsistorialrath und Propst in Berlin verstorbenen Dr. theol. 
Ktd Immanuel Nitzsch, habilitirte sich , nachdem er Theologie studirt 
ttrf die Licentiaten-W ürde erlangt hatte, als Privatdoccnt in Berlin um 
Michaelis 1859, kam, nachdem er 1867 Dr. theol. geworden war. Mich. 
IS6& als Pro!, der Theologie nach Glessen und Ostern 1872 nach Kiel. 

Das System des Boethius und die ihm zugeschriebenen theologischen 
Schriften. Herlin 1860. 8". 

Augustinus' Lehre vom Wunder. Ausführlich dargestellt. Berlin, 
Mitücr bohu, 1865. 8". 

Rede zur Feier des 100 jähr. Geburtstages Friedrich Schleiermachers 
21. November 1868. Glessen, Heinemann, 1869. 8^ 

Dogmengeschichte. Th. 1 : Die patristische Periode. Berlin 1870. 8**. 

Luther und Aristoteles. Akadeiuische Festüchrift zum 400Jährigeu 
Geburtstag Luthers. Kiel 1883. 8®. 

Beiträge zu den „theologischen Studien und Kritiken^' 
tt. a. 1860, H. 3, S. 479: Zur Erklärung der Rede des Stephanus. 
(Apostelgeschichte); 1863, H. 2, S. 368: Ree v. Wuttke^s Handbuch 
der Christi. Sittenlehre; 1871, H. 4, S. 729: Ree. v. Düthey, Leben 
Scbldermachers ; zu den Jahrbüchern für protestantische 



uiyiiizcü üy LiOOQle 



94 



Theologie Jahrg. 1^ S. 39 f., S* 248 f.: Die geschichtliche Be- 
deutung der Aufldärangstheologie; Jahrg. 2, & 532 f.: Die Unadien 
des Umschwungs und Au&chwuogs der Scholastik im 13. Jahrhundert; 
Jahig« 5, S. 492 ff«: Ueber die Entstehung tier scholastischen Lehre 
von der Synteresis, ein historischer Beitrag zur Lehre vom Gewissen. 

1514) Nitzseh, Karl Wilhelm, geb. 22. December 1818 in 

2erbst ging von Königsberg zu Michaelis 1872 als Ptofessor der 

deutschen Geschidite nach Berlin, seit 1878 Mitglied der Akademie der 

Wissenschaften daselbst, starb das. 20. Juni 1880. Vergl. über ihn u. a. 

Richard Rosennuind in Preussische Jahrbücher H. 48, 1881, S. i2i f., 

S. 419 f., B. 49, 1882, S. 262 f. und S. 337 f.; (i. VVaitz in dem 

biographischen Jahrb. für Alterthumskunde, hrsgeg. von Conr. Bursian, 

Jahrg. 3, 1880, S. 23-26. 

Noch von ihm : Die Römische Annalistik von ihren ersten Anlangen 
bis auf Valerius Antias. Kritische Untersuchungen zur Geschichte der 
älteren Republik. Berlin 1873. 8". 

Deutsche Studien. Gesammelte AufsStzc und Vorträge zur deutschen 
Geschichte. Berlin, Bornträger, 187 9. 8^. 

(ieschichte des deutschen Volkes bis zum Augsburger Religions- 
frieden. Nach seinen hinterlassenen Papieren und Vorlesungen heraus- 
gegeben von Georg Matthaei. B. 1*, auch unter dem l'itel ; Geschichte 
des deutschen Volkes bis zum Ausgange der Ottonen. B. 2, auch 
u. d. T. : Geschichte des deutschen Volkes im 11. und 12. Jahrh. 
Leipzig, IMncker & Humblot, 1883. B. 3 vom Tode Heinrichs VI. 
bis zum Augsburger Religionsfiieden* ib. 1885. 8*. 

Geschichte der römischen Republik. Nach seinen hinterlassenen 
Papieren und Vorlesungen hrsgeg. von Geo. Thonret. B. 1 bis 
zum Ende des Hannibalischen Krieges. Mit Eanleituqg und Anhang. 
Leipzig, Dundcer & Humblot, 1884. 8^ ' 

Noch in Sybels historische Zeitschrift B. 45, N. F. B. 9, 
1881, S. 193 f.: Das deutsche Reich und Heinrich IV. (Aus seinem 
Naddass.) — In den Preussischen Jahrbüchern B. 30, 1872: 
Ueber die oberrheinische Tiefebene und das deutsche Reich im 
Mittelalter; B. 35, Heft 1, Januar 1875, S, 60—89: „Nordalbingische 
Studien (anknüpfend an Dahlmann's von Kolster herausgegebene 
Vorlesungen). — Diverse Beiträge in den S i t z ii n ? !) e r i < !i t e n 
der Berliner Akademie (u. a. 1880: Ueber niederdeutsche Ivauf- 
gilden). — 

1515) Nöldeke, Theodor, geb. 2. März 1836 in Harburg — — 
23. März 1868 ordentlicher Professor der orientalischen Sprachen in 
Kiel, ging Michaelis 1872 in gleicher Eigenschaft nach Strassburg. 



Ntfttdieft Nolle. 95 

Nuch von ihm : Die alttestameuUiche Ltterator in einer Reihe von 
Aufsätzen. Leipzig 1868. 8**. 

Untersuchungen zur Kritik des alten Testaments. Kiel 1868. S^, 

(kainmalik der ncusyrischeD Sprache am Unnia-See und m Kurdistan. 
Leipzig, T. O. Wetgel, 1868. 8». 

Die Inschrift des Königs Mesa von Moab (9. Jahrh. v. Chr.) er- 
Uäit Mit Tafel m fol. Kiel, Schweis, 1870. 8*. 

Uebersetzte 7 NestoriamBche Kirchenlieder ans dem Syrischen. Kiel 
1872. 8». 

Mandäischc (Grammatik. Mit 1 Tafel der mandäischen Schrift- 
zeichcn. Halle, Buchh. des Waisenhauses, 187 5. 8". 

Uebersetzte tnit Erlänteningen : Tabari, Geschichte der Perser und 
Araber zur Zeit der Sasaniden. Leiden, Brill, 1879. 8*'. 

Die Erzählung vom Mäasekönig und seinen Ministern. Ein Ab- 
schnitt der Pehlewi-Boarbeitung des altindischen Eürstens[)iegels. (Aus 
den Abhandlungen der Gesellsch, der VVissensch. zu Göttingen.) 
Göttingen 1879. 4". 

Geschichte des Artachsir i Papakan aus dem Pchlewi übersetzt mit 
Erläuterungen. (Aus Beiträge zur Kunde der indogermanischen Sprachen.) 
Göttingen 1879.* 8<». 

Kurzgcfasste syrische Grammatik. Mit 1 Schrifttafel von Jui. Euting. 
Leipzig, T. O. Weigel, 1880. 8». 

Ausser in anderen Fachzeitschriften, Beiträge zur Zeitschrift „im 
neuen Reich" 1870, S. 497 f.: Ueber die bibfischen EnsvSter; 
1871, S. 40—48: Die Entstehuqg des todlen Meeres; 1872, S. 247 
bis 257: Der Mythus von der Sttndflulh. 

*Nön('heM, i ., in Halstenbeck bei Finneberg. 
Gedicht. - Versuche. Pinneberg 1870. 8*^. 

1516) Mteh Christian, geb. 10. Juni 1825 zu Klein Collmar, 
— kam von Neuendeich bei Glttcicstadt spAler als Lehrer der Frei- 
uod Dispensinchule nach Qfickstadt, wo er im Februar 1875 sein 
25jähriges Jubiläum feierte, starb als Lehrer an der Schule am KönigL 
Strafgefängniss daselbst im Juli 1884. 

*JVoie8eil, D. A., erster Lehrer an der Friedrichs-Knaben-Sciiuie 
in Hadersleben bis in die zweite Hälfte der 70 er Jahre. 

Mit B. N. Juhl (welchen vergl.) : Lacsebog for Over- og Meilern- 
klasser i Slesvigs danske Skolcr. Med et Anhang af W. Schröder. 
Flensburg, Westphalen, 1875. &\ 

1517) Nolte^ Ernst Ferdinand, geb. 24. Oecember 1791 xu 
Hamburg, Sohn des Kaufmanns Johann Heinrich Nolle und der Anna 



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96 



Nolte. * 



Katharina geb. Matson,*) besuchte (nach Mittheilung des verstorbenen 
Professors Ratjeii) seit seinem 10. Jahre die l'rivatschule des Magisters 
Candidaten Hipp, der später Professor am Johanneum wurde, dann auch 
(nach dem Hamb. Schriftsteller-Lexikon) das Johanneuni, kam (nach Mit- 
theilung Ratjen's) auf Veranlassung des Arztes H. A. Reimarus zam 
Apotheker J. G« d'Atrof in Hamburg, um sich naturwissenschaftlich ans- 
xubüden, dann zu Dr. Schineisser in Altona, kam mit seinem Vater nach 
Schwerin, floh, als er von den Franzosen zum Iifilitärdienst einberufen 
wurde, 1812 nach Berlin, kam später nach Schwerin zurück und von 
dort zum Apotheker Dumenit nach Wunstorf, von wo er ein halbes Jahr 
als Apothekerlehrling nadi Goslar ging, studirte Medicin 1813 — 1817 in 
Göttiiigcii, wo er 16. September 1817 zum Dr. med. et chir. promovirt 
wurde, worauf er noch ein Jahr in H(?rlin Studien halber sich aufhielt, 
begab sich dann /.u seinen inzwischen nach Ratzeburg verzogenen Eltern, 
war auch zur Ordnung botanischer Sammlungen wieder in Göttingen, machte 
mit dem Prof. Homemann aus Ko[)enhagen botanische Touren in Lauenburg, 
giiig auf dessen Veranlassung nach Kopenhagen, erhielt auf 4 Jahre 200 
Speeles Jährlich, umSchleswig-Holstein für die Flora danicazu bereisen, wurde 
am 3, Juni 1826 als ausserordentlicher Professor der Botanik und Director 
des botanischen Gartens angestellt, mit Aussicht auf Amtswohnung, die 
er erst 1842 erhielt, verheiiathete sich 1828 mit C. Julie F. geb. Pfaff 
(j- 30. Decembcr 1860j, bereiste im Januar 1831 die Herzogthümer zum 
Behufe einer von ihm herauszugebenden (nicht erschienenen) Landesflora, 
im November 1864 Mitglied der Leopoldinischen Naturforscher -Societät, 
wurde in Aniass seines am 16. September 1867 gefeierten 50jährigen 
Doctor-JubiL'iums mit dem Kronenorden 4. Cl. decorirt, stellte 1873 
seine amtliche Thätigkeit als Professor gänzlich ein (statt seiner trat £ichler 
ein), starb 13. Februar 1875. — S» über ihn ausser dem Hamburgischen 
Schriftsteller-Leidkon a. a. O; die Biographie von Reichenbach im Ver- 
zeidmiss der Vorlesungen des Hamb. Johanneums 1881/82 und die Chronik 
der Universität Kiel 1875, Kiel 1876. 

Noch von ihm Beiträge zu Schlechtendals Linnaea, der Regens- 
burger botanischen Zeitung und Schlecht^dals und Mohls botanischer 
Zeitung, auch Verfasser mehrerer Indices seminum horti botanid 
Kiliensis seit 1835. 



*) Vergl. die genealogischen Notizen im Lexikon der Hainburguchen Schrift- 
steller Band 5, S. 558 f. 



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K«lte - OeUen* 97 

1518) Nolte, Johann Heinrich, geb. 15. August 1829 in 
Kiel — — im März 1868 als Theologe ordinirt und Adjunct in ßarkau, 
später in Preetz, eine Zeit lang krank, zur Zeit als Pastor in Osnabrück« 

*Noodt5 Friedrich Christian Rudolf, geb. 13. October 
1826 in Uetersen, Sohn des Apothekers L. Noodt das., widmete sich 
dem Smdium der Phaimade in Kiel tmd ging nadi absolviitem Staats- 
fixamen In diesem Fache 1864 znm Stadium der Median über, besachte 
Jahre die Universität Kiel, spfiter Würzburg and Marburg, wo er 
1870 zum Dr. med. et chir. promovirt wurde, Arzt erst in Pinneberg, 
bald darauf in Altona, wo er 19. Mur/. 187 5 starb. 

Zur Lehre von der Epilepsie. Inaug.-Diss. Marburg 1870, 8". 

1521) N00tbaai% Johannes, geb. 1835 in Friedrichstadt — — 
war später in Hamburg erst Vertreter der Firma Rud* Mbsse und ist 
seit 1. Januar 1875 unter eigenem Namen Inhaber einer Annoncen* etc. 
Eiqpedition. 

1522) Nopitseliy Wilhelm Hermann, geb. 28. October 1818 
. in Altona 1870 som dritten unbesoldeten Senator in Altona ge- 
wählt, bis 1876, noch Mitglied des CommerE-CoUegiums. 

•Nyegaard', Karl Theodor, geb. 30. Juli 1820 zu Marien- 
borg ci.ul der Insel Möen, erlernte die Gärtnerei, wurde iro HcrbäL 1840 
examinirt, war dann Gärtner auf Skippinge-Plantage, wurde 1858 Lehrer 
der Gartencultur am Tondern sehen Schullehrer - Seminar bis 1864. — 
Vergl. Erslew Suppl. B. 2, S. 562. 

Gab in Tondern heraus: Änvüsning tü Havedyrkning og Trseers 
Opelskning, 'lönder 1858. S\ 

Beiträge zu „Vestslesvigsk Tidende'' 1860 und 1861. 

o. 

*0clisent Hermann, geb. in Alt-Galendoif, Krchsp. Oldenburg, 
studirta Median, 1868 in Kiel Dr. med. et chir.. Atzt in Ottensen. 

Beitrag zur Casuistüc der Ovariotomien. Inaug.-Diss. Kiel 1868. 4^. 

1524) OeUers^ Johann Christian, geb. 29. Januar 1795 in 

Kiel, noch 1868 (1871 nicht mehr) praktisirender Arzt in Crempe. 

Noch von ihm: Der verstorbeuc i:.LuLiraiii Nickels und seine Aerzte. 
Eine ^ize. Geschrieben im Monat April 1854 und gedruckt als 
Manuscript. Itzehoe 1854. 8^ 

7 



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98 



Oellfien — Oesterley« 



*0el1j6ii, Hugo, gob. 12. Januar 1857 im Grosihezzogthum 

Oldenburg, Sohn des Landesthierarztes Gerd Oeltfen in Eutin, besuchte 

das Eutiner Gymnabiuiii, siudirtc Mathematik und Physik iu Leipzig, 
Berlin, Kiel, wo er 1881 zum Dr. philos. promovirt wurde. 

Die Differentialgleichungen für das Gleichgewicht der isotropen 
elastischen Platte. lQaug.-Diss. Kiel 1881. 8^ 

1526) Oem, Claus, geb. 13, Mai 1804 im Doife Kathen in 

der WDstomandi noch 1875 Landmesser und QvÜingeniear in 

Neumfinster, vor 1880 gestorben. 

1529) Oesterley, Hermann (nicht Heinrich, wie nach der 
Chronik der Kieler Universität vom Jahre 1858 im Hauptwerk irrig an- 
gegeben), geb. 14. Juni 1833 in Göttingen, studirte Philosophie und 
Musik, 1855 in Göttingen zum Dr. philos. promovirt, — — kam von 
Ki^ zum 1. October 1862 an die Güttinger Universitäts-Bibliothek, erst 
als GehOlfe, 1866 Secretär, 1872 Gustos an der Bibliothek in Breslau, 
darauf erster Custos und seit 1876 Bibliothekar. — Vetgl. KÜrschner*s 
Deutseber ütteratur-Kaleuder auf 1884, S. 190 (wo das Geburtsjahr inig * 
als 1834 angegeben), Centralblatt für Bibliothek-Wesen Jahrg. 1, S. 60. 

3) Noch von ihm ausser diversen journalistischen Beiträgen: Ab- 
riss der Geschichte der philosophischen Beweise für das Sein Gottes. 
Inaug.-Diss. Göttingen 1855. 8». 

4) Der Gottesdienst der englischen und der deutschen Kirche. 
Daselbst 1863. 8^ 

5) Shakespeares Jest-Book. A hundred meiy talys. London 1866. 8*. 

6) Schimpf und Emst von Joh. Pauli. Stuttgart 1866. 8^ (Utteiar. 

Verein.) 

7) Wendunmuth von H. W. Kirchhof. B. 1—5. Tübingen 1869. 

(Litte rar. Verein.) 

8) Die Dichtkunst und ihre Gattungen, ihrem Wesen nach darge- 
stellt und durch eine nach den Dichtungsarten geordnete Muster- 
Sammlung erläutert. Mit Vorrede von Karl Goedecke. Breslau 
(Leipzig) 1870. S\ 

9) Romulus, die Paraphrasen des Phaedrus und die Aesopische 
Fabel mi Mittelalter. Berlin 1870. 8'». 

10) Niederdeutsche Dichtung im Mittelalter. (Als Band 12 der 
deutschen Dichtung im Mittelalter von Karl Goedecke.) Dresden 
1871. 8». 

11) Gesta Romanorura. Berlin 1871/72. 8^ 



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12) G9b heraus 3 jBände der liistonsch-kritiscfaea Aiuigabe'- von 
SchiUezs Werken. Stattgart 1872. 

13) Gab heraus Johannis de Alta S&vä Dolopathos shre de r^e 
et Septem sapientibus. Strassbuig, Trübner, 1873* 8^ 

14) Bitiliothek orientalischer Märchen« L Baitäl PachlsL Leipzig, 
Fleischer, 1873. 8>. 

15) Steinhövels Aesop. Tübingen 1873. 8^ (Litten»; Verein.) 

16) Sunon Dach. Tübingen 1876. (Utteiar. Verein.) 

17) Gedichte von ^oaon Dach. Leipzig 1876. 8^ 

18) Denkwürdigkeiten von Hans von Scfawdmchen. Breslau 1878. 8*. 

19) jSinion Dach und J. Röling. Berlin 1882. 8*. (Deutsche 
Nationai'Iitteratur.) 

20) Historisch-geographisches Wörterbuch des Mittelalters. Gotha 

1883. S\ 

21) Fleming, Logan und Olearius. Berlin (1885). SK (Deutsche 

National-Litteratur.) 

Demnächst erscheint Wegweiser durch die Litteratur der Urkunden- 
Sammlungen B. 1. (Berlin 1886.) — Revidirt. 

1530) Ohl, L. (].?) P., geb. 14. JuH 1821 in Ulsnis kam 

von Stein später als Schullehrer nach FieCbergen, Kxchsp. Schönberg, 
wo er 1883 starb. 

1532) OhlhneS) Johann Matthias Peter, geb. 15. Februar 
1815 in Hattstedt starb in Duisburg in der preussischen Rhein- 
provinz, wo er Frediger war, am 9. October 1883. 

*Ohlseii, Friedrich H. Christian, geb. 21. Joli 183! zu 

Röbnitz in Mecklenburg, gcbüdei aul dem Gymii^Lsiarn in Rostock, 
studirte von 1852 — 1856 in Rostock und Göttingen Plul^ logie und Philo- 
sophie, war darnach mehrere Jahre Privatlehrer in Mecklenburg, dann 
Lehrer an der Thum'schen Anstalt in Altona, darauf, nachdem er in 
Kiel das Examen pro facult. doc. bestanden, auch zum Dr. phfl. promo- 
virt war, Lehrer am Realgymnasium in Flensburg, von wo er Ostern 
1872 an die Realschule in Altona kam. 

Dryden as a dramatist and critic, im Programm der Realschule 
1883. Altona 1883. 4». 

^Ohlsen, Kail T. A. (Carlo T. A.), geb. (in Kiel?) Sohn von 

Johann Fr. Heinr. O. aus Kiel, Orthopäde in Neapel (f 22. Mai 1873), 
Alumne* der land- und forstwirthschaftlichen iVkademic zu Hohcnlicira, 
später Leiter der statistisch-agrarischen Studien in der Provinz Ne^el, 
Anfang 1871 Director und Professor der landwirthschaftUchen Lehranstalt 

7* 



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100 



OMmh ~ Olfleiu 



zu Görz bei friest (nach der Kieler 2feitung 1, Nr. 2178 vom 20. Juli, 
A.-N.), zum August desselben Jahres (wieder) Director des Instituto di 
Agronomia ed Agrimensura in Casorta bei Neapel, gleichzeitig Vice- 
Präsident des landwirthschafllichen Vereins der Provinz Terra di Lavoro, 
Mitiglied verschiedener gelehrter GeseUschaften. 

Auf der Kieler Univeisitäts-Biblioihek finden sich von ihm (ge- 
schenkt): Scuole supeiiori di agricoltnra in Germania s. I. & a. i\ 

Sulla stmzione scientifica e pratica dell^agricoltoTa. s. 1. et a. 8^ 

Norme per rordinainento della istruzione agraria e per l'organa- 
mento dclie scuole agrarie teorico-pratiche in Italia. Estratto dal 
giomale il politecnico. Milano 1867. 8°. 

Istrumenti ed aruesi per coldvare la terra e mezzi per concimarlo, 
Saleroo 1867. 4\ 

Sülle misure govemative per Tincremento deir agricoltoia in Plrossia« 
Estratto dal giomale fl politecnico. Milano 1867. 8*^. 

Progetto deir organamento di una scuola pr^ca agraria tipo da 
aggrecrarsi al grande istituto agronomo superioro e centrale a fondaisi 
presso la dtta di NapoÜ. Napoli 1866. 4^ 

La pastorizia sue importanza e condizioni in coi essa trovasi nell* 
Italia meridionale. Napoli 1866. 4^ 

D sistema penitenziario di Mettray applicato alle colonie di orfani 
e trovatellL s. 1. et a. 8^. 

D lavoro ed i lavoratori in rapporto all* agricoltnra nelle provincie 
meiidionali d'Italia. Napoli 1867. 

Uebefsetzte nach Emil Wolff: La cfaimica agraiia conginnta alle 
pratica agricola. Napoli s. a. 8*. 

Sui mercati del bestiame a Poissy e Sceaux piesso Parigi» s. 1. 
et a. 8^ 

D sistemi colonid, loro importanza ed Influenza sull^ andamento e 
stato dell* industria agricola di an paese in generale condizione e 
forme in cui essi trovansi ncll* Italia meridionale ed aigenza della loro 
riforma. Napoli s. a. 

1537a) Olften, Peter Eduard, geb. 3. Mai 1803 in Neustadt 
lebte nach seiner Emeritirang am 26. November 186S in Bustorf 

bei Schleswig, später und noch in Nortorf. 

* Olsen, Oluf Nicolai, geb. 4. März 1794 in KjögÄ, hatte 
1835 die specielle Leitung der Aufmessungen der Gegend um Rendsburg 
Seitens des dänischen Generalquartienneisterstabes, dessen Chef Ittr die 



J 



Olshausen. 



101 



topographische Section er 1842 wurde; er starb 19. December 1S4S in 

Kopenhagen. — Vergl. über ihn Erslew II, 496 fif. Suppl. II, S. 586 ff. 

Hier sind von seinen zahlreichen Arbeiten zu nennen: Plan over 
Segeberg, udgivet af Confercnceraad Prof. Schumacher. 1826. 

General-Kaart over Sönderjylland eller Hertugdömmet Slesvig, ud- 
fbrt efter de af det kgl. Videnskabernes Selskab foranstaltede geo- 
graphiske og trigonometriske Opmaalninger, udg. Aar 1836. 

Kaart over (Jmegnen al Rendsborg, udgivet af Gencralstabon 1839. 

Generalkaart over Hertugdömmet Lauenborg. Udgivet af General- 
staben. Kjöbenhavn 1844. 

1541) OlshauseUy Justus, geb. 9. Mai 18ÜÜ zu Hohenfelde im 
Amte Steinburg — — im November 1868 Geh. Oberregierungsrath, 
18. Januar 1873 Inhaber des R, A.-0. 2, GL mit Eichenlaub, trat im 
November 1873 in den Ruhestand, feierte 29. November desselben 
Jahres (von welchem Tage des Jahres 1823 das Diplom datiit, während 
er, wie im Hauptwerk angeführt ist, am 18. Octob« ged. J. öffentlich 
dispntirte) sein SOjäbr. Doctor-JubilSnm, bei welcher Gelegenheit ihm die 
philos. Facultät in Kiel das Diplom erneuerte und mit einer Abhandhing 
des Professors Hofimann über die Verhandlungen der Kirchen Versammlung 
zu Ephesus am 22. August 449 nach einer syrischen Handschrift vom 
Jahre 539 durch die Professoren Orchhammer und Hänel beglück- 
wünschend übeneichte, starb in Berlin 28. December 1882. — Vergl. 
die Gedächtnissrede auf ihn von Schräder in den Al)handlungen der 
Berliner Akademie der Wissenschaften filr 1883. BerÜn 1884, S. 3>-21; 
fmer ^euk Nekrolog von Spiegel im biographisdien Jahrb. für Altertfaimis* 
konde, {^i^gründet von Conr* Bursian, Jahrg. 6, 1883, Berlin, Calvaiy, 
S. 98 

Noch von ihm eine Neuherausgal>e des HirzePschen Hiobcommentars. 
Leipzig 1852. 8^ 

In den Si t zu ngsb eri rh t e n der lierliner Akademie der 
Wissenschaften 1867, S. 674 f.: Ueber die (iev^'ichtsbestimmung 
beim Ezechiel; 1870, S. 380: Beiträge zur Kritik des überlieferten 
Textes im Buche Genesis; 1872, S. 58 f.: Ueber die sog. Pahlav!- 
I^rache und -Schrift auf Anlass der Inschriften von Hdgsabäd; 1879: 
Ueber die Umgestaltung einiger semitischer Ortsnamen bei den Griechen; 
1880, 19. April: Zur Erläuterung einiger Nachrichten über das Reich 
der Arsaciden; 1880, 4. November: Erläuterungen zur Geschichte 
der Pahlavt-Schrift; 1881, 16. Juni: Forschungen auf dem Gebiete 
aramscheir Spracfakunde; 1882, Juni: Zur Würdigung der Pahlavi- 



^ed by CjOOQie 



10^ 



CttiilUuigeiu 



Glossare und ihrer Erklärnnc: durch die Parsen. — Ausserdem noch 
eine Arbeit betitelt: Parthava und Palilav, M^da und Mäh, die 
Schräder a. o. a. O. neimt. 

*01shaiisen, Philipp Justus, geb. in Kiel, Soha des Geh. 

Oberregierungsraths Professors Dr. Justus ülshausen (Nr. 1541), Jurist, im 

Februar 1867 in Berlin zum Dr. jur. promovirt, Combattant im Kriege 

und Inhaber des eisernen Kreuzes 2, Cl., später Richter am Landgericht I. 

in Berlin^ im Juli 1885 Landesgerichts-Director in Schneidemühl. 

Ausser Beiträgen zu juristischen Fachzeitschriften: De auctionis 
natura. Diss. inaug. jurid. Berolini 1867. 8^ 

Die EinqNTÜche dritter Personen in der Executionsinstanz nach ge> 
meinem und preussischem Fvt cht, sowie vom Standpunkt der Gesetz- 
gebung. Berlin, Vahlen, 1874. 8». 

Der Einfluss von Vorbestrafungen auf später zur Aburtheilung 
kommende Straflhaten. Fine Abhandlung aus dem Reichsstrafirecht. 
Das.^ bei demselben, 187 6. 8°. 

Kommentar zum Strafgesetzbuch ßit das deutsche Reich. Das., 
bei dems., 187 9/85. 8^. 

Beiö-äge zur Reform des Strafprocesses. Auf Grund zweier Vor- 
träge, gehalten in der Juristischen Gesellschaft zu Berlin am 11. OcÜ}r. 
1884 und 10. Januar 1885. Das., bei demselben, 1885. 8®. 

1542) OlshmiSeily Robert Michael, geb. 3. Juli 1835 in 

Kiel ^ — ordentlicher Professor der Geburtshfilfe nnd gebnrtshülfiichen 

KßnSk in HaUe, anch Geh. Medidnalrath, erliielt Mai 18S4 den R. A.-0. 

3. CSasse mit der Schleife« 

Von ihm noch ausser Beiträgen zu medictnischen Fachzeitschriften : 
Ueber die nachträgliche Diagnose des Gebmtsverlanfes aus den Ver- 
änderungen am Schädel des neugeborenen Kindes, in R. Volkmanns 
j^amminng Jdinischer Vorträge Nr. 8. Leipzig 1870. 8^. 

Ueber puerperale Parametritis und Perimetritis, in derselben Samm- 
lung Nr. 28. Daselbst 1871. 8^ 

Ueber Dammverletzung und Dammschutz, in derselben Sammlung 
Nr. 44 (2. Serie 14). Leipzig 1872. 8^ 

Die blutige Erweiterung des Gebärmutterhalses, in dersäben Samm- 
lung Nr. 67 (3. Serie 7). Leipzig 1874. 8«. 

Ueber Ovariotomie. Die Schutzmittel gegen septische Infection. 
Zur Tecknik der Adhäsionsbehandlung, in derseU)en Sammlung Nr. 111 
(4. Serie 21). Leipzig 1877. 8». 

Die Krankheiten der Ovarien. (In: Handb. der Frauenkrankheiten, 
redigirt von Billroth, Abschnitt 6, nnd in : Handb. der allgemeinen 



103 



und spedeUcn Chirurgie, redigirt von Pitha und Billrotli, B. 4, 
Abth. 1, B.) Stuttgart 1871. 8«. 

Klinische Beiträge zur Gynäkologie und Geburtshülfe. &fit 5 Holz» 
schnitten im Text. Stuttgart, Enke, 1884. 8*. 

1543) Olshanseu, Theodor, geb. 19. Juni 1802 in Gliickstadt 

— — blieb in Zürich, wohin er sich nach seiner Rückkehr aus Amerika 

nach dem Besuche der Heimath bce;eben hatte, bis zum Herbst 1868, 

starb auf einem Besuche bei seinen Verwandten in Hamburg am 30. März 

1869. Nachruf in der Kieler Zeitung 1869 vom 10., 11. und 13. Apiü, 

Nr. 1381—1383 (von Otto Fock). 

Die Schrift „Grundsätze der religiösen Wahrheftifireatide oder 
Philal^hen", Kiel, Universitäts-Buchh. 1830, die ihm zugeschriebeo 
wurde, ist nicht von ihm, sondern von Dr. Wohlwill in Hamborg. 

*0pp€rmanii9 Carsten Christian, geb. 20, August 1842 in 
Oempe, besuchte das Segeberger Seminar von Michaelis 1863 bis 
Michaelis 1866 (examinirt mit dem 2* m, r« A.), später Lehrer an der 
ersten Knaben-Freischule in Altona. 

Geschichte der Stadt Crempe. Altona, Härder, 1881. 8*. 

^Ortmanil, Alfred, geb. 1852 in Hildburghausen, studirte neuere 

Philologie, Ostern 1876 HUlfslehrer an der Realschule 1. O. zu St, Johann 

in Danag, 1. October 1877 ordentl. Lehrer an der Realschule 1. O. zu 

Kassel, von wo er 1. August 1880 als Oberlehrer an die städtische 

Realschule in Neumünster kam. 

Ueber Lessings Einfluss auf Schiller als Dramatiker, im Programm 
der Realschule in Neumünster 1881. 4^ 

1545) Osenbrfiggen, Eduard, geb. 24. December 1809 in 
Uetersen — -- war in Kiel, wo er sich Ostern 1836 als l'rivatdocent 
habilitirte, auch (jeliülfe an der Universitäts-Ribliothek — — seit 1851 
Professor der R(!chtc in Zürich, erhielt im März 1874 für ein Gutachten 
Über den Entwurf des oesterreichischen Strafgesetzbuchs das Komthur- 
kreus des oesteneichischen Frans-Josef-Ordens, starb in Zürich 9. Juni 
1879. S. u. a, Bomträgers biogr. Schriflsteller-Leiikon S. 540. 

Eine zweite Auflage von dem in Virchows Sammlung gemein- 
verständlicher wissenschaftlicher Vorträge Nr. 6 veröflfentlichtQn Vor< 
trag: Land und Leute der Ursclnraa (1. Aufl. Berlin 1866 s. im 

Hauptwerk) erschien daselbst 1874, 8*. Von den Wanderstudien aus 
der Schweiz (B. 1 und 2 s. im Hauptwerk unter Nr. 24) erschien 
neue Folge od. B. 3—5, Scbafifhausen, Harter, 1871—1876. Die- 



L.iyui<.LU Oy VjOOQle 



IM 



Ton Osten. 



selben* worden von Emst Bass in einem 6. Bande fortgesetit, das. 
1881. 

Noch von ihm ausser weiteren Beiträgen zn Zeitschriften: 25) Wt 
Einleitong und Commentar Ciceros Rede für Titus Annius Müo. 
Hambuig, Perthes, Besser Si Mancke, 1841. 8^. 

26) Bemeikungen über den Entwurf eines Stiafgesetzes in Oesterreich 
vom Jahre 1867. (Aus der oestexreidiischen Geiichtszeitang.) Wien 
1867. 8^ 

27) Stadien aur deutschen und schweizerischen Rechtsgeschichte. 
Schaffhausen 1868« 2. wohlfeile (Text-) Ausgabe. Das. 1881. 8^ 

28) Die Urschwdz. Classischer Boden der Tellsage verherrlicht 

durch Schillers Freiheitsgesang. 60 Stahlstiche v. C. Huber und 
andern Künstlern mit historisch-topographischem Text. Basel, Krüsi, 
1870. 4°. 

29) Mit Ludwig Robock: Das Bemer Oberland. Aquaiellen, 

Schilderungen und Sagen. Darmstadt, Köhler, 1874. gr. 4*, 

30) Die Ehre im Spiegel der Zeit, in Virchow's Sammlung gr mnin 
verständlicher wissenschaftlicher Vorträge Heft 158. Berlin 1874. 8^. 

31) Die deutschen Rechtssprüchwörter, in: öffentliche Vorträge, ge- 
halten in der Schweiz, lU, 9. Basel 187 5. 8". 

32) Das Hochgebirge der Schweiz. Prachtwolc in 64 der inter- 
essantesten Ansichten aus dem Alpen-, Felsen- und Gletscher-Gebiet. 
Originalzeichnungen in Stahl radirt v. C. Huber. Mt topographischem 
Text. 2. Aufl. (von Nr. 28?) Basel 187 5. 4^ 

33) Die Schweizer in den Wandlungen der Neuzeit, in Virchnw's 
Sammlung gemeinverständlicher wissenschaftlicher Vorträge Heft 252. 
Berlin 187 6. 8\ 

34) Axenstein (Vierwaldstättersee). Mit 1 Panorama in Stahlstich 
in qu. und gr. fol. Zürich, Orell, Fuessli & Co., 1876. fol. 

3 5) Eine Metamorphose im deutschen Strafrechte, in den von Frz. 
V. Holzendorff hrsgeg. deutschen Zeit- ond Streitfragen Heft 102. 
Berlin 1877. 8^ 

36) Der Gotthard und das Tessin mit den oberitalischen Seen. 
Basel, Schwabe, 1877. 

37) Die Schweizer, in Allgemeiner deutscher Verein for 
litteiatar I, 3. Berlin, Hofinann, 1879. 8^ 

1547) von Osten, Hans Hinrich, geb. 5. Januar 1828 in 
Brockdorf, Kr. Steinburg — — k.im von Soester als erster Klassenlehrer 
an die parallele Mädchenschule und als Organist nach üetersen, wo er 
noch steht. 



Ostendorf — Otto. 106 

Noch VQD ihm: Der Kampf bei Eckernförde. Neustadt, Ehlen, 
1870. S». 

Schleswig-Holstein in geographischen und geschichiiichen Bildern. 
Ein Handbuch der Heimathsknnde fiir Schule und Haus. Flensburg 
und Hadersleben, Aug. Westphalen, 1875. 8^ S. u. a. Schleswig- 
Holsteinische Landessettung 1875 vom 27, April. 2. Aufl. Das. 1877. 

Auszqg daraus vu d. T.: Kleine Heimathskunde der Ftovins 
Schleswig-Holstem. Das. 1877. 2. Aufl. 1879. S\ 

Beiträge u. a. noch anim „Jugend boten**. Neustadt 1869—71, 
zu der von Schmarje und Tönsfeld redigirten Pädagogische 
Wochenschrift Jahrg. 1870, 1871, ferner zu Pädagogisches 
in zwanglosen Heften, Altona, Mentzel, 1872, Heft 3: Gedächtniss 

und Gedächtnissübung. 

^Ostendorly Adolf, geb. 1845 zu Volmarstein, Westfalen, be- 
suchte die Elementarschule in Schwerte und das Gjrmnasium in Gütersloh, 
studirte seit 1863 in Tabiogen und Bonn Theologie und Philologie, be- 
stand im Herbst 1867 das Examen pro lic. condonandi in Münster, trat 
Ostern 1868 in das an dem Kloster U. L. Fr. zu Magdeburg bestehende 
Kandidatenconvict, bestand Weihnachten 1870 das Examen pro fac. doc. 
in Halle, Ostern 1870 wissenschaftlicher Hülfslehrer an der Schleswiger 
Domschule, Neujahr 1871 ordentl. Lehrer das., rückte zum Oberlehrer 
auf, 28. Febr. 1882 Rector der in der Umwandlung zu einem Pro- 
gymnasium und Realprogymnasium begriffenen Realschule in Neumünster. 

Der Platonische Eros, im Gymnasial-Progr. der Domschule. Schleswig 
1874. 4». 

Rede zur Lutherfeier am IG. November 1883, im Progr. der Real- 
schule. Neumünster 1884. 4^. 

1548) Ostiraldy Christian Friedrich Adolf, geb. 15. Juni 
1809 in Norbye auf dem Riesebyer Pastorat bis 1863 im Staats- 
kalender als Justizrath und Bureauchef im RÜnisterium für Holstein und 
LauenbUTg für die Redaction des Ministerialblattes und sonstige ausser- 
ordentliche Geschäfte aufgeführt, darnacli ..... 

1552) Otto, Friedrich Wilhelm*), geb. 1796 zu Üderfeld am 
Harz, wo sein Vater Föi^ter, trat, nachdem er den Befreiungskrieg von 
1813 als Freiwilliger mitgemacht hatte, in grossherzogl. oldenburgische 



*) Peter Friedrich Ludwig Otto, mit dem er im Hauptwerk irrthQmlich 
verwechselt worden ist, starb, wie dort nach der Todesanzeige in den Itzeh. Nach- 
richten 1864, Nr. 12, Beilage, angegeben ist, als Oberf&rster an Damlos. 



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106 



Otto, 



Dienste, 1819 Förster in Casseedorf, 1839 Oberförster über die nörd- 
lichen Fideicommissgüter in Lehnsahn, 1869 bei der Feier seines Jubiläums 
zum Forstrath ernannt, trat zum October 1871 in den Ruhestand, erhielt 
bei der Gelegenheit das Ritterkreuz des oldenburgischen Haus- und Vor- 
dienst-0., starb 23. December 1873. & Itzelu Nachrichten vom 30, De- 
cember 1873. 

*Otto, Karl Christian, geb. 10. December 1817 in Kjöge 
(nicht in Kopenhagen), Sohn eines Malers, bekannt unter dem Namen 
Reventlow als Mnemotechniker, studiite in den letzten 30 er Jahren in 
Kiel, von wo et wegen Duells entfernt wurde, danach in verschiedenen 
Ländern« in Eog^d, Schweiz, am Rhein, kam 1844 wieder nach Kopen- 
hagen, 18 So in Norwegen und Schweden, später seitweifig wieder in 
Kiel, 1853 in Nordamerika, n, a. in Syrakosa als Heransgeber eines 
Organs der radicalen Democratie und 1855/S6 in Albaner als Heransgeber 
von „deutschen freien Blättern", starb in Kempten, Bayer. Kreis Schwaben, 
19. April 1873. — Vergl. u. a. Erslew Suppl. B. 2, S. 604 und 605, 
wo auch seine Schriften über Mnemotechnik angeführt sind; — Moniteur 
des dates s. v., Beeck's Handlexikon S. 304. 

*OttO« Karl Friedrich Eduard, geb. 28. Jannar 1812 m 

Schönberg bei Berlin, Sohn des Garteninspectors Christoph Friedrich Otto, 
gebildet auf dem Friedrichs-Wilhelms -Gymnasium und in der k. Real- 
schule in Berlin, erlernte die (järtnerei im botanischen Garten das. und 
in der königl. Gärtnerlchranstalt zu Potsdam, conditionirte dann in den 
botanischen Gärten zu London, Edinburg, Paris, 1833 — 35 Obergehülfe 
im botanischen Garten in Berlin, machte auf Staatskosten 1838 — 41 eine 
Reise nach Cuba und Venezuela, 1844 am botanischen Garten in Ham- 
burg mit dem Titel eines Garteninspectors bis 1. Juni 1867, von da an 
bis 1« Januar 1868 Verwalter der Baumschule und Gärtnerei von C. M. 
Hannsen, seit 1. Februar 1868 Handelsgärtner in Altona mit Beibe- 
haltung des Titels „Garteninspector" bis 1871, wo er im Altonaer Adress- 
buch zum letzten Mal vorkommt. — S. liani burgisches Schriftsteller- 
Lexikon B. 5, S. 623 — 24. 

Reiseerinnerungen an Cuba, Nord- und Süd- Amerika 1838 — 41« 
Mit 2 lithographirten Tafeln. Berlin, Nauk, 1843. 8^ 

Seit 1848 mit dem 4. Bande Redacteur der im Verlage von 
Robert Kittler in Hamburg erscheinenden Hamburger Garten- und 



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Otto — PftMa«. 



191 



Blurtien-Zeitung (die ersten Bände wurden von Rud. Mettler redigirt). 
Vergl. Hamb. Nachrichten 1853, Nr. 290. 

Verschiedene Abhandlungen, die Gärtnerei betr.. in der Ailgemeinen 
Gartenreitung von Otto und Dietrich 1833 — 1846. 

*Otto, Richard, geb. in Bronoberg, studirte Naturwissenschaften, 

Probandus der Realschule 1« O. za Posen, Ostern 1872 Lehrer an der 

Realschule b Nenmünster, 1881 Lehrer an der laodwirthschaftlicheD 

Schule in Dahme, Rgsb. Potsdam. 

Hundert botanische Wandtafeln mit Teact. Neumünster, Jul. Bramby, 
1879. S. Schlesw.-Holst Schulzeitong 1879, Nr. 32, S. 100. 

1553) 0tt86ii, Peter Jürgen, geb. bu Arup, Amts Gottorf^ 

Bfichaelis 1871 ah Subrector am Glttckstädter Gymnasium pensioniit, starb 

in Hamburg 23. September 1883. 

1554) Otzen, Peter, geb. 2. August 1810 in Flensburg — — 
feierte 23. Mai 187 7 sein 2 5 jähriges Jubiläum als Pastor in Burg a. F., 
1. Mai 1881 emeritirt und mit dem Kruneaurden 3. Gl. beliehen. 



^Faetail, Christian, geb. in Ottensen, war 1848 und 1849 
Arbeitsmann in Hambuig, stiftete 1849 «ne Arbeiter-Verbrüderung, die 
aber schon 1851 ganz in Verfiül gerathen war, im Mai 1851 ging er 
nach Ameiika und befand sich im October 1851 in der „liberty-Colome^* 
bei Gutenberg. — Nach dem „Freischüts** 1851, Nr. 150, S. 599 im 
Hamburger Schriftstener-I^kon Band 5, S. 632. 

Die 3 Esel mit Versen. Hamburg 1849. 8«. 

Eine neue Siaatsverlassung v(jn 60 Grundsätzen. Weil unter den 
vielen Staatsverbesserern sich nicht ein einziger Arbeitsmann behndet, 
so erlaube ich mir, meine Ansichten zu der Verbesserung Öffentlich 
zu äussern. Hamburg, Druck von J. C. H. Räter, St. Pauli, 1848. 8^ 

Eine neue Verfiissung für die sämmtlichen Pl:ed^;er des 'Ham- 
burgischen Mlnisterii, in 10 Artikeln; 5 davon handeln von ihrer 
falschen Lehre und Wandel, 5 zeigen den Weg und Wandel, den sie 
zu beachten haben. Hamburg 1849. 8'. 

Wichtige Zurechtweisung und Erwiderung gegen die Bfissionsprediger 
und Bibelausleger, und Eiklärung des Communismus. Hamburg, Druck 
von Esch, 1851. 8^ 



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108 



Pansch« 



1562) Pansch, Adolf, geb. 2. März 1841 in Eutin — — nahm 

dii dür fiir 1869 bcüchlossenen directen deutschen Nordpol- Kx[)cdition 

Thcil, seit October 1876 unter Beibehaltung seines Amte? nl? 1 rf sector 

ausserordentl. Professor in der medicinischen Kacultat der Universität Kiel. 

Noch von ihm mit Handelmann: Moorleichenfunde in Schleswig- 
Holstein. Mit 2 Tafeln. Kiel, Schwers, 1874. 8«. 

Die Furchen und Wülste am Grosshirn des Menschen. Zugleich 
als F>iäuterung zu dem Hirnnaodell. Mit 5 Tafeln« Berlin, Oppen- 
heim, 18 79. 8». 

Grundriss der Anatoniic des Menschen. Berlin 1879 — 1881. 8®. 
Anatomische Vorlesungen fiir Aerzte und ältere Studirende. Theil 1. 
Beflin, R. Oppenheim, 1884. 8». 

Hatte bedeutenden Antheil an ,,die zweite deutsche Nord- 
polfahrt 1869/70", Leipzig, Brockhaus, 1873, B. 1 zusammen 
mit Koldewey Cap. 1: Gememscfaaftliche Fahrt der Germania und 
Hansa vom 15. Juni bis 4. JuH 1869, Cap. 2: Weitere Reisen der 
beiden Schiffe bis zum Eise, Mitte Jnli, Cap. 3: bis zur Trennung 
der Schiffe am 20. Juli; B. 2: Wissenschaftliche Ergebnisse, Abth. 1, 
das. 1874, S. 5 — 11: Klima und Pflanzenleben auf Ostgrönland 
(auch in der unter gleichem Titel in Berlin erschienenen kleineren 
Schrift), S, 144 — 156: Anthropologie, S. 178 ff".: Noten zu den von 
Otto Finsch bearl)eiteten Vögeln, S. 404 ff".: Noten zn den von 
GersLäcker behandelten Hymenopteren und Dipteren. — Aufsätze 
1) über das Klima, das Pflanzen- und Thierleben ; 2) über die Be- 
wohner Ostgrönlands, in der vuni Bremischen Verein für die deutsche 
Nordpolßdut herausgegebenen vorläufigen Sammlung von Be- 
richten und Aufsätzen Aber die Ergebnisse der 2. Expe- 
dition 1869/70. Berlin, Reimer, 1871.— In den Mittheil nngen 
des Vereins zur Verbreitung naturwissenschaftlicher 
Kenntnisse jenseits der Elbe Heft 8, 1868: über die Fund- 
orte alter Knochen, sowie in den daran schliessenden Schriften 
des naturwissenschaftlichen Vereins für Schleswig- 
Holstein Band 1, Kiel 1875. S. 193 f: über das Gehirn der 
Säugethiere, S. 214 f.: zur einheimischen Flora, Band 2, Heft 1, 
1876: Sitzungsbericht; — Band 3, Heft 1, S. 127 ff,: über den 
Gorilla und sein Hirn. — In den Abhandlungen aus dem Ge- 
biete der Naturwissenschaften herausgeg. vom natunrissensch. 
Verein zu Hamburg-Altona Band 6, Abth. 3, 1876, mit H. Bolau: 
die menschenähnlichen Affen des Hamburger Museums. — In den 
Itzehoer Nachrichten 1878, Nr. 32: der anthropologische Verein in 
Schleswig-Holstein. — Im Morpholog. Jahrb. B. 5, H. 2: Bei- 
träge zur Morphologie des Grosshims der Säugethiere (auch sq)arat 
Leipzig 1879. 8% 



» II I • • • 



10» 



*PansCh, Bernhard, geb. 1845 in Eutin, Bruder von Adolf und 
von Karl Fcrd. Soph. P. (Nr. 1562 und 1563a), vorgebildet aut dem 
iTyiii:iasiuni daseibst, studirte in Tübingen und Berlin, dann nach halb- 
jährigem Aufenthalt in Frankreich 2 Jahre Lehrer an der Rectorschule 
in Delmenhorst, 1872 pro fac. doc, exuninirt, 1876 in Göttingen pro- 
movirt, schon Ostern 1872 Lehrer am Rendsbnrger Realgymnasiom, 
0$tem 1880 Rector der höheren Bürgerschule in Buxtehude. 

De Deo Piatonis. Diss. inangur. Güttingen 1876. 8*. 

Einzelne Beiträge zu philosophischen Zeilscfariften, u. a. xo den 
Neuen Jahrbüchern für Philologie und Pädagogik (Band 
1 18, Heft 7 : Anaeige von Thiele's Römerbrief in der Prima). 

1563) Pansch, Johann Heinrich Christian, geb. 27. Oct. 
1807 in Eutin, — — erhielt 1857 das grossherzogl. oldenburgische 
Ehrenzeichen 1. Cl. mit der goldenen Rrone, 1877 Ritter des olden- 
burgischen Hausordens 2. Cl., 1880 Geh. Schubath, legte Ostern liJSO 
sein Amt als Gymnasialdirector in Eutin nieder, blieb aber Verwalter der 
Bibliothek. 

Von ihm noch 12) Ueber die Glaubwürdigkeit des Tadtos, im 
Ftogr. des Euttoer Gymnasiums 1867* 

13) Mdanchthon als Schulmann, im Plrogr. desselben Gymnasiums 
1872. 4^ 

14) Einige Abschnitte ans Copelius „Utiniscfaes BischofigedSchCniss.^* 
Nachricht über die hiesige vereinigte grossherzogliche und Schul- 
bibliothek, im Progr. desselben Gymnastums 1878. 4*>. 

1563a) Panseli, Karl Ferdinand Sophus, geb. 26. Juni 
1838 in Oldenburg (nach der V\kB. in der schon im Hauptwerk ange- 
führten Inaug.-Diss. ; nicht in Eutin); besuchte das Gymnasium in i^uLni, 
wohin sein Vater, der s. Nr. 1563 angeführte Joh. Heinr. Chr. P. 1839 
als Conrector kam, studirte in Bonn, Berlin und Grciiswald Philologie, 
wurde an letzterer Universität 1861 zum Dr. philos. promovirt, später 
mit dem Titel Professor Lehrer der Grossherzoglichen Piinz^ in Olden- 
burg, jetzt? 

1565) Paniim, Peter Ludwig, geb. 19. December 1820 in 
Rönne aui liornholm — — seit 1864 Professor der Physiologie in 
Kopenhagen, im April 187 7 auswärtiges Mitglied der (iesellschatt der 
Wissenschaltcn m Upsala, im August 1884 Präsident des ärztlichen Con- 
gresses in Kopenhagen, im September desselben Jahres von der British 



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Medldnal-Associalioii zum Ehrenmitglied eniaiuat, staib in Kopenhagen 

2. Mai 1885. 

Von der s. Nr. 7 im Hauptwerk angeführten Almindclig Indledniag 
tü Forelacsninger over Meuneskots Physiologie etc. erschien 2, Ausg. 
Kjöbenh., Gyldendal, 1881. 8«. 

Noch von ilua ausser journalistischen Beiträgen: 10) ilaandbog i 
Menneskets Physiologie 1* og 2. B. Kjöbenhavn, Gyldendal, 1865 
bis 72. 80. 

1 1) EiindiingsordtilForeliBsningerover det vegetative Livs Fonctioner, 
1.— 3. Hefte. Ibid. 1867 — 69. (2. Ansg. von Heft 1 s. L: Stof- 
skiftets Fysiologie.) 

12) Det medidnske Stadiums og Examensvaesens Reform ved 
KjSbenbavns UniveisileL Ibid« 1868. 2, Opl. 1872. 

13) Eiindr jDgsoid til Foiebesoiniger over Sondseroe og de viUnariige 
Bevaegelser. Ibid. 1871. 8^ 

14) Erindrings(nd tü Forelaesninger over Foiplantelse og Udvikling 
samt over Vsevenes Emaering, Vaekst og Nydaimelse« i Saerdeleshed 
hos Mennesket. Med 36 Traesnitt. Ibid. 1872. 8*. 

15) Koitfottet Fremsülling af det medidnske Undervüsnings- og 
Etameosvaesen etc. i Danmaik, Sverige og Noige (Afbtyk af hygienske 
Meddelelser). Ib. 1873. 8^ 

16) Bidnig tü Kundskab om Misfosizenes physiologiske BeQrdning. 
Med 2 Kpbbeitavler. Ibid. 1877. 4^ 

17) Vort medidnske Faknitets Oprindelse og Bazndom. Bidrag 
til Kundskab om Laegevidenskabens og Naturvidenskabernes Udvikling 
i Danmark. Festskrifl 1 Anledning af Univecsitets 400aanlest Jnni 
1879. Ibid. 1879. 8«. 

18) De natnrvidenskabelige og laegevidenskabelige Laere-Anstalteis 

Udvilding i den nyere og nyeste Tid i Udlandet og her hjemme. 
Ibid., Hagerup, 1879. Nye Meddelelser. Ibid., eod. 8". 

19) Til Opklaring af nogle Misforster angaaende Vivisektionen og 

Dyrebeskyttelse i Danmark. Ib. 1879. 8^ 

20) Orienterende Oplysninger om Dyrplageri ved Dyrenes Benyttelse 
og om Menneskeplageri ved Dyrenes Beskyttelse. (2. Oplag.) ibid. 

1879. 8°. 

21) Bidrag til vort medidnske Fakultets Historie 1648 — 1766. 
Ibid. 1880. 8^ 

22) Om de vaesentligste Ifindringer for Naturvidenskabernes og 
Laegevidenskabens Reformation i Fortid og Nutid. En Tale. Ibid. 

1880. 8^ 

23) Gab heraus: J. Ibsen (f 1862), Acatomiske Undersögelser over 
Oeiets Labyrinth. Afslottet i 1846. Kjöbenhavn 1881. 4°. 



Pape — FmU. 



III 



*Pape, August Ferdinand Karl, geb. 15. August li>57 zu 
Altona, studirte Naturwissenschaften, 1882 in Kiel Dr. philüs. 

Ueber Siliciumpropylverbindwigen. Diss. inaug. Kiel 1882. 8". 

*VOn PaschkOWSk.y , Catjcilie, geb. 22. November 1826 in 
Altona, Tochter des im Jahre 1857 in Eimsbüttel verstorbenen irfihoren 
Besitseis des Gnies Drage Jostinus von Paschkowsky aus dem Hanse 
Zador in Lithanen, Scfavesler des Rechtsanwalts G. v. Paachkowslgr in 
Tondem, lebt abwechselnd in Berlin und Jena« 

in der Jolin-Fabricius^schen Jugendzeitnng ein Lustspiel: die 
SavoTBrden; — im Bazar eine Novelle: Helene; — in der Stutt- 
garter Franenaeitung eine Novelle: aus dem Leben eines alten 
Geistlichen. — Mittheilung. 

*T011 Paschkowsky, Dorothea« geb. 25. Juli 1829 auf dem 
adeligen Gut Drage bei Itzehoe, Schwester der vorangefuhrteiif lebt seit 

1866 in Jena. 

In der Julin-Fabricins' sehen Jugend zeitung eine preisgekrönte 
Novelle: der Orgelspieier ; — im lemüetun des Hanno ver'schen 
Conriers eine Novelle: Freundschaft aus der Kindheit; — in den 
Westermann'schen Monatsheften eine preisgekrönte Novelle: 
Asperula odorata; — in den Jahresseiten von J. Wehl eine No- 
velle: Bethel; — in der Leipziger Novellenaeitung: Louise; — 
in den Blättern für den häuslichen Heerd eine Novelle: 
das Billet im Strumpf; — in den Sorgenlose Stunden eine No- 
velle: Auf Sylt; — im Ruch für Alle: der Verbrecher und das 
Kind; — auch Einzelnes im Pestalozzi-Album von Schmarje. ~ 
Mittheilung. 

1568) Fasgig, Detlev Hinrich, geb. 23. Mtfiz 1826 (nicht 
1825) zu Oldenhütten, Krchsp. Nortorf, Segebeiger (nicht Tondem'scher) 
Seminaiist von Mich. 1844 bis dahin 1847, examinirt mit dem 2. m. s. 
r. A. — — starb in Rendsburg 1850. — S. Lange: das SchuUehrer- 
Seminar zu Segeberg, Rendsburg 1881, S. 239. 

*Paul, Gustav, geb. 5. Deccmbcr 1835 in Weimar, studirte 
1856 — 1859 Theologie in Jena und Lrcipzig, 1859 in Weimar examinirt, 
1865—1868 Pfarrer zu Helmershausen, Grossherzogthum Weimar, 23. Sep- 
tember 1868 4. CoUaborator oder 2. ordentlicher Lehrer, spftter 4., dann 
3. Oberlehrer am Rendsburger Real-Gymnasium. 

Wie die christliche Gemeinde filr eine grossere BetheHigung am 
kirchlichen Leben wieder gewonnen werden kann. Kiel, Schröder 
& Co., 1867. 8». 



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113 



Paul — Pauls. 



Ueber die Pflege des idealen Vermögens aut Gymnasien, im Rends- 
burger Real-Gymnasial-Progr. 1869. 4". 

Ueber das Alter des Menschengeschlechts, im Progr. derselben An- 
stalt 1884. 4». — Rcvidirt. 

1570) Paul, Ludwig, geb. 10. Januar 1826 zu Weimar — — 

examinirt im theologischen Amtsexamen zu Weimar Ostern 1849, im 

philologischen Amtsexamen zu Jena Nei^ahr 1850, Dr. philo». 

am 1. März 1857 Diacouus zu Weida, 1. Juli 1860 Pfaner zu Beiga, 

24, November 1866 Lehrer am Gymnasium in Kiel, seit Ostern 1873 

3. Oberlehrer, zur Zeit 2. Oberlehrer, im December 1884 Professor« 

Noch von ihm: 2) Ariadne. Gedicht in 6 Gesängen. Dessau, 
Katz, 1855. 8^ 

3) Heviola, Trauerspiel in 5 Acten. Das. 1856. 8^ 

4) Gab heraus: Athenagoras, Tips^ßseia Tcspl Xpt6p.avu)v. Halle 
1856. 8«. 

5) Kants Lehre vom idealen Christus. Ein Vergleich mit der 
Christologie der Kirche. Kiel, K. Schröder & Co., 1869. 8^. 

6) Im Festgruss des Lehrer-Collegiums der Kieler Gelehitenschule 
an die 27. Versammlung deutscher Philologen in Kiel S. 189: Ist 
die Scene fUr den Platonischen Gorgias im Hause des KaDüde^ 

7) Bei Gelegenheit derselben Versammlung ein Gaudeamus und zu 
Professor Forcfahammers 50jähr. Doctor-Jubiläum eine lateinische Ode. 

8) Zur Eiidärung der Worte in Piatons Gorgias p. 447 c — 461b u. c. 
bis 464 in fine, im Progr. des Ki^er Gymnasiums 1874. 

Noch, ausser den im Hauptwerk angegebenen, div^e Beiträge zu 
Fleckeisens philol. Jahrbüchern (zur Textkritik des Justinus 
Martyr, sowie zu Piatons Gorgias), zur Zeitschrift für Gymnasial- 
wesen (Abhandlungen 1) ttber die religionsphilosophisdien Ge- 
danken in der Lehrdichtung des Gorgias p. 523 — 527, 2) über das 
Gesetz des Maasses im Platonischen Gorgias, 3) über den Begriff der 
Strafe in Piatons Gorgias); in Hilgenfolds Zeitschrift für wissen- 
schaftliche Theologie (über das Uogma der Dreieinigkeit beim 
Apologeten Theophilus); in Lipsius Zeitschrift für protestan- 
tische Theologie 1) der Begrifl des Glaubens bei dem Apologeten 
Theophilus ; 2} die Interpretationen der Schöpfungsgeschichte bei dem 
Apologeten Theophilus). — Revidirt. 

*Paill8, Johann, geb. 23. Juli 1817 in Kating, Eiderstedt, als 
Pharmaceut praktisch in Hamburg gebildet, studirte von Ostern 1840 bis 
Michaelis 1841 in Berlin, in Kiel 15. Januar 1842 examinirt, Braiteer 
der Apotheke in Husum vom 12. Mai 1842 bis 20. Juni 1854, Mi^lied 



Psnlsen. 113 

des Stadtver(»r(!nMtcn-C«illfj,'iimis in Husum von 1852 bis 1854, desgl. 

in Kiel, wo er noch lebt und gemeinnützig wirkt, seit 20. December 1866. 

Im Kieler Cor respon denzb la tt 1845. Xr. 36: Die neuen 
Frolessuren iiler ChemitN Physik und Mineralogie; an der Kieler 
Universität; im A r < h i v der Pharmacia. Abth. Norddeutsch- 
land. hrsgeg. von Waekenrodcr und Bley, Hannt)ver 1851, Jahrg. 1 oder 
2. Reihe B. 68 oder der ganzen Reihe H. 108, S. 154— 158: über 
Bittemiandelwasser und das. S. 158 — 61: Argentum nitricum fosam; 
^ in der Kieler Zeitung 1884, A.-N. 10302: Oeffentliche Ge* 
Sundheitspflege in der Provinz Schleswig-Holstein. — Eine Abhandlung 
betreffend die Laplace^sche VVeltbildungs-Theorie aus dem Jahre 1845 
oder 1846 in einem Vulkskalender, sowie eine andere über das 
Vorkommen der freien Ameisensäure in Fässern und Tonnen im 
Archiv für l'harmacie des Süddeutschen Ajjotheker- Vereins, heraus- 
gegeben von \\ :\]'/., aus dem Jahre 1852 war mir genau zu eruiren 
nicht möglich. — Kevidirt. 

*Paillseii (Poulseii), Christian Marinus« geb. 14. März 1818 in 

Aalborg war von 1838—1842 Assistent am chemischen l>aboratorium 

in Kiel, 1845 Dr. i)hilos. in Heidelberg, in demselben Jahre Lehrer in 
(ieographie und Naturwissenschaft an der höheren Volksschule in Rödding, 
27. März 1846 Fabrikcontroleur in Altona bis 1848, — — im Mai 
1854 Generalbevollmächtigter und Mitdirector der schleswig'schen Eiscn- 
bahngesellschaft, 19. Mai 1854 wirkl. Justizrath, 29. März 1855 Mitp 
dirigent der Dampfschiffsgesellschaft für die schleswig^sche Westküste, 
1857 Mitglied der Zollrevisions - Commission, 5. März 1856 von der 
schleswig'schen Ständeversammlung zum Mitglied des Reichsraths er- 
wählt, 5. September 1862 Danebrogsmann. — Ausführlicheres über ihn 
s. bei Erslew Suppl. B. 2. S. 694 — 696. 

Von seinen Schriften sind hier folgende anzuführen : 

Die Contact-Theorie \eriheidigt gegen Faradays Abhandlung ,,über 
die Quelle der Kraft der Voltaischen Säule''. Inaug.-Diss. Heidel- 
berg 1845. 8^ 

Mit F. Klee: Motiveret Forslag til en succcsssiv Fuldförelse af et 

Jernbane-, Dampskibs- og Telegraph-System for Danmark og Slesvig. 
Med et lithogr. Kort. Kjöbenh. 1850. 8". (Auch englisch I^ndon 1852.) 

Forslag til Udförelsen af en electrisk Telegiaphlinie fra Helsingör 
Over Kjöbenhavn, Korsöer, Nyborg, Friedericia og Flensborg til 
Rendsborg. Dat. 29. Januar 1852. Trykt som Manuscript: im An- 
hang zur Rigsdags-J'idcndc, 3. Session, 1851, 8. 1215. 

8 



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114 



Im ansehen Bericht über die 11. Versammlung der deutschen 
Land- und Forstwirdie zu Kiel im September 1847, Altona 1S48, 
S. 515 — 18: Ueber die Schichten der holsteinischen Torfmoore. 

In Tidskrift for Landoekonomie, Ny Raeldce, 12, 428 — 434, 14, 

70 ff. und 3. Rrükke 1, 163 — 165: Oni Kreatur-Udlorselen pr. Damp- 
skib fVa Jyllands og Slesvigs Vesthavne til England. 

^Paulsen^ Eduard, geb. 3. November 1846 auf St. Thomas 

(Westindien), gebildet auf dem Gymnasium in Altona, studirte Medicin 

in Güttingen, München, Kiel, wurde 10. Januar 1874 zum Dr. med. et 

chir. promovirt, seit März 1874 praktischer Arzt in Kiel, im Juni 1882 

Privatdocent in der medicinischen Facultiit das. 

Uel>er die Verschiedenheiten des räumlichen IniialLs des Thorax 
im Liegen und Stehen. Inaug.-Diss. Kiel 1874. 4". 

F'xperimeiitclle Untersuchungen über die Strömung der Luit in 
der Nasenhöhle. Üiss. pro venia leg. Kiel 1882. 8". (Steht auch 
in den Sitsungs-Beriditen der k. k. Akademie der Wissenschaften m 
Wien Abth. 3, April-Heft 1882.) 

Beiträge u. a. aar Monatsschrift für Ohrenheilkunde; zu 
den „Studien über Regeneration der Gewebe", aus dem anatomischen 
Institut in Kiel (auch im Archiv für mikroskopische Anatomie B. 24) ; 
S. 50 ff. : Zellvermehrung und ihre Begleitungserscheinungen in hyper* 
plastischen Lymphdrüsen und Torsillen. — Revidirt. 

*Panlseily Friedrich, geb. 28. Januar 1849 in Albersdorf, 
studirte Theologie, examinirt Mich. 1873, 9. November desselben Jahres 
ordinirter Adjunct an der Johannisktrche in Altona, 23. April 1876 
Rompastor daselbst. 

Das neue (jesangbucli. Vortrag, gehalten auf der Elmshorner 
Prediger - Conferenz am 23. Oktober 1882. Altona, J. Härder, 
1882. 8» 

*Paillseil, Friedrich, geb. 1 6. Juli 1846 zu Langenhorn, kam, 
vorbereitet von Pastor A. Thomsen, Ostern 1863 auf das Altonaer (Gym- 
nasium bis 1866. studirte erst P/j, Jahre Theologie in Krlaii^uMi. dann 
Philosophie in BerHn und Bonn, wurde 27. Mai 1871 in Berlin zum Dr. 
phil. prr^movirt, Privatdocent und zur Zeit ausserord. Professor der Philo» 
Sophie in Berlin. 

Ausser Beiträgen zu Fachzeitschriften: Symbolae ad systemata 
philosophiae moralis historicae et criticae. Diss. inaug. BeroUni 
1871. 8». 

Versuch einer Entwicklungsgeschichte der Kantischen Erkenntnisse 
Theorie. Leipzig, Fues, 1875. 8«. 



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115 



Geschichte des gelehrten Untenichts auf den deutschen Schulen 
und Universitäten vom Ausgang des Mittelalters bis zur Gegenwart« 

Mit besonderer Rücksicht auf den classischen Unterriclit. Leipzig, 
Veit & Comp., 1885. 8<*. (Ist dem Lehrer Fr. Reuter in Gläckstadt 
gewidmet.) 

1571) Faiilsen, Hans, geb. 7. November 1804 in Satrup, 
Propstei Gottorf starb als Pastor in Wewelsfleth, Propste! Münster- 
dorf, (nach dem Kirchenbuch) am 3» Mai 1868. 

*Paiils*^ii, Ingwer Karsten, geb. 27. April 1844 zu Efken- 

büll, >ii>rdfriesland, besuchte das Gymnasium in Plön bis Mich. 1864, 

studirte Medicin in Zürich und Kiel, wurde in Kiel Anfang August 1S70 

zum Dr. med. et chir. prornovirt (die unten verzeichnete Dissertation 

wurde narhtrfiglich geliefert), machte den Krieg als Arzt mit und kam 

1871 nach Kiel zurück, Arzt in Ellerbeck bei KieL 

Einige Bemerkungen und Versuche 25ur Lehre von der Nieren- 
thädgkeit. Inaug.-Diss. Kiel 1871. 4**. 

*Paiilseil, Karl Heinrich Adalbert, geb* 1. November 185 1 
in Bünningstedt, als Theologe Ostern 1879 examinirt, 5. October desselben 
Jahres ordinirt, Adjunct in Niendorf, 20. Mai 1880 Kompastor in 

Gelting. 

Gab iiuid giebt nochi heraus; Der Jugend Sonntagshist (auch zu- 
sammen mit dem Kropper kirchlichen .Anzeiger) 1879 flf. Kropp, 
Buchhandlung Eben-Rzer, 1879 flf. 

^Paillseil, Johannes Christian, geb. 17. Mai 1843 la Riebum, 

Sohn des 3. Juli 1843 vcrsturbcnen Küsters und Lehrers Jacob P. das. 

(Nr. 1572 im Hauptwerk), besuchte von Ostern 1862 bis 1864 das 

Seminar in Eckernförde und von Ostern 1865 bis dahin 1866 das neu 

eingerichtete Seminar in Tondcm, Substitut in Satrup, Angeln, Ostern 

1866 zweiter Lehrer an der Schule in Leck, Ostern 1867 Elementar- 

lehrer, im December 1869 Küster und erster Lehrer an der Bürger- 

mädcheU'Schule in Tondem, bestand 1876 die Prüfung iur Mittelschulen, 

1877 die Rectoratsprüfung. 

Beiträge zur „Pädagogischen Wochenschrift^', hrsgeg. von 
Schmarje 1871: Die Selbstthätigkeit im Dienste der Volksschule; 
zu der von Emst Lebrecht Kap^ in Lindfaolm herausgeg. „Päda- 
gogische Monatsschrift*^ Schleswig 1875: die Heimathskunde ; 
— die Seminarübungsschule; — zur Sc hieswig- Holsteinischen 
Schulzeitung, von der er dreimal einen der ausgesetzten Preise 
erhielt und zwar filr die Arbeiten 1) Ziel und Aufgabe der AÜttel- 

8* 



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116 



Pftvlseii. 



schule; 2) die raethodibcheii Voraussetzungen der Katechese ; 3) psycho- 
logische Bedeutung, Wesen und Form der katechetischen Frage. — 
Mitgetheilt. 

1574) Paillseili Jühaiines Joachim Hinrich, geb. 18. März 
1847 in Witzhave, besuchtt; die Schulen in l lainburg, studirte 'rheologie 
in Kiel, Berlin, Tübingen, Ostern 1870 examinirt, 20. (nicht 3.) Novbr. 
desselben Jahres ordinirt, Adjunct und 18. Juli 1872 Pastor in Kropp, 
Pxopstei Schleswig, gründete 1879 die Anstalt £ben-£2er in Kropp. 

Von ihm noch: Festpred^t, gehalten bei der Jahresfeier des Ham- 
burger Hauptvereins der GustavoAdolf-Stiftung 22, Nov. 187S, Ham- 
burg, Nolte, 1878. 8^ 

Abriss der Heilslehre der evangeL-luther, Kirche. Rendsburg (Kropp) 
1879. 8*. (Mit Luthers kleinem Katechismus.) 

Predigten über die Sonn- und Festtags-Evangelien des Kirchenjahres 
B. 1. 2. Verlag der Buchhandlung „£ben-Ezer^* in Kropp 1881 
bis 1882. 8<>. 

Predigten über die Sonn- und Festtags-Episteln des Kirchenjahres. Das. 
Fredigten über freie Texte auf alle Sonn- und Festtage des Kirchen- 
jahres. Das. 8^. 

Bibelstundon über das Evangelium Mathäi. Das. 8^ 

Hausbuch (Morgensegen) auf alleTage des Kirchenjahres. Das. 1882.8*^. 

Gebetbuch in Freud und Leid. Das. 1882. 8^. 

Nachtisch für Gotteskinder, in Erzählungen dem Christenvolke dar- 
geboten. Das. 1881. 8^ 

Brodkorb iUr Sonn- und Festtags -Nachmittage. Gotteskindem dar- 
geboten in Betrachtungen über Gottes Wort Das. 1880. 8^ 

Geschichten aus dem Reiche Gottes. 1. Priestergeschichten. 
2. Levitengeschichten. 3. Samaritergeschichten. Das. 1882. 8". 

Predigten (13 über freie Texte). Das. 8^ 

Wegzeiger auf der Pügerstrasse in Lectionen aut alle Tage des 
Jahres von 1880 ff. Das. (1880 ff.). 8*. 

Zukost. Erzählungen zum Vorlesen auf jeden Tag. Das. 1883 tf. 

Seine Beiträge zu Zeitschritten konnten, nach einer Revisions- Be- 
merkung, nicht angegeben werden. Dieselben sind zahlreich. Einzelne 
Artikel sollen schon aus den Studienjahren in den von Edgar Bauer 
(welchen vergl.) in Altona herausgegebenen kirchlichen Blättern sich 
finden. Auch der im Hauptwerk angeführte „Schleswig-Holsteinische 
Kindergarten" erschien schon im Jahre 1866. Andere Aufsätze sind 
zerstreut in dem von ihm während der 70 er und 80 er Jahre und 
noch herausgegebenen Kropp er kirchlicher Anzeiger und 



Paulsen. 



117 



dessen illustrirtem Beiblatt der Jugend Sonatagslust, sowie 
in der Wochenschau, einer anderen, vom Kropper Eben-Ezer« 
Verlag vertriebenen Zeitschrift. Eine am 1. April 1875 begonnene 
Kirchenzeitung ging nach Mittheilungen in öffentlichen BliUtem schon 
am 16« Juni desselben Jahres wieder ein, — Auch mn Porträt von 
ihm ist in der mehr erwähnten Verlags • Buchhandlung der Anstalt 
EbeU'Ezer erschienen. — Revidirt. 

1S79) Paalseili Lorenz, geb. 7. Juni 1810 zu Weesby 

trat 1. Februar 1876 vom Pastorat in Nordhackstedt in den Ruhestand, 
starb 1!. Januar 1882 in Leck. 

^Paulsen, Otto, geb. in Heide, wurde 1868 Dr. med. et chir. 

in Kiel, Arzt in Altona. 

Ausser Beiträgen zu Zeitschritlon : Beitrag zur Statistik der moditicirten 
Liniarextraction. Inaug.-Diss. Kiel 1868. 4*^. 

Die Entstehung und Behandlung der Kurzsichtiglceit. Berlin, Hirsch- 
waid, 1883. S\ 

Zur Entstehung und Behandlung der Scrophulose und der scrophu- 
lösen Erkrankungen der Sinnesorgane. Das. in dcms, Jahre. 8°. 

Die Jäger'sche \Vi)l]kleidung und ihre Bedeutung fiir die Gesundheit. 

Hatjiburg, Meissner, 1885. 8", 

1582) Faulseil, Peter, geb. 5. Augiist 1808 in Atzbüll — — 

trat zum 1. Juli 187 4 vom Directorat des Taubstummen-Instituts in 

Schleswig in den Ruhestand. 

Der Titel der unter Nr. 3 im Hauptwerk angeführten Schrift lautet 
genauer: das Taubstummen-Institut zu Schleswig von 1843 bis 1860. 
Zur Erinnerung an das 50jährige Bestehen der Anstalt in Schleswig. 
O. O. u. J. (Schleswig 1860.) 8". Sie bildet eine Fortsetzung zu 
den im N. St. M. über die Anstalt gegebenen Nachrichten. 

1583) Fanlsen^ Peter, geb. 24. Juni 1807 zu Bönstrup, Kichsp. 
Grundhof — ~ kommt als Küster und Lehrer in Satrup, Propste! Sonder- 
burg, im Provinzial-Handbuch von 1871 nicht mehr vor. 

^Paulsen« Peter Julius, geb. zu Rönne auf Bomhohn 25. Mai 

1817, studirte Medicin in Kopenhagen, war später, während des Kriegs 

1850 dänischer Oberarzt beim Lazareth in ilciiül;uig, vom 16. Februar 
1854 bis l. Februar 1861 Physicus im .'Vpenrader District, v^n 1858 
bis 28. Mai 1861 auch Mitglied des Sanitäts - Collegiuius fiir Schleswig, 
kam 1861 von dem Physicat in Apenrade als Physicus nach Aalborg. — 
Vergl. Eislew Suppl. II, S. 631, wo auch seine schriftstellerischen Ar- 
beiten verzeichnet sind. 



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118 



Panlsen — Feist. 



*Paula(^n (Poillseil), Siegvard, geb. 20. Januar ISÜl in 

Kolding, Pflegesohn des Pastors T. M. Sabro in Tandslet auf Alscn. von 

dem er unterrichtet und 1818 auf die Universität nach Kopenhagen 

dimittirt wurde, wo er Theologie studirte, 1Ö2Ö personeller Capcllan zu 

Spjellerap und Smenip auf Seeland, von wo er 4. Juni 1834 als Pastor 

nach Atzerballig auf Alsen kam, wo er bis 19. Juni 1847 stand, dann 

als Pastor in Gluinsö und Bavelse auf Seeland und 30. August 1861 in 

Rise auf Arroe. — Vergl. Erslew Suppl. B. 2, S. 668—69. 

War Mitherausgeber von Betaenkning i Ritualsagen af syv Fracster 
i Sönderherred paa Als. Kjöbenhavn 1842. S\ 

1584) Panly, Christian Friedrich Johann, geb. 7. Februar 

1806 in Schleswig — — starb als emeritirter Cantor und Ivnabenlehrcr 
in Heide am 18. August 1880. — Mitgetheilt. 

1585) Pauly. Friedrich, geb. 12. Juli 1798 in Schleswig 

starb in Heide, wo er Buchhändler war, 30. Mai 1S79. 

^Paatz, Adolf Wilhelm, geb. 22. Februar 1835 zu Echtrop 

bei Soest, studirte Theologie in Halle, Ostern 1862 Lehrer am Gjrmnasium 

zu Neustettin, seit Neujahr 1871 Conrector und Oberlehrer der städtischen 

höhcaen Bürgerschule, jetzt Realgymnasium in Itzehoe. 

Ein Blick auf die Entwicklung des höheren Schulwesens, insbesondere 
* des preussischen Realschulwesens, im Progr. der höheren Bürgerschule 
in Itzehoe. 1874. 4«. ^ Revidirt. 

1588; V. Pechlin, Friedrich Christian Ferdinand, geb. 
22. Januar 1789 in Norburg auf Alsen - — starb 1864 oder 1865, 
wird wenigstens im Gothaer Kalender von 1863 noch unter den Leben- 
den angeführt, während er im Dänischen Staatskalender von 1866 nicht 
mehr vorkommt. — Vergl. Erslew Suppl. B. 2, S. 633. Brümmer's 
deutsches Dichter - Lexikon B. 2, S* 130 (Auszug aus dem Hauptwerk 
dieses Lexikons). 

1589) Peine, Bermann, geb. in Kopenhagen — — Arzt in 

Altona noch 1868, 1871 nicht mehr. 

1590) Peibt^ Hermann Christian Gustav, geb. 17. Januar 

1835 in Hamburg, starb das. 17. Dccember 1869. — Vergl. noch 

Brümmer^s Deutsches Dichter «Lexikon B. 2, S. 130 und Lexikon der 

Hamburgischen Schriftsteller B. 6, S. 16 und 17. 

Nodi von ihm: Gedichte. Hamburg, Nestler und Melle, März 1868. 
8^. S« Altonaer Merkur 1868 vom 23. Januar. 



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Petermiiiiu ~ Peters. 



119 



Mit Alfrod Schönwaid: Geschichte des i iiaiia- l'hcatcrs iii iiaiiiburg 
vcm seiner Gründung bis zum 25jährigen Jubiläum desselben, 1843 
bis 1S68. Nach authentischen Quellen. Mit 3 Ansichten und 22 
Pomäts. Hamburg, Gebr. Schönwalds Verlag, 1868. 8^ 

Beiträge zu Preetzer Wochenblatt 1860—64; — Freihafen, 
St. Pauli^s Wbchenblatt von 1864 (zum Theil von ihm redigirt); — 
die deutsche Kunst» und Bühnenwelt 1864 — 65; — Ham- 
burger Feuilleton von 1864 (von ihm redigirt); — Neue 
Hamburger Theater-Chronik 1865 und 1866: - Ham- 
burger Almanach von 1869 — 70; — der Declamator 
1865 — 66; — die Nessel; — Reform; — Sonntagsblatt; 
— Freischütz, 

Imgcdruckte Werke von ihm führen Brummer a. a. (). und das 
Hamb. Schriftsteller-Lexiknii folgende auf: Johann Huss, Tragödie; — 
Eine Hand, Lustspiel in 1 Aulzuge ; — Ein deutscher Zecher, Lustspiel 
in 1 Aufzuge; — Der 18. April, Lustspiel in 1 Aufzuge; — Ver- 
gangenheit, Gegenwart und Zukunft, scenischer Ptolug ; — Thalia und 
Melpomene, desgl.; — Die Kindesdiebin, Drama aus dem FranzlSsi- 
sehen übersetzt und ftir die deutsche BiUine bearbeitet ; — Die alten 
Volks* und Heldenlieder der Dithmarschen. 

^Petenuann^ Hermann Rudolf, geb. 7. joni 1827 zu 

Bleicherode bei Nordhausen, wo er Ostern 1840 bis dahin 1846 das 

Gymnasium besuchte, studirte dann Philologie in Halle, kam zu Pfingsten 

1851 an das neuerrichtete evangel. Gymnasium in Gütersloh in West- 
falen erst als Hiilfslehrer , von Mich. 18 52 an als ordentlicher 
und seit Ostern 186 4 als Oberlehrer, inzwischen 1853 in Halle zum 
Dr. phil. promovirt, darauf vom Sommer 1864 bis Mich. 1865 zweiter 
Oberlehrer zu Wernigerode, 18. Juni 1867 Professor, Ostern 1868 bis 
nach 187 1 Director des Ratzeburger Gymnasiums. S. die Vita im Progr. 
des Ratzeburger Gymnasiums 187 1 unter den Biographien der Lehrer S. 35. 
De elocutione Aeschyli diss. inaug. Halis 1853. 8^ 
1593) Peters y Christian August Friedrich, geb. 7. Sept. 

1806 in Hamburg im December 1833 (nicht 1834) Assistent an 

der Hamburgischen Sternwarte — — 1847 ausserordentl. Mitglied der 
Akademie der Wissenschaften in St. Petersburg — — 1849 (nicht 1851) 
ordcntl. Prof. der Astronomie in Königsberg — — 28. September 1873 
nach Errichtung der Sternwarte in Kiel, deren Director er war, gleich- 
zeitig ordentl. Professor der Astronomie in der philosophischen Facultat 
das., 1870 Ritter des R. A.-0. 3. Classe mit der Schleife, im Decbr. 
1874 vom König von Bayern zum Mitglied des Maximiliansordens für 



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120 Peters. 

Wissenschaft und Kunst ernannt (nach Mittheilung des Sohnes im Jahre 
1 880 Ritter dieses Ordens), 1878 Commandeur des dänischen Danebrogs*0., 

starb in Kiel 8. Mai 1880, — Vcrgl. noch das Lexikon der Hatnburgischcn 
Schriftsteller B. 6, S. 28 — 30 (Auszug nach dem Artikel über ihn im 
Hauptwerk dieses Lexikons) und besonders Chronik der Universität zu 
Kiel 1880, Kiel 1881, S. 4—8. 

Setzte nach 1867 die Redaction der astronomischen Nach- 
richten bis an seinen Tod fort. 

Ausserdem noch von ihm: Bestimmung des lyängcnuntcrschiedcs 
zwischen den Sternwarten von Altona und Kiel. Mit Tafel. Kiel 
1873, 4«. 

In der von G. Neumayer herausgegebenen Anleitung 2U wissen* 
schaftlichen Beobachtungen auf Reisen, Berlin 187 5, S. 82 f.: An- 
sveis-niig zur Anstellung von Beobachtungen über Ebbe und Fluth und 
die Gezeitströmungen. 

Berechnung der Braaker Basisrechnung in: Uanske Gradmaaling« 

Kjöbenhavn 187 7. 4**. 

Bestimmung des Längenunterschiedes zwischen den Sternwarten 
von Kopenhagen und Altona, in und aus B. 4 der Danske Grad- 
maaling. Daselbst. 

Bestimmung des Längenuntcrschieds zwischen den Sternwarten von 
Göttingen und Altona, Fublication des kgl. preussischen geodätischen 
Instituts. 

Die Erstlinge seiner astronomischen Beobachtungen aus den Jahren 
1825 und 1826 sind im 4., spätere vor den im Hauptwerke ange- 
führten im 5., 7., 8., 9. und 10. Bande der Schumacher'schen 
Astronomischen Nachrichten enthalten. — Die im Haupt- 
werke augefdlirtc Abhandlung de m()tu [jenduli in aere resistenti, in 
B. 12 der Astronomischen Nachrichten vom Jahre 1835 war 
seine Inang«-Di8S. — In den von Schumacher herausgegebenen 
„Distances^* iür die Jahre 1833 1835 sind von ihm: die 
Mondephemeriden nach Damoiseau^s Tafeln berechnet — Eine grosse 
Reihe seiner während des Aufenthalts in Pulkowa ausgestellten Be- 
obachtungen fiUk den 5. B. der Observattons de Poulcova. 

1594) Peters. Christian Heinrich Friedrich, geb. 19. Sept 
1813 in Coldenbtittel bei Friedrichstadt — — entdeckte (als Director 
der Sternwarte zu Clinton im Staate New-York) im August 1S83 wiederum 
einen neuen Planeten 9. (]r., den 234. der I'laneten zwischen Mars und 
Jupiter und den 42, der von ihm entdeckten. Vcrgl. darül)er Newcomb's 
Populäre Astronomie, deutsch v, R« Engelmann. Leipzig 1881. 



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Peters. 



Noch von ihm ii. a. in den Annals of Harvard College 
Astron. Observatory mit W. C. Bond: Observations of solar Spots; 
und zahlreiche weitere Beiträge zu den bis 1880 von Chr. Aug. Fr. 
Peters, zur Zeit von Krüger herausgegebenen Astronomischen 
Nachrichten* 

*Peters, Krnst (C. F. J. Krnst), geb. 21. Februar 1850 zu 
Rolübbe in Holstein, besuchte von 1859 — 1869 das Gymnasium in 
Kutin. l)czog dann die Üniversirär ( ircifswald. um Mudicin /.u studiren, 
nahm als Einjährig-Freiwilliger beim pommer'schen Jägerbataillon Nr. 2 
am Kriege 1870/7 1 theil, nahm im Juni 1871 seine Studien in Greifs« 
wald wieder auf, absolvirte 13. März 1872 das Tentamen physicnm, 
5. März 1874 das Examen rigorosum und wurde 3* Aug. desselben 
Jahres dort promovirt, Arzt in LÖtJenburg. 

Die arterielle Translusion und ihre Anwendung bei Erfrierung. 
Inaug.-Diss. Greiftwald 1874. 8^ 

*Peters, Ernst Oswald, geb. 22. Juli 1853 7Ai Brunsbüttel, 

Sohn des späteren Hafenmeisters P, io Kiel, studirtc Medicin in Wiirz- 

burg und Kiel, wo er das Staatsexamen machte und 187S zum Dr. med. 

et diir. promovirt wurde, Arzt in Daves, Schweiz. 

Uebcr intiseptische parenchymatöse Injection nach Hueter. Inaug.« 
Diss. Kiel 1878. 4^ 

'Peters^ Gustav, geb. 19. Mai 1857 in Kopenhagen, Sohn des 
Kammerraths Peters (später in Kiel), studirte Medicin, wurde in Kiel 

1881 zum Dr. med. et chir. promovirt, dann Assistent an der l'rovinzial- 
Irreiumstalt in Halle, darauf an der geburtshült liehen Klinik in Kiel, 
1883 Arzt in Preetz. 

Ueber Siderosis, Inaug.-Diss. Kiel 1881. 8". 

* Paters T Hans Jakob, Organist und Lehrer in Neuenkirchen 

in Ditmarschen, bis Anfang der 70 er Jahre. 

Lieferte Gedichte im Itzehoer Wochenblatt oder in den späteren 
Itzehoer Nachrichten, auch Beiträge zu Carstenn*s Jugend>Almanach« 

1597) Peters, Jacob, geb. 2<S. Januar 1821 in Herzhorn in 
Holstein — — erhielt 1868 als Hau{)taints-Rendant beim Hauptsteueramt 
Kiel den R. A.-O. 4. Gl. — Vc.rgl. über ihn Krslew Suppl. B. 2, S. 639. 

^Peters, Johann, geb. 30. August 1854 in Rendsburg, bestand 
1873 die Maturitätsprüfung, studirte Medicin in Kiel und München, 
wturde 1880 in Kiel zum Dr. med. et chir. promovirt, Arzt in Bovenau. 



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122 



Peters. 



Heber Natron salicylicum beim Diabetes mellitus. Inaug. - 1 )iss. 
Kiel 1880. 

1598) Peters, Johann Heinrich Christian, geb. 5. Februar 

1802 in Glückstadt — — starb in (ieltorf, wo er seit 30. iJecember 

1827 Diaconus war, am 12. Januar 1876. S. Kieler Zeitung vom 

14. Januar 1876, M.-N. 

Die im Hauptwerk gemeinte Abhandlung findet sich in den „Studien 
und Kritiken" Jahrg. 1835, S. 976: die von Luther gebrauchten 
Wörter koppiseh, nieydsam und leydaam. Auch soll er sich an der 
Broschüren-Fehde zwischen Harms und VVolt in Kiel betheiligt haben. 

*Peter8, Karl Friedrich Wilhelm, geb. 16. April 1844 in 
Pulkowa bei St. Petersburg, Sohn von Christian August Friedrich P. 
(Nr. 1593), gebildet auf dem Gymnasium za Altona, studirte Mathematik 
und Astronomie in Kiel, Berlin und München 1862 — 1865, ward 1868 
XU Göttingen zum Dr. ph. promovirt, 1867 Adjunct der Sternwarte zu 
Hamburg, 1868 Assistent der Sternwarte in Altona, 1872 Observator 
daselbst 1873 desgleichen an der Sternwarte in Kiel, 1882 ausserord. 
Prof. der Astronomie, Octuber 1883 zum Vorstand des Chronometer- 
Observatoriums in Kiel ernannt. 

1, 2\ General-Register über die Bände 41 — 60 der Astronomischen 

Nachrichten. Hamburg 1866; über die Bände 61 — 80. Daselbst 

187 5. 4". 

3^ Bestimmung der Bahn des Planeten Sylvia. Inaug. »Diss. 
Göttingen 1868. 

4) Astronomische Tafeln und Formein. Hamburg 187 l. 

5) Beobachtung mit dem BessePschen Fend^-Apparat in Königsberg 
und Güldenstein ausgeführt im Auftrag des geodätischen Instituts. 
Mit Grundiiss von GfQdenstein. Hamburg 1874. 4^. 

6) Gab nach der 2. Aufl. des russischen Originals unter Mitwirkung 
des Verfassers heraus: A. Sawitsch, Abriss der practischen Astronomie, 
vorzüglich in ihrer Anwendung auf geographische Ortsbestimmung. 
Mit 6 lithogr. Tatein. Leipzig, W. Mauke, 1878. 8«. 

7) In Virchow's und v. TToltzendorfTs Sammlung gemeinverständ- 
licher wissenschaftlicher Vorträge Heft 173: die Entfernung der Erde 
von der Sonne. 

8) Die Fixsterne. Mit 69 Figuren in Holzstich. (B. 16 von „das 
Wissen der Gegenwart". Deutsche Universal-Bibliothek für Gebildete.) 
Leipzig, Freytag, Prag, Tempsky, 1883. 8*. 

9) Die gegenseitige Lage der Sternwarten zu Altona und Kiel 
fPttblication des k^kiigl. preussischen geodätischen Instituts). Kiel 
1884, 4« 



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Petera — Pelersdorff. 



In R. FIcischcr's Deutsche Revue, Breslau 1884, llctt II: 
Friedrich Wilhelm Bessel. — I )iv(?rse Beiträge zu den Astronomisch e n 
Nachrichten seit 1864, aus denen separat gedruckt wurden: 
Resultate aus Pendelbeobachtungen. Abth. l — 3 aus B. 97, Nr. l — 3, 
B. 98, Nr. 5—6 und B. 99, Nr. 9. Kiel 1880; In Annalen 
der Hydrographie, hrsgeg. vom hydrogr. Amte der k. Admiralität 
diverse Beiträge seit 1875. — In Göttinger gelehrte Anseigen 1880 
und 1881 2 Recensionen. — In „Humboldt^\ hrsgeg. von Krebs, 
Jahrg. 1884 und 1885 diverse Beiträge. — Revidirt. 

1600) Peters« Peter Johannse.n, geb. 8. Januar 1816 in 

Hennstedt starb in Weslingbtiren, wo er seit 24. October 1841 

Conrector an der Fleckensschulclasse iür obere Mädchen war, 2S. Juli 1870. 

Die nach dem Hauptwerk im Herbst 1866 angekündi|^t( Schrift 
erschien unter dem Titel: Populäre Weltkunde unter Berücksichtigung 
des Vaterlandes nach bewährten Quellen. Heide, Clausen, 1868. 8^. 

1602) Peters, Wilhelm Karl Hartwig, geb. 22. April 1815 

in Coldenbüttel in Eiderstedt, Sohn des Pastors Hartwig Peters (Nr. 1596 
im liau|)twerk, der seinerseits cm Sohn des Landmessers Peter Peters in 
Eppenwörden in S.-D. war) — - starb als Professor der Zoologie in 
Berlin 21. April 1883. (Wie im Hauptwerk schon angeführt, ist einer 
seiner Brüder der Director der Sternwarte zu Clinton im Staate New- York 
Christian Heinrich Friedrich P., Nr. 1594, ein anderer Bruder Eduard 
Peter Matthias, geb. 1811, starb 1873 im Kurort Gerbersdorf, sein 
jüngster Bruder ist Otto Nicol. Heinrich, geb. 7. Juni 1819, seit 15. Dec. 
1851 Pastor an St Marien und seit 23. December 1866 Propst in 
Flensburg.) 

Von der naturwissenschaftlichen Reise nach Mossambique (Nr. 3 
im Hauptwerk) erschien Zoologie m, Amphibien. Mit 33 Tafeln. 
Berlin, G. Reimer 1882, IV. Flussfische. Das. 1868. 4^ 

Ausserdem von ihm noch: 13) Ueber Dinomys, eine merkwürdige 
neue Gattung von Nagethieren aus Peru (auch in Festschrift zur Feier 
des lOOjähr. Bestehens der GeseUschait naturforschender Freunde in 
Berlin). Mit 4 Tafeln. Berlin, Dümmler, 1873. fol. 

Diverse Beiträge in den Sitzungsberichten der Gesellschaft 

naturw. Freunde Berlins und zu anderen Fadizeitschriflen, sowie 
weitere Beiträge in den Sitz u ng s!) e ri < hten der Berliner 
Akademie der Wissenschaften bis 1883. * 

* Peteradorff 9 Rudolf, geb. 17, Juni 1845 zu Beudschen 

in Ost-Preu»en, besuchte das Gymnasium in Rastenburg bis zur Maturität 

Michaelis 1865, studiite Gechichte und alte %>rachen in Kdnigsbeig, b&> 



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124 



Petersen. 



stand 1869 das. das Examen pro fac. doc, war I luirslehrer am Gymnasium 

in Dauzig, wurde J870 in Königsberg zum Dr. phil. pruniovirt, seit 

Mich, desselben Jahres ordcMitl. Lehrer am Gymnasium zu IJemmin. 1871 

als ürdenUkher Lehrer am (lymnasium in Flensburg bis 1873, ^or 2^it 

Rector am Gymnasium in Pr. Fhedland. 

Diodorns, Ciurdas« Arrianus quibus ex fontibus expeditiones ab 
Alexandro in Asia usque ad Darii mortem factas hauserint. Gedani 
1870. S\ 

Beiträge zur Geschichte Alexander des Grossen, im ()steq)rogr. des 
Flensburger Gymnasiums 1872. (Auch Berlin, Weber, 1873.) 4**. 

Die wichtigsten Funkte der Methodik im gymnasialen Unterricht. 
1 . 'rh(?il : Allgemeine Grundsätze, die fremden Sprachen, Geschichte 
und Geographie. Pr. Friedlaud 1881. 4". 

Eine neue Hauptquelle des Q. Curtius Ruius. Beiträge zur Kritik der 
QueUen für die Geschichte Alexanders des Grossen. Hannover, 
Hahn, iS84. S^, 

* Petersen, Volontär unter der deutschen Abtheilung 

der (weil.) Rcatekamnier, starb (nach Krslew Suppi. 11, S. 640) 1849 
im Holsteinischen. 

Einleitung auf S. I— XXVI zu dem Statistischen Tabellenwerk", 
herausgegeben von der k. Commission H. 2 : Dctaillirte Darstellung 
der Volkszahl in Schleswig, Holstein und Lauenburg am 1. Februar 
1845. Kopenhagen 1846. querfol. (Erschien ohne seinen Namen.) 

1604) Petersen, Adolf Hin rieh Franz, geb. 20. Fe])ruar 
1806 zu Itzehoe ■ — — trat zu Ostern 1876 vom Conrectorat in Glück- 
stadt in den Ruhestand, starb 15. Februar 1879 in Itzehoe. 

Noch von ihm: Ueber Preussen und dessen Fürsten als Schirm- 
herren des Protestantismus, im Oster-Gymnasial •Programm Glückstadt 
1869. 4". 

1607) Petersen, Asnuiss, geb. 26. September 1819 in VVittkiel 
— — starb in Breslau 8. December 1882. 

""PeterBen, C L.? 

Steht unsere evangelisch-lutherische Kirche in ihrer Tauflehre auf 
dem Grunde des göttlichen Worts oder thun es die sog. Baptisten. 

Antwort eines Laien auf «las von Rode und C. Peters hcransgcgebene 
otTene Sendschreiben, Schleswig im Febr. 1880, Breklum, Christi. 
BuchhandL, 1880. S\ 

1608) Petersen, Christian, geb. 12. December 1797 in Soes 
im Amte Apenrade — — starb in Göllheim in der bayrischen Pfalz, wo 
er als Pfarrer stand, 23. December 1878. 



L.iyui<.LU Oy VjOOQle 



Peteraen. 



195 



1609) Petersen, Cliribtian, geb. 17. Januar 1802 zu Kid — 
— feierte am 6. Juni (nicht Januar) 1856 das 25jährige Jubiläum seiner 
Anstellung an der Hamburger Stadtbibliothek, starb in Hamburg 14. Jan. 
1872.« — Vergl. noch das Uamburgische Schriftsteller-Lexikon B. 6, 
S. 32—41. 

Noch von ihm: Memoxia Mart. Carl. Sillem in dvitate Hambuigensis 
consulis« (Hamburgi) 1837. fol. 

Spuren des Steinalters, welche sich bis in die Zeiten der be- 
glaubigten (beschichte erhalten haben. Festgabe zm Feier des 
Jubiläums der Universität Lund. Hamburg 1868. 4". 

Ucber das Verhältniss des Broncealters zur historischen Zeit bei den 
Völkern des Alterthums. Festgabe zur 50jährigen Feier der Universität 
Bonn. Das. in dems. Jahre. 4^ 

Das Zwdl%öttersystcm der Griechen und Römer. Abth. 2 (Abth. 1 
s. im Hauptwerk Nr. 28), im Index der Vorlesungen am Johanneum 
in Hamburg 18A8 69. Das. in dems. Jahre. 4^ 

Im Philoiogus B. 27, S. ,?85 — 431: Ucl)(!r den Ursprung der 
unter Orpheus Namen vorhandenen Hymnen. — In den (Jüttinger 
gelehrten Anzeigen 1868, St. 3, S. 91 — 99: Ree. von C. F. 
VViberg, der Eintluss der classischen Völker aul den Norden durch 
den Handelsv^kehr, aus dem Schwedischen von J. Mestoifl — In 
Fr. Quast und H. Otte, Zeitschrift für christliche Archäologie und 
Kunst B. 2, 1858, S. 49^52 mit Abbildung: Elfenbeinernes Relief 
auf einem lateinischen £vangelienbuch der Hamburger Stadt-Bibliothek. 

^Petergen^ Christian Ferdinand, geb. 15. Mai 1845 zu 

Esmark in Angeln, studirte Medicin in Kiel, seit 1. August 1867 zweiter, 

seit 1871 erster Assistent der chirurgischen Klinik in Kiel, 1868 zum 

Dr. TKed. et chir. piuinovirt, abiolvirte 1869 das Staatsexamen, während 

des Krieges 1870/7 1 als Arzt in Lazarcthen am Rhein, schon 1869 

Privatdocent in der medicinischen Facultät in Riei, 5. August 18 7 4 

ausserordentlicher Professor, nachdem er seiner Gesundheit halber vorher 

eine Zeit lang in der Schweiz und dort gleichzeitig an einer chirurgischen 

Anstalt tbätig gewesen war, auch Director der chirurgischen Poliklinik und 

ärztlicher Dirigent des Kinderhospitals des Mutterhauses zur Ausbildung 

fiir Krankenpflegerinnen. 

£iniges über den Mastdarmkrebs und dessen Eacstirpation. Sechs 
neue Fälle» Inaug.-Diss. Kiel 1868. 4^. 

Beiträge n. a. zur Berliner klinischen Wochenschrift 1872, 
Nr. 52 : Mittheilungen aus der chirurgischen Klinik des Prof. Esmarch 
in Kiel. — In den Mittheilungen für den Verein schleswig- 



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holsteinischer Aer/te Hell 5, 1875, S. 49 f.: lieber dorsale 
Luxation der ersten Damnenphalamc Vortrag, gehalten 13. Mai 1875 
im physiologischen Verein in Kiel; — Heft 7, 1879, S. 75 f.: Ueber 
Behandlung der Spondylitis; — Heft 8, 1881, S. 65: Zur Behand- 
lung der Hämorrhoiden; — Heft 9, 1883, S. 25 f.: Ueber' Ober- 
schenkelbrüche bei kleinen Kindern. 

*Peter86D» Christian Hans Peter, geb. 5. October 1855 

in St. Jürgen bei Flensburg, besuchte das dortige Gymnasium bis 1875, 

stndirte Philologie in Leipzig, Berlin, Kiel, 22, Januar 1880 in Kiel 

zum Dr. phil. promovirt. 

De causis publicis Ronianis inde ab uuno CXXI. usque ad aimum 
LXXI. a. Chr. n. actis diss. inaugur. K.iliae 1880. 4®, 

1610) Petersen, Christoph Wilhelm August, geb. 16. Febr. 
1826 in Schleswig - — zur Zeit Lehrer der 2. fcüasse an der Knaben- 
schule der Domgemeinde in Schleswig. 

Noch von ihm: Schul tibel nebst Lesebuch fiir die Unter- und 
Mittelschule der Volksschule. Th. 1 : Fibel und Lesebuch iür die 
Unterstufe. 6. Aufl. Schleswig 187 3. 8**. 

*Ppter8eii, Detlev Friedrich, geb. 7, December 1810 in 
Habye, studirte Theologie in Kiel seil Ostern 1831, exam. Ostern 1836 
(2. m. A.), 26. März 1843 Kector in Tondern, 26. October 1850 ent- 
lassen, 1851 — 1863 Instifcutsvorsteher in Kiel, Juli 1863 Director und 
erster Lehrer an der Realschule in Marne, 29. Juni 1864 const, Decbr. 
1864 definitiv Subrector am Hadeislebener Gymnasium, trat zu Ostern 
1879 in den Ruhestand, starb in Hadersleben 23. November 1884. 

Widerlegung von Hitziges Ansicht über Makkabäische Psaimen, im 
Gymnasial-Programm 1867/68. Had«rsleben (gedruckt in Flensburg) 
1868. 4", 

1612) Petersen, Eugen Adull Hermann, geb. 16. August 
1836 in Hciligenhateri — — 1869 Oberlehrer am Gymnasium in Plön, 
im Februar 187 3 als l'rofessor der altclassischen Philologie und ArchäulDgie 
nach Dorpat berufen , von wo er später einem Ruf an die Universität in 
Phig folgte. 

Noch von ihm ausser Beiträgen zu Faclizcitscliriften : Kritiscli<< Be- 
merkungen zur ältesten Geschichte der griechischen Kunst, im Plöner 
Gymnasial-Oster-Programm 1871. Plön. 4". 

Die Kunst des Pheidias am Parthenon und zu Olympia. Berlin, 
Weidmann, 1873. 8". 

De vita Thucydidis. Dorpat 1873. 4^ (Ptogr.) 



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PetoneiL 



197 



De Cdrere Phigalensi at^uc de DipDcno et Scyllide. Üorpati 1874. 

4^ (Progr.) 

Emendatioiu's (ad distic ha tria Calliiuachi notiutu- in anthoiogia 
Paladna lib. XII, 2S inventa iJcrtiiuMites). Dorpat 187 5. 4'\ 

De Atreo et Thyesta dis[)Utati(). Dorpat 187 7. 4", 

De Dionysiorum judicibus. Durpat 1878. 4®. 

* Petersen, Gustav, geb. 27. Juli 1854 in Rodenäs, Kreis 
Tondern, besuchte, nachdem er zuerst in der Volksschule der Heimath 
unterrichtet war, die Gymnasien in Schleswig und Husum, studiite Medicin, 
1881 xum Dr. med. et chir. in Kiel promoviit, Hausarzt am städtischen 
Krankenhause und Assistent in der medidnischen Klinik, auch praktischer 
Arzt in Kiel» 

Ueber die ^ofiPnrech^lvorgänge beim Intermittensanfall« Inaug.-Diss. 
Kiel 1881. 8». 

*Peterseu, Hans Jacob, geb. 16. Juli 1831 zu .... , einige 
Jahre in Kopenhagen, später Lt^hrcr an der Rendsburger (Jarnisoiischule, 
von wo er als Küster und Lehrer na( h Rödding, Propstci 'rörninglehn, 
kam, seit November 18 74 Ixjhrer zu Kongsmark auf der Insel Romö. 

Oab heraus: Paaskepraediken af H. A. Brorson, Biskop i Ribe. 

Haderslev 1864. 8'*. 

()m en christelig Opdragelse af Fastor A. Braem. Oversat fra 
Tydsk i A. Knapps Christolerpe. Ribc 1867. 

*Petersen, Hans Peter, geb. 24. Mai 1811 in Jürgensbye bei 
Flensburg, studirte Theologie in Kiel seit Ostern 1833, exam. Michaelis 
1837 (2. Char.), war dann 12 Jahre lang auf das Unterrichten ange- 
wiesen, leitete namentlich längere Zeit eine Privatschule in Bredstedt, 
wo er im Febr. 1849 ord. Adjunct des Qrtspredigers wurde bis 15. Dec. 
1850, von Kopenhagen, wohin ihn der damalige dänische Regierungs- 
commissär als Gefangenen abführen liess, zurückgekehrt, erhielt er im 
Juni 1851 als Adjunct in Meldorf Stellung, aus welcher er von der 
dänischen Regierung abermals entlassen wurde, wandte sich nach Berlin, 
um sich dem ( )herkirchenrath zur \ erfiigung zu stellen, der ihn nach 
Posen sandte, wo ihn das dortige kgl. Consistorium nach einander in 
4 Gemeinden als Hülfsprediger verwandte, im Mai 1859 Pastor in Scliulitz, 
Provinz Posen, kam 1864 in die engere Heimath zurück und wurde 
30. September dess. Jahres Hauptpastor in Lunden, von wo er 1866 als 
erster Compastor an St. Johannis nach Fahr kam, wo er 17. Februar 
1876 starb. 



uiyiii^ed by 



188 



Petersen. 



Das Land der Herrlichkeit, l'redigt über Ji>h. 14, 1 — 3. Meldorf 
1856. 8». 

1617) Peterseil, Hans Thomas, geb. 20. August 1794 zu 
Norstedt, Krchsp. Viöl, — — starb in l^unden 1868 (?). 

1620) Petersen^ Heinrich Conrad, geb. 18. September 1822 
in Tondem — — 1871 Abgeordneter zur Synode für Südangeln, seit 
9. November 1872 Pastor in Bomhöved. 

1621) Petersen, Heinrich Jacob Reinhold, geb. 21. Dec 
1815 in Heide — — im Jahre 1870 beschloss die British Association 
for the advancement of sdence Petersen zu veranlassen, fernere Rech- 
iiuu|^cü über die (Jauss'schen Cüiistanten tür das Jahr 1829 unter Auf- 
nahme der bisher nicht berücksichtigten Beohac :htimg(Mi :iuszufTihr(m und 
dass zu diesem Zweck die Summe von SO Ptuiid Sterling disponibel ge- 
macht werde; — ging 1. October 187 8 als zweiter Oberlehrer auf An- 
suchen mit Pension ab, lebt noch in Kid. 

^Petersen, Hermann, geb. 7. Juni 1854 zu Schleswig, besuchte 
bis Ostern 1875 das Gymnasium das., studirte in Kiel, Bonn, Berlin und 
wieder in Kiel Medicin, wurde in Kiel 1880 zum Dr. med. et chir. 
promovirt. 

Eine &fagenresedion zur Heilung einer Mageobanchwandfistiel. Inaug.' 
Diss. Kiel 1880. 8''. 
•Petersen, Ingwer, geb. 13. September 1849 auf Rickertswerfi 

Krchsp. Faiiretüll, besuchte das Seminar in 'loudcrn von 1868— 1871 
(exara. mit dem 1. Char.), Lehrer an der 2. Classe der Mädchenschule, 
dann der Mittelknabenclasse in ßredstedt, dann und noch Hauptleluer 
der 2. Classe der Knabenschule zu St. Johannis in Flensburg. 

Blätter der Erinnerung an den Mathematiker und Mechaniker Hans 
Memsen aus Fahretoft in Nordfriesland. Bredstedt, Selbstverlag, 
1874. 8^. Angehängt sind Friesische Heimathsklänge, gesammelt 
von dem Verf. 

1626) Petersen, Johann, geh. ... in Fahrenstedt bei Schleswig 
— — noch Arzt in Böcklund im Kirchspiel FahrenstedL 

1627) Petersen, Johann, geb. in Dagebüll — — Lehrer an 
der zweiten Mädchendasse in Sonderburg bis 1850, später in Struxdort 
angestellt, wo er 1870 mit einer kleinen Pension entlassen wurde und 
im Februar 1874 in zurückgekommenen Verhältnissen starb. 

•Petersen, Johannes August, geb. 21. März 1862 zu Stein- 
beck, Kreis Stormarn, Sohn des Pastoren Karl Petersen das., besuchte 



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Petersen. > 129 



zuerst die Schule in Steinbeck, dann von Ostern 1872 an die Realschule 

<ies johanneums in Hamburg bis Mich. 1S80. stuHirte Chemie und be- 
schreibende Naturwisiiulist halt in lieidciberjx. Kiel und Leipzig, wurde 
im Februar 18S4 in Kiel zum I)r phil. j.iotiKiviti. 

Mikni^kopist ho nnd <-hfmis( he Utitersuehiiiigcn am Enstatitporph)Tit 
au> (Im (Jhcvioi-HUls. Ijuuig.-niss. Kiel 1S84. 8^. 

* Ft*tei*st)ll, Johann Christojjh Wilhelm, geb. 9. Ortober 

1856 in Schleswig, besuchte die Domschule das., studiite seit 1875 

Philologie in Kielf wurde Februar ISSO zum Dr. phil. promovirt, dann 

am Gymnasium in Maiienwerder, seit Michaelis 1883 am Flensborger 

G3rmna8ium. ' 

Quaesttones de historia gentium Atticanim. Diss. inaug. Slesvid 
1880. 8». 

1630> Feterseili Johann Friedrich, geb. 6. Febr. 1810 su 
Eichkoppel im Amte Cronshagen — — von Neujahr 1857 Lehrer und 

Cantor in Bergenhusen bis 1870. in welchem Jahre er peusionirt wurde 
lind in Jarkau lebte, starb in Wiek bei Riel, wohin er von Barkau über- 
siedelte, S. Mai 1873. 

Von der Vorschule zu sämmtlichen Aiispaben von seinen Lese- 
l)üdiern 1. Aufl. Schleswig, Heiberg, 180 7 s. im Hauptwerk) er- 
schien 2. Aufl. das. 1872. 8". 

Noch von ihm: Anschauungs- und Denkübungen nach dem Leben. 
In Dispositionen für Mittel- und Oberclassen der Volksschule« Mit 
Einleitung und Inhaltsverzeichniss von C. W. Petersen. Halle 1876/77. 
8**. (Erschienen in Heften.) 

1631) PeterS4»ll, Johann Hieronymus, geb. 20. März 1816 

zu EckemfÖrde — — steht noch als Organist, Rüster und Hauptlehrer 

in Norcierlahreu.sLedl, l'rupstei Südangehi. 

Noch von ihm während der letzten (>Oer und der 7 Oer Jahre (Je- 
dichte in der Eckernlörder Zeitung, den Itzehoer Nach- 
richten, u. a. die Sturmnacht auf l'almarum 1830; — der Nach- 
mittag des 24. Juli 1850 bei Idstedt (Mutter Behmer) ; — die ersten 
Vier ; — Gruss von unsem 43 Todten auf dem Kirchhofe zu Fahren« 
stedt zum 25. Juli 1869, als zum Tage der Einweihung des Idstedter 
Denkmals; — zum 5. April 1870 bei Eckernf^rde; — nach Fahren- 
stedt! zum 25. Juli 1872. Lornsens Geist und I^msens Denkmal, 
zum 24. März 1873; — Dreimänner in Alexisbad. Ausserdem 
eiiML'f Streitschhllen in verschiedenen Blättern. — Revidirt. 

^I'eterseil, Johann Peter Christian, geb. 6. Januar 1837 
in Eggebeck, Rr. Flensburg, wo sein Vater Küster und Schullehrer war, 

9 



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130 



Petersen. 



besuchte das Seminar in Skaarap auf Fühnen, später Lehrer in Flendiarg 
und Schleswig« Ostern 1865 Seminarlehrer in Tondem, jetzt Kreisschul- 

inspector in Apenrade. 

Mit O. Hinr. Rickmers ; ixurtlattct tydsk Sprogia're tor nordslesvigske 
Skoler. Flensborg, A. VVestphalen, 1868. 8*». 

l\)puläre Darstellung der neuen Mass- und Gewichtsverhältnisse. 
Schleswig, Heiberg, 1870. 8*. In beiden Sprachen, deutsch und 
dänisch, gedruckt; die deutsche Ausgabe erlebte 5 Auflagen. 

Mit O. Hinr. Rickmers: Ledetraad for Undervüsningen i Geo- 
graphie af H. A* Daniel. Efter det af J. Kirchhoff besöigede 
80. Oplag oversat. Halle, forlagt af Vaisenhusets Boghandel, 1873. 

Gebrüder Hagedom. Schauspiel in 5 Acten, Den Bühnen gegen-* 
über Manuskript. Leipzig, Oswald Mutze, 1881. 8** 

In Kapers Pädagogische Monatsschrift Heft 2, 1875, S. 92: 
Recension der Lehrbücher der Arithmetik von Grünfeldt. — Zwei Trauer- 
spiele: der schwarze Graf, 1876, und Rahel, 1881, in Kürschners 
Literaturkalender für 1884 angeführt, waren nicht zu OTiiren. 

* Petersen, Johann Peter Julius, geb. zu KKplef bei Apenrade, 

studirte Philosophie (bcsuuders classischc Philologie; in Ricl seit ( ).stcrn 

}S54, wurde 12. Juni 1860 in Kiel zum Dr. philos. jiromovirt (Inaugural- 

Dissertation de oraculi ApolHnis I)elj)hi( i aiu toritate in Lacedamonioiuni 

rep), 27. September 1866 8. Lehrer am Haderslebener Gymnasium, 

1879 Oberlehrer das. 

De Horatio alionim auctorum aemulo in epistola ad Pisones scri- 
benda, im Osterprogramm Hadersleben 1870. 4^ 

1632) Petersen 9 Jürgen, geb. 25. Mai 1801 in Steinfeld in 

Angeln 17. März 1829 erst interimistisch, 27. August 1830 

definitiv I^hrer für den Gesangunterricht am Altonaer Gymnasium, 

trat Ostern 1879 von dem Posten am Gymnasium in den Ruhestand. 

1633) Petersen, Rarl, geb. 4. Mai 1815 zu Altona — — seit 
26. (nicht 29.) Octobcr 1855 Pastor in Kirch-Steinbeck, 1871 und 1880 
Abgeordneter zur Synode, 1880 Mitglied des Gesammt-Synodal«Ausschusses, 
erhielt im Januar 1884 den R. A.>0. 4. Classe. 

* Petersen 9 Karl Alb recht, geb. 23. September 1835 in 

Lübeck, besuchte das Gymnasium daselbst, erlernte die Landwirthschaft 

[praktisch in Mecklenburg, ci tndilioiiirtt^ daselbst bis 186 1 und trat duiui 
eine eigene Wirthschatl un. 187 0 liljertiahm er die Administration der 
dem Gral'en Schliefen in Mecklenburg gehörigen Güter VVindhausen und 



bigiiizeo by LjOO^^I^: 



Petersen. 



lai 



Sensenstein bei Kassel, wurde 187 4 von der oldenburgischen landwirth- 
schaltJichen (^cscllsrhatl zu ihrem (ieneralsecretär erwählt, übernahm 1875 
die Redaction der Milch-Zeitung, der er uiiunlerbrochen noch vorsteht, 
1879 zum Oekonomierath ernannt, 1880 vom Grossherzog von Olden- 
burg in die Centndverwaltung seiner Fideicommissgüter in Holstein be- 
rufen, mit dem Wohnsitz in Eutin. 

1) Die Rindviehzncht im landwirthschaftlichen Betriebe und die 
Mittel zur Hebung derselben. Danzig 1874. 8^. 

2) Bericht über eine Reise nach Schweden und Dänemark in Bezug 
auf Molkereiwesen. Oldenburg 1875. 8^ 

3} Redigirte seit 1875 und noch die Milch-Zeitung. Das. 1875. f. 

4) Studien über das Molkereiwesen. Reiseskizzen aus Dänemark« 
Schweden und Finnland (zusammen mit C Boysen und M. Fleisch- 
mann). Danzig 1875. 8^. 

5) Das Milchbuttem und das sogenannte Regenwalder Butterfass. 
Bremen 1878. 8". 

6) Anleitung zum Betriebe der MUchwirthscbaft in 15 Vorträgen. 
1. und 2. Aufl. Das. in dems. Jahr. 8^ 

7} Skizzen aus der Entwicklung des landwirthschaftlichen Unter- 
richtswesens in Deutschland. Das. 1879. 8*. 

8) Bericht über die milchwirthschaftliche Ausstellung in London 
u. s. w. Oldenburg 1879. Bremen 1881. 8**. 

9) Kritischer Bericht über die allgemeine land- und forstwirth- 
schaftliche Ausstellung in Hannover 1881 u. s. w. (Aus der ,}Milch- 
Zeitung'*.} Daselbst 1881. 8^ 

10) Die internationale Thier*AttSStellung in Hamburg 1883. (Aus 
der „Müch-Zeitung**.) Das. 1883. 8**. 

11) Die landwirthschaftliche Thier •Ausstellung^ ihre Organisation 
u. s. w. Das. in dems. Jahr. 8*^. (Erhielt auf der internationalen 
ThiW'Ausscellung in Hamburg im Juli 1883 ehrende Anerkennung.) 

Grössere und kleinere Artikel seit 1870 hauptsächlich in der Milch - 

Zeitung'\ in d^ landwirthschaftlichen Annalen des 
mecklenburgischen patriotischen Vereins, in dem land- und forst- 
wirth s ch aftl ich en Ve re i M sl) 1 a tt f ii r das F ürste nth um Hildes- 
heim, in dem I. a ii d w i r t h s (Mi a 1 1 s bl a 1 1 für das He rz o g t h u m 
Oldenburg, für die deutsche landwirthschattli che Presse 
u, a. m. — Revulirt. 

* Peterseil, Karl August, geb. 1813 in Hadersleben, studirte 
Jura (seit 1836 in Kiel), exam. 1841 (m. d. 1. Char.), Auscultant beim 
Schleswig^schen Obergericht, von 1848 — 52 in verschiedenen Aemtem 

9* 



^ed by CjOOQie 



132 



Petemeü. 



consdtaut, 1853 Rath beim Obergericht in GlOckstadt, 1867 Appellatlons- 
gerichts-Rath bis 1. October 1S79, dann bei dem Uebergang des 

AppellatinnsgericliLs in das ( )t)er]an(lesgericht mit den Räthen Jacobson, 
Jürgeiisen, \Vümmels(lf>rrt- Friedrichsen zur Disposition gestellt, starb in 
Kiel 20. April 1880. 

Der von ihm vcrtHrtigte systematisrhc Katalog der Kupferstich- 
Sammlung des Runstvereins blieb f>isht'r wohl Manuskript. 

*Peterseii, Karl Friedrich Kudoli" Peter, geb. 28, Juni 
1848 in Flensburg, besuchte das Gymnasium das., studirte Medicin in 
Leipzig bis Ostern iS72, nachdem er während des Krieges 1S70/7 1 im 
Sanitätscoips in Altona gedient hatte, dann in Kiel, l>estand 8. Mäiz 
1873 das Tentamen physicum, 28. Mai 1875 das medictnische Staats- 
Eatamen, in demselben Jahre zum Dr. med. et chir. promovirt, Atzt in 
Gravenstein. 

Ueber das entzündliche Hautpapiiioni. inaug.-Diss. Kiel 18 7 5. 4'*. 

In den Mittheilungen für den Verein schleswig*hol> 
steinischer Aerzte Heft 8, S. 70 fi.: Die Behandlung der 
Diphtheiitis mit Natr. benzoic. 

^Petersen, Lorenz Albrecht, geb. 28. Februar 1811 zu 

Niedamm, adl. Guts Düttebüll, Kr. Flensburg, Sohn eines Landmannes, 
besuchte die Domschule in Schleswig, studirte Jura in Kiel und Berlin, 
exam. Ostern 1835 (m. r. A.), wandto sich, nachdem er einige Jahre 
im Amte Tondern Advocaturgeschäfte betrieben, der Camcralvcrwaltung 
ZU, wurde 1846 Gevollmächtigter in der kgl. Rentekammer in Kopen« 
hagen, 1848 consL Lehnsvogt in den Tondem'schen Marschharden, von 
1856 bis 1864 Gevollmächtigter im schleswig*schen Ministerium, erhielt 
den Titel Kammerrath, 1865 in der schleswig-holsteinischen Regierung 
angestellt, 1866 Amtsverwalter im Amte Husum, als dieser Posten 1868 
einging, mit der Verwaltung der kgl. Steuerkasse das. betraut, Rechnungs- 
rath, auch Unterreceptor far die Oberlorsterei Sdileswig und Rendant des 
k. Gymnasiums n Musuin. 

Ausser ein igen kleineren Mittheihingen steht von ihm in Slesvigske 
Provindsiai elterretninger 4. Bd., S. 117 f.: über die im Jahre 
1806 niedergesetzte Commisnon zur Einführung der danischen Gesetz- 
gebuQg in Schleswig-Holstein; in Zeitschrift der Gesellschaft 
für schleswig-holstein-lauenburgische Geschichte B. 3, 
S. 243 ff., B. 4, S. 343 f., B. 5, & 215 f.: Actenstücke zur Ge- 
schichte des Steuerwesens im vormaligen Amte Tondern unter der 
iitrstl. Gottorpischen Regierung; ausserdem in derselben Zeitschiitt 



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IM 



kleinere Mittheilungen, B. 4, S. 184 f.: Vertckeniiss der vom Adel vnnd 
Frislüde, so im Ampte vnnd Lehne Flenssborg thom Dele geseten ; 
S. 185 : Vcrzeichniss der vom Ade] im Lande zu Holsten, wo viel 
Pflüge ein Jeder hatt; S. 189 fi.: Landregister; S. 398: Brautschatz 
einer adeligen Dame im 16. Jahrh. n. a. m. 

* Petersen, Ludwig Rudolf, war nach Krslcw Suppl. 2» 
S. 6 53, der Geburtsdatum und Ort nicht anführt, nachdem er in Kopen- 
hagen rheologie studirt hatte, im November 1852 Stundenlehrcr an 
der Gelehrten* und Realschule in fleosbnrg und später Gehülfe und 
Zeichner am antiquarischen Museana das. 

Er hat au £ngelhardt*s „Thorsbjerg Moselund" ftst alle Zeichnungen 
geliefert. Audi gab er 1851 in Kolding ein Nyhedsblad for 
SIesvig heraus, von dem jedoch nur 1 Nummer erschien. Seine 
übrigen nicht hierher gehörigen Schrillen führt Erslew a. o. a. O. an. 

^Petersen, Matthias Heinrich Hermann, geb. 25. März 

1848 in Eggebeck, Kreis Flensburg, jüngeier Bruder von Joh. Peter 

Christ F., kam 1862 nach Schleswig, nm unter der Aufeicbt des älteren 

Bruders zum Berufe eines VolksschuUehrers vorbereitet 2U werden, ging 

im Sommer 1863 von der Realschule auf das Gjrmnaslum Über, welches 

er Ostern 1868 mit rühmlichem Maturitätszeugniss verliess, um in Kiel 

( lassis(:h(^ Philologie zu Studiron, eilte I8 7Ü nach Anshruch des Kriegs 

inil Frankreich zu den Waften und hei am 4. December desselben Jalires 

vor Orleans. 

In der Einladungsschrift zur Feier des kais. kgl. (jeburtstags 
22. März 1871 Seitens der Universitfit: de Sophistae dialogi Platonis 
ordine nexu consilio. Kiliue 1871. 4**. 

1635) Petersen, Nico laus (Niklas) Matthias, geb. 15. Dec. 

1798 (nicht 1799) zu Amis, älterer Bruder des Cantors Jürgen F. in 

Altona (Nr. 1632) — — starb 19. Mai 1881 in Hamburg, seine laiche 

in Grimma begraben 25. Mai. — Vergl. Programm von Grimma 1882, 

S. 12 (wo der eiste Vorname Niklas geschrieben ist). 

Noch von ihm: Tabellarischer Grundriss der Weltgeschichte. Leipzig, 
Magazin für Industrie, 1831. S\ 

Populäre Astronomie. Gespräch zwischen^einem plattdeutsch sprechen- 
flen Hauer und seinem ihn hochdeutsch belehrenden Fastor. Dresden, 
H(;insius'sche Buchh., 1870. 8". — Ausserdem verschiedene Musikalien 
und in joh. Winkler's ,, Algemen Nedcrduitsch en Friesch Dialecticon" 
(s'(jravenhage 1874) 1. Deel, milgctheilt von Mensinga, eine Ueber- 
setzung des (ileichnisse:» v»>m verlorenen Sohn in den AngeFschen 
Dialüct. 



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184 



PeUrien-Petrt 



*l*eterseii, l'auJi Dnniinico, geb. I. Juni 1856 in Rodanäs, 

Sühn eines Landmanns, studirte Theologie in Kiel, Jena und Tübingen seit 

Ostern 187 6, inzwischen auch Hauslehrer, bestand Ostern 1881 die 

wissenschaftliche Staatsprüfung, Michaelis dess« Jahres das theologische 

Amtsexamen (2. Char.), Pastor in Uldenip. 

In Zeitschrift der Gesellschaft für schleswig-holstein- 
lauenburgische Geschichte B. 12, i882, S. 217 f.: Die 
Entstehungsgeschichte der schleswig-holsteinischen Kirchenordnung vom 
Jahre 1542. 

1636) Petersen, Peter Friedrich, geb. 31. Odober 18 IS in 

Schleswig, Segeberger Seminarist Mich. 1S39 bis dahin 1842, (?) 

Lohrer in Epenwöhrden, bis in die ersten 70 er Jahre (1875 nicht mehr). 

* Petersen, Ullhelm Theodor, geb. II. December 1851 in 
Ka^jpeln, besuchte von Ostom 1866 bis dahin 1873 das Gyranasium in 
Flensburg, studirte Philologie in Kiel, Berlin und wieder in Kiel,' an 
welcher letzteren Univmitüt er 1877 zum Dr« phüos. promovirt wurde 
und im Februar 1878 das Staatsexamen absolvirte, dann von Ostern 
1878/79 Probandus an der Schleswiger DomSchule, darauf Lehrer am 
Flensbuzgei Gymnasium und seit Ostern 1880 Rector der höheren Knaben* 
schule in Tönning. 

Quaestiones Ovidianae. Diss. inaug. KiHae 1877. 4". 

* Petersen -Borstel, .Wilhelm, geb. 12. Aj)ril 1858 zu Neu- 
stadt i. H., Sohn des verstorbenen Dr. med. Borstel daselbst, besuchte 
die Bürgerschule seiner Vaterstadt und das Gymnasium in Eutin bis Ostern 
1877, studirte Medicin in Jena, Kiel, Würzburg und wieder in Kiel, wo 
er 24. März 1882 das Staats-Eacamen absolvirte, dann Ijähr. freiwilliger 
Arzt beim (jarde-Schützen-Bataillon in Berlin, im December 1883 in Kiel 
zum Dr. med. et chir. promovirt 

GaUensteinbildung in ihrer Beziehung zu Krebs und chronischer 
Endarteritis. Neustadt i. H. 1883. 8^ 

*Petit, Friedrich Rarl, geb. 1809 in Kopenhagen, l<l)te, 
literarisch beschäftigt, während der 40 er Jahre ia Hamburg-Altouii. stixrb 
1. März 18 54 in Kopenhagen. — Vgl. Erslew ß. 2, S. 561 uad SuppL 
B. 2, S. 663 und 64, wo auch das Schriftenverzeichniss. 

*Petri, H., in den 70er Jahren, vor 1874, Oberlehrer am Cadetten- 
hause in Plön ; gab laut Bekanntmachung des Commandos des Cadetten- 
hauses und des Landraths Friedexici vom 6. November 1874 — cfir. Kieler 



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PfalF - Pfitzner. 



185 



Zeitung 1874 vom 8. November, Xr. 4199 — durch eine d. d. Nancy 

23. September 1873 gedruckte Schrift gegen Anget;tellte des Cadcitten- 

hauses zu einem strafrechtlichen Verfahren Anlass, worauf er sich in 

einer von Nancy aus in der Kieler Zeitung Nr. 42 7 1 vom 20. December 

187 4 veröffentlichten Anzeige gegen den flim gemachten Vorwurf der 

Schmähschrift verwahrte und seinerseits gerichtliche Schritte ankündigte. 

^FftllP, Friedrich Wilhelm, geb. 1844 zu Volkmaisen in 

Hessen, Theologe, bestand 1870 das Ptedigtamtsexamen in Kassel und 

im September 1870 das schleswig-holsteinische Colloquium, dann ord. 

Adjunct in Sülfeld, Juni 1873 Pastor am St. Johanniskloster vor Schleswig 

bis 1. Mai 1880. 

Redigirte das Sclileswig-Holstein-Lauenburgische Kirchen- und Schul- 
blatt von 187 9 bis 1. April 1880. Schleswig. 4^. 

*Pfeiffer, Friedrich Wilhelm, geb. 27. April 1827 in Breslau, 
besuchte das dortige Magdalenen-Gymuasium, Director Schönbein , bis 
1847, erhielt im Frühjahr 1849 das Reifezeugniss, studirte vorwiegend 
germanische Philologie in Breslau, Bonn, Berlin, wo er 1853 zum Dr. 
phil. promovirt wurde, habilitirte sich 1855 als Privatdocent der alt« 
deutschen Sprache und Literatur in Breslau, ausserordentlicher Professor 
derselben Fächer das., auch Stadtarchivar, im März 1876 an Welnbold^s 
Stelle ordentl. Professor derselben Fächer in Kiel, wiederholt beurlaubt, 
wurde Juni 1884 auf sein Ansuchen aus Gesundheitsrücksichten der Ver- 
pflichtung, Vorlesungen halten, bis auf Weiteres enthoben. 

De chronico Ecconi de Repgow addicto majore. Diss. inaugur. 
Berolini 1853. 8<*. 

üntersuchiingen über die Repgowische Chronik. lireslau 1854. H^. 

Das Ross im Aitdeutscheoi Diss. pro venia legendi. Breslau 
1855. 80. 

Altnordisches Lesebuch. Text, Grammatik, Wörterbuch. Leipzig 

hsr.O. 8°. 

Bearbeitete dif ^. .Ausgabe von K. A. Hahn's Mittelhochdeutsche 
Grammatik. I raukl. a. M. 187 5. 8". 

*Pfitzner, Wilhelm, geb. 2 2. August 1853 zu Oldenburg i. 11.. 
studirte Medicin seit 1873 in Stra.ssburg, Göttingen, Kiel, absolvirte 
16. März 1878 das medicinische Staatsexamen, bestand 28. Februar 1879 
das Examen rigorosum und wurde zum Dr. med. et chir. promovirt. 

Die Leydig'schen Schleimzellen in der E[>idermis der I^arvc von 
Salamandra maculosa. Jnaug.-Diss. Kiel 1879* 4^ 



L.iyui<.LU Oy VjOOQle 



l 



136 Pileider«r. 

*Pflei<l«ror , Edmund, geb. 12. October 1842 in Stetten, 
Würtcnibcrg, studirte Theologie und Philosophie. 1870/7 1 Feldprcdiger, 
187 2 ÜiacüDus in Seidelüngcii, April 1873 ordtintl. Prof, der Philosophie 
in Kiel bis Ostern 1878, um welche Zeit er nach Iiibingen kam. 

Ausser Beiträgen zu thr logischen und pliilc^sophischcn Fachzeit- 
schriften: Gottfried Wilhelm Leibnitz als Patriot, Staatsmann und 
Bildungsträger. Lichtpunkt aus Deutschlands trübster Zeit. Leipzig 
1870. 8^ 

Leibnitz als Verfasser von 12 anonymen meist deutschen politischen 
Flugschriften. i>as. in dems. Jahr. 8**. 

Zwei Feldpiedigteii, gehalten im Park von Coeuilly und im Schloss- 
paik zu Poutault. Tübingen 1870. 8^ 

Erinnerungen und Erfahrungen eines Feldpredigers aus dem Krieg 
1870/71. Stuttgart 1874. 8«. 

Kosmopolitismus und Patriotismus in v. HoltzendorfiTs und W. Oncken*s 
deutsche Zeit- und Streitfragen H. 36. Berlin 1874. 8^ 
Die Aufgabe deae Üiilosophie in unserer Zeit. Rede zur kaiserl. 

Geburtstagsfeier 22. März 1874. Kiel 1874. 4^ 

Empirismus und Skepsis in David Hume's Philosophie als ab- 
schliessender Zersetzung der englischen Krkenntnisslehre, Moral und 
Religionswis^^enschafl. IScrJin. (>. Reimer, 1874. 8^. 

Der moderne I'essiniismi'<. bildet lieft 54 und 55 der von Fr. 
V. Holtzendurff und W . Dncken herausgegebenen deutschen Zeit- 
und Streit-Fragen. Berlin, Lüderitz, 187 5. 

Die Idee eines goldenen 2^italters, ein geschichtsphilosophischer 
Versuch mit besonderer Beziehung auf die Gegenwart. Berlin, Georg 
Reimer, 1877. 8*. 

Die Philosophie und das Leben. Akademische Antritt^de, ge- 
halten zu Tübingen 6. Juni 1878. Tübingen. Fues, 1878. 8". 

Zur Ehrenrettung des Endfunonismus. (In den Tübinger UniversitätS' 
Schriften.) Tübingen, Fues, 1879. 4". 

Eudämonismus und Egoismus, eine Ehrenrettung des VVfihljmneip?. 
(Auch in den Jahrbüchern für protestantische Theulogie.) Leipzigs 
Barth, 1880. <S^ 

Kantischer Kritizismus und englische Philosophie. Halle, Pfeffer, 
1881. 8°. 

Lotzens philosophische Wdtanschauung nach ihren Grundzögen. Zur 
Erinnerung an den Verstorbenen. Berlin, G. Reimer, 1882. 8**. 
2. Aufl. Das. 1884. 8*. 

Arnold Geulinx als Hauptvertreter der okkasionalistischen Meta« 
physik und Ethik. (In den Tübinger Universitätsschriften.) Tübingen, 
Fues, 1882. 4«. 



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Philippsen — Pieming. 137 

Loil>nitz uud Geulinx. mit bcsoiulerer Beziehung aul ihr beider- 
seitiges Uhrengleichniss. /In den Tübinger Umversitälsscbriften.) 
Tübingen, Fues, 18S4. 4". 

Zum Wesen der Universität und ihrer Aufgabe als Hochschule. 
Philosophische Reflexionen eines Schwaben gelegentlich des neuesten 
Angriffs auf einige wichtige wfirttembergische I^hreinrichtungen. 
Tübingen, Uupp, !884. 8^ 

1649) Philippseii, Johann, geb. 26. Januar 1805 in Kappeln 
— — gestorben als Pastor in Marne und Propst von Süder •Ditmarschen 

13. März 1867. 

Noch vun ihm, hcrausgeg. nach seinem Tode: Predigten und Reden. 
Hamburg 1869. 8^ S. It/.ehoer Nachrichten 1877. Nr. 145. 

1650) Philippseii . Johannes Constantin. geb. 1829 in 
lu(>peln — — starb als Arzt in Quem 3. Januar 1880. 

1652) Piening, Peter Karl Theodor, geb. 16. Juli 1831 in 
Meldorf, Sohn des Organisten und Musiklehrers Jac. P. das. — — nahm 
1849/50 am schleswig-holsteinischen Kriege theü, studirte seit Mich. 
1851 erst in Kiel, dann 1852/53 in Göttingen Philologie, erhielt 29. Dec. 

1856 in (iicssen die philos. OfMitorwürde, schon seit Mai 1S5 5 als Trivat- 
lehrer in Hamburg thätig. — Vergl, das Hamb. Schriltsteller-Lexikun 
B. 6, S. 54. 

Sr»ark iiti Siiurren tit de Spinnstuv, Hamburg 1857 iniiht 1858), 
im Hauptwerk Nr. 1 angeführt, ist besprochen von Fr. Hebbel in 
dessen sainnitlichen Werken B. 11, S. J.W--36. 

Noch von ihm: 5) Wat förn Winter. HaiDburg 1863. 8®. 

6 ) Tabellen der Weltgeschichte nebst Kepetirübungen. Hamburg, 
HolYniaiin cS: Campe. 1872. 8»». 

7) l)re spaassigc ( icM hichten. Jan Katun un de Aatbaar. (IriindH 
kurcert. De I hckscho.sicr. Mit vele schöne Biller. 2. Opi. Ham- 
burg, j, Ii. Richter, 187 7. 

8) Krischan Wehnke^s Abenteuer im Mittelmeer. Münchhausiade. 
Altona Verlagsbüreau — 1874. 8^ 

9) Krischan Wehnke^s Abenteuer im nördlichen Eismeer. Münch' 
hausiade. Das. in dems. Jahre. 8**. 

10) De tweete Reis na'n Hambt>rgcr Dom. De eerste Deel. 
Hamb., J. Fr. Richter, 1874. 8^ 2. Oplag. Das. 187 7. 8«. 
(l^c Reis na'n Hamborger Dom s. im Hauptwerk; davon erschienen 
mehrere Auflagen.) 

*Pi<9lllllg« Reimer Johannes Claudius, geb. 12. December 
. 1846 in Tiebensee, Norder<Ditmarschen, Theologe, Michaelis 1873 exami* 



1$8 



PIfiticli — Piper. 



nirt, 17. Juli 1874 ord. Adjnnct in Oldesloe, 5. Dec. 1875 Diakonus 

in Lunden. 

Aufsätze in den It2ehoer Nachrichten, lu a. Jahrg. 1S79, 
Nr. 88 : Fin Ditmarsisches Kiiuelbihl. 

*Pietscli, l'anl. geb. 9. Septeinljcr 1849 in BresJau, Suhn des 

I")iac(>nus. sjjäter Sciuor zu St. Elisabeth Gottlob F., besuchte seit 1858 

das Elisabeth • Gymnasium und bezog Ostern 1869 mit dem Zeugniss der 

Reife die Universität seiner Vaterstadt, um erst Geschichte, später vor> 

wiegend deutsche Philologie zu studiren, wurde 1. Mai 1875 zum Dr. 

philos. promovirt, war 1876/77 Assistent an der Universitäts- Bibliothek, 

habilitirte sich Ostern 1878 als Privatdocent der germanischen Sprache 

in Kiel, folgte im Mai 1885 einem Ruf als Professor desselben Fachs 

nach GreifWald. 

Ausser zahlreichen journalistischen Beiträgen : Ueber das Verwandt- 
schaftsverhdltniss der oberfränkischen Dialecte des 9. Jahrhunderts. 
' 1. Vokalismus. Inaug.-Diss. Breslau 1S75. 8«. 

Gab heraus Schlesische Denkmäler des deutschen SchrifUhums im 
Ibfittelalter. 1. Trebnitzer Psalmen. Breslau 1881. 8^ 

Luther und die Deutsche Sprache. I3reslau 1883. 8". 

*Piper, Paul Hermann Eduard, geb. 14. März 1844 zu 
Spremberg in Brandenburg, seit 1. October 1871 erst ordentL, dann Ober- 
l^ehrer an der Realschule (Realgymnasium) in Altona, 1877 in Heidel- 
berg zum Dr. phil. promovirt, am 20. Mai 1881 zum Professor emjinnr. 

Ueber den Gebrauch des Dativ im Ulhlas, Heliand und Otfried, 
im Realschul -Progr. Altona 1874. 4". 

Das Leben Glieds von Weissenburg. luaug. -Diss. Paderborn 
1877. 8». 

Otfrieds Kvangelieiibuch mit Einleitung, erklärenden Bemerkungen 
und ausführlichem Glossar B. 1. Paderborn 1878. 2. Ausgabe von 
B. 1 und B. 2. Freiburg i. B. 1882. 8«. 

Die Verbreitung der deutschen Dialecte bis um das Jahr 1300. 
Auf Grund der alten Sprachdenkmäler bearbeitet und kartographisch 
dargestellt. Mit einer Karte im Maassstabe von 1 : 4,700,000. 
Lahr 1880. 8". 

Die Sprache und Literatur Deutschlands bis zum 12» Jahrhundert. 
Für Vorlesungen und zum Selbstunterricht bearbeitet. B. t : Literatur- 
geschichte und Grammatik des Althochdeutschen und Altsächsischen. 
B. 2: Lesebuch des Althochdeutschen und Altsächsischen. Für 
Studirende bearbeitet und mit einem Wörterbnche versehen. Pader- 
born 1880. 8". 



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PipgTM. 



189 



Otfrieds Kvangeli«n!)nrh (kleine Textausgabe). Wörterbuch dazu. 
Freiburg und Tüliingen 1882/83. 8'\ 

Die Schriften Notkers und seiner Schule H. 1 : Schriften philoso- 
phischen Inhalts Mit 19 Hc^lzschnitten nnd 14 Figuren im Text. 
B. 2: Psalmen und katechetische Denkmäler nach der St. Gallener 
Handschriltengru|)j)e. B. 3: WesseUrunner Psalmen, Predigten und 
katechetische Denkmäler. Freiburg i. B. und Tübingen 1882 83. 

Tm Dnirk befindlich: Die Verbrüderungsbücher v(in St. Gallen, 
Reichen 11 nd Pfävers, als Band der Monumenta Germaniae, Abth. V.: 
Antiquitates. 

Von Kiirscbner's Nationalliteratur Band t und 2, jener die älteste 
Zeit bis 1050, dieser die epischen tind geistlichen Dichtungen der 
Uebergangsxeit umftssend. 

Beiträge in Pfeifer's (Bartsch's) Germania B. 19, 1874, ß. 21, 
1876, B. 22, 1877, B. 23, 1878, B. 24, 1879, B. 25, 1880, 
B. 26, 1881, B. 27, 1882; — in Höpfner und Zacheres Zeitschrift 
für deutsche Philologie B. 11, 1879, B. 13, 1881, B. 14, 

1881, B. 15, 1882; — in deutsche Literaturzeitung 1883; 
— in Behaghel und Neumann^s Literaturblatt für germanische 
und romanische Philologie B. 1, 1880, B. 2, 1881; — in 
der Jenaer L it e ra t u rz ei tung 1878; — in Krumme's Archiv 
B. 22 ; — in der Neuen Freu ssi sehen Zeitung 1880, Sonntags- 
beilage, 1<S82, desgl.; — in l'au) und Braune's Beiträgen zur 
Geschichte der deutschen Spra<:hc und Literatur B. 7, 
1882; — in J. Kettler?» Zeitschrilt für wissenschaftliche 
Geographie B. 1, 1880. — Revidirt 

1655) PipgraSy Hans Friedrich, geb. 7. August 1813 zu 
Carlberg bei Carby in Schwansen, Autodidact, besuchte aber ein Jahr 
lang die sog. Katechetenschule beim lyatecheten Carstensen in Kiel, 
wurde darauf von Ostern 1836 bis dahin 1837 vom damaligen Kloster^ 
und Gamisonsprediger Lüdemann in Kiel unterrichtet, fre(iuentirte auch, 
um die wechselseitige Schuleinrirhtung kennen zu lernen, im Mai 1840 
flie Anstalt dafür in Kekerntorde untl erhielt 16. November 1840 die 
Rechte enies examinirten Seminaristen, war angestellt als Substitut in 
(jross-Flintbeck und wurde 1840 Lehrer an der Districtsschulc in Wacken- 
dorf, Krchsp. Preetz, Jiess sieh Kränklichkeits halber 1864 pensioniren, 
lebte dann oine Zeit lang in Schleswig, wo er auch noch zeitweilig in 
der Schule aushalf, seit 1872 in Itzehoe, wo er 22. Mai 1873, am 
Himmeliabrtstage, starb. — Nach Mittheilung des Sohnes. 



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140 



Fifmij - Plteliel. 



1657^ Pirul.V, Friedrich Ivarl (itorg Theodor, geb. 
/>u Plau in Mecklenburg-Schwerin — — starb 1. October 1875 in 
tCeitum auf Sylt. 

^Pigchel» Richard f geb* 18. Januar 1849 in Breslau, besuchte 
das dortige Gymnasium zu St. Maria-Magdalena von 185$ — 67, bezog 
nach bestandenem Abiturienten • Examen die Universität Breslau, um 
classische Philologie zu studiren, trieb nebenbei besonders das Studium 

des Sanskrit und wurde am 22. Juli 1870 /u?n Dr. phil. promovirt, trat 
l>ei Ausbruc h des französischen Krieges in das Heer, bestand nach der 
Rüc kkehr aus Frankreich das |>hilul«»gische Staatscxanien, hielt sich Studien 
halber in Berlin auf, erhielt 1872 das Bopp-Süpendiuni und benutzte 
dasselbe zu einem 1 74 jährigen Aufenthalt in London und Oxford, habili- 
tirte sich 1872 in Breslau, wurde 1875 als ausserordentlicher Professor 
für Sanskrit und v^gleichende Sprachforschung nach Kiel berufen, 1877 
zum ordentlichen Professor befördert, ging Michaelis 1885 in gleicher 
Eigenschaft nach Halle. 

1) De (^äkuntali recensionibus diss. tnauguralis. Vratislav 1870. 8^ 

2) De grammaticis Pracriticis diss. pro venia legendi. Ib. 1874. 8". 

3) Die R(M:cnsi<inen der ^äkuntala. Hreslau 1 87 5. S**. 

4i Rälidäsa's VikramSrvai^iyum nach dravidisehen Handschriften, 
IJerlin 187 5. (Nachtrag zum Octoberhert der Monatsberichte der 
Akademie.) 

5) Rälidäsa's ^äkuntala. The Bengali-Recension witli critical notes. 
Kiel 1877. 

6) Heinacandra's (irafnmatik der Prakritsprache (Siddhahemacaiidraui 
Adhyäya VlII) 1. Hund flext und V\ ortverzeiclinissj. Halle 187 7. 
2. Band (üebersetzung und Erläuterungen). Das. 1880. 

7) Thi; Assalayan asuttani. Ixliteci and traiislated. Chemnitz 1 S<SO. 

8) The f )esi[iamamatri of H«'iiia« hrmdra edited with critical notes, 
a glossary and a histoncal inlroducdon by R. Pischcl and (j. Bühler. 
Part. 1. Text and critical notes by R. Vischel. Bombay 1880. 

9i 'Verzeichniss der Indischen Handschriften der deutschen morgen- 
ländischen Gesellschaft (Katalog der d. m. Gesellsch. 11, p. 2 fl.). 
i.eipzig 1883. 

10) The Theri-(iatha. Kdited. London 1883. 

Zahlreiche Aufsiitze in Kulm s ZeiLschrilt und Beitragen, in Bezzen- 
berger's Beiträgen, in der Zeitschrift der deutschen morgenlandischen 
(^Seilschaft, in ileii Nachrichten von der königi. Gesellschaft der 
Wissenschaften zu Göttingen, und zahlreiche grössere Anzeigen in den 



UIQliI 



PUunlMMk ^ Pleni^e. 



111 



GöttingischfMi gelehrten Anzeigen, in 1 >entsehc Rundschau Sept* 
(die Heiniath der Zigeuner). - Revidirt. 

^Flambeek) Christian Fric(irich, gel). 4. November 1856 

in Kopenhagen, kam liiih mit seinem Vater nach Ivatv^eburg, wo er das 

Gymnasium besuchte bis Ostern 1878, studirte Medicia in Kiel, wo er 

seit August 1884 zweiter Assistent am pathologischen Institut, wurde Febr. 

1885 zum Dr. med. et chir. promovirt. 

Ein Beitrag zur Statistik und Verbreitung der Tuberkulose im Alter 
von 10—90 Jahren. Inaug.-Diss. Kiel 1885. 8*». 

1658) Planck, Johann Julius Wilhelm, geb. 22, AprU 1817 

in Gf5ttingen — — erhielt in München im Januar 1875 einen Ruf nach 

Lüip/ug, dem er nicht folgte, und ward bei der Gelegenheit zum Geh. 

Rcgierungs-Rath ernanut. 

Noch von ihm ausser Beiträgen zu juristischen Fachzeitschritten : 
Das deutsche (ierirhtsvertahren im Mittelalter. Nach dem Sachsen- 
spiegel und den verwandten Rechtsquellen, ß. 1, 2. Hraunschwcig, 
Schwetschke & Sohn, 1879. 8*. 

* Planck, Max, geb. 185 s in Kiel, Sohn von Joh. Jul. \\'ilh. 

l'lanck (Nr. I658j, studirte Mathematik und Naturwissenschaften. 1S79 Dr. 

\)\\ilos. in München, Privatdocent der theoretischen l'hysik in München, April 

1885 Professor dieses Fachs in Kiel. 

lieber den 2. Hauptsatz der mechanischen Wfirmetheorie. Inaug.« 
Diss. München, Ih. Ackermann, 1879. 8". 

Ueher Gleichgewichtszustände isutropef Körper in versch^denen 
Temperaturen. iJas. 1880. 8". 

^Plen^e» Johannes Christian Ludwig, geb. 4. Jiüi 1822 in 
Kopenhagen, studirte Theologie das., 30. November 1850 Diakonus in 
Sörup, Propstei Flensburg, 1. Februar 1851 Pastor in Satrop, Propstei 
Gottorp, 15. Juni 1860 Pastor in Oeddis, Propstei Hadersleben, bis 
5. März 1862, im April desselben Jahres zweiter Lehrer an der höheren 
Schule in Friederida bis März 1863, später in Kopenhagen. — Vergl. 
ErslüW Suppl. II, 6 7 5. 

Seine Geographie" wurde von C. Johannseu m.^ Deutsche über- 
setzt s. t. ; KJeines Lehrljuch der Geographie für Bürger- und Land- 
schulen. Flensburg 1854. 2. Aufl. 1859. 12*. 

Erindringer fra en Reise i Skotland i Sotnmeren 1859. Kjöbenhavn 
1860. 8<». 

Im „ Fädrelandct"' 1860, Nr. 250 ein Artikel: Gm Conluniations- 
spruget i de blaudede Oistricter i Slcsvig. 



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142 



PleNKen, Karl Theodor August, Freiherr v. Scheel-, siehe 
V. Scheel-Plessen, 

1660) Plettf Claus, gob. 24. Mai 1822 im Kleinseer Kooge, 
KTchsp. Bergeohosen, — — noch Hauptlehrer zu Lütjenseef Krchsp. 
Trittau, Propstei Stormam. 

Noch von ihm: Jacob von Kssen. Ein Lebensbild, gezeichnet zum 
Andenken an den Heimgegangenen. Selbstverlag (Ahrensburg, Ziese) 
1883. 8«. S. Schleswig-Holsteinische Schulzeitung 1883, Nr. 4, S. 23. 

*Plüeuilis, Rud()]i\ geb. in Cirtnfswald, ( )(^k()ii()tn, 1.S76 in Rostock 
zum Dr. phil. i)rc)rn()virt, dann an der SchwerdttV'ger'schcn Mci(;reischuie 
in Wensien, kam vom Dircctorat der Ackerbauschule zu Badbergen in 
Hannover 1881 als Wanderlehrer des landwirthschattUchen Generalvereins 
nach Schleswig-Holstein, 

Ausser zahlreichen Beiträgen zu landwirthschaftlichen Journalen, zn 
den Itzehoer Nachrichten u. a. Blättern: Künstliche Befiruchtung einer 
Hündin nebst Unteisuchungen über Entleerung des Samens und Ge- 
halt desselben an Spermatozoen. Inaug.-Diss. Rostock 1876. 8". 

Zur Züchtung und Fütterung des Milchviehes. Ludwigslust, Hinstorfl^ 
1878. 8". 

Die Bildung von Viehzuchtveieinen in Schleswig*Holstein. Ein Mahn- 
ruf an die landwirthschaftlichen Vereine. (Kiel) 1883. S. Itzehoer 
Nachrichten 1883 Nr. 132, Beil. (von K. Boysen). 

Anleitung zur selbstständigen Berechnung und Prüfung von Futter- 
mischungen für Milch- und Mastvieh. (Kiel?) 1883. S. Itzehoer 
Nachrichten 1883, vom 24. November (von G. Liedke). 

*Plll68S| Johannes Theodor, geb. 29. Mai 1845 in Beuggen 
bei Basel, besuchte 1856 — 62 Gymnasium und Pädagogikum in Basel, 
studirte das. und in Bonn Philologie, an letzterer Universität im Oecerober 
1865 zum Dr. phil. promovirt, erlangte die fac. doc, absolvirte am 

Friedrich-\\ilhelms-(iymnasium in Köln und in Posen sein Probejaiir i' 
l^)scn bis Mich. 18 69 (»rd. Lehrer, dann erster r)rdentl. Lehrter am (iviii 
nasium in Plön, von wo er im Februar 1873 nach Schulpforta beruteit 
wurde, wo er noch wirkt. 

De Cinciis rerum Romanarum scriptoribus. Inaug.-Diss. Bonn 1865. 8". 

Entwicklung der Centurienveriassung in den letzten Jahrhunderten 
der Römischen Republik. Leipzig, Teubner, 1870. 8". 

Horaz^tudien. Alte und neue Aufsätze über Horazische Lyrik. 
Das. 1882. 8". 



Plnm - Podhliftnmer. 



143 



In den neueo Jahrbüchern für l^hilologie nnd Pfidagogik 
B. lüi, 1670: Zu Sempronius AselJio; B. 103, 1871: Wunder und 
Zeichen der römischen Chronolugie; B. 107, 1873: Ein Glaubens- 
bekenntniss des Iloratius; IJ. 1 17, 1878, p. 137 141 und 641 bis 
649 : Zu Horaz' Oden; Zeitschr. für Gyimiasialwesen Jahrg. 32, 1878, 
p. 649 f.: Horae und Galathea. 

*PlllIll» P e l e r Andreas, geb. 1 1 . 1 )ecemb(*r 1797 in Vording- 

bf>rg, studirte Theologie in Kopenhagen, später Pastor ati xerschiedenen 

SLelleu im Dänischen, 28. September 1850 Cdnst. Hauptpastor in Husum, 

Propst für die Propstei Husum und Bredstedt bis 11. Mai 1851. — 

Vergl. £rslew Supj)!. II, S. 686 — 687. Von seinen schriftstellenschen 

Arbeiten nennt £rslew keine, die in die Zeit seiner Husumer Amts- 

difitigheit fallen. 

^Pluntke, Emil Robert Friedrich Wilhelm, geb. 30. Juli 
1845 £U Ziesar, besuchte die Gymnasien xu Schleusingen, Nordhaiisen, 
Mählhansen, studirte von Ostern 1864 bis dahin 1867 Philologie in Halle, 

Hausleiirer, absolvirte im Sommer 1870 in Halle das Examen pro lac. 
doc, wurde in Jena 1871 zum Dr. phil. |)r()movirt. Mich. 1870 am 
Progymnasium in Nakel, im Sommer 1871 am I'rogymnasium in Birken- 
feld, im Mai 1872 an der höheren Bürgerschule in GoUnow, von wo er 
Mich. 1872 als 2weiter ord. Lehrer an die höhere Bürgerschule in Sonder- 
bürg kam, Ostern 1875 Realschullehrer in Hamburg. 

Piatos Urtbeil über Isolcrates. Th. 1. Inaug..Diss. Jena 1871. 8^ 

*Pochhamiiier , Leo August, geb. 25. August 1841 eu Stendal, 

besuchte das Friedrichs- Wilhelms-Gymnasium zu Berlin, hierauf das fran- 
zösische Gymnasium daselbst, studirte 1859 bis 1863 Mathematik und 
Physik in Berlin. IS63 daselbst [»mmovirt zum Dr. phihjs., 1872 Privat- 

docent in Berlin, Ostern 1874 ausserord. Prof. der Mathematik, im April 
1877 desgl. ord. Frol". in Kiel. 

De superhciei undarum derivatione. Diss. inaiig. Beroiini 1863. 4". 

Untersuchungen über das Gleichgewicht des elastischen Stabes. 
Kiel, U. B., 1879 8". 

In fBorchardt's) Journal für die reine und angewandte 
Mathematik B. 71: Uel)cr hypergeometrische Functionen nter 
Ordnung; R. 73. 187 1, S. 69 flf. : Ueber einfache singulare Punkte 
linearer Differentialgleichungen; S. 85 : Notiz über die Herleitung der 
hypergeometrischen Differentialgleichung; über Relationen zwischen 
hypecgeoraetrischen Integralen nter Ordnung; B. 74, 1872, S. 315 f. : 
Ueber die Entwicklung von Functionen nach den Integralen einer 



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144 



Poel — Pttrks««. 



Classe Villi linearen I )itTprrntia]^lin< hniigcii 2. O. ; B. 76. 1873, 
S. 170: Notiz über die Al)l)il(limg der Ivreisbogen-Polygonc ; Ii. ül: 
Beitrag zur Theorie der Biegung des Rreiscylindcrs ; ausserdem darin 
noch einige andere JBeiträgc ; in SchlönnÜch^s Zeitschrift fiir Madiematik 
B. 19, 187 4, S. 2S4 f.: über die Herstellung des Ausdrucks /\ F und 
der Differentialgleichungen elastischer isotrupischer Medien in tilge* 
meinen orthogonalen Coordinaten; in Poggendorf's Annalen B. 121: 
über die optischen Achsen der allgemeinen Wellenoberflächen von 
Cauchy und Neumann. — Revidirt. 

*Po6li Gustav, geb. 17. November 1804 in Altona, studirte die 

Rechte in Göttiogen, Bertin, Kiel, in den letzten 20 er Jahren in Kid 

examinirt, dann in der schleswig-holsteinischen Kanzlei in Kopenhagen, 

später Polizei» und Bürgermeister in Itzehoe, Justizrath, zur Zeit noch 

lebend auf Trenthorst bei Reinfeld. 

1) Jüh. (i. Uainaan, der Magus im Norden. Sein i.eben und 
Mittheilungen aus seinen Schriften, l'h. 1, 2. Hamburg, Agentur 
des. Rauhen Hauses, 1874. (l*h. 1 dem Pröpsten Neelsen in Plön 
gewidmet.) Nachträgliches zu den Mittheilungen. Das. 1877. 8^ 

2) Gab heraus Johann Georg Rist's Lebenserinnerungen. B. 1, 2. 
Gotha, F. A. Perthes, 1880. B\ Besprochen u. a. Kieler Zeitung 
von 1880, Literarisches Centralblatt 1880 und 1881. 

3) Carl Wilh. Pauli. Ein Lebensbild nebst einem Anhange : PauÜ's 
juristisch-Hterarische Thätigkeit (Separat-Abdruck aus der 2^itschiift 
fiir Lübeckische Geschichte und Alterthumskunde B. 4, H. 2), Lübedc 
1881. 8«. 

4) Bilder aus vergangener Zeit nach Mittheilungen aus grösstentheils 
ungedruckteii 1 Vimilienpapieren. Th. 1, 2. Hamburg, Agentur des 
Rauhen Hauses, 182^4/85. 8". — Revidirt von dem Sohn, Kegierungs- 
rath in J-rlurt. 

1662; Poel, Peter d'ieter), geb. 17. Juni 1760 in Archangei. 
gestorben zu Altona 5. Uctober 1837. S. über ihn nun noch Bilder 
aus Pieter Poels und seiner i'rciuide fj-ben im ersten Theii der 
Bilder aus vergangener Zeit (hrsg. v. Gustav Poel), iHaniburg 1884. 
8*. Auch Rist gedenkt seiner im 2. Theil seiner Lebenserinncrungen 
S. 48 f. 

*Pörkst?n, Peter Kmil Christian, geb. 7. Juli l<S40/.u Kettin 
!m adl. Gute Brodau, Krchsp. Altenkremi^e, Sohn des Lehrers Jens T- 
das. (emer. I. ( )( tober 1882;., dessen Schule er bt»suchte, erlnrntc von 
Ostern 1855 bis dahin 1860 in Neustadt bei U. Eliiers die Buchdrucker- 
kunst, reiste zur Ausbildung in seinem Geschäfte in Deutschland, 18^>^> 
bis August 1872 Schriftsetzer in der Universitätsbuchdruckerei v. C. F. 



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PollltE — PoBselt. 



145 



Mohr in Kiel, darnach Schriftsetzer und Corrector in der Fängsten^schen 

Buchdruckerei in Itzehoe. 

Ein Besuch im 1 aubstummeninstitut in Schleswig. Mit 2 Ansichten 
des Instituts. Kiel, Upsius & Tischer, 1880. 8^ 

Beiträge 2u dem von Joh. Paulsen 1867 in Kiel herausgegebenen 

schleswig-holsteinischen Kindergarten, — zum Neu- 
städter Wochenblatt, für die von Pastor Jensen in Brecklum 
s. Zt. herausgegebene Neue Zeitung, für den holsteinischen 
Courier, für das Kieler Kreisblatt, ixxv die Itzehoer Nach- 
richten, für die 1*' 1 ensbu rger Nachrichten, für die Flens- 
burger Norddeutsche Zeitung (in dieser namentlich 1881: der 
Nordmark Grass an den deutdcben Kaiser zum Kaisermanöver;, femer 
iOr den Jugendboten (Neustadt 1869/71), fUr den von den Pastoren 
Kähler und Jensen herausgegcbene.i Neuen Kalender 1876, für 
den von Dr. Keck herausgegebenen Meyn^schen Schleswig- hol- 
steinischen Hauskalender, Garding, Lühr & Dircks, Jahrg. 1882, 

1884, für das schleswig-holsteinische Sonntagsblatt, 
Wochenschrift für heimische Helletristik, Literatur und Kunst, Kiel 

1879/80. Mehreres von ihm ist im Manuscript fertig. — Revidirt. 

1665) Pollitz, Johann Friedrich, geb. 14. Juli 1778 in 

Crempe — — gestorben als past. emer. 1. Juli 1850 in Itzehoe. 

Noch von ihm eine Eidespredigt, gehalten am 2, Osterfdertage 
1837. Oldenburg 1837. 8». 

*Po11itz, Wilhelm? 

Uenner de Soldaten. Biller ut de Kiiegsded vun 1870 in twee 
Deel. 1. Deel: Bit tum Utmarsch. Friedrichstadt (Altona, Härder). 
1878. 16«. 

* Posselt, Friedrich, geb. 2. September 1846 in Itzehoe, 

besuchte das Gymnasium in Plön, studirte die Rechte in Leipzig, Berlin 

und Kiel, bestand 20. März 1875 das Staatsexamen in Berlin, seit 

1. October 1876 Amtsrichter in Bredstedt. 

In der Zeitschriii der Gesellschaft für schles w.-holst.- 
lauenb. Geschichte B. 11, S. 251 ff.: Die kirchliche Kunst in 
Schleswig- Holstein. — In den von W. Biematzld herausgegebenen 
und redigirten schleswig-holsteinischen Jahrbüchern B. 1, 
H. 1, Klei, 1884, S. 33 f.: Wege und Ziele der Kunstforschung in 
Schleswig-Holstein. — Kunsthistorische Beitrage, Schleswig- Holstein 
betr., in der Kieler Ze itung und in anderen Blättern, — Revidirt. 

*FoSSelty Marcus, geb. 4. April 1814 zu St. Johannes auf Föhr, 
gebildet auf der Gelehrten-Schule zu Ratzeburg, als Jurist auf den Universi- 
täten zu Kiel und Göttingen, examinirt Ostern 1837 zu Kiel {%. Char. 

10 



146 



PoiMlt — POT«ki61l. 



mit sehr rühmlicher Auszeirhnung\ 1843 Syndicus des adel. Klosters in 

Itzehoe, auch Justitiar für die (adeligen Güter Kahronfleth, Bekhof, auch 

Oberdeichgraf des HeiÜgenstedtener - Bahrenflether • KlösterÜch-Itzehoer 

Deichbandes, 7. JuU 1880 zum Landsyndicas und Secretär der foit- 

wähienden Depntation der Prälaten and Ritteischaft gewählt 

Denkschritt für die Besitzer der schleswig-holsteinischen adeligen 
GQter, betreffend die Grunclsteuer-Entschädigung der fortwährenden 
Deputation der schleswig-holsteinischen Prälaten und Ritterschaft 
Itzehoe 1S77. fol. 

Die Verzögerung der Grundsteuer-I'!ntschädigrn)g der adeligen Klöster 
und Güter in Schleswig-Holstein betreffend. Itzehoe 1885. Vgl. 
Itzehoer Nachrichten 1885, Nr. 121 vom 17. October, Sp. 6 and 
Nr. 124 vom 24, October. 

In Zeitschrift der Gesellschaft für schlesw.-holst.- 
la 11 en hu r gis c he Geschichte B. 11, 1881, S. 69 f.: Die 
Bibliothek Heinrich Rantzau's. — Revidirt. 

1670) Posselty Moritz Conrad Friedrich Ferdinand, 

geb. 14. April 1805 auf Föhr — — starb als kais. rassischer Staatsrath, 

Oberbibliothekar der kais. Bibliothek, auch Director des philologischen 

Instituts in St. Petersborg, am 9. März 1875 in Wiesbaden. 

Noch von ihm : Der General und Admiral Franz Lefort, sein Leben 
and seine Zeit Beitrag zur Geschichte Peter des Grossen. Mit 
Porträt, Abbildung, Facsimile. B. 1, 2. Frankfurt a. M. 1866. 8*. 

1671) Fostel, Heinrich, geb. in Heide, — — erhielt im Dec. 
1874, in welchem Jahre er sein SOjähriges Doctur-Jubiläum feierte, den 
R. A.-O. 4. Cl., starb in Heide, wo er als Arzt praktisirte, 7. Jan. 1875. 

^Poulseil, Christian Marinus und Poillgeili Siegvard, 
s. Paulsen, Christian Marinus und Siegvard. 

^PoTelsen, Sören Ludwig, geb. 24. August 1810 in Aisted 
bei Sorö auf Seeland, stndirte Philologie in Kopenhagen, 16. August 

1842 Lehrer an der Akademie in Sorö, 2. Februar 1846 Magister der 
Philologie, 10. Mai 1854 Dr. phil., im Winter 1846/47 provisorischer 
Lector des (Jriechischen und Lateinischen in Sorö, 17. September 184 7 
Oberlehrer an der Cathedralschiile in Aalborg, 12. Januar 1855 Rectar 
der Schleswiger Domschule, 6. October 1856 Professor, Januar 1859 
R. V. D., verliess Schleswig 1864, später Director des Gymnasiums in 
RoeskÜde, wo er 24. März 1875 starb. VergL EnAew SnppL B. 2^ 
S, 701 — 703. 



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PrMtael — Prahl. 



t47 



Von seinen Schriften sind hier anzuführen die Einladungsprogramme 
zur jährlichen öhentiichen l'rüfuug der Domschule in Schleswig von 
1855 bis 1863. Schleswig 1855 — 63. 8» 

Bei den von ihm in diesen Einladungsschriften verlasj^t» n Sc hui- 
nachrichten von 18 55 findet sich S. 64 — 67 seine Emtühruugsrede 
als Rector, 1859, S. 32 — 36 eine Kede in Folge eines Disciplinar- 
Versehens. 

Gab heiaiis: Veneichniss der Bächersammlong der Domschale zu 
Schleswig. Schleswig 1862. 8*». 

1673) Praetzel, Karl Gottlieb, geb. 2. April 1785 «ü Haibau 

in der Oberlausitz — — gestorben 13, Juni (nicht: Januar) 186 1 in 
Hamburg und am 16. Juni in der Meyer'schen Familiengruft auf dem 
Petn-kirchhofe beerdigt. — Vergl. das Hamburgische Schriitsteller-Lexikon 
B. 6, S. 111 — 115. 

167 5) Prahl, Hans Peter, geb. 3. Mai 1808 zu Wittstedt 
starb in Hadeisleben,' wo er Pastor und Propst war, 12. Dec. 1869* 

*Prahli Hans Schlaikier, geb. 30. März 1845 in Osterlügum, 
wo sein Vater Hans Peter Prahl (Nr. 1675) damals als Pastor stand, he- 

suchte das Gymnasium in Wetzlar bis 1865, studirte Theologie in Berlin 
und Halle, trat 1866 freiwillig in's Heer, setzte 1868 seine Studien in 
Halle fort, 187 2 Lehrer an dem Stuhr'schen Mädchen-Institut in Haders- 
leben, bestand Ostern 1872 das theol. Amtsexamen mit dem 2. m. r. A., 
trat in's schlcswig'sche Prediger-Seminar ein bis Mich, desselben Jahres, 
17. November 1872 ord. Adjunct an der Johanniskirche in Altona, nach- 
dem er vorher als Amanuensis beim Consistorialrath Versmann fungirt 
hatte, 26. September 1873 Pastor in Medolden, und 16. December 1877 
in Mögeltondem. 

Diverse Artikel im schlesw.-holsteifiischen Kirchen^ und Schulblatt. 
— Von ihm ist u« a. auch die Melodiensammlung zur dänischen 
Missionsharfe. — Mitgetheilt 

1676) Prahl, Johann Friedrich, geb. 27. März 1801 zu 
Mölln — — starb als Pastor zu Sandesneben, Amt Steinhorst, um 1870 
' (zwischen 1868 — 1871). 

* Prahl, Peter, geb. 1841 in Osterlügum, Sohn von Hans 
Peter Pr* (Nr. 1675), besuchte das Gymnasium in Wetzlar, studirte Median 
in Berlin, wo er zum Dr. med. et chir. promovitt wurde, Militärarzt in 
Hadersleben, später Stabsarzt in Flensburg, beim schlesw.-holst. Dragoner- 
Regiment Nr. 13. 

lü* 



148 



Prmhl — Prehn. 



In den Schriften des na tu rwis se n sc h aftl ic h e ii Vereins 
für Schleswig-Holstein J'.. 2, t^iel 1877, S. 15 -28: Eine 
botanische Excursion durch das nordwestliche Schleswig nach der 
Insel Rom; — das. S. 49 — 64: Schleswig'sche Laubmoose ; — Bei- 
träge zur Flora von Schleswig, in den Verhandlungen des 
botanischen Vereins der Provinz Brandenburg 1872. 

1676a) Prahl, Peter, geb. 1761 auf Bordesholm, gestorben als 
pastor emerit. uml Kirchenpropst in Tondern 29. April 1831. — Vergl. 
Über ihn noch i.r^iew B. 2, S. 582 uixl Suppl. Ii. 2, S. 705. 

Von ihm noch: Anviisning til mennesikelig Velfaird al J. F. Prenninger. 
Oversat. Kbli. 17 96. 

Gumal og Lina. En Historie Ibr Lngdom til Fornöielse üg Nytte 
af K. F. Lossius. Overs. Kbh. 1797. 2. Opl. 1828. 

Menneske-Katechismus i k(»rle Saetninger af. F. E. v. Rochow, over- 
sat af det Tvdske. Haderslev 1797. 

Forsög til en tycisk Lrjesebog for üngdommen paa Landet. Haderslev 

1798. 3. Opl. 1806. 8". 

Materialier til tidli|:^ Underviisning i Börger og Indiistrie-Skoler, af 
F. E. V. Rochow, uversat af det Tydskc. Das. in dems. Jahre. 8°. 

Moralske Skildericr af det dagligt Liv til belaL-rende Underviisning 
lor Böm (af K. F. Lossius). Oversat af det lydske. Kjöbenhavn 

1799. 8". 

Kort Üdtog af den christne Kirkes Historie. Das. 1800. 2. Opl. 
1801. 8». 

Forsög til en biljcl^kc Haandbog. Haderslev 1803. 8". 

En liden Opdragelsesbog for Börger- Böuderfülk af J. F. Wild- 
berg, udgivet paa dansk. Haderslev 1<SU4. 8". 

Udvalgte bibelske Historier eiler Hübner. Oversat paa dansk. 
Haderslev 1813. 2. Opl. 18 i 4. 8". 

Erzalllungen fiir Kinder bei ihren l^eseübungen. Auch mit dem 
Titel: Neuer Kiudertreund etc. Altona und Flensl)urg 18 14. 8*^. 

Ausserdem noch: Velmeent Raad til Haandvaerksmaend og Dag- 
lönerne; — Forsög til en Bönnebog for Börn; — En kort og sand- 
faerdig Historie om Bondemanden Kristen Jensen Ehregott, om hans 
Maade at bede paa. 

*Prehll, Friedrich Christian, geb. 26. Febr. 1810 in 
Kopenhagen, wo s^n Vater, bald darauf Regiemngsrath in der Stadt 
Ratzeburg, damals angestellt war, erhielt in Ratzeburg seine erste Aus> 
bildung und widmete sich, nachdem er eine Zeit lang als Lehrling in 
einem Roslot kcr Handlungsgeschäft placirt gewesen, dem juristiscbeQ 



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Prehn — Preller. 



U9 



Studium, cxaminirt 18iJ mit dem 2. Char. m. s. r. A.. dann Volontär 
in der schlesw.-holst. Kanzlei, in der er zum Comptoirchef aufrückte, 
Anfangs 1845 Syndicus der Stadt AUona, wo er 1848 zum Abgeordneten 
lür die schlesw.-holst. Landesversammluog gewählt wurde, gehörte zu 
den von der damaligen Statthalterschaft ausersehenen Männern, die 1850 
(vergeblich) einen erträglichen Frieden in Kopenhagen su verniitteln 
suchten, wurde 1851 Mitglied der obersten CtvUbehörde fUr Holstein 
und übernahm das Finanzdepartement, trat nach Auflösung derselben 
1852 in das Altonaer Syndicat zurück, 1854 Mtglied des holstein- 
lauenbnrgischen Appellationsgerichts bis 1. Sept. 1867 und dann erster 
Rath im neugebildeten Appellationsgericht in Kiel (Abth. Civilsenat), in 
welcher Stelle er blieb, obwohl ihm Anerbieten gemacht wurden, einmal 
fiir eifie Rathsstelle im ( )berappellatiünsgcricht zu Berhn und einmal fiir 
die Stelle eines Obergerichtsdirectors in Hannover; er starb in Kiel 
29. janaar 1875. — Vergl. Kieler Zeitung Nr. 4358 vom 12. Febr., A.-N. 

Die RecuTSschrift der Grundbesitzer in Dietiichsdorf resp. auch in 
Neumählen wider das Resolut der Regierung betr. die sog. stehenden 
Gefälle vom 27. November 1869. Kiel, C. Schröder, 1870. 8^ 

Mit Beziehung auf diese Schrift in Erwiderung auf einen Aufsatz 
von Dr« K« Loientzen steht von ihm in der „Kieler Zeitung" vom 
11. Mai 1870 ein Beitrag „zur Aussonderung der steuerartigen Ab> 
gaben aus den stehenden Gefällen^*. 

1681) Prehn, Thomas, geb. 2. September 1801 aufHogelund 
— — als 18 52 (kaf Reventlow - Criminil das holstein - lauenburgische 
Ministerium übernahm, wurde Prehn Departements-Chef der Finanzen, in 
welcher Stellung er bis 1854 blieb — — starb in Plön 17. September 
1874. 'Durch testamentarische Verüigung setzte er den König Christian IX. 
von Dänemark zum £rbcn seines zum Besten solcher Beamten zu ver- 
wendenden Vermögens ein, die durch die Ereignisse der letzten Jahre 
Einbusse erlitten.) 

* Preller, Karl Heinrich, geb. 20. Februar 1830 zu Lübeck, 

besuchte von 1842- 49 das Johanneuiii in Hamburg, studirte darauf 
Naturwissenschaften zu Pjonn. wurde in Jena zum Dr. phil. promovirt, war 
von 18 54 — 56 Vorsteher eines Knaben-iri.stituts zu Woltersmiihle unweit 
£uän. dann bis 1860 in Preetz, kehrte daraut nach Hamburg zurück, wo 
er als Privatlehrer und am Hamb. Correspondenten thätig. — S. Lexikon 
der Hamburgischen Schriftsteller B. 6, S. 120*^ Ul. 



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löO 



Preller - Pttiger. 



Neunzig Lieder und neun puleiiiische Episteln. Hamburg, Ilotimann 
& Campe, 1854. 8". 

Beiträge zu einem natürlichen System der Coleopteren. Jena I06I. 8". 

Die Käfer von Hamburg und Umgegend. Ein Beitrag zur nord- 
albiogischen Insektenfauna. Hamburg, Otto Meissner, 1862. 2. Aus* 
gäbe das. 1867. 8^ 

Redigirte 1854 und 1855 den landwirthschalUichen Theil des 
Lübecker Boten für Stadt und Land und lieferte AnftStse za 
der Beritner entomologischen Zeitschrift, sowie dem Kieler 
Correspondeneblatt» 

1682) Preller^ Ludwig, geb. 15. September 1809 in Hamburg 

gestorben in Weimar 21. Juni (nicht 2. Juli) 1861. — Veigl. 

Lexikon der Hamburgischen Schriftsteller B. 6, S. 121 — 127. 

1685) Preusser, Alexander Friedrich Wilhelm, geboren 
19. November 1799 in Garding — — lebte seit seinem Zurücktritt vom 
Präsidium des Apjjellationsgerichts in Flensburg in Kiel, starb in Kiel 
27. October 1885, Nachmittags 3 Uhr. — Vergl. über ihn Kieler 
Zeitung Nr. 10890, M.-N., vom 28. October 1885. 

Redigirte J. A. Seufferts Archiv für Entscheidungen der obersten 

Gerichte in den deutschen Staaten bis B. 34, Neue Folge B. 4, 
München 1879. (Ihm folgte in der Redactiun H. F. Schiitt.) 

1686) Prien, K.arl Friedrich Ulrich, geb. 15. April 1818 

SU Sophienhof in Schwansen feierte 25. August 1878 sein 25jähr. 

Jubfläum als Professor am Lübedcer Katharineum, kam im October 1883 
um seuie Entlassung zu Ostern 1884 ein. 

1688} Prig^e, Karl Friedrich, geb. 28. Februar 1804 in 
Hamburg starb in Altona, wo er als Arst praktisirte, 14. Mai 1875. 

*Prinz, Therese, geb. Schubart, geb. in Hamburg, verheirathete 

sich mit August Prinz, der in früheren Jahren in Hamburg bei Nestler 

^ Melle im (ic-rhäft war. später eine eigene Buchhandlung in Altona 

eröffnete, im Jalire 1853 aber wegen Verbreitung von Schmähschriften 

aus Altona ausgewiesen ward. — S. Lexikon der Hamburgischen Schiill- 

steller B. 6, S. 129. 

Neues Hamburgisches Kochbuch. Ein Rathgeber flir Hausfrauen, 
welche ihrer Küche selbstständig vorstehen woUoi. Herausgegeben 
von There.se, einer Schiüerin der Madame Hommer. Altona 1851. 
4. Aufl. das. 1858. 5. Aufl. das. 1861. 8^. 

*Pünjer, Georg Christian Bernhard, geb. 7. Juni 1850 im 

Fiiediichsgabekoog, Norder-Ditmarschen, studiite aeitOstein 1870 Theologie 



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Puls — (^uast. 



Ibl 



in Jena, Erlangen, Zürich, Kiel, wurde 1874 in Jena zum Dr. philos. 

|)inmt)virt, Michaelis 1874 in Kiel examinirt, um Ostern 187 5 Licentiat 

der 1 heulugie, habilitirte sich Mich. 187 5 als Privatdocent für systematische 

Theologie in Jena, begann aber seine Vorlesungen Krankheits halber 

erst Ostern 1876, Januar 1880 ausscrord. Prof. daselbst, im November 

Eum Lutbertage h. c. Dr. theol. in Heidelberg, starb 13. Mai 

1885. ^ Vergl. über ihn Theol. Jahresbericht B. 4, p. 385 f. (wonach 

auch das Geburtsdatum angegeben ist). 

' EHe Religtonslehre Kants im Zusammenhange seines Systents dar- 
gestellt und kritisch beleuchtet. Inaug.-Diss. Jena 1874. 8*^. 

De Michaelis Serveä doctrina diss. theol. Jenae 1878. 8*. 
Gab von Neuem heraus Schleiermacher*s Rede über die Religion. 
Berlin, G. Reimer, 1878. 8». 
Geschichte der christlichen Religionsphüosophie seit der Reformation. 

B. 1. 2. Braunschweig 1880/83. 8^ 
Gab heraus: Theologischer Jahresbericht. B. 1 — 4. Leipzig 1882 

bis 1885. 8». 

lieber die Aufgaben des heutigen Protestantismus. Vortrag. Jena 
1885. 8». 

Zahlreiche Beiträge zu Ersch' und ( ji uhi-rs allgemeiner E n cy clo- 
pädie, zur deutschen Biographie zur 13. Aufl. des Brockhaus'- 
schen Conversations-Lcxikons, zur Zeitschrift für wissen- 
schaftliche Theologie (Jahrg. 21, 1876, S. 153 ff.: Die 
Wiederkunitsreden Jesu), zur Augsburger (später Mttnchener) Allge- 
meinen Zeitüng, zur Theologischen Literatur-Zeitung, 
mm literarischen Central blatt. Einzelnes auch in Itzehoer 
Nachrichten (Jahrg. 1879). 

*Pd1s, Alfred Claus Joachim August, geb. 27. Mliiz 1857 

SU Schönberg in der Propstei, Sohn des Lehrers G. Fr. Puls das., später 

in Wandsbeck, besuchte die gelehrte Schule des Johanneums in Hamburg 

bis Ostern 1878, studirte dann in Kiel und Leipzig classische Philologie 

und Germanistik, wurde 1881 in l\.icl Dr. [thilos., Ostern 1883 wissen- 
schaftlicher Hulfsiehrer am Christianeum in Altona. 

Untersuchungen über die Lautlehre der Lieder Muscatblüt^s. Inaug.- 
Diss. Kiel (Hirschberg) 1881. 8*. 

*^Mty Heinrich, geb. 5. Juni 1812 zu Lokstedt, Herrschaft 
Finneberg, Sohn des Tischlers Job. Quast und Elsabe geb. von Bossel, 



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Quincke. 



3. November 1841 zum Castellau der Hamburger Börse gewählt, feierte 

als solcher November 1866 sein 25jähriges Jubiläum. — Vergl. 

Lexikon der Hamb. Schrittsteller B. 6. S. 133/134. 

Zwei photographische Gedenkblätter, betreßentl die Säculart'eier der 
Commerzdeputation 1765 und 1865. Hamburg. 8'\ 

Ein j)hotographisches Gedenkblatt, betretTend die 25 jährige Jubel- 
feier der ncnnin Börse. Mit dem l*orträt des Syndicus Kaufmann und 
des Präses der Commerzdeputation im Jahre 1841, G. H. Büsch. 
Hamburg 1866. 8 

Böfsenbuch. Das \'erzeichniss der Börsenbesnrher und deren 
Standplätze im Jahre 1863. Mehrere Auflagen. Hamburg 1864 ff. 

*<{llincke, Heinrich Irenäus, geb. 26. August 1842 in 
Frankfurt a. d. O., Sohn von Hermann Q. und der Marie geb. Gabaio, 
kam mit seinen Eltern fiüh nach Berlin, wo er zuerst die Privatschnle 
von Giützmacher, dann von 1852 bis Mich. 1858 das Friediich-Werder*sche 
Gymnasium (Director Prof. Dr. Bonnell) besuchte, studirte Median in 
Berlin bis Herbst 1859, in Würzburg bis Ostern 1860, in Hddelbeig 
bis Ostern 1861, dann wieder in Wtirzburg und wieder in Berlin, wo er 
im October 1863 promovirt wurde, dort war er dann Assistent an der 
medicinischen Klinik und Privatdoccnt, seit 1873 Prof. der speciellen 
Nosologie und Therapie und Director der medicinischen Klinik in Bern, 
Mich. 1878, beeidigt 4. December, Nachfolger von Bartels, Professor 
und Director der medicinischen IGinik in Kiel, 18. Januar 1885 mit 
dem R. A.-O. 4. Q. beliehen. 

De addi malici effectu in animalibus observato diss. inaug. Berolini 
1863. 8«. 

Balneologisciie Talein. Graphische Darstellung der Zusammen- 
setzung und Temperatur der wichstigsten Heilquellen. Tafeln in Bunt- 
druck (in qu. und gr. 4^. Berlin, Hirschwald, 1872. 8**. 

Bearbeitete hn Handbuch der Krankheiten des Circulations- Apparates 
in dem von Ziemssen hrsgeg. Handbuch der spedellen Pathologie 
und Therapie VI, Leipzig, Vogel, 1876, S. 315 f.: Krankheiten der 
GefSsse. 

Ueber pemiciöse Anämie in: Sammlung klinischer Vorträge, hrsgeg. 
von R. Volkmann, Heft 100, Leipzig, Breitkopf und Härtel, 1876. 

Zahlreiche Beitri^e zu lAedidnischen Fach-Zeitschriften, u. a. zum 
Deutschen Archiv für klinische Medicin B. 16, 1875, 
S. 121 f.: Ueber fetthaltige Transsudate; B. 20, 1877, S. 1 f.: 
Weitere Beobachtungen Uber pemiciöse Anämie; B. 21, 1878, 



Quist — Raasloeff. 



153 



S. 453 f.: Ueber den Druck in Transsudaten; B. 24, 1879, S. 72 f.: 
Ulcus oesophagi ex digestione; S. 282: (Mit L. Brit^er) über post- 
mortale Temperaturen; B. 25, 1880, S. 567: Zur Pathologie des 

Blutes I; B. 27, 1880, S. 194: desgl. II: R. 30, 1882, S. 569 f.: 
Ueber Ascites; B. 31, 1882, S. 408 f.: Klappenbildung an der 
Kardia; B. 33, 1883, S. 22 f.: Zur Physiologie und Pathologie des 
Blutes; — zu' Virchow's Are hiv für patholog i sr he Anatomie 
und Physiologie, z. B. B. 95, S. 125 fF.: Heiträge zur Lehre 
vom Icterus; — zu den Mittheilungen für den Verein 
schleswig-holsteinischer Acrzte Hell 9, 1S83, S. 19 f.: 
Ueber die Entstehung des Magengeschwürs. 

1690) Quisty Peter Diedrich Wilhelm, geb. 1. October 
1804 in Altona — — starb bei seinen Verwandten auf Thaden bei 
Itzehoe 8. April 1873. 

1690a) Raabe, Christian Theodor, s, Rave, Christian 
Theodor. 

^RaasloelTt Harald Iver Andreas, geb. 4. October 1810 
in Kopenhagen, Bruder des nachfolgenden Waldemar Rudolf R. (Nr. 1691), 
verlebte einen Thetl seiner Jugend in Altona, besuchte si)äter die Schule 

der Akademie in Soröe, studirte Jura in Kopenhagen, worauf er seit 
Februar 1 838 als Volontär im ersten Departement, seit 29. April 1841 
als Canzellist und seit 28. Juni 1845 als Canzleisecretär im zweiten De- 
partement der dänischen Canzlei arbeitete; 10. August 1847 As^o^^sor im 
Kopenhagener Criminal- und Polizeigericht, 17. April 1849 auch Mit- 
glied des Admiralitätsgerichts, 8. Juli 1851 constituirt als sechstes Mit- 
glied der Oberjustizcommission fQr Schleswig, 31. Mai 1854 Chel des 
Secretariats und des ersten Departements unter dem Ministerium fiir 
Schleswig, auch Conferenzratii, 13. December 1854 bis 18. Febr. 1856 
Miraster für Schleswig, 29. December s. J. R. v. D., 12. October 1855 
C. V. D., 24. Februar 1860 Minister fiir Holstein und Lauenburg, 2. März 
1861 Commissarius der holsteinischen Stände, beides bis 30. März 1861, 
noch in Kopenhagen. Vermählt 1842 mit Agncthe Catharine Thora Toft, 
S. Erslew Suppl. B. ü, S. 718- 720. 

Hier sind von seinen Schriften anzuführen: Det slesvigske Spörgs* 
maal. I. fiidrag af Theophilus. Kjöbenhavn 1848. 8". 



154 



Raasloi^ff Kadenhaasea. 



Die Verfassungssustände der dänischen Monarchie und der deutsch- 
dänische Cönflict Das. 1858. 8*. 

Die schle8wig*sche Sprachsache, betrachtet vom Standpunkte der 
Gesetzgebung und Politik. Von Theophilus. Das. in dems« Jahre 8**. 

Die deutschen Forderungen und die dänische Monarchie. Das. 
1859. 8». 

liGt Tilsvar. Das. 1861. 8^ 

I.)et slesvii^skc Spörgsmaal. En politisk Undürsögelso. Das. 1863. 8". 
Den Hallskc ruhtik. En Skizze. Das. 1864. 

I.onclotier Conferenzen. Nordslesvigs Tilbagegivelse og Augustfore* 

ningen. Das. 1865. 

De Conservative, Kongedömmet og Demukratiet. Das. 1868. 8". 
Min Politik. Das., Höst, 1873. 8^ 

1691) Raasloeff, Waldemar Rudolf, geb. 6. November 1815 
in Altona — — starb in Paris 14. Februar 1885. S. noch Monitenr 
des dates, Supplement, Leipzig 1873. 

1692) Baben* Erich Peter Friedrich, geb. 5. Apiü 1805 

auf Bygholms-Mühle in Jütland trat 1. October 1878 vom Pastont 

in Halk, Propstei Hadersleben, in den Ruhestand. 

1693) Baben, Johann Friedrich, geb. 30. Januar 1833 in 
Hadersleben — — erhielt im Januar 1884 den R. A.-O. 4 Cl. 

1694) Raben, Niels Friedrich, geh. 23. Juni 1804 in Haders- 
leben — — seit 2. November 1846 noch Diaconus in ßeidenfleth, 
Propstei Münsterdorf. 

1695) Raben, Niss Christian, geb. 13. März 1788 in Stendenip, 
Krchsp. Tofilund, Amt Hadersleben — 23. Jnli 1862 SOjfihiiger 
Jubilar als Lehrer der Bärgerschule in Odensee (seitdem gestorben?). 

^Radeilhansen, Christian, geb. 3. December 1813 zu Friedrich- 
stadt a. d. E., von Beruf Ingenieur, philosophischer Schriftsteller, lebt 
als Rentier in Hamburg. S. Moniteur des dates, SuppL p. 126, Kürscbnei's 
Literaturkalender 1884, S. 208. 

Ausser Beiträgen zu Zeitschriften: Isis, der Mensch und die Welt. 
Hamburg, Otto Meissner, 1863. 2. Aufl. Das. 1870—72. 8". 

Die Bibel wider den Glauben. Hamburg, O. Meissner, 1865. 8^ 

Deutschlands Machtgrösse in schwebenden Fragen. Das. in dems* 
Jahre. 8". 

Osiris, Weltgesetze in der Erdgeschichte B. 1 — 3. Mit 6 Karten. 
Das. 1874—76. 8". 



d by GoQgiiil 

I I II I II III I I 

I l I I I U U I l I 



Kaeder — iUmni. 



155 



Zum neuen Glauben. Einleitung und Uebersicht zum Osiris. Das. 
1877. 8» 

ChristcüLham ist Heidenthuin, nicht Jesu Lehre. Das. 1881. 8". 

^Baeder, Hans. geb. 4. Januar 1849 in Berlin, bcsiirliLe das 
Gymnasium zum grauen ivloster, studirte von 1868 — 1872 daselbst be- 
sonders neuere Philologie, 1872 am PrivaMnstitut des Dr. Reeteke da- 
selbst beschäftigt, 1873 in England (London, Glasgow), nach seiner 
Rückkehr bis Ostern 1875 Lehrer an der höheren Bürgerschule zu Wrietsen 
a. O., machte im Sommer 1874 in Berlin das Oberiehrer-Eiamen, dar- 
nach erst Gjrmnasial- und dann 5. April 1882 Oberlehrer am Gymnasium 
in Wandsbeck. — S. Programm des Wandsbecker Gymnasiums 1876. 

Logische FMifhng der im ersten Buch von Baroch Spinozas Ethik 
enthaltenen Definitionen^ im Wandsbecker Gymnasial-Progr. 1880. 4^ 

*Rahlf, Hans Hinrich, geb. 21. November 1841 zu Wahl- 
stedt, Krchsp. Segeberg, besuchte das Seminar in Segeberg seit Michaelis 
1859, exam. Mich. 1862, 2. m. A., zur Zeit Oberklassenlehrer in 
Ahrensburg. 

Mit E. Ziese: Geschichte Ahrensburgs. Nach authentischen QoeUen 

und handschriftlichen Acten bearbeitet. Mit 3 Illustrationen und 
einem Anhang, enthaltend Sagen, Märchen und Frzählungcn aus 
dem Gute Ahrensburg und Kreise Stormarn. Aluensburg, Ziese. 
1882. 8". 

1696) Rahiff, (xcorg, ist nach der vita in der im Hauptwerk 
angefiihrten Dissertation doch 7. Mfin 1765 (nicht 1762) au Gammen- 
dorf auf Fehmarn geboren. 

1697) Rah tief (der Name findet sich auch Rahtlev geschrieben; 

die Schreibart Rathlef scheint doch nicht richtig), W u 1 i H einrieb 
Christian, geb. 1804 in Kiel, gestorben daselbst 28. Mai 1860, 
56 Jahre alt. 

1699) Ralfs» J. D.« 1861 in Kaltenhörn bei Hamburg, 1865 
Lehrer zu Klein-RoKibbe im Krchsp. HansOhn, später Districtsschullehrer 
in Langeolohe bei Elmshorn (1875 nicht mehr). 

*Rainm, Heinrich August, geb. 8. August 1846 in Preetz, 

besuchte das (Jymnasium in Kiel bis Mich, 1865, studirte Medicin in 
Kiel, Würzburg und wieder in Kiel, wo er 1869 zum Ür. med. et chir. 
promovirt wurde, Arzt in Preetz. 

Ueber die Retraction der Lungeniander. Inaug.-Üiss. Kiel 1869. 4". 



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156 Rantzaa - Ratjen. 

1702) zu Rautzail- Breitenborg, Kuno Heinrich Karl, Graf, 

geb. 1805 — — war 1848 Plihrcr und (Jründor des Rantzau'bi hen Frei- ' 

Corps — — nahm 1871 in Itzehoe Wohnung, starb 3. December 1882. 

Noch von ilini : Die fiir die Landgemeinden nothwcndigen Ab- 
änderungen der Cjemein(le-( )rdnung fiir die Herzogtiuiiiicr Schleswig- 
Holstein vom 16. August 1809. Kine Deni<schritl. iviel, v. Maack, i 
1869. I 

1703) zu Rantzau, Otto, (itai, geb. 24. Xov. 1827 in Schleswig 
(nicht in Sonderbnrgi — — seit 1867 Kirchspiel vogt zu Plön, einige j 
Zeit lang dort auch kommissarischer Bürgermeister, auch neben dem ' 
Grafen v. Brockdortf- Ahlefcld auf Ascheberg Administrator des Biomo- 
H^ener Fideicommissguts Dobcrsdorf, starb in Kiel 13. September 1885. 

— Vgl. die biographische Notiz in der Kieler Zeitung Nr. 10325, M.*A. 
vom 15. September 1885 unter Kiel. 

1704) Rathgen, Johann Bernhard Hederich, geb. ! 1. Män ; 

1802 zu Schleswig (Glückstadt?) — — in Weimar auch Präsident der 
General-Ablösungs-Commission, starb das. 18. ( )ct()ber 1880. | 

1705) RathjeUi Joachim, geb. 17. November 1833 zu Nien- 
dorf im Krchsp* Hohenwesledt — — um 1868 Zollassistent in Glück* 
Stadt« dann • • • • 

1707) Raijen, Hans Georg Friedrich Ernst, geb. 2. Oct. | 
1840 in Kiel — — noch praktischer Arzt in Uhlenhorst bei Hamburg. 

1/Ü8; Ratjen, Henning, geb. 10. October 1793 zu Homfeld 
im Amte Rendsburg — trat 1. November 1875 als Bibliothekar in j 
den Ruhestand, starb in Kiel 21. Januar 1880. — Vergl. Kieler Zeitung 
1875 vom 1« November und Chronik der Universität Kiel für 1881, 
Kiel 1882 (von Fr. Volbehr). 

Eine Recension von „Johann Erich von Bergers Leben", Altona 
1835, in Heibergs schleswig-holsteinischen Blättern B. 2, S. 45 f. 

Noch von ihm : Andreas Sandöe Oersted : Die Lösung der deutsch- 
dänischen Frage (ans dessen Schrift for den danske Stats Opretholdelse), 
aus 1 in Dänischen übersetzt und mit Vorwort herausgegeben. Kiel 
1857. 8«. 

Geschichte der Universität Kiel. Kiel 1870. 8". Ree Göttinger 
gelehrte Anzeigen 1870, S. 1153 — 1159. 

Verzeichniss der Handschriften der Kieler Universitäts - Bibliothek 
Abth. 1 — 4, im Progr. zur Feier des k. k. Geburtstages 1873. 
Kiel 1873. 4". 



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Bailob — RaT6ii* 



167 



In Rudurfs Zeitschrift für Recht <; c;cschichle B. 8, Heft 2, 
S. 277 — 293; Die CJrduer des Röimscheii Kechüs. iicitrug zur 
juristischen Literärgeschichte. — In Naumann*s Serapeum 1870 
vom 30. September: Handschriften der Kieler Universitäts-Bibliothek. 
— > In Zeitschrift der Gesellschaft für die Geschichte 
der Herzogthämer Schleswig, Holstein und Lauenburg 
B. 1, 1870, S. 260—282: Philipp Gabriel Hensler; — S. 36 1 f.: 
Anzeige von A. Springer, Friedr. Christ. Dahlmann; — S. 372 — 394: 
Johann Friedrich Ackermann; - - B. 2, 1872, S. 395 — 399: Der 
Herzog Carl Friedrich; - Beil. zu B. 5, 1 87 5 : Nachträge zu seinem 
Verzeichniss der Handschriften der Kieler Universitäts-iÜbliothek, welche 
die Herzogthümer Schleswig. Holstein und Lauenhurg, sowie Hamburg 
und Lübeck betreffen (dieselben sind paginirt und zwar p. 601 bis 
634) im Anschluss an B. 3, Abth. 2 des Verzeichnisses der Hand- 
Schriften (s. im Hauptwerk i; B. 7, 1877, S. 169 — 194: Johann 
Christian Fabridus, Prof. in lUel von 1775—1808, und Cäcflie geb. 
Ambrosius, die Freundin Klopstocks, verheirathete Fabrictus 1771, 
verwittwet von 1808—1820; — B.8, 1878, S. 359—376: Stipendium 
Haimsianum. 

1709) Raoeh, Christian, geb. um 1810 in Schleswig, 

Lehrer an der Bergschule in Essen seit , dann .... 

Von der im Hauptwerk (s. 1 und 3> angeführten elementaren 
Arithmetik erschien 2. Aufl. Duisburg (Mülheim, Nieten) 1857. 3. Aufl. 
Hannover 1862; die Planimetrie und Constructionslehre erschien 
Hannover 1861. 

Noch von ihm Neuester Beweis fiir die Umdrehung unserer 
Erde um ihre Achse» Berlin, Dümmler, 1852. 8'*. 

Populäre Astronomie für Schule und Haus. Duisburg 1853. 
2. Aufl. 1857. 

Leitfaden für den Unterricht in der deutschen Grammatik. Essen 
(Leipzig), Seemann, 1859. 8". 

*Bancta, Christian, geb. in Kiel (Sohn von Nr. 1709), 1869 

Dr. philos. in Berlin. 

Die wälsche, französische und deutsche Bearbeitung der Iweinsage. 
Inaug.-Diss. Berlin 1869. 8". 

EngÜsh repetitiunal grammar. Englische Repetitions - Gramms^. 
Berlin, Oehmigke, 1879. 3. Aufl. 1881. 8\ 

1711) Rave (Raabe), Christian Theodor, geb. um 1820 in 
Kiel — — im Mai 1879 Landgericbtsrath in Altona. 

*RaT6nt Johannes Eduard Arnold Otto, geb. 22. December 
1850 zu Lüneburg, besuchte die Gymnasien in Hannover und Lüneburg 



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150 



RatU — RebliBff. 



bis Ostern 1871, war 5 Jahre in hannoverischen Gutswirthsc haften thätig, 

studirte von Ostern 187 6 bis Ostern 1880 Land- und Vulkswirthschiilt 

in Göttingen, 13. Juli 1880 als Lehrer der Landwirthschaft examinirt, 

26. April 1881 promovirt, seit 1. October 1881 Lehrer an der Laad* 

wirthschaftsschnle in Fiensbiurg. 

Ueber die VethAUnisse, welche den FortbestaDd von Gemeinheiten 
rathsam machen. Inaog.-Diss. Göttingen 8^ 

*BaTitt Johann Anton, geb. in Kopenhagen, wo dch sein 

Vater, der nachfolgend angeführte (Nr. 1712), damals aufhielt, im Apnl 

1865 in Kiel Dr. jur., darauf Advocat in Hamburg, wo er 13. Män 

1877 starb. 

De mercis vitiis et qualitatibus a venditore praestandis ex jure 
commeidi tarn commoni quam Hamboigensi. Diss. inaqg« Kiliae 
1865. 4^ 

1712) Bavit, Johann Christian, geb. 16. August 1806 ia 
Schleswig — starb in Hamburg 9. September 1868. — Vergl. noch 
Erslew Suppl. B. 2, S. 762, wonach er am LS. August 1806 in Schleswig 
geboren sein soll; doch ist wohl das von mir nach dem Autogramm 
angegebene Datum das richtige. 

1712 a) Rajdt, Theodor, geb. in Lingen, Theologe, von Sept. 

1864 bis Mai 1869 Vorsteher des höheren Lehiiostituts in Segebeig, 

darauf HüUqwediger unter der Snperintendentur in Lingen. 

Noch von ihm, als hierher gdiörig: Ueber Bedeutung und Ein- 
richtung einer höheren Bürgerschule, ein Wort, gerichtet an die Be- 
wohner Segebeigs und seiner Umgegend. Segebeig 1868. 8^ 

^Bebliailf Hugo, geb. 23. April 1850 in Meiningen, Sohn des 

Landscfaaftscassiiers Joh. Geo* R., empfing den ersten Unterricht auf einem 

Privat-Institnt und die wettere Ausbildung auf dem Gymnasium Bemhardinum 

das., studirte seit Ostern 1868 Philologie in Jena, nahm am Kriege 

1870/71 theil, studirte dann seit Mich. 187 1 wieder in Berlin bis dahin 
1872, und wieder seit Ende 187 3, Ostern 1874 an die Albinus - Schule 
in Lauenburg berufen, wo er seitdem ordentlicher Lehrer ist. — Vergl* 
Progr. der Albinus-Schule 11, 1875. 

Das erste Capitel des ersten Buches der Aristotelischen Metaphysik 

und seine Bedeutung liir diese, wie (lir jede Metaphysik, im II. l*rogr. 

der Albinus-Schule. Lauenburg 1883. 4". 

*Beblillg» O., geb. 1846 in Greusaen, Schwaraburg-Sondeishausen, 
besuchte das Gymnasium in Eisenach, studirte Philologie in Jena und 



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Keck — Redslob. 



15» 



Göttingen, 1868 Dr. phil. in (Jöttingen, 1869 pro far, doc. examinirt, 
im VViüter 1869/70 Frobecandidat an den Gymnasien in i'lön und Kiel, 
und 25. April 1870 Lehrer am Gymnasium in Kiel, von wo er Ostern 
1875 nach Wesel berufen wurde. 

Observationes criticae in L. Annaeum Senecam patrem. Diss. ioaug. 
Götdngae 1868. S*'. 

Versuch einer Charakteristik der römischen Umgangssprache. Aul 
syntaktischem und lexikalischem Gebiet, im Programm des Kieler 
Gymnasiums Ostern 1873. 4*. 

^Beeilt Friedrich Wilhelm, geb. um 1778 zu Ahreosburg, 
seit 9. September 1824 in Hambiug, wo er Schreiblehier und KaUigraph 
war, mit Johanna Cath. Kiückmeyer verheirathet, starb das. im Karbause 
9. Juli 1843. — Vergl. Lexikon Hambuxgischer Schriflsteller B. 6, 
S. 175—176. 

Der Weg der Feder. Heft 1, 2. Hamburg 1819. (Kalligraphische 
Vorschriften.) 

Commentar zum BÜde: Hamburg 1840, durch Damm und 
Schleusen gesichert gegen die Sturmfluthen, publidit am 7. August 
1834. In Verbindung mit der profectuten Eisenbahn zwischen Altona 
Hamborg und Tilbeck, mit besonderer Rücksicht auf Altona. Ham- 
burg, im November 1835. Gedruckt bei Nestler & Melle. 8'^ 

1713) Reck« Jacob Ludwig, geb. 5. Februar 1784 in Barm* 
stedt (nicht Bramstedt; — gestorben 22. März 1856 in Hillerod, 

1714) Bedling, Jacob Matthias, geb. 18. Juni 1802 zu 
WOster — — von 1870 bis September 1875, resp. bis Mai 1876 

cunstituirt als Propst der Propstei Rantzau, starb in Altona bei seinem 

Schwiegersohn, dem Oberamtsrichter Fabricius, 7. Januar 1878. 

*Redslob, Theodor Moritz, geb. in HainbLirg, Sohn des Dr. 

theol. et philos. Gustav Moritz Redslob, Professor der biblischen Philologie 

und Philosophie am akademischen Gymnasium das., und der Auguste 

Pauline geb. Schimmel, besuchte das Hamburger Gymnasium, studitto 

vorwiegend orientalische Philologie in L^eipzig, Kiel, wo er 1872 zum 

Dr. philos. promovirt wurde, Assistent an der Göttinger, dann an der 

Königsberger und von Januar 1877 bis 1879 erster Custos an der Kieler 

UniversitätS'Bibliothek. 

Die arabischen Wörter mit entgegengesetzten BedeutUQgen. N^st 
einem TextstQck des Abu Bakr Ibn al-Anbdri*s Kitäb ad addad. . 
Göttingen 1873. 8^ (Ist eine Ueberarbeitnng und Erweiterung seiner 
in Kiel im Jahre vorher genehmigten Inaug.-Oiss.) 



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100 



R«eder — Regenbur^. 



Lielerte eine Reihe Biographien hervorragender Orientalisten tür die 
von der historischen CommisstOQ der baf eiischen Gesellschaft der 
Wisseoschalten herausgegebene Deutsche Biographie. 

1715) Reeder, Eduard Louis, geb. 26. :um 1824 in Stede- 

sand — — 1867 Abgeordneter zum Reichstag des norddeutschen 
Bundes fiir den 4. schleswig-holsteinischen Wahlbezirk (Tonderni, desgl. 
auch fiir die Session 1S69, fehlte in der auss(!rordentlicheii Session im 
Juli 1870 (beim Namensaufruf), starb kurz vor- oder nachher in Bosbüll 
(Bösbüll) bei Tondem* 

*Reeder, Gustav Friedrich Theodor, geb. 1821 in Stede* 
sand, älterer Bruder des vorhergenannten (Nr. 1715), Jurist, von 1864 
bis zur Errichtung der Amtsgerichte Hardesvogt der Tonder« und Hoier- 

Harde, 187 I Abgeordneter zum preussischen Landtag liir den S. schleswig- 
holsteinischen Wahlbezirk, Husum, starb in Tondcrn 22. Märx 1876. 

Lieferte, nach einer Mitthfilung, viele Journal- Artikel, ohne dass 
doch die Blätter, worin sie stehen, näher bezeichnet sind. 

1716) Reepen« Diedrich Johann Heinrich, geb. 24. Febr. 
1814 in Kiel — — 26. Juli 1872 Pastor in Altrablstedt, Propst« 
Stonnam, starb 17. März 1884. 

1717) RefKlniid, Hans Clemensen, geb. 20. Mar^ 1820 zu 
dastrup, ivrchsp. Agerskov im Amte Hadersleben — — noch Koogs- 
inspector für den alten und neuen Friedrichs-Koog in Tondern. 

^RegenbnrgTy Karl, geb. 17. Juni 1809 in Apcnrade, kam aus 
dem V. Westen*schen Institut 1828 auf die Universität Kopenhagen, 
studirte Median daselbst bis 1836, schon vordem Compagniechiruig bei 
Prinz Chiislian Frederiks Regiment und 3. Juni 1835 Bataillonschinug 
bei der Artillerie in Heisingborg, 20. Sept. 1844 Landeschirurg auf den 
Faeröern, 2. October 1851 Districtsarzt in Skanderborg, wo er 7. Juni 
1853 starb. Vergl. Erslew Suppl. II, S. 781. 

In „Bibliothek for L:i:ger" XLIV , N. R. XIV, S. 444—48: Om 
Maeslinge Epidemien [uia Fceröerne i 1846; das. S. 448 f. Op- 
komsten af en ejendornmelig Hudsygdom paa Fxröerne 1846; X^V, 
N. R. XV, S. 227—28 : Fortsatte Efterretninger om Maeslinge-Epidemien 

paa Faeröerne. 

* Regenbiir^ , Theodor August Jes, geb. 20. April 1815 in 
Apenrade, Sohn des Diakonus Jacob R. (7 21. Januar 1821), 1. SepU 
1829 Eleve der Akademie in Sara, studirte Jura seit März 1837 in 



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Behder. 



161 



Kopenhagen, exaniinirt 21. April 1841, 2S. Juli 1842 Volontär in der 
dänischen Canzelei, im Beginn 1845 Sekretär bei der Geföngnisscoaimission, 
. 24. Januar 1S4S Canzellist, 9. August 1849 zur Disposition des Mit- 
gliedes der Verwaltungscommission für das Herxogthum Schleswig, Kammer- 
henn Tillisch, erhielt I.September 1850 die Aufsicht über das Kirchen*, 
Schul- und Unterrichtswesen in Schleswig, 21. Februar 1852 R. v. D., 
13* Febr. 1852 Departementschef im Ministerium für Schleswig, 6. Oct* 
dess. Jahres Etatsrath« wiederholt Ministerial-Secretär und vom 2. Decbr. 
1859 bis 31. März 1860 Ministerial-Director, 5. Februar 1860 C. v. D., 
24. Uctober 1864 entlassen, war in den folgenden Jahren mit der üeber- 
gabe der in Folge des Art. 20 des Friedenstractals abzugebenden Archi- 
valien mitbeauftragt, 16. März 1870 vom 1. April an Stiftsamtmann in 
Aarhus und Amtmann über das Amt Aarhus, 5. Juli 1879 Dr. phil. hon. c. 
bei Gelegenheit des 400 jähr. Jubelfestes der Kopenhagener Universität. — 
S. die Selbstbiographie in den Levnedsbeskrivelser af de ved Kjöbenhavns 
Universitets 400aarsfSBSt promoverede Doctorer og Licentiater S. 162 ff. 

In Danske Samlinger for Historie, Topografie etc. 3. B», Kjöbenh, 
186 7/68, S. 193: To Aktstykker til Oplysning om Oprettdsen af et 
Universitet i Flensboig. 

^Behdei*, Frans Heinrich Simon, geb. 23. Juli 1821 in 
Husum, Sohn des Senators Kehder das. (f), 1845 im juristischen Examen 
bestanden und darauf Untergerichts-Advocat in Husum, in der Folge, nach- 
dem ihm 1.S5 2 die liestallung lür das Herzogthuin Schleswig verweigert 
worden war, Advocat in W esselburen, später in Meldorf. Februar I S 0 4 
l>is Februar 1866 const. Amtsverwalter und Arfnar in Husum, I6bl 
Amtsrichter, im September 1874 Oberamtsrichter, zur Zeit Amtsgerichts* 
rath in Preetz, 18. Januar 1885 Inhaber des R. A.-0. 4. Cl. 

Eine moderne Brunnenkur. Lustspiel. Kiel, C. F. Häseler (später 

Lipsius und Tischer), 1877. (Das Stück wurde zum ersten Male auf 
der Kieler Bühne im Winter 187 6/77 mit Krfolg aufgefiihrt.) 2. Aufl. 
Garding, Lühr & Dircks, 1881. 8». 

Twee Lustspeeln (1. De forsche Peter oder : VN'ort mutt man hol'n. 
2. Um so'n (1 T^etrolciimlamp. En lütt Lebensbild in een Optog.) 
Kiel, Lipsius und Tischer, 1878. 8*^. 

Se wull'n ehr'n Xarhfwächter nich begraben, I^bensbild in een 
Optog. Garding, Lühr Dircks, 1881. 8«. 

^Behder, Franz Josias; geb. 10. Juli 1S55 in Flensburg, 
studirte Medicin seit Ostern 1875 in Kiel, Würxburg, Berlin, bestand 

11 



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Relider — Kelüiolr. 162 

17. Mai 1879 die Staatsprüfung, wurde 20. Januar 1880 in Kiel zum 
Dr. med. et chir. promovirt. 

Beitrag zur pathologischen Histologie der Pericarditis. Inaug.^Diss. 
Kiel 1S80. 4\ (Ist Dr. Ahlmaiui gewidmet.) 

^^Behder« Jacob, geb« 1848 in Kolmar, studirte seit 186S 
Medtdn, machte 1874 sein Staatsexamen, dispntirte, nachdem er schon 
1873 im medicinischen Docior-Examen bestanden, 19. August 1875 zur 
Erlangung der Doctor-Würde , war seit August 1874 Assbtent an der 

chirurgischen Abtlieiiung des städtischen Krankenhauses in Altona, lur 
Zeit praktischer Arzt in Uzohoe. 

Ueber Schädelbrüche. Inaug.-Dis8. Kiel 1875. 4^ 

^Behder, Karl Johannes, geb. 9. Mai 1855 in St. Margarethen, 

studirte seit 1876 Median in Leipdg, Erlangen, Kiel, wo er im August 

1881 zum Dr. med. et chir. promovirt wurde. 

Ueber die Sectio alla und die an hiesiger chirurgischer Kiinik und 
Poliklinik ausgefiihiten Operationen derselben. Inaug. -Diss. Kiel 
1881. 8^ 

^Reker* Heinrich Christian, geb. 7. August 1856 in Sege- 
berg, besuchte dort bis October 1872 die höhere Bürgerschule, bis 
Mich. 187 7 das Flensburger Gymnasium, studirte Medicin in Tübingen. 
Leipzig, Kiel, bestand 24. Juni 188 2 die medicinischc Staatsprüfung, 
3. Juli 1882 Dr. med. et chir., vom August 188J bi.s April 1883 
Assistent des Mutter- Hospitals, dann der medicinischen Klinik in Kiel. 

Beiträge zur Casuistik der Ocsophagus-Erkrankungen. Inaug.^Diss. 

(nachgeliefert?) Leipzig 1885. 8». 

1719) Kehhoff, Johann Andreas, geb. 28. August 1800 in 
Tondem — — 5. Januar 1870 Senior des Hamburgischen Ministeriums, 
feierte am 8. October 1876, resp. am 14. Januar 1877 das Doppel- 
fest semer 2 5 jährigen Einführung als Pastor der St. Michaeliskirche in 
Hambttig und seiner 50 jährigen Pastorwahl in Tellingstedt, bei welcher 
Gelegenheit (und zwar zum 14. Januar 1877) ihm u. a. von der theo!. 
Facultät in Kiel das Doctordiplom erneuert und von der holsteinischen 
Geistlichkeit eine Rehhoff-Stiftung fiir Studirende der Theologie gewidmet 
wurde; starb in Hambarg 9. Januar 1883. — Vcrgl. noch namentlich 
über einzelne Gcneaiogica das Lexikon der Hamburgischen Schrillsteiler 
lid. 6, S. 184 — 186. Ausserdem das :>chlesw.-holst.*laueub. Kirchen- 
und Schulbiatt 1883, Nr. 5 vom 3. Februar. 



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Rehmk«. 



168 



Die dänische Uehcrset/Aing seiner Hßtrachtungen und Ermahnungen 
lür Seeleute von Pastor Raben in Apeniadc erschien 1845. i}i\s unter 
Nr. 9 im Hauptwerk angeführte Seemannsbüchlein, Hamburg (1857) 
Ist eine 2. Auflage des deutschen Originals. ■ 

Noch von ihm ausser Beiträgen zu Zdtschriften: Predigt, gehalten 
am 4, Adventssonntage 1857. Hamburg 1858. 8«. 

Dem Gedächtniss von Dr. August Abendroth. Hamborg 1867. 8^ 

Predigt über Römer 7, 18—25, gehalten am 17. Sonntage n. Tr«, 
am 8. October 1876 bei der Feier seiner .25jährigen Amtsführung 
als Hauptpastor zu St. Mkhaelis und der SOjährigen Feier als Diener 
des göttlichen Worts. Hamburg, NoUe, 1876. 8«. 

*Be1imke, Johannes, geb. J. Februar 1848 zu Hainholz, Krchsp. 

Elmshorn, Sohn eines Lehrers, studirte Theologie, seit Bifichaelis 1867 in 

Kiel, Ostern 1868 in Zürich, Michaelis 1869 wieder in Kiel, im Herbst 

1871 exam. (2. m. A.), setzte in ^rich seine Studien fort, wo er 1873 

zum Dr. phil, proiiiovirt wurde, erhielt im März ]87 5 eine Professur 
am refbrmirten Gymnasium in St. Gallen, 1884 Privatdocent in Berlin, 
im April 1885 als Prof. der Philosoj>hic nach Greifswald berufen. fSenu- 
Gattin Maria Caroline, geb. (ianzenbacii, geb. 21. April 1854, gestorben 
21. Februar 1882, war Schriftstellerin unter dem Namen Maria v. Berg, 
Verfasserin des Gedichts „der Burgunderzug*' und der Novellen „das 
Haus in der Thurmecke'^ und „des Spielmanns Kjnd'\ — Vergl. Über 
sie: Fr. Tissot in „Chr^tien evangelique'^ Mars 1882 und Gedenkblatt an 
sie, St. Gallen 1882.) 

Hartmann's Unbewusstes auf die Logik hin kritisch beleuchtet 
Inaug.-Diss. Zürich 1873. 8^ 

Die Philosophie des Weltschmerzes. St. Gallen, Zollikofer^sche 
Buchdruckerei, 1876. 8^ 

Das Prindp des Katholicismus und Protestantismus in der christ- 
lichen Weltanschauung. Eine philosophische Studie. Zürich, Schmidt, 
1879. 8'\ 

Die Welt als Wahrnehmung und Begriff. Eine Erkenntnisstheorie. 
Hcrlin, G. Reimer, 1880. 8". 

Der Pessimismus unrl die Sittenlehre. Eine Untersuchung. Leipzig, 
Klinkhardt, 1882. 8«. 

Philosophie (richtiger: Physiologie) und Kantianismus. Ein Vortrag, 
gehalten in der Versammlunc: deutscher Naturforscher und Aerzte 
21. Sept. 1882 zu Eisenach. Eisenach, Kasch & Goch, 1883. 8**. 

Als Beiträge in Zeitschriften u. n. in Zeitschrift für Philo- 
sophie und philosophische Kritik B. 81, Halle 1882, 



H«j*ia - Heioll. 

S. 101 f.: Physisch oder psychkch? — im Pädagogium^ 1. Jahrg.^ 
Leiprig 1879, H. S. 689 f. und 2. Jahrg. H. 4, S. 210 f.: 
* Scfatde und Eiaehung; Jahig. 3, 1881, H, 10, S. 586 f.: Das 

geschichtliche Verhältniss von Kirche und Schule; — in der Xouen 
Züricher Zeitung t87S, I. und 2. November (im Feuilleton): 
Der Kuss, eine naturwissenschaftliche Studie. 

1720) Kejahlt Christian Matthias, geb. 17. December 1809 

SU Neuendorf, Propstei MOnsterdorf, 31. December 1868 Katechet 

und Hospitalpfediger in Elmshorn, 24. Januar 1869 ordinirt, starb in 

Elmshorn 21. Mai 1883. 

Noch von ihm im schleswig-holsteinischen Schulblatt 
1846 und 1847: Aphorismen in Beziehung auf Schule, Unterricht und 
Bfldung. 

*B6l€hy Eduard, geb. 1836 zu Stembeig, Mähren, (nicht in 
Olmiits, wie in Wufsbach*s biographischem Leidkon des Kaiserthums 
Oesterroich steht), seit 1884 in Glüdcsburg wohnhaft, lieber ihn ist so 

vcrglcicheii aib,sor Wurzbach's biogr. Lexikon, Wien 187 3, i. J5, p. 145 
bis 149, Staiiisiaus Krzeminski in der polnischen UeberseUung seiriei 
., Studien über die Frauen", Warschan 1878; femer ,, der Deutsche'', Ztg. 
für Thüringen, Sondershausen 187 4, Nr. 99 bis 102; G. Kathgeber ,, Gross- 
griechenland und i^hagoras'', Gotha 1865; doch reicht keine dieser 
Biographien Uber das Jahr 1877 hinaus und sind mehr oder weniger 
IttckenhafL Das Bildniss des Verfassers erschien in der artistischen An- 
stalt von Brandt in Flensbuig. 

Von seinen sahlieichen Schriften sind hier nur aus einem, vom 

Verf. eingesandten gedruckten V'erzeichniss die jüngst erschienenen 

anzuführen, also etwa: Social-medidnische Aufsätze. Grossenhain, 
Baumert und Ronge, 1883. 8®. 

Der Militär-Arzt mit dem, was darum und daran ist. Essen, A. 

Silbermann, 1883. 8^ 
Studien und Beleuchtungen über Oesterreich. Grossenhain, Baumert 

und Ronge, 18 84. 8*. 

Die Geschit lu»' der Seele, Hygiene des Geisteslebeos und die 
Civilisuüoii. Minden, J. C. C. Bruns, 1884. 8®. 

Weltanschauung und Menschenleben, Religion, Sittlichkeit, Sprache. 
Grossenhain, Bauttiert und Ronge 1884. 8". 

Die Emancipatiuii der Frauen, das Elend und die geistige Uebcr- 
Spannung. Das. in dems. J. 8". 

Gelehrte , IJteraten , gleichwie gelehrte Geschäilsleute. Minden, 
J. C. C. Bruns, 1885. 8". 



Digitizec' ^ 



1723) Beiehe^ Friedrich Karl Hermann, geb. 1833 in 

VVandsbeck, 1857 als Jurist examinirt, darnach Magistratssecretär in 

Oldesloe, 1858 Advocat in Kiel, 1861 Actnar des städtischen Gerichts, 

1865 Stadtsyndicns, 1867 Kreisgerichtsrath, 1879 Landgerichtsrath in Kiel. 

Noch von ihm eine im Mai 1875 bei Einweihung des Gesellschafts- 
hauses freiwilliger Armenfieonde gehaltene Rede. S. daittber Kieler 
Wochenblatt 1875, Nr. 62 vom 25. Mai. Auch sind von ihm die 
Mittheilungen aus der Baugeschichte der Nikolaikirche in Kiel nach 

den Acten des Kirchenvorstandes in der von Aug. Wilh. JBeckcr 
herausgegebenen kleinen Schrift: Die Nikolai - Kirche in Kiel« Ein 
Gedenkblatt ihrer Restauration 1878—1884. Kiel 1884. 

1725) Belehenbftdl, Constantin Morita, geb. 16. Februar 

1804 in Leipag seit 1* October 1868 Redacteur des von J. F. 

Richter, dem Eigenthümer der (Hambuiger) Reform, erworbenen Altonaer 
Merkurs, auf welchem Posten er, mit Unterbrechm^, bis an seinen 
Tod 4. Februar 1870 verblieb. Sein Kldnissin der (HaHsburger) Reform 
1870, Nr. 21. — VergL noch Lexikon der Hamburgiscfaen Schriftsteller 
B. 6, S. 188. 

Noch von ihm : Hilf dir selbst mein Vaterland und Schleswig- 
Holsteins Freihcitstaiife. (Hamburg) 1848 (5. September). 

Schleswig-holsteinische Kampflieder Heft I — J. St. Pauli, Hamburg- 
Altonaer Buchhandlung, 1848. 8^ 

1726) Reichenbach, Hans Peter iJetleC, geb. 6. Märx 1795 
zu Rendsburg, — — starb als Arzt in Altona 14. März I885, 

^Beieraenf Jens Friedrich, geb* 1798 in Kopenhagen, vom 
18. April 1829 bis 27. Mai 1842 Regimentachirurg beim Artilleriecorps 
der holsteinischen Brigade in Rendsbuig, starb in Kopenhagen 15* Jan. 
1853. — VergU Erslew 2, S. 656 und Supi^. 2, S. 783, wo auch das 
Schriftenverseichniss, doch fallen keine seiner Schriften in die Zeit seines 
Rendsbwger Anfenthaits. 

1728) Kellners 7 August Heinrich Wilhelm Ludwig, geb. 
in Kiel, — — 1849 noch praktischer Arzt in Heide (nach dem Staats- 
Handbuch von dem Jahr), später, noch 1875, in Wöhrden, dann, noch 
1880, in Kellinghusen. 

1729) Beimerg^ Emil Friedrich Heinrich, geb. in Hamburg 
starb in Reinfeld, wo er als Arst praktisirtet im April 1873. 

1730) BeiinerSt Frans Christoph, geb. 1818 m Flensburg 
bestand 1844 das Juristische Amtsexamen in Kiel — — > März 



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1«6 



Rainer« — Heisede. 



1877 Appellationsgerichtsrath, März 1879 Uberiandesgenchtsrath, Inhaber 
des R, A.>0* 4. Cl., des [Kr. - O. 4. Cl., des österreichischen eisernen 
Kreuzes, des oldenburgischen HauS' und Verdiensl-O., des grossherzugl. 
hetaischen Verdiensk-O. Philipp des Giossmüthigen, im November 1885 
fUr Stormam zum Landtags-At^eordneten gewählt. 

1731) IGUimerg, Joachim Andreas, geb. 15. Mai 1808 zu 

Oldenburg trat vom Pastorat in Wedel zum 1. October 1884 in 

den Ruhestand, starb in Blankenese 5. November 1884. 

1733) lleiiiieri», Johann Jacob, geb. 18. Juni 1819 zu Poppen- 
husen, Krchsp. Wöhrden, S.D., — — noch Diaconus in Brunsbüttel. 

1734) BeilIlOi\«i, Martin, geb. 1812 in Wiemersdfirf. Krchsp. 
Bramstedt — — im April 187 5 Kreisphysicus für den zweiten schleswtger 
Physicats-District, Gram, starb in Gram Anfang Februar 187 6. 

1736) Keincke, Johann Julius, geb. in Altona, Sohn des Kaul> 

manns Theodor* Reincke das., — — seit December 1868 Anct am 

Hamburger aUgemeinen Krankenhause. 

Ausser Beiträgen zu Zeitschriften noch: Das Medicinalwesen des 
Hamburgischen Staates. Eine Sammlung der zur Zeit gifltigen gesetz- 
lichen Bestimmungeti über das Medicinalwesen in Hamburg. Mit Ge- 
nehmigung des Medicinal - Collegiums zusammengestellt. 2. Aufl. 

Hamburg, Mauke Söhne, 1879. 8". 

Gesundheitspflege auf Seeschiffen mit besonderer Berücksichtigung 
der Handelsflotte. Hamburg, Fiiedrichsen, 1883. 8^ 

^Beincke, Theodor, geb. 22. Juli 1805 in Altona, Sohn des 
Bankdirectors Joh. Jul. Reincke, Kaufmann, bis 1880 Theünehmer im 
Geschäft von Matthiessen & Co*, Vorsitzender des Ausschusses für die 
Altona^Kieler Eisenbahn von 1844 an, Mitglied der holst. Stände (itr 

Altona von 1855 an. für Eckernforde Mitglied des l,andtags, auch 1872 
bis 187 5 Synodal-AIitglied, vielfach gemeinnützig thätig, starb in Altona 
27. Sept. 1882. — VergL die Altonaer Nachrichten vom 28, Sept. 1882. 
Hatto, i heil an der Abfassung der Protocolie der GeneralversammJiing 
der Altona-Kieler Eisenbahn-Gesellschaft 1844 ff.; sowie ebenfalls 
an dem Antrag des Ausschusses derselben Gesellschaft auf Abänderung 
des Statuts. O. O. (Altona). 8®. 

1737) Reinecke, Johann Feter Rudolf, geb. 22. November 
1795 in Hamburg — — feierte 10. Juni 1869 sein 2 5 jähriges Amts- 
Jubfläum als Musiklehrer am Segeberger Seminar, trat zum 1. November 
s. J* in den Ruhestand, starb in der Diakonissen-Aostalt in Altona 



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167 



16. August 1883. ^ Vergl. noch Lange: das königl. evangel. Schuliehrer- 

Seminar zu Segeberg, Rendsburg 1881, S. 62 — 64. 

Von der Sammhing ein-, zwei- und mehrstimnniger Lieder aus 
ncnnrnr und neuester Zeit. Für Schule und Haus (l. Aufl. Leipzig, 
Breit köpf und Härtel, 1864 s. im Hauptwerk) ersdiien 2. Aufl. 
das. 187 3. 

173S) Reinecke> Karl Heinrich Carsten, geb. 23. Juni 1824 
in Altona — — erhielt 1871 den preussischen Kr.-O, 4. CI., im Juni 
1874 2um ordentlichen auswärtigen Mitglied der Akademie der Künste 
in Berlin ernannt, bei Gelegenheit der Einweihung des neuen Gewand- 
hauses in Leipzig Dr. phil. hon. c, leitete in Kiel 1879 das 2. schleswig- 
holsteinische Mttsikfest, feierte 30. September 1885 sein 25 jähr« Jubiläum 
als Director der Gewandhausconcerte in Leipzig, Mitglied und Ehren- 
mitglied verschiedener .Akademien der Künste und Gescllscharten zur 
Förderung der Tonkunst. — Vergl. Uber ihn u. a. Alfred Dörffel in der 
Festschrift zu dem Jubiläum , Franz Überreich in der Fachzeitschrilt „der 
Chorgesang'' 1885. 

Zu den, nach den Mittheilungcn seines inzwischen am 16. August 
1883 verstorbenen Vaters (Nr. 17 37) im Hauptwerk dieses Lexikons 
angeführten Compositionen sind zahlreiche weitere (n. a, auch die 
komische Oper .,Aiir hohen Befehl", die Ouvertüre ,, Friedensfeier", 
ausserdem viele Klavier-, Violin- und Cellosonaten und Concerte) 
gekommen. 

*Reillke, Johannes, seit 1885 Prof. der Botanik in Kiel. 

Morphologische AbhandJiuigen. Leipzig, 1873. S**. 

Untersuchungen über die Quellung einiger vegetabilischer Substanzen. 
Aus den von J. v. Hanstein hrsgg. botanischen Abhandl. B, 4, 
Heft 1.) Bonn 1879. 8». 

Gab heraus: Untersuchungen aus dem botantscheD Laboratorium 
der Universität Göttingen. Heft I— 3. Berlin 1879, 1883. Darin 
von ihm in Heft 1 mit G. Berthold: Die Zefsetzung der Kartoffel 
durch Pilze. Heft 2: Studien ttb^ das Protoplasma I — III und zwar 
1: Die chemische Zusammensetzung des Protoplasma von Aethalium 
septicum ; mit H. Rodewald ; II allein: Protoplasma-rroblemc und III 
allein: Der Process der Kohlenstotfassimilation im chlorophylHialfigen 
Protoplasma. Heft 3 : Studien über das Protoplasma. 2. Vo]ge : Von 
ihm allein I: Ein Beitrag y.ur physiologischen Chemie von Aethalium 
septicum, II : Die Kühlenstoilassimilation im chlorophyliosen Proto- 
plasma; III: (Jeber Turgescenz und Vacnolenbildung im Protoplasma ; 
mit L. Krätsschmar IV: über das Vorkommen und die Verbreitung 
flüchtiger redudrender Substanzen im Pflanzenreiche. 



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166 



Reite — Beften-Smilli. 



*R6itz, Johann Peter, geb. 1832 in Boppard, Rgsbr. Coblcnz, 
1858 in Bonn Dr. med. et chir., Arzt in Alti^na. 

De chlorofürinio. Diss. inaug. Honnae 1858. 8". 

, *V. Keitzeusteill (Schwarzenstein Untern Theils), Karl 
Friedrich Heinrich Chlodwig, Freiherr, geb. 13. Januar 1^23, 
Histotiograph und Genealoge, ordnete die Archive der Fürsten Reuss in 
Greiz und Gera und half das StaaU*Archiv in Schleswig begründen, 1871 
Cttstos an der Landes- und Universitäts-Bibliothek in Strassburg, starb in 
Strassbnrg 23. October 1874. 

Hier anzutuhrcn: Regesten der Grafen von Orlamünde aus Haben- 
berger und Ascanischem Stamme. Mit Stammtafeln, Sicgclbüdcrn, 
Monomenten und Wappen. (Hrsgcg. vom historischen Verein fiir 
Oberlhmken au Bayreuth.) Bayreuth 1871. 4^ 

* Reilstab 1 Ludwig ()tto Paul, geb. 13. December 1843 in 
Berlin, Sohn des Schriftstellers L. R. und der Emma, pcb. Henry, bc 
suchte das Friedrich- Werdcr'sche Gymnasium bis 1861. studirtc Mathematik 
und NaturNvissenschaften in Berlin, Heidelberg und wieder Berlin, wurde 
in Bonn 1868 zum Dr. i)hilos. promoviit, Ije^wr an der Marineschule 
in Kiel, im September 1884 Professor. 

Ueber Transpiration homologer Flüssigkeiten. Inaug.-Diss. Bonn 
1868. 9P. 

1745) Reiick, Detlef Anton, starb in Neumünster am 9. No- 
vember 1867. 

1746) Reildtor1f\ Heinrich, geb. 14. April 1814 zu Ludwigs- 
i)urg, Krchs]}. VVaabs in Schwansen — ' — 1868 Consistorialrath, starb 
in Preetz 3. December 1868. 

Gab das schleswig-holsteinische Kirchen- und Schul- 
blatt von 1866 bis 1868, Nr. ^, heraus. 

Noch von ihm in der Monatsschrift für die evangelische 
Kirche der Rheinprovinz Mai/Juni 1852: Dr. Rudelbach und 
die schleswig-holsteinische Geistlichkeit (bezieht sich auf Rudelbach^s 
Sendschreiben an Harms und die Sache Schleswig-Holsteins etc. 
Stuttgart 1851). 

1747) Besen^Sviitlly C, in den 60ger Jahren Lehrer der 
nordischen Sprachen in Hamburg, 1867 Redacteur .der Apenrader Nach- 
richten, 1868, wie es scheint, wieder in Hamburg. — S. Lexikon der 
Hamburgischen SchritlsielJer l». 6, S. 2 52 — 253, 



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Rethwisch. 



1S9 



Noch von ihm : Oer dänische und schwedische Correspondent. 
Eine Sammlung kaufmännischer Briefe zum UeberseUcn aus dem 
Dentschen ins Dänische und Schwedische, nebst einer deutsch«dämsch> 
schwedischen Phraseologie. Hamburg 1B63. 8^. 

Der Dolmetscher. Eine Anleitung zu Gesprächen in deutscher, 
französischer, schwedischer und dänischer (norwegischer) Sprache, 
namentlich für Kaufleute und Geschäftsreisende. Altona 1864. 

Pralctisclins I chrbuch der Flamschen Sprache zum Schul- und Privat- 
Unterricht. Hamburg 180 5. 8''. 

Das im Hauptwerk angelührte ..Rhrerbietigste Sendschreiben, die 
iiordschleswig'sche Frage betreffend, an das hohe königl. Preussische 
Abgeordnetenhaus, Hamburg, 1866". wurde nur als Manuskript gedruckt. 

1747 aj Rethwisch. Emst, geb. 1824 in Rendsburg — — 

1808 — 1874 als Gast-Schauspieler in den Vereinigten Staaten, starb als 

Mitglied des Thalia-Theaters in Hamburg in der (iarderobe kurz vor 

Beginn der Vorstellung in Folge eines Herzschlages 6. Öctober 1879. 

— Vcrgl. über ihn Gaedcrtz ; Das niederdeutsche Schauspiel, Th. 2: 

Die plattdeutsche Komödie im 19. Jahrhundert, Berlin iSS4^ S. 137 

bis 140. Besonders besprochen wird dort sein wiederholt aufgeführtes 

.Charakterbild Kaufmann und Seefahrer", nebst dem Nachspiel „Ein 

SeemannsjubiUlum", welches Stttck gleich seinem Sören Sörensen, „der 

tappere Landsoldät" weit ausserhalb Hamburg bekannt geworden ist. 

* Rethwisch, Krnst Peter Gustav Karl, geb. 21. Mär^ 1860 

in Altona, Sohn des Steuerrathes K. A. Th. R. (Nr. 1749), besuchte 1867 

bis 1877 die höhere Bürgerschule in Hadcrsleben, dann die Realschule 

1. (). in Rendsburg bis Herbsl IS7 9, studirte Xaturwissenschatt und 

Mathematik in iierlin, Strassburg, Güttingen, wo er im Februar 1885 zum 

ür. phil. promovirt wurde. 

Beiträge zur mineralogische»» und chemischen Kenntniss des Roth- 
güitigerzes. Inaug.-Diss. Stuttgart 1885. 8". 

174Sj Rethwisch, Hans Peter Christoph, geb. 17. Mär* 

1799 in Hagen in der Propstei, wo sein Vater als Lehrer fungirte, 

erlernte in Kiel im botanischen Garten die Gärtnerei, wohnte später in 

Wellingdorf, Neumühlen, Schönberg und zuletzt viele Jahre in Neustadt, 

wo er neben dem Gärtnereibetrieb eine kleine Kinderschule hielt (ist 

nicht, wie nach der Notiz im Hauptwerk zu vermuthen, identisch mit 

dem Organisten J. Heinrich Rethwisch in Schönberg, dessen Onkel er 

war), starb in Neustadt 12. März 1865. — Nach Mittheilungen seiner 

Tochter. 



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170 



Rethwisch — Reuter. 



*Bet]lwi8Chy Karl, geb. in Rendsburg, Bruder von Karl Anton 
Theodor R. (Nr. 1749) und von Ernst R. (Nr. 1747 aj*} ; ursprünglich 
Zimmermann, 1870 im Kriege gegen Frankreich Krankenpfleger, ward 

nach dem Kriege Kanalaufsehor im Elsass, brach dass Bein und ward 

pensionirr. kam nach Altona und ist Reuter- Vorleser. - Nach Mittheilung. 

Knospen. Cledichte. Preetz, Druck von S. Caspers, 1864. 8®, 
Er gal) ausserdem viele Gelegenheitsgedichte in verschiedenen 
Blättern heraus. 

1749) Rethwischs Ivarl Anton Theodor, geb. 30. Januar 
1824 in Rendsburg ~- -- 1807 commiiSiiris« h, im Mai 1875 definitiv 
( )bersteuercontrol!eur , Zollvcrwalter in der /oll- und Steuer-Controlie 
in Hadersleben, zur Zeit am 1 laupt-ZoUarot daselbst Obeizolliospector, 
27. Februar 1884 zum Steuerrath ernannt. 

^Henteri Friedrich, geb. im October \S4$ 7«u Martinsheim im 

bayrischen Main-Franken, besuchte das Gymnasium in Ansbach von 1855 

bis 1861, studirte dann bis 1865 in £rlangen und München Philologie, 

unterrichtete darauf an einer Privatschule in Altona, trat (Jstern 1867 als 

Hülfslehrer an der Kieler Gelehrten-Schule ein, rückte seit 1. October 

desselben Jahres bis 1878 vom 7. bis zum 1. t^rdentl. Lehrer auf, kam 

zu Ostern 1878 als Oljerlehrer an's ( I\ niiKt>inin in Giückstadt. 

Dp vf'teril)u> ici Catilinariae auctoribus, im (-)sterprügr. des Kieler 
(ivninasiums 1809. 4". 

Ein Kcrcral über Curtius' griethische Schulgrammatik. Kiel, C 
Schröder. 1870. S". 

Der l^Itraniontauismus in Bildern aus Luthers Tagen dargestellt am 
22, Marz 187 1. Das. 187 1. Ü''. 

Im 4. Bande der r>uellensammUini; der < iesellsehatr lür Schleswig- 
hülstein - lauenburgischc Geschichte r scriplores minores). S. 397 : 
Annales Hambnrgenses. 

Mittheilungen aus dem Leben des Directors Bartelmann, in den 
Oster-Programmen des Kieler Gymnasiums 1875, 1876 und 1878. 4*. 

Uebungsstückc zum Uebersetzen aus dem Deutschen ins Griechische 
für Secundaner und Primaner, im Osterprogramm des Glücksßidter 
Gymnasiums 1882. 4**. 

*Rentei% Ludwig Andreas, l;<-1). 25. August^ 1830 m Kopen- 
hagen, Iheologe, 1861 in Flensburg examinirt, vom 2 1. Juli bis 23. (Jet. 

Ein x ierler Brudi i Telvr K cth \v iscli, Lagcimeisier der IIaml»urg- 
Anieiikaniäclicn Packetfahrt-Actiengesellschaft, starb in Hamburg im 59. Lebensjahre 
^9./:$«'». Janu.u 188.5. 



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1 



K«iitor — Toa ReTMitlow. 



171 



1864 kommissaii^ch Pastor an St. Marien in Hadcrsleben, schon 16. Mai 
desselben Jahres und noch Uiaconus in Broacker. 

Eine in dänischer Sprache gehaltene Predigt steht in deti i-nit 
K. A. Frerks herausgegebenen zwei Predigten, gehalten auf dem 
GusUv-Adolf-Feste in Apenrade 14. Juli 1875. Biecklum 1875. 8^ 

1752j Reater, Rudolph Jens Christian, geb. 8. Juni 1801 

zu Horsbtill, Kr. Tondem starb in Schleswig, wo er von seiner 

beruflichen und amtlichen Thätigkeit als Actuat der Riis- und Süderrangstrup- 
harde seit Februar 1867 quiescirte, am 8. Mai 1884. — Vergl. Kieler 

Zeitung vom 10. Mai 1884, A.-N., und Rendsburger Wochenblatt 1884 

vom 14. Mai (in der Correspondenz aus Kiel). 

1753) von BeTentlOW) Arthur Ch^ristian Detlev Eugen, 
geb. 4. Januar 1817 (nicht 1816) auf Reventlow-Sandberg im Sundewitt 

— — im September 187 L Administrations ' Commissar iiir die Landes- 
meliorationen der Provinz Schleswig'Holstein, welches Amtes er auf 
.Ansuchen (psychischen Leidens halber) zum 1. April 1873 entbunden 
wurde; süirb 8. Februar 1878 in Braunschweig. 

1755) von EeventlOW (-Farve), Emst Chri 'ian, Graf, geb. 

26. Juli 1799 (eierte 17. März 1868 das 25 jährige Jubiläum als 

Director des Witschen landwiithschalUichen Vereins, im October 1868 
Landtagsmarschall des ersten schleswig-holsteinischen Provinzial-Landtages, 
starb 17. Februar 1873. 

*V()ii Reveiltlow . Ferdinand Karl ^>fto. geb. 20. April 
1803 auf Christianssacde auf Laaland, nächstältester Sohn des Kanniier- 
herrn Christian Detlev Graf v. Heventlow auf den Grafschaften Reventlow 
und Christianssaede, wurde 28. Juni 1840 Hofjägermeister, erbte nach 
seinem Vater 30. Januar 1851 die Grafschaften Christianssaede und 
Reventlow-Sandberg, 6. October 1851 Kammerheir, erbte vom Vetter 
seines Vaters 10. Juni 1854 die Baronie Brahetrolleborg, 14. August 
1853 vom König erwählter Deputirter der schleswiger Ständeversammlung 
in Flensburg, 30. September 1858 R. v. D., 19. Februar 1862 Mitglied 
der Stuterie-Commission auf Laaland-Falster, starb Mitte September 1875. 

— Vergl. über ihi, Krslew F5. 2. S. 071 und Suppl. 11. 2. S. 796. 

< )[j]ysninger betraeffendc Vaiddclöbct ved Slagelse, in Bcrlingske 
Tidende 1833, Nr. 186 vom 6. August und in Maanedskrift for 
Hesteavl og Hestehold 5. B., 1833, S. 87—90. 



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Rheder — Ribbeck. 



1758) Rheder, Bernkiard Hugo, geb. 1839 in Preetz — — 
hi'staml 187 7 (I87S?) in Hcriin im Physicatsexamen, habiiitirte sich im 
JuDi 1880 in der medicinischen FacuUät der Universität Kiel als Privat- 
docent, war das. auch zweiter Cierichtsarzt und Stellvertreter des Physicos, 
erlag laogdaQeroder Krankheit am 15* Juli J-885 in Preetz, wo er be- 
erdigt wurde* 

Noch von ihm als Oiss. |>ro venia legendi fllr gerichtlicbe Medicin: 
Uic subpleuralen Ecchynaosen beim Erstickungstode. Kiel 1880. 8^ 
(Steht auch in etwas anderer Form in Casper-Horu's Vierteljahrsschrift 
für gerichtliche Medicin, N. ¥. B. 32, 1880.) 

1761) Blbbeek, Johannes Karl Otto, geb. 23. Juli 1827 in 

£rrurt seit 20. October 1862 ordentl. Professor der klassischen 

Literatur und Seminar-Director an der Universität in Kiel, wurde zu 
Michaelis 1872 in gleicher Eigenschaft nach Heidelberg und von dort 

Ostern 1877 an Ritschl's Stelle nach Leipzig berufen. 

Von täciner Ausgabe der sccnicac Romanorurn pocsis Iragmenu 
(Editio l, s. als Nr. 2 im Hauptwerk) erschien 2. Aufl. Lipsiae 1871 
bis 1873. 8^ 

Noch von ihm ausser zahlreichen Beiträgen zu philologischen Zeit' 
Schriften, namentlich dem von ihm seit 1877 mitherausgegebenen 
Rheinischen Museum fllr Philologie: Dämon und Genius. Rede bei 
der Feier des k. Geburtstages. Kiel 186S. 4^, 

Beiträge zur Lehre von den lateinischen Partikeln. Zur Begrässung 
der 27. Versamndung deutscher Philologen und Schulmänner in Kiel* 
l^ipzig, Teubner, 1869. 8*. 

Atkfänge und Entwicklung des Dionysoscultus in Atttka. Festschritl 
zur Feier des k. Geburtstages am 22. März 1869. Kiel 1869. 4^ 

Majestät. Rede, gehalten bei der Feier des k. Geburtstages 
22. März 1869. Kiel 1869. 4«. 

I^es Q. Horatius Flaccus Episteln und Buch von der Dichtkunst 
mit Einleitung und kritischen Bemerkungen. Berlin, J. Gutlentag, 

1869. 8®. 

Sophodes und seine Tragödien, in der von Virchow und Holtzen- 

dorfl" herausgegebenen Sammlung gemeinverständlicher wissenschaft- 
licher Abhandlungen 4. Serie. Berlin 1869. 2. Aufl. 1874. 8®. 

Epikritische Bemerkungen zur Königsrede im Ocdipus Tyrannus, 
Lniversitätsprogr. zur königl. Geburtstagsfeier 22, März 1870. Kiel 

1870. 4". 

Gesundheit des Staats. Rede zur Feier des k* Geburtstages 
22. März 1871. Kiel 1871. 4». 



de JUeheliMi — fticbtei*. 178 

l^hilocteta des Actiu^. Einladungsprogr. zur Feier des k. Geburls- 
tages. Kiel 1873. 4". 

Politische Anweisungen. Frei nach Plutarch. Rede zur Feier des 
k. Geburtstages 187 2. Kiel 1872. 4'^ 

Die röniis(he Tragödie im Zeitalter der Republik dargestellt. 

Leipzig, Teubncr, 187 5, 8". 

Gab nfiit Anton Klee von Band 3J. 187 7 an heraus: Rheinisches 
Museum für Philologie. Frankfurt a. M. 1877 ff. 

Friedlich Wilhelm Ritschi. Ein Beitrag zur Geschichte der Philologie, 

B. 1, 2. Mit einem Bildniss RitschPs in Stahlstich und einem BUde 
in Lichtdrack. Leipzig, Teubner, lS79--lS&i. S\ 

Alazon. Ein Beitrag zur antiken Ethologie und zur Kenntniss der 
griechisch-römischen Komödie, nebst Uebersetxung des Plautinischen 
Mües gloriosus. Leipzig, Teubner, 1882. S^*. 

Emendationum Mercatoris Plautinae spicilegium« in der die Ver- 
. kflndigung der Namen der Doctoren der Philosophie . enthaltenden 
Univenitittsschrift zu Leipzig 1883. 4^ 

Kolax. Eine ethologische Studie Leipzig 1883, in Abhandlungen 
der k. sächsischen Gesellschaft der Wissenschaft B. 21, phü.*hist. 
B. 9. Das. 1884. 8^ 

*dft Richelieu, Louis Armand Enianuel Septimany du 
Plessis, geb. 29. Juli 1821 in Kopenhagen — 12. August 1850 
coDStituirter, 26. November 1850 erwählter Hauptpastor und Diaconus 
in Loit, Propstei Apenrade, bis 1858, in welchem Jahre er (27. Januar) 
zum Prediger der evangelischen Gemeinden und Missionar auf St. Thomas 
und St. Jean in Westindien ernannt würde, starb daselbst 18. Juni 1859. 
^ Vergl. Erslew Supp). II, S. 798. 

Von seinen im Erslew vollständig verzeidineten Schriften gehören 
hierher: Bönner og Psalmer for Bdm. 3. Udgave besorget, Aabenraa 
1853. 8^ 

in ,,danske Folkeskrifter*\ udgivne af Folkeskriflselskabet IV. oder 
„Blandluger'' H. 1, 1853, S. 1 — 33: Knud Eriksen Lavard, Hertug 
Sönderjylkmd. VL oder „Blandinger'* H. 2, 1854, S. 30^-79: 
Nordiriseme og Nordstrands Undergang. 

* Richter, Albert, geb. 21. Juli 1841 in Barmen, besuchte 

das Gymnasium zu Gütersloh, studirte vom Herbst 1861 aij 2 Jahre in 
Halle, l Jahr in Göttingcii und 1 Jahr in Heidelberg Mathematik und 
iSaturwissensc hatten, absoJvirte von Osteni 1866 bis dahin 1867 an dem 



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174 



Richter. 



Gymoastum tn Gütersloh sein Probejahr, unterrichtete dann noch 2 Jahre 
an dieser Anstalt und machte von doit aus sdn Staatsexamen in Münster, 
von Ostern 1869 bis dahin 1873 I.ehrcr an dem Gymnasium und der 
Realschule I. O. in Bielefeld, vuii wn aus. ( i in Jena zum Dr. phil. 
promovirt wurde, kam Ostern 1873 an das tiyinnasium in Wandsbeck 
und ist seit 9. Juli 1877 Oberlehrer das. 

Zur Kritik der Vibrationshypothese, im Programm des Wandsbecker 
Gymnasiuins 1877. 4^ 

*Richter, David Joachim Jacob, geb. 30. Januar 1794 zu 
Altona, ward ausgebildet zu Lüneburg zum Kanzleibeamten und durch 
den Pfalzgrafen zum kaisorl. Notar ornannt, am 13. August 1821 Stadt- 
.sekretär in Ratzeburg, war auch Inhal )cr des R. A.-O. 4. Cl. und der 
Hamburger Kriegsdenkmttnze von IS 13, sowie Ehrenbürger der Stadt 
Ratzeburg, auch Dr. jur., starb in Ratzebutig U. Februar 1880. — Nach 
Mittheüung aus Ratieburg eigänzt. — 

Gab heraus: Sammlung der Verordnungen, Ausschreiben und sonstigen 
VerHigungen, welche seit der Tradition des Hensogthums Lauenburg 
an die Krone Dänemark (26. Juli IS 16) bis zum 31. December 
1830 für das Hensogthum Lauenburg ergangen sind, in einem Aus. 
zuge nach alphabetischer Ordnung. Ratzeburg 1832. 4**. 

Desgleichen; Sammlung der Verordnungen, Ausschreiben und .sonstigen 
Verfügungen, welche vom Jahre 1813 bis zum Schlüsse des Jahies 
1S40 für das Heizogthum Lauenburg ergangen sind, l^beck, 
V. Rhoden, 1841. 8^ Vern^. Faick's Archiv B. 2, S. 674 ff.: Bc- 
m^kungen darüber von Chr. F. A. Ostwald. 

* Eicht er, Karl Friedrich, geb. 5. Mai iS2i in Herzberg, 
Provinz Sachsen, besuchte zur Vorbereitung aufs Schulfach unter mehreren 
Anstalten auch das T.ehrerseminnr in Potsdam, wo er dann Gymnasiallehrer 
wurde, darauf Rcctor an der Stadtschule und Vorsteher der Präparanden- 
anstalt in ßrüssow, später Seminarlehrer In Potsdam, in Cöpenick und 
1864 in Tondem, woselbst er 1871 zum Seminardirector ernannt wurde 
bis 1878, seitdem Director des kdnigl. Lehrerinnen^Seminars in Augusten- 
bürg, ist Inhaba* des Adlers der Ritter des Hausordens der HohenzoUem. 

Schul-Lesebuch. Aiisgalx- A. (In V erbindung mit Wetzel , Mongis 
und Menzel.; (1. AuH.; Berlin, Stubenrauch, 1855. 51. .Aufl. 187 5. 
Ausgabe B. (In Verbindung mit Wetzel und Menzel.» (I. Aufl.) Das. 
1859. 30. Aufl. 1875. 



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Ricken — Rlekniert* 



175 



X s läiutit /Ai\n Schul-Lesebuch. \in Verbindung mit VVet^eJ und MenieJ.) 
i^l. Aufl.i Das. 18 57. 41. AuH. 1875. 

Lesebucli für die TrovinÄ l'ominern. (In Verbindung mit Wetzel 
und Menzel.) (1. Aufl.) Das. 1860. 49. Aufl. 1875. 

Anleitung cum Gebrauch des Lesebuchs in der Volksschule. Zwei 
AbtheÜungen. (1. Aufl.) Das. 1861. 6. Aufl. 1873. 

Beiträge zur Uteratnrkunde. Abth. 1. Zur Formenlehre der Poesie. 
Das. 1871. 8«. 

Im Schulblatt für die Provinz Brandenburg 1849, 
S. 450 ff.: I>ic Rettungshfiuser in der IJkermark ; 1852, S. 561 f.: 
Welche Mängel unserer Lohrerhildun^ und unseres Schulunterrichts 
sind in den Bewegungen der Jetzten Jahre hervorgetreten und was 
kann geschehen, um solche Mängel zu beseitigen? (Preisaufgabc.) 
Ausserdem Kritiken im Brandenburger Schulblatt und in der c v a n g. 
Vol^ks schule zu Berlin. 

1763) Rickers, Friedrich Wilhelm Ludwig, geb. 8. Aug. 

18 15 /,u Frauenholz, Kirchsp. Oldesloe — — 1859 Hcgoroiter in Barlohe, 
später t )ber{brster der ( )berförslerei Rendsburg bis in die letzten 
70er Jahre. 

^Ricklliailll, Fr. VV. J., Architect, (Jrossherzogl. Mecklenburgisch- 
StreJitzer Landbaumeister, in Schönberg iwo er wenigstens die Vorrede 
zu der unten verzeichneten Broschüre schrieb}^^ 

Die Domkirche zu Ratzeburg in geschichtlicher, architectonischer 

und monumentaler }]c/>Iehung. P'ine Festschrift zur VViedercinweihung 
derselben. Ratzoburg, Schmidt, 1881. 8». Mit 3 Tafeln in Lichtdruck. 

1764) Rickmers, (Jlde Hinrich, geb. 17. Oecembcr 1819 in 

Süderende auf Föhr — — im Februar 1879 zum ersten Lehrer der 

Abth. B. des Seminars in Tondem befördert. 

Von: Deutsches Lesebuch. Zunächst fiir schleswig^sche Schulen 
herausgegeben, erschien 6. Aufl. Flensburg und Hadersleben, A. 

Westphalen, 1869. 8^. 

Noch von ihm: Erstes deutsches Lesebuch tür Elementarklassen. 
Flensburg, Th. Herzbrucli, 1868. 8". 2. Aufl. das., A. Westphalen, 
1871. .1. Aufl. das. 187,^. 

Mit Seminailehrer J. Petersen (welchen vergl.): Kortfattct tydsk 
Sprogiaere for nordslesvigske Skoler. Flensborg, A. Westphalen, 
1868. 8«. 

Mit demselben: Ledetraad for Underviisningen i Geographie ar 
Plof. Dr. H. A» Daniel. Efter det af Prof. Dr. Kirchhofi besörgede 
80. Oplag oversat. Halle, Forlagt af Waisenhusets B(^ghandel, 1873. S^. 

Im Brandenburger Schulblatt, Jahrg. 1870, S. 663 — 65: 
Recension der allgemeinen Himmeiskuude von Wetzel, ^ Aufl. 



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176 



iiieck - Ria». 



1765) Riecki Friedrich, geb. 23. Deceir.ber 1809 zu Vitzdorf 

auf Fehmarn — — starb 6. März 1878 in Lübeck. — Vcrgl. über ihn 
noch die biographisciien Notizen im Ratzeburger Gymnasial • Programm 
1871, S. 19 ff. 

1766) Riedelly Johannes Friedri < h l'hristian Engelbert, 
geb. in Toftlund — — noch praktischer Arzt in londern. 

1767) RielTel, Wilhelm Heinrich, geb. 23. October 1792 

SU Hoya > seine musikalische Ausbildung erlangte er in Hannover, 

Bremen, Leipzig und namentlich durch den Capellmeister August Eberh. 
Müller in Weimar — — 1854 Ehrenmitglied des Kölner Männergesang- 
vereins; starb in Flensburg Anfang Februar 1869. Vergl. Kieler Zeitung 
1869, Nr. 1333, 2. Blatt, vom 11. Februar. 

•Riefelsen , Peter (1.. & Sehr. Nr. 960), starb in Odense 

7. Octubcr IS 16. Vergi. Erslew II. S. 672/673. 

•Rienau, H. F. F.. Lehrer an der Mädchenst hulc in Preetz. 

Charadcn, Rathsei, Logogriphe, Arithmogriphe, Palindrome un<i 
magische Buchstabenquadratc. Heft 1. 2. .-Vufl. Preetz, Druck von 
P. J. du Ferrang, 1884. 8«. 

•Rienau, Rudoljih Lorenz Heinrich, geb. 27. October 

1843 in Gettorf, besuchte von 1862 bis 1864 das Seminar in Kckern- 

lörde, examinirt in Tondern 1865, eine Zeit lang Hauslehrer auf VVinning, 

dann 2. Lehrer an der Wilhelminenschule in Schleswig, seit Ostern 1865 

HOlfslehrer, 1866 siebenter, später sechster ordent). t^ehrer an der Dom« 

schule daselbst. 

Beiträge zu den Schleswiger Nachrichten, u. a. 1873, 
Nr. 287 : üeber Jugendschriften; 1874, Nr. 280 — 282: Ueber 
Bild iings vereine und Volksbibliotheken. 

Der Zeichenunterricht in der Volksschule und in der gewerblichen 
Fortbildungsschule (Prograinmabhandiung der Schleswigcr Ciewerbc- 
schulc 1883 und .Monatsblau, Organ der Zeichen-Sektion des Allgem. 
schlesw.-holst. Lehrervereins Nr. 5 und 6). 

177 1 I Riepeu, Claus, geb. 9. April 1803 in TaaiLorl bei Xeu- 
münster — — starb in Neuniünster, w<) er sich durch (Gründung des 
Vaterlandsvereins, verbuiiden mit einer Arlieiter«, ünter^tützungs- und 
Krankenkasse, verdient machte, 1. Juli 18 78. 

•Rie», Julius Andreas, geb. 17 72^) zu Königsberg, Kaul- 

•) So nncli '!ctu im oben cilirlen Lexikon Hainli. SchriltsieUcr sich findcndfii 
äelbstbericht, wo niil Bezuj^ du auf dort bemerkt ist: bi seiner Schrift : Wird Hamburg 



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Kiesler (Bisler) - Kiis. 



in 



mann und vielfach reiseuU, hatte ein Fabrikgeschält in England, wohnte 
1855 in Altona, seine letzte Schrift ..Das Zweckwidrige des preu&sischen 
(ieneral-Co«sulat.s erschien 1856 in London, also in seinem 81. (oder 

84.) Lebensjahre. Vergl. Lexikon der Uamburgischen Schriftsteller B. 6, 

S. 287 11. 288. 

Hier ist anzutiihren : Rückblicke uit Hainhnrti; und Cabaie ohne 
Liebe. Als Vorläufer incin^ir Memoiren, im Selbstverläge, in Com- 
niission bei Ad. Lehmkuhl in .Altona 1851. (Berlin, Oehmigke.) 8®. 

1773) Riesler (Risler), VVilhelm Gotthard Sophus. geb. 

18. Dccbr. 1800 in Plön — — 187 5 Kreisphysicus in Plön, leierte 

im October 187 5 sein 50jähriges Doctor- und Amts -Jubiläum (sein 

Diplom datirte vom 12. Januar IS26), starb 8. September 1877 in Kiel. 

1774) lUiSf Andreas, geb. 12. Janaar 1804 in Lflgumldoster 
— — schifte sich im Aug. 184$ von Ober-Guinea (Akropong in 
Akwapim oder Akuapim) nach Europa ein — starb in Norwegen 20. Jan. 
1854. — Vergl. noch den folgenden Artikel äber H. N. Rüs. — 

*Riigi Hans Nicolai, geb. 27. Jan. 1822 in Lügomkloster, be- 
suchte bis ins 16. Jahr die Volksschule, hatte auch Privatstunden, kam dann 
auf 2 Jalm- /u i'üstor Meyer in Abel bei Tondern (später in Wilstrup, 
s. unter Nr. 1368 im Hauptwerk zusammen mit A. Matzen Cs. unter 
Nr. 13.?.^ im Hauptwerk); trat im Herbst 18.^0 in das Missionshaus in 
Basel, war auch bei der Universität dort immatriculirt, studirte Theologie, 
auch Sanskrit, etwas .Arabisch und vergleichende Sprachkunde: wurde 
13. Juni 1844 in Lörrach, Baden, ordinirt; ging nach einem .Aufenthalt 
in der Heimath und in l..ondon nach der westafrikanischen Goldkttste, 
landete 5. Januar 1845 in Elmina an der Küste von Guinea, trat in die 
durch seinen Onkel Andreas Rüs gegründete Baseler Misston in Akropong 
ein, musste Krankheits halber Ende 1846 wieder nach Europa (I>ondon, 
Basel, Ulgmnkloster T Kiel und wieder I.^ndon), war seit Mn 1849 
wieder an der Goldküstc, erkrankte abermals, musste das Land verlassen 
und kam Kndc Mai 1850 in London an ; verbrachte die nächsten 4 Jahre 
grösstentheils in Basel; kam im Herbst 1854 in die Heimath; ging, da 
eine Aubieliung im .Schieswig's( hen aussichtslos, im Mai 1858 nach den 
V erein. Staaten in N.-A. ; war 9 Jahre l'l'arrer einer deutschen Gemeinde 

sich /.um vcrhäiignissvoilcn Scliriüe entschlitssen mO.ssen, vum Jalire 1842 j^icbl fi. 
mit dein Selh«tbericht in Widerspruch, stin -\lter auf ö7 Jahre an, dann wäre er 
erst 1770 geboren. 

12 



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178 



Rist - Rittor. 



in Rüxbürough und Manayimk. 2 Jahre Lehrer an einem CoUeg in 
Allentown am I^high im Staate l'tMisylvanien, kam im Mai 1869 wieder 
nach Europa und nach der Heimath, wo er jetzt auf eine iungabe ohne 
Veizug 1. December 1S69 Anstellung als Pastor in Retsby fand, wo er 
im Febr. 1870 einzog und noch steht. 

1) Elemente des Akwapim-Dialects der Odachi-Sprache, enthaltend : 

Grammatische Gnmdzügc und ^Vörtcrsamm^mg nebst einer Sammlung 
von S[)nchwörtern der Eingeborenen. Basel, ßahnmaier's Buchhdlg. 
(C. DeÜoflf;, 1853. 8°. Besprochen von Fott in Ztschr. der deutschen 
moi^enländischen Gesellschaft, auch im Magazin für die Literatur des 
Auslandes. 

2) Gnuaamadcal Outline and Vocabolary of the Oji-Language, with 
especial reference to the Akwapim-Dialect with a collection of proverbs 
of the tiatives. Das. 1854. (Ist keine einfache Uebeisetzung des 

s. Nr. 1 angeführten Buchs.) 

Eine Lesefibel in der Tschi- oder Odschi-Sprache. Basel 1850. 

Manches in kirchlichen Blättern der Verein. Staaten N.-A. während 
seines dortigen Aufenthalts, auch während der letzten fahre dieses 
Aufenthalts an der Kedaction solcher Blätter betheiligt, lieferte be- 
sorMers Beiträge zu den in Chicago und Jowa erscheinenden schwe- 
diächen und norwegischen kirciiiichen Zeitschriften, sowie zu den mehr 
wisseosdiafttich gehaltenen „theologischen Monatsheften"; 1867 fand 
ein ^JkxsniBt Unterricht Qber Lnther und die Reformation in Fragen 
und Antworten*' weite Verbreitung in besonderen Abdrücken. ^ Revidirt. 

1775) Bisty Johann Georg, geb. 23. November 1775 zu 

Niendorf bei Pinneberg gestorben 5. Februar 1847 in Schleswig. 

Vergl. noch über ihn ausser den unten angeführten Lebenserinnerungen 

Lexikon der Hamb. Schriftsteller Ii. 6, S. 298- 300. 

Noch von ihm : joliann Georg^ Rist's Lcbenserinncrungen, lieraus- 
gegeben von G. Poel, B. I, 2. Gotiia, V. A. Perthes, 1880. 8". 
S. u. a. Kieler Zeitnng 1879 vom 24. October, A.-N. 7226. 

1776) Ritt6ri Adolf Benny Georg, geb. in Kiel, — starb 



1777} Äitter, August Heinrich, geb. 21. >jüvenibrr 1791 in 

Herbst — — starb in Göttingen i. Februar 1869. — \'ergl. über ihn 

u. a. : Philosophische Monatshefte B. 2, 1868/69, Berlin, S. 427 flf. 

Von der mit L. E*reller von ihm hrsgg. historia philosophiae graecae 
et romanae cx fontium locis contecta (1. AuB. 5. s. Nr. 10 im Haupt- 
werk) erschien 6. Aufl. curante G. Teichmuller, Gotha 1878. 8°. 

Noch von ihm ausser weiteren Beiträgen zu Zeitschriften; 23) Philo- 
sophische Paradoxa. Leipzig, Brockhaus, 1867. 8^. 



9. Mai 1873. 



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Rtttor - Rodewald, 



24) Uebcr das Böse und seine i olgeii. Herausgegeben voo Peipere. 
Gotha, F. A. Perthes, 1869. 2. (Titel-) Ausgabe, l.eip^ig, Siegismund 
und Volkening, 1877. 8«. 

1781) Ritter, Nicoiaus Hcirfrit h Valentin, geb. in Kiel — 
starb aul der Insel Madeira 25. September IS 59 (nicht um 1862)* 

^BitterSy Peter Hermanitf geb. 9. April 1854 su Kmmstedt, 
Kirchsp. Meldorf, besuchte, nachdem er in der Doi&chule und privatim 
unterrichtet war, von Ostern 1871 bis 1876 das Meldoifer GyiimashiiD, 
studirte Philologie in Kiel und I^ipdg, an welcher lettteren Univetsiült 
er 1882 promovirt wurde. 

De conformationnm nsti Aeschyleo. IJpsiae 1882. 8^. 

*RodC, Christian Daniel, geb. 30. September 1848 m Itzeho*?. 

Sühn des Rectors das., späteren Pastors in Neuendorl und darnach Com- 

pastoren der ersten Ciemeinde in Rellingen Christ. Daniel R., besuchte 

von Ostern 1864 das Altonaer Gymnasium bis Mich. 1869, studirte erst 

Theologie in Leipzig, wandte sich nach 2 Semestern der Medicin zu, 

im Kriege 1870/71 im Dienste der freiwilligen Krankenpflege in Pont k 

Moüsson, Sedan und Chateau-Thienry, bestand 31. Januar 1872 das 

Tentamen physicum und ging darauf nach Halle, wo er 17. und 18. Juli 

1874 das Tentamen medicum und das Estamen rigorosum absolvirte und 

27. Juli 1874 zum Dr. med. & chir. promovirt wurde. 

Noch aul dem Gymnasium veröfientlichte er: Marie. Eine Kr- 
2fthlung der Friedho6blumen. Altona 1868 nnd 
Der Uglei'See. Nach einer Volks^ge. Das. 1869. 8^ 

Ueber den Nystagmus und seine Ursachen. Inaug. -Diss. Halle 
1874. 8» . 

*Rode, Gotfred Benjamin, geb. 9. Mar/ I H.U» auf Valici — 
war von November 1851 bis dahin 1852 vicarirendur Lehrer im Eng- 
lischen, nSnischen an dfr hohficn Volksschule in Rödding. gehört aber 
sonst, aucii mit seinen Schrillen^ nicht hierher. Yergl. über ihn Erslew 
Suppl. B. 2, S. ^13 — 815. 

*Bod8wald) Hermann, geb. 2. August 18S6 in Eilte, Hannover, 
gebildet auf der Ackerbauschule zu Erbstorf und auf der Universität zu 
Göttingen, an der er 1879 zum Dr. pbil* promovirt wurde, seit 1882 
im Vorstande der 1873 von Christian Jenssen gegründeten Samen- 

Kontrol-Station und Assistent am landwirthschaftlichen Institut, seit Mich. 

188i auch Pnvatdücent in Kiel. 



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180 



Rtthrs — Römer. 



T '<;bcr «ias Rcdiu lionsveniiögcii des Milchzuckers gegen alkalische 
Kupierlösung und über Darstellung der Lavulinsaure aus Milchzucker. 
Gdttingen 1879. 8. 

Von ihm mit J. Reinke in den von letzterem hrsgg. Untersuchungen 
aus dem botanischen Laboratorium der Universität Göttingen. (Berlin 
1881): Die chemische Zusammensetzung des Protoplasma von Aethalium 
septicum. 

Ueber die V\'echselbeziehungen zwischen Stoflfumsatz und Kraft- 
umsatz in keimenden Samen. Habilitationsschrift. Göttingeii 1883. 8**. 
Einzelne Beiträge im Journal für I,andwirthschaft. — Rcvidirt. 

1787) BiOhrSy Joseph Christian Theodor, geb. 16. Januar 
1822 zu Woldenhom im Gute Ahrensbutg — — seit 1876 Organist 
und Lehrer in Fropsteier-Hagen. 

1788) BoeloH^t Johann, geb. um 1821 m Bergstedt im Amte 
Trittau, Sohn von Roelaff RoelofTs und Anna Maria geb. v. Holten 

1858 Director der öffentliclien Handels-Lehranstalt in Celle. In der 
Leitung des Lehf-fnstituts in St. l'auli wai Dr. Friedrich Dörr (vergl. den- 
selben im Hauptwerk; bis 1864 sein Nachlblger. — Vergl. über Roelofts 
nun noch das Lexikon der Hamb. Schriftsteller B, 6, S. 340 — 341. 

Den vollständigen Titel des im Hauptwerk angeführten Buchs bringt 

das oben citirte Lexikon: Braga - Tempel. Sammlung von Original- 
Dichtungen der Mitglieder des Braga-Rundes in Hamburg. Heraus- 
gegeben durch Job. Roeloffs. Stifter und |»ro temp. Präses des Bundes. 
Jahrg. 1, mit r» Federzeichtumgen (v, Carl Muesmannj. Hamburg, itu 
Selbstverlag des Bragal)undes. (Gedruckt bei [. C. F. Kniesch.) 1845. 8^. 

17 88a) Römer, August Peter Christian, geb. 15. Februar 
1 82 1 (nicht um 1820) in Schleswig — — nach dem bestandenen 
juristischen Amtsexamen in den letzten 40 er Jahren Secretär des Ober- 
beamten auf dem Amthause in Rendsburg, 1849 von der Statthalter* 

Schaft im Cultus- Departement beschäftigt bis 1852, nach dem ersten 
schleswig-holsteinischen Kriege Unteigerichts-Advocat in Bamistedt, 1856 
in Elmshorn — — wurde anfangs der 60 er Jahre einer der Leiter des 
Landesausschusses in Holstein, Redacteur des (nicht der) „Grenzboten", 
und begal^ sich mit anderen im December 1863 nach Hamburg, kam 
im Januar 1864 nach Kiel, in Gemeinschaft mit Ticdemann und Bleicken 
das herzogliche Pressbüreau leitend, welches in Kiel im Januar und Fcbru;ir 
1864 die ,,Schleswig-Holsteinischen Blätter'" herausgab, redigirtc. wie 
schon im Hauptwerk bemerkt, von März 1864 bis Juni 1865 die Flens« 
burger norddeutsche Zeitung ^ - bei der Cierichtsneuordnung 1867 



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Römer — von EÖnne« 



181 



Amtsrichter in Flensburg, im Januar 1868 Kreisrichter in Itzehoe, 1872 
Kreisgerichtsrath in Altona, Mai 1878 Landesgerichts-l )irect(>r daselbst, 
Vorsitzender der Civilkamnjer II. (am 1 4. Septem bt;r 1S8.> starb bei ihm 
sein Bruder, Amtsgerii litsrath (. Römer in Pxkernforde», er selbst starb 

26. Januar 1885 in Altona. — Vergl. Kieler Zeitung 10 440 vom 

27. Januar 1885, A.-N. (unter Kiel) und Hamb. Conespondeat von 
dems. Datum* 

^Rdmer^ Karl Ludwig Wilhelm, geb. 20. April 1769 in 
Bjert, Amt Hadersleben, Sohn des Capitäns Hans Wilh. Römer, schlug 

eine militärische Laufbahn ein, auf der er es zum ( icnerallieutenant brachte, 
als welcher er auf Ansuchen 24. Mai I H48 abging, starb 9. October 
1857 in Kopenhagen. — S. Krslcw, Sui>pl, II. S. 889 und 890, wo 
2, jedoch nicht in den Jiuchliandel gekommene Druckschriften von ihm 
genannt werden: 

Dm Usserröd Fabriks Drift. Manuscript til den danske Rigsdag. 

Kjöbenhavn 1852. 8». 

Mannscript til den (I iii?;kc Rigsdnp angaaenrle den danske Heelstats 
Latulforsvarsvaesen. grundlagi paa ci dygtigt BetVrstningsvacsen og paa 
cn dygtig til Kiigen uddannet staaende Haer. Kjöbenhavn 1853. S^* 

1790) von Bonner Ludwig Moritz Peter, gel». IS. October 
1804 in Glückstadt — - als Appellationsgerichts- Vicepräsident in Glogau 
auf sein Ansuchen vom Juni 1868 pensionirt, 1878 Mitglied des Abgeordneten- 
hauses für Köln, feierte 15. Juli desselben Jahres seine goldene Hochzeit 
und zwar im Kreise der Familie in Kalinowitz, Regierungsbez. Oppeln. 
Von dem Werk „Ergänzungen und Erläuterungen der preussischen 
Rechtsbücher^' (1.— 5. Aufl. s. im Hauptwerk) erschien, Berlin seit 
1874, eine 6. Aufl. — Vom „Staatsrecht der preussischen Monarchie" 
Cl. — 2. Aufl. s. im Hauptwerk) erschien die 3. Aufl. Leipzig, Brockhaus, 
1869—72. Die 4. Aufl., IJ. 1 -4, Abth. 1, 2, das. 1881—84. — 
Kine 3. Ausgabe der (mr . A^erfassurig und Verwaltung des ] »renssischen 
Staats'' g(^hürigen) Bau-Poii^ei des preussischen Staats erschien Breslau, 
Aderholz, 187 2. 

Noch von ihm : Vcrt'assungs-Rechf des deutschen Reichs historisch- 
dogmatisch dargestellt, Lei()zig, Brockhaus, 1872. 8", 

Verfassung des deutschen Reichs, gegeben Kerliu lo. April 187 1. 
• 'Icxtausgabp mit Ergänzungen. Anmerknngeti und Sachregister. 2. Aufl. 
Berlin, Guttentag , 187 4. Aufl. das. lS7cS, 4. Aull. das. 1882. 

Das Staatsrecht des (leuts( hen Reichs. 2. völlig umgearbeitete Aufl., 
, 1, 2. Leipzig, Brockhaus, 187 6/7 7. 8^ 



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183 



Koerdam — Köaeler. 



Die preussische Vormundschaftsordnung vom 5. Juli 1875 nebst 
deren Ergänzungen und Erlftnterungen. (Aus Ergänzungen- und Er- 
läuterungen der pieossisclien Rechtst)ücher^\ 6. Ausgabe.) Berlin, 
Decker, 1879. 8^ 

Das Reidisgesetz über den UnteistüUungswohnsitz vom 6. Juni 1870 
und das pceussische AusfUhrungogesetz vom 8. März 1871 nebst deren 
Ergänzungen und Erläuterungen. fAuch in ..Ergänzungen und Er- 
läuterungen der preussischen Rechtsbücher'', 6. Ausgabe.) Berlin, 
Decker, 1619. 8". 

^KoBrdailly Holger Frederik, geb. 14. Juni iü30 in Laastrup 
im Stifte Viborg, kam von der GeJehrten-Schule in Friedericia 1847 auf 
die Kopenhagener Universität, an der er bis 1855 Theologie studirte, 
hielt sich dann in Kopenhagen auf, bis er 17. September 1860 als Pastor 
nach Sabrup, Propstei Goltorp, kam, von wo er um 1864 wieder heim- 
ging, nach Kopenhagen, wo er vielfach literarisch tliätig war und (nach 
der Voirade za B. 1) „Kjöbenhavns Universitets Historie fra 1557 dH 
1621" herausgab, Dr. philos. , auch Mitglied der Gesellschaft der 
Wissenschaften in Kopenhagen. Fastor zu Svogerslev und Kornerup auf 
Seeland. — Vcrgl. über ihn Erslew. Suppl. 2, S. 900^-90J, bis 1860 
reichend; doch gehören >eine späteren Schriften mcht hierher und von 
den bei Erslew angeiuinLen nur : 

Mit J. Barfoed : Kirke-Kalender l'or Slesvig Still. Kjöbenhavn \Sf>2. 
8°. (Von ihm darin S. 13! — 180: Om Reformationen i Haderslev 
Amt; S. 181—200: Et Far kntiskc Bidrag ül Sönderjyllands Kirke- 
historie.) 

In den ,,Slesvigs»ke Tu ivindsial - Efterretninger 3. Bind. 1862, 
S. 1 — 26: Nogle Bemaerkninger om Siesvigernes Studier ved Kjöben- 
havns üniversitet og övrige Forhold Hlsamme i det 16. og 17. Aarh. 

*RÖselei' , Friedrich VV ilhclin, geb. 14. Mär/ 1848 zu 
Neumunster, Sohu des Stadtraths Emil R. das. und der Charlotte geb. 
Richter, aus Rendsburg, besuchte zu Neumünster das l'rivat-lnstitut des 
Cand. theol. Bruhn bis 1863. von 1863 — 67 das Real-Gymnasium in 
Rendsburg, von 1867 bis October 1870 in Flensburg in der Hersbmch* 
sehen Buchhandlung angestellt, begab sich um letiteren Zeitpunkt nach 
Berlin, um historischen, ]iterar*historischen und philosophischen Studien 
obniUegen, war dort, mit Unterbrechung durch Reisen in Deutschland, 
Frankreich, Holland, Belgien, Amerika, mehrere Jahre, noch 187 S, auch 
literarisch thätig, darauf eine Zeit lang im engeren Vaterlande, namentlich 
in Neumünster in der Kedaclion des ,,holsteiiuschen Couriers'\ 1881 wieder 



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Kotier — Robde. 



in Berlin, als Mitredad»ur des Berliner Fremdenblattes. VergL Brüimiier*s 

Dichter-Lexikon B. 2» Nachtrag, S. 117. 

Matthias Claudius und sein Huaiur. Berlin, Denickes Verlag, 

1873. 8«. 

Nordische £icben. Meiner Heimath Chronik in Dichtungea. Berlin, 
Alfred Weile, 1877. 8*. Besprochen im „Literarischen Veilcohr** und 
daraus im Rendsburger Wochenblatt 1877 vom 28. April, Beilage, 
von Fr. Chr. L. Ave-Lallement; Itiehoer Nachrichten 1877, Nr. 72, 
von Gurlitt; in der deutschen Romanzeitnng, der schweisOT nenaa deut^ 
sehen Dichterhalle u. m. a. Blättern. 

Gab heraus mit Vorwort: Franz Bockels Gedichte, Heft 1. Hamboig, 
J. Fr, Richter, 1878. 8«. 

Domröschen. Ein Liebesiied in zehn Gesängen. Girdiiig, Ltthr 
& Diicks, 1882. 8o 

Ausserdem noch: Text 7>uni Helsazar von Prof. Becker für Chor, 
Soli und Orchester in Musik gesetzt. — Die Vermählung. Festspiel. 
1880. - Gedichte in Kriegspoesie der Deutschen, i^esammelt zu 
einer poetischen Geschichte. Mannheim 187 5. — Litörar-historische 
und novellistische Beiträge zu (Lindau's) Gegenwart 1873 und 

1874, Westennanns Monatsheften vom Febr. 1872, der Beiliner 
Concert-Zeitung 1873, dem holsteinischen Courier, dem 
Nenmünster 'sehen Wochenblatt 1871, dem Rendsburger 
Wochenblatt 187 1, den Itzeho er N achrichten 1879 und 1880, 
dem schleswig-holsteinischen Sonntagsblatt, Wochen- 
Schrift für die lieimische Belletristik fKiel 1869 und 70), den 
schleswig-holsteinischen Jahrbüchern B. 2. Kiel 1885, 
S. 101 f. und S. 197 f.: Graf Woll" Baudissin als Diplomat und 
Uebersetzer (mit Porträt des jüngeren, wie des älteren Baudissinj, 
Meyn's schlesw.-holst. Hauskalender u. s. w. — Revidirt. 

17 93 ai Kölj^er, Fr i e (1 rieh Johann H einrich , geb. in Itzehoe 

— - - starb in Itzehoe 18. December 1874. (Sein Bruder Josias 

Johann Karl, bis Ende lbb4 ( )berinspectur und Gerichtshalter der Herr 

schall Breitenburg starb zu Wildbad im Württembergischen 23. August 

1879 im AUer von 66 Jahren. Beide Brüder lebten als Junggesellen 

und machten wiederholt gemeinsame Reisen nach der Schweis, Italien, 

Tüikei, Griechenland u* s. w.) 

Noch von ihm: Betrachtungen au innerer Beruhigung in emster 
Zeit. Itzehoe, A. Nusser, 1874. 8«« 

^Bohlle^ Erwin, geb. 9* October 1845 zu Hamburg, Sohn des 

Dr. med. Frans Adolph Rohde und der Bertha Wilhelmine geb. Schleiden, 

erhielt im Stoy^schen Erziehungsinstitut in Jena den ersten Unterricht, 



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9 



184 Bohde - Rohlff. 

beSBchte dann die Hamburger Gelehrtenschule bis Ostern 1-864, bis 

Ostern 1865 das akademische Gymnasium, studirte Philologie in f^onn, 

Leipzig, Kiel, wo er, im März 1869 zum Dr. philos. proiu *Mrr im 

Herbst 1870 als Privatdocent der klassischen Philologie sich habilitirte 

und im April \?>1 2 ausserordentlicher Professor wurde, ( )stern 1 87 6 als 

ord. Prof. nach Jena berufen, seil Winter-Semester 1879 in Tübingen. 

Vergl. Lexikon der Hamb. Schriftsteller B. 6, S* 355. 

Ueber Lucians Schrift Aoüxto? tj Xhoz und ihr Verhältniss zu 
Jncin«: von P^frä'' und den Metamorphosen des ApuJejus. Leipzig, 

Engelmann, 1869. 8^ 

De Julii Pollucis in apparatu scenico enanrando funtibus diss. inaug. 
Lipsiae, 1870. 8". 

Af>er|>hilologie. Zur l^-leuchtnng des voft I'^r. Ulrich v. Willamowitz- 
MöUendorff herausgegebenen Pamphlets Zukunftsphilologie''. Send- 
schreiben eines Philologen an Richard Wagner. Leipzig, Fritzsch, 
1872. 8°. 

Der griechische Roman und seine Vorläufer. Leipzig , Teubner, 

1876. 8". 

Beiträge zum Rheinischen Mu»eum für classische Phih>- 
Jogie B. 25, 1870, S. 548: Unedirte Lucianscholien ; B, 26, 187 1, 
S. 554 und B. 27, 1872, S. 23: Die QueUen des Jamblichus in 
seiner Biographie des Pythagoras; B, 28, 1873, S. 264 f.: Aelins 
Ptomotus; B. 30, 1875, S. 269 f.: Zu den Metamorphosen des 
Apulejus; Verschiedenes in B. 31, 1876, S. 137 f., 148 f., 473 f«, 
477, 629 f.; B. .^2, 1877, S. 329 f.: Zu den Mirabilia des Phlegon ; 
S. 638 f.: Zu Arnpelius; Diverses in B. 1878, S. 16L S. 622, 
638; B. 34, 1879. S. 153, 260, 561, 620; — B. 35, 1880. 
S. 157, 309. 479; B. 36. 1881, S. 380, 524 ; B. 37, 1882, S. 146 f.: 
Zur handschriftlichen Ueberliefening der philt)Sophischen Schriften des 
Apulejus, S. 46 5 f.: Zu der Sage von den Sardinischen Heroen; 
B. 38, 1883, S. 282 ff.: Scenica und Nachtrag B. 39, 1884, S. 161 
bis 162; — zu Zarnckes literarischem Centralblatt; zu den 
von Ritsehl hrsgeg* Acta societatis phÜologae Upsiensis u* a. Fase. 1, 
1871, p, 27^42: Isigoni Nicaeensis de rebus mirabDibus breviarium 
ex cod. Vatic* nunc prinum editum. 

1794) Bohde, Hans Julius, geb. 27. Febr. 1818 in Apenrade 

— — 23. August 1861 Lehrer an der Hauptknabenschule, der spftteren 

ersten KnabenbOigerschule in Kiel bis 1878. 

*Rohlir, Ernst, geb. 1860 in Oldenburg i. H., Sohn des Zoll- 

controleurs J. R. das.. besuchte bis 1869 die Stadtschule das.. dann das 

Kieler und das Pcitsdamer Gymnasium, studirte seit Ostern 1880 Medicin 



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Rokrdftnts — Roll. 



186 



in Heidelberg, Berlin und Kiel, machte im Winter 1884/85 da? Staats- 
examen und wurde im Mai 1885 in Kiel zum Ür. med. et cliir. |>i iTiiMvirt. 

Beitrag ^ur Frage von der Erblichkeit der Tuberculosc Inaug.- 
üiss. Kiel 1885. 8". 

*BohrdElltZ, l^udwig Hertnann (icorg Hcinricli. -^eh. 

5. September 1811 in Mölln, Theologe, Mich. 1839 in Ratzeburg 

examinirt, 1839- 1844 adj. Rector in Lauenburg, Ii, Uctobor 1844 

ord. Adjunct in Lütau, seit 22. Mai 1852 Pastor das. 

Einzelnes im Archiv für I. auenburg, z. B. B. 1, S. 399 f.: 
Für die Consistorialgerichtsbarkeit wider Herrn Meyer. 

* *ftohwedert Joachim, geb. 2. September 1841 in WapeUeid 

bei Hohen westedt, besachte die beimathliche Dorftchule und bis ein 

Jahr nach der Confirmation die Oberknabenklasse von Homfeldt in Hohen- 

westedt, war von Mich. 1858 bis dahin 1862 erst zweiter, dann erster 

Gehülfe am Institut von ThomUUen in Hamburg, ging dann anfs Seminar 

in Segeberg, exam. Mich. 1862 mit dem 2. m. s. r. A., bis Juli 1866 

Hauslehrer beim Hardesvogt Stok in f,eck, bis 1. tictober dess. Jahres 

erster Hülfslehrer an der Hauptkjiabenschule zu St. Marien in Flensburg. 

darauf neunter Lehrci am (Gymnasium in Husum, Neujahr 187 4 zweiter 

ordentl. Lehrer au derselben Anstalt. 

]3ie Vögel Schleswig-Holsteins nu«l ihr»- Verbri-itung in der Pmvinz. 
nebst einer graphischen Darstellung ihrer Zug- und Brutverhältnisse, 
im Osterprogramm des Husumer Gymnasiums 1875. Auch separat 
Husum, L. Thomsen, 1875. 4". S. Kieler Zeitung 187 5 vom 23. März, 
M.-N., 4423. 

In den Schrillen des naturwis^caschaftlichen Vereins 
für Schleswig.Holstein B. 2, Kiel 1877, S. 117 139: Be- 
merkungen aur schleswig-holsteinischen Ornithologie. Ausserdem kleinere 
Beitrtfge, Recensionen, Mittheilungen, Au&ätce betr. Vogebchnta n. a. 
für Zeitschriften und Zeitungoi« sowie .Artikel naturwissenscfaaftKchen 
und geschichtlichen Inhalts im J ugen d böte n , Neustadt 1869 — 71. 
— Revidirt. 

1798) Holl, Cornelius Karl Emil, geb. 22. September 1810 
in Sonderburg — — feierte Ende Juni 1878 das Fest seiner 40 jährigen 
Thätigkeit als praktischer Arzt in Lügumkloster, legte 1882 die Praitis 
nieder; starb 9. März 1885 in Hadersleben. 

17 99i Roll. Lorenz Christian Aiigu>l. geb. /u Hoyer, — ■ — 
war auc h dritter Arzt an der Irrenanstalt in Schleswig, später, schon 1871, 
practisircnder Arzt in Altona. 



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186 



Rommel — RotenliUtt. 

»» 



ISOOaj Roinil1()l« Karl Kberhard Eugen, geb. ru Boll bei 
(iöppingen im Königreich Württemberg — — 1867 Rechtsanwalt und 
Notar in Flensburg, spater Mitglied der Anwaltskammcr in Schleswig- 
Holstein, auch bis 1879 Mitglied des Stadtverordnetencollegiums in 
Flensburg, starb das. 6. September 1881. 

*R008ent berend Karl, geb. 29. October 1820 zu Hamburg« 

Sohn des Kaufmanns Herrn. Roosen, gebildet auf dem Johannenm das., 

und als Theologe auf den Universitäten au Kiel, Berlin und Heidelbeig, 

wurde 15. December 1844 Hfilfsprediger und spiter Pastor der Hamburg- 

Altonaer Mennomten^Gemeinde. — Vetgl. Ober ihn das Lexikon der 

Hamb. Schfiftsteller B. 6, S. 372 — 374, wo auch genealogische Notizen 

über die Familie Roosen. 

Leichen-Rede und (iedächtniss-rreUigt aut den ehrwürdigen Isaak 
Goos. AHona, Druck von Köbner, 1845. 8^ 

Menno Symons, den evangelischen Mennoniten-Gemeinden geschildert. 
Leipdg, Tauchnitz, 1848. 8^ 

Gerhard Roosen geschildert. Hamburg, Agentur des R. H., 
1854. 8^ 

Zwei Ftedigten, gehalten am 13* und 20. Januar 1861. Hamburg 
1861. 8^ 

Das evangel. Trosttied und der Trost evangelischen Liedes um die 
Zeit des 30jährigen Krieges. Dresden 1862. 

Beiträge zur Zeitschrift des Hamburgischen historischen Vereins, zu 
den Mennonitischen Blättern, hrsgeg. von J. Mannhardt in Danzig, 
zum Hamb. Almanach u. s. w. Auch redigirte er eine Zeit lang 
,,den Nachbar''. 

' *B0869 Hermann, geb. 6. December 1853 zu Lassan, Provinz 

Pommern, gebildet auf dem Rea)-Gymnasium zu Grei^ald, studirte seit 

Ostern 1874 auf der Univeiatät Greifswald, wo er 1877 zum Dr. philos. 

promovirt wurde, in demselben Jahre wissenschaftlicher Hflißlehrer, seit 

18. März 1879 ordentücher Lehrer am Gymnasium in CUückstadt. 

Der Einfluss Villon^s auf Marot, im Glttckstädter Gymnasial 'Progr. 
1878. 4* — Revidtrt. 

^Rosenblatti Otto Guido Joseph, geb. in Glflckstadt, Medianer, 

1867 in Würzburg zum Dr. med. et chir. promovirt, in den ersten 70 er 

Jahren Arzt in Altona. 

Ueber einen Fall von abnunnem Verlauf der l.ebervenen in Ver- 
bindung mit Cirrhose und Carcinoni der Leber und consecutivc-r 
carcinomatischer Infiltration des Peritoneum. Würzburg 1867. 8*. 



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RoMidiagwi — Roth. 



187- 



t807) lioseiiliatrt^ll , Christian Wilhelm Gustav, geboren 
17. Marz li>17 zu Ahr«;ii*<hnrg - — stisrh in Dresden im Januar 1870. 

1811; Rost, Johann H c 1 1 1 1 i c h X u: o 1 a u s. — Vergl. über ihn 

noch Lexikon der Hamb. Schriftsteller B, 6, S. 386 —387. 

Noch von ihm : Ueber die Geschiebe und Versteinerungen Holsteins, 
im amtlichen Bericht über die 24, Versammlimg deutscher Natur- 
Ibrscher und Aerzte. Kiel 1846. 

Einige Bemerkungen gegen Prot. Hessenstein über Guttapercha- 
Fabrikate, in der deutschen Gewerbezeitung 1848, Nr. 53. 

^Both, Anton Heinrich Theodor, geb. in Oldenburg (Gross- 

herzogth.). Mediciner, 1830 in Halle zum Dr. med. et chir. promovirtf 
später Districtfr-Phydcus zu £utiii. 

De phthisi epiglottidis diss. inaug. Balis 1830. 8**. 

AerstUche Beobachtungen und Untersuchungen. Lübeck, Rhode^sche 
Buchhandlung, 1841. 8^ 

1812) Rotll, Henrik, geb. 6. Januar 1812 in Aerö8le|öbing, 
Juni 1829 — 1831 Skaaruper Seminarist, dann Hauslfduer. bezog die 

Universität Kopenhagen und studirtc Theologie, 2S. Deccmber 1844 

ordinirter Katechet und 1. Lehrer an der Bürgerschule? in Frederikshavn, 

II. April 1849 Pastor in AtzerbalHg auf Alsen, I.September 18SÜ aum 

Pastor in Warnitz, Propstei Apenrade, gewählt, 1857 Vicepräsident der 

schleswig'schen Bibelgesellschaft; in Warnitz wurde N. P. Hock 1864 

sein Nachfolger; er selbst kam als Pastor nach Vigerslev auf Fühnen. — 

Vergl. £rslew Suppl. II, S. 845 - 847 und die dänischen Staats-Handbücher 

von 1863 und 1866. 

Svar paa „nogle Modbemserkninger'^ i Hr. Prof. og Seminarie- 
forstander Jensens 'Hdskrift ibr Almueskole* og Seminarievaesoaet 
2. Hefte. Kjöbenhavn 1843. 8«. 

To Prsedikener. Aalborg 1846. S\ 

En Praediken om Sandhedens og Edens Hellighed, holdt den 
23de Söndag efter Trinitatis 1849. Sönderborg 1849. 

Underviismngs-Foredrag over Chrtstendommens Hovedstykker med 
Balslevs Lserebog for den uconfirmerede Ungdom til Grundlag og 
beregnede paa modnere Böm, Nr, L, meddeelt som Prdve. Aabenraa 
1853. 8">. 

Beiträge zu Fae d r e 1 a n d c t 1841, 1842. 1843; — zu 
.. ('Ii ris te I i g Sainler'*. udg. af K. Mau 1847; - zu dem 
Wochenblatt ..Freja'' 1851, — zu „l^geskrilt lur den evan- 
■geliske Kirkc i Danmark; — zu Förste Beretning irn 



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188 



• 

Botli — Rotti^ard« 



Bibelselskabet f u r Her tug Uö ui in e i S le svig (Flcnsborg 1857), 

S. 3 — 15: Tale ved Aarsmddet. 

* Roth, Karl Heinrich Frau/,, geh. 2S. hmi 185.5 zu Schöppen- 
stedt im Heriogthuni Brauast Inveig, besuchte die dortige Rectoratsschule 
und hatte Privatunterricht, daim 2'/. J;»hro auf dem (iymnasium zu 
VVoUenbüttcl, Pharmaceut, war nach bestandenem Examen vor dem Ober- 
Sanitäts-CoUegium zu Rraunschweig .5 Jahre lang GehtUfe, studirte seit 
1874 in Würzburg 5 Semester, bestand das Staatsexamen, erwarb 1879 
die Apotheke in Gaarden bei Kiel, die er 1S81 wieder verkaufte, um 
sich ganz den Naturwissensdiaften zu widmen, arbeitete schon seit Winter 
1880 auf dem chemischen I^aboratorium 1 in Kiel, wurde dort 1883 
zum Dr* phil. promovirt. 

Gemeinverständlicher Rathgeber über die Rechte und l'flichteti des 
Mietbers und Vermiethers von Wohnungen und anderen Räumen in 
Schleswig-Holstein, l^uenburg und Hamburg nebst eiuem Entwurf zu 
einem Afiethsvertrage. Kiel, Selbstverlag (Brunswiekerstr. 6> 8^ 

Ueber Tropeme und Glycoline. Inaug.-I^iss» Kiel 1883. 80ii 

1813) von HoiU, Faul, geb. 11. luli 1820 in Nürnberg, Sohn 
des am 21. Januar 1852 verstorbenen Staatsnianns und Historikers 
Friedrich v. R. — — seit Ostern 18(k5 in München, von wo er im 
Juni 1872 einen Ruf nach Herlin ablehnte. Professor des deutschen 
Privatrechts, der deutschen Reichs- und Rechtsgcj^c hichte, auch des Staats- 
rechts und des bayrischen Landrechts, fbrner Mitglied der Akademie der 
Wissenschaften in München, ebenfalls Oberbibliothekar, sowie Mitglied 
der Commission ftir die Savigny>Stiftung. 

Von ihm noch ausser Beiträgen iür Zeit' und Sammelschriften (u. a. 
auch für die Mfinchener historischen Jahrbücher 1865, S. 275—299: 

Die Säcularisation des Kirchenguts unter den Karolingern): 

Zur Geschichte des bayrischen Volksrechts. München 1869. 4'*. 

Bayerisches Civilrccht B. 1-3. Tübingen, Laupp, 1870—75. 8». 
2, Aufl. Das. 1881 fl". 

Zur I^hre von der Genossenschaft. Rechtsgutachten in der Streu- 
sache der Gemeinde Burgsinn gegen die Freiherren von Thüngen, 
München, .Vckermann, 187 6. 8o. 

System des deutschen Prtvatrechts. Th. 1. 2. Tübiugcu, Laupp, 
1880/81 8*. 

1814j Rotti^ard, Claus Htnrich, geb. 24. September 1827 in 

Klein-Rönnau, Kirchsi». Segeberg. — — gegen Mitte der 70er Jahre 
noch Lehrer in Langholz, Kirchs]). VV abs. 



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Rottok — RUgheiiher. 



189 



1815) Rottok. Hcinri« Ii ),udwig, gel), (k liinuar 1.S24 zu 

W alldorf bei Mciriingen — — feierte 11. Octobcr 1883 sein 25 jähr. 

Jubiläum als Rector airi Reiidsburger Realgymnasiuno. 

Noch von ihm: Icher Reihen aus Binominalcoethcienten undPolenzenf 
im Rendsburger Oster-Ciymnasial-Progr. 1868. 4". 

Ueber die Ventilation in Schulen, im Osteiprogramm ders. Schule. 

1872. 4«. 

Neuere Geometrie für die oberen Klassen der Realschulen und 
Gymnaden. Mit 5 Figuren im Text. Schleswig, Bergas, 1877. 8^ 

*Baclllliaiin9 Heinrich Leopold, geb. 19. März 1815 in 
Plön, studirte Theologie sdt Mich. 1S34, Ostern 1840 examinirt (mit 
dem 2. Char. m. r. A). 16. November 1845 Archidiakonus an St. Marien 

in Rendsburg, 15. Januar 1855 Pastor in St. Margarethen, 4. Mai 1865 

Pastor in Horst, dazu 10. Mai 1882 kommiss., 1. November desselben 
Jahres definitiv Propst lür Rantzau, 1871 AI)gcordneter zur Synode; starl) 
20. März 1885. 

Unser Wandel ist im Himtnel. Predigt ül)f^r !^hil. ^, 20 — 21 am 
20. ()( tober 1868 zu der mit der Kircheuvibitation verbundenen 
Feier des lOOJähr. Jubiläums der Horster Kirche. Itzehoe 186B. H. 

1817) Bueder* Friedrich August, geb. 26. Januar 1762 zu 
Eutin — — gestorben zu l.<eipzig 8. Decemtmr 1856. — (Nach dem 
Moniteur des dates s. v., nicht 1846). 

^Rflgheimer, Leopold, geb. 4. Mai 1850 in Walldorf bei 
Meiningen, gebildet auf den Lehranstalten in Meiningen, studirte Natur- 
wissenschaften, vorzüglich Chemie, auf den Universitäten in Leipzig und 

Tübingen, an ]otztnreni Ort 1873 i)roniavirt, bezog sodann 1874 die 
üniversitäi Wür/cburg, war 187 5 kurze Zeit AssistetU am Universitäts- 
Lab« )ratoriuni in Leyden. kehrte von dort nach Tübingen zurück, seit 
Sommer 187 7 Assistent am neuen chemischen Laboratorium in Kiel, seit 
1. August 1878 erster Assistent und seit Sommer 1881 Privatdocent 
in der philosophischen Facultät. 

Ueber tinen neuen Alkohol (Phenylpropylalkofaol) im Storax. Inaug.- 
Diss. Tübingen 1873. 8*. 

Ueber die Einwirkung von Cyankalium auf organische Halogen- 
Verbindungen. Habilitationsschrift. Kiel 1881. 

Mitarbeiter an Stadels Jahresbericht ül)er die Fortschritte auf dem 
Ciebicte der reinen Chemie, Jahrg. 187 5, an Ladenburg's Handwörter- 
buch der Chemie. Lieferte verschiedene Aufsätze zu Liebig's Annalen 



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190 



RihlemMUi — Ailppel. 



der Chemie uiiii m den Heriohten der deutschen 
<; h e m i s c h e n ( i f. s e 1 1 s r h a f t. - - Revidirt. 

1S18) BfiblenUUllly Heinrich De tief Erich, geb. 1796 in 
Preetz — — machte . nach Meldungen in ötlentUchen Blättern , in 
England, wo er ia Tottentiam eine Schule hielt, und ewar in London 
Mitte September 1S77 seinem Leben durch einen Schuss ein Ende, nach- 
dem er in letzter Zeit Spuren von Irrsinn gezeigt hatte. 

* Rnemker . George F r l c d r i r h Wilhelm, geb. 3 1 . Decbr. 

16^2 zu Ottensen, Sohn des am 21. Deretnbfi- 1862 vprstori)eiiou 
Directors der Hamburger Sternwarte Christ. Kari Ludw. R., begab sich, 
nachdem er in Hamburg vorgebildet, 1851 nach Berlin, um sich unter 
Encke^s Leitung in der Astronomie weiter auszubilden, war bis 1853 
Volontär auf der Berliner Sternwarte, von 1853 bis 1856 Astronom an 
der Universitäts<Stemwarte zu Durham in England, inzwischen Dr. phil. h. c, 
seit 1856 in Unterstützung seines Vaters an der Hamburger Sternwarte, 

1867 Director derselben, 1870 Vorsitzender der nautischen FrÜfungS' 
Commissionen, 1871 k. Reichs*Prfirungs>Inspector för das Seeschiffer* und 
Steuermanns- Prüfungswesen, zur Zeit auch Director der Navigationsschule. 
— V'ergi. Lexik, der Hanil). Schriftsteller B. (>, S. 400 1. 

Beobachtungen über die totale Soniienhnsterniss vom 18» Juni 1860 
zu Castellon de la Plana, im Hamb. Gymnasial-Programm 1861. 

Beobachtungen über die Parallaxe und Aberration der Gestirne, 
in Hamb. Gymnastal*Progr. 1866. 

Zahlreiche astronomische Beobachtungen und Berechnungen in den 
(Schumacber^schen) astronomischen Nachrichten von B. 33, 1852 

an. Einzelnes auch in den von J. Frz. Encke herausgeg. astro- 
nomischen Beobachtungen auf der Sternwarte in Berlin Band 4, 
Herlin 1857. 

1819) Bttppeil, Julius Johann August, geb. 14. Juni 1808 

in Schleswig — — im August 1868 Sanitätsrath, 18. Januar 1872 In« 

haber des K. 4. CL, starb ia Schleswig 30. Dccember 187 9. — 

Vergl. über ihn Mittheilungen für den Verein schlesw.-hulsteinischer Aerzte 
H. 8, 1881, S. 91 f. 

Nüch von ihm : Summarischer Bericht über die Irrenanstalt von 
Schleswig während der fahre 1820 — 1870. Schleswig (Hamburg, 
Händke und Lehmkuhl) 1872. gr. 4''. Mit 14 iithogr. Tafeln in 
gr. 4*^ und gr. Fol. 



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191 



*Rliete, Ivarl Christian Benno, ö^eh. 27. Novomher I K40 in 
Göttiiigen, 186 5 in Leipzig zum Dr. med. et chir. proraovirt, seit den 
letzten 70er jaiiren Arzt in Oldesloe. 

Ücber die Calabar^ikttme. Inaug.-Diss. Leipzig 186 5. S". 

^Kfiter, Hermann Heinrich, geb. 7. November 1S47 £U 

Sttdlengern, Prov. Westfalen, besuchte das Gymnasium zu Hetfibid, 

studitte Mathematik und Naturwissenschaften zu Göttiqgen, Grei6wald, 

Berlin, Halle, nahm 1870 am Feldzug^ gegen Frankreich theil, bestand 

1 5. November 1872 das examen pro facultate doc., at)soIvirte von Ostern 

1873 bis dahin 1874 sein Probejahr am Andreannm in Httdesheim, 

28. August !874 Dr. phil. in Rostock, fungirte seit Ostern 1874 commiss. 

als Lehrer tunigc 7.eil a i der höheren Hürger.schule in Marne. 

Die Gleichgcwichtslagt* und Bewegung eines nahezu ustatischen 
Nadelpaares. Beilage /.um i)sterprogramm 1877 der höherei^ Bürger- 
schule in Marne, fitzehoc 1877.) 4*. 

*Ruetfr- H. |.. gel), in Westfalen, nach volienJeten ÜniversiLKs 

Stiiflien und nichijahrigeni Aiilenthak in ICiigiand und Frankreich Lehret 

an einer höheren Töchterschule zu Stettin, daiiii an dem Gymnasium zu 

Stettia und Neu-.Stettin, daraul < )l)oriohrcr am Ciymnasium und Realschule 

zu Bielefeld, seit ihrer Gründung 1S66 Rector der höheren Bürgerschule 

in kzehoe bis Michaelis 1881, um welche Zeit er quiescirte. 

Darstellung der Gründung und Entwicklung der höheren Bürger- 
schule in Itzehoe, im Osterprogr. der betr. Schule 1869. 4*'. 

Oer Lnterri( ht im iüiglischen auf Realschulen, im Osterprogr. der- 
selben Schule 1870. V\ 

Rede bei der Feier des k. Geburtstages, im (Jsterprogr. derselben 
Schule 1872. 4^ 

1820) JUigey Karl Heinrich (nicht: Friedrich; Wilhelm, geb. 
in Heide — — noch .A.rzt in Tellingstedt. 

1821) Knge, Karl Johann Friedrich, geb. 1800 in Heide 
— — starb 5. October 1876 zu Dutzon bei New- York. 

1822) BnlffiS, Julius Wilhelm Gustav, geb. 10. Deccmber 
1821 in Rendsburg — — seit 9. November 1872 Pastor in Eichede, 
Propste! Stormam. 

^Ruiuohr, Theodor Wilhelm Kjerstrup, geb. 2. August 
1807 in Kopenhagen, studitte das. die Rechte, später in der Redaction 
der Berling'schen Zeitung beschäftigt, 7. Februar 1844 Kopist beim 
Kopenhageoer Magistrat, 5. August 1850 als Thing:>chreiber der Gram« 



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192 



Kmolir ^ Rund«. 



hardc im Amt Hadersleben constituirt, 18. Sept. s. |. zugleich Assessor 
und Protocolinthrer in der Criminal- und Folizeigerichts-Cominission für 
das Amt Hadersleben, 16. Januar 1851 als Thingschreiber fest angestellt, 
vom 1. Juni 18S2 als Hardesvogt in der Thyntrup*Harde constituictt be* 
stand tm Febr. 1853 das Examen im schlesw. Recht in Flensbiiig« 
2Z. April 1853 Hardesvogt in der Haderslebener Haide, starb in Kopen- 
hagen Mitte (15. od« 16.) October 1884. — VergL Erslew II, S. 722 
bis 723, Soppl. n, S. 879-880. 

Von seinen Schriften, die firslew anfUhrt, sind hier zu nennen: 
Han spandt en Ende. Hlstorisk Skiae af P. P. (Besonderer Abdruck 
aus dem „Dansk Ugeblad^\) Haderslev 1857. 8*. 

Historiske Büleder fra Christian deo Pferdes Tid. Af P. P. (Auch 
m. d. T. Fedielaiidshistoriske Malerier af P. P. Kjöbenhavn (ge* 
druckt in Haderdeben) 1863. S^ 

Auch lieferte er während seiner amtlichen SteUung im Schleswig"* 
sehen Beiträge zu „Dannevirke'\ 

*T« Rnmobr, W, A., auf dem zum Gute Rundhof gehörigen 
Meierhof DrOllt. 

Mit Louis von Ahlefeldt, welchen vurgl. : Die schleswig-holsteinische 
Ritterschaft. Ein Beitrag zur Adel^eachichte Deutschlands und Däne- 
marks Heft 1 und 2. Schleswig, HeibergVhe Verl., 1869. (Mehr 
nicht erschienen.) 

*Baude, Karl Günther Wilhelm, geb. 10. Juni 1820 zu 
Oldenburg, im Grossherzogthum, gebildet auf dem Gymnasium das. und 

auf der polytechnischen Schule zu Hannover, studirte in BerUn und 
r.iittingen Bauwissenschait. Mathemathik. Cameralia, augestellt im hannöver'- 
schen Staatsdienst 1844 als Wasserbau-Eleve und später avancirt zum 
Wasserbau-Conducteur und VVasserbau-lnspector . sowie zum Baurath er- 
nannt, 1878 als Meliorations-Bau-lnspector der Provinz Schleswig-Holstein 
angestellt. 

1) Die Verbesserung der Abwässerungs- Verhältnisse in der RttttebOlI- 
Südwesthörner Niederung, Schleswig 1880. 8". 

2) Statisti!« der Moore in der Provinz Schleswig- Holstein. Berlin 
1880. 4".' ( Veröfientlicht durch die Central-Moor-Commission.) 

3) Die Verbesserung der Abwässerungs-Verhältnisse in der Neuen- 
l)roker Schleusen-Commüne und der Kremjjcr Moorländereien, Kreis 
Steinburg. Schleswig, Bergas, 1881. 8^ 

4) Gutachtf^ii in dein Erläuterungsberichte zu deit generellen Vor- 
^beiten für den Bau des Nordostsee>Kaaals, herausgegeben von 



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Runge Runkel. 193 

Uablström. Hambntg 1881. 4*. (Wurde erst 1885 in den Buch- 
handel gebracht.) 

5 } Die Entwässerung der Wiesen an der Kifldcau and deren Neben- 
gewissem in der Strecke oberhalb der Elmshorner Wassermühle bis 
zur Rantzauer Mtthle, K.r. Pinneberg. Schleswig, Bergas, 1883. 8*. 

6) Deichanlagen an der Ostsee in der Provinz Schleswig-Holstein, 
Mit Zeichnungen, Extra-Abdruck aus der Zeitschrift des Architecten- 
und Ingenieur- Vereins in Hannover B. 29, Jahrg. 1883, Heft 6. Hannover 
1883. fol. 

7) Anspradie an die Grundbesitzer düv 'rrc(;ne-Ni(Mlerung wegen 
Bildung einer Genossenschaft 1883 und 1884. Schleswig, Bergas, 8*^. 

8} Die Bildung einer Knt- und r5ewäss(;rungs-Genossenschaft in der 
Hennstedter Niederung, Kr. Norderdithmarschen. Das. 1884. 8^. 

9) Die Dampfelitwässerung d r Schlichtinger Gemarkung und eines 
Ihcils der Neueneider Schleuseinigung, Kr. Norderdithmarscben. 
Das. 188 5. 8". 

Diverse Aufsätze seit dem Jahr 1878 in Zeitschritt des 
h ann ö V e r 'sch e ri Architecten- und I n ge n ie u r - V e re i ns 
u. a., ausser dem unter ^ angetilhrten, B. 30, 1884, II. 4: Dampf- 
schöpfaniage in Kollmar, Ii. il, 1885, H. 3: Das Neuenbrooker 
Dampfschdpfwerk; — in den Itzehoer Nachrichten z. B. 1882, 
Nr. 18, 19, 48: Die Haale-Niederung; — im land wirf h schal t- 
liehen Wochenblatt, im norddeutschen Landwirth, indem 
in Bremen erscheinenden Nordwest, sowie im Bremer Handels* 
blatt, in der in Berlin erscheinenden Zeitschrift für Bauwesen, 
z. B. Bd* 34, 1884, über Dampfschöpfanlageu im Königreich 
Preussen, in den schlf» s wig-h ulsteiuisc hon j a h r hii ( Im' ni 
H. l, 1884, S. 21 f.: Der Nord-Ostsee-Kanal und seine Bedeutung 
fiir Schleswig-Holstein; B. 2, 1885, S. 206 f.: Der Klb-Trave-Kanal. — 
Rcvidirt. 

1820; l(iin;i;e, Hans Karstru. - Vergleiche über ihn noch 
Lexikon der Hamb. Schrillsteiler B. 6, S. 423. 

1825) Rang^Cy J», noch (1882) Hauptlehrer und Organist in Neuen» 
brock, Cremper Marsch. 

^Bunge^ Karsten Petersen, geb. 1824 *in Uigumkloster, 
Skaaruper Seminarist, examinirt 1844, 3. Febr. 1847 Schullehrw und 
Kirchensänger in Söby bei Assens auf Fähnen, s{)%ter in Helnaes, jetzt .... 
— Veigl. Erslew Suppl. II, S. 885. 

ßibelske Billedcr in „Nord; Folkcskole" 1850, Si). 222—2$. 

* Ranket Achilles Matthias, geb. 8. November 1 802 in Altona, 
Sohn des Kaufmanns Marcus Mich. R. (seit 1807 in Hamburg;, studirte 

18 



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194 



Rnser — SmIi. 



Jura seit 1819 in Berlin und Kiel, dann Eraeher in Apenrade, schon 
1817 Mitarbeiter am Hamburger Correspondenten und dessen Haupt- 

redacteur seit 1828, feierte als solcher 1. October 1853 sein 2 5 jähriges 

Jubiläum, starb in ILiuiburg 8. Mai 1866. S. Lexikon der Hamb. 

Schriftsteller B. 6, S. 429. 

Ausser in der im Text bezeichneten Weise als Redacteur war er 
auch als Uebersetzer thätig. Von ihm ist u. a. eine Uebersetzung 
von Russers Geschichte der Osmanen. — Eine Ode, dem Andenken 
des verewigten Professors C. D. Ebeling gewidmet, steht im Hamb. 
Corresp. von 1817, 15. Juh, Nr. 112. 

1826 a) Raser, L. A., kam von Propsteierhagen als Organist und 

Obcrknabenlehrer nach Burg a. F., wo er im October 1883 pensionirt 
wurde. 



1829) 8ach, Hans Christian August, geb. 29. Januar 1837 

zu Kesdorf im Kirdisp. Gleschendorf studirte in Kiel, JSonn und 

Berlin im April 1873 Oberlehrer an der Schles^iget Domschule, 

successive aufiteigendf im Juni 1875 fünfter, BfichaeKs 1883 zweiter 
Oberlehrer. 

Noch von ihm: 3) Neuere Geschichte des Schlosses Gottorp, im 
Osterprogr. der Domschule Schleswig 1866. 4*^. 

4) Joachim Rachel, ein Dichter und Schalmann des 17. Jahr« 
hunderts. Mit 3 literar*historischen Anhängen. Schleswig, Heiberg, 
1867. S\ 

5) Mitarbeiter an den von Keck und Johannsen herausgegebeneo 
Lesebüchern (vgl. unter Karl Heinrich Christian KedcX dem vater> 

ländischen Lesebiuh für die mehrklassige evangelische Volksschule, 
Schleswig, Heiberg, 1868, später seit 1871 Halle, Waisenhausbuch- 
handJung, und dem norddeutschen Lesebuch, Schleswig 1869. später 
seit 1871 Halle, in beiden Ausgaben, der preussiscben und nicht- 

preussischcn. Dazu als Anhang: 

6) Zur Hcimathskunde. Schleswig-Holstein in geschichtlichen und 
geographischen iJikiern, wovon 14. Aufl. Halle 18S4. 8**. 

7) Die schdla trivialis seu particularis und das Paedagogiiün |iul)!i- 
ruui in Schleswig während des 16, Jahrhunderls, mit 2 Beilagen, im 
( Jsterprogramm der Domschule, Schleswig 187 3. 4". 



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8) Geschichte der Stadt Schleswig nach urkundlichen Quellen. Mit 

2 Plänen und 1 Ansicht. Schleswig, Bergas, 1875. 8**. 

9) In den von ihm mit Keck und Kallsen herausgeg. Bildern aus 
der Weltgeschichte bearbeitete er Vh. i : Biider aus der neueren Zeit. 
Halle, Buchh. des Waisenhauses, 1877. 8*. 

10 j Cliarakterspiegel in Sage und Geschichte. Halle, Buchh. des 
Waisenhauses, IS 80 (1879) 8^ S. u. a. schlesw.- holst. Schul -Zeitung 
1879, Nr. 44, S. 268. 

11) Asmus Jacob Carstens' Jugend- und Lehrjahre nach uricundlichen 
Quellen. Halle, BuctihBodlung des Waisenhauses, 1881. 8^. S. o. a. 
Itzehoer Nachrichten 1881, .Nr. 38/39. 

12/13) Jahresbericht des Vereins für Sammlung; und Konserviruog 
vaterländischer Alterthümer in der Stadt Schleswig I. Schleswig, Buch- 
drackerei der Schleswiger Nachrichten, 1881. IL 1881 — 1884. Das. 
1884. 8». 

14) Die deutsche Heimath. Landschaft und Volksthum. Halle, 
Buchhandlung des Waisenhauses, 1884. 8^ 

£ine Reihe von Artikeln in Ersch und Grubers En cyclo päd ie 
unter K. (2. B. Kiel), sahireiche Recensionen in dem von Herbst, 

später von Keck herausgegebenen Literaturblatt, Gotha, Perthes, 
in Zeitschrift der Gesellschaft für die Geschichte der 
Herzogthümer B. 3, Kiel 1873, S. 410: Zur Geschichte der Knuds- 
gilde in Schleswig; diverse Beiträge zu den Haniburger Nach- 
richten, zu de» Itzehoer Nachrichten (u. a. 1885, Mai, 
Beseler betr.). — Für den Druck in Arbeit sind Abhandlungen über 
die geographische Literatur der Herzogthümer, über die schlesw. - hol- 
steinischen Schulordnungen (iür die Monumenta paedagogica germanica 
bestimmt), eine Biographie von Lucas Cranach für die von der 
Waisenhausbuchhandlung in Halle herausgeg. Biographien, eine Bio- 
graphie des Malers Oven s für die deutsche Biographie, heraus« 
gegeben von der historischen Commission der bayerischen Gesellschaft 
der Wissenschaften. — Revidirt. 

^SachaUi Karl Eduard, geb. 20. Juli 184$ in Neumunster, be* 
suchte das Rendsburger Gymnasium von 1860 — 1863, studirte Philologie 

seit 1863 in Kiel, seit Mich. 1865 in I^ipzig, im Januar 1867 in Halle 
Äuni Dr. phil. promoviri, setzte seine Studien lu Oxford und London 
fort, erhielt im Juli 1869 einen Ruf als luisserord. Trof. nach Wien, wo 
er 1872 ordentl. Prof. wurde, Orfnber 1S7 5 in die zweite ordentliche 
Professur für Orientalia nach Berlin berufen und März 187 6 ernannt. 

Gawäliki Almuarrab mit Erläuterungen. Leipzig 1867. 8^ S. Zeit- 
schrift der deutschen morgenlttndischen Gesellschaft B. 22, S. 3S7. 

18* 



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196 äMh««. 

De AljavAliqi ejusque opere quodam, adjecta texttts patticola. Diss. 
inaog. Balis 1867. 8*. 

Gab ans den codd. des biitischen Museums mit lateinischer Ueber« 
setamg heraus Theodori Mopsvesteni iragmenta Syriaca. Lips., W. 
Engelmanti, 1869. 8^ 

Inedtta Syriaca. Eine Sammlung syrischer Uebersetaungen von 
Schriften griechischer Profanliteratur. Mit Anhang. Wien 1870. 8„. 
S. Zeitschrift der deutschen moigenländischen Gesellschaft B. 25, 
S. 282 f. 

Zur ältesten Godiidlte des muhamcdanischeti Rechts. (Aus den 
Sitmngsberichten der loJs. Alcad. der Wissensch.) Wien 1870. 8«. 

Neue Beiträge zur Kenntniss der Zoroastrischen liteiatur. (Aus 
denselben Silzungsberichten.) Wien 1871. 8^ 

Zur Geschichte und Chronologie von Khw.lrizin I und II, (Aus 
denselben Sitzungsberichten.) Wien, Gerold, 1873/74. 8». 

ftfit joh. Holetschek : Eine Berechnung der Entfernung des Sonnen- 
Apogaeums von dem Frühlingspunkte bei Albiröni. Mit 3 einge- 
druckten Holzschn. (Aus denselben Sitzungsber.) Wien 1876. 8". 

Albirüni Chronologie orientalischer Völker. Leipzig, Brockhaus in 

Commiss., 1876. 4". 

Mit Karl Georg Bruns: Syrisch-römisches Rechtsbuch aus dem 
5. Jahrh. aus den orientalischen Quellen hrsgeg., äbersetst und er- 
läutert. Leipzig, Brockhaus, 1880. 4^. 

Ueber die Lage von Tigrr^tiokerta. (Aus den Abhandlungen der 
Akad. der Wissensch, zu Berlin.) Mit 2 chromolithogr. Karten. Berlin, 
Dümmler, 1881. 4". 

Reise in Syrien und Mes<)[njtamien. Mit 22 Uchtdrucktaleln und 
2 karten. Leipzig, Brockhaus, 1883. 8". 

In Zeitschrift der deutschen morgcnl .'indische n Gesell- 
schaft u.a. B. 27, S. 147 f., D. 28, S. 452, H. 30, S. K^8: Zur Erklärung 
der Vendidad; B. 28, S. 155: Handschriften vom Kitäh des Sihawuihi : 
S. 448 f.: Conjectnr zu Vendidad; 29, S. 148 ff.: Algebraisches 
über Schach bei Biruni; mehrere Abhandlungen in den Sitzungs- 
berichten der Wiener Akademie, phüol. -historische Classc, u. a. 
B. 65, S. 669 C: Zur ältesten Geschichte des muhamedanischen 
Rechts, (vergl. oben) B. 67, S. 805 ff.: Beiträge aur Kenntniss der 
Zoroastrischen Literatur u. s* w. 

1830) Sachau. Karl Lorenz Theodor Johannes, geboren 
12. Decbr. 1823 in (iliickstadt — — nach 1867 Amtsrichter iii RaUe- 
burg, später Ober-Amtsrichter das., im Mai 1879 Amtsrichter im Amts- ♦ 
gericht Kiel, starb in Kiel 5. August 1882. 



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197 



*Sadebeck, Alexander, geb. 26. Juni 1843 in Berlin, wo er 
seine Vurbildung erhielt, studirte Natiirwissenschaften, vorzugsweise Minera- 
logie und Geologie, habilitirte sich für diese Fächer als Privatdocent in 
Berlin, nahm 1870/71 am Kriege thcil, seit Michaelis 1872 Professor 
der Mineralogie und Geologie in Kiel« starb in Hamburg 10. Dec. 1879. 

De formatione Kimmbridgieosi Pommeriana. Berolini 1865. 

Bearbeitete die 3. Auflage von GosC Rose^s Elemente der Kiystallo- 

graphie. Mit 9 Tafeln. B. 2 auch mit dem Titel; Angewandte 
Krystallographie etc. Mit 23 Hthogr. Taf. Karten. Berlin, Mittler & Sohn, 

1873—1876. 8«. 

Ueber die Krystallisation des Bleiglanses. Mit 3 lithogr. Tafeln. 
Berlin, MitÜer & Sohn, 1874. 8". 

Ueber die Theilbarkeit der Krystalle. Mit 1 Tafel. Das. 1876. 
— Steht auch in den Schrillen des naturwissenschaftlichen Vereins 
lür Schleswig-Holstein B. 2, S. 29—46 (Kiel 1876). 

Ueber Krystallisation des Diamanten. Nach Aufzeichnungen von 

Rose, in den Abhandlungen der Akademie der Wissen- 
schaften zu Berlin vom Jahre 187 6. - In Zeitschrift der 
deutschen geologischen Gesellschaft 1869: Allgemeines 
Gesetz für tctraedrischc Zwillingshildung ; 1872: Hemiedrie der 
scheinbar haloedrischen Fürmen der Blende und des K.uplerkieses; — 
in dems. Jahrg. : Ueber Fahlerz und seine regelmässigen Verwachsungen. 
In Zeitschrift für Erdkunde B. 5, 1869: Geognostische Arbeiten 
im Jahre 1869. — In „die Natur" 1877, Nr. 34: Ueber den 
Bau der Kiystalle. 

*Saeg:ert, Karl Johann Albert, geb. 19. August 1831 in 

(ireitswaldc. besuchte das Gymnasium daselbst von 1841 — 1850, studirte 
dann, nachdem er zuerst al? Jurist ins( ril>irt war. l'hiJologie in Greifswald, 
München und wieder (ireifswald bis lcS54. darauf, bevor er zum Examen 
ging, mehrere Jahre Lehrer, bestand 1860 in Greifswald das Amtsexamen 
und wurde im Mai desselben Jahres zum Dr. phil. promovirt, 1868 Lehrer 
am Gymnasium in Altona, Ostern 1873 Oberlehrer an der Domschule 
in Schleswig. 

Ausser Beiträgen zu Fachzeitschritlen: De usu pronominis relativi 
latini epexegetico. Diss. inaug. Gr3n>hiae 1860. 8". 

l'iidagogisch-didaktischc t rläuterungeii zur Frage des höhereu Schul- 
wesens. Schleswig, Bergas, 1883. 8*. 

1831) Safi:er, Franz Karl Friedrich, geb. in Scivieswig 

noch Arzt in Schleswig. 



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198 



1832) 8agei', Georg Heinrich Nicolaus, geb. 1834 in 

Schleswig — — starb in Schleswig, wo er gleich seinem Bruder als 
Arzt praktisirtc, Mitte Juli 1883. 

■ 

1833) Sai^jfail, Johann Christian, geb. 19. Juli 1828 in Ruh- 
winkel, Kirchsp. Bomhöved. — — im Januar 1876 als Rector der 
Altonaer Knaben-Mittel-Schule bestätigt, Inhaber des Kr.-O. 4* Q., nahm 
am commanalen Leben Altonas regen Antheil als Aimenpfleger, im Vor- 
stand des Bäurischen Rettongshauses, war aach eifiiges Mitglied des 
pädagogSschen Vereins; starb in Altona in der Nacht vom 22,12$* Mai 1885. 

Noch von ihm: Bild nnd Stimmung. Gedichte. Altona, Menzel, 
1869 8^ 

Rechenschule (in Heften). Altona, Uflacker, 1879. 8^ Bespr. 
schleswig-holsteinische Schulzeitung 1879, Nr. 5, S. 28. 

Offene Antwort auf das an mich gerichtete offene Sendschreiben 
des Hemi Seminar-EMrectors Lange in Segeberg. Altona 1883. 8*. 

*SalomOllt Geske, geb. 1. April 1821 in Tondem, Sohn eines 
jüdischen Raufinannes, nach der Uebersiedelung seiner Eltern nach Kopen- 
hagen im Jahre 1832 Eleve der Kunst-Akademie, Poitrait- und Genre- 
Maler, erwarb 1846 die kleine Silbermedaille, 1848 eine andere Prämie, 
1850 in Gothenburg, 1854 ein Jahr in Paris, 1855 wieder in 
Gothenburg, reiste 1 860 seiner kränkelnden Frau halber nnch Algier, 
kehrte nach 2 Jahren von dort zurück und errichtete in Gothenburg eine 
Privat-Zeichen- und Malerschule, nachher Director der öfientlichen Zeichen- 
schale^ hielt eine ^eit lang in Kopenhagen Vorträge Uber Zeichenmethode, 
1868 Mitglied der Kunstakademie in Stockholm, wohin er 1870 über- 
siedelte, 1874 Professor der Kunstakademie, 1880 Director der Floid- 
skole. — Vergl. Olustreret Tidende, Kjöbenhavn, Nr. 1123 vom 
3. April 1881. 

Von ihm, soweit zu eruiren möglich war: Text zu J. D. Karding 
Riüektioner. Gothenburg 1866. 8^ 

Anvisning tili praktisk Undervisning i Tillämpningen af Perspektivets 
Grundreglor paa Frihandsteckning. Gothenburg 1869. H\ 

Elementarkurs i Frihandsteckning. 48 Väggplanscher in fol. samt 
Text in 8". Gothenburg 1870. 

1838) Salomon, Max, geb. 5. April 1837 in Schleswig, studirte 

Medicin in KLiel, Heidelberg, Berlin, bestand sein Staatsexamen 14. Aug. 
1860 in Kiel, promovirl niil der im Hauptwerk angeführten Dissertation 
am 7. Januar 1861, Assistenzarzt am Altonaer Stadt-Krankenhaus von 



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199 



Sept. 1861 bis Mai 1863, danr» praktischer Arzt in Altona, 1864 frei- 
willig als Civilarzt in österreichischen Kriegslazarethen in Schleswig thätig^ 
erhielt das goldene Verdienst-Kreuz mit der Krone, 1 8o 6 freiwillig Civil- 
arzt in preussischen Diensten in Böhmen als ordinirender Arzt eines 
Feldlazarethes in Trautenau mit Parschvitz, trat 2. November 1866 als 
Militärant in pieussische Dienste, stand in Schleswig, dann in Altona, 
zuletzt in Hambufg, nahm im Mai 1870 seinen Abschied und Hess sich 
als praktischer Arzt und Augenant in Hamburg nieder. — Vergl. Lexikon 
der Hamb. Schriftsteller B. 6, S. 445. 

Noch von ihm : Geschichte der Glycosurie von Hippocrates bis zmn 
Anfange des 19. Jahrhunderts. (Separat aus dem deutschen Archiv 
fllr klinische Medicin B. 8.) Leipzig, Vogel, 1871. 

Die Krankheiten des Linsensysteuis aul' Grundlage von Graefe's 
\'orträgen bearbeitet. Hraunschweig, Vieweg u. Sohn. 187 2, 8^. 

IFeber den Werth der Gymnasialbiidung und medicinisch-historischen 
Kenntnisse für den Mediciner. München, Finsterlin, 1878. 8*^. (Ist 
wohl eine Umarbeitung der unten verzeichneten Abhandlung in der 
deutschen Klinik 187 1.) 

Die Entwickclung des Medieinuhvesens in England in vergleichenden 
Seitenblicken aut Deutschland und Reformvorschlät^en. Das. 1884. 8®. 

Heiträge zu Deutsche Klinik 1861, Nr. 4(J: Suppurative Hepatitis 
mit Durchbrurh in das Cavnm Pleurae ; 1863, Nr. 35, 36, 38, 40, 
41, 43. 46; üeber Centrailähmungen, Nr. 49: Zur Therapie des 
Empyems; 1864, Nr. 25: Glaucomatöse Chlorioideo-Retinitis , Nr. 31: 
Ein Fall von aufsteigendem Croup; 1871, Nr. 8, 9: Quruigische 
Mittheilungen , Nr. 5 1 : Ueber den Werth der Gymnasialbüdnng für 
den Mediciner. — In Allgemeine medicinische Central* 
Zeitung 1871, Nr. 100 und 101: Zur hydropathischen Behandlung 
des Typhus. — War 1865 politischer Conespondent für die Schleswiger 
Nachrichten aus Altona. 

*Ssilie8t Karl Erich v., geb. 1755 in Rendsburg (sein Vater 
der Generallientenant K. W. v. Sames war Commandant der Festung 
Rendsburg, seine Mutter eine geb. Comtesse de St. Gennain), Lieutenant 
und Capitain im damaligen oldenburgischen Regiment, Kammerjunker, 

1 7 8. V- 17 85 Legationssecretär in Madrid, dann hi London, Vdn^. 17 99 
( »berstlieutenant der Infanterie, 1 800 — 1 809 Mitglied der k. Theater- 
J>>irection in Kopenhagen, 1801 Hataill. mscominandeur beim süder-see- 
ländischen Landwehr-Regiment, 1803 Uberst, 1806 Chef des 1. ost- 
jittischen Laadwehrr^giments, 1808 4 la suite der Armee, 9. üct. 1809 



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aoo 



Kanunerherr, Generalmajor, starb 27. Oct. 1828. — Vergl. Erslcw III, 
S. 7. Sappl. III, S. 8, wi) auch seinem meist dänisch geschriebenen 
äduritlen aogefiihrt sind. 

1841) Sftmwer, Karl Friedrich Lucian, geb. 16. M&rs 1819 
in Eckemfitade — — besuchte die Domschule in Schleswig bis Ostern 
1838 (nicht 1839) studirte im ersten Semester Philologie, dann 

Jura in Kiel von Ostern 1838 bis Mich. 1840, in Berlin von da bis 
Mich. 1841, dann wieder in Kiel bis Ostern 184.^ — — Advocaf in 
Neumiinster von 184 4 tii> 1846, alsdann in Kiel. 1848 Bureauchef im 
Kriegsdepartement zu Reudsburg, seit Oct. dess. Jahres im Ministerium 
der auswärtigen Angelegenheiten in Schleswig (nicht Kiel), dazu 1848 
bis 1850 (nicht 1849^ Abgeordneter zur schleswig-holsteinischen Landes« 
versamiralung für den 28., später den 27. holsteinischen Wabldistrict, 
wihiend der FMedensverhandlongen von der gemeinsamen R^emng und 
Stattbalterschaft nach London und Berlin abgesandt, 3. November 1849 
(nicht 1850) ausserord. Professor der Rechte in Kiel — — 7. Juli 1850 
(nicht Im Anfang August) h. c. Dr. jur. in Kiel, 24. Apri] 1852 aus 
seinem Amte entlassen, 2. Juli 1852 nach Gotha als herzoglicher 
Bibliothekar berulen. 1858 Rath im Staatsministerium, dann Geh. Regierungs- 
Rath, Mitglied des Gesammtministenums daselbst, war 1864 bis \S6() 
zeitweilig in Kiel, darauf wieder in Coburg-(^otha, wo er in die frühere 
Stellung im Ministerium zurück- und ausserdem an die Spitze der Ver- 
waltung des dem Ministerium nicht untergebenen Theiles des Coburg- 
Gothaischen Hausverm^ens trat, starb in Gotha 8. December 1882.- 

Von der Nr. 2 im Hauptwerk angeführten Schrift ^^Die Vorgänge 
von 1721 im Heraagthum Schleswig etc., Hamburg 1846", findet 
mch eine Ree. in: Das Commisnonsbedenken Über die Suocessions^ 
.Verhältnisse des Hersogthums Schleswig, die Kieler Kritik desselben 
und K. Samwer*s staatsrechtliche Untersuchung : Die Vorgänge ete.^' 
Altona, Hammerich, 1847. 8^ 

Ad Nr* 6: „Mit Droysen: Die Herzogthämw Schleswig • Holstein 
und das Königreich Dänemark. Aktenmässige Geschichte der dänischen 
Politik u. s. w., Hamburg, Perthes, Besser & Mauke, 1850, 2. Aufl. 
das. in dems. J.". Ausser einer dänischep Uebersetzung, deren im 
Hauptwerk gedacht ist. erschien eine schwedische, Stockholm 1850, 
und eine englische Bearbeitung s. t. : The Policy of Denmark. London, 
Longman, 1850, theilweise :uich eine rr:>nz5sische Bearbeitung: La 
revolution danoise de 1848, Paris, Firmin Didot fr^res, 1850. 8^ 



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teMW. 80t 

Gegenschriften : Wegener : Actenmässige Beiträge zur Crcschichte 
Dänemarks im 19. Jahrhunderf. Kopetihagen ISSI; (v. Rusun:i Zur 
Beleuchtung der Augustenljurger Schrift: Die Herzogthümer etc. 
Kopenhagen 1850; Paludan-Müller : Bidrag tiJ en Kritik over 
Droysen's og Samwer^s saakaldte Fremstilling af den danske Politik 
siden 1806. Odensee 1850. Christiansen (das ist; Coast, von 
Dirdkinck-Holmfeld) : Regjerings* og Stats*FoTandringen i Danmark og 
Heitugdömmene siden Christian VIII. Död. Fremstillet af Droysen 
qg Samwer med Forord og Anma-rkninger. Kbh. 1850. Angezeigt 
wurde die Schrift in \\'ailz : ..Kinige Worte übi^r UVcrener, Göttingen 
I850'\ und von Jasmund in der allgemeinen Monatsschrift für Literatur, 
August 1850. 

Noch %'on ihm anonyini: Die veriassungsmassige Staatseinheit der 
Herzogtliumcr Schleswig-Holstein. Frankfurt a. \f. 1849. 8"\ 

(Desgl.) Dit! Ausfiihriiiig der Uf-rliner Friedensprüliniinarien vom 
10. Juli 1849. Hamburg, Perthes, Besser & Mauke, 1Ö49. 8". 

' Desgl.) Die Dresdener Conferenzcn. Mit Urkunden. Berlin 1851. 8'*. 

Darlegung des Ungrnnde? der l^ost hwerdc der Fürsten von Hohenlohe 
und einiger Rittergutsbesitzer in BetretT der landständischen Verüissung 
des Herzogthums Gotha. Gotha 1855. fol. (Eingabe an die Bundes- 

versaiiiniluiig. ) 

Nachweisung des Krl)re<:hts Herzog Friedrichs VIII. auf die Herzog- 
thümer Schleswig - Holstein. Ueberreicht der deutschen Bundes- 
versammlung am 1. September 1864. Kiel, Schwers^sche Buchhv 
1865« 4*. (Vergl. Haenel^ Albert, der an dieser Schrift Antheil hat.) 

In der Fortsetzung v. Martens und .Marhards Nouveau reciiell 
gl6n&t9a des Traites ist von ihm noch T. 19 od. Recueil gdndral T. 6. 

Nach seinem Tode: Geschichte des älteren römischen Münawesens 
bis ca. 200 v. Chr., 554 der Stadt. Aus hinterlassenen Papieren, 
hefausgeg. von M. Bahrfeldt. Mit 4 Lichtdmcktafeln und 1 Karte. 
Wien (Commiss. v. Kühl in Berlin) 1883. 8", Ree: u* a. Uterar. 
Ceotralblatt 1884, S. 447. 

Im Grensboten 1861 eine Serie von 9 Artikeln aur deutschen 
Kriegsmarine. 

Unter den im Hauptwerke angeführten Beiträgen au Zeitschriften 
hat derjenige zu den Neuen Kieler Blättern 1844, S. 192 bis 

202 den Titel: Prolegomena zu jeder Behandlung der schleswig- 
holsteinischen Erbfolge (nicht: ( leschichte). Nach einer nachträglich 
vom Verfasser eingesaridten Revision. 

1842) SarauWt Christian Friedric h Conrad, geb. 2. Juli 

1824 in Schleswig — 1864 Capitäti und 1865 Compagniechef im 

4. dänischen Infanterie-BataiUon, im Januar 1872 mit Pension entlassen, 



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i02 Sarmiw. 

im März 1885 in Berlin von der Polizei angehalten, angeklagt uiul 

tl. Februar 18Ü6 vom Reichsgericht wegen Landesverraths zu 12 jährigem 

Zuchthaus und 10 jährigem Ehrverlust verurtheilt. — Noch in demselben 

Monat wurde er sur Verbüssung seiner Strafe in die Strafanstalt nach 

Halle abgeCQhrL — (Ein Brader von ihm, Amtsrichter in Burg a. F., 

starb, 64 Jahre alt, 4. Februar 1873.) 

Russlands kommerzielle Mission in Mittelasien* Mit Karte in 4®. 
Leipiig, Schficke, 1871. 8^ 

Krigen mellem Fkankrig og Tydskland 1870/71. Med Planer og 
Kort, 1. og 2. Deel. Odense, Janssen (KjöbenhavnX 1872 8^*) 

Das russische Reich in seiner finanaellen und ökoninnischen Ent- 
wicklung seit dem Kiimkriege« Nach offideUen Quellen. Leipsig, 
Schlicke, 1873. 8». 

Die russische Heeresmacht auf Grund officieller Quellen und eigener 

Anschauung. Daselbst 187 5. 8^ 

Der russisch-türkische Kncg 187 7/78. Auf Grundlage der veröffent- 
iichten ofhciellen russischen Rapporte dargestellt. Mit 2 Uebersichts- 
karten und i> taküäciien Plänen. Leipzig, Schlicke, 1878. 8^. 2. Ausg. 
Das. 1879. 

Die Feldzüge KarFs XII. Ein quellenrnSssiger Beitrag rar Kriegs- 
geschichte und Kabinetspolitik Europas im 18. Jahih. Mit 1 Karte 
und 6 Tafeln, Daselbst 1881. 8^ 

In Berliqgske Tidende 1870/71 stehen von ihm u. a. Briefe über 
den deutsch-französischen Krieg, ausserdem arbeitete er flQr mehrere 
andere Blätter und Journale, auch deutsche, was namentlich in Folge 
des Processes in verschiedenen BUtttmm bervorgehoben, ohne dass 
doch die einzelnen Beiträge näher angegeben wurden. 

1843) SftranWy Friedrich Heinrich Wilhelm, geb. um 

1775 in Kiel — gestorben in Rendsburg 15. April 184$. 

Die in Falck's Archiv B. 3, S. 266 — 330 stehmde Abhandlung: 
Historische Nachweisung, dass die Stack Rendsburg ganz zu Holstein 
gehört, ist ein veränderter und verbesserter .Abdruck eines Aufsatzes 
in dem Rendsburger Wochenblatt 1843, Nr. 9—12, 15 — 20, 23, 
25—27, 29. 

') Dies Wt'ik (."isciiicii lucl» in <leiit.schef Sprache. Nach ^juleren Mil- 
Iheilungen öffentlicher UliitUt wätc at.at itt Daucaiark bald darauf aufincrk^aai ge- 
worden, dass das dort erschienene Werk französische und das in Deutschland heraus- 
gegebeoe deutsche Sympathien zeigte, was eine solche Indignation unter Sarauws 
Kameraden hervorrief, dass sie erklärten, nicht mehr mit ihm dienen zu wollen, 
weshalb er am I. Jünuar 1872 mit Pension aus dem dänischen Kriegsdienst ent- 
lassen wurde. 



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SMS. 



308 



*SaSs, Friedrich, geb. \^. April 1846 in Delve, besuchte das 
(jynmasium m Meidurf 1862 — 1865, studirte Philologie in Kiel, marhfe 
deo Feldzug gegen Frankreich mit, 19. April 1872 iii Kiel Dr. philos., 
November 1873 bis Ostern 1873 Probandus und wissenschaftlicher Hülfs- 
lehier am Gjrmnasiam in Flensburg (veitrat auch den als Mitglied des 
Reichstages und Landtages abwesenden Oberlehrer Dr. C. A. Wallicbs), 
dann ordentl. Lehrer in Plön, October 1880 in Husum. 

De numero plurali. Diss. inaug. Kiel, Haeseler, 1873. 8*. 

1846) SaSS • Johann, geh. 1815 in der Blomc'schen VVildniss 
— 187 5 Kreisphysikus tur den 18. District, Glückstadt^ starb da* 
selbst 30. September 1885. 

1845) 8a86, Johann Barthold, geb. 25. October 1811 im 
adel. Gute Neuendorf bei Elmshorn — — war nach seinem Rücktritt 
als Obeifcnabenlehrer in Altona noch als Mitglied der städtischen CoUegien 
dort vielfach thätig, machte noch am Abend seines Lebens der holstein. 

Lehrer- VVittwcn- und Waisen-Kasse ein weiteres Ijcdciitendes Vcriuachtniss 
(vergl. darüber u. a. Kieler Zeitung 1883, Nr. 9498;, starb in Altona 
11. Juh 1883.*; 

Zu den, nach dem Selbstbericht im Hauptwerk angegebenen, nach 

den Bedürfnissen verhesserf-en. in zahlreichen Neu-Auflagnn bis mr 
Gegenwart fortgesetzten Rechcnbiu liern ist unter dem Titel ,, Rechen- 
buch in Heften'' von den 3 Uebungstnicliern eine für die Volksschule 
genügende Bearbeiluni^ hinzngoki Jtnmon : 5 dieser Hefte sind bereits 
erschienen, während 1886 das Erscheinen des 6. (und letzten) Heftes 
als in baldiger Aussicht stehend angekündigt ward. 

*8a8S, Karl, geb. 1853 zu Hennsttjtit. N.-D., besuchte bis Ostern 
187 4 die Gymnasien zu Husum und Altona, studirte vorzugsweise neuere 
Philologie in Kiel und Leipzig, wurde im December 1878 in Leipzig 
Dr. philos., privatisirte ein Jahr in Heide, bestand im October 1880 die 
Staatsprttfimg, Probandus am Altonaer Gymnasium Ostern 1881, dann 
Htilfilehrer am Flensburger Real-Gymnasium, zur Zeit am Gymnasium in 
Glückstadt. 

') Ueber die bass-Stiftuog vergl. u. a. lUelioer Nachrichten 1886, Nr. 6 und 
Berichtigung dazu in Nr* 18. Nach letzterer soll von dem 12. Jahre Dach dem Tode 
des Stifter» an ausser den sämmtllchen Zinsen des StiftungsvermAgens auch die Hälfte 
des Reinertrages .lus den 3. Uebungsbflchern und dem Rechenbuch in Heften ver-> 
tbeilt werden. 



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I 



904 Smm - ScliMr. 

üeber das Verhältniss der RecensK ncn des niederdeutscheil äpiels 
Theophilc. Inaug.-Abh. Leipzig 187 8. 8". 

*Sa8Se, Johann Wilhelm, geb. in Ottemdorf, Prov. Hannover, 
gebildet auf dem Seminar zu Stade, arbeitete zunächst an verschiedenen 
Schulen Haniburgs, war dann mehrere Jahre Vorsteher der höheren 
Privatschule in Neuhaas a. d. (.>., später Oberlehrer an der vierdassiigen 
Bürgerschule m. Cuxhaven, begab sich nach Kiel, um Mathemathik und 
Physik zu Studiren, 1870 zweiter, später erster Lehrer der landwirthscfaaft- 
lichen Lehr^Anstalt in Hohenwestedt bis in den letzten 70 <»r Jahren, jetzt . . . 
Vollständige Rectionslehre oder das Regieren der Haupt-, Ver* 
hältniss-, Eigenschafts- und Zeitwörter. Ein Hülfsbuch beim Untep 
rieht in der deutschen Sprache fQr Kinder in Börger- und Volks- 
schulen. Hannover, Meyer, 1866. 3, Aufl. 1873. 

Lebensspiegel. Ein Lese- und Sprachbuch Itir Schüler in Stadt- 
und Landschulen. Eine Auswahl von Prosastücken aus der deutschen 
Uteratur nach unterrichtlichen Grundsätzen. Das. 1867. 8^. 

Die wichtigsten Futtergräser zu Feld- und Wiesen-Culturen. Das. 
1872. 8«. 

In den Jahrbüchen Ii r 1 ndwirthschartlit Ik n Lehranstalt in Hohen- 
westedt, Flensburg 187 2, S. 34 f.: Die Lehre Darwins über die 
Entstehung der Arten der Organismen. 

1847) Sattler, Broder Diedrich, geb. in Bredstedt, — — 
noch Arzt in Bramstedt. 

*Saxildt Peter, geb. 1. October 1804 in Kopenhagen, wo er 
die Cäthedralschule und später die Universität besuchte, in den 30 er 
Jahren Arzt in Mögeltondem, dann in Hoyer, 1838 const. Landschaftsarzt 
auf Sylt, später auf Fanö, kam 1848 im Herbst als dänischer Militärarzt 
nach St. Croix, starb auf der Rückkehr von dort 24. Juni 1849. — 
Vergl. Erslew III, S. 17 und Suppl. lU. S. 13. 

Von seineu Schriften, die Erslev^' nennt, ist licrauszulicben : Skii- 
tlnng al Syltermaalets Sproglaere 1846. udgivet af K. J. Lyngbye in 
„Tidskrift for Philologi og Pädagogik III, S. 185—212 (mit Lyngbye's 
Bemerkungen das. S. 212 — 219). 

1848) Stliitar, Johann Georg Christoph, .^eb. 3. Febr. 
1;>UJ in Altona — — 16. October 1874 aus seinen Aeintern als adj. 
minist, nnd ' »berküslcr an der evaugel.-luther. Hauptkirche in Altona mit 
Pension entlassen, starb in Altona 10. Mai 187 6. Ihm verdankt die 
Sunntagsschule ihren Auls( hwung, auch war er Gründer des Museums 
natur-historischer und ethnographischer Gegenstände in Altona. 



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Schacht — Mftek. 



305 



^Hchachtt Heinrich August ThecHiur. geb. 1813 in Büsum, 
N.-D., süs Ant und Chirurg examinirt 1836, Arzt in Tating in Eiderstedt, 
mm Dr. med. et chir. 1848 promovirt in Rostock, 1859 Physicus in 
Saderstapel, 1875 als ivreisphysicns in Friedrichstadt, feierte 24. October 
1884 sein 2 5 jähriges Physicats-JubiULutn. 

De febri gastrico- nervosa diss. inaug. (Rostock) 1848. 8". 

*Schacht, Karl August Franz, geb. 1852 in Sommerland, 

Kremper Marsch, Sohn des weil, königl. Landesschulzen und Hui hesjjtzers 

Jacob S{ hacht daselbst, besuchte die Reaisrhule in Itzehoe, widmete sich 

dann der J.andwirthschaft und ging kurze Zeit /.ur landwirthschaftliehen 

Lehranstalt in Kappehi, studirte in Kiel, Jena und Leipzig, bestand im 

Frühjahr 1883 das la idwirthschaftliche Staats- und im Winter 1884 in 

Fieibuig das Doctor-Examen, privatisirt aur Zeit (1884; in Elmshorn, im 

Mäfz I88€ Lehrer an der landwirthschafUichen Lehranstalt in Kappeln. 

Die landwirthschafUichen Arbmlerverhftltnisse in den holsteinischen 
Elbmarschen. Inaug,-Dis8. (iür Freibuig). Berlin 1884. 8^ 

Die Ausbildung des Landwirths in Lehre und Stadium, wie sie ist 

und wie sie sein sollte. Zwei Fragen von hoher fach« und volks- 
wiithschafllicher Bedeutung. Mit 1 Tabelle als Führer für die 
Studirendcn an deutsdvMi Hochschulen. Kiel, Verlagsanstalt des 
Norddeutschen I.andwirth. 1884. 8'*. - Vergl. Landwirthschallliches 

Wochenblatt 1884, Nr. 47 und 1885. Nr. 5. 

I>iverse Keiträgc znm norddeutschen L a n d vv i rl h , zum 
s ( h le s wi g - h ol ste 1 ti IS ( h e n I n n d w ir t hs c h a f tl. W och e n h 1. , 
der ha n n ö V er' sehen land- und forstW!rths<:h aft liehe n 
Zeitung, dem Journal für Landwirthschaft, den schleswig- 
holsteinischen Jahrbüchern (Jahrg. I, 1884, Heft 2); der 
Zeitschrift für Staatswissenschaft (1886, Heft 1). — Revidirt. 

*S€haek zu Schackenborg, Hans, Graf, geb. 12. December 1852 

auf Schackenborg, besuchte das Vitzthum'sche Gymnasiuni in Dresden 

von 1866 bis 187 1, studirte \(>ij ( )stern 187 1 m Kiel, Göttingen und 

wieder in Kiel, bestand Ostern 187 4 das Ret'erendarexamen und nachher 

das Ufhciersexauien, Lieuteiiant der Reserve, seit 187 3 Besitzer der 
Grafschaft Schackenborg und des Fidpirnmmissguts Seekami). 

Beiträge zur Geschichte der Graten und Herren v. Schack. 1: .iOO 
Schack-Estorti^sche Urkunden aus der Zeit von 1162 — 1303. Mit 
9 LichtdruckUiejii und 1 genealogischen Tabelle. Berlin, Baensch, 1883. 

Die Unterweisung des Königs Amenemhat I. Hälfte 1. 2. Paris, 
Vieweg, 1883/84. 4\ (Enthalt den mit den erhaltenen 5 Hand- 
schriften verglidienen Text, Uehersetsung und Cömmentar.) 



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Bemerkungen zu Prof. Dr. Kisenlohr's Ausgabe des mathem. Papyrus 
Rhind. des Britischen Museums in Rerueil de travaux rclatifs 
ä la phiiologic et 1 ' arrhcnl o^; ic Egyptienne, redigirt von 
G. Maspero T. 3, Cah. 3 und -1. AIt»iii:uients Egyptiens de la 
collection de Schackeuborg, daselbst T. 4. (Catalog, unter Mitthciiung 
der auf den Gegenständen vorhandenen Texte.) — Hör, Status con- 
structus Wir in (Lepsius') Zeitschrift fflr egyptische Sprache 
und Alterthumsknnde (Leipzig) 1883, Heft l,S. 36. — Mi^^etheilL 

*Schaedel, Gustav, geb. 7, Februar 1867 zu Frankfurt a. M., 

Dr. med. et chir. 1869 in Berlin, spiUer Arzt an der Diakonissenanstalt 

in Flensburg. 

lieber kryptorchidie. Fnaug.-Diss. Berlin 1869. 8**. 

*Schaedtler, Otto Heinrich, geb. 20. Jvili 1814 m Hanau, 
Sohn des Kaufmanns Heinr. Dav. Sch. in Hamburg (f 29. November 
1863), I. Febr. !S35 Seconde-Lieutenant in dänischen Diensten (in 
Glückstadt), 1. Juli 1842 Premier-Lieutenant beim 17. Linien-In&nterie- 
Bataillon, 17. Febr. 1849 Capitän 2. Q., l. December 1851 beim 
3. Inf.-Bataillon, 30. Juli 1855 versetzt zum 14. Limen-Inf.-Bataillon 
(Ratzeburg), 28. Aug. 1862 als Major verabschiedet 3. Jan. 1864 Vor> 
Steher der Ausbildungs- Anstalt fUr Reserve-OflicierS'Aspinüiten, 18. Aug. 
1864 R. V. D., jetzt . ' . . . Vergl. Erslew Suppl. B. 3, S. 127 und 
das Lexikon der Hamburger Schriflsteller B. 6, S. 462 1. (über seinen 
Vater). 

Onkel rhonias, eller Negeriivel i Amerikas Slavestater. Af H. B. 
Stowe, Oversat. Kjöbenhavn 1853. 8**. 

Von RatJteburg aus im Ge rieht s s a a 1 , Jahrg. 9, 1857, B. 2, 
S. 290 f. und 349 f.: Zur Refunn des GetangnisswcseDs; im Archiv 
für Lauenburg B. 1, S. 200 246: Entwurf zur Errichtung eines 
Arbeitshauses für das Herzogthnm Lauenbnrg (fehlen im Erslew). 

* Scharfer, Heinrich Wilhelm, geb. .5. März 183 5 zu Bremen. 
Sohn des Prolessors Sch. an der Haui)tschulp das., I)esuchte das dortige 
Gymnasium, studirte 1854—1859 in Göttinen?), I.eipzig, Herlin Philologie, 
wurde Dr. philos. in Leipzig, Probandus am Friedrich-Werder'schen Gym- 
nasium in Berlin, ein Jahr in Bremen, October 1860 in Insterburg, von 
wo er 1870 als Oberlehrer an's Gymnasium in Flensburg Icam, im Nov. 
1874 Titttlär-Professor, 1883 erster Oberlehrer. — Vei^. das Flensb. 
Gymnasial-Progr. von 1871. 

Entwicklung der Ansichten des Alterthums über Gestalt und Grösse 
der Erde. Ijeipng, Teubner, 1868. 4^ 



Studie über die astronomische Geographie der Griechen bis auf 
Eratosthenes , im Osterprogr. des Flensburger Gymnasiums 1873. 4*. 

^Sldlftefer, Philipp Heinrich Wilhelm Theodor, geb. 

17. Februar 1S46 zu Friedbeig im Grossheizogthum Hessen, gebildet 

auf dem Gymtiaanm zu Büdingen, studirte Theologie auf den Universitäten 

Glessen, Erlangen, Leipzig, 1S69 als Pastor der deutschen Gemejiide 

A« C in Paris angestellt, später Inspector der Anstalten zu Alstardorf bei 

Hamburgs seit 1872 Pastor und Vorsteher der Diakonissen - Anstalt in 

Altona. 

Seit 1873 Herausgeber des Correspondcnzblattes der evangelisch- 
lutherischen Diakonissidn • Anstalt för Schleswig • Holstein zu Altona. 
(Altona, Diakonissen-Anstalt] 

Die Diakonissensache und die Diakonissen-Anstalt zu Altona. Ein 
Erinnerungsblatt an die Einweihungsfeier des 13. October 1875. 
Mit S Ansichten, Titelblatt und Sitnationsplan in antographischem Ab* 
druck nach Federzeichnung von Rud. Koch. Altona, Diakonissai* 
Anstalt (Bredstedt), 1875. 4^. 

Gab heraus: Reden und Predigten vom Gebiete der Diakonie und 
inneren Mission. B. 1 — 5. Hamburg, Oemlor, 1876. 8". 

Gab seit 1880/81 in jährlich 12 Helten heraus: Mnnatssclirift tiir 
innere Mission. Gütersloh, C. Bertelsmann. Kin Vuriaiiler davon ist 
Monatsschrift für Diakonie und innere Mission. Hamburg, W. L. Oemler, 
. 1876/77 ff. 

Die weibliche Diakonie in ihrem ganzen Um&ng dargestellt. Vor- 
träge. B. l — 3. Altona, Diakonissen-Anstalt, 1879 ---1883. 8*. 

Zur Erinnerung an die Diakonissen-Einsegnung. Gütersloh, Bertels- 
mann, 1884. 

(>at) seit 1878 heraus: Die innere Mission in Deutschland. Eine 
Sammlung vc>n Monographien über Geschichte und Bestand der inneren 
Mission in den einzelnen Theüen de^ deutschen Reichs. B, l — 6. 
Hamburg, W. L. Oernler, 1878 - 1883. 8». 

Zu O. Zöcklers Handbuch der theol. Wissenschaften, Nördlingen, 
C. H. Beck, von ihm die Abtheilung ,,Üiakonik" B. ^, S. 537 ff. 
ri. Aufl.), B. 4. S. 449 IT. (2. Auf!.). ~ In (Herzog-Plitt-Hauckj Keal- 
l^ncyclopädie fiir protcstant. rheologie und Kirche von ihm die 
Artikel „TraktatgeseUschaften" B. 1 5, S. 791 ff. und ,»Wichom" B. 17, 
& 40 fi. — In P. Chr. Haosen's ,,Schleswig-Holstein, seine Wohlfahrts- 
Bestrebungen u. s. w., Kiel 1882" die Artikel über „Krippen" S. 202 ff., 
Clbar „Kinderheilanstalten und Ferieidiolonien" S. 253 ff. und ttber 
„die Diakonissen-Anstalt in Altona" S. 575 ff. — Revidirt - 

^Schaefferi Jean Gustav, geb. am 6. Ju)i 1833 zu Mont- 

roorency bei Paris, besuchte, als seine Eltern 1836 aus Frankreich nach 



L.iyui<.LU Oy VjOOQle 



906 



8eliMffBr. 



Hamburg zurückkehrten. Michaelis 1H40 das ('atharineum m Lübeck, 
das er Ostern 1852 \<jrtiess, gab wegen der damaligen politischen Ver* 
hältntsse seinen £ntschlass, Cameralia su sludiren. auf und lebt seitdem, 
mit kuner Unterbrechung auf Reisen in Deutsclüand, der Schweiz und 
Italien, bei seinem Vater, dem Gutsbesitzer Gustav Anton Schaeffer auf 
dem ad^. Gate Bienebeck, das seit 1839 in dessen Familienbesitz ist. 

In der Zeitschrift der Gesellschatt für schlesw.-holst.-iaueul>. Geschichte 
B. 12, Kiel 1882, S. 200 ff. und B. 13, S. 283 ff.: Nachträge und 
Berichtigungen zu der Familie Pogwisch. Aus archivalischen. Quellen 
milgetfaeilt. (Die Nachträge beziehen sich auf die im 9. Bande der 
Jahrbücher iUr die Landeskunde der Herzogthümer Schleswig, Holstein 
und Lauenburg S. 419 ff. v. Chr. Ludw. Ernst v. Stemann mit- 
getheilten Beiträge zur Adelsgeschichte II: Ihc Familie von der Wisch 
und l'ogwisch. Der erste Druck der Nachträge in B. 12 der Zeit- 
schrift war durch falsch verstandene Umstellung in Verwirrung ge- 
bracht. Sie \vur(h' deshalb in H. l.> derselben Zeitschi, wieder, 
jedoch auch diestnal nicht tehlerlrei, abgedruckt ; namentlich fehlt auf 
S. 285 der genaue Hinweis im Text aui die Fussnoten. — } Noch 
ungedrucict sind des Verf's. „Nachrichten fiber das adelige Gut 
ßienebeck und seine Besitzer^'. — Revidirt. 

1849) ScInH'ffor, Johann Chrisfian Heinri( h. — Vergl. 
über ihn noch das Lexikon tdanib. Schriftsleller B. 6, S. 466 f., wo- 
nach er, 17 53 zu Kehl bei Strassburg geboren, später Schauspieler und 
Souffleur in Weimar und an anderen Orten, um 17 86 Büchertrödler und 
Bilderhändler in Hamburg und seit 1802 in Altona war, wo er am 
2. Febr. 1833 gestorben ist. 

Unter den a. a. < ). autgcluhitcn ( ielegenheits-Sc.linUeu Uiiden sich 
folgende in .Altona gedruckte: Die wiederhergestellte freye Schiflfahit 
auf dem Elt^trom. £in Jubclgesang für alle vom Flore des Com- 
roerziums lebende Bewohner des Elbstrandes. Nebst einem Willkomm- 
gesang an die ersten hier neu ankommenden Kanffarthey<Scbiffe. 
Heute Donnerstag den 17. October 1805 sind 2 englische Posten 
'und eine Estaffette mit dieser erfreulichen Nachricht angelangt. 
2. Aufl. Altona. S*". 

Des englischen Vice-Admirals Viscount^s Nelson Heldentod in der 
fiir die grossbrittanischen Waffen siegreichen :>eeschlacht bei Cap 
Trafalgar am Montage, den 21. October 1805. Ein Trauergesang 
für deutsche Britten. 2. Aull. Altona. 8". 

Hundert Gespräche zwischen Schulkindern, moralischen Inhalts. 
Altona 1813. 



SchAmyogel — Soheel-Plessen. 



209 



Magnificu , doctissimo, munerumque atnplitudine colendissimo inclytu 
viio ac domino J. H. Bartels lib. reipubl. Hamb, etocto godsuU, 
Altonae 1820: im Hamb. Rrholungs-Blatt redigirt von Dr. C. N. 
Röding, 1820, Nr. 15. 

1850) Scliainvoöfel, CI ottlieb Christian, geb. 1813 in 
CJruirnu — starb in ilraiusUHlt, wo er als Aizt praktisirte, 13, Juli lH7i 
im 60. Lchensjahre. 

1851) Schareilber^^ Johann Heinrich, gob. 12. Januar 1821 

in Potsdam im Juli 1872 als Oberlehrer am Altonaer Gymnasium 

vom Minister mit Titel und Rang eines Professors versehen, sur Zeit 
erster Oberlehrer das* 

Noch von ihm: Die Temperaturverhältnisse in Altona, im Oster- 
I^rogramm des Gymnasiums Altona 1872. 4*. 

1853) Scharlfenberfft Johannes Adolf, geb. iti Reiiilcld 

nach dem Examen in ( )ldesloc bei dem dort garnisonirciiden 'l'heil des 
Magdeburgischen Füsilier-Regiments 36 Assistenzarzt (^autgctuhrt im l^rovinaiiai- 
Handbuch 1868 und in der Rang- und Quartierliste 1869), darnach • . • . 

Sehanmbnrg, l-eopoid Heinrich. (Vergl. Kordes S. 289 
bis 290, L. & Sehr. Nr. 1009.) Er war 27. Juli 1743 in Oldensworth 

geboren und starb 19. September 1816 in Viborg. — Vergl. Erslcw III, 
S. 40 und Suppl. III, 32 — 33. 

1856) Scheel, Hans Christian Hinrich, geb. 14. Januar 
in Preetz zwischen 1871 und 1875 Postsecretär in Itzehoe (f?). 

*V. Scheel-rit NSCll, Karl Theodor .Wi^ust Freiherr, geb. 
18. März 1811 in Kiel, Sühn des (leh. Conferenz-Raths Mogens Joachini v. l'J., 
Stammherr zu Fiisini^ö und Sclso, dem Fideicomniissgul Salto und Horre- 
stedt, Herr zu Sierhagen, (irunholz und VVahlstorfT (■[■ 1853) und der 
Gräfin Margaretha geb. v. Hedemann, besuchte vom 9. Jahre an das 
Lübecker Katharineum bis 1829, studirfee Jura in Berlin, (>öttingen, 
Mflnch^, Kiel, Mich. 1835 in Kiel exam. (2. m. s. r. A.), bald darauf 
Anscultant in der damaligen Finanz-Deputation in Kopenhagen, 1837 
Secretär beim Finanzminister, nahm 1838 Urlaub und reiste 3 Jahre, 
1841 Referendar im Cabinets-Secretariat Christian VIII., 1843 Amtmann 
in Sonderburg und Norburg, 1846 Deputirter in der damaligen Rente- 
Kammer bis 1848, 1852 unter R'eventlow-Criminü mit der vorläufigen 
CivilvcrwaiLuiig Holsteins beiraut, 1853 (Jherpräsident hi Altona, erhielt 

14 



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310 Ton Scheele — Sohefter. 

12. November 1853 die Bewilligung, Namen und Wappen der Scheele 

mit deneu der Plessen zu verbinden, mehrere Jahre regelmässig wicdcr- 

gcwfihlter Präsident der holsteinischen Stünde, 1866 Oberprasident tür 

Sclilcswig-Holstein, Wirk!. Geh. Rath Excclienz, seit 1868 gloi('h/-(ntig 

Curator der Universität Kiel, 2 5. October 1876 bei Gelegenheit der 

Einweihung des neuen Universitäts- Gebäudes Dr. jur. hon. c, trat zum 

1. September von seinen Aemtem in den Ruhestand, Inhaber des 

Grosskreuzes des R. A.*0. 1. Cl., des Eisemen Kietizes 2, CI. am weissen 

Bande« des Joh.-0., des Danebr.-0. 2. Q., auch aus Ällerh. Vertrauen 

berufenes Mitglied des Herrenhauses , Abgeordneter zur kreisständischen 

Vertretung. — Vergl. Itzehoer Nachrichten 1879, Nr. 101. 

Rade zur feierlichen Grundsteinlegung des neuen Universitäts*Ge- 
bäudes, in den Universitäts-Schriften 1873. Kiel. 4^ 

1857) von Scheele, Ludwig Nicülaus, geb. 14. October 
1796 in Itzehoe — — starb in Kopenhagen 1. Januar iö7 4. Seine 
Gattin Sarah geb. Markoc starb in Schleswig 22. Februar 1876. 

1858) Seheer^ £duard Andreas Emil, geb. 1840 in Rends- 
burg — — stadirte von 1859 an zu Kiel 1 Jahr die Rechte und 5 Jahre 
Philologie 1867 — 1869 nach Italien beurlaubt, nach seiner Rüde- 
kehr bis Michaelis 1873 wieder am Real-Gymnasium in Rendsburg, darauf 
Oberlehrer am G>vnnasium in Plön. 

Noch von ihm : De Phitarchi commentario in Hesiodi Opera et 
IJiüS, im Osterprogr. des kcndsburgcr Rcal-Gymnasiurns 1870. 4^ 

Nonnullos Lycophronis locus explicabat, im Osterprogr. des Plöner 

Gymnasiums 187 6. 4". 

Miscellanea critica, im Osterprogr. desselben Gymnasiums 1880. 4°. 

Lycophronis Alexandra rec. Berolini 1881. S^. 

Im Rheinischen Museum tür Philologie B. 23, Heft 4 
und B. 24, Heft 1: Zu Hesiods Theogonie; B. 34, H. 2, 3 : Die 

Ueberlieferung von Lycophronis Alexandra. — Revidirt. 

1858a) Seheffer, Friedrich Wilhelm Ernst Gotthold, 

geb. 1814 in Colberg hatte bis 1869 seinen Wohnsitz in Altona, 

in diesem Jahre bei der Organisation der Regierung nach Schleswig ver- 
setzt, trat als Regierungs- und Baurath zum 1. November 1882 in den 
Ruhestand. 

*Schelter, Heinrich Adolf T h codor Rudolf, geb. 26. Febr. 
1855 zu Altona, besuchte dort und in Sclilgswig das Gymnasium, studirtü 



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211 



Medicin, 18S1 in Kiel Dr. med., Assistenzarzt an der Flensburger 

Diakonissenanstaltf trat als solcher sum 1. Mai 1^84 zurück und widmet 

sich seit der Zeit der Privatpnuds. 

Beitrag zur Statistik der moditicirten Linear-Extraction. Inang.-DiBs. 
Kiel 1881. 8«. 

*8cliefferS9 A. C. F., Architect, vom October 1868 bis 1875 

DirecCor der Altonaer Sonntagsschule, darnach Professor an der Akademie 

der bildenden Könste in Leipzig. 

Die Altonaer Sonntagsschulc. Jahresbericht mit vergleichendem 
Rückblick. Altona 1872. 8<>. 

Er ist auch Verfasser des ,f Handbuchs des bürgerlichen und länd« 
liehen Hochbauwesens mit besonderer Berücksichtigung der Bau-Con- 
sliactionslehre*\ Leipdg, Seemann, 1 86 1 flf., sowie der „Architektonischen 
Forraenschule , eine praktische Aesthetik der Baukunst zum Gebrauche 
lür Baugewerbschulen, Bauhandwerker und Architecten". Abth, 1 — 3. 
l^ipzig 1862 ff, 

*Se]ieib1ert Karl Alexander Michael, geb. 29. September 
1843 in Kl. Peterwits, Kr. Wohlau, Schlesien, gebildet auf der k. Schul- 
anstalt in Bunzlau und im Seminar in Steinau a. O., seit Mich. 1863 

angestellt, gegenwärtig 1. Klassenlehrer der zweiten Knaben - Vt)Jksbchulc 
in VVaiidsbeck. 

Zwölt deschichten für die Jugend erzählt. Hamburg, J. F. Richter, 
1878. 8«. 

Ausserdem zahlreiche Aufsätze in pädag(^gischcn und anderen Zeit- 
schriften. — Revidirt. 

*8chellll0ni9 Karl Hermann, geboren 18Q8, Tondern'scher 
Seminarist« 4 Jahre Rector in Hennstedt, dann 9 Jahre Ober-Mädchenlehrer 
in Kappeln, Februar 1849 Kantor (Oberknabenlehrer) und Organist in 
Friedrichstadt, im Herbst 1873 peosionirt, starb in Friedrichstadt 11. April 
1883. — Vergl. schleswig-holsteinische Schulzeitung 1883, Nr. 17, 
Beilage. 

Kinzelne Beiträge zur schleswig-holsteinischen Schul- 
zeitung bis in die 70er und 80er Jahre. 

*Sch<^!lck, IjOuise, geb. in Klnishorn, 'loehter des verstorbenen 
Rechtsanwalt Sch. das., kam später nach Südamerika, wo sie (jelegenheit 
fand, sich mit der portugiesischen Sprache und den Sitten der Bevölkerung 
bekannt zu machen. 

Lose Blätter aus Brasilien. Hamburg, Grädener, 1885 8^ 

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S12 



S€liepel«ni — S€li«leU|r* 



(Einzelnes daraus im Hamburger Correspondentcn" v. 1S84 und 
in der Kieler Zeitung Nr. 10 391, 28. Dccemlx'r 1884.) 

^Sehepelern, Jens Bcrgendahl, geb. 28. September 1801 
in Friedericia — — war vom Januar 1820 bis 18. Nov. 1829 Secondc- 
lieutenant, bis 1834 Premierlieutenant im damaligen holsteinischen Infanterie- 
Regiment in Rendsburg; — - im ersten schleswig-holsteinischen Kriege 
commandiite er im Juli L84S das 1. dänische Reserve-Jägercorps, stand 
bald nachher mit dem 4. Linien-Infanteriebataülon auf Alsen und war 
April 1849 Voipostencommandeur im Sundewitt, nahm als Commandeur 
des t. dänischen Verstärkungs- Jägercorps 6. Juli 1849^ an der Schlacht 
bei Friederica und 25. Juli 1850 an der Schlacht bei Idstedt theil, 
Major 31. Juli 1849, 19. Aug. 1855 Oberstlieutenant und 27. Aug. s. J. 
Commandeur des 1 7. dänischen Linicn-Infantcrie-Hataillons, 10. Juli 185 7 
mit Pension entlassen, — Vergl. Krslew III, S. 42 f., Suppl. III, S. 38/39. 

Aus dem Schriftcnverzeichniss wäre hier zu nennen: Dänische 
Grammatik liir Deutsche. Altona 1831. 8^ 

*Scheppi^, Richard, geb. 17. November 1845 zu Sonders- 
hausen, studirte 1864/65 erst Jura in Heidelberg, dann Philologie und 
Geschichte bis Ostern 1868 in Leipzig, Berlin, Halle, 10. Januar 1869 
Dr. philos. in Halle, wo er im August 1870 auch die Prüfung pro fac. 
doc. bestand, dann Lehrer am Fellenbei|r*scben Insdtut zu Hofwyl bis 
Sommer 1871, dann in Genf, seit Anfang 1872 in London, thätig für 
Spencers descriptive sodology, Ostern 1876 an der Realschule in Kiel, 
5. October 1880 Oberlehrer. 

De Posidonio Apamensi diss. inaug. Halle 1869. 8*^. 
In Spencers descriptive Sodology Nr. 2 : Ancient Mexicans, Central- 
Americans and Peruvians. London 1874. 

Die Bewegung der Geschichte, Rede bei der kaiserl. Gebuitstags- 
feier, im Progr. der Realschule. Kiel 1883. 4^ 

1859) Seherk, Heinrich Ferdinand, geb. 27, October 1798 
zu Posen — — erhielt in Bremen 1868 in Anlass gehaltener öffent- 
licher Vorlesungen von seinen Zuhörern einen mit einuui Lorbccrkran/, 
umwundenen silbernen Pokal, feierte 17. August 1873 daselbst sein 
SOjähriges Doctorjubiläum, starb in Bremen, wo er in den letzten Jahren, 
von einem Augenleiden befallen, im Ruhestande lebte, fast 87 Jahre alt, 
4. October 1885. 

1861) Sehetelig, Georg Conrad Wilhelm, geb. 10. xNovbr. 
1799 in Husum erhielt 25. October 1875 bei der Feier seines 



njni*'-.--ci by G«.j 



Sehetelig - Schiff. 813 

50jährigen Amtsjubiläutns den Kr.-O. 3. Cl., trat vom Pastorat in Bors- 
fleth 1, Oct« 1878 in den Ruhestand, starb in Hamburg 8. Dec. 1879. 

1864) Sehetellg, Karl Friedrich Arnold, geb. in Heide 

im Januar 1868 aus China, wohin er als Artt gegangen war, 

zurück, dann . • . 

*Scheving, Benedict Gudmudsen, geb. 12. April 1807 auf 
Island — - — vom 9. Februar 1836 bis 7. August 1846 rredigor auf 
der Insel Ron^o . . . N'orgl. I'.rslew II. 3. S. 43 und SuppJ.-B. 3, S. 40 f. 

1864 a) Schilt, Ii.' rill an 11 David, geb. 1. Mai 1801 in Ham- 
burg, — — starb in Hamburg 1. (nicht 2.) April 1867. — Vergl. über 
ihn noch Lexikon der Hamb. Schriftsteller B. 6, S. 522 f. 

Von Schriflen sind dort noch angeführt, die im Hauptwerk fehlen: 
Höllenbreughel. Novelle. Leipzig 1826. 8". 

I*umpauf und Pumprich. Eine Novelle. Zerbst 1826. 8*. 

Heinrich III und sein Hol, lüstorisches Trauerspiel in 3 Aufzügen 
nach Alex. Dumas: im Bühnen-Repertoir des Auslandes, hrsg. von 
L. M. Both, B. 4, Nr. 27. Berlin 1830. 8*. 

Das Eiendsfell. Drei Novellen nach Balzac (das Elendsfell, die 
Herzlose, die Gutherzige). Berlin 1832. 8*. 

Das April-Mährphen oder der geßlhrliche Harnisch. Phantastisches 
Lustspiel in 4 Aufzügen, in Gubit/. Jalubuch deutscher Bühnenspiele 
Jahrg. 11. Breslau und Berlin 1832. 8^ 

Der Graf und der Bürger. Trauerspiel in 4 Au&ttgen, in dem- 
selben Jahrbuch Jahrg. 12. Das. 1833. 8^ 

Varinka oder die rothe Schenke und die drei Nüsse, unter dem 
Namen Clement Brentano. Zwei Volks-Erzählungen. Berlin 1834. 8**. 

Luilschlösser. Hamburg 1851. 8^ 

Redigirte im Jahre 1852 zu Altona den Vetter Michel, der aber 

nach einigen Nnniinern verholen wurde. 

Gab seit Anfang I)ec(?ml)cr 1854 heraus: „Der freie Hamburger." 
Die Waise von Tarnaris. Hamburg 1855. 8". 

Novellen- IJouquet, gesanmielt und zum Besten des Verfassers heraus- 
gegeben von Fr. Willibald Wulff. Hamb. 1858. 8». 

Der Hamburger Michel ist kein Reform-Schmierer u. s. w. Haupt- 
exppdition J. F. Kaysers Buchdruckerei. (Hamburg! 1860. S^. 

Die im Hauptwerk angcfiihrt(;n Novellen : 1) das verkaufte Skelett 
nebst Anhang: Corollarium 1: Carl Gutzkow's jüngste That, 2) die 
wilde Rabbizin und 3} das koschere Haus bilden B. 1, B, 4 und 
B. 6 der „israditischen Novellen". Hamb. 1866. In demselben 
Jahre erschien auch die im Hauptwerk zuletzt angefittirte Caprice: 
Mondstttck. 



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214 



V. Sehttden — Stclitnkel. 



1867) V. Schilden, Hermann L,, geb. 1789 — — verkaufte 
den adl« Meierhof Horst mit dem angrenzenden Bundhorster Meierhof 
Ludwigslust 1855 an C. v. Destinon auf Grönwohld, starb in Hamburg 
U Mai 1868. 

1869) ScljÜh'r, Georg Julius, geb. zu Ahrcnsböck — — 
noch Arzt in Oldenburg. 

* Schilling, Nicolaus Heinrich, geb. 1826 zu Ncuendcich 
bei (jliickstadt, Sohn des Joh. Sch., damals Lehrer das«, und der Margarethe 
geb. Ehlers, ward 1857 Inspector bei der Gascompagnie oder der öffent' 
liehen Beleuchtung in Hamburg, ging am 1. Mai 1859 als Director der 
Gasbeleuchtnngsgesellschaft nach München, wo er honoris causa von der 
philosophischen Facultät zum Dr. creirt wurde (um 1879 f?). — Vagi. 
Lexikon der Hamb. Schriflsteller B. 6, S. 528 f. 

Redigirte mit A. Srhcls Journal für ("Gasbeleuchtung und verwandte 
Beleuchtungsarten, Monatsschrift, Jahrg. 1, 1858 (vom 4. juU bis 
Decomber Nr. 1 — 6) und Jahrg. 2, 1859, darauf allein Jahrg. 3 ff. 
(der Jahrg. 14 hat den Titel: Journal fiir Gasbeleuchtung und Wasser' 
Versorgung, Organ des Vereins von Gas- und Wasserfachmännem 
Deutschlands und seinen Zweigvereinen und des Vereins fUr Mineralöl- 
Industrie)^ München 1858 ff. 

Handbuch für Steinkohleogas- Beleuchtung. Mit einer Geschichte 
der Gasbeleuchtung von Fr. Knapp. Mit 42 Tafeln. München 1860. 
2. Aufl. mit 70 Steintafeln und 310 in den Text gedruckten Holz- 
schnitten das. 1866. 3. Aufl. das. 1879. 4^ 

In's Französische übersetzt : Traite d'eclairage par le gaz. Traduit 

de Tallemand pas F'd. Servier. Onvrage arcniTi])agne de 70 planches 
colces et de 310 figiires dans Ic texte, ib. 1868. gr. 4". 

Statistische Mitiheiinngen über die Gas-Anstalten l)eutsch1;in<Is, der 
Schweiz etc. 2. AuM. Miinelien 1868. 3. Aufl., herausgegeben von 
Lothar Diel (SuppJement zum Journal lür Gasbeleuchtung) das. 1879. 8". 

*TOn Sebinimelmanily Ernst Heinrich Graf, hätte als Besitzer 
des adel. Fideicommis-Guts Ahrensburg von L. & Sehr, berücksichtigt 
werden können. — Vergl. Erslew III, S. 49 — 51 und Suppl. III, S. 51. 

1871) Schinkel, (i-, geh. 18ül in Rabenkirchen — — Starb in 
Schleswig, wo er seit 1834 Lehrer am i'aubstummen-Institut war, Ende 
December 1867. 

1872) Hehiukel, Peter Nicolaus Krich Theodor, geb. 
6. September 1799 zu Rabenkirchen — — als Pastor und Lehrer auf 



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315 



der Hallig (Jröde 31. August 1875, zum 1. üctober desselben Jahres 
peasiunirt, starb 7. August 1880 in Flensburg. 

*Schiötz, Ludwig Theodor, geb. 4. September 1821 in 
Roesidlde, von November 1851 bis Ausgang Juni 1856 Lehrer der Natur- 
wissenschaften an der Volks-Hochschule in RiHiding. — Vergl. Erale» 
Supp]. DI, S. 64—65« Unter seinen Arbeiten findet sich: Berotning cm 
en botanisk Reise foretaget i Sommeren 1858 i Landskabet meUem SIesvig, 
Rendsborg og Edcemförde, samt paa Vesterhavs>Öeme Amrum, Fdhr og 
Sylt in den „videnskabelige Mcddclelser fra den naturhütoriske Forening 
i Kjöbenhavn" 1860, S. 117- 168. 

*Schirach, Gottlob Benedict (K. 292, L. & Sehr, Nr, 1020), 

geb. 13. Juni 1743 ta Holtzkirch in der Oberlausitz, gest. in Altona 

7. December 18Ö4. — Vergl. über ihn noch neues Staatsb.-Mag. B. 10, 

S. 483, Laukhard's Leben B. 2, S. 186. 

Von der von ihm mit Vorrede und Anmerkungen versehenen Ueber- 
Setzung des Quintüian v. Ph. C. IT. Henke, H^mstädt 1775, s. t. 
Lehrbuch der schönen Wissenschaften in Prosa, erschien eine von Jid« 
Billerbeck umgearbeitete Aufl. Das. 1825. 8^ 

1873) V. Schlrach, Karl Benedict, geb. 25. Mai 1790 in 

Altona — — ist in Nord« Amerika, in Davenport, wohin er 1855 aus* 

wanderte, nadi einer Ibfittheilung gestorben. 

Von ihm noch im N. Staatsb*'- Mag. B. 3, S. 363—438: Innige 
Worte Uber das bei uns geltende strafrechtliche Verfahren, — Im 
Archiv des Criminaliechts 1851: Ueber politische Verbrechen (auch 
separat Halle 1851. ^% 

Auch ist von ihm (anonym ersdiienen) Entwurf des allgemeinen 
Theils eines Strafgesetzbuchs für die Herzogthümer Schleswig und 
Holstein. Nebst dessen Motiven. Kiel 1840. 8^ 

Mit Nickels redigirte er die Jahrgänge 1838 bis 1840 der schleswig- 
holsteinischen Anseigen« 

1874) T« Schiraeh, Wilhelm Benedict. Nicht er, sondern 
Karl Benedict v. Schnrach (Nr. 1873) redigirte neben Nickels die Jahr- 
gänge 1838 — 1840 der schleswig-holsteinischen Anzeigen. Im Jahrg. 

183 7 sind die Red;i( teure aut dem 'l'itel nicht genannt und seit 1841 
sind Nickels und v. Moltkc die Redacteure. — Vergl. im Hauptwerk 
unter Jacob Nickels (Nr. 1 47 2j. 

^Sehirmer, Karl, geb. 1850 in Wettesingen, Kreis Wolfhagen, 
Regsbea. Cassel, vorbereitet auf Gymnasium in Cassel, stndirte 



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216 



Sehirron. 



Theologie und l'hilolcigif von Ostern 1867 bis dahin 1872, mit Aus- 
nahme der Zeit, wo er am Feldzuge 1870/71 theilnahm, in Marburg, 
Berlin und Leipzig, bestand in Marburg die Prüfung für das höhere 
Lehramt, absolvirte sein Probejahr am Gymnasium in Halberstadt, im 
U&a 1874 Dr. phil. in Marburg, in demselben Jahre Lehrer am Rends- 
buiger, später am Altonaer Gymnasium. 

Ueber den syntaktischen Gebrauch des Optativs im Gotbisdien» 
Inaug.-Di8s. Marburg 1874. 8^ 

*8elltrr6Il, Karl Christian Gerhard, geb. 20. November 
1826 in Riga, Sohn eines protestantischen Predigers das., studirtc 1844 
bis 1848 in Dorpat, habilitirte sich, nachdem er die Magisterwürde er- 
worben, 1856 als Docent für Geschichte, 1858 Dr. philos. und Prof. 
in diesem Fache daselbst, machte im Auftrage der Regierung und der 
kurländischen Kitterschaft wiederholt Studien in auswärtigen Archiven, 
wirkte, nachdem er auf einer grösseren Reise im Auslande die betretlende 
Einrichtung kennen gelernt hatte, bei der Organisation der amtlichen 
Statistik in Livland und den Nacbbarprovinzen mit, nahm im „Dorpater 
Tageblatt" 1862 — 1864 den Kampf für die deutschen Landesrechte 
gegen die Russificirung auf, ward Juni 1869 wegen seiner „livUtndischen 
Antwort" (Leipdg 1869) von der russischen Regierung abgesetzt, siedelte 
nach Deutschland über und ward 1874 Ptofessor der Geschichte in Kisl, 
eine Zeit lang (um 1875) Secretflr der Gesellschaft für schleswig*holstein- 
lauenburgische Geschichte, 1878/79 Rector der Universität, Inhaber des 
R. A.-O. 4. Gl. 

1) Nachrichten der Griechen und Römer über die östlichen Küsten- 
länder des baltischen Meeres. Riga 1852. 8". 

2) Zur Geschichte der schwedischen Universität in Livland, in: 
MitÜieflungen aus dem Gebiete der Geschichte Liv«, £st- und Kur- 
lands B. 7, Heft 1, Riga 1853. 8**. 

3) Der Verfasser der livländisdien Reimchronik, aus den Mit" 
theüungen aus der Jivländischen Geschichte B. 8, Riga 1855. S*'. 

4) Der Njandscha und die hydrographischen Merkmale Afrikas. Ab- 
handlung zur Erlangung der venia legendi. Riga 1856. 8^ 

5) Die Wandersagen der Neuseeländer und der Manimythos. Ab- 
handlung zur Erlangung der Magisterwürde. Riga 1856. S**. 

De ratione quae inter Jordanem et Cassiodorum intercedat com- 
mentatio inaugur. Dorpat 1858. 8». 

7) Das Vaterunser der Heruler als Plagiat CTwies«i, ans den Me* 
langes russes T. 3. Dorpat 1858« 8*. 



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Schirre«. 



8t7 



8) Beitrag zum Verstämlniss des Über census Daniac in Memoires 
de l'academie im», des sciences de St. Petersbourg Serie 7, T. 2, 
St. Petersbourg 18 59. 4". 

,9j Eia Heft einer rassischen Zeitschriii, in B. 1 der baltischen 
Monatsschrift. Riga 1860. 8^ 

10) Frau von Krüdener. Vie de Madame de Krudener par Charles 
Eynard, in demselben Bande der baltischen Monatsschrift, das. in 

dems. J. 

1 1) Nachricht von Quellen zur Geschichte Russlands vornehmlich 
aus schwedischen Archiven und Bihlidthekcn im ßulledn de Pacademie 
imp. des sciences T. 2. St. Petersbourg 1860. 4®. 

12) Quellen zur (icschichte des Untergangs liviändischer Selbst- 
stiiiidigkeit B. I S fauch B. 1 — 8 des Archivs für die Geschichte 
Liv-, Est- und Curlandsj und Neue Quellen' B. 1 — 3 oder Archiv etc. 
B. 9—lU Reval 1861^1885. 8'. 

13) Eyane Schonne hysthorie van vunderlyken gescheflfthen der heren 
tho lyfHanth myth den Riissen unde Tartaren. (Auch im Archiv für 
die Geschichte Liv-, Est- und Curlands B. 8«) Dorpat 1861» 8*. 

14) VenEeichniss liviändischer Geschichtsquellen in schwedischen 

.Archiven und Bibliotheken. Dorpat 1861 — 1868. 4". 

15) M. J. Schleiden über den Materialismus (aus dem Dorpater 

Tageblatt 1864). Dorpat 1864. 8". 

16) Die Kecesse der livländischen Landtage 1681 — 17 11. Theils 
im Wortlaute, theils im Ausztige. Dor|)at 1865. 4'. 

1 7) Die Kapitulationen der livliiiidischen Ritter- und Landschaft 
und der Stadt Riga vom 4. Juli 1710 nebst deren Confirmationen, 
Das. 1865. 8". 

18j Der Codex Zamoscianus enthaltend Cap. l — 23, 8 der ürigines 
Livoniae. Dorpat 1865. 4^ 

19) 25 Uikunden zur Geschichte Livlands im 13. Jahrhundert« 
Dorpat 1866. 4^ 

20) I/ivländische Antwort an Juri Samarin. Leipzig 1869. S^, 

21) Beiträge zur Kritik älterer holsteinischer Geschichtsquellen, 
f^ipzig 187 6. 8'. 

22) Vebcr M.icchiavelli« Rede bei Antritt des Rectorats 5. März 

1878. Kiel 187 8. 4*. 

23) Nachtrag zu Bd. 1 3, Hell 1 der Mittheilungen der Gesellsch. 
für Geschichte und Alterthumskunde der Gstsee - Provinzen Russlands. 
Kiel 1882. S\ 

Ausser Beiträgen zu anderen Joumälen und Sammelwerken in 
Zeitschrift für Schleswig - holstein-lauenburgische Ge- 
schichte B. 7, S. 281 f.: Kleine Nachträge zur Kritik älterer 
holsteinischer (>eschichts(iuellen; B. 8, S. 297 f.: Alte und neue 
Quellen zur Geschichte Vicelins. 



I 



Iiis 8chl»ik1m - Sehleiden. 

1875) Schlaiki^T, Christian Heinrich, geb. 11. März 1824 
in Krkensiind - — 187 5 Kreisphysikus in Tündern, wo er 24. No- 
vember 1879 starb. 

1876) Sehlaikier, Friedrich Wilhelm, geb. 1. December 
1826 in Eckensand — • seit 1875 Kreisphysikus in Apenrade {das 
PhysUotsexamen hatte er im Jahre 1865 bestanden), starb in Apenrade 
9. December 1884. 

*Sehlalkier, Hans Peter, geb. SO. Juni 1822 m Eckensnnd, 
Bruder der vorhergcnannten, besuchte die Gelehrten-Schule in Flensburg, 
studirte Theologie in Kiel seit Ostern 1842, in Bonn von Ostern 1844 
bis Michaelis 1845, wieder in Ki(^l, exainmirt in Schleswig Ostern lö47 
(mit dem 1. Char.), 14. December 1847 Pastor in Atzerballig bis 7. April 
li>48 (aus dänischer Gefangenschaft 22. Vehr. 1849 entlassen), 24. Juni 
1849 Diaconus in Hadersleben bis 4. April 1850, 7. December 1850 
erster Lehrer am Segeberger Scliullchrer-Seminar bis 1. Ortober 1852, 
dann Seminardirector in Hildburghausen, 17. December 1865 Schulrath, 
17. December 1872 Ritter des herzogl. Sachsen-Emestinischen Haus- 
ordens 2. Q., 1879 des^. 1. Cl., seit 1876 vom Hersog ernanntes 
weltliches Mitglied der Landessynode, im September 1884 Oberschulrath 
und Leiter des Gelehrten- und Volksschulwesens des Herzogthums 
Meiningen. 

Gelegentliche Beiträge zu Zeitschriften (die aber nach des Ver- 
fossers Angabe keine Erwähnung verdienen). 

1876 a) Schlee, Georg Philipp Ernst, geb. 27. Mära 1834 

in dem kurhessischen Ort Ginnheini bei Fraukiuit a. M. — — 187 1 
Dircctor der 1873 zu einer combinirten Realschule 1. und 2. O. er- 
weiterten damaligen Realschule 2. O. in Altona, 18. Januar 1886 Inhaber 
des R. A.-O. 4. Cl. 

V{)n ihm noch in den Verhau dl u n L'en der ersten 1") ire cto ren - 
Versammlung der Provinz Schleswig-Holstein, Berlin 1880, das 
Correterat zu dem Referat von Gidionsen, welchen vergl. 

Vollständiges Vocabnlarium /um Cfisar, in etymologischer Anordnung 
eingerichtet zum Nachschlagen und zum Ausvveudiglernen. Nebst einer 
Sammlung von lateinischen Beispielen und einer Zusammenstellung 
der Conjnnktionen zur Rcpetition der Syntax. Altona, Härder, 1881. 8®. 

^ tScllleideil t Andreas Benedict, geb. 12. December 177 5 
zu Lütjenhorn im Amte Tondern, Sohn von Matthias Jacob Schleiden, 
Kaufmann und Gutsbesitzer, und Anna Maiia geb* Langheim, studirte von 

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2t« 



1791 an Medicin in Kiel, Jena. Halle und Wien, wurde 18, September 

1799 zu Jena zum Dr. med. et chir. promovirt, dann praktischer Arzt in 

Hamborg, 1810 daselbst Arzt des Freimaurer-Krankenhauses, später auch 

des Gast- und Waisenhauses, 18. Juli 1821 Stadtphysicus, 19. September 

iSSO als solcher auf Ansuchen entlassen, starb 11. Mai 1853. ^ Veigl. 

Lexikon der Hamb. Schriftsteller B. 6, S. 550. Er ist der Vater des 

Botanikers Matth* Jacob Schladen. 

Diss. inaug. de athritide* Jenae 1799. 4*. 
Soll mit Dr. Jufins eine Uebeisicht der hamburgischen PockensQUche 
in den Jahren 1823 — 25 herausgegeben haben. 

* Selileldeil 9 Jacob, geb. 13. März 1773 tu Rödemis bei Husum, 

Bruder von Andreas Benedict Schleiden, studirte die Rechte und wurde 

20. Juli 1795 nun Dr. jur. promovirt, dann praktischer Jurist in Hamburg, 

Consulent und Protocollist des Collegii der Bürger - Capitäne seit 1805 
bis 1814. von 1835 — 1837 im Ehrenamt rerhtsgelehrtes Mitglied des 
Aemtergerichts für Znnflstreitigkeiten, spiiter Mitglied der am 14. I)(;cbr, 
1843 eingesetzten Rath- und Bürgercommission zur Prüfung und Ver- 
besserung des Hypothekenwesens, starb in Hamburg 5. Mai 1852. — 
Vergl. Hamb. Schriftsteller- Lexikon B. 6, S. 553 — 555. 

Defensionalis in Sachen Fiscalis in criminaJibus ex officio in(|uirentis 
und ])einhchen Anklfigers wider Johann Georg Rüsau. (Hamburg 
1804.) 8«. Vergl. darüber a. o, angef. O. 

Gab heraus die neueste Auflage des W erks : Verzeichniss der 
Succession sänimtlicher Colonelherren ndrr (Christen, Colonelbürger 
oder Obristlieutenants und Ca[)itains (der vormaligen Hamburger 
Bürgerwache). Hamburg 1805. 4". 

Bemerkungen über die jcL/ige Kinrichtung der Eimjuartirung in 
Hamburg u. s. w. Das., gedruckt von Conrad Müller, im April 
1808. 8". Vergl. darüber a. o. angel. U. 

Ursjjrünglicher Plan des Herrn H. D. Schädtler zur Errichtung eines 
Liquidationsvereins mit einer Einleitung. Das., bei Erie, 1832. 8**. 

Noch einige Worte über die Angelegenheit des unterirdischen Siehl- 
baues in specieller Beziehung auf die Competenzfrage etc. Altona, 
Hammerich und Lesser, 1843 (im Juli). 8^ 

Sendschreiben an meine Mitbürger zur Beleuchtung des von dem 
Herrn H. B(aumeister) Dr. herausgegebenen Voti über die vermeint- 
liche Competenz der Rath- und Bürger-Deputation zur einseitigen An- 
nähme und Ausführung des Lindley'schen Siehlbauplanes. Altona, 
bei denselben, 1843 (im September). 8^ 

Schlusswort in der Siehlbau-Angelegenheit etc. Das. 184i. 8^ 



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SSO SohleideB Sclileisii«r. 

Wünsche und Vorschläge zu der beabsichtigten Verbesserung des 
■ hiesigen HyiA.iiickcn-Wesens. Hamburg 1844. 8". 

1879) Schleiden, Rudolf, geb. 22. Juli 1815 auf Ascheberg 

bei Plön — — Abgeordneter zum norddeutschen , bezw. deutschen 

Reichstag 1867 — 187 4, lebt in Freiburg i. Br, — Vergl. Moniteur des 

dates im Hauptwerk und im 1. Suppl. 

Noch von ihm: Reise-Erinnerungen ans den Verein. Staaten von 
Nord - Amerika. New- York, E. Steiger, 1873. S«. S. New- Yorker 
belletristisches Journal 1873, Nr. 16, 5. 2$6, 

Zur Frage der Hestcnujrung dus 'l'ab.icks. I.cip/.ig, Hirth, 1878. 8^ 

Die Disciplinar- und StrafgcwaU parluniciilarischer Versammlungen 
über ihre Mitglieder. Heft l, 2. Berlin, Springer, 1879. 8'. 

Beiträge zu diversen Zeitschriften, u, a. tm (Augsburger) All* 
gemeinen Zeitung 1876, Mai, Besprechung von Frbdrich Kapp 
„Aus und über Amerika". 

^Sohleisner, Peter Anton, geb. 15. Juni 1818 in Lyngby, 

auf Seeland, besuchte „Borgcrdydskolen** auf Christianshavn, studirte seit 

1835 Medicin an der Universität in Kopenhagen, examinirt im Herbst 

1842, von 184,3 — 1847 Candidat am allgemeinen Hospital, auf Ver- 
wendung des (icsundheitscollegiums vo;i 1847 bis September 1848 auf 
Island, 23. Juni 1849 Dr. med., darnach bis 1851 auf einer wissen- 
schatUichen Reise im Auslande, 1. Juli 1851 Districtsarzt im 5. Haupt- 
district des Kopenhagener Armenwesens, nahm im September 1852 an 
dem hygienischen Congress in Brüssel theil, 9. Februar 1853 Medidnal- 
inspector itlr das Hezxogthum Schleswig in Flensburg, auch wirkl. Justis- 
rath, 6. October 1853 R. v. D., nahm im Juli 1858 am hygienischen 
Congress in Kopenhagen theil, im März 1864 als Medicinalinspector ent- 
lassen, darnach Stadt-Arzt in Kopenhagen. — Vergl. Erslew Suppl. B. 3, 
S. 68 — 70, wo u. a. auf das Schwarzbuch über die dänische Missregierung 
im Herzogthum Schleswig Heft I v, j. Rüppel und j. Bockendahl ver- 
wiesen ist. 

Von seinen Schriften sind hier anzuführen : Island undersögt tra et 
Irr-gevidenskabeiigt Standpunkt. Kjtibenhavn 1849, welche Unter- 
suchung l>enutzt ist in der von Asnius Julius Thomas Thomsen 
(Nr. 2164 im Hauptwerk dieses Lexikons) verfassten und dort unter 
Nr. 5 angeführten Schrift: Ueber Krankheit und Krankheitsverhältnisse 
auf Island und den Far6er, Schleswig 1855. 

Til Belysning af Preussernes og Oesterrigemes Adfjerd i SIesvig. 
(Efter en paa Stedct fort Dagbog) d. 15. Marts 1864. Trykt som 
Manuscript. (Kbhn.) 8". (Anonym.) 



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ii iii i • • ■ II I 



Schlemm — Schlesinger. 



ISSO) Schleilllllt Anton Leonhard Ernst, geb. 6. laiuiar 
1833 in Altona, Sohn des am 2(>. \ vrtnber 1869 zu Niendort ge- 
storbenen Arztes Dr. Heinrich Friedrich Juhus Schleinm und der Henriette 
VVilhelmine geb. Lücke, besuchte das Gymnasium in Altona, studirte 
Medicin in Kiel, Jena und Lci[)zig, wurde 24. October 1862 in Kiel 
mit der im Hauptwerk angelUhrten Dissert. : NonnuUa de musculoram 
cucularis et serrati (nicht serveti) antici majoris iiaralysi zum Dr. med, 
et chir. promoviit, praktistrte bis 1870 in Altona, seitdem in St. Pauli, 
Hambuig, wo er auch Armenant für den 1. und 2, District. — Vergl. 
Leidkon der Hamb. Schriftsteller B. 6, S. 558^559. 

*Schlepper, Heinrich, geb. I. Januar 1827 in Lüchow, Rgbz. 
Lüneburg, verlebte seine Jugcntl in ('eile, besuchte das Seminar in 
Bremen und später das Hauptsemmar in Hannover, wurde nacli mehr- 
jähriger i'hätigkeit in Volksschulen und höheren Privatschulen in Bremen 
Ostern 1855 Lehrer am Gyinnasium in Göttingen, kam 1857 als Seminar- 
lehrer nach Lüneburg und 1861 als Lehrer an der Stadtschule und Vor* 
Steher einer Privat -Töchterschule nach Lauenhuig a. d. K., von wo er 
Michaelis 1874 in die Stellung als Schulinspector für die evangelischen 
Borgerschulen nach Hüdesheim kam. 

Fibel mm Les«Mi und Schreiben. Nach dem Lautbestandc der 
Silben und den Schwierigkeiten der deutschen Lautbezeichnung ge- 
ordnet. (1. Aufl.) I^nebuig 1860. 11. Aufl. Hildesheim 1885. 

Schreiblesefibel (1. Aufl.). Lüneburg 1860. 6. Aufl. Hildesheim 1882. 

VVandfibel zu den vorstehenden beiden Fibeln. (1. Aull.). Lüneburg 
1866. gr. foL 

Ucber die Anwendung der ersten Leseübungen. Lüneburg 1866. 

Zur Cieschichte der Stadt Lauenburg a. d. E. Lauenburg, Rudolf 
Domine, 1881. 8». 

Lehrplan für die evangelischen Bürger- und Volksschulen zu Hildes- 
heim. Hildesheim, Gebr. (Jerstenberg, 1884. 8**. 

War Mitarbeiter am Lesebuch für mehrklassige Volks- ün<\ Bürger- 
schulen , in 3 Theiien (neben Dorenwell, Henckel und Voiimar . 
3. Aufl. Hannover 1883, und neben denselben am Lesebuch lür 
Volksschulen, in 2 Theiien. Hildesheim 1879. 2. Aufl. das. 1882. 
— Revidirt. 

* Schlesinger, Joseph Isaac, geb. in Rudkjöbing auf Lange- 
land, war in den 30 er Jahren Escadronschirurg beim holsteinischen 
Lanzier-Rogimcnt in Uadersleben, vom 25. Januar 1835 mit dem Charakter 



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388 



Schlichtiiig. 



als Bataillons - Chinifg, wurde l. Juli 1842 Untexant beim damaUgen 
16. Linien-Infanterie- Bataillon, starb im Juli 1S46 in Rendsburg, — 

Vergl. Krslew III, S. 65. 

Sectio caesarea und ihre Seltenheit in Uüiicmark, in Plaflfs „Mit- 
theilungen etc." 1837 H. 7 und 8, 3. 61—76 (dänisch in Bibliothek 
for Laeger 29, S. 285—300). 

188i) SchliClltiug ^ Marcus, geb. 7. N()\ciTil)er 1804 zu 

Stiesholz im Kirchsp. Satrap in Angeln ergriß 1842 mit einigen 

Freunden die Initiative zur Zusammenfassung -der Einzelconferenzen im 
Lehrerstande zu einer Central-Conferenz und trat 1850 an die Spitze des 
allgemeinen schleswig-holsteinischen Lehrervereins, der sich 1852 wegen 
der politischen Verhältnisse unter seinem Einfluss in einen allgemdnen 
holsteinischen Lehrerverein verwandelte, war ebenfalls unter den Cnra- 
toren der holsteinischen Lehrer- Wittwen- und Waisen-Kasse, — — 1867 
Mitglied des preussischcn Landtages bis 1870, seit 1873 Lehrer, seit 
1874 Oberlehrer an der aus der höheren Knabenschule (Jigtiuisirten 
Realschule in Kiel, erkrankte im Spätsommer 18 74, im October 1874 
SOjähriger Amtsjubilar, Ehrenmitglied des schleswig-holsteinischen I.ehrer- 
vereins, starb 6. März 1875, Abends 9 Uhr. Ein Denkmai auf dem 
Grabe von Collegen, Schülern und zahlreichen Freunden im Octbr. 1876 
errichtet« — Nekrologe, in vielen Blättern vom März 1875, namentlich in 
der Kieler Zeitung Nr* 4428 bis 4430, schleswig-holsteinische 
Landeszeitung 1875, Nr. 56, Rendsburger Wochenblatt 1875, 
Nr. 20, Kalender fUr deutsche Volksschullehrer 1880, herau^g^. vom 
Ausschusse des deutschen Lehrervereins, Wittenberg 1880, S. 1-^35, 
mit Porträt (von A. P. Sönksen), in den Schriften des naturwissenscfaaft- 
liehen Vereins für Schleswig-Holstein B. 2, S. 236 f. 

Von den chemischen Versuchen einfacher Art (1. Aufl. Kiel, 
Homann, 1861 s. im Hauptwerk) erschien 3. Aufl. 1871, 4. Aull. 

1873, 5. Aufl. 187 5, 6. Aufl., bearbeitet von A. Wilke, mit 16 Ab- 
büdungen in Holzschnitten, 1880. 

Noch von ihm : Erd- und Völkerkunde in Bildern und Zusammen- 
stellungen. Th. 1 ; Europa nebst Darstellung allgemeiner geographischer 
Verhältnisse. Mit Vorwort von G. Karsten. Leipzig, Brockhaus, 

1874. (Mehr ist nicht erschienen.) 

Sefne Beiträge lur die schl e s w. - h ols t. Schul-Zeitung, die 
Kieler Zeitung u. a. Blätter, auch für di^ Mitthe i 1 un gfen des 
ualurwisseuscliaftlichun \'ereins wurden seit 1867 fortgcset.iL, u Ii. in 



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Schlömer — Schlotterbeek. 



S28 



letsteien 1868, Heft 8 mit Fack: Die Grenzlinie swiachen dem Ge- 
biete des Hügellands und der Sandebene in Schleswig-Holst. 

1882) Schloiner, Johann Friedlich Wilhelm, geb. in Wesselburen 

— wo er noch als Ai/.L piaktisirt. 

1883) Schlotterbeek 1 Bernhard Christian Marius, geb, 
15. December 1825 zu Schleswig — — seit August 1850 noch Lehrer 
in Wismar* 

Noch von ihm: Theoretisch-praktisches Handbuch fiir den Untettfeht 
im ersten Schuljahre. Für angehende Lehrer und Enieherinnem 
3 Hefte. Wismar, Hinstorff, 1868. 8^ 

Aufgaben für das Kopfrechnen. 1. und 2. Heft. Schwerin, Hildebiand, 
1868. 2. umgearbeitete Aufl. 1873/74. 

Kleine Schulgcngraphie. Heimathskunde der Grossheneogthümer 
Mecklenburg. Schleswig, Schulbuchh. 1869. 8^ 

Aufgaben für das praktische Rechnen in Heften. Schwerin, Hilde» 
bland, 1865 IT. in wiederholten Auflagen. (Der Hefte sind 10 wie 
bei dem sub Nr. 6 im Haut)twerk angeftlhrten Rechenbuch. Auch 
erschienen Antworten dazu.) 

Cominentar zu Heft 5, 6 und 8 a des neuen mecklenb. Rechen- 
buchs. Das. 1868. 

I3as metrisdie Mass und Gewicht» firläuterungen und Aufgaben 
für dasselbe etc. als Ergänzung des neuen mecklenb. Rechenbuchs. 
Das. 1869. 8«. 

Handbuch für den Verkehr mit den neuen (metrischen) Massen und 
Gewichten. In 4 Abthfilungen. Fiir das Bedürfniss des praktischen 
Lebens. Cismar, llinstortf, 1871. 8". Kleiner Rechenknecht tiir den 
täglichen Verkehr niit der neuen Münze und den neuen Massen. 
2. Aufl. Das. 1S80. S'\ 

Quadraüiguren. Eine Spielgabe für kleinere Kinder. Stuttgart, 
Eger & Distler, 187 1. qu. 4". 

Rechenbuch für die Oberclassen der Volksschule. "Schwerin, 
Hildebrand, 187 3. 8", Mit Antworten. 

Einfache Gleichungen 1. Orades nebst Anleitung zur Lösunf( der- 
selben und einer grossen Zahl von Uebungsaufgaben. Mit Anhang: 
Leichte quadratische Gleichungen. Wismar, Hinstorflf, 1876. 8°. 

3 Rechentabellen. Das. in denselb. J. Imp, foL 

3 Hefte für das schrittliche Rechnen. Zum Gebrauche fiir einfache 
Schulverhältnisse. Das. 187 9 fT. mit Antworten. 

Knackmisse für Freunde des Rechnens. Langensalza, Schulbuch- 
handlung, 1880. 8». 



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Schifiter - Schnutrje. 



Orthographische Uebungen. Nach den für die preussischra Scholen 
vorgeschriebenen Nonnen zusammengestellt f Or die Hand der Schüler. 
2 Hefte. Das. 1882. 8". 2. Aufl. s. t.: (»rundlegendes Wörterbuch 
zur neuen deutschen Rechtschreibung. 1S85. 

1050 Rechenaufgaben aus Schule und I^ben. Langensalza 1883. 8". 

Friedrich Franz II, Grossh. von Mecklenb.« Schwerin, Gedenkbüch« 
lein für Mecklenburgs Volk und Jugend. Schwerin, Hildebrand, 1883. 8^ 

1884) Seil Hit er, Adolph Karl, geb. in Pinneberg, Sohn des 

Licendaten der Mediciii Aug. Marc. Diedr. Schlüter, der seinerseits 
4. October 1878 in Pinneberg sein SOjähr. i )ienstjubiL'ium feierte und 
1. März 1880 starb, — — noch als practisirender Arat in Altona. 

1886) Sehmahl, Heinrich Christoph Ehrenfried, geboren 

20. October 1827 in Wandsbeck seit 2. Juni 1864 Organist an 

der Hauptkirche St. Jacobi in Hamburg. — Vergl. noch das I^xikon 

der Hamb. Schriftsteller B. 6, S. 589—591. 

Noch von ihm : Die Orgel in der KtrchhofS'Kapelle der St. Jacobi- 
Kirche in Hamburg. Hamburg, Commiss» bei G. £. Nolte, 1869. 8*^. 

Nachrichten über die Entstehung, Veigrösserung und Renovining 
der Orgel in der St. Catharinen^Kirche in Hamburg. Das., Commiss. 
bei Heim. Griining, 1869. 8^ 

Die Ofgel in der Kirche zu Wandsbeck. Das., Commiss. desselben, 
1869. 8«. 

Der Umbau, die Renovation und VergrÖsserung der Orgel in der 
Kirche zu BUlwerder an der BiUe. Das. 1870. 8^ 

Die Anbahnung und Ausführung des Oigelbaues in der St. Johannis- 
(Norder-) Kiiche zu Altona. Das., G. E. Nolte, 1873. 8**. 

Die .von den Orgelbauern Marcussen & Sohn in Apenrade neu er- 
baute Orgel in der Kirche zu Alt-Rahlstedt beschrieben. Das* 1880 8'*« 

1887) Scbmarje, Claus, geb. 13. März 1815 in Averlack, 
Krchsp. £ddelack, bauchte das Seminar in Tondern von 1834 — 37, 

wurde 1838 als Districtsschullehrer in Hohenrade bei Pinneberg, 1840 
in Moorrege bei Uetersen, 1856 als Hauiitlchrer und Küster in Friedrichs- 
koog bei Marne angestellt, trat zum 30. September 1885, mit dem Adler 
des Hausordens dckorirt, in den Ruhestand und lebt seitdem als pensÄonirter 
Lehrer in Flensburg. 

Das s. Nr. I im Hau[>twerk angeführte Spruchbuch, zum Besten 
der von Pastor Ahrens gegründeten Pensionsanstalt liir abgegangene 
Lehrer herausgegeben, erschien 1843 und in der 3. Aufl. vereinigt 
mit Luthers kleinem Katechismus. 7. AuÜ. Kiel 1862. 12'. 



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Sdiniuje. 

Vom Gebetbuch iiir Schule und Haus (s. im Hauptwerk Nr« 3) 

erschien 10. Aufl. Schleswig 1868. 8®, 

Beitrage auch zu Carstenn*s Jugend - Almanach. In der Schrift 
f^Dintcr und Harms ' ein Autsatz „Für Harms, nicht gegen Dinter". 
— Die in Hohenrade auf Subscription angekündigten Gedichte sind 
nicht erschienen. Seine ersten Gedichte erschienen 1838 in dem 
Itzehoer Wochenblatt* — Revidirt. 

*Se]imarjet Otto Heinrich Johannes, geb. 21. März 1842 

zu Moorreggc, Kreis Pinneberg, Sohn von Cl. Schm. (Nr. 1887) und 

Bruder von Wilh. Theod. Jul. Sciuii.. Mich. 1862 Segeberger Seminarist, 

exam. Mich. 1865 (1. Char.), war von 1865 68 Kantor und Ober- 

knabcnlehrer in Heide, wurde dann als Lehrer an die Knabenoiittelschule 

in Altona versetzt und ist seit 1885 Rcctor dieser Anstalt. 

Gründete und rcdigirtc im Verein mit G. Tönsfeldt die pädagogische 
Wochenschrilt fiir den Norden Deutschlands. Altona, Mentzel, 1869 
bis 1871. 8». 

Im Anschlüsse " an die Wandbilder für Schule und Haus von 
J. Theodor Schultz: Handbuch für den ersten weUkundlichon Unter» 
rieht. Huuiburg, Schönwandt, 1S7S. 8". 

(iarland of English poesy. Ausgewählte Gedichte zum IJebersetzen 
und Memoriren für die Unter-, Mittel- und Oberstufe, nebst einem 
Wörterbuch. Altona, Uflacker, 1879. 8". S. schlesw.-holst. Schul- 
zeitung 1879, Nr. 11, S. 60. 

Führer durch das östliche Holstein und die schönsten Gegenden 
der Ostktiste Schleswigs. Mit 1 EisenbahnkSitcben, 1 Routenkaite, 
2 Specialkarten und 2 Hauptkarten. Hamburg, Graedener, 1880. 12*. 

Touristen-Fühicnr durch den Sachsenwald und die Umgegend von 
Ratzeburg und Mölln. Mit 3 Karten. Das. 1881. 12^ 

Diverse Beiträge su dem in Neustadt 1869 — 71 erschienenen 
„Jugendboten**, zur schleswig-holsteinischen Schal- 
zeitung, 

Lieferte den Text zu J. Th. Schultz' Wandbilder für Schule und 
Haus. Hamburg, SchOnwandt, 1877/78. fol. — Revidirt. 

*Sclimarje, Wilhelm Theodor Julius, geb. 5. Juni 1844 
zu Moorregge, Krchsp. Uetersen, 5 Jahre als Zögling und l Jahr als 
Lehrer in der Erziehungsanstalt von J. Th. Schultz in Uetersen, von 
Ostern 1861 Elementarlehrcr in Oevelgönne, dann in Friedrichskoog bei 
Mame, Mich. 1862 Segeberger Scmuiarist, cxam. Mich, 1865 (2. m. s. 
r. A.), Hauslehrer, Lehrer in Brunsbüttel l)is Ostern 1868, darauf Lehrer 
an der Realschule, höheren Bürgerschule, in Sonderburg, machte 1870 

15 



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2^t> Schmeisser — ^hBiid. , 

deD Feldztig mit bis Mitte December, bestand das Examea pro schöla 
et rectoratti, 2. Januar 1872 Director der Fletisburger Fortbüdungsschale, 

aus welcher Stellung er später als I. hehrer au das ncugegrihulete vSeminar 

in Uetersen berufen wurde, 2 Jahre später Kector in Bergedorl und 1883 

Hauptlehrcr in Hamburg. 

Wandtafein für den unmittelbaren Schreibunterricht in höheren und 
niederen Schulen. Flensburg, VVestphalen, 1874. gr. lol. 

Methodik des Schreibunterrichtü. Mit 3 lith. Taf. in 4". Das. 

1876. 8". 

Rundschrirt fiir die Schule. Das. 1880. 2. Aufl. 1883. 4\ 
Posthctl für di(; Schule. Das. 1881. 4". 

Mi!thodischc \'ürlagen zum Schönschreiben in deutscher und 
lateinischer Schritt. 72 Blatt. Das. 1883. 8". 

Gcschättsaufsätze in kalligraphischer Ausiuhrung* 24 Blatt. Das. 

1883. 4». 

Schule der Rundschrin; für gehobene Volksschulen, Gewerbeschulen 
und höhere Lehranstalten. Heft 1 und 2. Hamburg, Grädener und 
Richter, 1884, 4® und VVandtatel dazu. Das. in dems. J. Irnj). fol. 

1890) Schinelhser, Johann Gottfried. Vergl. über ihn noch 
Lexikon der Hamb. Schriftsteller B. 6, S. 59S— 600. 

1891) T. Schmettaa» Leopold Samuel, geb Tochter- 

söhn von Friedrich Wilh. v. Schmettau (f 1755) 22. Febr« 1776 in 
Dänemark natoralisirt — nicht 1840, sondern früher (1830?) gestorben, 
kommt wenigstens als Ritter vom Grosskreuz des Danebrog-Ordens im 

dänischen Staats-Kalender von 1830 zum letzten Male vor. — Die im 
Hauptwerk angegebenen ErimuTungeu eines Greises im Preetzer Wochen- 
blatt 1838 und 1839 finden sich dort allerdings nach Maauscripten, aber 
wohl nach seinem Tode eingesandt. 

1892) Schmid) Andreas Christian Johannes, geb« 4. Jan. 

1815 in Tondem lebt nach seinem Abgang als Rath des Ober- 

appellationsgerichts seit 1. September 1867 noch in KieL 

Noch von ihm: Systematisches und alphabetisches General-Register 
über B, 1 — IS der neuen Folge des Archivs lUr Entscheidungen der 
obersten Gerichte. München und Leipzig 1881. 8*, 

*Sc]iinidf Andreas Christian Johannes, geb. in Kiel, 
Mediciner, 1869 in Kiel zum Dr. med. et chir* promovirt, praktisirt als 

Arzt (herzogl. Leibarzt) in Glücksburg. 

lieber den proiapsus uteri gravidi. luaug.-Üiss. Kiel 1869. 4*. 



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SelmiidAlEaai — Sdimidt. 



* Sehmidekani , Johaiines, geb. m I »Oldenburg a. d. K., Medicinor, 

1868 in Kiel zum Dr. med. et chir. proiiiovirt, zur Zeit practisirender 
Arstt in Blankenese. 

Kx] criincntelle Studien 2ur Physiologie des Gehörorgans. Inaag»- 

Ihss. Rie] 1868. 4". 

* Schmidt, Anders (fehlt im L. u. Sehr.), um 1818 SchuUehrer 
in Oster-Linnet in Töming-Lehn« — Vergl. Erslew III, S. 68. 

Nach dem Deutschen von G» F. Seiler: Gudelig I^sebog for Böm, 

ellcr Samtaler om Gud og Jesus, indeholdende Veiledning dl at laere 
Hörn tidlig at tenke over den christelige Religions almindelige (irund- 
sandheder. (ijennemseet og udgivet af C. J. Lodberg-Kxarup. Borris 
ved Ringkjöbiiig 1818. 

1899) Schmidt (von Lübeck), Georg Philipp, geb. in der 
Neujahrsnacht 1765/66 zu Lübeck, gestorben zu Altona 28« October 
1S49. — Veigl. über ihn noch Bippen: Eutiner Skizzen S« 243, H. Zeise 
in Meyn's Haoskalender fllr 1882, S. 81 f., J. F. Hach: Lübecker 
Blätter 1850. 

Die 3. A'ufi. seiner Gedichte erschien Altona 1847, noch von ihm 
selbst besorgt. Seine letzten Gedichte stehen in dem vom Lehrer 
C. Wagner, Schleswig 1848, herausgegebenen Jahrbuch schleswig- 
holsteinischer Dichter S. 141 — 145. * 

*Schnd4t) Heinrich Andreas Ludwig, geb* 17* Juni 1821 
auf der Hallig Hooge, Sohn des Pastoren A. W. Schmidt, trat in den 
Bureaudienst, 1842 — 1847 Gevollmächtigter auf dem Amdians zn Stein- 
burg, ein Jahr lang const. Kirchspielvogt der Kremper Marsch, bis Jan. 

1 869 im Oberpräsidialbureau Red acteur des Amtsblattes, dann Rechnungs- 
führer bei den akademischen Heilanstalten in Kiel, 18 74 commiss. Aedil 
und Quaestor, 1880 Rendant der Universität, starb in Kiel 6. Sept. 1882. 

*ScllIllidt9 Hermann Heinrich, geb. 3. Mai 1853 zu Assel 

bei Stade, wo sein Vater Pastor, wurde 1878 in Kiel zum Dr. med. 

et chir« poromovirt, Arzt in Wedel. 

Beitrag zur Statistik der modificirten Linear-Extiaction. InAUg.-DiBS. 
Kiel 1878. 4^ 

1905) Schmidt, Johann Friedrich Julius, geb. 26. Oct. 
182S in Eutin — — seit 18 58 Director der Sternwarte in Athen, er- 
hielt im März 1879 für sein Werk über den Mtmd (die Mondkarten) 
in Paris den grossen Preis (Volz)^ starb in Athen 7. Februar 18S4. — 
Im März 1884 wurde in Eutin die Errichtung eines Ucnkmals ihm zu 

15* 



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288 



ScluDidt, 



Ehren beabsichtigt. — S. über ihn noch : Generalbericht ttber die Thädg- 

kcit. der iiaLun.vis..enschaitlichcn Gesellschaft in Hamburg 1865, S. 34 
und 43, ferner den Nekrolog in den astronomischen Nachrichten B. 108, 
1884, Nr. 257 7, S. 128. 

Die s. Nr. 8 im Hauptwerk angeführten Beiträge zur physikalischen 
Geogra]>hi> von Griechenland, Athen 1864, stehen auch in den 
Publications de i'observatoire d' Äthanes 2. Serie, T. 1, 2. 

Noch von ihm: 9) Ueber Rillen auf dem Monde. I^i|}2ig, F. A. 
Barth, 1866. 4». 

10) Astronomische Beobachtungen über Meteorbahnen und deren 
Ausgangspunkte. Athen, Wilberg, 1869. 4^. 

11) Vulkan-Studien. Santorin 1866 — 1872, Vesuv, Bajae, Strom- 
boli, Aetna 1870. Mit 7 Beilagen in gr. 4®, Leipzig, Georgi, 

1874. gr. 8«. 

12) Studien über Erdbeben. Mit S Beilagen in gr. 4^ Daselbst 

1875. gr. 8^ 2. Ausgabe erweitert um die Beobachtungen bis zur 

neueren Zeit. Das. 1877. 

13) Charte der Gebirge des Mondes nach eigenen Beobachtungen 
in den Jahren 1840 — 1874 cntworlen. Herausgeg. aul Veranlassung 
und auf Kosten des k. preussischen Cultus-Ministeriums, 25 Blätter* 
Berlin 1878. foi. Erläuterungsband. Das. in dems. J. 4^ (Auch 
erschien eine kurze Erlätfterung. Das. in dems. Jahre. 4*.) 

14) Charte ttber die Mondlandschaft „Messier". (Aus Wochenschrift 
für Astronomie etc.) Halle, Schmidt, 1882. 8^ 

Fernere diverse Beitiäge zu den astronomischen Nachrichten 
bis 1884, B. 108, worin als letzter ein Aufsatz über Sonnenflecke, zu den 
Sitzungsberichten der k. Akademie der Wissenschaften, 
Wien 1863, 1864, 1868: Uebcr Feuermeteore (zum Theii auch 

separat erschienen); daselbst 1 867: Beobachtung der Meteore in der 
Narht des K^./14. November lSf4 /"('hrnfalls auch separat) und zu 
mehreren anderen Fach- und Sammelwerken. 

^Schmidtf Johann Hermann Heinrich, geb. 28« Januar 
1834 in Gadebttsch, Mecklenburg, besuchte 1852 das Gymnasium in 
Schwerin, lebte längere Zeit in Amerika, später Vorsteher emer Privat- 
Unterrichtsanstalt in Goldberg in Meckl^fibuig, in Rostock 184S7 Dr. philos., 
Mich. 1868 Hülfslehrer am Kaiser Wilhelms-Gymnasium in Berlin, 1869 
ordentl., 20. Juli 1872 zweiter ordentl. I^hrer am G3mrinasium in Husum, 
von wo er Micli. 18 73 nach Wismar versetzt wurde, Ostern 1881 erster 
Oberlehrer des neu errichteten Gymnasiums in Hagen, Westfalen. — 
Vergl. über ihn Nomenciator philologorum, Leipzig 1871, S. 509, 



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Schmidt. 



389 



l'cbcr die Synonymen des Schlafs in der griechischen Sprache, im 

Husumer Gymnasinl-( )ster-Progr. 1870, 4**. 

Homer als Kenner der Natur und treuer Darsteller, Gymnasial* 
progr. Hagen 1882. 4° 

* Schmidt, Johann Ludwig, geh. in den 9Ucr Jrthren des 
vor. Jahrh. zu Wildeshausen bei Bremen, war für die Massigkeitssache 
thätig, Gründer und Director des optischen Elb- und Weser-Telegraphen 
für Altona und Hamburg, der vom Hamburger Staat namhaft unterstützt 
wurde, dem abor nach der Verlegung der Hamburger Station vom Baum» 
hause nach dem Thurm des Postgebäudes die Eröffnung des electro- 
magnetischen Telegraphen am 15. October 1848 nachtheilig entgegen- 
trat, wollte am 4. August 1850 in Altona eine demokratische Volks- 
versammlung halten und zettelte, als dieselbe verboten wurde, Unruhen 
an. entfloh nach Bremen, ward dort verhaftet, in Altona gefangen ge- 
setzt, doch nach einigen Tagen freigelassen, starb am 29. September 
1854 in Oldenburg. Er war Ehrenmitglied der Hamburgischea Gesell- 
schaft zur Beförderung der Künste und nützlichen Gewerbe* — Vergl. 
Lexikon der Hamb. Schriftsteller B. 6, S. 613—615. 

Hier sind folgende Schriften von ihm anz-uführen : Erklärung des 
Bildes der Branntweins-Drache. Nebst einigen frommen Wünschen. 
Altona, Druck von j. C. F. Kniesch 1842 und das., Druck von 
Hammerich & Lcsser, 1843, dazu das von Speckter & Co. litho- 
graphirte Bild in qu. fol. 

Der Altonaer Bahnhof. Eine BeweisfOhiung, dass die Anlage des- 
selben in der Nähe der Ottensener Kirche, fiir Holstein und nament- 
lich für Altona durchaus zweckwidrig ist. Nebst einer Karte der 
Altona-Kieler und Hamburg-Bergedorfer Eisenbahn und der Umgegend. 
Altona 1843. 4". 

Neues System des Schiff- Baues, nach welchem stärkere, dauerhaftere 
und wohlfeilere Schiffe herzustellen sind, als es bisher der Fall war. 
Altona, Hammerich & Lesser, 1847. 4** mit 7 Tafeln. 

Zwei Vorträge über die europäischen socialen Zustände, mit Be- 
ziehung auf die gegenwärtigen schleswig-holsteinischen Verhältnisse zu 
Dänemark im Altonaer Biirgervcrein December 1846 und Februar 
1848. Altona, Hammerich, 1S48. 8". 

Kampf der Grundeigenthümer, der Gewerbtreibenden und Arbiter 
gegen die Geldmacht und Mittel zu dessen Ausgleichung. Druck von 
Hammerich & Lesser in Altona 1848. 8*^. 

Beleuchtung des landesgefährlicben Treibens des Polizeimeisters 
Warnstedt in Altona und des Verfahrens der Statthalterschaft. Bremen 
1850. 8^ (& Hamb. Beobachter 1850, Nr. 72, S. 287.) 



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830 



Scliiiiidt-PlijMld«ck — Sfihmidt. 



'^Selmiklt-Pliiseldeek, Karl Otto, geb. 6. Mär?. 1812 in 
Kopenhagen, Theologe, wurde 24, September 1850 als Pastor an der 
Michaeliskirche in Schleswig constituirt, 23. April 1851 Hanptpastor an 
der St. Johanniskirche in Flensburg, 5. Mai 1853 auch Mitglied des 
Examinationscollegiums für Theologie Studierende im Herzogth. Schleswig, 
nach 1864 Pastor in Brönshöi und Rödovre im Amte Kjöbenhavn, 
Seeland. — Vergl. Erslew m, & 75, Sappl, in, S. S5 nnd Staats- 
kalender 1866. 

Schon ehe er nach Schleswig Icam, hatte er J. P. Mynster^s Predigten, 
gehalten am Jubelfeste zur Erinnerung an die Einführung der Refor- 
mation in Dänemark, Kopenhagen 1836, und H. N. Claussen^s 
Hermeneutik des neuen Testaments. Leipasig 1841, ins Deutsche 

übersetzt. 

1906) Hehniidt» Karl Wilhelm Johannes, geb. I.Juni 1831 
in Bramfeld, Amts Trittau — — noch Lehrer in Sprenge, Ktrchsp. 
Eichede. (In den Provinsial-Handbfichem von 187S und 1880 werden 
die Initialen seiner Vornamen irrthQmlich L. W. F. angegeben.) Er ist 
nach eigenhitndiger Mittheilung vom 15. März 1886 „immer noch der 
Lehrer in Sprenge", der er 1867 war. 

* Schmidt, Max, geboren 12. März 1841 in Berlin, gebildet auf 
dum Friedrich-VVerder'schen (lymnasium das., seit 22. April 1868 als 
Buchhändler in Ratzeburg etablirt. 

Beschreibung und Chronik der Stadt Ratzebnrg. Mit einer Ansicht 
in Lichtdruck nach einem Bilde von 1588. Ratzeburg, Schmidt, 
1882. 8". 

Die Münzen und Medaillen der Herzöge von Sachsen -Lauenburg 
nebst einleitenden Mittheilungen über das Munzwesen und das Wappen 
des Herzogthums. Mit 6 (5 Lichtdruck- und 1 color. Stein-) Tafeln 
nnd einem Stammbaum. Das. hoch 4*^. 

Beiträge im Archiv des Vereins für die Geschichte des 
Herzogthums Lauenburg B. 1, H. 1 und 2 (1884 und 1885), 
sowie für verschiedene numismatische Zeitschriften. — Revidirt. 
1908) Schmidt) Nicolaus Christian, geb. 16. December 

1804 in Bovenau seit Januar 1866 Pastor an St. Laurentii auf 

Föhr, 18. Novcnnber 187 7 emeritirt, starb zu Nieblum auf Föhr 
6. August 1880. 

* Schmidt, Richard, geb. 1844 zu Mössin in Pommern, studirte 
Philologie von Mich. 1863 — 1867 in Berlin und Breslau, bestand 1871 
in Greifswald das Scbulamtsexamen, Probandus am Gymnasium in Luckau, 



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Schmidt 



231 



das. Mich. 187.^ ord. f.*»hrer, 1874 in Jena zum Dr. [>hil<is. j)r(>m(nirt, 
Ostern 1875 Lehrer, zur Zeit 1. urd. Lehrer an der höheren Bürger* 
schule in Sondorbnrg. 

Ourmen de figuris vel schematibus qua sit aetate conscriptiun» Diss. 
inaug« Jenae 1S74. 8^ 

* Schmidt, Robert L. A. , geh, 2. März 1S50 zu Bflchen im 
Hcrzügthuni Lauenburg, besuchte nach beendigten Real-Gymnasialstudien 
und Absolvining einer damals noch für spätere Staatstechniker üblichen 
Bau-Eleven-Zcit, die technischen Hochschulen in Zürich, Darmstadt, 
München und Wien während 10 Semester, legte auf letister Hochschule 
die fUr Aichitecten in Oesterreich üblichen Prüfungen ab und erwarb 
sodann die Qualificatton fiir den Staatsbaudienst im Kgr. Sachsen, studirte 
später noch 4 Semester an der Universität l^ipzig Archäologie und 
Kunstwissenschaft und war dann 1 Jahr auf Reisen in Oesterreich, Italien 
mit Sidlien, Schweiz, Ost^Frankreich, Belgien und HoUand, war als Bau* 
liihrer, resp. bauleitendcr Arcliitcct bei Staatsiieubaiitcn zu Hannover, 
Harburg, Mühlhausen i. E. und DariDsladt thätig, wirkte als Fachlehrer 
fUr Architectur und Kunstgewerbe an der herzogl. Baugewerk- und 
Maschinenbauschule zu Holzminden und war sodann als Ordinarius der 
I. Klasse an der kgl. Bau- und Kunstschule zu Erfurt bis zum Eingang 
dieser Anstalt im Herbst 1884, übernahm darauf zunächst die Geschäfts- 
führung der Unternehmungen des Geh. Bauraths Henoch in Gotha, um 
sodann eigene Bureaus für Architectur und Kunstgewerbe in den Städten 
Erfiirt, Gotha und Mühlhausen i. Th. su errichten. 

Die ehemalige Stiftskirche der regulirten Chorherren Augustiner 
Ordens ui l>ordesholm. Darmstadt 1881, Schleswig, J. Bergas in 
Commiss., gr. fol. 

In der Kieler Zeitung v. :*5. und 26. Oct, 1882. Morgenblatt: 
Die Schaumhurg amWcserthal; L^. und 14. Juli 1883, Morgen hl. : 
Ueber Hans Brüggemann und sein berühmtes Altarblatt ini Dduj zu 
Schleswig; 19. August 1883: Die Kunst in der iuLhcrischeii Kirche 
Schleswig- Holsteins ; später noch das. : Ueber das Grabmal der Herzogin 
Anna v. Holstein-Gottoip au Bordesholm. Ausserdem frühere Bei> 
träge zu verschiedenen nicht näher anzugebenden Zeitschriften des 
In» und Auslandes. Im Laufe 1886 wird noch ein selbständiges 
Werk knnstgeschichtlichen Inhalts über Schleswig erscheinen, denen 
weitere kleinere Arbeiten über die Kunstdenkmäler Schleswig-Holsteins 
folgen sollen. — Revidirt. 

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Schmieder — Schueidemühl. 



1913) Sohmidder^ Heinrich Gottlieb. — VergK noch über 
ihn Lexikon der Hamb. ScbriftsteUer B. 6, S. 622—625. 

*8cbmiegelow, Johann Heinrich Hermann^ geb. in Rends- 
burg, studirte Mcdicin in Kiel seit Ostern 1841, 1847 daselbst exaüiinirt 
(Licentiat), bald darnach praktischer Arzt in Gravenstein, später desgl., 

auch Physicus in Sundcrburg. 

Mit F. L. Stcnder: Jahresbericht pro IS 64 \md 1 865 über die 
Heilanstalt für schwachsinnige K.inder in Sonderburg. Febr. 1866. 8". 

^Sehnaekenbergt Johann Jacob Andreas, geb. 1S53 in 
Altona, Theologe, 1879 examinirt, 1878 bis 1880 Lehrer an der 
lifissionsanstalt in Breddnm, dann bis 1882 Redacteur der „Norddeutschen 
Reichspost*\ 1882 Redacteur des Blattes lür inneie Mission in Altona, 
dmge Zdt Adjunct bei Pastor Bahnsen in Haddebye, darnach Pastor 
in Bremerhafen. 

Ausser diversen Artikeln in den im Text angegebenen, von ihm 
redigiiten, sowie in anderen Blättem: in den Erinnerangsblättem an 
Pastor Höber von Christian Jensen, Breddom 1879, S. 17^28: Rede 
am Sarge HObers im Betsaale des Missionshauses in Breddum 
28. Mäiz 1879. 

Flugblatt an das evangel«*lutherische Volk Schleswig -Holsteins. 
Bxeddum, Christi. Buchh., 1880. 8^*) 

1915) SohneeUoth, Hans, geb. 19. Juni 1812 In Mühbrook 
im Amte Bordesholm — — starb in Kopenhagen 11. December 1882. 
Von dem s. Nr. 1 im Hauptwerk angeiüliitcn Tractisk Regucbog 
erschien 1. Deel, 6. Udg. Kjöbenh., Bang, 1874. 2 Afd. 4. Udg. 
forkort og omarb. af C. A. Schiddte. ICbh., C A. Schiödte, 1874. 

Unter dem Titel: Tysk Laesebog for de förste Begyndere (vergl. 
s. Nr* 6 im Hauptweik), erschien eine neue Bearbeitung. Kbh., Bang, 
1880. 8". 

*8chneidemnh1, Georg, geb. in l'-lbiiig, studirte die Veterinär- 
wissenschaft, erhielt fiir das VVinter-Semetter 1881/SJ vom Minister die 
Erlaubniss, Vorlesungen in der Veterinarwisseiischaft in Kiel zu halten, 
1883 in Erlangen zum Dr. philos. promovirt, Repetitor, Kxeistliierarzt in 
Hannover. 

Vergleichend - anatomische Untersuchungen über den feineren Bau 
der CowperVhen Drüse. Inaug'Diss. Hannover 1883. 8". 

*) Noch ffndet sich voti Nirolaus S c Ii ii a c k e n b er g : Die heilige 
VVeihiiacbt^-Geschichte* £in «rzählcndes Gedicht. Brecklum 1881. 8*^. 



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Schneider. 



833 



Lage der Eingeweide bei den Haussäugethieien u. s. w. Hannover, 
Schroorl & Seefeld, 1883. 8^ 

In Vorträge für Thierärzte 6. Serie, I^pzig 1883: die Lupinen- 
Krankheit der Schafe. 

Das Verwerfen der Kühe unter besonderer Berücksichtigung des 
seuchenartigen Auftretens. Ein Vortrag, gehalten am 2. Mai 1884 
zu Halberstadt in der General vei Sammlung des landwirthschaftlichen 
Vereins für das Fürstenthum Halberstadt und die Grafschaft Wernigerode. 
Osterwick 1885. 8". 

Entstehung, Erkennung und Tilgung der Lungenseuche nebst Vor- 
bauungsmassregcln gegen dieselbe unter glcichmässiger Berüclcsichtigung 
der gesetzlichen Bestimmungen. Das. 1885. 

Die Schafsräude, Entstehung, Heilung, Feststellung und Tilgung 
derselben. (Aus „VV .-Zeitung''.) Das. 1885. 8". 

Die Tuberculose des Rindviehs, deren Erkrankung und Verhütung, 
Vortrag, gehalten in Rendsburg 19. December 1881. Das. 1885. 8". 

* Schneider« Julius C. L. B., geb. in Federow bei Waren in 

Mecklenburg -Schwerin, Philologe, schon 1869 als. cand. phü. (^tec 

Dr. phüos.) ^1. Lehrer an der höheren Knabenschule, dann ordentlicher 

Lehrer und später Oberlehrer an der aus jener Schule aur höheren 

Bürgerschule umgewandelten Wilhelms schule in Segeberg, ging Ostern 

1882 als Prof. und erster Oberlehrer an die Realschule in Altenburg. 

On somc miportant [jarts ot" the Eiigiish syiiLax with regard to the 
fre&ch language, im Jahresbericht 1876 der Wilhelmsschule. Sege- 
berg 1876. 4*. 

Ueber ehiige neuere Forsdiungen auf dem phonetischen Gebiet. 
Progr. der herzogl. Realschule Altenburg 1884. 4^. 

* Schneider, Karl Friedrich Theodor, geb. 20. September 
1821 zu Niebusch in Niedersrhlesien, Suhl» des Oljeramtmanns dai<., 
erhielt den ersten Unterricht von einem Candidaten der Theologie im 
Hause seines Grossvaters auf Schweinitz bei Grünberg, bezog 1835 das 
evangel. Gymnasium zu Glogau bis 1840, studirte Philologie und Theologie 
in Berlin, absolvirte im Anfange 1845 die erste, im Anfange 1846 die 
zweite theol. Prüfung, war als Diacon in der Elisabethgemdnde thätig 
und gleichzeitig erst Lernender, dann Lehrender an der von Otto 
Schulz begründeten Knabenschule das., bestand 1 848 die RectoratsprUfung, 
fungirte .eine Zeit lang als Diacon an der Dorotheenstädtischen Gemeinde, 
1849 Hülfslehrer am Seminar zu Potsdam, 1850 Seminarlehrer und 
Dirigent der Seminarschule in Berlin, Licentiat der Theologie, habilitirte 



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984 SeliBcfdcaSa.- . 

sich 1854 als rrivatdoc^^nt der Th(;ülugie das., 1 4. Marz 1860 Seminar- 

director in Neuwied bis Mich. 1868, 1862 von Königsberg Dr. theol., 

Mich. 1868 Regicnmgs- und Schulrath und Mitglied des Provinzial-Schul- 

ColJcgiums für Schleswig • Holstein , 18. Januar 1874 Inhaber des 

R. A.-O. 4. Cl. S. Lange: Das SchuUehrer>SeiDinar zu Segeberg, Reods- 

barg 1881, S. 191—193. 

Besorgte 1845— 1848 die exegetische Abtheilong der GerlacV- 
schen Auswahl von Luthers Werken« 

Ging A. Neander bei der Neubearbeitung seines ,, Bernhard" 
(2. Aufl. Hamburg und Gotha 1848), seines Antignosticus, Geist (les 
Tertullian (2. Aufl. Berlin 1849) und seines „Chrysostomus" (3, Aufl. 
Berlin 1848) helfend znr Hand. 

(7:it> heraus: Die heil. Schrift in l)orichtigter Uebcrsetzung und mit 
Erläuterungen B. 1 : I*anli Brief an die Philipper von Neander, Bd. 2 ; 
Der Brief des Jakobus von demselben, Bd. 3: Der erste Brief des 
Johannes von demselben. Berlin 1849 — 51. 8". 

Begründete den „kirchlichen Anzeiger fiir FJerlin'\ Jahrg. i ff., 
1850 ff. Berlin, Wohlgemuths Buchh., 18 50 ff. 

Begründete die deutsche Zeitschrift für christliche Wissenschaft und 
christliches Leben'' Jahrg. 1 ff. 1850 ff. Berlin, Wiegandt und Grieben, 
1850 ff. (die Redaction der letzteren fiihrte er bis 1857). 

Gab nach Neander 's Tod den 11, (und letzten) Band von dessen 
Kirchengeschichte heraus. 

Veröffentlichte eine kritische Ausgabe von I ^uthers kleinem Katechis- 
mus als einen Beitrag zur Geschichte der Katechetik. Berlin, 
Wiegandt & Grieben, 1853. 8«. 

Gab heraus Luthers kleinen Katechismus nebst seinen geistlichen 
Liedern. Berlin, W. Schnitte, 1853, s|>äter unter dem Titel: Enchiridion, 
Luthers kleiner Katechismus. Neuwied, Heuser, 12. Aufl. 1882. 8^. 

Besorgte einen Abdruck der echten Hymnen des Ambrosius. 

Echtheit des Johanneischen Evangeliums nach den äusseren Zeug- 
nissen. Habilitationsschrift. Berlin, Wiegandt & Grieben, 1854, 8<^ 

Gab Luthers geistliche Lieder mit einer kurzen Geschichte Ihrer 
Entstehung heraus. Berlin, W. Schultse, 1856. 8^ 

Kompendium der älteren Kirchengeschichte zunächst für den 
akademischen Gebrauch. Abth. 1: die 3 ersten Jahrh« Berlin, W. 
. Schnitze, 1859. ZK 

Bearbeitete mit Bachmann eine neue Ausgabe des Porst^schen Ge- 
sangbuchs (Berlin 1854) und das von dem Berliner Haiiptverein für 
( hrisflichc Erhauungssrhrif>en herausgegebene ,, Gesangbuch für Kirche, 
Schule und Haus'\ Berlin, Evangel. Buchhandl., 1858. 8". 



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I 



Scdmitker — fikhoelcnr. 



285 



Luther?; f'rotnotion zum Doctor und Melanf hthons zum Bac calaureus 
der Theologie. Ciclegenheitsschrift l)ei der Feier des 50jährigen 
Jubiläums der Universität Berlin 1860. Neuwied, Heuser, 1860. 8^, 

Rheinische (später deutsche) Fibel. I. /\ufl. Neuwied, Heuser, 
1869. 28. Aufl. Daselbst 1885. 8". (Auch eine rheinische Wand- 
fibel. Das. 1869.) 

Bearbeitete im Auftrage des Provinzial-Schul-Col legi ums in Schleswig 
dn Gesangbuch fUr die evangelisdieD Schulen Sddeswig-Holflbems. 

Zeittafel der deutschen Geschichte mit Berücksichtigung der wichtigsten 
Ereignisse aus der aUgemeinen Welt- und KircheiigeschichtB. Schleswig, 
Bergas, 1870. 8». 2, Aufl. Das. 187 1. 4. Aufl. Das. 1877. 6. Aufl. 1882. 

Deutscher Kioderfreund. I..esebuch für einlache Schulverhältnisse, 
sowie für die Mittelstufe mehrklassiger Volknchulen. Nenwied 1873. 
Unter Mitwiricung von weil. Sdiifldirector Andresen, Hauptlehrer Beck, 
weil. Reg.- und Schulrath Matzen und Semioar-Dürector Richter. 
4. Aufl. 1876. 12. Aufl. 1885. 

Germania. Lesebuch für die oberen Klassen evaugelischer Schulen. 
Schleswig, Mewes & Sohn, 187 7. 8^ S. u. a. Kieler Zeitung 1877 
vom 1. Febr., M.-N. 2. Aufl. Das. 1878. 

Deutscher Jugendfreund. Lesebuch lür die Oberstufe geförderter 
evangelischer Volksschulen, sowie tiir Fortbildungsschulen. Neuwied, 

Heuser, 1881. 8". 

Betheiligt an der Ausarbeitung von: I)ie öffentliche Volksschule im 
preussischcn Staat. Bearbeitet im Auftrage des Herrn Ministers der 
geistlichen, Unterrichts- und Medicinal-Angelegenheiten (3. Ergänzungs- 
heft zur Zeitschrift des preussischen statistischen Bureaus). Berlin, 
1883. 4\ 

1917) 8ehllitk(>1% Wilhelm Heinrich, geb. 27. juU 1810 xu 
Hanerau Anfang April 1868 Haui)ti)astor in Schenefeld, auf An- 
suchen bis zum l. November 1874 entlassen, starb in Eckemförde 
14. August 1882. 

*8chnoor, Hermann, geb. 22» August 1853 in Schleswig, be- 
suchte das Gymnasium daselbst, stndirte Philologie und Geschichte in 
Gdttiogen und Kiel, wurde in Kiel 1879 Dr. philos. und Probandus am 
Gymnasium in Schleswig, von wo er Ostern 1881 sur commiss. Ver- 
waltung der 5. ordenü. Lehrerstelle an die Realschule in NeumOnster kam. 

Quaestiones Plautinae. Diss. inaug. Kiliae 1878. 8^ 

*Sclloeler, Hans \Vilhelm Riber, geb. 18. August 1811 in 
Hammel in der Grafschaft Frysenborg im Amte Aarhuus, iSohn des l^ehrers 
und Organisten Nicolai Federsen Sch. (Nr, 1918 im Hauptwerk), studirte 



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23« 



Soboeiermann — Sohoppe. 



Theologie in Kopenhagen, seit Anfang November 1843 Pastor in Wodder, 
Kr. Haderslcben , 1844 auch Mitdirigent der höheren Volksschule in 
Rödding bis 1846, später in JiUland. — Vergl. l>slew Snppl. 3, S. 128 
bis 129; doch fallen von den dort angeführten Scliriltcn keine in die 
Zeit seiner amtlichen Thätigkeit im Schleswig'schen. 

1919) Schoelermanny Christian, geb. 1835 in Meldorf, — — 
starb als praktischer Arit und Physicns, als welcher er 1881 dem Physicus 
Dr. Kiene folgte, in Meldorf 29, September 1884. 

1920) von Schüllboril , Cottlob Friedrich Ernst (niclit 
nach !<. & S. : Friedrich Emst Gotüieb ; schon Kordes hatte die Vor- 
namen richtig). — Vergl. über ihn nun noch Wilh. Herbst: Matth. 
Claudius, Gotha 1857, S. 39, Bippen: Eutiner Skizz&a S. 225 — 227, 
und die von K. VVeinhoId herausgegebenen Aufieeichnungen über £rlebtes, 
mit Einleitung und Beigaben. Kiel 1870* 

Sdn wahrscheinlich in Veranlassung einer Preisaufgabe der Kopen- 
hagener Akademie geschriebener Abriss einer Geschichte des Spinosis- 
mos ist 1836 in Hamburg erscluenen. 

*Se1iolz, Ernst Julius Oskar, geb. 27* Februar 1851 zu 
Baerzdorf in Schlesien, besuchte suerst die Volksschule seines Heimath- 
dorfes, dann das Gymnasmm in Brieg, dann die Universitäten Breslau 
und Halle, an welcher letzteren er 1875 zum Dr. ph. promovirte, Lehrer, 

zur Zeit Oberlehrer an der Realschule in Ottensen. 

Hubert Languet als kursächsischer Berichterstatter und Gesandter in 
Frankreich 1560—72. Th. 1. Inaug.-Diss. Halle 1875. 8*. 

Die Wüste Sahara Th. 1 ; Die Oberflächen-Beschaffenheit, Th. 2: 
Klima, Pflanzen, Thiere und Bevölkerung, in den Programmen der 
Realschule 1883 und 1884. Ottensen 4**. 

1924) SchoppO) Amalie Emma Sophie Katharine, geb. 

9. (>ct(jber 1791 in Burg a. F. — gestorben 25. September 1858 in 

Shenedady (nicht Schwecktadey) im Staate New- York. — Vergl. noch 

das Lexikon der Hamb. Schriftsteller B. 7, S. 6 — 13. 

Noch von ihr: Der Bildersaal, Ein Geschenk für gute und fromme 
Kinder. Berlin 1830. 12\ 

Kurzer Abriss der nordischen Mythologie iUr die reifere Jugend. 
Berlin 1832. 8». 

Florinde und Curallina oder die beiden kleinen Savoyarden. Ein 
unterhaltendes und l)el ehrendes I.cschuch für Knaben und Mädchen 
von 8 — 14 Jahren. Leipzig 1833. 8^ 



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Sdioppe. 887 

Volkssagen und Erzählungen fiir die Jugend. Hamb. 1833. 8*. 
(Verschieden von den S. 354 im Hauptwerk angeführten Volkssagen 

u. s. w. aus iNorddcutschJand.j 

Rosen und Dornen gesammelt auf dem Pfade des Jugendlebens 
oder belehrende und unterhaltende moralische Erzählungen für Deutsch- 
lands hofihimgsvolle Jugend "beiderlei Geschlechts von 10 — 14 Jahren. 
Leipzig 1834. 12^ 

Feierstunden oder Erzählungen und Mährchen fiir Gebt und Henc. 
Leipzig 1834. 8«. 

Kleines SchatzkäsOein, das liebste Lesebuch fleissiger und artiger 
Kinder. Leipzig 1835. 

Die Colonisten. Roman in 2 Bänden. Leipdg 1836. Z\ 

Denkblätter aus dem Jugendleben, in lehrreichen Erzählungen und 
Mährchen. Der Jugend beiderlei Geschlechts von 10 — 14 Jahren ge- 
widmet. Altona 1836. %\ 

Gesammelte Erzählungen. Leipzig 1836. 8*\ (Daran schlössen 
sich die im Hauptwerk genannten: Fär mässige Stunden, neue ge* 
sammelte Erzählungen, an. Das. in dems. J.) 

Postkutschen • Wanderstab oder merkwürdige Reisen des Herrn 
Reinhardt und seines Sohnes Theodor. Neu-Ruppin 1837. 8". 

Erzählungen Ittr TOchter. Berlin 1837. 8^ 

Die Verlorenen. Ein Roman. Leipzig 1837. 8^ 

Zeitlose Novellen und Erzählungen in 2 Bänden. Das. in dems. J. 8". 

Francisca und Sophie. Roman in Briefen. Band 1, 2. Das. in 
dems. J. 8*. 

Cyanen. Erzählungen und Novellen. Das. 1838. 8". 

Marat. Ilistorischcr Rouiau. 'l"h. 1, 2, Braunschweig 1838. 

Victoria. Roman in 3 Theilen. Leipzig 1838. 8". 

Die Braut, Gattin und Mutter. Ein Eestgeschenk für Deutschlands 
gebildete Frauen. Heidelberg 1839. 12». 

Tycho de Brahe. Historischer Roman in 2 Bänden. Leipzig 
1839. 80. 

Christgabe. Erzählungen fiir die Jugend. Mamburg 1839. S**. 

Erzählungen tiir die Gegenwart und Vergangenlieit. Leipzig 1840. 12». 

Gilles de Racz oder die Geheimnisse des Schlosses Tifiangen. 
Historischer Roman. Das. 1841. 8". 

Pii^rre Vidal der Troubadour. Roman in 2 Theilen. Das. in 
dems. J. 8". 

Album für Theater und Theater-Costüme. Jahrg. 1, 1842: Jena. 4". 
Myosotis. Erzählungen und Novellen. Band 1, 2. Leipzig 1842« 8'*, 



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Schopp» — Sohorer* 



Robinson in Australien. Ein Lehr- und Lesebuch iür gute Kinder. 
Heidelberg 1843. \2\ 

Die Jüdiiif Roman in 2 Theilen. Leipzig 1844. 8*. 
PoÜicena. Historischer Roman in 5 Theilcn. Jena 1844. 8*. 

Tabitha von Geyersbeig. Historischer Roman in 3 Thetten. Das. 
t84S. 8». 

Der Prophet Historischer Roman aus der Neuzeit Nord-Amerikas 
in 3 Theilen. Das. 1846. 8*. 

Die Besessene von Louviers. f Erschien in der Eisenbahn>Zdtung 1846.) 

Die Edelfrau von Kellingdorfen. Historischer Roman in 3 Theilen. 
Jena 1847. 8^ 

Gab von 1847—1851 heraus: Cornelia. Taschenbuch für deutsche 
Frauen. Darmstadt 12^ 

Das Majorat. Ein Roman. Leipzig 1850. 8*. 

Ferdinand und Isabella. Historischer Roman 1467 — 1474. Th. 1, 
2. Das. 1851. 8*. 

Der Prinz von Viana. Historischer Roman. Das. 1853 8*. 

Die kleinen Waisen oder Gottes Fügungen im Menschenleben. 
Seitenstück zu (dem im Hauptwerk genannten) Heinrich und Marie. 
Das. in dems. J. 12^. 

Die Holsteiner in Amerika. Eine Erzählung für Kinder von 8 bis 
10 Jahren. Stutl;gait 1858. 8^ 

*8ehoppe (oder Schuppe, wie er sich spSter nannte), Friedrich 

Heinrich, geb. 1787 in Ratzeburg; als Lehrer in Kcllinghusen ange- 
stellt, lernte er die vorhergenannte Amalie Weise keiiücn, begleitete die- 
selbe bei ihrer Uebersiedelung nach Hamburg und heirathete sie im 
Jahre 1811, ward 1812 Oreffier bei dem kais. französischen Gerichts- 
hofe in Hamburg und nach der Befreiung Advocat das., nachdem er am 
30. März 1816 in Kiel den juristischen Doctortitel erhalten hatte und 
am 21. Juni dess. Jahres Hamburger Bürger geworden war. Er konnte 
aber seine Frau und Kinder nicht ernähren, die ihn nach Verlebung 
vieler kummervoUer Jahre verliessen. Er verunglückte beim Baden in 
der Elbe am 13. Juli 1829. — Vergl.-das Lexikon Hamb. Schriftsteller 
Band 7, S. 13. 

Handbuch des Hamburgischen bürgerlichen Processes. Hamburg 
1819. 2. Aufl. 1829. 8^* 

*Schorer> Karl Friedrich, geb. in Trittau, Medianer, 1868 

Dr. med. in Kiel, 1871 Assistent an der ophthalinologischen Klinik in 
Kiel, später . . . 



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83» 



Beiträge zur Behandlung der Syphilis und des Ulcus moUe. Diss. 
inaug. Kid 1868. 4". 

* Schott, Hermann Simon, gcl>. 5. April 1842 zu Knittels« 
beim, bayerische Pfalz, gebildet auf dem Gymnasium in Spcier, studiite 
Jura auf den Universitäten in München und Heidelberg, promovirt als Dr. jur« 
in München 1867, zuerst in Vorbereituogspnuds, liabilitirte sich IS71 als 
Privatdocent in Heidelberg, seit Ostern 1875 auss»ordentIicher Prof» der 
Rechte in Heidelberg, seit Ostern 1877 ordenü. Prof, des römischen 
Rechts in Kiel, erhielt im Frahjahr 1885 einen Ruf nach Dorpat, dem 
er 2u Michaelis desselben Jahres folgte. 

Die donatio propter nuptias. Diss. inaug. Mannheim 1867. S**. 

Der obligatorische Vertrag unter Abwesenden. HubiiUaücjnsüclintl. 
Heidelberg 1871. 8». 

Das Transportgeschäft in: Endemann's Handbuch des deutschen 
Handels-, See- und Wechselrechts B. 3, Leipzig 1883. 

Beiträge in Kritische Vierteljahrsschril t" B. 19: Zu 
Klräischrod*s : Ueber die processualische Consumtioii und die Rechts- 
kraft des CivOurtheils, su den von Ihering herausgegebenen Jahr- 
büchern für die Dogmatik des heutigen römischen und 
deutschen Privatrechts B. 15: Ueber die accessoiische Natur 
des P&ndrechts. — Revidirt 

1925) Sehottmamii Eduard Heinrich, geb. in Altona, 

starb durch plötzlichen Tod in der Eider bei Süderstapel, in welchem 
Ort er als Arzt practbirte, Anfang Mai 1879. 

1926) Schow, Georg Heinrich Leonhard, geb. 1810 in 
Apenrade — — kam von Hannover als Regierungsrath nach Magdeburg, 
wo er auch Director des Verwaltungsgerichts ist und in Anlass seines 
50jährigen Amtsjubiläums im Februar 1885 den R» A.-0. 2. Q. mit 
Eichenlaub erhielt. 

Noch von ihm: 3) Die hannoverischen Handdskammem* Zo- 
sammenstellung der dieselben betr. Erlasse, »als Anhang zu der 

für Hannover veranstalteten Ausgabe des allgemeinen deutschen 
Handelsgesetzbuches. Mit Einleitung. Hannover, Meyer, 1867. 8^ 

4) Gewerbeordnung filr den norddeutschen Bund vom 21. Juni 
1869 nebst den Ausführungsbestimmungen und dem Gesetze, betr. 

die Aufhebung und Auflösung gewerblicher Berechtigungen vom 
17. März L86S, zusammengestellt mit den daneben im vormal. Kgr. 
Hannover zur Anwendung kommenden gewerberechtlichen Bestimmungen. 
Das. 1870, 8«, 



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940 



Schow — SehffAiniii. 



In Falck's Archiv B. 5, S. 82 ff.: Sammlung einiger herzogl. 
Ciliicksburgischen Verordiuuigea und Verfügungen. 

1927) Schow, Wilhelnn Karl Emil, geb. 1821 in Apenrade — 
1845 Ant in Ratzeboig — — im Februar 1875 Kreisphysicus in Neu- 
Stadt, Nov. 1885 Sanitätsrath. 

*Sehrad6r) Gabriel Ludwig Andreas, geb. 28. Januar 
1847 in Bedstedt, Amt Apenrade, wo sein Vater, der nachfolgende 

L. Chr. Sehr., damals als l'astor stand, besuchte die Gymnasien in 
(JlLii>::.tadt und Hadersleben bis Michaelis 1866, studirte Medicin in 
München, Herlin, Kiel, Halle, inzwischen wShrend des Kriegs 1870/7 1 
Unterarzt in der Armee, 187 2 Dr. med. in Halle, später eine Zeit lang 
Ant in Kiel, seit 1874 in Toftlund, Kreis Hadersleben. 

Ueber Eclampsia gravidarum, Inaug.-Diss. Halle 1872. 8^ 

1933) Schräder f Ludwig .Christian, geb. 28. November 

1815 m Hadersleben im Februar 1868 zum 3. Pastor in Ansbach, 

ßayem, ernannt, wohin er von Kiel im Anfang Mai desselben Jahres ab« 
reiste, im August 1869 Pastor in Regensburg, 1. Juli 1882 in Aeschach 

am Bodensee. 

Noch von ihm : Ahschicdswort an die Kieler Gemeinde. Kiel, 
V. Maack, 1868. 8". S. Kiel. Ztg. vom 8. Mai 1868, 2. Blatt. 

Der politische Eid. Eine ethische Studie. Das. 1868. 8**. 

Zwei Predigten. Das., K. Schröder, 1868. 8«. 

Soll die evangelisch-lutherische Kirche Schleswig-Holsteins in der 
])reussischen Landeskirche verschwinden? Ein Beitrag zur Klärung 
entstandener Unklarheit. Das., v, Maack, 1870. 8'. 

^Hehrader» Ludwig Johann Karl, geb. 25. März 1857 in 
Altona, besuchte die Realschule 2. O. daselbst, dann bis Ostern 1877 
das Rendsburger Real-Gymnasium, absolvirte bis Ostern 1878 sein Militär» 
dienstjahr, war dann Jahr auf der Gewerbeschule in Hamburg, ein 
Semester auf der technischen Hochschule in Hannover und studirte darauf 
Naturwissenschaften, besonders Chemie in Göttingen und Kiel, wo. er im 
Deccinbcr 1884 zum Dr. phil. promovirt wurde. 

Ueber Isopropyldenvate des Peridins und Reductionsproducte des- 
selben. Ein Beitrag zur Erktmntuiss des Zusammenlianges zwischen 
Pyridin- und Piperidinbasen. inaug.-Diss. Kiel 1884. 

* Schramm, H. VV., Thierant in Ascheberg noch 1875 (1880 
nicht mehr). 



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Schrauim — Schrodt. 



241 



Beitrag zu den Mitthdlungen fUr Thierttnte, herausgegeben von dem 
Vorstände des schleswigoholsteinischen thierärztlichen Vereins Heft !• 
Neustadt 1369. 

1935) RchraiDliiy Rudolf, geboren 1813m Elberfeld, gestorben 
in Baden-Baden Anfang October 1882. (Sein Aufenthalt in der Provins 
während des ersten schleswig-holsteinischen Krieges war ku». Er war 
auch Mitglied der Nationalversammlung 1848, später (1866 ff.), nach 
dem Moniteur des dates, preussischer Generalc^nsul in Mailand, wo er 
1876 eine politische Zeitschrift in zwangslosen Tieften unter dem Titel 
„dlossen" herausgab. Aus dieser Zeitsrhritl separat gedruckt erschien: 
Der welsche Betnig und die europäische Union, Rede zur Feier des 
Kaiserbesuchs in Mailand am 19. October 1875, femer: Das Reichs- 
wahlgesetz fiir die Abgeordnetenwahlen in Preussen. Bittschrift an das 
Abgeordnetenhaus, Mailand 1876. 4*. Der politischen Broschüren von 
ihm erschienen noch mdirere.) 

1936) Sehrelter^ Theodor Hilmar, geb. 24. October 1807 

XU Schleusingen — — starb als Pastor im Friedrichsberg in Schleswig 

30. April 1868. - Ein Bruder, der Obertribunalsiath Karl Ferdinand 

Schreiter, starb in Berlin 8. September 1876. 

Noch von liun : Schriftliche Aufzeichnung der letzten drei Predigten 
des am 30. April 1868 heimgegangenen Seelsorgers der Friedrichs- 
berger Gemeinde, Pastor Schreiter. Schleswig, Heiberg, 1868. 8^. 

* Schrodt, Max, geboren 16. Januar 1848 in ZfUIichau, Provinz 

Brandenburg, gebildet auf dem Gymnasium seiner Vaterstadt, auf den 
Universitäten zu Halle und Berlin und aul der tliier-physiologischen Versuchs- 
Station der iandwirthschaftlichen Al<ademie zu Proskau, 1876 Dr. philos. 
(^Inaug.-Diss. : Vergleichende Knochenuntersuchungen ausgefülirt am Skelette 
eines Fleischfressers), seit 1 . April 1879 Vorsteher der milchwirthschaft- 
liehen Abtheilung der schleswig-holsteinischen Iandwirthschaftlichen Ver- 
suchsstation in Kiel und Meiereiconsnlent fiir Schleswig^Holstein. 

Mit A. Emmerling, welchen vergl., Mittheilungen aus der land- und 
milchwirthschaftlichen Versuchs-Station zu Kiel, Heft 1 — 20. Kiel 
1879—1884. 8". Von ihm TI(;fl 4: Aufrahmversuche mit der ver- 
besserten Reimer'schen Müchwannc ; Heft 5 : Zur Autrahmunj^ in 
thönemen Gefössen ; Heft 6 : Hin 1- iiüerungsversuch mit Reismehl ; 
Heft 7: 1) Aufrahmung der Milch bei ( >i)ct kiihlung ; 2) Amerikanisches 
Fieischn»ehl als 1- uttennittel fiir Milchkühe; Heft 8: Auszug aus dem 
Jahresberichte der milchwirthschaftlichen Versuchsstation fiir das 
Meiereijahr 1879/80; Heft 10: 1) Uebcr einen Fütterungsversudi 

lt> 

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34S Schröder. 

mit Baomwonensamenkttchen bei MSchküten; 2) Veiglächende Ver- 
suche über die Verfllttenmg von Kleie und Getreideschrot an Milch- 
kühe; Heft 13: Ueber Verfütterang von Molken bei Milchkühen; 
Heft 14: Sonncnblumenkuchen als Futtennittel für Milchkühe ; Heil 16: 
Versuche über Verfiitterung von Getreide resp. TTafcrsclirc^t und Weizen- 
kleic an Milchkühe ; Heft 20 : lieber Verfiitterung eingesäuerter Rüben- 
Schnitzel an Milchkühe. 

Jahresberichte drr milchwirthschattlichen Versuchs-Station zu Kiel 
seit Antritt der Stellung im Jahre 187 9 an bis jetzt (188 5). 

Diverse Beiträge zu: Landwirthschaftliche Versuchs- 
stationen, Zeitschrift, — zur Milchleitung, zu den 
Forschungen auf dem Gebiete der \ iehhaltung und ihrer 
Erzeugnisse, zum 1 andwirthschaiLlichcu Wochenblatt tur 
Schleswig-Holstein. — Revidirt. 

*SchrÖder, Gustav Ado Ii, geboren 13. JuH 1841 m Techau, 
Fiirstenthum I^übeck, besuchte das Gymnasium in Kutin, darauf das 
Oldenburger Seminar 1860 — IÖ62, war als Lehrer angestellt in Kiel, 
Ratekau, Arlewatt bei Husum, von 1S70 — 1882 in Hainholz bei Elms- 
horn und seit 1882 an der Mädchenbürgerschule in Elmshorn. 

Mit Johann Peter Ludwig Dr^rer, welchen vmgl.: Enählungen aus 
der deutschen Geschichte. Mit besonderer Berücksichtigung der 
brandenburg-preussischen Geschichte. Flensburg, Westphalen, 1874. 
3. Aua. 1877. 5. Aufl. 1883. S\ 

*Selirödery Hinrich Johann, g)eb. 20. December 1843 zu 
Behmhusen, Kürchsp. Eddelak, Segeberger Seminarist Mich. 1864, exam. 

1867 (2. m. A.), VVaisenlehrer in Kiel, später und noch SchuUehrer in 
Matzwitz, adcl. Guts l'anker, Kirchsp. lÄitjeni)arg. 

Beiträge für die von Fabricius he:rausgegel)eno jugend-Zeitung und 

den von Carstenn herausgegebcuen scliieswig-holstcinischcn Jugend- 

Almanach. 

*Schröder, Karl Friedrich Theodor, geb. JV. August 1857 
in Kiel, Sohn des Buchhändlers K. Sehr., besuchte das Gymnasium das. 
bis Mich. 187 5, studirte dann Medicin in Kiel, diente sein militärisches 
Jahr vom 1. Uct. 1878/79 ab, war dann ein Semester in Tübingen und 
darauf wieder in Kiel, wo er am 2. Juni I8S2 sein Staats- und am 
24* Juni dcss. Jahres sein Doctor*Eacamen al)solvirte. 

Zur Statistik der croupösen Pneumonie. Inaug.-Diss. Kiel 1884, 

1945) Schröder y Martin, geb. 6. August 1811 zu Moordorf, 
Herrschaft Breitenburg starb als Pastor in Nienbrook 15. Sept. 1872. 



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Schrödter — Schiltt 



248 



1947) Schrödter, Karl F riedrich Christian, gob. 2 7. Ai)nl 
1811 zu Plön — — starb in Rendsburg, wo er Pastor an St. Marien 
war, 4. September 1882. — Vergl, noch Michler's Verseidmiss der 
Prediger in Rendsburg S. 7 und 8. 

^SchrSter^ Timon, geb. in Salzgitter, besuchte das Schnllehrer- 
Seminar in Alfeld, trat Michaelis 1S66 als Lehrer an Dr. SpaDiith*s da^ 
malige höhere (Privat-) Knabenschule in Oldesloe, ging Michaelis 1869 
nach Miinchen, um zu studiren, kehrte Ostern 1869 nach Oldesloe zurück 
und äbemahm die genannte Schule anf eigene Rechnung, später, pro 
rectoratu cxaminirt, gab er die Schule in Oldesloe aul und ging als 
Rcctor nach Kelbra in der goldcnun Aue, an der Heime, übernahm 
später eine Pensionsanstalt in Jena, wo er noch jetzt ist und eine Spiel- 
kartenfabrik haben soll. — Mitgetheilt. 

Im Jahresbericht 187 1/72 der Oldesloer Privat-Realschulc : Einige 
Worte zur Organisation der Mittelschulen in Schleswig - Holstein. 
Oldesloe 1872. 

Die Strafe als Erziehungsmittel. Inaug.-Diss. Hamburg 1874. 8®. 

Für den Jahresbericht 1875 derselben Schule: Pädagogische 
Aphorismen. Das. 1875. 4*'. 

*Sc1ia1liarti Johann, geb. 1801 in Garding, Mediciner, in Kiel 

1829 Dr. med., seit 1829 praktischer Arzt in Altona, gab 1879 seine 

Praxis auf, f daselbst 15. Januar 1880. 

De congestione ejusque ab inflammatione differentüs, causis et cura 
diss. inaug. KiÜae 1829. 4^ 

* Schuck, l' ranz, Kassirer des Thier-Schutz- Vereins in Kiel. 

Zehnter Jahresbericht des oben genannten Vereins für 1881/82. 
Kiel 1882." 8«>. • 

1950) Schnder, Heinrich, geb. 30. Juni 1829 in Horst, 

1874 siebenter Lehrer am Gymnasium in Altona, starb daselbst 
25. März 1883. 

* Schutt, Hin rieh Friedrich, geb. 1835 zu Burg, S.-D., 
als Jurist 1860 examinirt, dann Amtssecretär in Meldorf, Heide, Altona, 
1864 Kirchspielvogt und Kirchspiclschreiber in Lnnden, Februar 1866 

OI)ergeriehts-Assess(^r, Ang, 1866 Obergcrirhts-lLaLli m (iliirksUuli, 1867 
Appcllationsgcrichtsrath in Kiel, 187 9 Ruth im C)b(!rlandesgerirht, Mit- 
glied des preussischen Landtags liir de» 9. schleswig-holsteinischen VValü- 
bezirk, 

16» 



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d44 



Sehiitt 



Redigirte nfhrn Ei kermann von 1874 — 1879 die schleswig-holsU 
Anzeigen, üluckütad t4 

Redigirte J. A. SeufTert's, datin Preusser's Archiv lür Entscheidungen 
der obersten Gerichte in den deutschen Staaten. N. F. 13. 6 ff. der 
ganzen R. ii. 36 ff. München und I^ipzig 1881 ff. 

1952) Schfltty Johann Karl Gottfried, geh. 26. August 

1802 in Kiel — — studirte erst Jura seit 1819, dann seit 1821 

Philologie in Kiel und darauf, nachdem er 1 Jahr Hauslehrer in PreeU 

gewesen war, in Bonn, 1829 in Kiel zum Dr. phil. promovirt — — 

legte 5. April 1873 das Directoiat des Gymnasiums in Görlitz nieder, 

hatte 1874 das Unglück zu fallen und den Schenkelhals zu brechen, 

starb in Görlitz 18. Decmnber 18 76, — Vergl. Progr. des Gymnasiums 

in Görlitz von 1874« 

Noch von ihm: Zum Horaz, Gymnasial-Progr. zum 5. Januar 1869, 
Görlitz 1869. 4^ 

*SchÜtti Otto H., geb. 6. Januar 1843 /:,u üusum, Sohn des 
Gymnasial-I")irect( )rs Johann Karl Gottfried Sehiitt (Nr. 1952), kam 1851 
mit seinem Vater nach Görlitz, erhielt seine Ausbildung im Polvlechnicum 
in Berlin, war Ende der 60er Jahre als Eisenbahn-Ingenieur der türkischen 
Regierung in Kleinasien und im Orient, machte 1878/79 Namens der 
afrikanischen Gesellschaft zu Berlin von der portugiesischen Provinz Angola 
ans eine Reise ins Innere von Afiika, wurde bald nach seiner Rückkehr 
Seitens des Chefs des japanischen Topogmphie-Wesens, Dr. Neumann, bei 
der geologischen und topographischen Landesaufnahme Japans angestellt. 

Nach seinen Tagebüchern und Aufzeichnungen bearbeitete Paul 
Lindenberg : Reisen im südwestlichen Becken des Congo* Mit 3 Karten 
von Kiepert. (Bildet von Beiträgen zur Entdeckung^eschichte Afrikas 
Heft 4.) Berlin 1881. 8». ' 

• *Schütt, Thomas Christian, geb. 14. April 1824 in Satrup, 

Theologe, Michaelis 1848 examinirt, 16. Uecember 1855 Archidiakonus 

in Oldenburg, 27. April 1856 ordinirt , 27. Mai 1859 Diakonus in 

i.Litjenburg, 25. Juni 1865 l*astor daselbst, 1. Mai 1879 auch l*ropst 

der Propste! Plön, 1880 Abgeordneter zur Synode, erhielt im N()venii)er 

1884 das Ritterkreuz 1. Q. des grossherzogl. hessischen Verdienst-Ordens 

Philipps des Grossmüthigen und die Ritter-Insignien 1. Gl. des herzogl. 

anhaltischen Haus-Ordens Albrechts des Bären. 

Jesus und Petrus auf dem See Genezareth. Predigt am 2» Epiphanias- 
sonntag. Neustadt o. J. (1870 od. 1872?) 8". 



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I 



Sehilti - SchttUa. . 84ft 

Verfertigte den Text zu den l)ci <lcr Trauung der Prinzessin 
Elisabeth von Hessen mit dem Erbprinzen Leopold von Anhalt im 
Mai 1884 aaf Schloss Philippsnihe aufgeführten lebenden Bfldem. 

*Sclintz, Ludwig, geb. in Friedrichstadt a. d. E., Jurist und 
Cand. jur., trat im April 1813 in hannoverischen Militärdienst, kämpfte 
als Husaron-Otficier in der WaUmoden'schen Armee während des Feld- 
zugs in Sdüeswig*HoIstein, später, wie es scheint, wieder in Friedrich- 
stadt bis ... . Vergl. Jansen^s Uwe Jens Lornsen S. 79, (Fehlt iin 
L. & Sehr.) 

Einige Worte über mich und mein Betragen im Jahre 1813. 
Friedrichstadt 1815« 8^ 

*Se]llltxet Heinrich Theodor Reinhart, geb. 5. December 
1854 in Schillsdorf im Gute Bothkamp, Mediciner, 1882 in Kiel zum 
Dr. med. et chir. promovirt, Arzt in Oldesloe, wo er bereits am 29, Dec. 
iS62 starb. 

Beitrag zur Statistik der Myopie und der Netshautpunction« Inang.' 
Diss. Kiel 1882. 8*>. 

*8ehilts6, Paul, geb. 12. Decomber 1858 im Dorfe Wieck 
bei Greifswald, Sohn des 1874 verstorbenen Pastoren das., besuchte, von 
seinem Vater vorbereitet, Ostern 186 8-- 1878 das Gymnasium in Greifs- 
wald, studirte vorwiegend deutsche Philologie in Greifswald, Leipzig und 
wieder Greifswald, wo er im Aug. 1883 zum Dr. |)hil. promovirt wurde, 
im Winter 18S3 bis September 1884 HüHsarbeitcr an der Kieler Uni- 
versitäts-Biblioihek, hielt im Winter 1884/85. literar-historische Vorlesungen 
für Damen in Kiel. 

Das volksthümliche Element im Stil Ulrich von Zatsikhovens. Inaug.- 
Diss. Greiiswald 1883. 8<>. 

In der Kieler Zeitung 1884 und 1885 verschiedene literar- 
historische Feuilleton-Aitikel. 

1956) Sehfitze, Theodor Rein hold, geb. 12. Januar 1827 
in Uetersen — — war in Kopenhagen Prof. des schleswig^'sdien und 

römischen (nicht dänischen) Rechts, im Januar 1867 Privatdocent in der 
juristischen Facultät in Kiel, später byiuiicus der Handelskammer das., 
lehnte einen im Juni 1875 an ihn ergangenen Ruf an die neubegründete 
Universität Czernowitz ab, nahm dagegen im Febr. 187 6 einen Ruf als 
Prof. für Strafirecht und Process nach Graz in Steiermark »im Winter 
1876/7 7 an und ist noch in dieser Stellung. 



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846 



SchnlthM — Sdiitlti. 



Noch von ihm : Die iiothwcndige Thoilnahme am Verbrechen, zu- 
gleich ein Beitrag zur Läuterung der Lehre von der Verbrechen- 

mehrhciL. Leipzig 1869. 8". 

Lehrbuch des deutschem Strafruchts .ml (Irund des Roichsstrafgesetz- 
buclis. Abth. 1, 2. Leipzig, 1870 -1871. 2. Aull. Das. 1874 
(Anhang zur 2, Aufl. mit Grenehmigung des Verfassen ausgearbeitet 
auf Grundlage der Strafrecbts- Novelle vom 26* Februar 1876 von 
Wanieck und ViUnow. Das. 1877. S% 

Gab heraus die Jahresberichte der Kieler Handelskammer fiir 1871 
bis 1874. Kiel 1872—1875. 8". 

Laien in den Strafgerichten. Rechtliches Bedenken. Leipzig, 
Gebhardt, 1875. 8^ 

Das staatsbürgerliche Anklagerecht in Straftadien. Antritts-Vor- 
lesuqg in Graa. Gras, Leuschner & Lubenskj, 1877. 8^ 

Beitrtige an verschiedenen Fach- und anderen Zeitschriften, als: 
Gerich tss aal 1869: Die gesetzliche FormuHrung der Begriffe: 

Unterschlagung, Besitz- und Geljrauchsanmaassung im Verhältniss zum 
Diebstahl (auch separat Leipzig 1869, 8**), 1884, B. 35: Zur Kritik 
des I*!ntvvurfs eines Strafgesetzbuchs für Russland. — In Goltdammers 
Archiv lür preussischos Strafrecht 1872, S. 380 flf., 1873, 
S. 137 ff.: Studien zum deutschen Strafgesetzbuche; 1874, S. 17 
bis 29 : Die Frage des Kreuzverhörs und der vcirgängige Zeugeneid, 
— In den Thüringischen Blättern für Rechtspflege N. F., 
J. 2, S. 193 ff.: Glossen zu Plan und Grundsätzen des Entwurfs 
' einer deutschen CSvilprocessordnung von 1874. 

1957) 8clllllthe8, Johann Karl, geb. 28. December 1835 auf 
Pellworm — zur Zeit 4. Oberlehrer am Gymnasium und Realschule 
1. O. in Rendsburg. 

1958) SehaltheHi Swen Waldemar, geb. 5. Januar 1835 auf 
Pellworm — — seit 1870 Navigations^Schul-Director in Riga, wo er 
20. Januar 1881 starb. 

^SehaltZy August Diederich, geb. 12. Mai 1788 in Kiel, 
Sohn des deputirten Bürgers und Kaufinanns Johann Philipp Schultz, See- 
cadet 1 799, 6. Februar 1807 Secondelieutenant im (dänischen) See-Etat, 

28. Juni 1809 R. v. D., that 1811 und 1812 i>ienste in der französischen 
Marine erst als 4. und dann als 3. Commandirender an Bord des fran- 
zösischen Linienschiffs ,,Danzic" auf der Scheide, 31. Juli 1815 königl. 
dänischer Premierlieutenant, 27. Aug. 1820 Capitänlieutenant, 12. März 
1831 Capitän, 1832 Kreuz-Zollinspector an der Ostküste, 29. December 
1838 Zoll- und Consumtions-Inspector in Veile, erhielt 13. März 1840 



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einen neuen Abschied aus dem See-Etat als Ct)iniiiandcur-Capitan , 3. Febr. 

1857 D. M., und 6. Febr. s. J, SOjähriger Amts- Jubilar, Inhaber der 

St Helena-Medaille, starb in Veile S.April 1862. — Vergl. Erslew Xll, 

S, 112, Suppl. III, S. Iii. 

Beskrivelsc af et Skibs ( )i)haHng paa Land til Reparation in „Aicfaiv 
for Sövaesenet" ß. 8, 1836» S. 60—66. 

'SehliltSy Franz, geb. in Stralsnnd, studiite Jura in Kiel, in- 
scribirt Ostern 1876, Dr, jur., eine Zeit lang Rechtsanvrait bis Novbr. 
1884, darnach Bürgermeister in Wittstock, Marie Brandenburg. 

Die juhätiäche Inaug.-Diss. war nicht zu eruiien, blieb wohl un- 
gedruckt. 

Mit ivari Hcuu. ir raiiz Roth (welchen vergl.) ; Gemeinverständlicher 
Rathgeber Über die Rechte nnd Pflichten des lifiethers nnd Vermiethers 
von Wohnungen und anderen Räumen in Schleswig-Holstein, Lauen- 
burg und Hamburg nebst einem Entwurf su einem Miethevectrag. 
Kiel, Lipsius & Tischer, 1884. 8^ 

* Schultz, Friedrich, geb. 1844 in Rendsburg, wo er das 

Gymnasiuni besuchte, studirte von Michaelis 1866 bis Ostern 1872 in 

Kiel vorwiegend Naturwissenschaft und Mathematik, im Mai 1872 Dr. 

phiios. daselbst, Assistent beim physikalischen Institut bis Micliaelis 1873, 

um welche Zeit er als Hiilfslehrer an die Kendsburger Gymnasial- und 

Realschulanstalt kam, später — — 

Ueber den numerischen Werth der Constante in der Formel ffir 
die Erwärmung von Metalldrfihtcn dnrrh den galvanischen Strom. 
Inaug.Diss. (nachträglich gedruckt). Kjel 1873. 8**. 

1959) SchaltSi Hinrich Nico laus, geb. 8. Av^;u8t 1810 in 
Flensburg — — starb als Pastor in Gross- Flintbeck 5. December 1878. 

1961) Schultz, J. Theodor, geb. 1820 in Mame, Autodidakt 
flir das Amt eines VolksschuHehrers, war bis 1854 Kantor und erster 

Knabenlehrcr in Uetersen, gründete dann ein Institut mit Pensionat, welches 
bald zu hoher Blüthe gelangte, /.og 1863 nach Drci,dcn und begann da- 
selbst in kunstgerechter Weise seine Studien der Malerkunst; seine erste 
grössere Arbeit „Hermann und Dorothea" fand beiföllige Aufnahme ; nach 
längerem Aufenthalt in Rom und Paris zog er nach Hamburg, woselbst 
er sich als Porträtmaler niedergelassen hat. 

Die von ihm entworfenen und gemalten Wandbilder für Schule und 
Haus (Text von J. Schmarje), Hamburg, Schönwandt, 1877. haben 
in der pädagogischen Presse eine sehr günstige BeurtheUung gefunden. 



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^48 



' Schultse. 



Seit einigen Jahren besorgt S. die Kunstkritiken (über Gemälde) im 
Hamb. Corresi>ondenten, — Mitgetheilt. 

* Schnitze, Hans, geb. 1855 in Cuxhafen, 1878 in Kiel zum 

Dr. med. et chir. promovirt, 1880 Arzt in Schwabstedt, wo er nach noch 

nicht 1 jähriger Praxis im April 1881 starb. 

Aycnrylindfr und Ganglienzellf. Mikroskopische Studien über die 
fibrilläre Structur der Nervenfasern und Nervenzelle bei VVirbelthicren. 
Inaug.-Diss. für Kiel (Sep.-Abdr, aus dem Archiv für Anatomie und 
Entwirkclungsgcschichte. Eine von der medic. Facultät in Kiel 
preisgukrönlc Arbeit.) Leipzig 1878. 8". 

^SchUltze^ Heinrich August, geb. 8. Uctober 1808 in Dresden, 
kam, nachdem er den Seminar-Corsas in Erfurt durchgemacht, 1S27 als 
HiUislehrer und Leiter des Chors an das Gymnasium in Nordhausen, er- 
hielt 1862 den Titel Musikdirector, siedelte 1868 nach Cassel über, gab 
krankfaeitshAlber 1870 die dortige Stellimg aul und zog nach Cüstrin zu 
seinem Sohn, dem nachfolgenden Martin Schnitze, mit dem er 1877 nach 
Oldedoe kam, wo er 18. Mai 188S starb. S. schleswig-holsteinische 
Schulleitung 1883, Nr. 23, S. 135. 

Er ist Verfasser verschiedener Cumpositionen. In Oldesloe be- 
schäftigte er sich mit der Abfassung eines, noch nicht erschienenen 
Choralbachs. Einzelnes von ihm m der schlesw. -holsteinischen 
Schttlzeitung u. a. 1883, Nr* 4: Rhythmisch oder nicht« 

*Sehultze, Martin, geb. in Nordhausen, Sohn des vorher- 
genannten Heinr. Aug. Scli., später Lehrer in Cüstrin, Dr. philos., 1877, 
an Schröters Stelle, Rector der höheren Bürgerschule, des späteren Real- 
progymnasiums in Oldesloe, wo er 1886 nicht mehr oder zeitweilig nicht 
mehr war. 

Plattdeutsche Urkunden des städtischen Archivs in Oldesloe, Abth. 
1 bis 4, in den Jahresberichten der höheren Bürgerschule (des 
Realprogymnasiums) in Oldesloe 1879 — 1882. 4^ 

Chaldäische Bildwerke im l..üuvre, im Jahresbericht derselben 
Schule 1883. 4« 

Dalnianutluu Geographisch-linguistische Untersuchung zu Marcus 
10 und Matthäus 15, 39, im Jahresbericht derselben Schule 1884. 4". 

1966) Sehaltze» Theodor, geb. 22. Juni 1824 2U Oldenburg 

Icam 1868 als Rath an die Regierung zu Potsdam* 

Noch von ihm: 6) Betrachtungen über die physikalischen lehren 
vom farbigen laichte und über deren wahrscheinlichen Ursprung. 
Mit 1 Figorentafel. Kiel, Schwers'sche Buchh., 1869. 8«. 



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Sehnls ~ Schanuielier. 



^Schulz, N. Friedrich G., geb. in Flensburg, 16. December 
1867 Dr. med. in Kiel, Arzt in Flensburg, 

Ein Fall voll Edampsie ohne Nierenaffaction. Inauig.*Diss. Kiel 
1867. 4\ 

1967) Schnlze, Christian Friedrich, geb. 29. Aiiril 1820 

zu Seestermühe, Kirchsp. Seester, besuchlc das vScgeborgcr Seminar von 
Michaelis 1840 bis dahin 1843 (exam. mit dem 2. m. s. r. A.) — — 
Lehrer in Seestermühe bis in die letzten 60 er Jahre. S. Lange „das 
Seminar in Segeberg*' S. 233. 

*Sehaiiiacher9 Christian Andreas, geb. 6. Septbr. 1810 
in TjömelQnd auf Seeland, Brudersohn von Heinrich Christian Schumacher 
(Nr. 1975), nach dem frühen Tode seines Vaters sorgte sein Onkel für 
seine Erziehung, trat 1826, als Untere flicier in das damalige Königin- 
Leibregiment in (Jlückstadt, im Sommer 1828 Landcadet. im Herbst 1829 
bestand er das ( )fTiciers-Exam6n, 183! Secondelicutcnant beim damaligen 
schleswig^schcn Kürassir-Regiraent in Horsens, nahm von 1833 — 1838 an 
der von seinem Onkel betriebenen Gradmessung in Holstein und dann 
an den NiveUiningsarbeiten für die projectirten Chausseen durch beide 
HeTBOgthümer theil; während dieser Zeit im Winter 1834/35 und 1835/36 
hielt er öffentliche Vorlesungen in Itzehoe über den mechanischen Theil 
der Naturlehre, im Frühjahr 1839 nahm er an den NiveUiningsarbeiten 
ftir eine damals projectirte Eisenbahn von Altona über Segeberg nach 
Kiel und Neustadt theil, erhielt Erlaubniss zu weiterer Ausbildungsreise 
nach Deutschland, am 1. Juli 1841 la suite und ein Jahr später auf 
Wartegeld gesetzt, hielt sicli ilaiin in Kopenhagen auf und kam 1844 
nach Petersburg und von da nach Tulkowa zu. Geh.-Rath Struve, Üirector 
des dortigen Observatoriums; kehrte 1845 im Herbst nach Däneinark 
zurück und hielt sich zuerst wieder in Kopenhagen aul, nahm am Kriege 
auf dänischer Seite theil, im October 1850 const. und Februar 1851 
festangestellter Hegereiter im Apenrader District bis Frühjahr 1853, starb 
in Kolding 4. Aug. 1854. — Nach dem ausführlicheren Bericht in fiislew Iii, 
S. 115—118, Suppl. lU, S. 113-115. 

Seine schriftstellerischen Arbeiten, worunter die dänische Ueber- 
setzung des Kosmos, gehören im Wesentlichen sur dänischen Literatur. 
Die Schrift: Populäre Forelsesninger over Agerdyrknings-Chemiens 

Hovedlaerdomme. Tiykt som Mscpt. for den „mellemslesvigskc 
Landbofoiening** wurde in Apenrade in 3 Helten von 1853 — 1857 



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9 



960 Sehunaelier — Sclrappe. 

gedruckt. — Vcrgl. über dieselbe u. a. die ,,Fiensb. Zeitung" 1853, 
Nr. 106, 1854, Nr. 96 und Dannevirkc Aar 17, Nr, 108. 

In Schumacher's astronomischen Nachrichten 39, Nr. 159, steht 
von ihn) : Beobachtung der Sonnenfinsterniss v. 5. und 6, Mai 1845, 

1972) Sehuiimcher , Friedrich, geb. in Flensburg ab 

praktisirander Ant in Mölln bis 1870 (1871 nicht mehr). 

1976) Sdiamaelier , Karl Theodor, geb. 11. November 
1 799 in Hnsum starb in Berlin, wohin er nach seiner Pensionimng 

gezogen war, 7. Mär« 1868. 

1976a) Schumacher) Richard, geb. 19. Januar 1827 in Altona, 
Sohn von Heinrich Chr. Schumacher (Nr. 1975 im Haoptwerk) — ge* 
bildet daselbst in einer Privatschule, 1847 August bis November GehüUe 
bei der dänischen Gradmessung auf Samsoe, besuchte die Universit&t 
K5nigsbeig, wohin er im October 1850 kam, von Ostern 1851 bis 
Michaelis 1853, 30. December 1854 Observator an der Sternwarte in 
Altona, darnach von Mai 1859 bis August 1869 an der Sternwarte zu 
Santiago in Chile, auch bei der Landes- Vermessung, seit 1874 Assistent 
an der Stcniwaile in Kiel. 

In den von seinem Vater begründeten astronomischen Nachrichten 
zahlreiche Beobachtungen schon seit Ende der 40 er und im I^aiife der 
50 er Jahre, darauf wieder seit 1874 bis 1886. — Meridiankreis- 
Beobachtungen des Planeten Mars während seiner Opposition 1862 
in den von der Sternwarte zu Santiago in Chile herausgegebenen 
Observadones merid. i microm. tidativas al planeta Maite etc» Santiago 
1863. Femer in den von derselben Sternwarte lusgeg* Observaciones 
astronoroicas (wovon Dresden 1875 bei Tenbner ein die Beobachtungen 
von 1856 -1860 enthaltender 2. Theil erschienen, der mir aber 
nicht zu eruiren möglich) verschiedene Meridiankreis-Beobachtangeo. 
— Revidirt* 

'Scbmick, Henriette, geb. 1. März 1844 in Kiel, besuchte die 
Privatschule der Frau Stange, war später als Lehrerin in Frankreich, Kiel 
und in England thätig und lebte um 1886 als Gesellschafterin in 
England. 

Grössere und kleinere belletristische Beiträge in der Kieler 
Zeitung Jahrg. 1874, nml später in der Flensb. norddeutschen 
Zeitung 1875, und im Hamburger Fremdenblatt. — Revidirt. 

^SchiippCy Friedrich Heinrich, s. hchoppc, Friedrich 
Heinrich. 



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Schur — Sehwalbaeh. 



861 



*Sclinr, Wilhelm, geb. in Altona, Stiefenkel von Ad. Com. 
Petersen (Nr. 1603), zeitig mit Beobachtungen und Berechnungen an der 
Altonaer Sternwarte betraut, studirte Mathematik und Astronomie in 
Göttingen (Lehrw vorwiegend Klinkerfues), wurde daselbst auch mm 
Dr« phÜ, promovirt, darauf an dem geodätischen fiastitut in Berlin be- 
schäftigt, 1874 Observator an der Sternwarte in Strassburg, nahm 1875 
an der Expedition nach den Aucidandsinseln zur Beobachtung des Venus- 
Durchganges theil, erhielt 1883 für seine 1882 im Herbst veröflfentlichte 
Arbeit über die Trabanten des Jupiter und über die Masse der Planeten 
von der Pariser Akademie einen Preis (2000 Fr.), im November 1885 
ordentl. Prof. der Astronomie in Göttingen. 

Untersuchungen über die Bahn des Doppelsterns 70 i». Ophiuechi« 
Göttinger Inaug.-Diss. Altona 1867. 4*^. (Steht auch in den astro- 
nomischen Nachrichten Bd. 71 und Nachtrag Bd. 73.) 

Diverse Aufsätze in den astronomischen Nachrichten, u. a. 

Hd. 69: Bestimmung dos Doi)pc]sterns ^ 3062; Bd. 7.^. 9 1 : 
Elemente der Arethusa; das. S. 93 : Positionen zweier Vcrgleichsterne. 

^Schurlgy Hermann, zur Zeit, als der unten verzeichnete Leit- 
faden erschien, Zeichnenlehrer der Fortbildungsschule in Flensburg. 

Kurzer Leitfaden zur £rtheilung des Zeichnenunterrichts in der 
Volksschule nach einem methodischen Lehrgange. Flensburg 1873. 
8°. & Itzeh. Nachlichten 1873, Nr. 55. 

*Schwake, Karl Friedrich Theodor, geb. 6. Mai 1850 zu 

Grosshege sdorf in Hessen - Nassau, besuchte das Gymnasium zu Minden, 
Studirte neuere Philologie in Marburg und Münster, wo er das Leiiramts- 
examen absolvirte, Mich. 1876 bis rlahin 187 7 l^robandus an der Real* 
schule zu Lippstadt, darauf Realschullehrer in Hagen, April 1879 desgl. 
und noch in Altona, Lieutenant der Landwehr, Inhaber des K. von 1870/7 1. • 

Versuch einer Darstellung der Mundart von Toumai im Mittelalter, 
im Realschulprogr. Altona 1882. 4\ Revidirt. 

*Scliwalbach, Franz Karl, geb. 8. December 1839 zu Königs- 
berg iii der Neumark, besuchte das dortige Gymnasium, studirte erst 
Theologie in Berlin, dann Philologie in Breslau, Ostern 1864 Lehrer an 
der gehobenen Bürgerschule in l'leschen, Prov. Posen, absolvirte Mich. 
1864 das Examen pro fac. doc. und wurde Leiirer am Gymnasiunn zu 
Krotoschin, Mich. 1870 an der städtischen Realschule 1. O. zu Sprottau, 
Mich. 1881 Director der höheren Bürgerschule in Mame. 



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SchwartE. 



1) Englische Elemeiitar-Grainniatik nach der stufenweise fortschreiten- 
den Methode. Ostrowo, Priebatsch in Comm., 1863. 8^ 

2) Neue Conversations-Cirammatik der französischen Sprache. Nouveau 
com de langne et de grammaire firangaise. Nach Gaspey^s und 
Setdenstücker^s Methode. 1. Th. 2. Corstts. Hamb., Kitfler, 1865. 8^ 

3) Die Verbxeitung der Sage von Flore und Blanceflore in der 
europäischen Literatur, im Gymnasialprogr. Krotoschin 1868. 4^ 

4) Le passage de la Bdr&ina par S^gur oder Buch 1 1 aus S6gur*s 
Histoire de Napoleon 1812. Mit Einleitung und Anmerkungen, An- 
hang und Karte. Leipzig, Teubner, 1873. 8^ 

5) Bollean^s art po^que fiir die oberen Klassen höherer Lehr- 
ansladten. Berlin, Weidemann, 1877. 8*^. 

6) Ein Abschnitt aus Th. Babington Macauly History of England 
für die oberen Klassen höherer Schulen. Leipzig, Teubner, 1879. 8*. 

7) Descartes* Discours de la methode erklärt Berlin, Wddemann, 
1879. 8^ 

8) Die ersten Jahre der Grossloge von London. Ein Wort der 
Abwehr gegen Br. Fr. Krüger-Schwerin. Leipzig, Zechel, 1883. 8*. 
Ein zweites Wort Hamburg, O. Meissner, 1884. 

*8e1lirartK, Emst Karl Berthold, geb. 8. August 1846 in 
Glückstadt, gebildet auf den Gymnasien in Glückstadt und Altona, studirte 
die Rechte auf den Universitäten Kiel und Göttbgen, bestand 1874 das 
Referendariatsexamen, 1878 das Staatsexamen, promovirt resp. 1873 und 
1879 in der philosophischen und juristischen Facultät, angestellt seit 1880 
und 1882 Amtsrichter auf rdlwijrni. 

Das Mahn verfahre II vor den Amtsgerichten. Altona, Hermann 
Uflacker, 1879. 8". 

Das Grundbuchrecht der Provinz Schleswig-Holstein. Kiel, Lipsius 
und Tischer, 1885. 8^ 

Bdträge zu Johow u. Küntzers Jahrbuch für Entscheidungen 
des Kammergerichts, zu Schmoller^s Jahrbuch für Gesetz* 
gebung, Verwaltung und Volkswirthschaft, ausserdem zu 
mehreren Tagesblättem, — Revidirt 

1978) Schwarte, Georg Heinrich Wilhelm, geb. 17. Nov. 

1819 zu Neuenkirchen, Propstei Mttnsterdorf — — 10. April 1874 

definitiv Propst filr Eiderstedt und gleichzeitig Konsistoriahrath und kommiss. 

*) Die unter 1, 2 und 8 angeftlhrleii Schriften änd nicht In dem im Mamer 

Schulprograiiini von 1882 enthaltenen Peison:»ll)erichte niiiauffiefrihi t, slelu-n abn in 
Kaysers fiacher-Vensetchniss unter Fr. K. Schwalbach angegeben und sind wühl auch 
von ilini. 



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Seliwurta, 8fiS 

Mitglied des evangelisch-lutherischen Konsistoriums in Kiel, 19. Juli 1875 

Dr. theol. hon. c. von Jena, erhielt 1876 R. A.-O. 4. Cl., 6. Januar 

1873 — 1880 kommiss. Kreisschulinspector für Husum<Bredstedt, seit 1871 

Abgeordneter zur Synode. 

lÄBSs im Druck ausser dem im Hauptwerk Angeführten seitdem 
nichts weiter erscheinen. — Revidirt. 

* Sehwartas» Georg Wilhelm Elimar, geb. 9« Febr. 1855 

in Eutin, wo er von 1868 bis 1874 das Gymnasium besuchte, studirte 

Philologie in Leipag, Kiel, wo er im Mai 1878 Dr. philos. wurde, im 

Sommer 1879 Probekandidat in GlQckstadt, Ostern 1880 nrdentl. Lehrer 

am Gymnasium iu Kiel. 

De metaphoris c tnuri et re navali petitis (^uaestionci» Kuripideae. 
Diss. inaug. Kiliae 1878. 4*. 

•Schwartz, HuWt^rt, geb. 1. September 1853 in Eutin, be- 
suchte 1867 — 1873 das Gymnasium daselbst, studirte Philologie und 
Geschichte in Leipz.iir 'inci Kiel, wurde in Kiel 1877 zum Dr. philos. 
promovirt, 15. Februar 187 9 Schuiamtscandidat, Probandus und Hülts- 
lehrer von Ostern 1879 bis dahin 1881 am Archigymnasium zu Soest, 
von wo er ans Gymnasium in Wandsbeck kam, wo er 21, November 
1882 starb. 

Ad Atheniensium rem militarem studia Thuc^didea. Diss. inaug, 
Kiliae 1877. 4^ 

1979) SchwartSKy Jacob Heinrich Hermann, geboren am 

3. November 1821 zu Neuenkirchen, Propstei Mänsterdorf — *~ seit 

1862 Professor der Geburtshülfe und Director der geburtshOlf liehen Klinik 

in Göttingen, Geh. Hofratfa. 

Das akademische Prorectoratsprogr. : Beitrag zur Geschichte des 
Foetus im Fötus erschien Marburg 1860 (nicht 1859). 

Noch von ihm u. a. als Mitarbeiter an dem von Gred^ und Spiegel- 
berg redigirten Archiv für Gynaekologie Band 1, Berlin 1870, 

S. 361 f.: Hirndruck und Hautreize in ihrer Wirkung auf den Fötus ; 
Ii. 13, 1878, S. 475: Ueber Ovariotomie bei Kindern, S. 477 : 
Ueber Inversion des Uterus durch Neubildungen. 

1981) Schwartz, Johann Heinrich Harald, geb. in Giekau, 

Bruder von Nr. 1978 und 1979 noch Aizt in Wandsbeck, Iniiaber 

des Kr.-0. 4. a. 

Noch von ihm: Beiträge twr Lehre von den Schusswunden, ge- 
sammelt in den Feldzügcn der Jahie 1848, 1849 und 1850. 
Schleswig 1854. 8«. 



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254 



Sohwed^r — Schwer. 



*Schweder, Karl Emil Albert, geboren 4. August 1837 zu 
Bärwaldf 1. Pom., gebildet aui ^lem (iyiuuahuim zu Cöslin i. l'oiii. und 
auf den Universitäten zu Berlin und Greilswald, exam. im Jan. 1870 zu 
Greifswald, Ostern 1872 i^ehrer an der höheren Bürgerschule und seit 
20. August 1^74 ordentlicher Lehrer an der Realschule in Kiel. 

Beiträge zur Kritik der Chorographie des Augustus Th. 1: Der 
Text von Dicuils scriptura missorum Theodosii ans einer VaticanischMi 

Handschrift a!>gednickt und verglichen mit dem nach bisher unge- 
druckten Handschriften neu festgestellten Texte der dimensuratio 
provinciarum. Th. 2 : Die Chorographie des Augustus als Quelle 
der Darstellungen des Mela, Flinius und Strabo. Tii. 3 : Ueber die 
„Chorographie" die römische Quelle des Strabo und über die 
Playmqalttatirtik in der Geograi)hie des Plinius« Kiel, Schwers, 
1876^1885, 8«. 

Die Conooidans der Qiorographien des Pomponini Mela und des 
Plinius (nat. bist. 3— 6), im Osterprogr. der Rea^cfanle Kiel 1879. 4**. 

Beiträge zntn Philologus Jahrg. 1883 nnd 1886. — Revidirt 

* Schwenke, Paul Georg, geb. 20. März 1853 in Langendembach 
(S. Weimar), besuchte das Gj-mnasium in Eisenach, studirte Philologie 
in Leipxig, Jena und Breslau, nahm 1870/71 am Kriege -Iheil, wurde am 
15. Aug. 1874 in Jena zum Dr. philos. promovirt, l. Febr. 1875 Hülls- 
arbeiter, 1876 Gustos an der Universitäts-Bibliotfaek in Gfeifswald, seit 
Januar 1879 eister Gustos an der Kieler Universitäts-Bibliothek. 

Ueber Ciceros Quellen in den Büchern de natura Dcorum in 
Setilb Jahrbb. für PhÜol. und Päd. Bd. 119, 1879, S. 49—66, 
129 — 142. Zu Giceio de natura Deoram ebendas. Bd. 125, 1882, 
S. 613 — 633. Ueber die Zeit des Minudus Felix in Jahrbb. fUr 

Protest. Theologie Jahig, 9, 1883, S. 263—294. — Literatur zu 
Cicero's philosophischen Schriften aus den Jahren 1881 — 1883 in 
(Bursians) Jahresbericht über die Fortschritte tler classischen Alterthums- 
wissenschaft Jahrg. 11, 1883, AbÜi. 2, Bd. 35, Berlin 1885, S. 74 
bis 117. — Revidirt. 

1984) Sehwensen, Christian Karl August, geb. 23. März 
1811 zu Hoerup, Propstei Sonderburg — — seit 11. Februar (nicht 
Män) 1846 noch Pastor in Hoerup. 

^Schwer, Karl Wilhelm Mildenstein, geb. 7. Januar 1856 
zu Wöhrden, S.-D., besuchte erst die Volksschule daselbst, dann von 
1867 bis ( )ctol)er 187 6 das Kieler Gymnasium, studirte Medicin in Kiel, 
wo er seinen militärischen Dienst X. October 1881 bis 1. April 1882 



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Sehrts - »eeUg. 



und später als einj .-freiwilliger Arzt bei der Marine, auch die Examina 

absolvirte, im Februar 1884 Dr. med. et chir. 

Ein Beitrag zur Statistik und Anatomie der Tuberkulose im Kindes- 
alter. Inaug.-Diss. kiel 1884. 8**. 

1986) Schytz, Karl Christian, geb. 18. Juni 1794 in Kopen- 
hagen, kam, nachdem er die Artillerie-Cadettenschule daselbst besacht 
und absolvirt hatte und 1. Märs 1811 Secondelientanant geworden war, 
1812 nach Holstein, nahm an dem Feldzuge 1813/14 tfaeü, war von 
1816 — 1836 Lehrer an der Unteroflicierschule der holsteinischen Aitillerie- 
brigade, 1820 Fiemierlieutenant, 1829 Secondecapitän, 1837 Batteriechef, 
nahm am ersten schleswig-holsteinischen Kriege auf Seiten der Herzog* 
thümer als Obersflieutciinnt theil, wurde J3. December 1848 auf An- 
suchen mit Obcrst-Cliarakier entlassen, nach dem Kriege im April 1852 
landesv'crwiesen, stellte sich aber der in Schleswig niedergesetzten Gencral- 
Kriegscommission, wurde im Januar 1853 Staatsgefangener aut Christiansö, 
erhielt 13. September 1855 Eriaubniss, seinen Aufenthalt auf Bomholm 
und 4. April 1856 denselben in Altona zu nehmen, wo er im Adress- 
bach von 187 7 zum letzten Male vorkommt. — Vergl. Krslew an der 
schon im Hauptwerk dtirten Stelle B. 3, S. 131 und Sappl. B. 3, 
S. 126—127. 

Im Militärt Repertorium B. 3, 1837, S. 337 f.: Jagttagelse 
om Forladninger som ere blevne sdkkende i Kanonen efter Skoddets 
Afgang. 

1987) 8eeger, Julius Karl Marias, geb. 26. Apiil 1829 in 
Schleswig — — seit 1861 noch Arzt und Zahnarzt in Bremen. — 
Revidirt 

1988) Seeger, Karl Heinrich, geb. 12. (nicht 11.) Januar 
1833 in Schleswig — — noch praktischer Arzt und Privatdocent in Kiel. 

1989) S«eUg, Wilhelm, geb. 2. Juni 1821 In Cassel 

seit Michaelis 1854 ord. Professor der Nationalökonomie, Finanzwissen* 
schalten und Statistik an der Kieler Univeisitfit, 27. März 1866 Vorstand 
des statistischen Bureaus für Hobtein in Kiel bis zur Auflösung desselben 
1868, 1870 bis 1873 im 9. Schleswig • holsteinischen Wahlkreise znm 
Mitgliede des Reichstages erwählt, Mitglied des Hauses der Abgeordneten 
seit 187i und noch für den 14. Schleswig- holsteiiu^(hfn Wahlkreis, 
1871 auch im Setzungs - Collegiuin der Stadt Kiel und Uepulirter der 
Universität zum Armendiiectorium. 



^ed by CjQQQle 



266 SeesterB-PAMly. 

Von ihm noch (als Vorsteher des statistischen Bureaus): Die Er* 
gebnisse der Vc^ksfAhlang im Heraogthum Holstein 'nach der Anr* 
nähme vom 3. December 1864. Kiel 1868. 4\ 

Mit A. Hänel: Zur Frage der stehenden GeßUle in Schleswig- 
Holstein* Gutachten, abgegeben itir die Aemter Bo^esholm,. Neu? 
münster, Reinbeck und Cismar. Kiel, Homann, 187Q, 

Von ihm darin als Beitrag 2: Die Domainen-Veräusserung und der 
sog. Domanial-Canon. Daselbst 1372. Als Beitrag 3: Das Henen- 
geld und der gesetite Canon im ehemaligen Amte Gottorf. Da« 

selbst 1873. 8". 

Mit A. Häncl: An die; liberalen Wähler. 4 Reden. Herausgeg. 

vom geschäilsführcndcn Ausschuss der liberalen Partei in Schleswig- 
Holstein. Kiel 1876, fVon ihm: SegebciL;er Rede vom 6. August 
und Reint'eldcr Rede \'oin 20. August 18 76.) 

Diverse ßeitnige zu v(!rschicdcnen Fach- und anderen Zeitschriften, 
u. u. iiahlreiche Ariikci zur Kieler Zeitung während einer Reihe 
von Jahrgängen. 

1990) Seesteru- l*Hul,V, Friedrich, geb. I.November 1789 aut 
dem Gute Bossee in Holstein — — starb als Amtmann und erster Be- 
amter im Amte Sciwar/cnbeck in Lauenl)urg 30. Mai 1866. — Mitgetheilt 

1991) Seesteru-Failly, Hans Hermann Walter, geb. 1829 
in Schwarzenbeck, Sohn von Nr. 1990 — bis 1862 auch Privatdocent 
in der juristischen Facultät in Kiel, seit 1874 Rechtsanwalt am Ober- 
Uuidesgericht, im August 1882 Justiziath. 

Noch von ihm: Das Grundbuchrecht fUr die Provinz Schleswig- 

Holstein Th. 1: Commentar zu dem Gesetz vom 27. Mai 1873 über 
das Grundbuchwesen und die Veqiföndung von Seeschiffen in der 
Provinz Schleswig - Holstein. Th. 2: Das Immohiliar - Sachenrecht, 
in Sclileswig-Holstein Abth. 1 : Das bisherige Immobiliar-Sachenrecht, 
Abth. 2: Das (irundbuchreeht. Kiel, K. v. Wechmar, 1874. 8". 
S. Itzehoer Nachr. 187 5, Nr. 8; Kieler Zeitung vom 21. Mära 1874 
und vom 6. Januar 1875 fv. A. Hänel). 

Das von dem Vormund aulzunehmende Vermögensverzeichniss und 
die Anlegung der Capitalien der Minderjährigen* Das 1875. 8^ 
& Kieler Zeitung vom 31. August 1875, A.>N. 

Die protocollirten Gläubiger in der Prov. Schleswig-Holstein und 
der 1. October 1879. Für Juristen und Nicht - Juristen dargestellt« 
1. und 2. Aufl. Kiel, Upsius & Tischer, 1879. 8». 

1992) Seestern-Panly, Ludwig August, geb. 31. Juli 1804 
auf dem Gute Bossee, Bruder von Nr. 1990 — — feierte 17. Mai 

1882 sein SO jähriges Doctor-Jubilaum, u. a. bei der Gelegenheit Inliaber 



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I 



Seidel Selts. 257 

des R* A.-0* 4 CI. mit der Zahl 50. (Ein Bruder, der Geh. Regierungs- 
rat a. E). Hans Seestem^Pauly starb 5. Februar 1881 in Lfibeck.) 

1994} Seidel, Karl Friedrich, geb. lcS20 in VVilster — — 
1 867 Amtsriditcr in Schenefeld, 1869 desgleichen in Kellinghusen, 1874 
Oberamtsrichtei, un Juni 1876 auf Ansuchen pensionirt. 

^Seideliu, Hans Christian Paulus, geb. 4. October 1813 

in Skanderborg, studirte Philologie und (beschichte in Kopenhagen seit 

1833, cand. phüos., gewann 1849 die Goldmedaille der Universität fiir 

eine historische Preisaufgabe, ordnete während der Jahre 1857 — 1861 

auf Antrag des Itfagistrats das Flensborger Stadtarchiv, starb 1. April 

1872 in Kopenhagen, — Vergl. Erslew Sappl. B. 3, S. 148—149. 

Diploniatariam Flensborgense* Sämling af AktsQrkker til Staden 
Flensborgs Historie. Band 1. Kjöbenhavn 1864. 8^ 

*S6lts, Karl-Ludwig, geb. 31. April 1837 zu Norden, Ost« 

fnesland, Sohn des Conrectors E. A. Seitz daselbst, besuchte das dortige 

Progymnasiuin uaii nachher das Pädagogium ü.u Ilfeld, studirto classische 
und moderne Philologie in (Böttingen, wurde nach bestandenem Examen 
pro facultate doc. im ^^l^t !lllJer 1860 Hiilfslehrer am Gymnasium zu 
Aurich, Ostern 1862 Dr. philos. in Jena, und ordentlicher i.ehrer am 
Gymnasium in Jever bis 1871, Michaelis 1871 Leiter und später Rector 
der in eine vollberechtigte höhere Bürgerschule umgewandelten höheren 
Kirchspiel-Schule in Marne, 28. November 1877 Professor, seit Michaelis 
1881 als Rector des Realprogymnasiums in Itzehoe. 

1) l^ongfellows Hiawatha übersetzt von A. und K. Se^ Hannover 
1859. 8» 

2) Zu Plautus* Miles gloriosus, im Progr. des Gymnasiums zu Jever 
1867. 4". 

3) Die Alliteration im Englischen vor und bei Shakespeare, im 
Osteiprogramm 1875 der höheren Bürgerschule in Marne. Marne 
1875. 4«. 

4) Geschichte der Gründung und Entwicklung der höheren Bürger* 
schule zu Marne, in demselben Programm von demselben Jahr. 

5) und 6) Zur Allilaration im Neuenglischen, in den Programmen 
des ReaI[)rogymnasiums zu Itzehoe 1883 und 1884. 

7) Von ihm das Coireferat zu dem Referat {von Hess) zu der 
Frage: In wclclie Classe der Gymnasien und Realschulen ist der An- 
fang des französis» luMi l'nterrichts zu setzen etc., in der Verhandlung 
der 1. nirec toren-X ersammlung ITir die Provinz Schleswig-Holstein 
1880. Berlin 1880.) 8". — Kevidirt. 

17 

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368 



Seile — Semper. 



I99() Helle, Johann Leonhard, geb. in Gelting feierte 

15. Februar 1868 sein 25 jähriges Amtsjubiläum als Organist, als welcher 

er, 15. Februar I84i m l.andkircheii auf Fehmarn angestellt, seit 1864 
an der Marienkirche in Rendsburg wirkte. 

^Hemler, Ludwig, geb. 19. Juni 1819 in Kutin, Sohn eines 
Mnsiklehrers und Componisten, der I8J3 nach T ndern übersiedelte, wo 
er starb, als der Sohn im Begriff war, die Universität an beliehen, um 
Jon zu Stadiren ; derselbe musste in Folge dessen das Stadium aufgeben, 
wurde Handlwigsieisender, nahm 1848 am ersten schleswig-holsteinischen 
Kriege Theil, wanderte 1850 nach den Vereinigten Staaten von N.-A.. 
aus, fiuid Beschäftigung an Rad. Lexow^s „Criminalzeitung'\ dem späteren 
New- Yorker belletristischen Journal, studirte dann Jura und wurde 1857 
zur gerichtlichen Praxis zugelassen, wohnte in Brooklyn und bekleidete 
den Posten eines Controllers. 

1998) Semper, Gottfried, geb. 29. Novbr. 1803 in Hamburg, 
Sohn des dortigen Kaufmanns G. E. Semper, welcher 1812 sein Doi^iicil 
nach Altona verlegte — ttbemahm (nach dem Hamb. Schiiftsteller-I^kon) 

1834 die Professur an der Kunstakademie und Bauschule in Dresden 

bekleidete (nach derselben Quelle) während seines Aufenthaltes in Eng- 
land eine Plrofessur an der königl. Akademie in Ikfaiyboroughhouse bis 
1855, wo er dem Rufe als Director der Banabtheilung am eidgenössischen 
Folytechnicum in Zürich folgte, wo er blieb, auch als ihm die Rückkehr 
nach Sachsen wieder verstattet war, später in Wien kais. österreichischer 
Oberbaurath, im Juli 1874 stiramföhiges Mit/j^Iied der Friedensciasse des 
k. preussischen Ordens pour le merite, starb in Rom 1 5. Mai 1S79. — 
Yergl. über ihn das Lexikon Hamb. Schriftsteller ß. 7, S. 154—156. 

Jiiig* Fr« Ahrens in „die Heimath", illustrirtes Familienblatt, Wien, 
Jahrg. 8 vom 2, Februar 1883, S. 292 ff.; Itzehoer Nachrichten 1879, 
Nr. 58. Nekrologe Uber ihn erschienen in zahlreichea Zeitschriften und 
Tagesblättem, auch im Hamb. Kttnstier-Lexikon S. 231. — Besonders 
Hans Semper: Gottfried Semper. Ein Bild seines Lebens. Berlin, Catvaiy, 
1880. 8^. Const. Lipsins: Gottfr. Semper in seiner Bedentang als 
Architect. Berlin, Töche in Coiiiin., 1880. Gust. Portig: in „Unsere 
Zeit", hrsgeg. von Gottschall, 1884 Ii. J, S. 220 U: GotUVied Semper 
und die Architectur der Gegenwart. 



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Semper. 



959 



Von dem im Hauptwerk Nr. 8 aageführten Buch: Der Stil in den 
technischen und tektonischen Künsten B. 1 : Die textile Kunst, er- 
sduen 2, Aufl. 1878/79. 

Noch von ihm : Die Anwendung der Farben in der Aichitectar und 
Plastik. Dresden 1836. fol. 

Ueber Baustil. Ein Vortrag, gehalten auf dem Rathhaose in ZQrich 

4. März 1869. Zürich 1869. 8^ 

Bauten, Entwürfe und Skizzen. Gesammelt und hrsgeg. von llfonfted 
Semper. Leipzig 1881 fi. (in Lieferangen in fol.) 

Kleine Schriften, hrsgeg. von Manfred und Hans Semper. Berlin 
und Stuttgart 1884. 8*'. 

1999) 8eiiipei% Johann Otto. — Sein Vater, der Kaufmann 
und Fabrikant J. C. Semper in Altona» dessen Associd er war, starb am 
S. Februar 1881. 

3000) Sem^r^ Karl Gottfried, geb. 6. Juni 1832 in Altona, 
Bruder von Joh. Otto S. (Nr. 1999) — — seit 1869 Professor der 
Zoologie in Würzburg. 

3) Von den unter dieser Nummer schon im Hauptwerk aufgeführten 
Reisen im Archipel der Philippinen erschienen bis jetzt vollständig 
Th. 2, Wissraschaffliche Resultate B. 1: Holothurien, B« 2: Malako- 
logische Untersuchungen von Rud. Bergk, B. 4: Die Sipunaeliden, 

Al)ih. 1 ; Vi. 3 : Landmollusken, ist noch nicht vollständig erschienen. 
W iesbaden 1867 — 1886. 8", Ein Ergänzungsheft von Semper fiihrt 
den iitel : l'elier Sehorgane vom Typus der Wirbelthtöraugen auf dem 
Rücken von Schnecken. Daselbst 187 7. 

4) Die Philippinen und ihre Bewohner. Sechs Skizzen. Nach einem 
im Frankfurter geographischen Verein 1868 gehaltenen Cyclus von 
Vorträgen. Mit 2 Karten. Wnrzbnrg 1869. 8". 

5) Die Palau-Inseln im stillen Ocean. Reiseerlebnisse. Mit Karte* 

Leipzig, Hrockhaus, 1873. 8". 

6) Ciab heraus : Arbeiten aus dem zoologisch-zootomisrhen Insütut 

in VVürzburg, B. 1, 2 VVürzburg, Stahel, 1874 — 75, B. 3 Hamburg, ^ 
Mauke Söhne, 18 76 — 7 7, B. 4, 5 VVürzburg, Staudinger. 1877 — 82, 
B. 6 Wiesbaden, Kreidel, 1883. (Von ilim darin: 15. 1, S. l f.: 
Das zoologisdi^ootoinische Institut der Universiiät WOrsburg ; S. 73 fif., 

5. 208 ff., S. 222 ff.: Kritische Gänge I, II, UI; S. 137 ff.: Ueber 
die Wachsthums - Bedingung^ des Lymnaeus stagnalis; S. 259 fi^: 
Kurze anatomische Bemerkungen Uber Comatula; S. 269 ff.: Ueber 
Pycnogoniden und ihre in Hydroiden schmarotzenden Larvenformen; 
B. 2, S. 1 ff.: Ueber die Entstehung der geschichteten Cellulose- 
Kpidermis der Asddion ; S. 25 fT. : Die Stammesverwandtschaft der 
Wirbelthicrc und \V irbcllosen (bildet auch B. 1 der separat erschienenen 

17* 



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S60 



Siefert — Siemen. 



Schrift u. d. T.: Die Veiwandtschaftsbeziehungen der gegliederten 
Thiere), S. 167 ff.: Ueber die Götte^sche Discontinuitätslehre des 
oiganischen Lebens; S. 195 ff. : Das Urogeniulsystem der Flagiostomen 
und sdne Bedeotiing tttr das der übrigen WirbelHü^; B. 3, S. 1 15 ff.: 
Die Verwandtscbaftsbesnehongen der gegliederten Thiere III (bildet 
andi 6. 2 der separat unter diesem Titel erschienenen Schrifti Ham- 
burg 187 6), S. 480 ff.: Einige Bemerkungen über die Nephropneusten 
von Ihering^s; B. 4, S. 65 ff.: Beitr.'ige zur Biologie der Oligochaeten; 
B. 5, S. 95 ff.: Herr Professor iüirbringer als Philosoph. 

7) Der Haecke]i?TTnjs in der ZfK>lf)gie. Ein Vortrag, gehalten am 
28. October 187 5 im Verein tür Kunst und Wissensclmtl in Hamburg 
unter dem Titel: Der neue Glaube und die moderne Zoologie. 
Hamburg, Mauke Söhne, 1876. 8'\ 

8) Offener Brief an Herrn Haeckel in Jona. Hamburg, Würzburg, 
Staudinger, 1877. 8^ 

9) Mein Amsel-Process, die Amsel-Fanatiker und der Vogel-Schutz. 
Wünbnig 1880. 8^ 

10} Die natürlichen Existenzbedingungen der Thiere, in: Inter- 
nationale wissenschafUiche BIbUoDiek B. 39 und 40. Leipzig, Brockhaust 

1880. 8^ 

1 1) Ueber die Aufgabe der modernen Thiergeographie, in „Sammlung 
gemeinverstftndficher wissenscbafUicher VortrUga" Heft 322. Berlin 

1881. 8^ 

Beitrage noch (ausser den im Hauptwerk angegebenen) zur Zeit> 
Schrift für wissenschaftliche Zoologie B. 19, 1869, 

S. 625 f.: Eine neue TestaceUidengattung in Australien; B. 22, 1872, 
S. 235 f. : Ueber Generationswechsel bei Steinkorallen; das. S. 305 f . : 

Zoologische Aphorismen; B. 27, 1876, Schluss des 1. Heftes: Zwei 
nicht existirende Zoologen; B. 30, 1878, S. 282 f.: Ueber die Lunge 
von Birgas latro. 

2004) Siefert, Otto Albrecht Bernhard, geb. 21. Juli 182Ü 

zu Neustrelitz zu Ostern 1868 Director des Flensburger Gymnasiums, 

18. Januar 1874 Inhaber des R. A.-0. 4. Classe, verunglückte 12. Juli 
1874 durch einen Sturz im Betner Oberlande bei Gieasbach bei Brienz, 
wohin er die Ferien zu einer Reise benutzt hatte. — VergL Progr. des 
Flensburger Gymnasiums 1875 in der Chronik. Flensb. Norddeutsche 
Zeitung vom 18. Juli 1874 (unter Flensburg), Kieler Zeitung vom 18. Juli 
(A.-Nr. unter Kiel). 

*SiemerS, Eduard Wilhelm Rudoil, geb. 21. Marz 1841 
in Segeberg, erst Pharmaceut, studirte dann Medicin, wurde 20. März 
1869 Dr. med. et chir. in Kiel, Arzt in Garding. 



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Siemoni«!! - SIevers. 



861 



Ucl)cr eiQon Fall von Elephantiasis congenita. Inaug.-Diss. Kiel 

1869. 8". 

2006) SieiHOnseii, Lorenz, geb. 20. August 1800 in Flensburg 

— als Pastur in Husbye 1866 emeritirt, starb in Flensburg 17. Dec. 1872. 

2007) Sienionsen, Ludwig, geb. 16. Juli 1840 in Husbye — 

— tm Zeit 2. Oberlohrer am Gymnasiiim su Hadersleben. 

200S) Siemgen, Hermann, geb. 1796 — .<r^' starb in Altona, 
wo er iniher Apotheker war, 27, October 1870. 

*fil|iemseny Karl Frans, geb. in Flensburg, HandlungBcommis 
das., spfiter Kaufinann in Reyiyavik auf Island und später in Hamburg. 
— ' Vergl. Erslew Suppl. III, S. 170, wo von ihm: Beiträge zu einer 
isländischen Zcitschntl „i^an^^tidindi" angeluhrt werden. 

2009) Sierck, Joh um Heinrich, geb. 27. November 1817 in 
Preetz — — seit 2. (nach der Notiz in Zeitschrift der Gesellschaft ftir 
schleswig-holstein-lauenburgische Geschichte B. 12, S. 344, seit 26«) Sept. 
1866 I^astor in Waabs. 

2010) Sierek, Marcus Alexander, geb. 22. Febr. 1787 m 
Alten-Benebeck im Amte Gottorf — starb in Fteets, wo er snletst 
bis 1. October 1857 Knabenlehrer (und Jubilar) gewesen war, 27« März 
1870. Zu seiner Ehre kam, vermittelt durch ein Comitd seiner ehe- 
maligen Schüler, ein Sierck-Fonds ausammen, aus dessen Zinsen Prämien 
an Schulkinder ausgetheilt werden. 

2011) Siev^rs, August Heinrich Theodor. — Vergl. über 

ihn noch I^xikon der Hamb. Schriftsteller R. 7, S. 181-182. 

Noch von ihm : Die Thorsperrc in Hamburg. Gedicht nach 
Schillers Glocke. Hamburg 1846. 8". 

Der Kckeüstelier Nante Strumpf in Hamburg und auf der Berlin- 
Hamburger Eisenbahn. Heft 1. Das. 1847. 8". 

Vermischte Gedichte. Das. in demselben Jahre. 2. Attfl* Altona 
1857. 8». 

Krieg und i^rieden. Gedichte. Altona 1850. 8». 
Kuddelmuddel. Ein humoristiscber Kalender auf das Schaltjahr 
1852. Hamburg 1852. 8^ 

2012) Sievers, Johann, geb. 5. August 1805 zu Stafstedt Im 

Kirchsp. Jevenstedt*), Sohn des Schmieds und Käthners Christian S. und 

*) Das Gebttrtjtdatum von Herrn Pastor Gloyer ia Jevenstedt tnitgetheilt, 
dessen Bemühen sowie dem der Henen Lehrer KQbl und Heinrieb mehrere der diesen 
Schriftsteller betreffenden Angaben zu verdanken sind« 



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Sl«vers — Sievert. 



der rrinkc geb. Sicpkcn daselbst, fand bei vorwiegend .autodidaktischer 
Ausbildung noch einige Anleitung durch den Rcctor Jürgen Pähl in 
Rendsburg (Nr. 1560), verlicss das Handwerk, zu dem er vom Vater 
angehalten war, und functionirte als Haus-Lehrer oder Lehrergehülfe an 
veischiedenen SteUen, war, um sich weiter für die Schale anszubilden, 
ein Jahr bei dem Catecheten Caiatensen in Kiel, darauf, 1824 oder 1825, 
Lehrer in Sade bei Itzehoe, wurde durch Prof. Schumacher (Nr. 1975) 
veranlasst, die Schulstelle aufzugeben, und von demselben bei der Attonaer 
Sternwarte beschäftigt, war darnach einige Zeit — 4 J; hre — Observator 
an der akademischen Sternwarte in Kopenhagen, soll darnach wegen auf- 
fälligen menschenscheuen Wesens in Verdacht gcrathen sein, irrsinnig zu 
sein und nachdem er ein Jalir im Irrenhause zugebrat:ht, um 1848 zu 
seinen Verwandten in Holstein geschickt sein, wo er in bedrängter Lage 
eine Zuflucht bei dem Halbhufner Hinrich Pähl in Luhnstedt fand, darauf 
aber ward er durch den Staatärath Struve in Petersburg, dessen Belcannt- 
schaft er in Hamburg machte, zu maüiematischen Berechnungen verwandt ; 
von 1859 bis 1866 an der Sternwarte in Königsberg, wo er aus 
Gesundheitsrücksichten nach einem erst kürzeren, dann einem folgenden 
längeren Urlaub, ohne Pension, mit einer Abfindungssumme entlassen 
wurde; nahm darauf sein Domicil in Altona, wo er 32. Febr. 1 882 starb. 

Noch von ihm f(?rnere Ijoitriigc zu den ,, Astronomischen Nach- 
richten", worüber die Register derselben zu vergleichen sind, und zu 
Königsberger Zeitschrillen. 

Die Autiosungen zu den von ihm herausgcg. DcHciac mathcmaticao 
von Paul Halcke sind aus Mangel an Interesse nicht erscliienen. 

*8ieYerS, Johann Christian, geb. 20. Januar 1835 zu Staf- 
stedt, Kirchsp. Jevenstedt, besuchte das Seminar in Segeberg von Mich. 
1854 bis dahin 1857 (exam. mit dem 2. Char. m. r. A.), war während 
seiner Präparanden-Jahre Gehülfe in Norderstapel, zur Zeit I^hrer in 
Nindorf, Kirchsp. Hohenwestedt. 

Aufgaben zur Raumlehre auf der Oberstufe der Volksschule. I^angen- 
salza, Schulbuchh., 1874. 8". S. Itaehoer Nachrichten 1874 vom 
15. December. 

*S!evert, Hermann (ieorg Wilhelm, geb. 18. October 
1845 in Eutin, besuchte die dortige Bürgerschule, kam nach Plön in die 
Uhrmacherlehre und gründete sich daselbst später ein eigenes Geschäft, 
dem er noch vorsteht. 



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SieyflVtl — Siifrerbwg. 



263 



Leitfaden für Uhrmacher-Lehrlinge. (In Veranlassung eines Preis- 
ausschreibens des Centraiverbandes deutscher Uhrmacher mit dem 
Preise gekrönt.) Berlin, VV. H. Kühl, 1879. 2. Aufl. 1882. 3. Aufl. 1 884. 

Ausserdem kleinere Beiträge zur Deutschen Uhrmacher- 
Zeitung und anderen Fach-Zeitschriften. — Revidirt. 

2012a) Sieverts, Detlev Heinrich Christian, geb. 25. Mai 
1833 in Lütjenburg — -— seit 1860 Besitzer einer Buchdruckerei in 
Burg a. F. and seit 1861 H«rausgeber des Fehmarn^schen Wochenblatts. 

2013) SieyertSy Gustav Adolf Johann, geb. 23. September 
1810 txx Giekau — - trat 1. November ISSO als Compastor in Elms- 
horn in den Ruhestand. 

* Siewert, Franz, geb. 3. Juni 1859 zu Königsberg , studirte 
Volkswirthschail während der ersten 80 er Jahre in Kiel. (Als Pseudonym 
E. Ertel.) 

Beiträge v olkswirthschaitlichen und literarischen Inhalts zu verschiedenen 

Zeitschriften. 

*8ikiim, i' ranz, geb. im November 1845 zu in Schleswig- 
Holstein, 1884 in Bremen. — Vergl. Kürschner's Liter.-Kal. fiir 1884. 

Die Rose von Urach. Historischer Roman B 1 . 2. Mannheim, 
Nennich, 1882. 2. Aufl. Leipog, W. Besser, 1884. 8®. 

Des Nordlands Königstochter. Eine epische Märchendichtung. 
Frankfurt a. M., Saaerländer, 1883. 16". 

Ausserdem von ihm ein Oratorium „Saul und David". 

^Silfrerbergy Emun Julius Alexis, geb. 50. Mai 1824 in 

Kopenhagen, studirte Median in Kopenhagen, kam, nachdem er 1848 
und 1849 Arzt auf der „Gefion" und der „Hertha", darauf Oindidat 

und AiLl um Fredcriks-Hospital und an der Gebär-AiibLiüL iii Kopenhagen 

und 1856 praktisirender Arzt in der Bjcrre-Harde mit Wohnort in Veile 

gewesen war, 22. Sci)teinber 1856 als Arzt an das Gothard-Hospital in 

Flensburg bis 3. Januar 1865, starb als Inspector am Krankenhause 

Sygf'hjem in Kopenhagen im Jahre 1873. — Veigl. Erslew Suppl. B. 3, 

S. 17 7. Der früher ebenfalls in Flensburg, qjfiter in Kopenhagen 

praktisch thätige Arzt Dr. H. Slfverbeig starb in Kopenhagen, 70 Jahr 

alt, 24. Juli 1885. 

Von seinen Beiträgen m den Hospitals-Meddelelser fidlen 
einige in seine Flensburger Amtszeit, namentlich 1856, S. 153 
bis 258: Om Koldbrand i Lungen. Auszug daraus in Medi c.-chirurg. 
Monatshefte 1852, 11, 208^15 und Schmidts Jahrbb. der 



264 



Medicin B. 98, S. 39 — 43; ferner in Hospitals -T i dende 1858, 
S. 69 — 70: I''t Tillalde af Mciunyius granulosa hclbredet. 

* SiUVerherg, Erik Georg, geb. 2. Febr. 1822 in Kopenhagen, 

wurde 22. October 1851 Tünfler hehrer an der Flensburgcr Gelehrten- 

und Realschule, 16. Juni 1854 Adjunct, 10. Juli 1856 Collaborator bis 

29. Februar 1864. — Vergl. Erslew Suppl. B. 3, S. 177—178. 

Hier anzuführen : Kortfattot Lairebog i den anorganiske Chemie in : 
Indbydelsesskrifl til den offenUige Cocamen i Flensborgs Latin- og 
Rea]slK>le 1855, S. 1—58. 

2017) Simesen^ Rasmus Johannes, geb. 20. Jnni 1810 in 
Friedericia, wo er die gelehrte Schule besuchte bis 1828, stndirte in 
Kopenhagen, 1830 Lehrer der Mathematik und Sprachen an der gelehrten 
Schule in Friederida, ging 1833 nach Kopenhagen, nm an der poly- 
technischen Lehr-Anstalt das. zu studiren, exam. 1838, war vom 20. l)ec. 
183 7 bis September 1839 Alumne an Bork's Collegium, fungirtc von 
1836 drei Jahre als Amanuensis bei Conferenzrath H. C. Oersted, ging 
im Herbst 1839 nach Altona, wo er theils auf Veranlassung der schlesw.- 
holst. patriotischen Gesellschaft fiir Gewerksieute Vorlesungen in Mathematik 
und Physik, theils auch Privat- Vorlesungen in der Physik hielt, theils 
endlich am Gymnasium in Mathematik un4 Sprachen Unterricht ertheilte, 
6. Juli 1843 IHrector der in HelsingOr neuerrichteten Realschule, 2. Juni 
1851 Rector der Flensburger Gelehrten- und Realschule, 6; October 1852 
Professor und 6. October 1853 R. v. D., 29. Februar 1864 entlassen, 
darauf In Kopenhagen pensionirt. — Vergl., wie schon im Hauptwerk 
bemerkt, Erslew B. 3, S. 173/174 und Suppl. R. 3, S. 178 -180. 

Hier anzuführen : Die Geometrie genetisch dargestellt fiir Schulen 
und zum Selbstunterrichte. Mit 17 5 eingedruckten Holzschnitten. 
Altona, Blatt, 1841. %\ 

Grundriss der elementaren Algebra twin Gebrauch bei Vorträgen 
and dem Selbstunterrichte. Das. in dems. Jahre. 8^ 

Bemaerkninger og Forklaringer til den geometriske Tegnelaere for 
Skoler. Flensb<»g 185 S. (Als Manuscript für die mittleren Real- 
dassen der Flensb. Schule gedruckt. Von Geometrisk Tegnelaere for 
Skoler erschien 1. Afd. HelsingOr 1848, 2. Opl. Flensb. 1854, 
3. Dpi. 1858, 5. Opl. Kjöbenhavn 1876. 2. Afd. Helsingör 1848, 
2 Dpi. Fensb. 1858, 3. Opl. Kjöbenhavn 1869. 3. Afd. Helsingör 
1849, 2. Opl. Kjöbenhavn 1869.) 

Als Manuscript fiir Schüler und Zuhörer liess er in Flensburg auch 
drucken; Om Legememes almindelige Egenskaber 1853. Gm Vsegt- 



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Simoiueii — Sivers* 



265 



fylden 1854. Om et Punkts Bevaügcise 1856. Foredrag over Vaerine- 
hereti 1860. 

Constroctionsgeometrie oder geometrische Zeichnenlehre, ein Figuren- 
und ein Text-Heft. Uebersetzong aus dem 1. Heft seiner dänischen 
geometrischen Zeichnenlehre. Flensburg 1855. 8^ 

Das Wichtigste ans der Zahlenrechnung. 1. und 2, Heft. Als 
Mscpt. iUr die Flensburger Schule. Flensb* 1856. 8^ 

Naturlaerens Grundtraek. 2. Afdeling. Rumfiyrholdenes Naturlsre 
genetisk fremstillet til Skolebrug. 1* Hefte. (Als Manuscript gedruckt) 
Flensb. 1862. 8*. (Später erschien Kjöbenhavn, H. Simescn , im 
Buchhandel: (Irundtrack af Naturlaeren. 1. Hefte: Molekularkracfterne 

187^. Hefte: Vacrmen 1874. 3. Hefte: Affineteten 1874. 4. Hefte: 
l^cvxgendc Rrrciter 18 74. 5. Hefte: Tyngdckraften 18 75. 6. Hefte: 
Magnetismc og J^lectricitct 18 75. 7. H(;ftc : Bölgcbevaegelsen og 
Lydcn 1875. S. Hefte: Lyset 1877. Das ganze Werk 1873—1877.) 

Dänische und deutsche Einladungsschriften zu dem öff'entlichcn 
Kxunien an der l:'Jensburger Gelehrten- und Realschule ftir die Jaiirc 
1852 — 1863. Er lieferte namentlich im Programm ftir 1852: Bidrag 
til Skolens UdvMngdüstorte isser i de adste 10 Aar, sowie die jähr- 
lichen Schnlnachrichten. Ausserdem: Indbydelseskrift i Anledning af 
Flensborg Latin- og Realskoles nye Bygnings-lndvielse den 8. October 
1861. Flensborg. Imp. 8'. 

Unter seinen Beitnigcn 2U det kongl. danske Videnskabcmes Sei- 
skabs Skrifter, 5. Rackke, erschien während seiner Wirksamkeit in 
Flensburg B. 3, 99 — 113 und in besonderem x'\bdruck Kbh. 1852: 
Om Afvigelserne i Hovedets Grundform for de forskjellige Kjön og 
Aldre. In ICo|)cnhagen, Verlag von H. Siniesen, erschienen nach 
seiner Entlassung und seinem Weggange aus Flensburg ausser den 
bereits angegebenen noch mehrere Schriften mathematischen und 
physikalischen Inhalts u. a. 1878: Talforholdenes Naturlaere in 3 Ab- 
schnitten, und 1879: Letfatt Geometri til Brug for alle Slags Skoler. 
2. Opl. 

2018) Slmonsen» Simon Gerstenkorn, geb. 3* Mai 1811 
SU Hadersleben — — trat vom Pastorat in Handewitt im Februar 1873 

zurück, mit Pension emeritirt im Mai 1874. 

Noch von ihm: Wen sollen wir wählen. Flensburg, Herzbruch, 
1867. 8». 

2019j Singhofeu, Johannes Clemens Christian, geboren 
in Husum — — zog von Grossen-Wiehe als Arzt nach Jels, wo er noch 
praktisirt. 

2020a) 8ivers, Peter Hinrich. — Vergl. über ihn noch Michler^s 
Yerzeichniss der Prediger in der Stadt Rendsburg (1868) S. 7. 



Tan d«r SniBsen — Sönksen. 



*vat! ^Icr Sinisscii, Johann l'etcr Jacob, j^eborcn 1 S07 in 
Hanerau, sludirte vorwiegend Naturwisscnschall, und wurde 1835 in Kiel 
zum Dr. phil. proniovirt^ Privatlchrer in Mathematik und Chemie in Altona 
bis (an seinen Tod) im Anfange der 40 er Jahre (?). 

E^flanzen'Oiatoiiam. Kiel, Comm. der Umv.-BQchh,, 1834. 8*. 

Arbeitete um und ergänzte bis auf die Neoseit Aug. Zacbariä^s 
Lehrbuch der Erdbeschreibung in natürlicher Verbindung mit Welt- 
geschichte, Naturgeschichte und Technologie für Schulen und Privat- 
unterricht. 2. Aufl. Altona, Ilammerich, 1838. 8". 3. Aufl. Das. 
1840. (Die 4.-6. Aufl. des Buches, rcsi). von 1844, 1846 und 
1851 sind nicht mehr von van der Sniissen bearbeitet. Dann er- 
schien, herausgeg. von L. Thomas die 7. und 8. Aufl. Leipzig, 
E. Fleischer, in 2 Theilen, resp. 1854 und 1869/70 und 2. Ausg. 
der 8. Aufl. 1872.) 

^Hniitli 9 Caspar Nicolai, geb. 9. October 1 8 1 5 in Saxkjöbing 
auf Laaland, Theologe, in Kopenhagen examinirt, vooi 24, September 
1850 bis October 1857 zuerst constitairt, dann definitiv Pastor in Schads, 
Propstei Tondem, später Pastor (und seit 1863 gleichseitig Propst) in 
Strandby und Farö im Stifte Viborg. — Vergl. Erslew Snppl. B. 3, 
S. 1 98, wo einige Journal-Beiträge von ihm aufgeführt werden, die doch 
nicht in die Zeit seiner Amtsthätigkeit in Schleswig fallen. 

^Sölten, Georg Christian Karl, geb. 16. November 1852 
zu Hildesheim, von Michaelis 1876 bis Ostern 1878 wissenschaftUcher 
Hflißlehrer an der Realschule in Oberstein-Idar, von da bis Michaefis 

1879 Realschullehrer in MoTnl)urg v. d. H., seitdem am Realgymnasium 

in Altona, wurde 22. April 1S82 in Jena Dr. philos. 

Grammatische und lexikologische Studien über Jean de Rotrott. 
Altona 1882. 4». — Revidirt. 

2029) Sdnk^eii) Andreas Peter, geb. 6. Januar 1819 in Jolde- 

lund unterem 14. Mai 1875 wurde, nach der von ihm ledigirten 

I^ndescdtung vmn 15. und 17. Juni, in der disciplinarischen Unter* 

suchung wider ihn durch Bcschhiss des preussischen Ministeriuins der auf 
Dienstentlassung als zweiter Lehrer an der höheren Mädchenbürgcrsclmlc 
in Kiel gerichtete I^lenarbescliluss der Regierung zu Schleswig vom 
14. Novemb(!r 18 74 lediglich bestätigt und der Angeschuldigte auch in 
die Kosten des Verfahrens verurtheilt, zur Zeit Huchdruckereibesitzer in 
Kiel und Herausgeber des seit 1876 erscheinenden Kieler Anzeiger. 



L.iyui<.LU Oy VjOOQle 



Bearbeitete noch: (juslav Neumann's kltniic F.rdbcsrhreihung mit 
Bcrücksicluiguiig des preussischen Staates. 10. Aufl. Leipzig, H. Schultiu^) 
1873. 8». 

Die schleswig-holsteinische Schulzeit Lu»ij redigirtc er bis Nr. 46 des 
Jahrgangs 1874, von wo an Ä. Stolley die Rodaction ttbemahm. — 
Redigirte die Schleswig •holsteiiiische Landes-Zeitang von 1875 bis 
zu deren Eingehen Ende Märs 1881. 

Von ihm unter anderen Beiträgen zu Zeitschrilten im kaicndcr für 
deutsche Volksschullehrer, Wittenberg 1880, S. 1 — 35: Biographie 
von Marcus Schlichting (mit Porträt von Schlichting). 

2030) SÖnnichsen^ Simon Adrian, geb. 15. April 1822 zu 

Wrixum auf Föhr, starb in Meldorr, wo er seit 1854 Küster und 

Knabenlelner war, 22, Juli 1871. — Nekrolog vonTiessen in schlesw.* 
holst. Schulzeituiig 1871, Nr. 36, S. 147—148. 

*8öiiiiiiig8eii, Hinrich, geboren 9. Juli 1833 zu Wattsfeide, 
Kirchsp. Gelting, besuchte erst die Dorfschule zu Pommerbye in dem- 
selben Kirchsp», bereitete sich unter dem Lehrer Grün in Barkelsbye auf 
das Volksschulamt vor, 1850/51 GehOlfe in Missunde, Ostern 1851 in 
Borby, Mich. 1853 auf dem Seminar in Segeberg, dann Hauslehrer bei 
Pastor Schmidt in Gelting, Mich. 1855 wieder auf dem Semfaiar in Sege- 
berg, exam. üfich« 1857 (2. m. r. A.), dann Substitut des Rechenmeisters 
Behrens in VVilster, nach dessem Tode Rechenmeister und J.ehrer der 
2. Knabcnklasse und später, nachdem er inzwischen kurze Zeit Lehrer 
in Langenfelde bei Hamburg gewesen war, Hauptlehrer und Rcctor in 
Wilster, wo er 7. Februar 1882 starb. — Vergl. schlesw.-holsteinische 
Schulzeitung 1882, Nr. 31; Lange, Das Seminar in Segeberg S. 251. 

Ueferte Gedichte zu verschiedenen Tagesblättem, u. a. den Itzehoer 
Nachrichten der 70 er Jahre. 

2032) HöreilSeili Ernst Henning Christian, geb. 10. üec. 
1810 in Marne seit December 1866 noch Fastor in Quickbom. 

*Söreiiseii, Hans Jörgen Jacob, geb. 4. Februar 1818 zu 
Onc^erde auf Norderö (Faeröer), studirte Theologie in Kopenhagen, 1845 
Kapellan pro pers. in Skjelby auf Seeland, 1^4 7 Pastor anf Sandö 
(Faeröer), von wo er 23. October 1860 als Pastor nach dem damals 
noch zu Schleswig gehöiigen, später an Dänemark abgetretenen Wester* 
Westedt kam. 



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868 



Afskedspraediken til Menighctituiu? i Sandö Pracstegjacld paa Faeröeme 
fra deres förrige Sögnepracst, skreven i Westervedsted i Februar 1861. 
Ribe 1861. 8«. 

Erindringer fra Faeröeme in : Steoastrups dansk Maanedsskrift 1862, 
1, S. 329 — 360. (Auszüge daraus auch in Loll.-Falsters Stifts-Tidende 
1862, Nr. 199, Dagbladet 1862, Nr. 139.) 

2034) Söreiläeiii Heinrich Johann Friedrich , geb. 21. Sept. 
1823 in Rendsburg — — kam von Klein-Wesenberg 7. März 1871 als 
zweiter Compastor nach NeumflnsteTf im Män 1872 erster Comfiastor 
daselbstf dasu 1. Mai 1879 Propst für Neumünster, Abgeordneter zur 
Sjmode. 

Von ihm noch ausser kleineren Beiträgen zum 8chIesw.-ho]st. Kirchen» 
nnd Schulblatt 1874, Nr. 27, 29, 31—33: Ein Referat für die 
Predigerconferens vom 10. Juni bestimmt, aber wegen Zeitmangel 
nicht sum Vortrag gebracht — RevidirL 

*Sören8eil, Jens Höst, geb. 23. Mai 1808 zu Gudumlund im 
Dänischen, spfiter Rechnungsführer beim 3. Reserve - Jägercorps, auch 
Knegsrath, von 1853 bis März 1864 Zollhebungscontrolieur auf Nord- 
strand. — Vergl. Erslew S. 286-287 und Suppl. Ul, S, 236. Von 
den dott angeführten schriftstellerischen Eneugnissen fallen keine in seine 
Amtszeit auf Nordstrand* 

2035) Sdrensen, Peter, geb. 20. Juni 1788 zu Schinkel 

starb in Plön, wo er seit Ostern 1859 nach seinem Zurücktritt vom Sub- 

rectorat am Gymnasium [>nvaLjMilc, aui 30. November 1874. 

*Solf, Willy Heinrich, geboren 5. October 1 885 zu Berlin, 
auf verschiedenen Gymnasien und durch Privatunterricht vorbereitet, 
stttdirte vorwiegend orientalische Philologie und Philosophie in Berlin, 
Kiel, Göttingen, Halle, wurde 1885 in Halle proroovirt, Volontär auf der 
Universitäts^BibUothek in Kiel seit Febr. 1886. 

Die Kagmir-Recension der Pancägikä« Ein Beitrag zur indischen 
Textkritik. (Inaiig.-Di8S. für Halle.) Kiel 1886. 8^ 

*8oiniiier, Heinrich Hieronymus, geb. 22. März 1804 in 
Husum, Schuster, zuletzt Kei m[ rccliger des Vereins für innere Mission, 
starb in Husum 15. December 1860. 

Das Anschauen des Herrn. Tractat der niedersächsischen Tractatp 
Gesellschaft. — Desgl. Bekehrungsgeschichte der Diakonissin Mary 
Steenhusen. 



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Sommer — Sommerbrodt. 



Geistliche Lieder, Glaubenslieder und Herzensklänge aus Zinn. 
Berlin, Verlag des Gossner'schea Missionsvereins; Nr. 133, 228, 245, 
319, 330, 357, 362, 370, 373, 394, 404. • 

*Soillluei*, Mogcns Abrahiiui, geboren 4. Juni 1829 in Ripen, 

war vom 1. November 18 53 bis 17. Ociober 18 56 Lehrer an der 

Bürgerschule in Haderslcb(Mi , reiste nach seinem Abgange aus dieser 

Stellung als Missionar in verschiedenen Ländern. — Vergl. Erslew 

Suppl. m, S. 211 —21 2. 

Von seinen Schriften sind hier heraussuheban: Psalmer og Sange. I. 
Haderslev 1855. U. Veüo 1858. 8". 

Grondtrsek af en fri apostolisk christelig Menigheds-Forfatning ved< 
tagen af endeel af Statskirken udtraadte Personer den 4. Juli i&56 
i Skien. Haderslev 1856. 12». 

Uigtale Over Toldbetjent A. Sommer. Haderslev 1857. 8", 

^Sommarlirailt, Julius .Wilhelm Ewald, geb. 6. December 

1813 in Liegnitz, besuchte das EUsabetanum in Breslan von \S2S bis 

1851, stttdirte Philologie in Breslau, Leipzig, Berlin, in welcher letiteren 

Stadt er 1835 zum Dr, phüos. promovirt wurde, war ein Jahr in Rom, 

1837 Probelehrer am Elisabetanum in Breslau, 1838 Inspector und 1844 

Professor an der Ritterakademie in Liegnitz, 1853 Gymnasial-Director in 

Ratibor, 1854 in Anclam, 1859 am Friedrichs- Wilhelms -Gymnasium in 

Posen, 1868 Provinzial-Schulrath in Kiel bis 1873, darnach in gleicher 

Eigenschaft für Schlesien in Breslau, auch Geh. Regierungs-Rath. 

1) Rerum scenicarum capita selecta. Diss. inaug. Berolini 1835. 8". 

2) Disputationes scenicae, Pjrogr. der Ritter- Akademie zu Uegnitz 
1843. 4«. 

3 — 5) De Aeschyli re scenica. Pars 1, Progr. dersflljen Ritter- 
Akademit 184ö. Pars 2, Progr. ders. Ritter-Akademie 1851 und 
Pars 3, Progr. des Gymnasiums in Anclam 1858. 4°. (Zusammen 
später Berlin, Weidmann.) 

6) Ausgewählte Schriften Lucians. B. 1 — 3. Berlin, Weidmann, 
1853—1857. 2. AuB. 1869—1878. 8«. 

7) Lttdani codicum Mamanonim toctiones. Berolini, ap. Weid* 
mannos, 1861. 8**. 

8) Ludanea. 1« Handschriftliches, 2. Beiträge zur Kritik« Leipzig, 
Teubner, 187 2. S\ (Der 2. Th. enthält die Aufsätze zu Lucian in 
den Neuen jahrbb. fär dass. Philol, 1855 — 1871, s. untdn.) 

9) Scenica collecta. Berolini, ap. Weidmannos, 1876. 8". 

In Jahrbb. für class. Philol. a 71, 1855, S. 717—719: Zu 
Lucians p'TjTdpwv itSdoxoX,««; das. B. 75, 1857, S. 479 f., B. 77, 



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S70 



Soader ~ Sonne. 



1858, S. 476 i., 11. 79, 1859, S. 483 t., IJ. 81, 1860, S. 256 f., 
B. 83, 1861, S. 58 f., B. 85, 1862, S. 541 f., B. 87, 1863, 
S. 624 f., B. 91, 1865, S. 314 ff., B. 93, 1866, S. 545 f., 6. 96, 
1867, S. 753 f., B. 101, 1870, S. 519 f., K 1C3, 1871, S. 321 f., 
B. 107, 1873, S. 332 f., ß. III, 1875, S. 575 f., B. 113; 1876, 
S. 735 f., B. 117, 1878, S. 561 f.: Diveise Beiträge zu T.ucian; 
B* 117, 1878, S. 564 f.: Zur Verständigung mit H. van Herwerdens 
Lucianea. Im Rhein. Museum für Philo 1. N. F H 14, 1859, 
S. 612 f., B. 15, 1860, S. 596 f., ii. 17, 1862, S. 3ü5 f., B. 21, 
1866, S. 622 f., B. 24. 1869, S. 3 1 7 und S. 601 f., B. 26, 1871, 
S. 324 f.: Die Lucianist licn Handschriften auf der Marcus-Hibliothek 
in Venedig; das. B. 19, 1864, S. 130 ff.: Das Staatscxemplar der 
Tragödien des Aeschylus, Sophocles und Euripides und die Schaus[)ieler. 

* Sonder, Otto Wilhelm, geb. 1813 in Oldesloe, Sohn von 
Joh. Daniel S. und Anna Elsabe, geb. Thegcn, übernahm 1839 in Ham- 
burg die Ai)othekr des !>r. Georg Kiinbcke, seit 1852 Mitglied des 
Gesundheitsrathes, des späteren Medicinal-Collegiums, als Assessor tür 
Pharmade. — Vergl. Lexikon der Hamb. Schriftsteller B. 7, S. 232. 

Flora Hamburgensis. Beschreibung der phanerogamischen Gewächse, 
welrfu' in der Umgegend von Hamburg wild wachsen und häufig 
cultivirt werden. Hamburg 1851. 8". 
*Soiine, Hans Christian, geb. 16. Aug. 1817 in Nexö auf 
Bomholm, Kopenhagener Student, seit Juni 1841 Hauslehrer beim Grafen 
Lerche auf Lerchenboig, 1. Mai 1S45 Pastor in MOgeltondem, seit 
19. Aprfl 1864 Pastor in Thistedt und Tdsted in JüÜand. — Vergl. 
Erslew. Suppl. III, S. 215—216. 

Vsrer al memieskelige Orden underdanigef Praediken paa 3. Sön- 
dag efter Paaske 1848. Ripen 1848. 8«. 

Opfordring til Praesteme, en Pastoraltheologi af Richard Baxter. 
Efter det Engelske oversat og med et Alrids af Forfatterens Levnet. 
Kjöbenhavn 1858. 8*. 

Han skal opsluge Döden til Seier. Praediken paa 16. Söndag efter 
Trinitatis. Tondem 1860. 8^ 

Tale ved Archidiakonus J. M. Haids P>aare, i Tönder Kirke den 
17. December 1861. Mögeltönder 1862. 8^ 

Det danske Kirkeaars Pericoper, belyste ved Skriftsteder af det 
gamle og det nje Testamente, en Haandbog for yngre PTsedikanter. 
Kbh. (gedruckt in Mögeltondem) 1863. 8". 

Beiträge in Jensen's „Tidsskritt for Almueskole- og Seminarievaesen" 
1849, S. 345 -360 (Tale ved en ny Skoles Indvielsc i Mögoltöndor). 
In „Budskikken'' IV, 1856, S. 274—86 (Betragtoing over Bespiis- 



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Spanath ~ Spies. 



271 



ningen ai de 5000 Mand, Joh, 6). — In „Annaler ior nurdisk Old- 
kyndighed og Historie" 1855, S* 350— 53 (Sagn fra Egnen ved 
Mögeltönder ug ( )plysninger betraeffende Fundene i Gallehaus i 1659 
og 1734). — In „danske Kixketidende'* 1859, Sp. 705—709 (Om 
bedre Psalmesang), 1860, Sp. 795 — 803. (Qm Menighedsraad). 

^Spanntll^ Johannes Friedrich, geb« 1857 in Hannover, 

wo er 1867 — 1876 das Lyceam I besuchte, stodiite 1876 — 1879 in 

Göttingen Theologie, kam Ostern 1879 nach dem Examen pro venia 

conc. commissariscli in eine ordentliche Lehrerstellc am (^ymnasiuiii zu 

Ratzeburg, wurde ( )ctol)er IS7 9 in Göttingen zum Ür. philos. promovirt, 

Ostern 1881 dchniriv 1, ehrer in Ratz(!burg. 

Gregorii AbuJthrag Bar I\t)hroya in evangelium Matthaei commen* 
tariorum capita l :S. Lugduni Batavorum 18 79. 4**. 

2037a) Speeky Johann Heinrich August, geb, in Stenderup ? 

Amt Flensburg, - — noch Gasinspector und Stadt-Civil-Ingenienr iu Kiel. 

Weitere Beiträge zur Kieler Zeitung (u. a. 1875 vom 21. Oct.ff.: 

Wasserversorgung der Stadt Kiel I und II). 

*TOli Spee, Ferdinand, Graf, geb. S.April 1855 auf dem Gute 
Glindiold bei Medebach, Ptov. Westfalen, bis zum U. }ahre privatim 
unterrichtet, dann auf dem Kantonsgymnasium zu Luzem, studirte in 
Bonn, zuerst in der philos. Facultät, und dann, nachdem er am Kölner 
Apostel-Gymnasium als Extraneer das preussische Abiturientenexamen be- 
standen, in der medicinischen tmmatriculirt, kam im Herbst 1878 nach 
Kiel, wo er seiner Militärpflicht genügte und ISS 1/8 2 das Staats- und 
Doctor-Examen absolvirte, im Sommer 1882 zweiter Assistent an der 
geburtshülflichen Klinik das., im Winter 1882/83 Assistent an der chir. 
Klinik in Würzburg, seit 1. April 1883 Assistent im physi«ologischen Institut 
in Kiel, habilidrte sich daselbst bei Beginn des Sommersemesters des- 
selben Jahres als Privatdocent für Embryologie und physiol. Anatomie. 
Beitrag zur Entwicklungsgeschichte der früheren Stadien des Meer- 
schweinchens bis zur Vollendung der Keimblase. Inaug.-Diss. Leipzig 
1882 (1884). 8. 

Beobachtungen über den Bewegungsapijarat und die Bewegung der 
Darinzellen, s(^wie deren Bedeutung für den Chyiusstrom. Habilitations- 
Schrift. Leipzig, Veit & Co., 1885. 8". 

2040) Spies, Hermann F. Christian {nicht Wilhelm), geb. 
in Ahrensböck — — noch 1868 in Pronstorf, daraut (als Nachfolger seines 
Vaters) in Ahrensböck, Mitglied des ärztlichen Vereins lür Schleswig- 
Holstein. 



L.iyui<.LU Oy VjOOQle 



1 N 

t 

2042) Spies , Theodor, geboren zu Beidenlkth. Sohn von (oh. 
Chr. Sp. (Nr. 2u4l im Hau[>twerk) — — starb als Arzt in Ahrcnshöck 
um 187 0 (?). (Ein Bruder von ihm lOduard Sp., ebentails Mediciner, starb 
in Heide, wo er lange Jahre praktisirt hatte, 25. April 1882.) 

*8pi6S» Wilhelm, geb. L. August 1770 in Oxenvad bei Haders- 
leben, studiite Jura in Kopenhagen, examinirt im Frühjahr 1795, 9. Nov. 
1798 Ober- und Unteigerichts-Procnrator im Stifte Ripen, 18. Oct. 1807 
Stadtvogt in Veile, 28. Sept. 1809 Hardesvogt in Kjser und Hvetbo im 
Stift Aalborg, 16. October 1818 wirld. Canzeleirath, 9. Juni 1827 Stadt- 
und Rathhausschreiber in Helsingör, pensionirt 29. October 1839, starb 
21. Mai/. 1840 in Helsingör. — Yergi. PIrslew III, S. 206, Suppl. Iii, 
S. 222. 

Kort Anviisning til Tobaks-PIantning. Aalborg 1811. 8®. 

2043) Spliedt, Adolf Franz I riodrich, gel). 1 834 in Siever- 
stedt, Propstei Flensburg — — starb 8. April 1874 zu Gürbersdorf in 
Schlesien, 

2044) gjpliedt, Otto Johann Friedrich, geb. in Sieverstedt, 
Bruder von Nr. 2043 — noch praktisirender Arzt in Kappeln, 

2048) Springer,' Johann, geb. 24. Apiil 1799 in Kaltenkirchen 
feierte 27. November 1876 sein 50jähr. Prediger-AmtsjubUäom ; 

quiescirte als Propst fllr Segeberg im August 1879, als Pastor des|^. zum 
1. iNovember 1882, starb in Segeberg 8. Juli 1883. 

2050} Staacke, Christian Nicolaus Hugo, geb. zu Neustadt 
-— — in Blankenese noch 1868, ging dann — vor 1871 — nach den 
Verein. Staaten, seine Frau zurücklassend, und ist dort verschollen. 

2050a) Staacke, Ida, geb. zu Neustadt — — unterrichtete, 
nachdem ne von Adolphsen's höherer Mädchenschule in Rendsburg ab- 
gegangen, mehrere Jahre in Dr. Zimmermannes Lehrinstitut in Hamburg, 
übersiedelte darnach nach Neustadt, woselbst sie ein Geschäft mit Schreit»- 
materialien errichtete und zur Zeit noch betreibt, daneben aber auch noch 
schriftstelleiisch thädg ist. — Nach Mitdidlung. 

Ausser Beiträgen zu Oflfentlichen Blättern, wie dem Jugendboten 
(Neustadt 1869—71), den Itzehoer Nachrichten u. a. noch von ihr: 
Drei Erzählungen, der Jugend gewidmet (1* Charles Vaughan* Eine 
Erzählung aus dem Tagebuch eines Seemanns. 2. Vanada. Eine Er- 
zählung aus (1cm amerikanischen Freiheitskriege, 3. Die Rache ist 
mein, spricht der Herr, lune Erzählung aus Ungarns Vergangenheit). 
Berlin, Oscar Parisius, 1883. 8^ 



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Stabenow — SUng«. 



978 



Der Uglei-See, eiae Phantasie. Das. 1S84. 8^ 

*Staben0Wi Louis Karl Christian, geb. 19. Juni 1838 in 

Schleswig, gebildet anf der Domschnle in Schleswig und auf dem Seminar 

in Eckemförde, examinirt Ostern 1861, von Ostern 1861' bis Neujahr 

1863 Hauslehrer in Oldensworth, im Februar 1863 angestellt als I^hrer 

in Petersdorf, Kirchsp. Lensahn, im November 1863 Elementarlehrer in 

Schonwaldc, im Decembcr 186 6 Districtslchrt^r in Stolk, Kirchsp. Fahren- 

stedt, seit 1870 Lehrer zu Gammendorf, Kirchsii. Landkirchen a. F. 

Wordennig ris ITinnerk im Kriischan op 1 chmarn över de Social- 
dc^nokraten saackl. i Alpdruck aus dem Fehmarn'schen Wochenblatt.) 
Durch den landwirthschalUichen V^erein aui Fehmarn. Kiel, Druck 
von C. F. Mohr, 1874. 2. Aufl. 1876. 8". 

beitrage für verschiedene Pruviiizial-Zcitungen. — Revidirt. 
20Si) Hianip , Dorothea, geb. 1. Januar 1798 in Friedrich- 
stadt — — starb in Rendsburg 4. November 1870. 

2054) Btampt Peter, geboren 1810 in Koldenbttttel in Eider- 
stedt — noch Rechtsanwalt, und Notar in Friedrichstadt, beging 28. April 
1885 sein 50 jähriges juristisches Amtsjubiläum. 

*Stan2re, Hermann Heinrich Matthias, geb. 19. December 
1835 in Kiel. Sohn des städtischen Lehrers St. daselbst, besuchte die 
Gelehrtenschule das., 18 53 die Universität, LS 54 — 56 das L(n[)ziger 
Conservatorium, war dann noch l Jahr Schüler des Cantors an der 
Q humasschule, Moritz Hauptmann, kehrte, nachdem er 1859 Musiklehrer 
dor Prinzessin Elisabeth von Wied, Fürstin von Rumänien, gewesen war, 
nach Riel zurück, ging 1860 nach £ngland, von wo er 1863 heimkehrte, 
1866 Domorganist in Schleswig, 1876 Organist der HeSigengeistkirchc 
in Kiel, 4. Jali 1878 akademischer Musik*Director, im Märs 1886 Organist 
an der Jacobikirche das. 

1) Kirchen • Musik für gemischten Chor. Schleswig, Schulbncfa- 
handlung, 1870. 

2) Ruhe in Frieden. Chor. Berlin, Bote & Bock. 

3) Sammlung liturgischer Gesänge. Musikalischer Anhang zum 
lituigischen Handbuch von R. Hansen. Schleswig, Schulbuchhandlung 
(H. Heiberg), 1878, 

4) And I heard a great voice. Anthem for Tenor Solo and Chorus« 
London, Augener & Co., 1882. 

5) Liebesleid und Freud in deutschen Volksliedern fUr Sopran und 
Alt mit Hano-Begleitung. Kiel, Hugo Thiemer. 

18 



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S74 



6) Mit Kmil Fromm: 45 vierstiinmige Choräle für höhere Schulen. 

Kiel, Homann, 1884. 

7) Mit demselben ; 50 zwei- und dreistimmige Choräle zum Schul- 
gebrauch. * Das. in dems. Jahr. 

8) Mit (li iiiselben: Vierstitnmiges Choralbuch zu dein neuen schleswig- 
holsteinischen Gesangbuch für Kirche, Schule und Haus. Das. in 
dems. Jahr. 

Zahlreiche Beiträge musikgeschichtlicher und kritisclier Art zur 
Kieler Zeitung und zu anderen Blättern der 70er und 80er Jahre; 
in den Leipziger „Grenzboten'' 186«: Musikalische Zustände in England 
and Händelfest im Crystallpalast — Revidirt. 

* Stange, Otto, geb. l. Februar 184J m Kiel. Bruder von 

Hermann Heinrich Matthias St., besuchte das Kieler Gymnasium, studirte 

Medicin seit 1863 in Kiel und Würzburg, 1868 zum Dr. med. et chir. 

promovirt, 1870 71 während des deutsch^französischen Kiieges Militärarzt, 

zur Zeit seit 1869 Ant in Kirchwerder. 

Ein Fall von congenitaler Missbildung an der unteren Extremität. 
Inaiig.*DisB. Kiel 1868. 4**. — Revidirt. 

20 5 5 ) Standinger , Lucas Andreas. — Vergl. ttber ihn noch 
Backhaus im Norddeutschen Landwirth 1877, Nr. 13 — 15. 

* Stech ort , Karl, geb. 21. August 1856 zu Wismar, Sohn dos 

Musikdirectors gl. Namens, besuchte von Ostern 1864 bis Weihnachten 

1870 das Gymnasium daselbst, dann die Kieler Oberrealschule bis Oct. 

1376, und darauf, dem erwählten kaufmännischen Berufe entsagend, von 

Ostern 1877 bis dahin 1878 das Lübecker Catharineum, studirte Astronomie 

und verwandte Fächer in Berlin und Kiel, an welcher letzteren Universität 

er 1884 zum Dr. philos. promovirt wurde. 

Definitive Bestimmung der Bahn des Cometen 1881 IV. Inaug.* 
Diss. Kiel 1884. 4«. 

*Steeil, Asmus Johannes, geb. 16. Juli 1858 zu Carlshöhe, 
Kreis Flensburg, besuchte von Ostern 1874 bis dahin 1879 das Flens- 
hurg(!r Realgymnasium, studirte von Ostern 1879 bis Rnde 1882 in Jena 
uud Kiel Naturvvissenschailen, wurde Januar 1883 zu Kiel zum Dr. phil, 
promovirt und absolvirte ebendaselbst im Juni 1883 die Prüfung pro lac. 
docendi, seit I. Oct. 1883 Cand. ])rob. an dem mit dem Gymnasium 
verbundenen Realprogymnasium in Husum« 

Anatomisch - histologische ünteraucluing von Terebellidcs Stroemii 
M. Sars. Mit 3 Tafeln. Inaug.-Diss. Jena, G. Fischer, 1883. 



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StelTeB ^ SIelMiMgeii. 



275 



*StetfCIl, Christian Diedrich, geb. S.Januar 1839 in Neu* 
heikendorf bei Kiel, gebildet in der Privatschule des Candidaten Nissen 
in Schönberg, Preetser Propstd, machte seine thierärztUchen Fachstudien 
an der Kopenhagener Thienurmeischiile, ezaminiit 1861, praktisirte als 
Thierarst vom 4. April 1861 bis 18. April 1872 in Gettorf; seitdem 
in Kiel. 

Uebersetzte aus dem Dänischen S. V. Stockfleth's Handbucii der 
thierärztlichen Chirurgie Th. 1, Ttu 2. Kiel, v» Wechmar, später Leipzig, 
Koch*s Verlag, 1874 f. 8^ (Von Theil 2 st^t noch das Schlnss- 
Doppelheft ans, weil im Original noch nicht erschienen.) — Revidirt. 

2057) Steffen, Johann Christian, geb. 25. Mai 1822 zu 
Fassemsdori, Kirchsp. Süsel, besuchte das Segeberger vSeminar seit Mich. 
1841, exam. Mich. lcS44 mit dem 3. m. r. A. — — starb als Mddchen- 
lehrer in Eutin Anfang April 1879. — Vergl. noch Lange „Das Seminar 
in Segeberg" S. 235, 

*SteffBiihageily Emil Jnlius Hugo, geb. 23. August 1838 zu 
Goldapp in Ostpreussen, Sohn des nachmaligen Grerichtsdirectors St., 
stadirte seit Heibst 1855 bis März 1860 in Königsberg, dann privatim 
bis Juli 1862 vorwiegend Jura, nebenbei Literärwissenschait, Diplomatik 

und Quellengeschichte, bereitete sich seit Juli 1862 auf die juristische 
Promotion vor, absolvirte 10. Januar 1863 das Examen rigorosum und 
wurde zum Dr. Jur. promovirt, habilitirte sich 1865 als Privatdocent fiir 
deutsches Recht und die genannten anderen Wissenschaften, war ausser- 
dem seit 1861 Volontär bei der Universitätsbibliothek, folgte im October 
186 7 einem Ruf nach Athen, um die dortige Nationalbibliothek zu 
ordnen, erhielt nach Beendigung dieser Arbeit in Anerkennung derselben 
den griechischen Erlöserorden, ward im December 1868 zum aoswditigen 
Mitgliede der köni^. deutschen Gesellschaft zu Königsberg erwählt, kam 
im 'Herbst 1870 zurück und übernahm die Leitung der Danziger Stadt- 
bibliothek, im Frühjahr 1871 zweiter Custos an der Universitäts-Bibliothek 
in Königsberg, zugleich abermals Privatdocent in der juristischen Facultät, 
1. October 1872 Bibliotheks-Secretär in Göttingen, zum 1. November 
1875 mit der Leitung der Kieler Universität^- Hihliothek beauftragt, im 
Februar 1876 definitiv Uni versitäts - Bibliothekar , 1884 im März ( )ber- 
l)ibli()thekar ; 1877 übertrug ihm die Wiener Akademie der VVissenschatten 
die kritische Bearbeitung der Sachsenspiegelglosse. — Vergl. die Vita 
vorder unten verzeichneten Inaugural-Dissertation, Centraiblatt für Bibliotheks- 

X8* 



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976 



SteffbnliAgieii* 



Wesen Jahrg. 1. Meyer's Konversatiuns-Lexikon 3. Aufl., Bd. 16. Zeit- 
schriit der Savigny-Stiftung Bd. 2, Germ. Abth., S. 230 ff. 

1) Welches sind die Aussichten auf Anstellung im preussischen 
Justizdienste? Kin Beitrag zur Entscheidung dieser Frage. Königs- 
berg, Schubert und Seidel in Comm., 1859. 8". 

2) Beiträge zu v. Savigny's (beschichte des Röniischen Rechts im 
Mittelalter. Aus den Handschriften der königlichen BibHothek zu 
Königsberg mitgetheilt. Daselbst in dems. Jahre. 2. Ausgabe. Das. 

' 1861. 8^ 

3) Catalogus codicum mss. bibliothecac regiae et univcrsitatis 
RegioiDontaDae Fase. 1 : Cadd. ad jurispradentiam perdnentes. Acced. 
descriptio codd. juris qui in aichivo regio et in bibliotheca urbica 
atque Wallenrodtiana asservantnr. Regiom., Schubert & Seidel, 1861. 
Fase. 2: Codices histoiid. Praefatus est Carol. HopÜus. Ib., Akad. 
Buchh., 1867 72. 4". 

4 De inedito juris Germanici monumento, quod codice manu 
scri[»to bibliothecac civitatis Elbingensis Nr. 8. 4^ continetur disseruit. 
Diss. inaug. jur. Reginionti Bürussorum 1863. 8". 

5) Die 9 Bücher Magdeburger Rechtes oder die Distinctioncn des 
Thorner Stadtschreibers Walther Kkhardi v, Bunzlau. Eine Abhand- 
lung zur Quellenkunde des deutschen Rechtes als PrulegDmenon zu 
einer neuen Ausgabe. (Aus Altpreussische Monatsschrift.) Königsberg, 
Gräfe und Unzer, 1865. 8**. (Habilitationsschrift.) 

6) Deutsche Rechtsquellen in Preussen vom 13. bis zum 16. Jahr- 
' hunderU Leipzig, Duncker & Humblot, 1875. 8^ 

7) Berichte über die Verwaltung der kOnigl, Universitätsbibliochek 
in Kiel 1876 (Kiel 1877), vom I.Januar 1877 bis 31. März 1878 
(das. 1878), im Etatsjahre 1878/79 (das. 1879), 1879/80 (das. 1880), 
1880/81 (das. 1881), 1881/82 idas. 1882), 1882 83 (das. 1883), 
1883/84 (das. 1884), 1884 85 (das. 1885), 1885/86 (das. 1886). 
In und separat aus der Chronik der Universität Kiel, erst 4^, seit 
1882/83 in 8". 

8) Die Entwicklung der Landrerhts^losst? des Sachsenspiegels 1 (aus 
den Sitzungsberichten der kais. Akadciiüe der Wissenschaften, phil(»s.- 
histor. Classc B. 98). Wien 1881, II (desgl. aus B. 100). Das. 
1882, III (desgl. aus B. 101). Das. in dems. Jahre, IV (desgl. aus 
B. 106). Das. 1884, V (desgl. aus B. 110). Das. 1885, VI ^desgl. 
aus B. III). Das. 1886. 8». 

9) Die neue Aufstellung der Umversitäts*Bibliothek zu Kiel. Eine 
Denkschrift tm Orientirung. Als Manuscript vervielilUtigt. Kiel 1883. 8**. 

10) Mit A. Wetzel: Die Rlosterbibliothek zu Bordesholm und die 

(lottnrfer Bibliothek. Drei bibliographische Untersuchungen. (Separat- 
Abdruck aus: Zeitschrift der Gesellschaft fUr schlesw.'holstein« lauen- 



L.iyui<.LU Oy VjOOQle 



Steflenhagen. 9T7 

burgische Geschichte B. 13 und 14.) Kiel, Univcrsitäts-Buchhdlg. in 
Comm., 1885. 8**. 

1 1) Uebcr Normalhöhen für Büchergeschosse. Eine bibliothek- 
technische ErOrtenmg. Mit einem Anhange , ' enthaltend den Auf- 
stelliingsplan der Kieler Universitäts - Bibliothek* Kiel, Lipsius und 
Tischer, 1885. 8*. 

Ausser Referaten und Kritiken in der Deutschen Gerichts- Ztttung, 
dem Literarischen Ceatralblatt, den Göttinger gelehrten Anzeigen, der 
Jenaer Literaturzeitung und ausser zahlreichen Beiträgen zur Alt* 
preussischen Monatsschrift veröffentlichte er folgende Au&ätse in 

Zeitschriften : 

Joannis Faxioli de cognitionc causarum extraordinariarum tractatus, 
im Jahrbuch des gemeinen deutschen Rechts B. 3, S. 374 — 390, 
1859, nebst Berichtigungen und Zusätzen ebendas* B. 4, S. 336, 1860. 

Das Deutsche Recht im Oeutschordenslande Preussen (Vortrag), in 
der Deutschen Gerichts-Zeitung 1863, Nr. 39. 

Noch einige Nachträge und Notizen su Homeyer, in der Zeitschrift 
nir Rechtsgeschichte B. 4, S. 178—185, 1864. 

Literärgcschichtliche und rechtshistorische Mittheilungen aus Königs- 
berger Handschriften, ebendas. S. 186 — 204. 

Vier Manuscripte aus Keller's Nachlass, ebendas. B. 7, S. 151 

bis 159, IS6S. 

Eine Athener Handschritt der Basilikensynopse, ebendas. B. 10, 
S. 163—164, 1871. 

Caspar Calderinus der Jüngere und ein Original • Manuschpt seiner 
0)nsüiun, ebendas. S. 293 — 296. 

Homanistische und canonistische Handschrillen in Danzig, ebendas. 
S. 296—308. 

lieber eine nach unbekannte Form des Sächsischen VVeichbildiechts, 
ebendas. B. IJ, S. 1--37, 1875. 

Die altdeutschen Handschriften au Königsberg, in Haupt's Zeit- 
schritt für Deutsches Alterthum II. 13, S. 501 574, 1867. 

Grabschhil auf Neidhart Fuchs, in PleiÖer s Germania Jahrg. 17, 

S. 40-41, 1872. 

Kieler Bruchstück ans Berthold's von Holle üemantin, ebendas» 
Jahrg. 27, S. 4OA--410, 1882. 

Kin Fragment der Hriefe des heiligen Hieronymus, im Philologus 

B. 25, S. 151 — 153. 1866. 

Der Gottorfer Codex der Notitia Dignitatum, im Hermes B. 19, 
S. 458—461, 1884. 



Digitizcd by Lit.jv.'vi'^ 



Steffens — Steffeneea. 



Zwei mittelalterliche Tintcnrccepte, im Anzeiger für Kunde der 

deutschen Vorzeit 1871, Nr. 12. 

Zu Johannes Klenkok, ebendas. 187 3, Nr. 9 und 1873, Nr. 10. 

Miscellcn zum 15ücherwescn des Mittelalters, in PeUhuldt^s Anzeiger 
für Bibliograplüo und Bibliothekwissenschaft 1863. 

Zum Bücherweson in Altpreusscn, ebendas. 1866. 

Lateinischer Cisiojanus, ebendas. 1867. 

Ueber die Athener Nationalbibliothek, ebendas. 1868, 1869, 1870. 

lieber Numerierungs • Sjfsteino lür wissenschaftlich geoidnete Biblio> 
theken, ebendas. 1874. 

Dnplik in Sachen der RuUmann*8chen Reformprojecte und Akten- 
schhiss, ebendas. 1875. 

Zur Reform unserer Öffentlichen Kbliotheken, in den Grensboten 
1875, Nr. 10, 12, 15, 19. 

Kin Codex Ranzovianus, in der 2icitschrill der (iescllschall für 
schleswig-holstein-lauenburgische Geschichte B. 14, S. 303 — 312, 1884. 

Mitarbeiter der Allgemeinen Deutschen Biographie und der 3. und 
4. Auflage von Meyer^s Ck)nversations-Lexikon. 

2058) Sie Ifens, Conrad, geb. 1806 in Schleswig, studiite 
Medicin in Kiel, absolvirte 1835 das chirurgische Examen in Kopenhagen, 
praktisirte nachdnander in Reinfeld, Eichede, Trittau, an welchem letzteren 
Ort er auch Armenarst war, Mitglied des äntlichen Vereins filr Schleswig* 
Holslem, starb in Trittau 1869. — Vergl. Bentden: Den danske 
Lsegestand, 3. Udg., Kbh. 1860, S. 71. 

2059) Steffens, Henrik. — Vcrgl. über ihn noch namentlich 
das von dem Pastor Richard Fetersen dänisch geschriebene , von 
AI. Michelsen in's Deutsche übersetzte Lebensbild, mit Forträt, Gotha, 
Perthes, 1884. 

2063) Steffenseni Karl, geb. 25. April 1816 in Flensbuig — 
— stndirte Philosophie ausser in Kiel, in Berlin — war nach seiner 
Promotion 1841 in Kiel Erzieher des Herzogs Friedrich von Schleswig- 
Holstein-Augustenburg — — Michaelis 1854 ordentlicher (nicht ausser- 

ordenthcher) Proiessor der l'hilosophie in Basel, 1864 Rector der 
Universität, im Sepieniber 1873 von der Baseler theol. Facultiit zum Dr. 
theol. creirt, trat 1879 unter Beibehaltung von Titel und Rechten von 
der ordentlichen Frolessur zurück. Vergl. über ihn Philosophische 
Monatshefte 1872, S. 93^94. 



^ed by CjOOQie 



Stegemann — Stein. ^7» 

Noch von ihm: Ueber das ZufUlligo mit Bezog auf einige Zeit- 
erscheinungen. Eine Rectoratsrede November 1864. Basel 1864. 

Die wissenschaftliche Bedeutung Scfaleiennachers* November 1868. 
Daselbst 1868. 

^Stegemaiiii , Max, geb. in Wilster, Lehrer in Geometrie am 

Polytechmcnm in Hannover, starb iO. December 1872. 

Grundriss der DiffercniuU- und iatogral-Rechiiung iiiiL iinwendungen. 
Th. 1, 2. Hannover, Helwig, 1862 — 1863. 8^ 4. Aufl., Th. 1, 
hrsgcg. von Th. Sinram. Hi« 2, hrsgeg. von Joh. Frz. Meyer. Das. 
1878/80. S. Aufl., das. 1884/85. 8«. 

2066) Steger, Karl Nicolaus, geboren 4. Oclober 1812 in 
Hadersleben — — starb in Sehestedt, wo er Pastor, 26. Mai 1877. 

^Stellly Anna, Pseudonym für Wulff, Margaretha, welche 

vergl. 

2067) Stein, Ferdinand (nicht Friedrich) Theodor Ludwig, 
geb. 2U Waren in Mecklenburg, 19. Märs 1846 in Kiel warn Dr. med. 
et chir. promovtrt — — wird als praktischer Axzt ro Altona noch im 
Prov.-Handbuch von 1868, im Altonaer Addressbuch bis 1870 aufgeführt. 

2069) Stein, I.ore nz Jacob, geb. 15. November 1815 in 

Eckcrnförde — sein juristisches noctürdiplom in Kiel daürt vom 20. Mai 

1840 — 1855 ordentlicher Pmfessor der Staatswissenschaften in Wien, 

1869 als Inhaber der eiserncij Krone 3. Classe als Kdler v. Stein in 

den Ritterstand erhoben, ging Ende des Sommer-Semesters 1885, da er 

70 Jahre alt ward, in Pension. — Vergl. über ihn u. a. : Gust. Schmoller 

in den Preussischen Jahrbb. vom Märt 1867, S. 265 — 270; unter 

dem Tite) „Ein Schleswig-Holsteiner von 181S. Zum Geburtstage 15. Nov. 

188 S*' im Hamb. Conesp. vom 15. Nov.. 1885, M.-A. , im Feuilleton 

den Artikel von Paul Dehn; F^. BommÜUer's biographisches Schriftsteller* 

Lexikon, Leipzig 1882, S. 686. 

Unter dem Titel Sj^em der Staatswissenschaft ist s. Nr. 11 im 
Hauptwerk die Verwalmngslehre angeftlhit. Dieselbe hat aber ihren 
eigenen Titel und zwar Th. 1 auch mit dem Nebentitel: Die Lehre 
von der vollziehenden Gewalt, ihr Recht und ihr Oiganismus. Mit 

Vergleichung der Rcchtsziistände von England, Frankreich und Deutsch- 
land. Stuttgart, Cotta, 1855. Th. 2 auch mit dem Nebentitel: Die 
Lehre von drr inneren Verwaltung. Einleitung. Die l,chre von Re- 
grifT. Inhalt, System und Recht der Verwaltung. Die wirkliche innere 
Verwailung und das Vcrwaltungsrecht. Th. 1 : Das Bevölkenings- 
wesen und sein Verwaltungsrecht. Das. 1866. Th. 3 auch mit dem 



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stein. 



Nebentite]: Die innere Verwaltung. Erstes Hauptgebiet. Th. 2. Das 
dfiendiche Gesundhdtsweaen in Deutschland, England, Frankreich und 
andern Ländmi. Das. 1867. Th. 4 auch mit dem Ncbcntitel: Innere 
Verwaltungslehre. P'rstes Hauptgebiet. Th. 3. Das Polizeirecht. Das 
allgemeine Pnlizeirecht und die Sicherheitspolizei. Anhang (4. Th.), 
das Pflegschaftswesen und sein Recht. Das. in derns. Jahre. Th. 5 
auch mit dem Nebentit<'l: Die innere Vcnv iltung. Zweites Haupt- 
t^'ehict. Das Bildungswesen. Th. 1, Das Elementar- und das Herufs- 
bitclungswesen in Deutschlaiui , P^ngland, Frankreich und anderen 
Ländern. Das. 1868. Th. 6 mit dem Nebentitel: Innere Verwaltung. 
Zweites Hauptgebiet Th« 2, die allgemeine Bildung und die Presse. 
Das. in dems. J« Th* 7 auch mit dem Nebentitel: Innere Ver« 
waltungdriue Drittes Hauptgebiet. Volkswirthschaftspflege« Th. I : 
Die Entwährung , Grundentl astung, .\blösung, Gcmeinhcitstheilung, 
Enteignung und Staatsnothrccht in England, Frankreich und Deutsch- 
land. Das. in dems. Jahr. — Von dieser \'crwaltungslehre erscheint 
seit 1869 die 2. Aufl. durchaus umgearbeitet und unter theiiweise 
veränderten NebenUteln und ist bisher noch nicht vollstclndig. 

Vom Lehrbucli der Volkswirthschaft (Nr. 16 im Hauptwerk) er- 
schien 2. Aufl. Wien, Hraumiiller, 1878. 8^ 

Vom Lehrbuch der Fiuanzwissenschatl fNr. 15 im Hauptwerk) er- 
schien 2. Aufl. Leipzig, Brockhaus, i<S7 1. 3. Aufl. Das. 1875. 

4. Aufl. B. 1, 2. Das. 1878. 5. Aufl. Das. 1884 ff. 

Noch von ihm ausser weiteren zahlreichen Arbeiten in Journälrn 
und Sammelwerken: ! 8) Handbuch der Verwaltungslehre mit Ver- 
gleichung der Literatur und Gesetzgebung vun i- rankreich, F^nglaiid, 
Deutschland und Oesterreich. Stuttgart, Cotta, 1870. 2. Aufi. 
Das. 1S76. 8*'. 

19) Die Lehre vom Heerwesen. Als Theil der Staatswissenschaft. 
Stuttgart, Cotta, 1872. 8^. 

20) Zur Eisenbahnreditsbfldung. Gesammelte Aufsätze aus dem 
Ctentralblatt fiir Eisenbahnen und DampfechilRahit der östeneich* 
unganschen Monarchie. Wien, Lehmann & Wentzel, 1872, 8*^. 

21) Die Frau auf dem Gebiete der Nationaiakonomie. Stuttgart, 
Cotta, 1875. 8". S. Deutsche Rundschau Jahrg. 1, 187S, B. 4, 

5. 314. 5. Aufl. Das. 1876. 8". 

22) Lehrfireiheit, Wissenschall und Collegiengeld« Wien, Hölder, 
1875. 8«. 

23) Gegenwart und Zukunit der Rechts- und Staatswissenschatt 

Deutschlands. Stuttgart, Cotta, 187 6. 8^. 

24) Wesen und Aufgaben der Staatswissenschaft. Vortrag, gehalten 
in der Sitzung der k. k. Akad. der Wissenschaften 29. Mai 1879. 
Wien, Gerold's Sohn, 1879. 8«. 



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Steindorff. 881 

25) Die Entwicklung der Staatswissenschaft bei den Griechen. (Aus 
den Sitzungsberichten der k. k. Akad« der Wissenschaften.) Daselbst 
in dems. J. 8^. 

26) Der Wucher und sein Recht. Ein Beitrag zum wirthschaftlichen 
Leben unserer Zeit Wien, Hölder, 1880. 8^ 

27) Die staatswisscnschafUiche und die landwirthschaftliche Bildung. 

lireslau, Korn. 1880. 8^ 

28) Die Frau auf dem socialen Gebiet. Stuttgart, Cotta, 1880. 8". 

29) Die drei Fragen des Grundbesitzes und seiner Zukunft (die 
irische, die continentale und die transatlantische Frage). Daselbst 
1881. 8». 

30) Bauernj^nt und FTufenrecht, Gutachten , erstattet an die k. k. 
Ministerien des Ackerbaues und der Justiz. Anhang : Bericht des 
Landes-Ausschusscs, betr. tlie I,rkissung eines Agrarrechtes für das 
Herzogthuin Salzburg. Stuttgart, Cotta, 1882. 8"*. 

31) Die Landwirthschall in der Verwaltung und das IMncip der 
Rechtsbildung des Grundbesitzes. 3 Vorträge. Wien 1883. 8, Angcz. 
Schleswiger Nachr. 1885, Nr. 49 bis 51. Veigl. Itzehoer Nachr. 
1885, Nr« 63. 

2070) SteindorfT, Ernst Ludwig Hans, geb. 15. Juni 1859 

in Flensburg, Sohn des Dr. med. Magnus Friedrich Steindorff (f 22. Juni 

1869 in Kiel) und der Christine, geb. Jensen — — in Riel bis 1865 
Mitarbeiter im Cabinet des Herzogs Friedrich, 1866 IMvatdocent für 
(Jeschichte in Göttingen, 1873 im Juni rtnsserordentlichcr I'roiessor, 
Michaeiis 1883 ordentlicher i'rofessor der Geschichte daselbst. 

Noch von ihm : Jahrl)ücher des deutschen Reichs unter Heinrich m, 
B. 1—2. Leipzig, Dunker 6c Humblot, 1874/81. 8". 

In Forschungen zur deutschen (beschichte B. 6, S. 477 f.: 
Ueber Wipo's vita Chunnradi irnperatoris und (lesta Heinrici regis; 
H. 7, S. 5 59 f.; Ueber die Annalen, welche VVipo in der vita 
Chuonradi irnperatoris benutzte: R. 9, S. 397 f.: Zur Kritik der 
Annales Spirenses; B. 13, S. 603 f. (in Verbindung mit V. Bayer 
und K. Rieger): Kaiseruricunden des 10. und 11. Jahrhunderts; — 
sur Allgemeinen deutschen Biographie B. 1: Artikel Adalbert, 
Erxb. von Hamburg > Bremen, Adelheid, deutsche Kaiserin, Aribo, 
Erzb. von Mains, B. 2: Bernhard 1. und Bernhard II. von Sachsen, 
B. 3: Bruno, Bischof von Augsburg, B. 9: Gottfried der Bärtige, 
Herzog von l.othringen, Gozalo, Herzog von Lothringen, B. 1 1 : 
Heinrich III., deutscher König und römis< her Kaiser, H. 16: Konrad II., 
desgl., B. 1 9 : !,nd<>lf, Graf, Stammvater des sächsischen Hauses; — zu 
Ersch und ( jrubers allgemeiner Kncyklopädie der W. und K., 2. Section, 
B. 33: Karl Martell, Karl der Grosse, Karl der Kahle, Karl der 



882 



St«iBdorff. 



Dicke, Karl, Enb, von Mainz, B. 34 : Karolinger, B. 58 : Ronrad L, 
deutscher König. Ausserdem Recei^onen aus dem Gebiete der Ge- 
schichte und der historischen HOlfswissenschaften in Sybels historische 
Zeitschrift, in der deutschen Literatur-Zeitung, in dok Gttttinger gelehrten 
Anzeigen. Nach Kürschncr's Liter. - K alender f. 1884, S. 257 Verf. 
von deutschen und französischen Gedichten. — Revidirt. 

*8tetndoiir, Hermann Christian Franz, geb. am 10. Sept. 
1841 in Schleswig, jüngerer Bruder des vorhergenannten Emst Ludwig 
Hans St. (Nr. 2070), genoss zuerst den Unterricht an der neugegründeten 

Schleswigcr Realschule, später, von 1851 an, denjenigen *dcr Kieler 
(ielelirtensc hule, machte nach abgelegter Maturitätsprüfung 1860 bis 1862 
Studien in der Are hitectur- Fachschule am Folytcchnicum zu Hannover 
(Lehrer vorwiegend: Hase), 1862 — 1864 an der höheren Gewerbeschule 
zu Cassel (Lehrer vorwiegend: Ungewitter), 1864/65 am Polytechnicum 
in Zürich (Lehrer vorwiegend: Gottfr. Semper), 1866 Studieoieise in 
Belgien und Frankreich, 1867 '69 auf dem Bttreau des Baoraths Hase 
in Hannover thätig, 1870/71 italienische Reise, 1871/76 Assistent für 
Bauconstructionslehre , Lehrer des Bauzeichnens und Pkivatdocent fiir 
mittelalterliche Baukunst an der technischen Hochschule zu Stuttgart, seit 
1877 Professor für angewandte darstellende Geometrie fSchattirungskunde 
und Persj)ective), sowie lur Styliehre an der k. Kuastgewerbeschule in 
Nürnberg. 

1) Vurlegeblätter iür das Studium der Baukunst, besonders für die 
Zeichnenübungen der Rauconstructionslehre ; mit Unterstützung namhafter 
Architecten. 16 Hlattin Mai)pe. Stuttgart, Wittwer, 1 8 7 6/7 7. (Doppel- 1 Fol. 

2) Schattirungskunde. I'-im- neue Methode der Uebertragung von 
Curven gleicher Helligkeit und eine directe Darstellung der Helligkeits- 
werthe durch die Sonne sJs Lichtt]uelle. Mit 5 Tafeln. Das. 1884. Fol. 

3) Ueber die kirchliche Kunst auf der intematiunaien Ausstellung 
von Arbeiten aus edlen Metallen und Legirungen in Nürnberg 1885. 
Nürnberg, Schräg, 1885. 8". 

Kurze Aufsätze, besonders aus dem Gebiete der kirchlichen Kunst, 
Reiseberidite, Recensionen, architectonische Aufnahmen und Entwürfe, 
sowie kunstgewerbliche Studien von 1866 an zerstreut in den Zeit- 
schriften: FOrster^s Bauzeitung (Wien), Kieler Zeitung, Christ- 
liches Kunstblatt CStuttgart), Deutsche Banzeitung (Berlin), 
Zeitschrift Tür bildende Kunst Wien), Archiv für kirch- 
liche Knns! ilierlini, Gewerbehalle, Deutsches Mater- 
Journal und A r c h i t e r t o n is c he Studien vom Architecten- 
Vercin am Polytechnikum Stuttgart, — Revidirt. 



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Steinmetz — yon Stemauu. 



288 



*Stelninetz, Karl, geb. 3. Juni 1835 zu Moringen, Landdrostei 

Hiidesheim, bcsuclite die Geiehrten-Schulc zu Clausth:il, studirtc l'liilulügie 

in (röttingen von ) 853— 1857, Dr. philos. das., im Juli 1858 Lehrer 

am Johaßneum in Lüneburg, Ostern 1863 Oberlehrer am Lyccum {1} zu 

Hannover, seit Michaelis 1872 Üirector des Ratxcburger Gymnasiums. 

Ausser ßeiträgen Stt fachwissenschaftlichen Zeitschriften: Herodot 
und Nicolaus Damascenus, Progr, des Lüneburger Johanneums 1861. 4". 

l^nc Synesis, im Oster-Ptogramm des Ratzebuiger Gymnasiums« 
1882. 4". 

*8teillT0rtlit Johannes, geb. 30. Juli 1845 zu Lüneburg, ge- 
bildet auf dem Gymnasium das. und auf den Universitäten Göttingen und 
Berlin, in G(tttingen 1867 examinirt, Mich. 1870 erst cohstituiit, dann 
1871 definitiv ordenti. Lehrer am Haderslebener Gymnasmm, Ostern 1875 

Rector der höheren Bürgerschule in Lowenberg, Schlesien. 

Mit R. V. Fischer Benz on (Nr. 497): Ueber die Flora der Um- 
gegend von Hadersieben. Tabellen zum Bestimmen der um Haders- 
leben wildwachsenden o<lcr im Freien gezogeneu Gefässpflanzen : A, 
Familientabelle, im Progr. des Haderslebener Gymnas. Ostern 18 73, 
B. Gattungstabcllo, im Progr. desselben G3rmnasium8 1874. 4". 

Ueber Linien, welche eine Schaar gegebener Curven unter constaiitetn 
Winkel schneiden. Progamm Lciwunberg i. Schi. 187 7. 4*. — Rcvidirt. 

2073) von 8teiliail1l, Christi :'n. geboren 15. November 1816 

in Schleswig erhielt im Mai 1872 den Kjr..O. 3. Gl., 29. Dec. 

1877 Dr. jur. hon. c. in Kiel, starb daselbst 2. Februar 1882 um 2 Uhr 
Morgens. 

Noch von ihm : Sammlung der Gesetze, Verordnungen, weiche den 
bürgerlichen Process in Schleswig'HoIstein betreffen. Kiel, Schwers^sche 
Buchh., 1868. 8^ 

Die Vergehien der Unterschlagung und Untreue. Eine Vorarbeit 
fUr das Strafgesetsbuch des norddeutschen Bundes. Daselbst 1870. 
8^. S. Kieler Zeitung vom 31. December 1869. 

Auch sind von ihm, obwohl nicht im Buchhandel: Entwurf eines 
Gesetzes, betr. die Gerichtsverfassung des Herzogthums Holstein (Kiel) 
1866; Entwurf einer Strafprocessordnung (für Holstein) Kiel (1866) 
und Entwurf eines Strafgesetzbuches (tür Holstein). Das. von dem- 
selben Jahre. 

In dem von P. Chr. Hansen herausgeg. vSc:hloswig-H oistein, seine 
VVohlfahrtsbestrebungen etc., Kiel 1882, S. 69 f.: Die Vereine zur 
Pflege im Felde verwundeter und erkrankter Krieger. 



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384 



307 5) T, Stemailll 1 Christian Ludwig Ernst, geboren 

11. Mar/. 1802 zu liiisuiii — im Februar 1876 vom König von 
iJäncmark zum Geheimen Cuiiferenzrath ernannt, starb bei Kopenhagen 
14. (13/14.) März 187 6. 

Noch von ihm: Urkundliche Heiträge zur Geschichte der Herzog- 
thlimer Schleswig und Holstein. Aus den nachgelassenen Papieren 
herausgegeben vuii (seinem Sohu) C. v. Stemann. 187 9. 8". (Ist 
dem (ieheimen Rath Andr. Ludw. Jacob Michelsen gewidmet.) 

Weitere Beiträge zur Adclsgeschichte in den Jahrbüchern für 
die Landeskunde der Herzogthämer Schleswig, Hol- 
stein und Lauenburg B. 10, Heft 1 und 2 und darnach in der 
Zeitschrift der Gesell schaft für Geschichte der Herxog* 
thümer B. 1, S. 54 f.: Die Familie Sehestedt, B. J, S. 106 f,: 
Die Familie Rantzau, B. 3, S. 183 f.: Die Familie Breide, B. 4, 
S. 251 f.: Die Familie Bockwold und Nachträge und Berichtigungen 
daselbst S. 306. — Ausserdem in dc-^lljcn Zeitschrift H. 3, 
S. 93 f.: Nachtrag zu Schleswiger Urkunden, sowie in den Jahr- 
büchern B. 10: Hausniarkcn und Siegel im Hcrzogthum Scliicswig. 

2079) Steiider, C. F. Wilhelm, geb. I83I in Schönberg» Sohn 
dos das, 24. Juli 188 5 verstorbenen Dr. med. Daniel St. — — Arzt 
in Pinneberg, um 1869 in Barmstedt, Physicatsdistrict Pinnebcrg. inj An- 
fang der 80 er Jahre in Schönbei^, 1886 im Januar von der Strafkammer 
des Kieler Landgerichts wegen wiederholten Verbrechens gegen die 
Sittlichkeit su 2 Jahren 6 Monaten C^ßtngniss verurtheilt. 

*Stender, Friedrich Ludwig, geb. 29, September 1826 in 
Elsdorf, Sohn des verstorbenen f^hrm Christoph St., bis zum vollendeten 
19. Jahr unterrichtet von Pastor Lund in Hohn, für das Schulfach examinirt 
im Januar 1853, umnittelbar darnach bis 1. October 1861 Lehrer an 
der Knaben-Bürgerschule in Schleswig und von da an mit Genehmigung 
des derzciügen Mmisteriums für das Herzogthum Schleswig Vorsteher der 
von dem am 22, April 1861 verstorbenen Dr. med. Hansen am 1. Oct. 
1852 in Schleswig gegründeten Anstalt für schwachsinnige Kinder, Idioten- 
Anstalt, die auf Befehl der dänischen Regierung 3. August 1862 nach 
Sonderburg verlegt wurde, aber am 19. Juli 1870 wieder nach Schleswig 
übersiedelte. 

Mit H. J. Matthiessen, dem Arzte der Anstalt: Jahresbericht fUr 
1862, mit H. Schmiegelow: Jahresbericht pro 1864 und 1865 über 

die Heilanstalt für schwachsinnige Kinder in Sonderburg. Februar 
1866. 8", dann allein Bericht über die Heilanstalt für schwachsinnige 
Kinder in Sonderburg erstattet 31. December 1867, desgl. erstattet 



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Stender — Sttleke. 



986 



31. l)e( pmber 1869, desgl. über die Anstalt liir blöd- utid schwach- 
sinnige Rinder ir» Schleswig. Schleswig 1872, desgl. Daselbst 1876 
und Bericht über die Idiotenanstalt bei Schleswig. Schleswig im April 
1878. — Revidirt. 

*Steilder, Julius P!. A., geb. in Plön, Sohn des Stadtraths St. 
das., nahm am Feldzuge 18 70 — 7 1 theil, laliaber des eisernen Kr. 2. Cl., 
studirte Philologie, 1874 in Kiel Dr. pbilos. 

De Argonautarum ad Colchos usque expeditione fabulae historia 
critica. Diss. inaug. Kiliae 1874. 8**. 

^SterroZc» Joseph Martin Nicolas, geb. 1. December 1836 
in BCUIe, im Greyerzland (La Gniyere <, Kanton Freiborg, absolvirte im 
College cantonal in Freiburg das (iymnasium, das Lyceum und die Rechts- 
iacultät, war darauf Lehrer am Obliege canlonal , l)esuchtc nach einigen 
Jahren die Universitäten München und Berlin, seit 1863 Leclor der fran- 
zösischen Sprache an der Universität in Kiel. 

Offrandes. Pnemes et poesies. Paris, Sandoe & Fischbacher* Neu« 
chatel 1872. 8^ 

Gedichte und diverse Artikel in Zeitungen und Zeitschriften der 
französischen Schweiz, deutsche Uebersctzungen aus dem Französischen, 
Englischen und Spanis( heti. auch Verfasser einer kleinen Monographie 
über seine engere Heimath La (iruyere. — Revidirt. 

* Sterz t Alwin, geb. 8. December 1853 zu Grossengottera in 
Thüringen, besuchte das Gymnasium in Mittühausen in Th., studirte 
Theologie und Philologie von Ostem 1869 bis Mich. 1874 in Leipzig, 
Halle, Göttingen, bestand Ostem 1873 die theol. Prüfung in Halle, wurde 
1874 in Jena promovirt, absolvirte im Januar 1875 das wissenschaftliche 
Staatsexamen in Göttingen, Probandus am Flensburger Gymnasium 1874 
bis 187 5, 1. October 1875 ord. Lehrer in Plön, Michaelis 1880 ord. 
Lehrer an der höheren Bürgerschule in Oldesloe. 

Richard L Graf v. Averte und Fürst v. Capua, 1050 — 78, Beitrag 
zur (fesctiichte der Normannen in Unteritalien, im Plöner Gymnasial» 
Progr. 1879, 4^ 

Kritische Berichtigung der Formel Schleiermachers über den Gegen- 
satz von Katholicismus und Protestantismus über die Erlösung, im 
Osterprogr. der höheren Bürgerschule in Oldesloe 1882. 4*. 

2081) Stilclie, Julius Alexander, geb. 2. Mai ISO 7 in Sül- 
feld — — seit 22, Juli 1859 noch Diaconus in Borsfleth, Propstei 
Münsterdorf, 



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I 



S86 StiUe - Stftnde» 

*StilIt^, Wilhelm Friedrich Christian, geb. 16. Februar 

1654 in Schleswig, besuchte das l)om-(iymiiasium daseibsi ins 1873, 

Studirte dann Philologie in Kiel, wo er 1 877 zum Dr. philos. promovirt 

wurde, seit Ostern 1879 Lehrer, Michaelis Oberlehrer an der 

fürstlichen Realschule zu Sondershausen. 

Historia legionum auxÜicnruroqne inde ab excessu divi Augusti nsque 
ad Vespasiani tempora. Diss. inaug. Kiliae 1877. 4". (Am 6. MSn 
gedachten Jahres von der philos. Facultät in Kiel preisgekrönt.) 

^Stiinillillg« Albert Karl Ferdinand, gab. 17. December 
1846 in Prenzlan, Prov. firandenboig, gebildet auf dem Gynma&nni seiner 
Vaterstadt, stndiite auf den Universitiiten Berlin, Bonn und Uittich, 
examinirt pro fac. doc. (Englisch, Französisch und Deutsch) am 1. Febr. 

1870, promovirt zu Göttingen 21. Juli 1869 zum Dr. philos., vom Herbst 
1869 bis Octüber 1870 an der Friedrichs- und der Dorotheenstädtischen 
Realschule in Berlin, October 1870 ordentl. Lehrer an der (Uber-) Real- 
schule in Kiel, vom 13. August 1874 bis Michaelis 1876 Oberlehrer 
cbendort, zugleich seit Mich 187 2 Docent an der k. Marine-Akademie, 
seit Michaelis 1873 auch Privatdocent der neueren Philologie an der 
Universität daselbst, 15. März 1876 ausserordentl., 27. Januar 1879 
ordentl. Professor für romanische PhOologie daselbst, auch Inhaber der 
K..D. 1870/71. 

1} Pran^ois VUlon. Berlin 1869. 8». 

2) Der Troubadour Jaufire Rudel, sein lieben und seine Werke. 
Kiel, Schwers, 1873. 8«. 

3) Beitran de Born, sein Leben und seine Werke, mit Anmerkungen 
und Glonar. Halle 1879. 8^ 

Verschiedene Aufiätse in Herrig's Archiv für das Studium der 
neueren Sprachen, in Kölbing*s Englische Studien, Gröberns 
Zeitschrift für romanische Philologie, Literaturblatt 
für germanische und romanische Philologie, Zamcke*s 
literarisches Central blatt. — Revidirt. 

*Stinde, Julius Ernst Wilhelm, geb. 28. August 1841 zu 
Kirchnüchel bei Eutin, Sohn des Pastoren Conrad Geo. St. daselbst, be* 

suchte das (lymnasium in Eutin, 1858 I^ehrling bei einem Apotheker in 
Lübeck, studirte dann von 1861 Xalurwissenschatt in Kiel, Giessen, Jena, 
woselbst er im ( )<:toher 1863 zum Dr. phil. promovirt wurde, 1864 bis 
186 7 als Chemiker in einer chemischen Fabrik in Hamburg thUtig, 
redigirte von 1864 bis 1868 das liamburger Gewerbeblatt, seit 1865 



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Mitarbeiter der 1 1 la]i!l urijer) „Reform" und verschiedener anderer Blätter, 
als Spener'sLhe Zeitung. U lener l'resse, Jahreszeiten, Hamburger Novellen- 
zeitung, Münchener Hiegende Blätter, siedelte später von Hamburg nach 
Berlin über, wollte April 1884 auf Einladung der Regierung in Kanada 
das Land bereisen, blieb aber einstweilen in Berlin. — VezgL über ihn 
n. a. Gädexts: Die plattdeutsche Komödie im 19. Jahrhundert S. 183 ff., 
Leadkon der Hamb. Schriftsteller B. 7, S. 311^112, Brilmmer*s Dichter- 
]>exikon B. 2, S. 303. Ktirschner^s Liteiatur-Kalender für 1884« Born- 
müller^s biogr. Schriftsteller-Leakon, Leipzig 1882, S. 692. 

1) Blidce durch das Mkioskop, Bilder und Skizzen aus der kleinen 
Welt mit lifikrophotographien nach der Natur. Hamborg, J. Fr. 
Richter, 1868. 

2) ICuner Katechismus der mikroskopischen Untersuchung des 
Fleisches auf Trichinen. Daselbst 1869. 

3) Naturwissenschaftliche Plaudereien. Daselbst 1873. 

4) AUtagsmärchen. Novelletten. B. 1, 2. Das. 1873. 2. Aufl. 1875. 

5) Mcisiersingennotive. Line Studie über Richard VVagner's Meister* 
Singer. Daselbst 1873. 12». 

6} Ais Pseudonym J. Steinmann : In eiserner Faust. Ein Polizei- 
roman. Altona 1874. 

7) Hamburger Leiden. Schwank in 5 Akten. iNr. 31 im Deutschen 
Theater.) Altona, Verlagsbüreau, 1875. 

8) Tante Lotte. Plattdeutsches Lustspiel in l Auizuge. (Nr. 32 
in dems. Theater.) Das. in dems. Jahr. 

9) Die Nachtigai aus dem ßäckergang. Volksstück in 3 Aufzügen. 
Daselbst, A. Prinz, in demselben Jahr, (Wurde schon im Mai .1871 
aufgetührt. Auch Bändchen 37 des von Gömer herausgegebenen 
deutschen Theaters.) 

10) Aennchen von Tharau. Romantische Oper in 3 Acten. Musik 
von Emst Catenhusen. Als Mscpt. gedruckt. 187S. 

11) Unter dem Namen Alfred de Valmy: Die Opfer der Wissen- 
Schaft oder die Folgen der angewandten Naturphilosophie. 3 Bttcher 
ans dem Leben des Prof. Desens. Leipdg, Barth, 1878. 2« Aufl. 
Das. 1879. 8'\ 

12) In Görner's „Deutsches Theater" Nr. 41 : Die Familie Carstens. 

Genrebild. Altona 18 7 7. 12". 

13) Aus der Werkstatt der Natur. Streifzüge durch Feld nnd Mar, 
Haushalt und lieben. B. l — 3. Leipzig, (lebr. Senf, 1880. 8". 

14) Das Dekamcrone der Verkannten. Berlin, Freund Hl Jeckel, 
löSl, i2\ (Erschien anonym.) 



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Stintsiiig. 



1 5) Das Rauchen. Seine Nachtheiie und deren Venneidung. Berlin, 
Stuhr, 18i)l. 8». 

16) Wald-NoveUen. BerÜn, Freund Jeckel, 1881. (Weitere 
Auflagen.) 

17) In Block*s Volkstheater Nr. 55 mit G. Engels: Ihre Familie. 
VolksstQck. Berlin, Lassar, 1883. 8^ 

18) Bttchholsens in Italien. Reise- Abenteuer von Wilhelmine Buch- 
hols. (Zahlreiche Auflagen«) Berlin, Freund & Jeckel, 1883. 

19) Familie Buchholx. (Zahlreiche Aufl.) Berlin, Freund & Jeckel, 
1884. 8^ (S. Kiel. Zeit, vom 15. JuU 1884, Nr. 10,110.) Wurde 
in's Holländische, Dänische, Schwedische und 1886 in*s Bran* 
söaische übersetzt. 

Als bisher nicht gedruckte dramatische Arbeiten werden angeführt: 
Der erste Turco. Plattdeutsches (Genrebild in 1 A. (1870). - Die 
Jagd nach denn Glück, Volksstück in 4 A. (1872). — Eine Ham- 
burger Körhin. Plattdeutsches Volkssttirk f!873). — Die Plumcn- 
händlerin von St. i^auli. — Das letzte K.ai)itel, Plauderei in 1 A. 
(18 74). — Prinzessin Tausendsrhön , Weihnachtsmärchen in 3 A. 
(1874). — Prinz Unart, Weihnachtsmärchen in 4 A. (1875). — 
Journalistische Beiträge von ihm ausser in den oben genannten Blättent 
in zahlreichen anderen, z. B. auch im New* Yorker belletristischen 
Journal. — Auch mitthätig (?) an dem von Wilh. Buchholz heraus- 
gegebenen Buch Wasser und Seife. Dlustrirtes Wäschebuch. Hamburg, 
J. F. Richter, 1867. 5. Aufl. von MOUer, 1878. S\ 

2084) Stintzing« Johannes August Roderich, geboren 

8. Februar 1825 in Altona — — im Mtd 1868 als ord. Proressor des 

Römischen Civil-Rechts von Erlangen nach Glessen berufen, lehnte ah, 

im März 1870 in gleicher Eigenschaft in Bonn, gleichzeitig Geh. Justiz- 
Rath, starb in Folge eines Sturzes beini Abstieg nach Fischen auf dem 
Transiwrt nach Oberstdori im Allgäu, Bayern, 13. Sei>tember 1883. Für 
eine ihm zu Ehren bestimmte Büste kamen von seinen Schülern im April 
1884 die nöthigen Mittel zusammen. — Vergl. über ihn Ad. Wach: 
Kiitische Vierteljahrsschrift B. 26, S. 161 — 180; Alphonsc Rivier in der 
Revue internationale de Tenseignement du 15« Janvier 1885. 

Noch von ihm : 7) Geschichte der populären I^iteratur des römisch- 
kanonischen Rechts in Deutschland am Ende U 15. und im An- 
fang des 16. Jahrhunderts. Leipzig, Hirzel, 1867. 8". 

8) Hugo Donellus in Altdorf. Erlangen, Besold, 1869. 8^ 

9) Das Sprichwort „Juristen böse Christen*' in seinen geschichtlichen 
Bedeutungen. Rectorats • Antrittsrede. 18. October 1875. Bonn, 
A. Marcus, 1875. 8^ 



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989 



1 0) Macht und Recht. Rede zur Feier des kaiserl. - königl. Geburts- 
tages. Bonn, A. Marcus, 1876. 8**. 

1 1 ) Cicorg Tanner^s Briefe an Boiuiacms und Basilius Amerbach. 
1554 — 1567. Beitrag zur duschichte der NuveUen-Editionen. Bonn, 
A. Marcus, 1879. 8«. 

12) Wendungen und Wandelungen der deutschen Rechtswissenschall. 
Rede zur Säcularfeier des Geburtstages Savigays 21. Febr. iS79. 
Das. {n dentis. Jahr. 8^ 

13) Geschichte der deutschen Rechtswissenischaft, Abth. 1, 2. (B. 18 
der Geschichte der Wissenscfaafleik in DetitscUand.) Mtiodieii nnd 
Leipzig 1880 und 1884. 8^ 

Auasefdem noch diverse Beiträge zu mehrereii Fach - Zeitschritten, 
namentlich su den Jahrbttchern für die Dogmatik des 
heutigen römischen und deutschen Privatrechts. 

*Stisgaard, Peter Christian, geb. 4. Januar 1820 in Aal- 
borg, l'hannaceut, conditionirte in Apotheken zu Tondern, Liigumkloster, 
Flensburg, bestand 1842 das pharmaceutische Examen in Kopenhagen, 
wo er darnach in verschiedenen Apotheken Gehülfe war, bis er im Juni 
1856 die noch von ihm geleitete Löwen-Apotheke in Apenrade kaufte. 
— Vergl. £rslew Suppi. III,. S. 287. 

Lieferte diverse Beiträge zu pharmaceutischen Fachseitschriften, u. a« 
zu dem von Trier herausgegebenen „Archiv for Pliaxmade^*. 

*Stoekniaiiil, Hermann August Wilhelm, geb. 23. Febr. 
1848 auf dem Hofe zu Steinrade bei Lübeck, Sohn des Hofbesitzers 
St. zu Altona im CjuLc Oevelgönne, Jurist, 1873 im Referendariatsexamen, 
1878 in der juristischen Staatsprüfung bestanden, Dr. jur., Assessor, im 
März 1878 rommissarischer Amtsrichter auf Sylt, l . JuH 1 8 7 9 Amtsrichter 
in Itzehoe, November 1882 Assessor im k. evangelisch • lutherischen 
Cönsistorium in Kiel, 16. Februar 1886 Consistorialrath. 

In den schleswig-holsteinischen Jahrbüchern (Kiel 
1884) Bandl, Heft 1: Das Grundbuchwesen in Schleswig-Holstein. 

2087) Stdiir« Johann Sebastian, geb. 15. (nicht 11.) Juli 
1754 zu KeUinghusen, gestorben als Pastor emer. 15. August 1847 in 
Preetz. — Vergl. über ihn noch Michler^s Veizeichniss der F^rediger in 
Rendsburg 1863, S. 10. 

*Stölteil, Hermann Otto, geb. 26. Februar 1841 in Holm 
bei Wedel, Propstei Pinneberg, stuthrte Theologie in Kiel, Zürich, exam. 
Michaelis 1872 (2 Char. m. s. r. A.), Prediger an der reformirten Ge- 

19 



StAUiag - Stolle. 



meinde in Leipzig, 1878 Pfarrer io Tautenburg und Steudnitz a* S., 
Vicar zu Frauenpnesnitz. 

Ausser Beiträgen zu Fach-Zeitschriften : Die neue Kirche zu Tauten- 
burg und die Tautenburger Kirchenlottene. Ein Weckerut im Interesse 
der kirchlichen Baukunst. Leipzig 1^83. 8". 

Das Kommen im Weltgericht. Predigt am 2. Advent 1884, seinen 
Gemeinden in weiterer Ausführung als Neujahrsgabe dargeboten. 
Jena 1884. 8«. * , 

*St$lting, Ha&$i geb. 9. Febroai \S2S in Klain-FIintbeck, be- 
suchte die heimathliche Dorfschule i wurde GehOUe bei Dieknnann in 
Ording, Eidelstedt, dann Nebenschollehrer in Booksee, Kirchsp. Barkao, 
1844 Districtsschollehier in Pohnsdorf, 1849 in Falkendorf, Kirchsp. Preetx, 

1862 in Schellhom, Kloster Preetz, wo er 23. Febr. 1883 starb. 
S. schleswig-hülst. Schulzeitung 1883, Nr. 13. 

Verschiedene, namentlich naturwissenschaftliche Beiträge 2Ur schlesw.« 
holst. Schulzeitung und zum norddeutschen Lesebuch. 

2088) StöTeily Johann, geb. 12. Juli 1819 in Brockdorf, b» 
suchte das Seminar in Segeberg seit Mich« 1839, exam. Mich. 1842 

(2. m. r. A.), noch Hanpdehrer und Organist tn Borsfleth, Propstd 

Münstcrdori". — Vergl. Lange: Das Seminar in Segeberg S. 232. 

2090) V, Stolberg, Graf Friedrich Leopold. — Vergl. über 
ihn noch Job, Janssen: Fiiedr. Leop. Gr. zu St. Sein £ntwickelungsgang 
und sein V^ken im Geiste der Kirche, in 1 B. Mit Stolberg^s Bildniss. 
F^eibnig 1882 und das grössere Werk desselben Ver&ssers in 2 Bänden. 
Daselbst 1877. Feiner Göthens Briefe an die Gräfin Aitguste zu Stolbeig« 
verwittwete Gräfin von Bemstorf, Leipzig, 1881. J. H. Hennes: Aas 
Fr. L. V. St's. Jugendjahren. Frankfurt 1876. K. F. A. Kahnis: 
Stoiberg und Voss. Vortrag. Leipzig 1876. 

2092a) Stolbom, Karl, geb. auf Panker, 1832 und US7 stud. 
med. in Kiel — Arzt in Wedel bis in die eisten 70er Jahre. 

2093) Stolle, Ernst Friedrich Heinrich, geb. 1818 in 
Lübeck — — im März 1875 Sanitätsrath, im September 1883, res]), 
im Februar 1 884 an Hennings SteUe Thysikus (Staats-Physikus) in Segeberg- 

In den Mittheilungen für den Verein schleswig-holsteinischer Aerzte 
Heft 8, 1881, S. 43 f.: Ueber die Wirkung der FoÜa jaboraodi und 
des daraus hergestellten Alkaloidz. 



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StoUey — StoltoBkerg. 



291 



2094) Stolley, August, geb. 4. September 1833 in Warder — 
— seit Ostern 1875 Haupüehrer au der ersten Mädcheo-JBürgerschulo 
in Kiel. 

Von den Heften „des Gesangtreondes" erschienen successive weitere 
Auflagen, Heft 1, 3. Aufl. Kiel 1875 und ebenfalls die Liedertexte 
dazu. Hefl 2 , 7. Aufl. daselbst in dems« J. Heil 3, 6. Aufl. das. 
in dems. J. 8. Aufl. 187 7. 

Nüch von ihm: Mehrstimmige Choräle nach Apel's Cboralbuch. 
Kiel, Schwers, 1868. 3. Aufl. 1875. .5 Aufl. 1877. 

Entwurf eines Chozalmelodjenbnches, als Beitrag ztir Lösung der 
schwebenden CSioralfrage. Das. 1870. 

bt seit 15. November 1874 RedairCeor der sddeswig-holsteinischen 
SdmlzaitOQg« iOr die er seit 1857 stetiger Mitarbeiter. 

Beiliilge zur Geschichte 1) der Lehzerversammlungen und Lehrer* 

vereine in Schleswig-Holstein, 2) der pädagogischen Zeitscliriften in 
Schleswig-HolsteiD, 3) des Kieler Schulwesois. Den Theilnehmem 
an der 12. allgemeinen schlesw. -holst. Lehrerversammlung in Kicd am 
1., 2. und 3. August 1878 gewidmet. Kiel 1878. 8". 

Altes und Neues. Eine Sammlung der schönsten zwoi-, drei- und 
vierstimmigen Lieder volksthtimlirhor .\rt besonders fiir Gymnasien, 
Realschulen, höhere Bürgerschulen, Mittelschulen und höhere Mädchen- 
schulen. Heft 1 : Zwei- und dreistimmige Lieder. Heft 2: Drei- und 
vierstimmige Lieder. Flensburg, Uestphalen, 1881. 8°. 

2095a) Stülteiiberer , Detlef, geb. 1823 in Schönkirchen, — 

starb als Organist und Lehrer in Schönkirchen 12. Juli 1876. 

Fibel für die deutsche Jugend. Selbstverlag des Verfassers 1867. 8**. 

* Stoltenberg", Nicolaus Theodor Marcus, geboren 3. Märs 

1844 in Krolcui, Kirchsp. Schönberg, besachte das Seminar in Segebefg 

von Uffichnelis 1863 bis dahin 1866 (exam. mit dem 2, m. s. r. A.), 

von 1867 — 1873 Organist in Bovenau, stndirte in Kiel Naturwissenschaft 

bis 1874, wurde in demselben Jahre nach bestandenem Mittel-Schal- 

Eitamen ordentlicher Seminarlehrer in Tondem. 

Beitrag zur Kenntniss der Flora Tondems. Tondem, DrOhse, 
1877. 8» 

♦Stolteiiberar, Theodor Karl Friedrich, geb. 25. Jnni 1850 

in VVendtorf, studirte Theologie, Ostern 1 87 5 examinirt, II. Juli 187 5 
ordiiurt, Adjunct in Freetz, dann in Kotzenbüll, Apnl iö7o Diakunus in 
Gettorf. 

Aus alten Zeiten. Ein Stück Chronik der Gettorter Gemeinde. 
Kiel, A. F. Jensen. 1880. 8^ 

19* 



StolJt — Storni. 



*StolZt Nicülay Johann Friedrich, geboren 10. Juni 1853 

in Leck, Sohn des Oberamtsrichters St. das., besuchte die Realschule in 

Flensburg von Ostern 1868 bis dahin 1871 und bis Ostern 187 7 das 

Gimnasiuni, stadirte Medicin in München und Kiel, wo er 1883 zum Dr. 

med. et chir. piomovirt wurde , seit September 1883 Ant in Bredstedt 

Beitrag «ir Statistik der Radicaloperation der Hydrocele durch 
Function mit nachtragender Injection von Lugorscher Lösung. Inang.- 
Diss. Kiel 1883. 8». 

^iStolsenbergy Richard, geb. 2. October 1844 in Potsdam, 
studtrte Mathematik und Naturwissenschaften in Berlin von Ostern 1865 
bis BifichaeUs 186S, bestand daselbst im Juni 1868 das Examen pro fac. 
doc, 1872 mm Dr. philos. in Jena promovirt, Ptobandus am Gjrmnasium 
in Potsdam, wo er auch bis 1876 Lehrer, worauf er an die Kieler Real- 
schule kam. 

Bestimmung einer Ellipse durch die Summe eines Ellipsenbogens 
und zweier Tangenten. Inaug.-Diss. Jena 1873. 4*. 

Verallgemeinerung der allgemeinen Faden-Coustruclion der Ellipse, 
im Gymnasialprügramm Potsdam 1873. 4". 

Leitfiiden für den arithmetischen Unterricht in den mittleren Qassen 
höherer Lehranstalten. Potsdam 1873. 8^ 

2097) Storjohann, Rudolf Heinrich, geb. 16. November 
1814 in Segeberg — — Arzt in Hordcsholm bis gegen 18 70 (187 1 
nach dem Provinzial-Handbuch nicht mehr), starb in Neukirchen, Fürsten« 
thum Lübeck, 19. Febr. 1885. 

2098} Storni, Emil Ernst Wilhelm, geboren um 1832 in 
Husum — — noch praktisirender Arzt in Hustmi. 

2099) 8torm, Hans Theodor Woldsen-, geb. 14. September 
1817 in Husum, Sohn des Advocaten Joh. Casimir St. das. (f 14. Sept. 

1874 im 85. Leben^ahre) im WSxz 1874 Oberamtsrichter, 1. Oct. 

1879 Amtsgericfatsrath in Husum, nahm im April 1880 seine Entlassung, 
erhielt bei der Gelegenheit den R. A.-O. 4. Q., wohnte darnach in 
Hademarschen ha Haneran, seit Januar 1883 Inhaber des Maximilians- 
Ordens fiir Kunst und Wissenschaft. — üeber ihn und zur Cimrakteristik 
seiner Poesie erschienen im Traufe der letzten Jahre zahlreiche Essays 
SD Wühl in I^iteraturgeschichten der neuesten Zeit, wie in literarischen 
Journalen (z. B. deutsche Rundschau Jahrg. 6, 1880, Juli, v. Erich 
Schmidt, Zeitung für Literatur, Beilage zum Hamburger Corrcspondenten 
Octobcr-December 1884, von Biese) und in Feuilletons der Tages- und 



L.iyui<.LU Oy VjOOQle 



Storni. 



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Wochenblätter (z. B. Kjolcr Zoitung Nr. 8637 und 8639 vom 12. und 

14. Febr. 1882, Nr. 10,627 und 10,629 vom 21. und 22. Mai 1885), 

auch iri lirümmer's Dichter-Lexikon H. 2, S. 404 und in Hart, resp. 

Kürschner 's Literatur-Kalender seit 1880, in BommüUer*s biographischem 

SchriflsteUer-Leukon, Leipzig 18S2, S. 695/96. 

Von den meisten der im Hauptwerk angeführten Werke erschienen 
weitere Auflagen, z. B. von Immnnsee bis zur 25. Aufl. Berlin 
(Paeters Miniatur-Ausgaben-Sammlung) 1886, ron den Gedichten bb 
zur 7. Anü. Das. 1885, von: Im Sonnenschein. Drei Sommer- 
geschichten bis zur 7. Aufl. Das. 1882, in der Sommer-Mondnacht. 
Novellen (a. Auf dem Staatshof. b. Wenn die Aepfel reif sind. c. Post- 
huma. d« Der kleine Häwelmann) bis zur 4. Aafl* Das. 1881, swei 
Weibmtchts »Idyllen, 2. Aufl. Das« 1875, Dim Märchen (1. Die 
Regentmde« 2« Bnlemanns Haus. 3. Der Spiegel des Cyprianus) 

2. Aufl. (mit 4. In der Tonne) unter dem Titel: Geschichten aus 
der Tonne. Das. 1873, Von Jenseits des Meefes. Novelle. 2. Aufl. 

■ Das. 1873. (Die sjKiteren Novellen wurden, wie zum Theil angegeben 
ist, zum grösstcn Theil in literarischen Zeitschriften , zuweilen in 
mehreren gleichzeitig, neben der Ruchausgabe veröffentlicht. Im 
Salon H. 8, S. 534 — 539 finden sich einzelne neue Lieder.) 

Null von ihm: 17) In St. Jürgen. Schleswig, Heiberg (spater: 
Berlin), 1867. 8". (Zusammen mit der bereits unter Nr. 16 im 
Hauptwerk genamileii Novelle unter dem Titel:) 

18) Novellen (1. In St. Jürgen. 2. Von Jenseits des Meeres« 

3. Eine Blalerarbeit) Daselbst 1868. 8o. 

19) Gab heraus: Hausbuch aus deutschen Dichtem seit Qaudius. 
Eine kritische Anthologie. Hamburg, Mauke (Berlin, Paetel), 1870. 
8". S. u. a. Itzehoer Nachrr. 1870, Nr. 141. Davon 3. illustrirte 
Aufl. mit Holzschnitten nach Originalzeichnungen von Hans Speckter, 
ausgeführt von H. Küseberg. Leipzig, bei demselben, 1875. 8*^. 
S. Beilage zum Hamb. Corresp. 1874, Nr. 297. 

20) Zerstreute Ca[)ifel. (Der Amt?» hirurgus. — Heimkehr. — Ge- 
dichte. — Eine Halligiahrt. — Die neuen Fiedellicder. — Draussen 
im Haidedorf. — Zwei Kuchenesser der alten Zeit.) Berlin 1872. 
2. Aufl. 1876. 

21) Novellen und Gedenkblätter. (Viola tricolor. — Lena Wies. 
— Beim Vetter Christian. — Von heut und ehedem.) — Braunschweig, 
Westerroann, 1874. S. „Nene Freie Ftesse" November 1874 und 
Kieler Zeitung 1875 vom 5. November, A.-Nr. 

22) Waldwinkel. Pole Poppenspäler. Zwei Novellen. Das. 1876. 
8^ (Erstere Novelle auch in der Deutschen Rundschau 1874, H. 1, 
letztere in mehreren belletristischen Zeitschriften, u. a. auch im 
schlesw.-holsU SonutagsblaU, Kiel 1879.) 



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S94 



Storni. 



23) Em sCäler Musikant. ' Pkyche. Im Nochbarhanse Uttks. Dm 
NoveUen. Das. 1876. 12*>. 

24) Aqnis nibmenas. Mit Titellnld von Faul MeyerheiiD* Berlin, 
Paetal, 1877. 8^ 

25) Nene NoveUen* (Renate. — Carsten Cnrator.) Berlin, Paetel, 
1878 (auch jede separat und ausserdem gleidi den meisten in Znt- 
Schriften wie Deutsche Rundschau, Westermann^s Monatsheiton). 

26) Zur Wald- und Wasseifiaude. Novelle. Das. 1880. 12^ 
(Attch unter dem Titel: Drei Novellen, zusammen mit den beiden 
folgenden:) 

.27) Eekenhof. Im Brauer-Hause. Zwei Novellen. Das. in dem- 
selben Jahr. 12°. (Im Brauer -Hause steht auch unter dem Utsl 
„Der Finger" in Meyn's Volkskalender 1880.) 

28) Die Söhne des Senators. Das. in dems. Jahr. 12*. (Sieht 
auch in Meyn^s Volkskalender von 1882.) 

29) Der Herr Etatsrath. Das. 1882. 12*. 

30) Zwei Novellen. (Schweigen. Hans und Heins Kirch.) Das. 

1885. 12*. (Erstere auch in Deutsche Rundschau Mai 1883, letstere 
in Westermann's Monatsheften October 1882. Erstere u. a. besprochen 
von Paul Schütze in der Kieler Zeitung 1885 vom 26. Februar, 
A..Nr. 10,492.) 

31) Zur Chronik von Grieshuus. Berlin, Paetel, 1884. 8". 

32) John Riew'. Ein Fest auf Haderslevhuus. Das. bei dems. 
1885. 8°. (Auch jede dieser beiden Novellen einzeln in der 
Miniatur-Ausgabe. Die erstere Novelle stand unter dem Titel ,,Eine 
stille Geschichte" vorher in der deutschen Rundschau B. 42, 
S. 321—358.) 

33) Sämmtliche Schriften, in fortgesetzt vermehrten Sammlungen 
und in wiederlioltcr, zuletzt in der 3. Auflage, Braunschweig 1 868 ff. 
Band 1 : Gedichte. 2 : Immensec. Späte Rosen. Im Schlosse. Veronica. 
3 : Im Sonnenschein. Auf dem Staatshof. Ein grünes Blatt. Unter'm 
Tannenbaum. Abseits. 4: Von Jenseits des Meeres. Im Saal. In 
St Jürgen. Eine Malerarbeit. 5 : Auf der Universität« Angelica. 
Posthnnuu Wenn die Aepfel reif sind. Drüben am Markt. Martb0 
nnd ihre Uhr. 6: Gescfaiditen ans der Tonne. Hinaelmeier. Der 
kleine Häwehxiann. 7: Gedichte. Dranssen im Haidedorfe. Viola 
tricolor. Beim Vetter Christian. 8 : Die neuen Fiedel-Lieder. Zer- 
streute Capitel. Eine Halliglahrt, 9: Pole Poppenspäler. Wald- 
winkel. 10: Ein stiller Musikant. Psyche. Im Narhbarhnnpf- links. 
11: Aquis submersus. 12: Renate. Carsten Cnrator. 13: Kekenhoi. 

Zur Wald- und Wasserfreude. 14: Im Brauerliause. Die Söhne des , 
Senators. Meine Erinnerungen an Eduard Mörike. I 



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thor StrAten — Strodtmann. 



2101) thor Straten, Wilhelm, gab. 11« April 1825 ai Tolk> 

Schubye nahm am ersten schleswig-holsteinischen Kriege theü und 

avancirte zum Officier — — Krankheits liaibcr seit Herbst 1874 in Süd- 
Tirol, in Gries bei Bozen, wo er 17. Mai 187 5 starb. 

Noch von ihm : Rettungen des Gajus Marius, im Meldorfer Gymnasial- 

Programm 1869. 4". 

2!0!a) Htrodtmann , Adolf Heinrich, geboren 24. März 

1829 in Flensburg — — während des Feldzugs gegen Frankreich Kriegs- 

Correspondent verschiedener Zeitungen, Hamburger Börsenhalle, Allgem. 

Zeitung, Ind^pendance Beige, ans dem Hauptquaitier der 3. Armee, 

siedelte im Fräl^ahr 1872 zu daneindem Aufenthalt nach St^ts bei 

Berlin über, wo er 17. MArs 1879 starb. — Veigl. noch Lexikon der 

Hamb. Scfaziftsteller B. 7, S. 332—334; Britanmer's Dichter - Lexikon 

B. 2, S. 408. Neicrologe in lahlreichen Tagesblättem, u. a. National' 

Zeitung, Berlin, 1879 vom tO. Juni und darnach schleswig-holstehiisches 

Sonntagsblau Jahr^^. 1, kiel 1879, S. 202— 204. Bornmüller: Biograph. 

Schriftsteller-Lexikon S. 699 f. 

Von seinen Gedichten erschien 2. vermehrte (Gesammt-) Ausgabe. 
Hamburg, Hoflfmann & Cam!)e, 1870. 8*. 

Noch von ihm: 20) Heinrich Hcine's Leben und Werke. Berlin, 
F. Üuncker, 1867. 2. Aufl., das. und Stuttgart, Kröner, 1874. S^. 

21) Uebersetzte iennyson's ausgewählte Dichtungen. Hildburg- 
hausen 1868. 8^ 

22) Heinrich Heine's letzte Gedichte und Gedanken. Hamboig, 
Hoffmann iv: Campe, 1869. 3. Aufl. 1870. 

23) Amerikanische Anthologie. Dichtungen der amerikanischen 
IjtcratUT der Got^cnwart. Hüdburghausen 1870. 8*. 

24) Immortellen Heinrich Heiners. Mit einem Titelbüde : H, Heiners 
Grab. Berlin, R. Lesser, 1870. 8*'. 

25) Uebersetzte Dixon's Frei Russland. B. 1,2. i^erlia, F. Duncker, 
1870. 8". 

26) Uebersetzte: Von der Piazza del Populo. Novellencyclus aus 
Rom. B. l-— 3. Daselbst 1870. 8^. 

27) In der Nonnenschule. Aus den Papieren einer Verstorbenen. 
Das. 1870. S\ 

28) iUldeutschland , in Frankreich hinein! Kriegserinnerungen. 
Berlin, Gebr. Paetel, 1871. 8". 

29) Uebersetzte: Byron, erzählende Dichtungen. Ifildburghausen 
1872. 8^ 



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I 



296 



StrodtmaiiB. 



30) Uebflfsetite: G* Brandes, die Hanptstföniniigao der Uterator 
des 19. Jahrhonderts B. 1—4. Berlin, F. Duncker, 1872*»! 87 6. 8**. 

31) UebeiaetEte: Die Kfonprätendenteo. Historisches Schanspiel. 
Berlin 1872. 8*. 

32) Uebeiselito: Der Bund der Jugend. Lustspiel* Daselbst in 
dems. Jahr. 8^ 

33) Das geistige Leben in Dänemark. Streifzüge auf dem Gebiete 
der Kunst, Literatur, Politik und Journalistik des skandinavischen 
Nordens. Berlui, Gebr. Paetel, 1873. 

34) Briefe von und an Gottfried August Bürger. Ein Beitrag sur 
Uteratnrgeschichte seiner ZeiL B. 1^4. Das. 1874. 8^ 

35) Uebenetste: George Eliot^ Daniel Deronda. Das., Paetel, 
1876. 8^ 

36) Uebersetzte: Marie Colban, Novellen. (Im hohen Norden. 
Die Perle. Drei Tage. Der grosse Bär.) B. 1, 2. Stuttgart, 
Cotta, 1876. 8<>. 

37) Nach dem Dänischen des Holger Drachmann und J. P. Jacobsen: 
Aus den Sandregionen und andere Erxählungen. Das. 1877. 8^ 

38) Gedichte: in B. 1102 und 1103 der Universal - Bibliothek. 
Leip^g, Fh. Reclam, 1879. 

39) Dichter - Profile. Literaturbilder aus dem 19. Jahrhundert* 
B» 1, 2. Stuttgart 1879. 8^ 

40) In Allgemeiner Verein für deutsche Literatur' \ 4. Serie, B. 3: 
G. E. Lewmg. Eän Let>ensbild. Nach James Simes: Lessing, bis 
lifo and writings. Frei l}earbeiteL Autorisirte deutsche AusgalM. 
Berlin, A. Hofflnann, 1879. 8^ 

Zu den im Hauptwerke angeführten kamen weitere zahlreiche Bei- 
träge zu Zeilschriften und Journalen, a. B. im „Salon** 6. 1, 
S. 554 f.: Lieder an Hmini. Die von Ihm übersetzte amerikanische 
National-Ode zum 4* Juli 1876 von Bayard Taylor steht, der Neuen 
freien Presse entnommen, auch In den Itsehoer Nachrichten 
1876, Nr. 80. 

2103) Strodtmanu , Johann Sigismund (Siegmund), geb* 
20. Juli 1797 in Hadersleben feierte in Wandsbeck, wo er nach 

seiner Entlassung als Hauptpastor seit April 1851 wohnt, am 22. Mai 

1878 seine goldene Hochzeit. 

Noch von ihm: 11) Mussefrüchte aus dem Musenheim. Hamburg, 

Hofiinann & Camjje, 1870. S'^, 

12) M3rthologie der (iriechen und Römer, hk dichterischer ForW 
dargestellt. Bremen, ivuhuiiann, 1880. 8'. 




Ströh — Stromeyer. 



997 



.13) Sprachvergldckende Begrife" Etymologien. Hamburg, GiÜning, 
1883. 8^ 

* Stroh, H. F., Redacteor eines schleswig-holsteinischen „Gastwiiths". 

Aus meinem GeßlngDissIeben in Glückstadt. Flensburg, Selbstverlag, 
1881. 8^ 

2104) Stronieyer, Georg Friedrich Louis (nicht August 
Adoh Ludwigy*), geb. 6. Mnz 1804 in Hannover, Soliii des Chirurgen 
Christ. Fried. Str. (geb. 26. März 1761, gest. 26. October 1824) und 
der Louise geb. Louis (geb. 12. Januar 1781, gest. 30. Aug. 1832), 
Enkel von Krnst Str. (geb. 1706, gest. 17 73} und Urenkel von Herthold 
Julius Str. (geb. 1659, gest. 1727), besuchte zuerst eine Classe für kleine 
Knaben in einer Mädchenschule, dann das Institut von Thierbach, seit 
Ostern 1819 das Lyceum und von Osten 1821 bis Mich 1823 die 
chiiQtgische Schule seiner Vateistadt, studiite Median in GOttingen bis 
Mich. 1825, in Berlin bis October 1826, promovirt tarn Dr. med. et chir. 
in Berlin 6. April 1 826, im Sommer desselben Jahres über Halle, Leipzig, 
Dresden, Prag und Regensburg zu langcreiii Aufenthalt, iii Wien und nach 
einem Ausfluge durch Steiermark über Salzburg, München, Würzburg, 
Bamberg und Ba5?reuth zurück nach Berlin, wo er vom 1. November 
1826 bis 21. März 1827 blieb, darauf nach absulvirtem Staatsexamen 
in Hannover auf Reisen in England bis April, in Frankreich bis Juli und 
in der Schweiz bis September 1828, von October 1828 bis dahin 1838 
Arzt, Doceot an der chiruigisclien Schule und Leiter eines orthopädischen 
Instituts m Hannover, 1831 inzwischen auch auf einer Cholera -Rmse in 
Danzig (in Folge deren die sub Nr. 2 im Hauptwerk angefilhrte Schrift 
entstand), verfiuste in Hannover ausserdem die sub 3 und 4 im Haupt« 
werk genannten Bücher, kam im September 1838 an Jäger's Stelle als 
Professur der Chirurgie nach J*>]angen bis Januar 1841, bis October 
1842 an VVilhchr.'s Stelle nach München und darnach bis October 1848 
nach FreibiirL', wo er 1844 von der Academie des scienses in Fans für 
Erfindung der Schieloperation einen Preis von 3000 Fr. erhielt, auch 
einen Theil des sub 8 im Hauptwerk angeführten Handbuchs der Chirurgie 
verfasste, nahm im October 1848 die chirurgische Professur an der Kieler 
UhiversitSt und die Ernennung zum sch]esw.-holst. Generalstabsarzt an, 
in letzterer Eigenschaft bis 18. Febr. 1852, ging zum 1. April 1854 als 

*) Dem Artikel im Hauptwerk hat sich hinsichtlich d^s Namens und der 
lDaug.-Dm. eine Verwechselung mit einem anderen Mediciner Str. eingeschlichen* 



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Goneralstabsant nach Hannover, wo die snb 10, 11 und 12 im Haupt- 
werk angeführten Schriften ausgearbeitet worden, war mit hei Langensalza, 
nahm im Frühjahr 186 7 an den von der Königin Augusta berufenen 
Conferenzen über die Verbesserung des Kriegsheilwesens theil, liess sich 
im April 1867 pensioniren, war im Kriege 1870/71 consultirender Chirurg 
der 5. Armee, 18. Januar 1871 vom Kronprinzen eigenhändig mit dem 
eisernen ICreuz geschmückt, 1872 in £ngland, feierte im April 18 76 in 
Hannover sein 50 jähr. Doctor-Jubiläum, starb daselbst 15. Juni 1876« 
Ueber ein in Hannover für ihn beabsichtigtes Denkmal s. Kieler Zdtang 
vom lt. Febrnar 1S77, Nr« 5579. Das Denkmal wurde am 17. Sept 
1884 feierlich enthüllt — Veigl. über ihn ausser Callisen^s medic 
Schiiftsteller-Iiexikon B. 18 und B. 32 die von ihm verfassten Lebens* 
erinnerungen eines deutschen Arztes und daraus den Auszug in den 
Itzehoer Nachrichten 1875, April, auch Kieler Zeitung 1874 vom 3. Nov. 

Sub I im Hauptwerk soll heissen: De Hydroceles cura per in- 
jectionem diss. inaug. Berolini 1826. Dieselbe ist besprochen 

in Hecker's Annalen der Heilkunde B. 6, 1826, S. 255 und in 
Pierer's Allgem. med. Annalen 1827, S. 280. 

Ausser der sub 5 im Hauptwerk genannten Commentatio verfasste 
er m Erlangen beim Antritt des Lehramts 1838 noch eine zweite 
ebenfalls lateinisch geschriebene und gedruckte Abhandlung über die 
Ursachen des coxalgischen Knieschmerzes. 

Vom Handbuch der Chirurgie (vergl. Nr. 8 im Hauptwerk) wurde 
B. 2 vollständig Freiburg 1864—1868. 8*. 

Noch von ihm; Uebersetzte William Mc.-Cormac; Notizen und Be- 
merkungen eines Ambulanz - Chirurgen. Hannover, Hahn, 1871. B^» 

Erfahrungen über Local-Neurosen. Das., Rümpler, 1873. S'\ 
Erinnerungen eines deutschen Arztes. H. 1, 2. Das. 187 5. 8". 
Beitrüge zu Rust's Magazin 1833, B. 39 ff., — zu den 
Archives gencraJes, — zu Casper's Wochenschrift, — zu 
den Göttinger gelehrten Anzeigen (1836, Mai: Ueber Com* 
bination motorischer und sensitiver Nerventhätigkeit), — zum bayerischen 
(medicinisdien) Corres pon de na blatt (fiber einen Fall von Teno- 
tomie des Flexor pollicis longus), — zu der (Mttnchener) Allgemeinen 
Zeitung 1841 (über ein neues Instrument zur Operation angewachsener 
Staare, Korectom, vergl. Nr. 7 im Hauptwerk), — in Zeitschrift 
des hanno ver'schen Vereins für Architecten und 
Ingenieure 1859 Mas Ccneral-Militär - Hosjjital in Hannover), — 
in Göschen's deutsche Klinik 1859: Ueber granulöse Augen- 
krankheit. — In seiner Stellung als Generalstabsarzt in Hannover ver- 



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Strabe - StruTe. S98 

fasste er eine InslrudioD itir die Recrutenaushebung, und eine andere 
iUr Sanitäts^ldateD, woiQber voigl. seine Lebenserinnerungen B. 2, 
S. 341 und 542. 

2105) Strube, Jobann Wilhelm Nicolaus, geb. in Altona 

— — noch 1868 praktisirender Ant in Altona, 1871 (nach dem 

l'ruvmziaMIaiidbuch) nicht mehr. 

2107) Struve, Ernst August, geb. 11. August 1817 in Flens- 
burg — — schied, als Collaborator des Kieler Gymnasiums auf An- 
suchen mit Pension entlassen, am 1. Aphl 1870 feierlich aus dem Lehrer- 
Collegium, nahm seinen Wohnsitsin Eutin, wo er am 1. Mai 1875 starb. 

Noch von ihm: Uebersetzte aus dem Dänischen des J. Paludan- 
■ Müller, der evangelische Pfarrer und sein Amt, Pastoialbetrachtuqgen. 
Kiel, V. Wechmar, 1874. 8". 

Bemerkungen von ihm in Jacob l.ökke's tyske Grammatik 3. Ausg., 
Kristiania 1871, und zu desselben tyske Laesestykker, das. 1875. 

2108) ?. StniTe, Friedrich Georg Wilhelm. — Vergl. 
fiber ihn noch: Simon Newcomb*8 populäre Astronomie, deutsch von 
R. Engelmann, Leipzig, 188S, S. 650—653. 

*8tnive, Heinrich, gel), zu 15ur^r, S.-L)., studirlc Median, 1067 
in Kiel zum Dr. med. et chir. i)rornovirt, Arzt in Burg. 

Nonnulla de cirrhosi ventricuh. Diss. inaug. Kiel 186 7. 4**. 

2110) StniTe, Jacob Theodor, geb. 24. Mai 1816 in Flens- 
burg, -~ . im Män 1865 ord. Professor der griechischen Literatur an 
der neurussischen Universität in Odessa, seit 1870 Gymnasialdirector am 
philosophisch-historischen Institut in St. Petersburg. 

Noch von ihm: Pontische Briefe im Rheinischen Museum fär 
Phaologie B. 24, 1869, S. 558 ff., B. 25, 1870, S. 345 ff., B. 29, 
1874, S. 65—73. 

War seit 1874 auch mit der Sammlung von L. Merddin^s zer- 
streuten AufiiStzen beschäftigt, die aber bisher noch nicht erschienen. 

2111) Struve, Johann Reimer, geb. 28. Mai 1832 in 

Schenefeld, Amts Rendsburg — — 1. September 1867 Amtsgerichts- 

Serretär in KaUeFikirchen, 1871 in gleicher Eigenschaft in Bramstedt, 

wo er 14. iebruar 1878 starb. 

Noch von ihm, nach seinem Tode herausgegeben: Gesammelte 
Gedichte, Sprüche und Räthsel. Kiel 1879 8". 

Auch nach 1867 Beiträge iiir das „Kieler Correspondenzblatt'', 
den „Altonaer Mericur*', die „Kieler Zeitung'', das „Segeberger 



aOO Stadt - Stück. 

Wochenblatt** und den 1869/7 1 io Neustadt herausgegebeneii , Jugend- 
boten*\ 

2115) Stmlt, Hans Hinrich, geb. 5. Mai 1824 zu Mielsdorf 
— — seit 20. November 1869 noch Pastor in Schönwalde, Propstei 
Oldenburg. 

Noch von ihm: Üie materialistische Krkenntnisslehre. Dargestellt 
und beurtheilt zur Orientirung iür Gebildete. Altona, A. Mentzel, 
1869. 8^ 

Predigt zur Einweihung der restaurirten Kirche zu Schönwalde. 

(Schönwalde, Selbstverlag.) 18tS4. 8°. 

Girln seit Anfang 1886 heraus: Protestantisches Sonntagsblatt. 

Neustadt, H. I'^hlers. 

Ausser Beiträgen zu theologischen Fach- u. a. Blättern in den 
Itzehoer Nachrichten 1875 , Januar Mai , 9 Artikel: di« 
deutsche Volksschule. In denselben Nachrichten kleinere Artikel in 
der Polemik zwischen Sese und Panlsen und seit 1875 ferner Ab- 
handlungen unter dem Titel: Kirchliches und Christliches. 

2116) Stiults, Hinrich Christian, geb. 28. J.iriuar 1812 in 
Schaafstcdt, — — Amtssecretär und Receptor in Eddeiack bis nach 1875 
(1880 nicht mehr). 

*Stflck, Heinrich August Ludwig, geb. 21, Novbr« 1823 in 
Klein^hlamin bei Neustadt, kam nach Beendigung des eisten Schleswig* 
holsteinischen Krieges, den er als Officier mitgemacht hatte, nach Ham< 
bufg, erlernte, besonders bei dem Ingenieur Flath, die Feldmesskunst, 
machte 1856 in Kiel sein Landmesser-Examen, wurde 1859 in Hambtirg 
als Geometer bei der Haü-nci)utation angestellt, ist seit 1866 Ober- 
Geometer und Chef des Vermessungs- Bureaus. — Vergl. Hamburgisches 
Schriftsteller-Lexikon B. 7, S. 340. 

1) Tafeln zur Umwandelung des bisherigen Masses in das durch 
Gesetz vom 17. August 1868 Hir den norddeutschen Bund einge- 
führte Metermass. ITainburg 1869. 8''. 

2) Vermessung der Stadt Hamburg. Verzeichniss der trigonometrisch 
bestimmten Punkte nebst Dreiecks - Karte. Das. 1872. toi. (Als 
Manuscript gedruckt.) 

3) Nivellement und Höhcubestimmungen. Das. in demselben jaln. 
(Gleichfalls als Manuscript gedruckt.) 

4) Yerzeichniss von Höhenpunkten. Das. in dems. Jahr. Desgl. 

5) Distanz- und Höhenmessung. Formeln und Tabellen behufs Auf- 
nahme und Höhenbestimmungen. Das. 1873. 8^ 



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SwUtica»! — Snelu 



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6) Die Vermessung voa Hamburg. Das. 1873. (Als Maousciipt 

gedruckt.) 

2118a) SSuadicani, Kmil Karl Christian, geboren 1841 in 
Schleswig — — 1865 in Kiel zum Dr. med. et chir. promovirt, 
praktisirender Arzt in Schleswig. 

^Snadieaniy Ernst J. J., geb. 1. Januar 1850 in Schleswig, 

besuchte das Domgyninasinni von 1864 bis October 1870, stndirte luledidn 

erst in Kiel, und nachdem er wflhrend des Krieges Freiwilliger gewesen 

war, in Wünbuig und darauf wieder in Kiel, wo er 1875 promovirt 

wurde, seit 1877 Arzt in Schleswig, bestand 1879 in Berlin das Physikats- 

Examen, im April 1885 an seines vom lUiysikat zurückgetretenen Vaters 

•Stelle zum Physikus ernannt. 

Ueber Geschwülste in den Bauchdecken und deren Exstirpation. 
Inaug.-Diss. Kiel 187 5. 4^ 

-119j Suadicani, Johannes Karl Theodor Moritz, geb. in 

Schleswig — — starb in Ahrensburg, wo er als Arzt praktisirto, 

20. April 1877. 

2120) Saadicanii Karl Ferdinand, geb. 29. Decomber 1806 
in Schleswig — auch 2. Mitglied der Direction der Irrenanstalt und 
Ant am Taabstummen-Institut, 1868 im Januar SamtStsrath, fdeite 18. Mai 
1880 sein 50 jähriges Doctorjubiläum, bei welcher Gel^nheit ihm der 
lltel eines Geheimen SanitätsraChes zu thdl wurde, Inhaber des Osterr. 
Franz -Joseph-O., vrurde auf Ansuchen im Januar 1885 unter Verleihung 
des R. A.-U. i. Cl. von der Verwaltung des Physikats entlassen. 

*Suck, Johannes Hinrich, geboren 26. Januar 1849 in Glinde, 

Kirchsp. Steinbeck, 1864 Gehülfe an der Valksschule in Grönwohld bei 

Trittau, 1865 in Kirchsteinbeck, 1867 in Steinwerder b. Hamburg, 1869 

detinitiv angestellt in Kirchsteinbeck, 1873 Districtsschullehrer in Bars* 

büttel, Kirchsp. Steinbeck, bestand 1877 in Tondera das Lehramtsexamen, 

seit 1877 Lehrer an der Bfittdschule und nach deren Ausbau 1881 ordentl. 

Lehrer am Realprogynmasinm in Oldesloe. 

Verschiedene Gedichte und Aufsätse, z* B. zur Gesdiichte Oldesloes 
im Oldesloer Landboten, der schlesw.-holst. Schul- 
zeitung, mehrere pädagogische Aufsätze in deutsche Volks- 
schule, Haus und Schule; einige Artikel über Sage und Mytho- 
logie im Urdhsbrunnen, z. B. über die Tellsage. — Mitgetheilt. 

^BnckoWy Clemens Sire, geb. im Dorfe Tyvkjaer bei Friedericia, 

Militär, war von 1804 an Stempelpapierverwalter im Herzogthum Schleswig 



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808 



SmIww — TmumSmg, 



und seit 1807 auch filr den Kieler District bis 1813, ging als Oberst 
vom (dänischen) Militär ab und starb 8, Aug. 1833 in Kopenhagen. 
S. Erslew III, S. 264 und Suppl. III, S. 306, wo ein kleiner Beitrag 
von ihm zn Oest's Archiv VII, S. 320- 326 angeführt ist, 

2121) Suckow» Karl Friedrich, geboren 10. Apiü 1812 in 
Ifeldoif — — war nach setner Promotioii in Kiel 1S37 ziier$t 2 Jahre 
Ant in Baimstedt, dann seit 1839 in Elmshorn, wo er 13. September 
1883, 71 Jahre alt, starb. 

*Suk8torf, Johannes Emil Adolf, geb. 24. Januar 1844 za 

Altona, bis 1867 PrivatgevoUmächtigter, 1867 Amtsgerichtsselcretär in Kiel. 

Gab gemeinschaftlich mit Nicolaus Louis Böger, welchen vergl., die 
dort unter Nr. 6 genannten praktischen Winke (Ur Vormünder, Kiel 
1877, und daselbst in demselben Jalire mit demselben die Gebühren- 
Ordnung flir I^htsanwälte etc. heraus (welche letxteie, nach den 
bekannten Bücherverzeichnissen, von Böger und Lange sein soll und 
Kiel 1879 eischien). 

^Syelstrnpf Hans Christian Janus Nicolai Balthasar 

Krarup, geb. auf dem Pastorat zu Maltbsek, Jfltland, 20. Januar 1815, 

besuchte die Gelehrten-Schüle in Kolding bis 1832, studirte Theologie 

in Kopenhagen, 17. Juli 1840 Prediger in Hörup und Randböl im Amte 

Veile, 30. Juni 1861 in Rödding und Skrave im Törninglehn, später 

Vergl. Erslew Suppl. III, S. 314 u. 315. 

Die im Erslew angeführten schriftstellerischen I'T/.eugnisse fallen vor 
die Zeit seiner Amtsführung in Rödding bis aut einen Beitrag in 
,,danske Kirkeddende" 1863, S. 12 — 14. (En Indsigelse [ang. Bjerre- 
Udefesten]. Eine mk M. Melbye zum Gebrauch flir ihre Gemeinden 
herausgegebene Sammlung von Festgesängeo (Festpsataner) erschieo 
ohne Angabe des Jahres. 



*Taar!niljGr, Niels Paulscn (Poulse n), geb. 9. November 1774 
in Binderui), Tyrstrupliarde, Kr. Hadersleben, besuchte das Seimiiar in 
lilaagard 1 793 — 95, Schullehrer in Tusse im Dänischen 1796, Küster 
und SchuUehrer in Butterup und Tusso 1802 bis 14. Januar 1851; starb 
12. Januar 1852. S. Erslew Sup|>l. UI, S. 345/346. 



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Tuf g — TM€fc* aos 

Von ihm in ,,den nnidiakc Folkeskole" 18S3, Nr. 23: Skolek«rcrens 
Liv ug Bod , haiis 1 ak og 'Iryk i eii liden Saiigkreds kortelig Ircm- 
stOlet (mitgetheilt von F. Dyrlund). 

-130) Tagg, Heinrich Ludwig, geb. in Plön verwaltete 

das Fhysikat in Wüster bis 1375, starb 27. December U7ä. 

2131) TAggy Johann Heinrich Ludwig, geb. in Wilster 
— ^ Iflngere Zeit praktischer Aizt in KeUinghuen, staib in Wüster 
3. Mai 1877. (Em Sohn von ihm Wolf Tagg, 1839 in Wilster geboren, 
1862 als Jurist examinirt, 1866 Assessor beim holst. Obergericfat, 1867 
Kreisrichter in ICiel, 1877 Kreisgericbtsrath, 1879 Landesgerichtsrath in 
Kiel, im December 1885 Oberlandesgerichtsrath in Hamm (VVestfalen"!. 

*Tallich, J- H. C, Thierarzt in Schlamersdorf, Kr. Segebei^. 
Einzelne Beiträge zu den 1 1 z e h o er N a ch r i ch t e n u. a. 1882, Nr. 1 , 

2132) Tailiniy Heinrich Christoph, geb. 8. October 1819 

in Glttckstadt — — seit 12. Juni 1864, antretend 24. Juli, noch Pastor 

in Gross- und Klein-Solt 

Noch von Ihm: Realismus Jesu in seinen Gleichnissen. Jena, Herrn. 
Dabis, 1886. 8^ 

Unter anderen Beiträgen fllr Fach-Joumäle in Zettschrift der 
Gesellschaft für schlesw.-hol stein-Iauenburgische Ge- 
schichte B. 6, S. 1 C: Friesische Spuren in Dithmarschen. Ein- 
zelne Beiträge in den Itzehoer Nachrichten, u. a. 1874, 
Nr. 39: Der Einzelne und das Allgemeine. 

2134) TlUlfky Christian Heinrich Nicolaus, geb. 17. Sept. 
1812 in Rendsburg starb In Tondem, wo er als Ant praktisirte, 

28. (21.?) August 1878. 

2135; Taiick, Lars Wilhelm Friedrich, geb. 26. A[)ni 
1831 in Cismar — - 15. Juni 1868 zum 1. Lehrer an der 1. Bürger- 
schule in Neumünster gewählt, wo er 1. October 187 7 sein 25 jähriges 
Amtsjubiläum feierte. — S. über ihn noch Lange: Das Seminar in S^^ 
be^g S. 246, wo der Name Tank lautet. 

Die s. Nr. 1 angeführte Fibel erschien wiederholt in neueren Auf- 
lagen, 5. 1870, 6. 1873, 7. 1877 u. s. w. 

Noch von ihm: Das Bruchrechnen als Rechnen mit angedeuteten 
Quotienten. Uebungsstoff für die Hand der Schüler. Neumünster, 
Brumby, 187 9. 8^ S. schleswig-holsteinische Schulzeitung 1879, 

Nr. 17, S. 98. 

Rechenhefte. 1882. S. Itzehoer Nachrichten 1882, Nr. 149. 



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Tegtmeyer — Tbaden. 



Er erhielt im Juli 1883 filr eine plattdeutsche humoristische Er- 
zählung in Inresa von dem ^jiuLLdcuLiciidu Verein „Quickborn'' in 
Berlin den ausgeschriebenen Preis. 

*Tegtnieyer, Emilie, geb. 5. Januar 1827 zu Hornsmühlen in 
der Nähe von Plön auf einer im Besitz ihres Vaters betindlichen Papier- 
fabrik, empfing Privatunterricht, hielt sich nach der Confirmation zu 
weiterer Ausbildung mehrere Jahre im Hause ihres Schwagers, des Pastors 
3inge in Kellinghusen (f 6. Februar 1857) auf, wirkte später nach 
einander in drei Familien als Enieheiin, brachte dann 10 Jahre bei 
einem Onkal in Bramen zu, um nadi dem Tode seiner Frau dessen 
HäusUchkait vonustehen und ihn in seinem Alter sn pflegen, führte nach 
des Onkels Tode 1872 mit ihrer Freundin Julie Rodowe, Lehrerin an 
einer höheren TOchterachnle in Bramen, bis Jetzt einen gemeinsamen 
Hanshalt. 

Die Kaiser b rüder, lustonscher Roman. Lübeck, Aschenfeldt, 1862.8". 

Der Schiffer von Sylt. Eine Perle am Wege. Zwei Erzählungen. 
Bremen, im nordwestdeutschen Volksschrifton- Verlag, 1880. (Früher 
in den Itzeh. Nachrichten 1873 nnd 1877 veröffentlicht.) 

In Journälen, ZeiLungen und Kalendern (deren Titel nicht angegeben 
sind, zum Theil aber in den Itzeh. Nachrichten der 70 er und 
80er Jahre) eine Reihe novellistischer Beiträge : Schloss Nordeck; 
In Sturm und Wettern; — Entfesselte Dämonen; — Helene (diese 
Erzählung zuerst in der Gartenlaube und dann unter die von 
Gebrüder Kröner in Stuttgart herausgeigebenen Reisebücher auf- 
genommen); — Eine Badecur; — Auf eigenen Wegen; — In der 
Aumühle; — Gebüsst; — Aus Uebermuth; — Lebenskämpfe; — 
Das verlassene Schloss ; — Magdalene ; — Führe uns nicht in Ver- 
suchung; — V'a banque ; — Eene Burengeschicht, plattdeutsch; — 
Die Blutsaat, Erzählung aus der Reformationszeit; — Die Sage von 
Palnatoke. Ausserdem noch einige kleinere Erstlingsarbeiten und ÜD 
schleswig-holsteinischen Sonntagsblatt, Wochenschrift 
fiir heimische BeUetristik, Jahig. 1, Kiel 1879, Nr. 30—53: Veigiss- 
meinnicht. — Nach eigener liilittheilung. 

2139) V. Thadeu, Adolf Georg Jacob, geb. 1829 in Trems- 

biuti l — — im März 1874 Sanitätsrath, starb in Altona, wo er als Arzt 

praktisirte, 7. December 1879. 

Noch von ihm in den Mittheilungen fiir den Verein schlesw.-holst. 
Aerzte Hett 4, S. 7 f.: Tiefe Abscesse am ivieierwinkol. 

2140) V. Thadeil, Friedrich Gottlieh Eduard, geb. 24. Per. 
1809 auf Sünderuphof, Kirchsp. Adelbye, bei Flensburg, Sohn des Haus* 



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Thaden — Tbav. 



806 



vügts im Amte Flensburg, späteren Amtsschreihers und Hausvogts im 
Amte Tremsbüttel (f 1848) — — studirte Jura von Michaelis 1828 bi? 
dahin in Rostock, Halle, Kiel, war nach seinem Examen Mich. 

1832 Amtssecretär in Flensbuig, dann bei der Landdrostei in Pinneberg 

Ibfidiaelis 1841 bis Jon! 1852 Obeigenchtsrath und von Juni 1848 

bis 1852 gleichzeitig dirigirendes Mitglied der Oberinspection der Straf- 
anstalten in Glttclcstadt, 14. Juni 1852 Departementsdief für Justiz, Polizei, 
Deich- , Wege- , lifilitär- und Armenwesen im holstein - lanenburgischen 
Ministerium in Kopenhagen, 1 852 KULsraLh, 16. Juli 1856 gelehrter und 
dirigirender FSuigt rmeister in Altona, 33. December 1863 gleiciizeitig 
constituirter ()berpräsident daselbst {l*"tztprps bis 1869), 1869 Landrath 
des Stadtkreises Altona, desgleichen Vorsitzender des städtischen Schal- 
CoUegiums und des k. Commerz- Collegiams seit 1863, auch lebens- 
längliches Mitglied des Herrenhauses seit Michaelis 1869, 1871 Ober- 
bOrgermeister, feierte 16* Juni 1881 sein 25 jähr. Bflrgenneister-Jnbilänin, 
trat (zum April 1885) in den Ruhestand; starb 5. Juni 1886 in Brann- 
schweig. Er war Inhaber des Ritterkreuzes des D*-0. und D.-M., seit 
1864 Conunandenr des hannoverischen Guelphen-Ordens, seit 1868 Ritter 
des preuss. R. A.-O. 3. Cl. mit der Schleife, seit 1872 desgl. des preuss. 
Rr.-O. 3. Cl. mit dem Erinnerungsbande. 

*V. Thadeil, Karl Johann, geb. 27. November 1856 zu 
Beuslohe im Kr. Oldenburg, besuchte das Gymnasium in Eutin bis 
Ostern 1875, studirte Medicin in Kiel, Freiburg und wieder in Kiel, 
wo er nach bestandenem Amtsexamen 1880 zum Dr. med. et chir. 
piomovirt wurde, Arzt in Altona, sek 1883 in Trittau, dann in Barmstedt 
und 1885 ui Sch^fnldrcfaen. 

Ueber das senile Sti^hylom. Inaug.-Diss. Kiel 1880. 8^ 

2142) Thadeili Ude, geb. 20. Mäiz 1812 im Kronprinzenkoog 

in Süderdithmaischen Anfang November 1871 Pastor in Zatpen, 

wo er 24. Mai 1882 starb. 

*Thail, Heinrich Martin, geb. 1842 in Altona, besuchte das 
Christianeum daselbst, studirte Medicin, in Kiel 1868 zum Dr. med. et 
chir. promovirt, seit 1873 Arzt in Altona, gründete bei Dircctor Lucht's 
Abgang vom Directorat des Christianeums im Januar 1882 zum Ge- 
dächtniss des l^hrercollegii des Gymnasiums mit 5000 Mk. eine Stillung, 
worüber zu vergleichen das Altonaer Gymnasial-Programm 1882, S. 11 
und 17, er starb in Altona 30, Septraiber 1884. 



L.iyui<.LU Oy VjQOQle 



Thanlow. 



Ueber den seitHcheD Werth der Ausscheidungsgrösse des Chinins 
bd gesunden nnd fieberhaften Knuiken. Inang^-Diss* Kiel 1868. 4^. 

-143) Tliaulow, Ccorg Fhilii>[), geb. 4. November 1821 in 
Apenrade — — lcl)te nach seinem Abgang von der Hamburger See- 
mannsschule 1878 als Privatmann in Wiesbaden. 

Er ward im October 1878 als Verfasser der in der deutschen Revue 
veröffentlichten Artikel über den Untergang des „Grossen Kurfürsten'' 
neben anderen genannt. 

2144) Thaulow, Gustav Ferdinand, geb. 6. Juli 1817 in 

ScMeswig bot im October 1875 dem in Rendsburg tagenden 

Provinzial-Landti^ unter Bedingungen seine Sammlung Schleswig • holst 
Schnitzweike der Provins Schleswig-Holstein zum Geschenke als Grund- 
stock eines mit der Universität in engster Beziehung stehenden schlesw.* 
holst. Gcwerbemuseums an; das Anerbieten wurde nach dem Bericht 
des llir die Sache gewählten Ausschusses angenüinmen mit (Julhcissung 
des Antrages, dem Geber Namens der Provinz den Dank dafiir auszu- 
sprechen, dass er durch jahrelange hingebende opferreiche Forschungen 
den schlesw.-holst. Kunstsinn früherer Zeiten wieder zu Ehren gebracht 
und dessen Denkmäler vor dem Ver&U gerettet, als auch hochherzigen 
Sinnes, selbstvergessend, allein das Vaterland und die Kunst im Auge 
habend, mit seiner Sammlung der Provinz ein Geschenk von unschät^* 
barem Werthe zu eigen gebe; — erhielt bei Einweihung des neuen 
Univeraitäts-Gebäudes, filr dessen Herstellung er hervorragend thätig ge- 
wesen, im October 1876 den Kronenorden 3. Classe, femer am 10. August 
1878 bei Gelegenheit der I'.inweihung des seinen Namen tragenden 
Museums, welcher der Provinziallancitag in corpore beiwohnte, den Titel 
eines Geh. Regierungsrathes ; starb in Kiel 12. März 1883. — S. den 
Nekrolog nach einem in der Kieler Zeitung enthaltenen Artikel in der 
scWesw.-holst. Schulzeitung 1883, Nr. 12, R. 69 f. Lebensskizze v. Fr. 
Volbehr in der Universitätschronik 1884/85. 

Die sub Nr. 17 im Hauptwerk angeführte Schrift: Die Feierlich- 
keiten bei der Einweihung der Kieler Universität in den Octobertagen 
des Jahres 1 66 5 (Kiel 1862), wurde bei der bevorstehenden Ein- 
weihung des neuen Universitätsgebäudes zu Kiel im October 1876, 
in 2. verbesserter Auflage bearbeitet im Aultrage des geschällsführenden 
Ausschusses herausgegeben. Kiel 1876. 8". 

Noch von ihm: 24 — 26) Unsere Landesuniversität. Erstes Send- 
schreilicn an die 12 I^desc< »mitös, welche für Errichtung eines neuen 



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TtaAnlow — TbAyiuBen. 807 

Universitätsgebäudeg an der Kieler Universität sich in Schleäwig- 
Hoilatflin mid Latienbtiig in den Jahren von 1862—1864 bildeten» 
U—S, Aufl. Kiel, Universitäts-Budili., 1872. 8**. Zweites Send- 
schreiben » gerichtet an sämmfliche Städte, Flecken, Güter, Land- 
geroeinden und Spar- und Leihkassen der Herzogthdmer Sddeswig- 
Holstein und Lauenbuig. Kiel 1876. Drittes und letztes Send- 
schreiben. Daselbst, October 1876. 8<^. 

27) Acten, den 100 jährigen Gebnitstag Hegels betreffend. H. 1, 2. 
Kiel, Universitäts-Bnchh., 1870—1872. 8^ 

28) Plato. Erinnerung an ihn bd seinem 2500 jährigen Geburtstage 
29. Mai 1873. Kiel 1873. 8^ 

29) Rathschläge für anthropologische Untersuchungen auf Expeditionen 
der Mannt«. V<>rtrag, gehalten im Marine - Casino. (Kiel) Berlin 

1874. S". 'Auch in der Zeilschrid: ffir Anthropologie, I''thnologie 
und Urgeschichte 1874, Berlin, VViegandt, Hempel & Farcy.) 

30) Da? Christian - Albrechts-Stifl an der Kieler Universität. Was 
bisher {l itlir geschehen und was für selbiges zu thun noch erforderlich 
ist. Riel, iJezember IS81. 8^ 

31) Nach seinem Tode: Was müssen wir Kieler in dem Decennium 
Ostern 1883 bis Ostern 1893 zu effectuiren uns bemühen. Eine 
Ostergabc für Kiel und die Provinz. Kiel, Universifits-T'uehh., 1883. S**. 

Unter seinen Beiträgen zu öffentlichen Blättern hnden sich in den 
Itzehoer Nachrichten 1878, Nr. 95, 1. Beilage: Worte, ge- 
sprochen bei der Kiiiweiliung des Thaulow - Museums in Kiel 
10. Aug. 1878. 

2145) Thaulow, Harald Conrad, geb. 30. Juni 1815 in 
Schleswig — — starb in Christiania, wo er Pharmaceut, 10. Marz 1881. 

3146) TliauloWi Heinrich (Henriki Arnold, geb. 10. Juni 
1808 in Schleswig. — — (Das Nähere zur Ergänzung des ihn, sowie 
den nachfolgenden Joh. Fr. Andr. Th, betreffenden Artikels im Haupt- 
werk ist mir von Heim J. B. Halvoisen, dem H^usgeber von „Norsic 
Forfktter-Lexikon bis 1880" in Kristiania leider nodi nicht sngdcommen.) 

214?) Thaaloir, Johann Friedrich Andreas, geb. 19. Dec. 

1804 in Schleswig 18. October 1849 Zollicassirer in SandeQoid 

in Norwegen, 

•Thayssen, Adolf, geb. 30. October 1848 auf Mettenwerf, 
Landstelle im Kr. Tündern, besuchte das Flensburger Gymnasium bis 
Ostern 1866, studirte Medicin in Göttingen und Iviel, wo er 1872 zum 
Dr» med. et chir. promovirt wurde. 

Ein Fall von tertiärer Syphilis. Inaug.-Diss. Kiel 1872. 4^. 



808 



Thede - Thiele. 



2149a) Thede (Theede*), Hans, geb. 25. September 1836 in 

Lütjenwestedt, Krchsp. Scliencleld, — — zur Zeit zweiter Lehrer an der 

ersten Mädchenbürgerschuie in Kiel. 

\'on ihm u. a. noch einige Beiträge zur s c h 1 e s w i g - h o 1 s t. 
Sch ulzeituü g , mm Jugendbnten, Neustadt 1869 — 1871. 

2149) Thede (Theode), Reimer, geb. 16. August 1834 in 
Lütjenwestedt, Krchsp. Schenefeld, älterer liruder des vorhergenannten, 
besuchte das Segeberger Seminar von Mich. 1855 bis dahin 1858 
(2. in« A.), Lehrer in Kramstedt, Kichsp. Meldorf, bis 1867, darnach 
in Altona, abwecfasefaid bald an der Freiscbule und bald an BQiger- 
whiüei), in den lotsten Jahren Vorsteher der 3. Knabenfroischule. 

^Thedeily Diedrich, geb. 15. Jnni 1857 au Bansrade bei 
Wankendorff Krchsp. Bomhöved, Sohn eines Hufners, Lehrer am Waisen- 
hausf /A\ Hamburg, welche Stellung er zum 1. April 1884 mit einer 
Beschäftigung in der Retlaction der Gartenlaube in Leipzig vertauschte. 
S. K.ürschner's Literatur-Kalender für 1884. 

In der i:<renide. Eine Volksgeschichte für Auswanderungslustige. 
Leipzig, Spamer, 1883. 8^ 

F'ührer durch die Jugendliteratur. GrundsJitze zur Beurtheilung der 
deutschen JugendliLeratur, Winke liir Gründung, Einrichtung und Fort- 
führung einschläg. Kblioäkeken und Verseichniss empfehlenswerther 
Schriften. Für Eltern, Erzieher und Bibliothekare, Wt Vorwort von 
J. Cair. Schumann. Hamburg, Berendsohn, 1883. 8^ 

FQr*s Kind. Geschichten. Mit Farbendruckbild von Bemh. Mdilins* 
Leipzig, E. Tirietmeyer, 18S4. 
* Thiele 1 Günther, geb. in Boimstorf in Schwaizburg- Sooden- 

hausen, 9. Mai 1870 erst interimistisch, dann definitiv Lehrer am Gymnasium 
in GHlckstadt bis 18 74, habilitirte sich 1875 in Halle als i'rivatdocent 
der l'lulüsophie. 

Wie sind die synthedschen Urtheüe der Mathematik a priori möglich? 
Halle 1869. 8«. 

Bewegung der Energie in einem linearen Punktsystem, im Prograiiiw 
des Glückstädter Gymnasiums 1873, S. 1—28. 

Aufgaben der Wellenlehre ohne jede Vernacliiässigung der Dis* 
continuität mit Hülfe der Cylinderfunction. Habilitationsschria. HaBfi 
1«75, 8« 



') Nach d«m Kirchenbuch in Geburt«' und Taufschein lautet der N )")<^ 
Thfcdtf. Doch Hiulet sich, wie der Verf. anmerkt, in der Familie Verschitdeobeit 
der Schreibung des Namens. 



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Thies — Thiflted. 



808 



Kant's intellertiiellc Ansrhauung als Grundbcgnfi seines Knücismus 
dargestellt untl gutncsson api kritischen Begriffe der Identität von 
Wissen und Sein. Halle, Lippert, 1878. 8", 

(Jrundriss der Logik und Metajihysik dargestellt als Kntwickelung 

des endlichen (ieistes. liallc, Niemeyer, 1878. 8®. 

Die l^hilosoj^hie Imman. Kant's nach ihrem systematischen Zusammen- 
hange und ihrer logisch-historischen Entwickelung dargestellt und ge- 
wärdigt. Band 1, Abth. l. Daselbst bei demselben 1882. 8^ 
(Noch nicht mehr CHrschienen«) 

*Thies, Hans Friedrich Heinrich, geb. 13. Mai 1811 zu 

Scebcrg im (lutc Lutl\vigsl)urg im Krchsp. Waabs, Skaaruper Seminarist 

(18J4 als tauglich entlassen), Schullehrer zu Djernacs bei Faaborg seit 

August 1847. — Vgl. Krslew Suppl. B. 3, S. 373. 

In „den nordiske Folkeskole" 1852, Nr. 9 (Bemaerkningcr til den 
nylig udkomno Piccc : ,,Ere alle Kläger (ivcr I^andsby Skolelacrcmes 
Kaar begrundede? — ) In ,,nordisk Skole- 1 idendc" : En Afhandling 

mod Stykkct: Gm Mundarterne isacr deres Brug i Skolerne, af Povlsen, 
H. vm, 5—7. 

2154) Thiebüll, Eduard Peter Wolfhagen, geb. 23. März 

17 93 in Lundcn, — 1852 Pastor in Gundersweiler, 1853 in Neuhofen, 

1858 in Mauchenheim in der Pfalz, wo er Ende 187 J starb. 

2156) Thiesen» Ludwig Benedictus, geb* 29. September 

1779 in Kiel starb 20. Februar 1836 (nicht 1830). 

*Tlde886lly Jacob Heinrich, geb. 28. Juli 1854 in Hemme, 

N.-D., besuchte das Altonaer C^rmnasium von Ostern 1871 bis dahin 

1875, studute vorwiegend Orientalia, wurde 1880 in Kiel zam Dr. phil. 

promovirt, privatisirt in Berlin, 

Die Legende von Risagotami. Th. 1. Inaug.-Diss. Kiel 1880. 8^. 
Vollständiger mit dem Zusatz: Eine literar-historische Untersuchung. 
Breslau, Koebner, 1880. 8^ 

*Thilo, Adolf, geb. 1851 in Langenholzen, l'rov. Hannover, 

studirte Mcdicin, l. April 187 5 Dr. med., seit demselben Jahre Arzt in 

Uetersen, siedelte September 1883 nach Nortorf über (?) 

Ueber die Häufigkeit scroi>hnlöser Erkrankungen bei phthisischer 
Familienanlage. Inaug.-Diss. Kiel 1875. 4". 

*Thi8ted, Waldemar Adolph, geb. 28. Februar 1815 in 

Aarhuus, studirte Theologie in Kopenhagen, im April 1846 examinürt, 

kam, nachdem er von 1840 — 1844 Institntsvorsteher in Skanderboig, 

darnach auf Reisen und dann, mit Unterbrechung durch Reisen, Lehrer 



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310 



in Aarliaus gewesen w«r, am 8. October 1855 als Pastor nach Holnip 
Töming-Lehn, wo er bis 14. April 1862 stand, später in Tömerap auf 
Seeland. — Vergl. Erslew B. 3, S. 334 und Suppl. B. 3, S. 374—377. 

Von den Schriften, wie sie Erslew anführt, rallcn, ausser journalistischen 
Beiträgen, in die Zeit seiner Anstellung in Hoimp: Neapolitanske 
Aquarelter. Kbh. 1855. 8^ 

Famüieskat t en. FoitaeUing. Das. 1856. Eine deutsche' fieie Be- 
arbeitung s. t: Der FamilienschaCa von J. Ziegle (d. h. C. P. H. 
M. V. Dirckinck-Hnlmfcld). Th. 1, 2. Das. 1856/57. 8°. Letztore 
Separat- Ab druck aus der Kopenhagener Zeitung 1856, Nr. 32 u. ff. 

Pracstekald. En Sämling af Brove, udgivne af Herodion* 1« og 
2. Deel. Das. 1859. 8°. 

Til Christi Menighed fra Praestcn i Ilvilstcd. Das. in dems. J. 8**. 

Sögncdagspraedikeaer afPracsten i Hvilsted. !• — 3. Hefte. Daselbst 
1860. 3". 

Digto. Das. 1862. 8*. 

-160) ThÖllKSen, Christoph Iloinrich, geb. Jö. Miirz ISIS 

in Siiderbargen, Gemeinde Lunden, besuchte chis Seminar in Segeberg seit 

Michaelis 1840, cxaminirt Mich. 1844 (2. Char.), von da an bis 1848 

in Kopenhagen als Lehrer thätig, darauf bis jetzt Lehrer in Fedderingen, 

Gemeinde Hennstedt, N.-D. 

Noch y<m ihm : Die römisch - katholische Schlüsselhenrschafl der 
Norderhamme zu Bremervörde , Dorstede , Hammaburg und Lüb- 
Rhede in Dithmarsrhen. Aus der Gnmdansrhannng und der Chronik 
in unmassgebliche Erinnerung gebracht. (Heide) Selbstverlag I 873. S**. 

£inzelnes über Dorstede und Faldera im Altonaer Wochen- 
blatt, worüber jedoch das Nähere nicht angegeben ist. — Revidirt. 

2162) Thomseu, Adolf Theodor, geb. 14. März 1814 in 
Tönning — — legte im Juli 1869 sein Mandat als Abgeordneter sum 
prenssischon Abgeordnetenhause für den Husumer Wahlkreis «regen 
Schwerhörigkeit nieder, indem er gleichseitig in emem, in vielen Tages- 
blättern (vergl. u. a. Kieler Zeitung 1869, Nr. 1456 vom 16. Juli) mit- 
getheilten Schreiben von seinen Wählern Abschied nahmt loht noch 
(1886) in Kiel. 

Die Z. 10 und 1 1 auf S. 463 des Hauptwerks citirte Anzeige 
seiner Schrift: Ueber Schleswig-Holsteins und Preussens Steuersystem, 
findet sich Kieler Zeitnng 1867 (nicht 1865) vom 8. Sept., Nr. 897. 

2163) Thomseii, Asmus Friedrich (Hübner-), geb. 26. Aug. 

1823 in FI<;nsburg -— — seit 23. August 1868 dehniuv Pastor in 
Keitum auf Sylt. 



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Thonuen. 



811 



2164) Thunist^ii, Asmus Julitis Thomas, geb. 19. Jntii 1815 

auf IJriinshülin, Krchsp. Ksgrus in Angeln — — seit 29. Deceinber 1853 

noch l'hysicus in Cappeln. 

Die im Hauptwerk angeführten Gedichte im Morgen blatt für 
gebildete Loser stehen im Jahrg. 1845 (nicht 1847) Juli, Nr. 174, 
176, 1 79. - Noch einige weitere Gedichte von ihm seit dem Er- 
scheinen des Hauptwerks dieses LesdkoDs eisdiienen in verschiedenen 
Tagesblättem, auch im Meyn'schen Hanskalender, in diesem z, B« 
Jahrg. 1878, S. 138: Die Störche, 1879, S. 14^: Die Schlei, S. 131: 
Wenn Du richtest, 1881, S. 27: Holmer Fischer. — Ausserdem in 
dem von Gudden u. a. hwausgegcbcnen, von Westphal redigirten 
Archiv für Psychiatrie B. 6, Berlin 1876, H. 3, S. 702 bis 
718: Tonische Krämpfe in willkürlich beweglichen Muskeln in Folge 
von ererbter jjsychischer Disposition Atonia muscularis ?), ein Aufsatx, 
der unter Fachgelehrten Aufmerksamkeit erregte; Westphal gab der 
darin behandelten Krankheit den Namen „Thomsensche Krankheit". — 
Revidirt. 

2\6S) Thoiiiseii, C, ob nach dem Abgange als Lehrer in Appen, 
Krchs[). Rellingen, Lehrer der Knabenschule, Organist und KusEcr in 
Elmshorn (? s. Provinzialhandbuch von 1871), wo er dann vor 1875 
gestorben oder abgegangen ist, da im Fjrovinzialhandbuch von 1875 in 
dieser Stelle J. C. H. Mansee angeführt ist Er ist nicht so verwechseln 
mit Christian Thomsen (vergl. weiter mitaa), der 1876 von Emmersbüll 
nach Elmshorn kam. 

2165a) Thomsen, C. A., lautet der Name des Verfassers der im 
Hauptwerk angeführten „Beskrivelse over Söndexborg og Augustenborg 
Slotte" u. s. w. Derselbe war Jahre lang Bedienter bei der herzoglich 
Augustcnburgisclicn Grabcajjelle im Schlosse Sonderburg. Kr ist nicht 
identisch mit dem Verfasser der dort ebenfalls angegebenen Schrift An- 
leitung tiir das Publicum in Botreff der Durchführung der Verordnung 
vom 13. Juni 1860, betr. die Einführung eines neuen Gewichts für das 
Herzogthum Schleswig" (Flensburg 1860). Der Verfasser dieser Schrift 
scheint auch nicht Edvard Thomsen (welchen v«rgL), da dieselbe von 
Erslew nicht angeführt wird« 

^Thomsen, Christian, geb. 18. Januar 1826 zu Lihmskov bei 

Veile, Schüler der Cathedralschule in Aarhuus und Student der Philologie 
und Geschichte in Kopenhagen, lü.~12. Nov. 1849 examinirt, Lehrer 
an verschiedenen Kopcnhagener Schulen (Hörgcrdyilskolcn. Metrojjoiitan- 
skolen), vom 16. Juni lö54 bis 29. Febr. 1864 CoUaborator an der 



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818 



FJensburger Latein- und Realschule, pensionirt von der dänischen Regierung 

seit 28. October letzteren Jahres, dann S. Uber ihn Erslew 

SnppL B, 3, S. 378—379. 

Von den im Erslew angeführten Schriften erschien: Griechisches 
Elementarbuch für AnfÜnger Flensburg 1857. 8**. 

*Thoillseil9 Christian, kam im April 1876 von Emmelsbfill, 

Propste! Tondem, wo er 1. Lehrer der zweidassigen Volksschule, als 

1 . Lehrer der Bürgerschule, Organist und Küster nadi BSmshom, gab im 

Mai 1880 diese Stelle auf, um eine General-Agentur der Berlinischen 
Lebensversiclierungsgesellschaft für den Norden mit dem Sitz in Haders- 
leben zu übernehmen. 

Kurzgcfasste Geographie. Ein I^embuch für die Hand der Schüler 

in Volksschulen. Lci[)zig, Mentzel, 18 79. 8> 

2167) Thomseii, Christian Nie ol aus Theodor Heinrich, 

geb. 2\. December 1803 in Schleswig — — feierte 30. Januar 1869 

sein 2 5 jähr, Jubiläum als ord. Professor der Theologie in Kiel (wonach 

er also 30« Januar [nicht 13., wie im Hauptwerk steht] 1844 für diesen 

Posten ernannt wäre), starb in Kiel 22. December 1872. — Die Worte 

bei seinem Begräbniss von K* P. M. Lüdemann s. in den Universj^ts- 

schriften Kiel 1873. 4^ 

Noch von ihm: Academischo Festrede am 100 jährigen Geburtstage 
Friedrich Schleiermacher^s 21. November 1868 an der Christian- 
Älbrechts-Universität gehalten. Kiel, U.-B., 1868. 4^ 

2168) Tliomseni Claus ^ geb. 15« März 1830 zu Esgrus — seit 
28. Mai (oder vielmehr seit 16. Juni) 1864 noch Pastor in Sterup, 
Propstei Nordangeln. 

*ThoiIlseH5 Edvard, geb. 26. Mai 18-2 in Koi)cnhagen al5 
jüngster Sohn dcis Bankdircctors Etatsrath Th., studirtc erst Mcdicin, 
nach einem Semester aber Landökonomic, war im Frühjalir 1846 Lehrer 
und im Herbst auch Inspector der Landökonomie auf der Volks -Hoch- 
schule in Rddding, 10. Mai 1856 Wege-Conducteur für das Herzogthutn 
Schleswig, 1863 gleichzeitig Justirmeister und Kassirer bis 30. August 
1864 (von der dänischen Staatsregierung 28. October letzteren Jahres 
pensionut), wandte sich darauf nach Kopenhagen. — Vergl. Erslew Suppl» 
B. 3, S. 381—383. 

Während seiner Amtirung im Schleswig'schon erschienen : Catechismns 
i Agerdyrkningschemi og Jordbundslaere übersetzt nach der 24. Ausg« 
des Englischen von James F. W. Johnston. Udgivet af det kongl« 



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Thomsen. 



318 



Landhuushüldningsselskab. Kbh. 1850. 2. Oplag ib. 1854. 3. Opl. 
besörget ved C. ßarfoed. ib. 1858. 4. Opl. ib. 1863. 

P'orclaesningcr ovcr Agcrdyrkningschüiiii og Jt)r<ibundslaere übersetzt 
nach der 2. Ausgabe des Englischen von James F. W. Johnston. 
Udg. med Understöttelse af det kgl. Landhousholdningsselskab. 
4. DeeL Das. 1851—54. 8^ 

Fortegnelse over Medlemmeme i Foreningen for Rödding Folke- 
höieskole. Kbh., Juli 1854. 1. Tülaeg Haderslev, December 1854. 8^ 

AnvüsDing til Nivollering med Vandrörot. Med 3 Tabeller. Kbh* 
1858. 8«. 

Ziisaminen mit Ang. Beck : Anvüsning til at dyrke Tumips, Kaaln^i, 
Rutikelroer og GulerOdder. Med 19 Afbildninger. Kbh. 1859. 8*. 

Begyndelsesgrundene af Agerdyikiungschemien og Jordbandsberen 
nach der 7. Ausgabe des Englischen von James F. W. Johnston über- 
setzt. Kbh. 1860. ä''. 

Diverse Beiträge zu dänischen landwirthschaftlichen Zeitschriften, 
zur Dannevirke, LoIIands-Falstcrs Stifts-Tidende fallen ebenfalls in die 
Zeit seiner amtlichen Stellung in Schleswig. 

^Thomsen, Friedrich Georg, geb. 1843 in Tönning, Sohn 
von Heinr. Christ. Th. (Nr. 2173), in Berlin sum Dr. med. et chir. 
promovirt, 1869 im medicinischen Staatsexamen bestanden, dann Arzt in 

Altona, wo er im April 1880 zum Oberarzt an der chirurgischen Ab- 

theiluiig des Krankenhauses gewählt wurde. 

('csrhichte der Lincarcxtractiun des grauen Staars. Inaug.-Diss. 
Berlin 1868. 8^ 

^Thomson 9 Friedrich Rudolf Nicolaus, j,'cb. 7. April 

1843 in Sönip, wo sein Vater Christ. Geo. Fr. Th. (f 24. Februar 1864 

in Altona) derzeit Diaconus war, studirte Theologie, Oston 1867 exam. 

{2, m. A.), 20. Juli 1868 Pastor in Aventoft, 30. Ang. desselben J. 

ordinirt, 1883 Pastor in Zarpen. 

Mehrere Beiträge im schlesw.>holst-]auenb. Kirchen- 
und Schulblatt, u.a. 1882, Nr. 8, 9, 10: Das neue Gesangbuch, 
Nr. 35: Thesen über Seelsorge und Vortrag, Nr. 43, 44, 45, 1883, 
Nr. 29, 30, 31: Die Beichte. 

2171) Thomgen« Gottlieb Nicolaus Benhold, geb. . . • 
in Glücksburg — — noch praktisirender Arst in Eddelack. 

-173) Thoniseil, Heinrich Christian, geb. 1810 in Tönning 
— — im August 1868 SaniüUsrath, im Februar 1875 Kreisphysicus in 
Tönning bis 1879, starb in Altona 9. Febr. 1885, im 75. Leben^ahre« 



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814 



Thrnmen — - Tkonnmi. 



2174) Thomsen» H ei d rieh Friedrich Julius, geb. 30. Mai 

1803 in Grambow bei Schwerin — — starb 'in Oldesloe, wo er bis 
1853 Physicus und darnach als Ant thätig war, 35. December 1871. 

*Thomsen, Hermann Karl Friedrich, geb. 30. Juni 1855 
m Plön, besuchte von Ostem 1865 an das Gymnasium m Glückstadt 
bis Michaelis 1873, studirtij Jura in Kiel, Berlin, München, bestand 
2i, März 1877 die erste juristische Prüfung, absolvirte seinen Militär- 
dienst, wurde 1882 in Kiel zum Dr. Jur. pronnnvirt, ist zur Zeit als 
Rechtsanwalt in Kiel thätig. — Vergl. die Biographie in der unten ver- 
zeichneten Inaug.-Diss. 

Die rechtliche \ViIl(;nst)estimmttng. Beitrag sur Lehfe vom eiror. 
Inaug.-Diss. Kiel 1882. 8». 

2175a) Thomseilt Johann Moritz, geb. in Landen, — 
November 1873 Arzt in Schönwalde, trat 1877 in der Ptaxu seinem 
Vater (Nr. 2178) in Lunden zur Seite. 

2177) Thomseily Karl August, geb. 9,, September 1824 in 
Bergenhusen — — seit December 1872 noch Pastor an St Petri in 
Altona. 

*ThoiHSeil, Moritz Heinrich, geboren um 1813 in Friedrich- 
stadt — — seit 187 7 steht ihm sein Sohn (Nr. 2175a) in der ärzt- 
lichen Praxis in Lunden zur Seite. 

*Thom8eil, Wilhelm Ferdinand, geb. in Sterup, Sohn des 
Hauptlehrers, Küsters und Organi^n Peter Th. das. (geb. 17. Februar 

1804 im Krchsp. Geldng, gestorben als £meritus 12. December 1885 in 
Tolk), besuchte das Eckemförder Seminar, das er 1863 mit dem Charakter 
„voxzdglich geschickt" verliess, war Substitut bei seinem Vater, starb an 
firustkrankheit 1872. — Vergl. das schleswig-holsteinische Schulblatt vom 
DecCTiber 1885. 

In L. Meyn's schlesw. - holst. Volkskalender auf 1873, S. 103 
bis 14: Geschichten aus Angeln. Im Jugendboten Jahrg. 2, 
Neustadt 1870, S. 587 — 590: Begrabene und wiedererstandene 
Städte; JiOirg. 3, 1871, S. 3 f., S. 18 f., S. 38 f.: FrOlung und 
Fügung; S. 491 f. und S. 503 f.: Die Strömungen des Meeres; 
S. 781, 795, 807: Ein Sklavenleben in Afirika. 

2185a) Thormftlen, Peter, geb. 8. März 1802 zu Elskop im 

Amte Steinburg starb in Altona 5. Juli 1870. 

*Thoninmt Niels Jensen Kristiansen, geb. 20. April 1796 

m Thoroum, Krchsp, Untnip, Amts Hadersleben (nach welchem Dorfe er 



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TfeiifinuiL 815 

fflch nannte), im J. 1816 bis 1818, auf dem Schullehrer-Seminar in Borris, 
dann theils Hauslehrer, theils Landschullchrer, seit April 1825 St hullchrer 
in Gasse (Oster- und VVester-Gassc) im Kirchs[)iel Scherrebeck; starb 
22, Sept. 1S56 in Oster-Gasse. S. Erslew lü, S. 365 und Sappl. III, 
S. 410—421. 

Stavetabel, (bibelsk) Börne -Melk. Ribe 1821, später unter dem 
Titel: A C Stave- og Laesebog for Smaabörn. Hadeislev 1822. 
13. Opl. 1853. 

Förste Gmnde i den kiistelige Religion for Böm. Haderslev 
1824. 

Hyrdens nyttiga Tidsfordriv. Ib. 1824. 3. OpL 1850. 

Tankesprogf grundede paa Bibelen og understöttede af Rümvers 
naermest for Skoleungdommen. Hadeidev 1825. 12^ 

Opmuntringer. Ib. 1826. 

Himmelstigen. Eäler: Anviisning, hvorledes en troende Sjael ideligen, 
ligesom tilskyndet af det Naervaerende, kan opsvingo sig dl Gud og 
Jcsum, dog neermest for den. Iservillige Skoleungdom. Ib. 1828. 
2. OpL 1847. 

De fire Speder for Begyndere i ubonaevnte og bcnxvntc Tal 
tÖIigemed sammes Anvendclse i 80 Opgaver. Ib. 1829. 2. Opl. 

unter dem Titel: Rcgncbog for Reg>'ndere i Tavler^gning. Beregnet 
efler Holstens Mynt og Vacgt. Ib. 1837. 8». 

Tankeblade. Ib. 1830. 

Kort Udtüg af (icograjjhien tilligcmed nogle histtjriskc og moralske 
i.rcrdomme. Ib. 1831. 3. Opl. unter dem Titel: Kortfattet Lacrebog 
i Geographien. Ib. 1842. 5. Opl. 1853. 

Den morsomme ABC. Ib. 1832. 

Andagtssange. Ib. 1835. n>cr Schluss, bestehend aus Morgen- 
und Ahf»nd-(]csängen für jeden Wochentag, besonders gedruckt.) Efter- 
sankunig til Andagtssange, til Huusandagt paa de i forrige Aarhundrede 
alskafiede Festdage i den danske Ivirke. Odensee 18 50. 

A. Foraering til Ixrvillige Born. Haderslev 1835. Fortsat B C D. 
1837. E. 1843 og F. 1844. (Jedes Hell Vo ß^gen 8*^). 

28 Regnetabeller, samt Facitbog A. Haderslev 1840. 

Oevelse-Bog og Fölgeblade. 1841. 8**. 

Üag-Bog, det er Hverdags Acgtc-, Smaa-Ferler 1842. 8**. 

Begyndelses-Regnebog. Haderslev 1843. 16". 

DagUgt C^Iöftelses-Offer for Naadens Throne paa Velen til £vigheden. 
Januar-Dccember-Hefte. Ib. 1844 — 53. 

Spfiigsmaale til BaUes Lsiebog. Tönder 1845* 7, Bog. 



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316 



Thorsöe. 



Materialier tü Udenadsstavning. Ib. eod. a. 1 Bog. 

Guds Ord, Mord hersteds. Ib. 1S47. 3 ligg. 

Nyeste og letteste A H C for Sinaabörn. Ribe 1848. 

i'A'angolisk Tatike-Rüni'Stok dl alle Aarets Sön- og Festdage. Kbh. 
1851. 

Epistolisk 'ranke-Riim-Stok. Ib. eod. a. 8®. 

En dobbclt Forscring til Irrrvilligt; I'örn. dcels udvalgte Religions- 
Riimvcrs, dccls Regnetabcllcr. Kbh. 1853. 16". 

Erindnngssang for Guds og Jesu Venner, Kbh. 1853. 

Promemoria (Erindringer) til Guddommcns Priis efter den 3 aarige 

blodigc slesvigske Rrfidor-Kamp. Hadorslev 1853. 

Jubel'Aaret 1850. Tilbageblik paa Üanmark i de sidst henrandne 

50 Aar. Haderslev 1853. 

Rcgnc Ocvelscr for Skoleungdommen. Kbh. 18S3. i 
fiibelsk Andagts-fiog til hver S5n- og Festdagi Aaret. Kbh. 1855. 8**. 

Anden Gang nogle Guds Ord, eller: Opmuntrhiger tal Gudsfrygt, 
foranledigede ved det tiefold-gysdige Mord tidövet i Oesteigasse, 
Natten for 12. Marts 1847. Kbh. 1856. 8^ 

Gab heraus: En halv Snees Sange forfattet af A. S. Smidt, meo ' 
den 10. forfattet af Hiomum. Odensee 1849. 

Kleine Beiträge in Dannevirke Aar III, Nr. 12, VII, Nr. 10, XVI, 
Nr. 141, XVni, Nr. 121, 124, 223, 305. 

*Thor8Öei Caspar Friedrich Christian, geb. 30. April 
1828 in Stursbüll, Amts Hadersiebon, besuchte die Gelehrten-Schule in 
Hadetsleben von 1838 bis 1844, GevoUmächtigter bei einem Unter^erichts^ 
Advocaten und Notar in Hadersloben 1 844 — 1847, Buchhalter beim Grossirer 
Andersen in Kopenhagen 1847 — 1853; 1853 -^1855 Grossirer; errichtete 
ein Handels-Institat und eine Handwerkerschule in Kopenhagen; 1859 ' 
Lehrer des Seerechts und der Handelswissenschaft an der NavigatiooS' 
schule in Kopenhagen. S. Erslew Suppl. B. 3, S. 422. 

Gab heraus: Auszüge der Verhandlungen des dänischen Reichstags ' 
4. Session, Nr. 1 — 74. Ko[)enhagen 185J/53. 4". 

Den tydskc Handelscorrespondent. Ib. 1857. (Kam 1856/57 in 
5 Heilen heraus.) 
Oversigt over den mercantile Undcrviisnings - .Anstalt. Kbh. Iö57- 

Kortfattet tydske Sproglscro n.crniest til Brug for unge Handlende 
og ved Privatunderviisning. Kbh. 1858. 

Veiledning i enkelte Dele af den danske private Söret og i Handeii- 



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Tboschesky — Thrlife. 



an 



vidciiskab, [»opulart freinsüllet til Brug for Söfarende og Handlende. 
Kbh. 1862. 2. 0\A. s. t. Ilaandbog ior Sölarende og Haudleiide. 
Veiledning i den danske private Söret og i Handelsvidenskab. Ib. 1865. 

Den danske Haiidclscommis, et belaerende Skrill i Handeistheorien. 
Kbh. 1864. 

Dansk Handelslexicon. 1. — 12. Hefte. Kbh. 1S65 — 66. 

War Redacteur und Mitherausgeber von: Dansk Handelstidende for 
Handel, Skibst'art og Industrie fra ind- og üdiandet (begann im 
Januar 1865). Kbh. 1865—66. 8». 

ilaandbog for l^erlinge og Svende ved Dctaiihaadeien. 1. Hetle, 
Selstverl. 1870. 

Haandbog i tydsk og dansk iiandelscorrespondancc. KJöbenliavn, 
Pio, 1870. 8» 

Beiträge in Fiyve-i'osten 1859, Nr. 179 (den paataenkte Kjöben- 
havnske Haandvaerkerskoles Program [steht auch in Berl. Tid. 1859, 
Nr. 177 und in Dagbladet 1859, Nr. 190]) 1860, Nr. 43, 214 
(Om KjObenhavDs Haandvaerkerskole). 

*TllOSCliesky (Toseheski), Schleswig-Holsteiner , naturalisirter 
Preusse, preussischer Officier, im ersten schleswig-holsteinischen Kriege 
Hauptmann in der Art.-ßrigade, eine Zeit lang Commandant in Friedrichsort, 
ist 1853 eines plötzlichen Todes gestorben. — Vergl. F. Möller in Zeit« 
schiift der Gesellschaft für schlesw.-holst.-lauenb» Geschichte B. 15, S* 110, 
wo der Name Toscbesld lautet. Im Katalog der Univer8.-Bibliothek lautet 
der Name bei Aufführung der unten verzeichneten Schrift Thoschesky. 

^ * Die Kehrseite des schleswig-holsteinischen Krieges. Kiel 1852. 8", 
S. Otto Fock, schleswig-holsteinische Erinnerungen S. 98 Note. 

*Thrige, Sören Bloch, geb. 18. März 1820 in Roeskiide, be- 
sachte die Cathedralschule das. bis 1836, studirte Philologie in Kopen* 
hagen, Kiel (unter Nitzsch), Berlin, 1843 und 1844 in Kopenhagen 
exaniinirt, const. Lehrer an der Cathedralschule in Roeskiide 23. Sept. 
1843, Adjunct 1. Mälz 1844, Oberlehrer in Slagelse 1845 — 1846, 
dann in gleicher Eigenschaft in Roeskiide, von wo er 6. September 1850 
als Rector des (iyninabiuiii^ nach Hadersleben kam bis 11. März 1864, 
darnach in Kopenhagen, wo er eine private Cielchrten-Schule errichtete 
und noch vielfach bis in tiie 80 gcr Jahre schriftstellerisch thätig war. — 
Vergl. Erslew Suppl. III, S. 426—428. 

Hierher gehören: Laerebog i den gamle Historie til Brug for de 
laarde Skoleis överste Klasser. Kbh. 1854. (Kam 1853/54 in 



L.iyui<.LU Oy VjOOQle 



S18 



Thun, 



2 Heften heraus.) 2. Udgave aach s. t: Lseiebog i Verdenshistorien 
til Brug for de kerde Skoler af S. B. Thrige og B. A. Bloch. 1. Deel. 
Kbh. 1863. 

I^rebog i Geographien for de h5iere Klasser i de kerde Skoler. 

Haderslev 1861. 8°. 

Harald Haardraades Saga. l\i.iny fortalt. Udgivet af Folkeskrift« 
selskabet. (Danske Folkeskrifler XXXVÜl.) Haderslev 1862. 

Danmarks, Norges og Sv-erigs Historie. Til Brug for de laerde 
Skoler. 1.— 2. Hefte. Kbh. 1865, 1866. 

Efterretninger om Haderslev Iserde Skole i 1S50/51. Haderslev 
(angez. v. E. E. Hudemann in &Cttt2el*s Zeitschr. flir das Gymnasial- 
wesen Jahrg. 6, Febr./April-Heft 1852). Indbydelsesskrifl til den 
offentlige Examen i Haderslev lacrde Skole 1852, 1S53, 1854, 185 5, 
1856, 1857, 1858, 1859, 1860, IRr»!, 18r)2, 1863. Von ihm die 
Schulnachrichten und 1852: Pröver at cn L.-nrebog i Verdenshistorien 
for de In^rde Skolers höiere Khisscr; 1858: Undervüsnini^^plan for 
Haderslev laardc Skole; 1862: Statistiske Efterretninger om iiadcrslev 
Ixrde Skole i Tidsrummct ira Octobcr 1850 üi Mai 1862; 1863: 
Bidrag til Haderslev laerde Skoles aeldre Historie. 

Indbydelsesskritl til Indvielsen af Haderslev ia^rde Skoles nye Byg- 
ning 6. Oct. 1854. Haderslev. gr. 8^ mit 3 lidiogr. Tafil Darin 
von ihm S. 59 — 48 : Kort Beretning om Haderslev Iserde Skoles nye 
Bygninger. 

*Thllll, Joh. August (^(UUricd, geb. 24. Ma.rz 1809 in 
l^auenliurg, vorbereitet von dem damaligen Diaconus (spätertm Super- 
intendenten) Catenhusen, darnach auf der (ielelirtonschule in Ratzeburg, 
studirte in Berlin 1829, in Kiel 1831 und wurde 1833 aut Gottort 
•examinirt (2. Charakter m. r. A.), October 1836 Katec het an der deutschen 
Gemeinde der Friedrichskirche zu Christianshafen (Kopenhagen), erhielt 
5. SepL 1837 ^^laubmss der geistlichen Ordination und wurde 15. des- 
selben Monats ordinirt, 23« Juli 1839 Fkediger an derselben Kirche bis 
18. Mai 1848; Juni 1848 Pastor der Verwundeten und Gefangenen in 
Rendsburg und Schleswig; 1849 past. vic, 7* April 1850 Pastor in 
Bergstedt in Holstein bis 6. December 1853; 1854 Hanptpastor in Eis- 
leben. - Vergl. Erslew Suppl. HL S. 428—429. 

Predigt am ersten heiligen Weihnachtstage 1843. Kopenh. 1843 8", 

Die bedeutungsvolle Zeichensprache Gottes bei dem Tode des 
Heilandes und die göttliche OsterjU(uligt durch den Mund (h's P'npels. 
Zwei l'rcdigten, gehalten in Eisleben atn Chartreitage und am i. heil. 
Ostertagc 1855. Eislebcn, Reichardt, 1855. 8*. 



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de Thnrah — Tidenumd. 



819 



*de Tliurah, Laurids, geb. 30. Oct. 1825 in Ripen, wo er die 
Cathedralschulc besuchte, studirte seit 1842 in Kopenhagen, nahm auf 
dänischer Seite am l. schlesw.-holst. Kriege theil und wurde 1852 als 
Capitain in Gnaden beabschiedet, war seit 1856 const. Rector der Bürger- 
schule in Tondem, seit 31. Aug. 1857 2, l^hrar am Seminar das, bis 
1864, ist in Odensee, ohne Amt, gestorben. S. Erslew Soppl. III, S. 435 
bis 436. 

Hierher gehören: Guds Ords Tngt og Tröst En Söndagsbog, inde> 
holdende Praekener til hele Kirkeaaret af L. C. Retdus. Oversat fra 

Svensk og ledsaget af en Udsigt over Söndags Evangeliemes indre 
Forbiodelse. Odensee 1856. 8**- 2. Opl. 1864. 

m 

Y)ct sidste ßretlands-Tog. En Skildring af det gamle danske 
Folkeliv. Odensee 1857. 8". 

In „Vestslesvigske Tidcnde" 1861, Nr. 29: Om Slesvigholstenemes 
saakaidte „verbriefte Rechte". 

2186) Tharn, C. W. Theodor, kommt als Institutsvorsteher in 
Altona im Altonaer Adr.-Bach von 1877 zum letzten Male vor; wohnte 
später in Lübeck, wo er auch gestorben ist. 

2187) Thygesen, Jess, geb. 12. Februar 1813 zu Stenderup 

— — im Februar 1875 Kreisphysicus in Rendsburg, wo er am 20. Oct. 
1879 starb. 

2188) Thyj^est^u, Thyge, geb. 18. März 1810 im Dorfe Warmak 

aut Stenderuphof, Bruder des vorhergenannten Jess Th. — — 1870 

Pastor in Thyrstrup und Hjerndmp, starb 26, Februar 1877. 

V^on ihm noch in „Worte der Erinnerung an Harald von Neergaard", 
Altona 1867, S. 1 — 37: T.cbensabriss des Dahingeschiedenen. 

^Tidemaud, Odin Wolf, geb. 9. Februar 1822 in Kopenhagen, 
besuchte die Metropolitanschule, mit Auszeichnung (laudabilis prae ceteiis) 
entlassen, studirte Theologie das. seit 1838, examinirt 1843 (laudabilis), 
im October desselben Jahres* Adjunct an der Gelehrteoschule in Vording- 
borg und, nachdem diese aufgehoben, 1846 an der Cathedralscfaule in 
Nykjöbing auf Falster und gleichzeitig Inspector, im November 1850 
Prediger in Steinberg in Angeln, im Mai 1853 Hauptpastor in Tondern, 
zugleich als Propst constituirt und 1854 dazu ernannt, gleichzeitig Mit- 
glied des Examinationscollegiums in Flensburg, 6. October 1856 R. v. D., 
1857 nach Berlin gesandt, um an der Versammlung der kirchlichen 
Alliance theilzunehmcn, 25. Februar 1860 Prediger zu Kregnme und 
Vinderdd auf Seeland. S. Carstens, die Stadt Tondern, Tondern 1861, S. 133. 



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Tiedemann — Tielle. 



Von ihm ausser einigen anonymen JuurnalartikelQ : HeUraisk Laesebug 
for de fönte Ikgyudere. Kjöbenh. 1846. 

^Tiedemann« Christoph Willers Marcus, geb. 24. Sept. 
1836 in Schleswig, Sohn von H. T. iNr. na iiauptwerk), 1861 als 

Jurist examinirt, 1862 Advocat in Segebeig, gehörte dem scliU wig- 
holsteinischen Landesausschuss an, leitete dann anfangs 1864 in RieJ mit 
Advocat Römer das Pressbüreau, in (l<-tTi«elben Jahre const. Landvogt 
und Deichgraf der Landschail Stapelhoim, 1865 comroiss. Poliseimeister 
und Rathsverwandter in Flensbuig, kam 1870 als Decement in die 
Regiorungsabtheilong des Berliner Polizeipräsidiams, ward im März 1872 
commiss« und im Januar 1873 definitiv Landrath des Mettmanner Ridses 
im Regierongsbexirk Dttoaeldorf, der ihn auch 1874 — 1878 in den Land- 
tag wählte, wo er der fir^conservativen Parte! angehörte, 1876 HOlfi- 
arbciLer im Staatsministerium, im Aug. desselben Jahres Geheimer und 
vortragender Rath, 1879 Geh. Oberregierungsrath im Cabinet des Reichs- 
kanzlers, 1881 Regierungspräsident in Hromberg, 1883 in den Adelstand 
erhoben, 18. Januar 1885 Inhaber des R. A.-0. 2, Cl. mit Eichenlaub. 

Das Nähere über seine schriftstellerische, namentlich seine journalistische j 
Thtttigkeit während seiner amtlichen Stellung in der heimathlicheo 
Provinz vermochte ich nicht zu eniiren. 

*Tiedemailtli Hermann, geb. 19. Juli 1849 in Kiel, besuchte 
das Gymnasium daselbst bis 1868, studirte Median in Kiel, nahm in 
Magdeburger Füsilier^Bataillon Nr« 36 seit September 1870 am Kriege 
theD, studirte 1871/72 wieder in Kiel, bestand das Tentamen physican» 

am 16. November 1872, dann das Staatsexamen, als Arzi ;ii>probirt 
15. März 187 5, absolvirte 29. Mai letzteren Jahres das Examen rigorosuro 
und wurde promovirt, Arzt in Bergedorf. 

Ueber die Ursachen und Wirkungen chronisc Ii entzündlicher Procfissc 
im Mediastinum. Inaug.'Diss. Kiel 1875. 4®. 

2190) Tielle, Karl Heinrich, geb. 1806 (1803?) in Schwartao, 
studirte erst Mathematik und Naturwissenschaft, 1835 Dr. philos« vxiA j 
Privatdocent der Physik und Chemie in Kiel, ging zum Studium ^ 
Medicin Uber, in welcher er 1845 die Staatsprüfung bestand, dann 

praktischer Arzt, zuerst in Neumünster, dann in liarmstedt , spater W 
Quifkhorn. starb in luihlsbiiltel hei Hamburg 20. Juli 1881. Sein Sohn 
Karl Swc(i() T., 1849 in Quickborn geboren, starb als praktischer Aßt 
in Fuhleubüttel 21. März 1885. 



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881 



Noch von ihm: Die thcorctisc hc Chemie nc!)sl Hinweisuiigcii ihrer 
Anwendung aul analytisch - chemische Untcrsucliungen. Zunaclist lür 
Studirenfle der Medicin. Anorganisc he Chemie. Ili'it 1 (und eiimges). 
Mit einer Tafel Figuren. Kiel, Bunsow, 184J. 8". 

3191) Tiesscil, Johann, geb. 31. Mai 1822 in Arkcheck, Krchsp. 

Alhersdorf, S.-I). — — seit 24. Ai-ril 1867 Mädchenlehrcr der Mittel- 

schulklasse oder der 2. Mädchenkhisse der Stadtschule in Meidorl. 

Noch weitere Beitr;igc zur schles w.-hoist. Schul zeitung und 
anderen Fach-Zeitschriften, z. B. Pädagogisches in zwanglosen 
Heften, Heft 2: Ced;inken in Bezug auf den Zweck und die 
Methodik des Spraciiunterrichts. In den Verhandlungen des Lehrer- 
vereins seines Districts in S.-D. hielt er bis 1885 öftere Vorträge über 
pädagogische ■ Themate. 

2 193) Tiinil) , August, geb. in Altona nach seiner Promotion 

zum Dr. med. et chir. in Kiel 1862 bis 1883 Ar/t in Altona. 

2194) von Timm, Peter Christian Jacob, geb. 1782 — 

starb in Eckemforde 7 . Mai i 8 o i . 

Noch von ihm: Bericht der antiquar. Gesellsrh. IV, S. 36: 
Leber Alterthüiner aus verschiedenen holsteinischen tiegenden; Be- 
richt Vil, S. 5 : Seine Arbeiten zur Conservirung des Danewerks; 
Bericht Xil, S. 22: Uebcr eine antiquarische Reise im ScWeswigschen ; 
Bericht Xnif S. 76: Ueber einen Münzfund bei Tensfelderau. 

3196) Tischbt^ill« Johann Heinrich Wilhelm, geb. 15. Febr. 

17 51 zu Heina — — kam 1781 nach Rom, 1787 in Neapel 

seit 1800 in Eutin, wo er 26. Juni 1829 starb. 

2197) Tischbein, Peter Friedrich Ludwig, geb. 1813 in 

Eutin, einziger Sohn des Malers Joh. Heinr. VVilh. T. (Ni*. 2196), studirte 

in Heidelberg Forst- und Naturwissenschaften, zuerst ForstgehUlfe beim 

Porstrath Friedr. WÜh. Otto (f 1873, ver^. den Artikel), dann Forst- 

beamter in Birkenfeld, 1873 Nachfolger des Oberforstraths Heiniburg in 

Eutin, wo er 5, October 1883 starb. 

Der im Hauptwerk notirte Aufsatz über das rechte GrOssen- 
vcrhältniss der Forst- und Ackerfläche auf Privatgtttem des östlichen 
Holsteins steht in Falcks Archiv B. 1 (nicht 2), S. 399—432. 

2199) Tod8en^ Johannes Christian, geb. I.September 1797 

in Tondcm — — starb in Hamburg, wohin er 1850 übersiedelte, 

28. December 187 9. S. Kieler Zeitung vom 8. Januar 1880, M.-Nr. 

*Todsen, Ludwifj; Mniil Thonias, geboren 4. Juli 1847 in 
Tondero, besuchte die dänische Abtheiiung des Seminars daselbst von 

81 



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aas todaen — T6Mf«ldt 1 

1S6S — 1868, 1870 Lehrer in Rohrkarri Krchsp. Hostrapf machte eine 

Zeit lang den Feldzug 1870 mit, 1874 ordentl. Seminariehrer in Tondem, 

im Mai 1884 an das neuerrichtete Seminar in Hadersleben versetzt. 

mt Krieger und Michelsen: Hül&buch fiir die Behandlang der 
Winkelmann'schen Bilder. Tondem, DrOhse, 1880. 8(*. 

*Tod8en, Thomas, geb. 1741, Theologe, wurde während der 

80 er Jahre des vorigen Jahrhunderts Nachfolger von Christian Ambders 

im Pastorat zu Uberg, l'i\>[)stci Tondern, legte 1799 das Amt nieder, 

starb zw Uberg 20, P'ebruar 1824. — S. Jensen's Versucli einer kirchl. 

Statistik des Herzogthums Schleswig B. 1, S. 379. (Fehlt inri L. & Sehr.) 

Narhricht von den schleswig'schen Austerbänken in Beckmann's " 
Vorbereitung zur Waarenkunde 2, S. 100 106 und daraus in den I 
Provinzialberichten 1797, Heft 4, S. 353 — 357. ' 

*ToennieS, Ferdinand Julius, geb, 1855 in Oldensworth, | 
Sohn eines Hofbesitzers, besuchte 2 Jahre das Gynrinasium in Husum 
bis Ostern 1872, studixte darnach Philosophie in Jena, Strassburg, Tübingen, | 
wo er 1877 zum Dr. philos. promoviit wurde (?), seit Ostern 1881 ^ 
Privatdooent der Philosophie in Kiel, ward jedoch bald durch Krankheit 
an den Voriesnngen veriiindert. — Veigl. das Husumer Gymnasialprogr. 
von Ostern 1872. ' 
(?) Eine hOdist ncSthige Antwort auf die höchstonnöthige Frage: 1 
„Was ist studentische Reform?** Jena, Döbereiner, 1875. 8^ ^ 
(?) De Jove Amnione quaesdonum spedmen. Tübingen 1877. 8**. I 
Beiträge zu Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche 
Philosophie B. 3, 1879, S. 453, B. 4, 1880, S. 55 und S. 428: 
Anmerkungen über die Philosophie des Hf^bbes 1. — 3. Artikel, I>. 7, i 
1883, S. 158 und S. 334: Studie zur Entwicklungsgeschichte des ■ 
Spinoza. 

2201) Tölisen, Marcus, geb. 20. November 1772 zu Kius in 
A ngoin — gestorben in Kiel 12. (nicht 11.) Juli 1861. — Vergl. Kieler ' 
Wochenblatt 1861, Nr. 6 vom 13. Juli. | 

*Tdn8feldt9 Gottfried Johann Nicolaus, geb. 14. Mäix 

1844 zu Neumünster, besuchte das Segeberger Seminar von Michaelis 

1863 bis dahin 1866 (examinirt mit dem 1. Char.), zur Zeit ordentlicher | 

Lehrer, gleichzeitig Turnlehrer an der Realschule in Altona. 

Ausser zahlieichen Beiträgen zu pädagogischen Fach- und anderen 
Zeitschriften, mit Otto Heinr. Joh. Schmarje, welchen vergl., von ihm 
gegründet und redigirt die pädagogische Wochenschrift ßh- den Norden 
Deutschlands. Altona, Montzel, 1869 — 1871. 8^ 



178x611 — Toldertnitil. 



Lehri)Ian für den Tumiuitemcht , im Osterpiogr. der Realschule 
Altona 1880. 4^ 

^Tdxeily Niels Andreas Karl Emil, geb. 28. Juli 1806 in 

Kopenhagen, 1827 — 50 Musterschreiber bei der See-Inrollirung in Holsten 

in Altona, später mit dem Seekriegscommissärs - Charakter beliehen, 

institntsvorsteher in Kopenhagen, während des Kriegs auf dänischer Seite 

zuerst Seconde-, dann Ftemier-Lieutenant und dann Capitain, 6. October 

1850 R. V. D.f 18. Mai 1852 auf Ansuchen entlassen, 1855 constituirter 

Hebungs-Controlleur in Hohenwestedt und vom 3, September 1856 bis 

28. Jitiiuar 1S64 Controllenr am Altonaer liahiihof, von der dänischen 

Verwaltung 28. October desselben Jahres mit Pension entlassen, lä65 

rcsp. 18. Mai 1866 Zollcontrolleur in Kopenhagen. — Vergl. Erslew 

B. 3, S. 429—430 und Suppl. B. 3, 502. 

Seine schriftstellerische Thfitigkeit HOlt in die Zeit seiner Kopcn- 
hageiier Wirksamkeit als Institutsvorsteher. Von ihm ist nämlich eine 
dänische Uebcrsetzung v. R r t cks Weltgeschichte B. 1 — 4. Kbii. 
1835 — 38, wovon 1841 — 4 J iie 2. Aufl. erschien. 

*Toldeiiund, Hother Hakon Viggo, geb. 2. Decbr. 1820 

in Nakskov auf der Insel Laaland, beim Ausbruch des Kriegs (1848) 

Unterarzt und nach dem Kriege im Schleswig'schen bleibend, seit Herbst 

1852 in der Stadt Schleswig bis 5. Febr. 1864, später angestellt am 

Gamisons-Krankenhaus in Aarhuus. — Vergl. Ersl. SuppL B* 3, S. 447 — 449. 

Hier sind von seinen Schriften tolgende unter dem Zeichen Dr. H. 
erschienene zu nennen: Fortaellinger fira Feiten. Kbh. 1851. 2. Opl. 
Das. in dems. J. 

Skizzer. Kbh. 1855. Deutsch von Heinr. Helms s. t.: Ein Sommer 
in Schleswig. Skizzen und Bilder von Dr. H. (in der „Conversations- 
und Reisebibliothek'' Th. 5). Leipzig 1855. 

Reisebilder. Kbh. 1855. 8^ 

Fort^Dger. Kbh. 1860. 8^ Anden Rsekke. Ib. 1863. 8^ 

Mehrere seiner journalistischen Arbeiten erschienen wShrend seiner 
Anstellungen im Schleswig'srhen, u. a. in „Nord og Syd" III, 
1850, S. 281—287 : Marketentersken ; IV, 1850, S. 1 : ne])otscrgeanten 
Vn, 1851, S. 269 — 303: Vinterliv. Erindnnt^er fra Feltlivet; und 
das. Ny Raekke 1859, 1, S. 72 — 78: Taa läget af en Omnibus; — 
in Faedrelandet 1852, Nr. 140^-42, 261—62, 286—88, 290, 
1853, Nr. 218 und 250: SMzzer fra Angel og Slesvigs Vestkyst 
(davon steht „Frieriet i Angel" ins Englische übersetzt unter dem 
Titel: „IJttle Mari's betrothal" in Dickens Household words vol. 15, 
1852), in Fsdrdandet 1857, Nr. 227, 28, 29, 301—503, 1858, 

21* 



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324 



Tolilerlund — Torp. 



Nr 68-70: Reisesldldringer; t862, Nr. 188-190: Et Bes5g i 
Frankfurt. — Im Folkekalendor for Dan mark 1854, S. 65 
bis 76: Synsmandens Pib« (deutsch un Altonaer Wochenblatt unter 

dem Titel: Die Pfeife des Bauernvogts), 1857, S. 30 33; Boens 
Hallig, S. 124—29: En Tour Iii Vxveren; 1858, S. 109 118: 
Paa Landeveien; 1859, S. 94-110: Brudetrceet. En Landsbyhistorie; 
1861, S. 77- 86: Den glindsende Rüde; 1863, S. 52—66: Kn 
Kop Kaffe. — In danske Ugeblad, udg. af G. Nielsen, 1, 1857, 
S. 182—192: Stoplidt, S. 298-304 und 315 — 320: En Kxtratog. — 
In Ulustreret Tidendc 1, 1862, Nr. 1 8 : I Marsken ; III, Nr. 127 
bis 129: I to Hansestaeder; IV, Nr. 183^84: Eiindringer fraRhinen; 
V, Nr. 252 — 55 : Fjorden Dages Fangenskab. Et Skykke Dagebog. — 
In Steenstmp^s „Hviletimer'^ 1860, Nr. 14, 15: Stille Vand, en 
Ivandsbyhistorie. — In Dagbladet 1861, Nr. 42: Bygningsmaaden 
i Sönderjylland, 1863, Nr. 284 — 86: Besög i München. Ausserdem 
noch in Fccdrclandet 1859, Nr. 50 — 53, 57, 58: De russiske 
Rt*<^eringsprinciper (s. nom.: Schedo Ferroti), 1862, Nr. 103 - 105: 
Adelen i Rusland, 1862, Nr. 162—63; Zigeuneme i Donautyrsten- 
dommernc. 

*Tolderland, Julius Ferdinand, geb. 15. August 1815 in 

Kopenhagen, wo er auch Theologie stadirte, war vom 12. Januar 1852 

bis 1864 Pastor in Starup und Grarup, Propstei Hadersleben. — Vergl. 

Eislew Suppl. III, S. 449—450. 

Hier ist nur ein Beitrag su nennen zu „Budstikken" VUI, S. 19 
bis 29 (Johannes den Dober efter Matth. 11, 2 — 6, et Foredrag i 
Haderslev Provsties Prsesteconvent 31. Mai 1858). 

2204) Tonner, Michael, geb. 20. Juni 1809 zu Hollerwettem, 
Krchsp. Wevelsfleth, Sohn eines Deicharbeiters, bezog Ostern 1830 das 

Seminar in Tondern, nach rühmlich bestandenem Examen 2 Jahre Hiilfs- 

lehrer in Uetersen, kam 1835 als Districtssrhullehrcr nach IIe!nflint;on, 

Krchsp. Barmstedt, und 1840 nach K.lostersande bei Ehnshorn als Lehrer 

der Oberklasse, wo er 20. Juli 1881 starb. — Mitgetheilt von dem Solin. 

Ausser den im Hanittvverk angeführten beiden Sclirillen wohl noch 
einige Artikel in öftcntlichen Blättern. 

*Torpi Franz Louis, geb. 30. December 1818 in Adelby bei 
Flensbnig, Sohn des Generalmajors Karl v. T., erhielt in Dänemaik seine 
militärische Bildung und nahm auf dänischer Seite 1848 — 1851 am 
Kriege theil, worauf er in Kopenhagen seine veterinärischen Studien, die 
er 1846 begonnen hatte, beendete, stand 1854 als Adjutant beim 
Generalcommando in Schleswig, und war später 1862 coost, 1864 fest- 



Tostrnp — Trede. 



326 



angestellter Gestütsmcistt'r beim Gestüt auf Frederiksburg. — Vergl. Erslew 
Suppl. III, S. 453 — 454. 

Landhcsteavlen i üanmark. Kt Cüiiciirrenceskritt. Kbh. 1854. 8". 

Nogle HemscrkniDger til Overveielse, voit Hestevaesen betraeffende. 

Kbh. 1858. 8". 

Tn „Tidsskrift for VeterinfinfM, IS 53, 287 -295 (Om de engelsske 
Fiil'lblodshestes og Vacddclöbets Indflydelse paa Nordtydsklands 
Hcstoavl. Eftcr det Tydske I ; III, 34 — 48 (Om Krydsningen af de 
franskc Ride- og Vognhestc med Fuldblud som Middel til de förstes 
Förbedring af Huzard, oversat). In „Ugeskrift for Landmxnd" 
2, Raekke X, 79—80 (Vaeddelöb ved Prederiksborg Stamstatteri). 

*Tostrii|i, Hans Peter (fehlt im L. &: Sehr.), geb. 5. Januar 

17 52 zu Svendstrup auf Alscn, Sühn des Tastors Matth. T., erhielt seine 
Bildung in DäncmurK, s'udirtc Theologie in Kopenhagen, 1786 Hospitals- 
und Fnihpredigcr an der Domkirche in Ripen, 15. Juli 1791 Pastor an 
der Catharinenkirchü das., 18. Uctober 1805 an der St. Knuds - Kirche 
in Odensec und Stiftspropst in Fühnen, 28. Juni 1811 Pastor in Sax- 
lyöbiQg, 2. September 1814 auf Ansuchen emeritirt, f 15. Sept 1820. 

Diss. de vita, erroribus, scriptis et morte Simonis magi. Havn. 
1779. 8". 

Veröffentlichte einige einzelne Predigten, z. B. eine zum Andenken 
an den 2, April 1801. (Odensee 1801.) Ausserdem eine Ode an 
den König, ein ('»cdicht und eine Kritik über P. M. TrojePs Ode 
in der Sammlung s. tit. : ,,{)vcr Indfodsrettcn " , Kbh. 1777 ; „et 
j)aar Ord ved Geheimconfcrcntsraad Gersdorfs Liigs Bifacttelse^^ in der 
„Iris og licbc^' 1810, III, 69—73. 

2208) TrebieU) G., war nach dem Provinzialhandbuch noch 1871 
Postexiiediteur und Vorsteher des Telegraphen^Amts in Bramstedt, 1875 
nicht mehr. 

2211) Trede, Karl Christian Theodor, geb. 24. October 
!833 in Schmalstede bei Bordesholm, Bruder des nachfolgenden ICarl 

Joh. Otto Heinr. Tr. folgte im October 1878, seiner und seiner 

Frau Gesundheit halber, einem Kufe als I liilfsiirediger an einer evangeli- 
schen Gemeinde in Neapel, 31. März 187 9 aus dem Pastorin m Urodersby 
und Tharstcdt entlassen, um das Pastorat an der deutsch - evangelischen 
Gemeinde in Neapel und Salemo zu behalten. 

4) Der (nidu-itliche Ursprung des Mcnschenge rlilcchts. Vortrag, 
gehalten in der Aula der k. Domschulo zu Sclileswig. Schleswig 
187 7, 8^ .Angezeigt in der Kieler Zeitung vom 7. Aug. 1877, A.-Nr. 



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Tredcb 



5) In Fl». V. HoltzendorfiTs deutschen 2^it- und Streitfragen H. 201 : 
Die Propaganda fide in Rom. Ihre Geschichte und Bedeutung. Berlin, 
Habel, 1884. 8". 

6) In Virchow's und v. HoltzendorfiTs Sammhing gemeinverständ- 
licher wissenschaftlicher Vorträge H. 471: Das geistliche Schauspiel 

in Süditalien. Berlin, Habel, 1885. 

Viele Hrietc, Aufsätze zur Kenntniss neapolitaniseher und italienischer 
Verhältnisse seit seinem Aufenthalt in Neapel vom Nuvcml)er 1878 
an in verschiedenen Tagesblättern, namentlich der Kieler Zeitung, 
den Itzehoer Nachrichten, dann auch in Leipziger, Stuttgarter 
und ander«» JoumSlen, seit 1884 ebenfalls einielne Bit^e im New- 
Yorker belletristischen Journal, auch Verfasser der Schil« 
denmgen aus dem Urcldichen I^ben in Italien in der evangel.-luth. 
Kirchenxeitung von LuÜhardt. 

*Tredet Karl Johannes Otto Heinrich, geboren 25. Mai 
1838 m Kiichbaricau, Sohn von Peter Karl Wilh. Tr. (Nr. 2215), be- 
suchte nach privater Vorbereitung die Gelehrtenschulen in Kiel und Plön, 
von wo er nach absolvirtem Maturitätsexamen Michaelis |1858 auf die 

Universität Kiel kam. d.um seit 18 59 \\/,, Jahre in Kriangen, darauf 
2 Jahre Hauslehrer, studirte hiernach noch 1 Jahr in Kiel, exam. Mich. 
1864 in Kiel (2. Char. m. r. A.), 12. Februar 1865 Archidiaconus ia 
Oldenburg, 6. September 1869 Tastor in Grossenbrode. 

1) Die Zukunft der Schleswig -holsteinisdien Landeskirche. Ein 
ofTenes Wort aus der Kirche an die Kirche und Gemeinden. Olden- 
burg, Frankel, 1870. 8^ 

2) Der Werth der kirchlichen Bekonntnissschriften. Zur Beleut htung 
des Bekenntnisskampfes in der schleswig-holsteinischen Landeskirche. 
Kiel, Schwers, 1871. 8". 

3) Reden über das Vater- Unser zur häuslichen Erbauung. Schleswig« 

Bergas, 18 7 2. 8^. 

4) Der Jesuitismus und seine Moral. Ein Vortrag. Neustadt, 
H. Elücrs, 1878. 8^. S. Kieler Zeitung vom 3. Februar 1878, 
Sonntags-Beilage. 

5) Die Bergpredigt des Herrn. Reden üur häuslichen Andacht. 
Kiel, Upsius o. Tischer, 1879. 8*. 

Mitarbeiter des schleswig-hul steinischen Kirchen- und 
Schulblattes, des hamburgischen Correspondenten, der 
Concordia in Berlin, der von £. Bauer herausgegebenen kirch- 
lichen Blätter von 1870 — 1872 und zwar hier u. a. 1870, 
Nr. 14 und 15: Ein neuer Beitrag zum Bekenntnisskampf unserer 
Kirche, Nr. 22: Der LibeFalismus in unserer Kirche und sein kirch* 



Trede — Traitadike. 



387 



lichcs Handeln; Nr. 27: Hekcnntniss und Rekenntnissver| fli< lUiing ; 
Nr. 40 , 41; Hinweis aui dio Zeichen der Zeit und Muiinrut an 
dfe Hüter unseres Glaubens; tu dem (Brecklumw) Sonntags- 
blatt für's Haus 1871, Nr. 31, 37 und 1872, Nr. 8, 9, 18, 19: 
Mahnruf an christliche Mütter; 1872, Nr. 27>-34, 41, 42, 43, 51: 
fietraditungen über Busse und Glaube; Concordia 1872, Nr, 10: 
Die evaogelischen Geistlichen und die Arbeiter; — Hamburger 
Correspondent 1872: Der Socialismus in Schleswig-Holstein und 
die Lehrcrversammlung in Haniburg und ausserdem 1873 flf. : Corrc- 
spondonzartikcl und 1874, Nr. 271: Zur kirchlichen Situation in 
Schleswig-Holstein; — Neue Zeitung 1874: Der alte und neue 
Glaube von Strauss u. s. w. — Revidirt. 

2212) Trede, Ludwig Bend ix. — Vergl. über ihn noch 
Bippen: Eutiner Skizzen S. 201. 

2213) Trede, Ludwig Johann, geb. 19. September 1791 in 

Neustadt starb 28. Apnl 1868 auf dem Gute Gross-Schenkeubeig 

in Lauenburg. 

2214) Trede, Paul, geb. 19. August 1829 in Brocfcdoif 

fungirt noch als Cassirer in der Ffingsten*schen Offidn in Itzehoe. 

Noch von ihm: Abel. En plattdütsch Stücfcschen merm ut de 
Marsch un merm ut*t Leben. Garding, Lühr & Dircks, 1880. 8^ 

Grüne Blatter. Gesammelte Dichtungen« Das. 1881. 8**. 

Lena Eilerbrook, en StÜckschen ut oolen Tiden. Das. 1883. 8", 

Ausser zu anderen Zeitschriften, wie dem Schleswig- holst. 
Sonntag sblatt, belletristische Wochenschrift, Kiel 1879 und 1880, 
diverse Beiträge tn den Itzehoer Nachrichten, z. B. 1880, 

Nr. 215 f. : Dolly, frei nach dem Englischen ; in der Festnummer 
zum 27. Febr. 1881: Festgruss zur Vermählung des Prinzen Wilhelm 
von Fkeussen mit Auguste Victoria von Schleswig-Holstein. 

2215) Trede, Peter Karl Wilhelm, geb. 31. August 1812 in 
Ottensen — — feierte I. October 1878 das 50jährige Jubiläum als 
Lehrer und das 40jährige als Küster, starb in Ottensen 3. Apiü 1881. 

2216) V. Trcilsclike, Heinrich, geb. 15. September 1834 in 

Dresden folgte 187 4 von Heidelberg einem Rufe an die Universität 

in Berlin, Geh. Rath, auch Mitglied der Akademie der Wissenschaften. 

Von den unter Nr. 5 im Hauptwerk angeführten historischen und 
politischen Aufsätzen erschien 4. Aufl. Leipzig, Hirzel, 1871. 

Noch von ihm ausser journalistischen Beiträgen und Arbeiten fiir 
Sammelwerke: 1 2j in der SchriO .Aus den preussischen Jahrbüchern", 
Berlinf G. Reimer, 1870: Die Feuerprobe des norddeutschen Bundes. 



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3^ 



Trendeienburg. 



13) Was fordern wir von Frankreich (Aus den preussischen Jahr- 
büchern.) 1. und 2. Abdr. Bertin, G. Reimer, 1870. 8^ 

14) Zehn Jahre deutscher Kämpfe. Schriften zur l agcspolitik. 
Berlin, G. Reimer, 1874. 2. Aufl. fortgeführt bis 1879. Daselbst 

1879. 8^ 

1 5) Der Socialismus und seine Gönner. Nebst einem Sendschreiben 
an Gustav Schmoller. Berlin, G. Reimer, 1875. 8^ S. u. a. deutsche 
Rundschau Jahrg. 1, B. 4, S. 313. 

16; Mit Th. Momrnscn : Königin Louise. Mit Abbildung des £nke- 
schen Königin Louise-Denkmals. Berlin 1876. S'*. 

1 7) Der Socialismus und der Meuchelmord. (Aus den (»eussischen 
Jahrbüchern.) Berlin, (L Reimer, 1878. 8^ 

18) Deutsche Ocschichte im 19. Jahrhundert. Th. 1 bis zum 
2. Pariser Frieden, Th. 2 bis zu den Karlsbader Iieschlüssen. 
Leipzig, Hirzel, 1879. 8^ (Bilden Band 24 und 25 der Staaten- 
geschichte der neuesten Zeit und erschienen bereits in wiederholten 
Auflagen.) 

19] Det letzte Akt der Zollvereins-Geschichtc. (Aus den preussischeii 
Jahrbüchern.) 1. und 2. Aufl. Altona, Schlüter, 1880. 8^ 

20) Ein Wort über unser Judenthum. (Aus dens. Jahrbb.) 1. bis 
4. Aufl. Berlin, G. Reimer, 1880 ff. 8^ 

21} Luther und die deutsche Nation. Vortrag, gehalten in Darm- 
Stadt 7. November 1883. (Aus den pre[ussisdien Jahrbb.) 1. und 
2. Abdr. Berlin, G. Reimer, 1885. 8^ 

22) Die kOnigl. Bibliothek in Berlin. (Aus den preuss. Jahrbb. 
B. 53.) Berlin, G. Reimer, 1884. 8^ 

2217) Trendelenlllirgi Friedrich Adolf, geb. 50. November 

1802 in Eutin seit Män 1846 Mitglied und im folgenden Jahie 

Secretär der historisch-philosophischen Klasse der k. Akademie der Wissen- 
schaften in Berlin, vertrat 1849 — 1851 einen Berliner Wahlkreis in der 
2. Kammer, war bis 1867 langjähriges Mitglied der Prüfungs-Commission 
für Gymnasiallehrer, starb in Berlin 2 4. Januar 1872. Seinen Sarg 
schmückte der ihm am Todestage verliehene Urden pour Ic meritc. — 
Vergl. über ihn E. Bratuscheck in den philosopischen Monatsheften B. 8, 
1872, Heft 1/2 und Heft 9/10, wo S. 10 auch einige Worte Trendclen- 
buig^s beim Abschied von der Schule in £ütin vom 29. März 1822 ab* 
gedruckt sind; femer Dove in der Zeitschrift „Im neuen Reich** 1872, 
Nr. 7, S. 241 f. Gedächtnissrede von Bonitz in den Abhandl. der 
Berliner Akademie 1872 (4), von Prantl in den Schriften der Münchener 
Akademie 1875, von Kleinert, Berlin 1873. 



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Trier — TiUlmann. 



889 



Von den s. Nr. 4 im Hauptwerk angerührten KJeincnta logices 
Arisu>lelicac erschien Kd. 6. Tierolini 1868. — Von den s. Nr. 11 
angcfiihrten historischen Beiträgen zur l*hilosoi>hic erschien H. 3 : Ver- 
mischto Abhandlungen. BeiHnf Bethge, I867, 8^ — Von dem 
s. Nr. 26 angefühlten Natorrecht auf dem Grande der Ethik 2. aos- 
fiihrtere Auflage. Leipzig« Hirzel« 1868. 

Noch von ihm: Ansprache bei der Eröffnung des Semesters am 
15. October 1865. Berlin 1863. 4*. 

Zur Erinnerang an Chr. A. Brandis. Berlin 1868. 4*. 

Kuno Fischer und sein Kant. Eine Entgegnung. Lei()7.ig 1869. 8*. 

Lücken itn Völkerrecht. Betrachtungen und Vorschläge aus dem 
Jahre 1870. Leipzig, Hirzel, 1870. 8". 

Kleine Schriften. Band 1, Leipzig 1871. 8<». S. u. a. preuss. 
Jahrbb. B. 29, H. 2, S. 252 f. 

2221) Trier, Adolf, geb. 1809 in Kopenhagen - — xog 1868 
von Altona, wo er als Arzt praktisirte, nach Kopenhagen. — Vergl. noch 
Bentzien: Den danske Laegestand, 3. Udg., KJöbenhavn 1860, S. 7 5. 

2222) Trier y Isaac, geb. l. November 1802 in Kopenhagen 

noch als praktischer Arzt in Altona. — Veigl. noch Bentzien: 

Den danske Laegestand, 3. Udg., Kjöbenh. 1860, S. 75. 

2223) Trier, Napoleon, geb. in Altona, Sohn des vorher* 

genannten Isaac Tr. (Nr. 2222) — — - noch praktisircndcr Arzt in Altona. 

Noch von ihm: Aerztlicher Kalhgebcr nebst Anweisung z\xm Ge- 
brauche der in der Schiffsapotheko vorhandenen Mittel. Altona 1872. 8**. 

I riibe, J. J.j Zcichticnlehrer am Gymnasium und Porträt- 
maler in Alttma, starb daselbst 187 6. 

*Truelsen, G., Kedacteur des xum October 1875 eingegangenen 
Schlcswiger Wochen Ijlattes. 

2224 b) Truelsen, The de, geb. 27. Juli 1812 in Ostcrhusum 

— — seit 7. December 1853 noch Pastor in Schwabstedt, dazu April 
1879 bis August 1880 komm* Propst für Husum, 1880 Abgeordneier 
zur Synode. 

2225) Tmmmer, Ferdinand, seit 1854 Besitzer des vordem 
im langjährigen Besitze der Familie von Ahlefeldt gewesenen adeL Guts 
Sehestedt, Stellvertreter zur kreisständischen Vertretung. 

In den Itzeh. Nachrichten 1875, Nr. 16: Der Haideculturverein. 

2226) TnllmaiUl, Joseph Johann, geb. 26. Juli 18>U) in Cleve 

— — trat in Plön, wo er seit Mich. 1865 CoUaborator am Gymnasium 



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Tiirr«lia — von Twistenu 



war, im October 1869 als Lehrer an die Cadelten-Aiislalt über, aber 
nur für kurze Zeit (1871 im l^rovinzialhandbuch nicht aufgeführt). 

2221) ToiTetin, J. C. W., erhielt im März 1869 die Qualificatic^n 
als Feldmesser, fungirte als solcher in Schleswig noch 1S75, 1880 
nicht mehr. 

*Tnx6n, Georg Emil, geb. 11. December 1814 in Kopenhagen, 
in Dänemark gebildet und amtlich angestellt, war seit 1856 eine Zeit lang 
als Navigations-Examinator filr die Herzogthümer constituirt, starb in Kopen- 
hagen 21. September 1885. — Vergl. Erslew Suppl. III, S. 488 f. 

*Tiixeii , Lanrits Regner, geb. 18. September ISlOinVarde, 

Kopcnhagcncr Theologe, war in den IcUtcn 30 er Jahren eine Zeit lang 

Hülfsprediger in Flensburg, 29. November 1850 bis 1864 Pastor in 

Tumby und Struxdorf in der Propstei GottoriJ. — Vergl. Erslew Iii, 

S. 420—421 und Suppl. III, S. 494—495. 

Hier ist zu nennen: Det plattydske Folkesprog i Angel. Tilligemed 
nogle Sprogi)röver. Kbh. 1857. 8". 

2228) TwesteD, August Detlev Christian, geb. 11. April 

1789 zu Glückstadt — - Oberconsistorialrath, starb in Berlin 8. Jan. 

1876. (Die Wittwe Catharina, geb. Behrens starb 12. October 1878.) 

Noch von ihm: Zur Erinnerung an Schleiermacher, Vortrag, ge- 
halten an der Friedrich- Wilhelms-Universität in Berlin 21. November 
1868! Berlin, Hertz, 1868, 4^ 

2229) Twesten, Karl, geb. 22, Aprü 1820 in Kiel starb 

in Berlin 14. October 1870, Abends 9—10 Uhr. - Veigl. Brümmer's 

deutsches Dichter-Lexikon B. 2, S. 439. 

Nach sanem Tode: Die religiösen, politischen und socialen Ideen 
der asiatischen Culturvölker und der Aegypter in ihrer historischen 
Entwicklung. Herausgegeben von M. Lazarus. Band 1, 2. Berlin, 
Dümmler, 1873. 8". 

In R. Virchow's und Fr. v. Holt/endorflTs Sammlung wissen- 
schaftlicher Vortrage H. 49: Machiavelli, Berlin 1868; H. 121 : 
Die Zeit Ludwig XIV., Berlin 1871. 8^ 

*VOIl Twisteru, stand während der 30 er und 40 er Jahre als 
Coilaborator an der Bürgerschule in Wilster, ist vor 1860 gestorben. 

Gedichte im Itzehoer Wochenblatt. Auch war er durch einige Auf- 
sätze in demselben Blatt Jahrg. 1839 in der von Harms durch sein 
,,AIso dai? noch" (Itzeh. Woehciibl. 1838, Xr. 52, wieder abgedruckt 
in Diiiter und iiarms, Altona 1839) angeregten Streitsache thätig. 



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Ukert — Ulrfeh. 



881 



22SAj I kert, Friedrich August. — Vergl. über ihn noch 
Bippon: Kutiner Skizzen S. Jül. 

*ülex, Georg Ludwig, geb. 8. (Jctoher 1811 zu Neuhaus an 
der Oste, Phannaceut, studirtc in I^erlin und Hess sich in Hamburg 
nieder, woselbst er von 1839 bis 1873 ApoChekerf seitdem ausschliesslich 
Handelschemiker, von 1840-1870 auch Lehrer der Qiemie und Physik 
an der pharmaceutischen Lehranstalt war; wurde 1844 einer der Stüter 
und Hauptbeförderer des Hamburger Handwerker-Bildungs^Vereins, 1848 
Mitglied der Hamburger Constituante, 1871 hon. c. Dr. phil. von Rostock, 
lebte während der letzten Lebensjahre in Altona und starb 23. Män 
1883. — Vergl. das Hamb. Schriflstellcr-Lexikon B. 7, S. 457. 

*Ulrlch, Frederik Ferdinand, geb. 16. April 1818 in Kopen- 
hagen, ein Sühn des Gencralkriegscoaiinis.siirs Cieorg Friedrich Ulrich, 
der als Zollvcrwalter in Friedrichstadt 25. Juni 1830 gestorben, wurde 
in Dänemark gebildet, Mediciner, vom 13. Januar 1854 bis 30. Juli 
1864 Phvsicus in Tündern, 1. Januar 1S59 R. v. D., 28. Mai 1861 
auch Mitglied des SanitätscoUegiums in Schleswig, nach seiner Entfernung 
aus Tondem privadstrte er als Anet und Districtsarzt in Kopenhagen, wo 
er 27. Märs 1867 auch zum Bürger-Repräsentanten gewählt wurde* (Sein 
Bruder Adolph Tobias Ulrich, geb. 31. März 1821, stand bis 1858, 
21. August, beim dänischen Militär und war auch Schriftsteller.) — Vergl. 
Erslew Sappl. III, S. 506—507. 

Von seinen schriftstellerischen Arbeiten, (.iie Erslew anfuhrt, gehört 
hierher ein Aufsatz: Ang. Sprogforholdet paa Slesvigs Vestkyst in 
„Fsedrelandet'' 1855, Nr. 296. 

*Ulrich, Karl Bernhard, geb. 9. März 1851 zu Gerbstedt im 

Mansfelder Seekreise, absolvirte Mich. 1871 die Ladna der Franke'schen 

StitLuii^cii ZU I hdle, studirte Natnrwissenscliiill, (Jeogniithic und Matlicmatik, 

Januar 187 5 in Halle /.um L)r. philos. promovirt, von Michaelis desselben 

Jahres an Lehrer an der Latina der Franke'schen Stilhmg fla^olh'^t, Juli 

1876 resp. März 1881 pro fac. doc. examinirt, seit Ostern 1882 Lehror 

an der Landwirthschaftsschule in Flensburg. 

Zur Charakteristik der Muskulatur der Passerinen. Inaug.-Diss. Halle 
1873. (Ist nicht auf der Kieler Univ.-Bibliothek und blieb vielleicht 
ungedruckt*) 



L.iyui<.LU Oy VjOOQle 



332 



* Uiisfiraard , Iver Johan, war vom 13. Mai 1857 bis 3, Dec. 

1859 interimistischer Minister für die 1 lerzogthümer Holstein und Lauen- 
burg, gehört aber wesentlich /.u den dänischen Schrillslcllern. — Vcrgi. 
Erslew III, 434, äup[)l. III, S. 508—5 10. 

2236) Unzer, Friedrich Heinrich Julius, geb. in Rends- 
burg, 1842 in Kiel zum Dr. med. et chir. promovirt. darnach .... 

Das im Hauptwerk unter Nr. 2 angcHihrte Ocdicht Jens Uwe 
Lornsen's Grab, An Schleswig - 1 lolstein für 1844, öuwie die unter 
Nr. 3 angeführten „norddeutschen Klänge" erschienen Kiel, Nack, 
1844 (nicht 1841). 8". Auf einigen Exemplaren des ersteien Ge- 
dichts ist Bünsow als Verleger angegeben. 
*Usiii^a:er, Rudolf, geb. 7. Juni 1835 zu Nienburg a. d. VV., 
Sohn des Modicinalraths Dr. W. U. und der Id.i g(rb. Frtnin von (irotc; 
in der Kindheit kränklich, im Herbst 1846 zur THege in einem Tfarr- 
hause bei IIhIIc, s[)ätcr desgleichen l)is 1850 in Wastel bei Hannover, 
darauf bei einem l^andwirth in Lecseringeii bei Nienburg, sowie ab- 
wechselnd im eiterlichen Hause, 1855 in Lippspringe, dessen Heil(}uelle 
ihn kräftigte; genoss' während dieser Leidenszeiten nur Privatunterricht, 
seit OctobOT 1854 bei ConrecCor Fromme in Nienburg; besuchte von 
Michaelis 1857 an die Göttinger Universität, um Geschichte im studiren, 
im December 1860 zum Dr* pbil. das. promovirt, blieb dort noch bis 
in den Sommer 1861 und ging dann nach Berlin, kehrte im Herbst 
1862 nach Göttingen zurück und habilitirte sich als Privatdocent, trat, 
mit Mi(|uel befreundet, in den Nationalverein, hielt in den Göttinger Ver- 
sammlungen Vorträge, schrieb mehrere kleine Hri^ischüren, übernahm vom 
October 1864 ab die Leitung der Göttinger Zeitung, trat im November 
selliigen Jahres dem l'rotestantenverein bei; Ostern 1865 ausserordentlicher 
und 9. Mai 1866 ordentl. Professor der Geschichte in Greifswald, auch 
Mitdirector des liistorischen Seminars, 15. Februar 1868 als ordeiUlicher 
Professor der mittleren und neueren Geschichte an Treitschke's Stelle 
nach Kiel berufen, Secretär der Gesellschaft fiir schleswig^holstein-lauenb. 
Geschichte, Director des historischen Seminars, dessen £mchtung er mit 
A. V. Gutschmid beantragte, war auch Mitglied der kirchlichen Gemeinde- 
vertretung Kiels, seine Gesundheit blieb schwankend; als er zur Theü- 
nahme an der Versammlung der hansischen Geschichtsforscher nach 
Bremen gereist war, erlag er dort einer Lungenentzündung am 31. Mai 
18 74, Abends 10^^ Uhr. Seine l^eiche ward im Familienbegräbniss zu 
Nienburg am 2. Juni beigesetzt, — Nekrolog im „Hamb. Correspon- 



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TTsfngei*. 883 

denten" 1874 vom 10. Juni (unter Kiel) und daraus iti der „Kieler 

Zeitung" von demselben Dato, A.>Nr., femer in letzterem Blatt vom 

19. Juni, M.'Nr. (v. Weinhold). 

Die dänischen Annalen und Chroniken des Mittelalters untersucht. 
Hannover 1861. 8^ 

Gab aus dem Nachlass von S. Hirsch heraus Jahrbücher des deut- 
schen Reichs unter Heinrich II. Berlin 1862. 8**. 

Kurze Geschichte des Freiheitskrieges von 1813. Zur rechten 
Würdigung der wahren Bedeutung dieser Kämpfe. Coburg, Streits, 
1863. 8". 

Deutsch-dänische Geschichte von 1189 — 1227. Berlin 1863. 8^, 

Napoleon , der rheinische und der nordische Bund. (Aus den 
preussischen Jahrbüchern.) Berlin 1865. 8". 

Forschungen zur Lex Saxonum. Berlin 1867. 8^'. 

Das Königthum der Ottonen und Salier. Rede zur Feier des 
Königs-Geburtstages 22. März 1870. Kiel 1870. 4". 

Dcutschlaiul in der französischen Zeit. (Aus den preussischen Jahr* 
büchern.) Berlin 1870. 8". 

Die Grenze zwischen Deutschland und Frankreich. Eine historische 
Skizze. Berlin, Mittler, 1870. 8». 

Redigirte : Zeitschrift der Gesellschart iür die Geschichte der Herzog- 
thümer Schleswig, Holstein und Lauenhurg B. 1, Kiel 18 70, B. 2, 
daselbst 1872, B. 3 und 4, das. 18 73. Darin von ihm ausser 
kleineren Artikeln und Jahresberichten B. 1, S. 1 — 16: Dcakschrill 
über die schlesw.-holstein-lauenb. Gesellschaft für vaterländische Ge- 
schichte, Sl 17 — 19: Commission zur Errichtung von Gedenkstmnen 
in Schleswig, Holstein und Lauenburg (auch separat); B. 2, S. 1 — 41 : 
Uebmicht der territorialen und staatsrechüidien Entwickelung Nord- 
albingiens, S. 42 — 53: VVariner und Wagrier, S. 350—371: Zur 
Quellen-Literatur für schleswig-holsteinische Geschichte; B. 3, S. l 
bis 21 und S. 437 und 473: Das Schassiannm ; S. 134 f.: Vom 
Kieler Umschlag des Jahres 1 528; S. 329 — 39 1: Uwe Jens Lornsen; 
S. 451 t.: Denkschritt über Quelienpublicationen zur Geschichte der 
Stadt Kiel; B. 4, S. 172 f.: In Sachen Lornsens ; S. 391: Legende 
von einem gottseligen Mönch. Ausserdem aus seinem Nachlass in 
B. 6, Kiel 1876, S. 210 i« : Bedenken gegen das Privilegium Lothars 
fiir Neumünster, Hamburger Urkundenbuch CLL 

Gab heraus Band 4 der Quellensammlung der Gesellschaft für 
schlesw.- holst. «lauenb. Geschichte: Scriptores minores rerum Slesvico> 
Holtsatensium, Kiel 1875« Darin von ihm die auch separat ge* 
druckten P>eiträge S. 1 f.: Officium sancti Kanuti ducis u. S. 73 
Visio Godeschald. 



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VmAng ^ Vftleiitlii«r* 



Nach seinem Tode: Die Anfänge dw deutschen Geschichte. Hannover, 
Hahn, 187 5. 8^ 

Ausser den bereits angirfohrten Beiträgen noch weitere in den 

preussischen Jahrbüchern, u. a. B. 28, H. 2, Aug. 1871, 
S. 160 178: Die Anfänge der Hansa in ihrem historischen Zu- 
sammenhangf» ; — in den Jahrbüchern für die Landeskunde 
der Herzogthumcr Schleswig, Holstein und i^auenburg ü. 10: Das 
gräflich Schauenburgischc Archiv . ~ Schrieb ein Vorwort und I^bens- 
skizze des Verfassers lu Knochenhauers Geschichte Thüringens zur 
Zeit der ersten I^andgrafen, Gotha 1871. 

*üssillg, Werner Jasper Andreas, geb. 4. März 1818 in 
Kopenhagen, Sohn des Comtoirchefs Ussing im Kopenh. Magistrat, be- 
suchte die Metropolitanschule und die Kopenhagoner Universität, machte 
1838 das Jurist. Examen, 1841 Volontär in der dänischen Canzlei, 1846 
Cansellist, 1847 Assessor im Landesobergericht in Wiborg, 1843 Mtt^ied 
der Reichsversammlung fttr den 5. Wahlkreis des Amtes Wiborg, welchen 
Kreis er später bis 1853 auch im Folkething vertrat, bestand das für 
schleswig*sche Juristen deraeit angeordnete Eaamen, wurde 1854 Mitglied 
des Appellationsgerichts in Flensburg, 1864 entlassen, in demselben Jahr 
Assessor im dänisclien Höchsten-Gcricht, 18 66 vom König gewählter 
Landthingsmann, 1873 Director der Nationalbank, wonach es ihm ge- 
stattet wurde, den Posten im Höchstcn-( Bericht aut/Aigeben mit der Kr- 
laubniss in denselben wieder einzutreten, wenn er es bei eintretender 
Vacanz wünschen könnte, seit 1871 auch Vorsitzender bei den juristischen 
Examina, sdt 1862 R. v. D. und seit 187 7 D.-M., S.Juli 1879 £hren- 
doclor der rechts- und staatswissenschaftlichen Fakultät der Kopenhagens 
Universität b« Gel^enheit des 400j. Jubiläums der Univttsität. — 
S. Levnedsbeskrivelser af de ved KjObenhavns Universitets 400« Aaarsfest 
promoverede Doctorer og Licentiater, Kbh. 1879, S. 60 — 61. 

Von den a. o. a. O. genannten K:hriftstdlerisdien Arbeiten fallen 
keine in die Zeit seiner amtlichen Thätigkeit beim Flensburger 
Obelgericht. 



TT. 

2238) Valeiltilier, Adolf, geboren 4. Juli 1803 auf I utterkamp, 

wo sein Vater damals Pächter nach Erslew (Suppl. B. 3, S. 528 f.) 

1834 Mitglied und 1846 Präsident der aweiten Ackex1>au*Commission der 



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YatentliMr. 



I 



dänischen Landhaushalt-GeseUschaft, 1858, 1862 und 1865 MUglied der 

GeseUschafts-CoRiniission und 1856 der Commission für Repräsentation 

des Ackerbaues der dänischen Monarchie in Paris, inzwischen 6. October 

1854 R. V. D., 12. Februar 1860 Etatsrath, nach 1866 gestorben (?) 

Noch von ihm: Lommebog lor Landmaend 1857 ff. Kjöbenhavn 
1857 — 1860. 4. Udg. durchges. von Hannemann. Das« 1862« 
5. Udg. 1866 u. 8. w. 

Landbroget med saarligt Hensyn tü Forpagteren. Dets Theori og 
Praxis i Grundtraefe fremstiUet for den vordende I^dmand. Rbh. 
1859. 2. OpL 1864. 

Peter Icommer paa Land^. En Fortadling fbr Bondestanden. 
1.— 3. Afdeling. Kbh. 1860. 8^ — Vergl. Valentiner daröber in 
„Dagbladet" 1860, Nr, 59, 122, 128 Bil. (Auch mk dem Titel: 
Fortaellingen om Peter, som kom ud paa Landet og Sjmtes saa godt 

om T.andlivct, at han bosatte sig der.) 

Hvürledes Hans tandt Guld her hjemme. En Fortaelling for Bonde- 
standen. Das. 1861. 8^ 

Foredrag holdt i Landbohöiskoletoreningen. (Trykt som Mscpt.) 
Das. 1861. 8^ 

Kunne vore nuvaeiende Forpagtingsforhold tÜfredsstÜte de Fordiinger 
som af fremadskiidende Agerbr. maa gjöre (auch in Tidsskrift for 
Landoek.}. Kjöbenh. 1861. 8^ (Nicht im Buchhandel.) 

Et Foredrag holdt i Kjabenhavus Amts Landboforenings Discussions- 
möde den 23. November 1864. (Tiykt som Mscpt.) Das. 1864. 8^ 

Diverse Beiträge, von Erslew a. o. a. O. aufgefllhzt, 2U „Tids« 
skrift for Landoekonomie^', zu Berlingske Tidende, zu 

I inrL "'s Bcrctning om den 4., 5. danske LandmjEnds-Forsammling 
1852, 1854 (auch in der deutschen Uebersetzung dieser Berichte), 
in Ugo skrift for Landmaend, Almanak for 1858, 1860, zu 
Illustreret Tidende, zur Zeitschrift für deutsche Land- 
wirt he" (z. B. 1859 April: Die Entwicklung der Landwirthschaft 
in 1 Dänemark). 

2240) Valeiliiiior, Christian August, geb. 28. Juli 1815 in 
Flensburg — — am 1. December 1864 (hinter welchem Datum im 
Hauptwerk die Worte Pastor in Tyrstrup und Hjemdrup zu streichen) 
interimistisch das Hauptpastorat an der St. Nikolaikirche in Flensburg 
verwaltend, am 10. Mai 1865 Pastor in Tyrstrup und Hjemdiup, seit 
18. December 1870 Pastor in Alt-Hadeisleben, auch Ftopst, und da- 
neben Director des nordschleswig^schen Predigerseminais. 

Noch von ihm in „Worte der Erinnerung an Harald v. Neergaard*\ 
1868, S. 37->45: Parentation. 



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d36 Valentlner. 

Von der sub Nr. 5 im Hauptwerk angeführten Schrift erschien eine 
dänische Ucbersetzung: Underviisningsjrlan tilligenied eo Fortegnc)se 
Over LcEremidlpr for Almueskolen. Haderslev 1872. 8". — Revidirt. 

2141) Taleiltilier, Dorothea Sophie Friederike Georgine, 

geb. Volquards, geb. 1826, Tochter des Hiirgermeisters Volquards in 

Krempe und Wittwe des Pastoren Karl Heinr. Christ. Valentiner (Nr. 2249 

im Hanptweric) — — soll in den 60 er Jahren gestorben sein« 

Von den Charakterbildern und Gruppen aus der Cultur- und 
Uteraturgeschichte des 18. und 19. Jahrhunderts erschien 2. (Titel-) 
Ausgabe Main«, Kunze, 186 5. 2. (3.) Aufl. Das. 1868. Die s. Nr. l 
im Hauptwerk angeführte Schrill wurde von Charlotte Jacobsen in's 
Dänische übersetzt s. t.: Pigebörns Opdragelse og Undervüsning. 
KjöbenhaxTi 1859. 

224$) Valentioer, Friedrich Peter, geb. 2. November 1817 

2U Pronstorl, Sohn von Valentin Adrian V. fNr. 2250 im Hauptweilc} 

— — sdt 23. September 1869 Klosterprediger in Preetz. 

Noch von ihm ausser weiteren Beiträgen zn theologischen Fach- 
Zeitschriften: Das heilige Land, wie es war und wie es ist Für 
Kirche, Schule und Haus. Mit Karte in fol. Kiel, Schröder & Co., 
iS68. 8". 

Noch einmal das heilige Land, wie es war und wie es ist« Preetz 1 88 U 8^ 

2244) Valentiner, Friedrich Wilhelm, geb. 25. Aug. 1807 
in Kiel — — später Archidiakonus an der Thomas- Kirche in Leipzig. 

2345) Valentiner, Georg Iheodiir, geb. 31. Mai 1820 zn 
Pronstorf, Bruder von Friedrich Peter V. (Nr. 2243) — (ieh. Sanitäts- 
rath, auch H(jfrath, starb in Pyrmont, wo er Badearzt war, 12. No> 
vember 1877, 

Von der s, Nr. 8 im Hauptwerk angcHihrten Schrift: Pyrmont für 
Kurgäste und Freunde geschildert, erschien 3. Aufl. Berlin, Reimer, 
1876. 8^ 

Noch von ihm: 11) (ieschichtc, Einrichtung und therapeutische 
Bedeutung des Pyrinonter Stahlbadcs. Berlin, Weber, isr.8. 8'^ 

1 2) Redigirte das von Baumann, Camerer, Diruf mitbearbeitete 
Handbuch der allgemeinen und speciellen Balneotherapie. 2. Aufl. 
Berlin, C. Keimer, 1876. 

2249) Valentiner^ K.arl Heinrich Christian, geb. 23. Feb. 

1812 in Schleswig — gestorben in Stuttgart 2t. November 1844. 

Von ihm noch: Reliquien, im Morgenblatt für gebildete 
Leser, Stuttgart 1845, Nr. 1*71. 



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Val«iitiner. 



837 



* Valeiitiiier, Karl Wilhelm Friedrich Johannes, geboren 
22, Februar 1845 in Eckemförde, Sohn des vorhergenannten Pastoren 
Fr. W. V. (Nr. 2244} nnd der Catharina geb. Fromm, seit dem 9. Jahre 
mit den Eltern in Leipsdg, wo er die ThomaS'Schtile (Directoren Stall- 
baum und Krauer) bis 1863 besuchte, stndirte dann vorwiegend Mathematik 
und Astronomie in Berlin, wo er 18. Juni 1869 zum Dr. phfl. promovirt 
wurde, später Observator an der Sternwarte in leiden, nachher an der 
grossherzogl. Sternwarte in Karlsruhe, Professor. S. die vita hinter der 
unten angci'. Inaug.-Diss. 

Ausser zalilreichen l^eitnigen zu den „astronomischen Nachrichten" : 
Determinatio orbitae Comctae V. anni 1863. Diss« inaug. Berohni 
1869. (Calvary ^ Co. 1870.) 4®. 

Beitrige nur kürzesten und zweckmässigstcn Behandlung geographischer 
Ortsbestimmungen. Mit HOl&tafeln* Leipzig, Engelmann, 1869. 8^ 
Stellte an und gab heraus: Astronomische Beobachtungen auf der 
grosshenoglichen Sternwarte zu Mannheim Abtli. 3 : Mikrometrische 
Ausmessung von Sternhaufen. Karlsruhe 187 9. 4'\ 

Astronomische Bilder. Mit 4 Tafeln und 125 in den Text ge- 
druckten Abbildungen. Leipzig, Weber, 1881. gr. 8®. 

In „Wissen der Gegenwart", Leipzig, Prag, Tempsky, Heft 27, 
1884: Die Kometen und Meteore allgemein fasshch dargestellt. 

In den Verötfentlichungen der grossherzogl. Sternwarte m ivarlsruhe 
1884: Beobachtungen am Meridiankreise. 

22 5 1 ) Valentiner, Wilhelm, geb. 9. iebruar 1830 in Neu- 
stadt — — noch 1872 Privatdocent der Balneologie und iialneotherapie 
in Berlin, Brunnenarzt zu Über-Salzbrimn in Schlesien. 

Von der s. Nr. 3 im Hauptwerk angetuhrten Schrill : Der Kurort 
Ober-Salzbrunn in Schlesien, geschildert ftir Kurgäste (1. Autt. Berlin, 
A. Hirschwakl 1865j ers(-hi«n 2, Aufl. Daselbst 1 87 7. 8^ 

Noch von ihm Untersuchungen zur Pathologie und pathologischen 
Statistik der Krankheiten der Respirationsorgane. (Aus der Berliner 
klinischen Wochenschrift.) Berlin, Hirschwald, 1867. 8^. 

Die Heilang der Longen-Krankheiten chronischen Verlaufs zu Ober^ 
Salsbmnn in Schlesien 1869. 8^. (Nicht im Buchhandel.) 
- Die Kronenquelle zu Ober-Salzbruun und ihre wissenschaftliche Ver- 
tretung; Reclame oder Studium? Ein ofienes Schreiben an Hrn. Prof. 
Dr. Gscheidlen zu Breslau. Wiesbaden, Kreidel, 1883. 8". 

* Valentiner, Wilhelm, geb. 8. Mai 1805 in Flensburg, Sohn 
von Georg Wilhelm V. (Nr. 2246 im Hauptwerk), 1834 in Kiel Dr. med., 
dann Arzt in Flensburg, wo er 2. Mai 1883 starb* 

Seine Ihaug.-Di8s. war nicht zu eruirän. 

89 



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888 



Valentiiidr — VemiiAii«. 



2252} Talentiiieri Wilhelm Heinrich, geb. im December 
1806 zu Kiel, gestorben duelbst als Physicus 22, December 1856. . 

Die Inaug. - Diss. NonnnUa de exanthematibus exhibens wird in 

Callison's medicinischem Schrift8telleF>Le)dkon B, 20, S, 24 als (183 i 
in Kiel) gedruckt aufgeführt« 

2253) Talett, Johann Jacob Mono* Ueber ihn vergU nun 
noch I^xikon der Hamb. Schriftsteller B. 7, S. 482 — 486. 

*Yalm^'> Altred de, d. i. Julius Htillde, welchen vergl. 

*Vedeli Emil, geb. 30. August 1824 zu Söbysögaard, in Kopen- 
hagen gebildet, absolvirte Hai 1852 das rechtswissenschaftliche Ejcatnen 
für das Henogthum Schleswig, 3. Jnni s, J. Gevollmttchtigter im ersten 
Departement des schlesw. Ministeriums, 6. October s. J. SecretSr, hielt 
vom Mai 1853 bis Herbst 1854 an der Kopenhagener Universität Vor« 
lesungcn über scUeswigsches Recht, 5. Mai 1853 Bffreanchef im' ersten 
Departement des schleswig'schen Ministeriums, 3. November s. J. Kammer- 
junker. 19. November 1854 Mitglied des Appellationsgerichts tiir das 
Herzngthuin Schleswig, 1856 committirt bei dem k. Commissar der 
Schleswig' sehen Ständeversammlung, Nov. 1856 constituirLcr, Aug. 1858 
festangestellter Chef des 1. Departements des schleswig'schen Miiusteriums 
bis 28. October 1864, 1. Januar 1859 R. v. D., nach 1864 zuerst Mit- 
glied der Commission betr. die Incorporation der abgetretenen scKleswig- 
sehen Districte, dann, 5* Febr. 1866, Amtmann in Bomholm. — Veigl. 
firslew Suppl. III, S. 553 — 555. 

Hierher gehört: Den slesvigske Privatrets almindeHge Deel. 
Kbh. 1857. 8* 

2260) Vendt, Friedrich Wilhelm, geb. 13. December 1807 
in Glückstadt — noch Rechtsanwalt in Rendsburg, feierte 6. Nov. 1885 
seine goldene Hochzeit. 

2261) Venty Hans Lorenz Andreas, geb. 10. April 1785 zu 
Hademarschen — — wo er auch, 94 Jahr alt, 22. April 1879 starb. 

2263) Vergnumn» Ernst Friedrich, gob. 14. JuÜ 1814 in 
Tönning — — trat 1868 als erster Consistorialrath in das nenerrichtete 

evangelisch-lutherische Consistorium der Provinz ein, starb 2. Aug. 187 3. 

Von der s. Nr. 10 im Hauptwerk angeführten Sciirill „Der Gottes- 
tisch" u. s. w. erschien 3. Aufl. 1874. Von dem von ihm lieraus- 
gegebenen „ Sonntagsboten erschienen Jahrg. 17 bis Jahrg. 22, 
Itzehoe 1868-1873. 4^ 



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VmiuftBii r- Vieth. 



Noch von ihm: 16) Timm Thode. Mittheilungen über sein leUlcs 
Leben^ahr. 2 Auflagen. Itzehoe 1868, Auch in dänischer Uebersetung. 
Sonderburg in deins. Jahr. 8^ 

17) Die 10 Gebote nebst der ErUäning Dr. Luthers ausgelegt. 
Itzehoe, Nusser, 1870. 8^ 

18) Das KrankenbetL Betrachtungen über Blatth. 9, 1—8. Aus 
dem Sonntagsboten. Das* 1871. 8^ 

Nach seinem Tode veröffentlidit: 19) Das Haus. ZwOlf Betrachtangen. 
iCiel« Homann, 1874. 8<». S. Itiehoer Nachrichten 1874, Nr. 62. 
2. Aufl. 1876. 

20) HausthUren und Hersensthüien. Eine Erzählung. Itzehoe, 
Nusser, 1874. 8«. 

21) Chiistfiches Festbächlein. Kiel, Homann, 1876 (1875). 8^ 
S. lUehoer Nachrichten 1875, Nr. 146, Kieler Zeitung vom 
19. December 1875. 

2264) Yersmann, Georg Hermann, geb. 1806 in Tönning 
— — starb in Blankenese, wo er als Arzt praktisirte, 30. Aug. 1885 
im 78. Lebensjahre. 

2266) Vester, Peter Johann Gustav, geb. in Wöhrden — 
Arzt in Heide (1868 nach dem Plrovinzialhandbuch nicht mehr). 

^Vett« Funk Johannes Emil, geb. 18. September 1835 zu 
Bahrenfeld, Krchsp. Ottensen, als Theologe Ostern 1855 (mit dem 2. Char. 
m. s. r. A.) ezaminirt, 12. September 1864, antretend 11. December, 

Pastor am St, Johannis-Kloster in Schleswig, fungirte während des tVan- 
zösischen Kriegs 18 70/71 als Militargeistlicher, wurde 21. November 
1871 Pastor an der Jacobi-Kirche in Hamburg. — Vcrgl. ausser Michler's 
Verzeichniss der 1860 — 1869 im schlesw.-holst. Amtsexamen bestandonoo 
Theologen das I^xikon der Hamb. Schriftsteller B. 7, S. 494. 

AntritUpredigt am 16. Februar 1872 gehalten. Hamburg 1872. 8^ 

2267) Tlborgy Erik Nissen. Vergl. noch Erslew Suppl. B. 3, 
& 603. 

2268) Vieth, Johann Friedrich August, geb. 7. März 1816 
zu Seedorf am Schallsee, wo sein Vater Prediger, besuchte die Dom- 
schule in Ratzebnrg von Mich. 1832 — 1837, bezog, um Theologie zu 

Studiren, im October 1837 die Universität Bonn, später Berlin, darauf 
Hauslehrer in Mecklenburg, 26. November 1843 Rcctor der Stadtschule 
in Ratzeburg, 1853 Ganiisonspredigcr und Diaconus an der Stadtkirche 
daselbst, dann Plarrer zu Cuddewörde, wo er 1. Februar 1866 starb. 

22* 



L.iyui<.LU Oy VjOOQle 



340 



Vineta — Vüiokers. 



*Viueta , Pseudonym für Wieiibary: , Ludolf, welchen vergl. 

2270) A'Öi^e, Adaiii, geb. 10. März 1828 in Lutterbeck, Propstei 
— — 18. Juni 186H I. Custos der Universitäts-Bibliothek in Kiel, zum 
November 18 7 5 Krankheits halber beurlaubt nach Davos, 187 6 pensionirt, 
starb 12. Juli 1880 in Stein in der Propstei bei seiner Schwester« 

227 ia) TdlekerSt Friedrich Ludwig Philipp, geboren in 
Wunstoii; (Ratzeburg?) — ^ Arzt in Leasahn seit 1S29, auch Aimenaizt 
in den grossheraoglichen FideicommissgÜt^, trat im Juni 1875 mit 
Pension in den Ruhestand und siedelte nach Eutin Über. 

*Voelckers, C, während der 70er Jahre im Vorstande des 
wagnsch. landwirthschaftlichen Vereins zu Lensahn. 

Von ihm die Berichte aus der Versammlung des wagrif5chen land- 
wirthschaftlichen Vereins zu Lensahn 187 X, 22» April, I.Juli, 24. No- 
vember, Oldenburg. 8°. 

2272) Ydlekers, Karl, geb. 28. MSxz 1836 m Lensahn, Sohn 

von Friedr. Ludw. Phil. V. (Nr. 2271a) 9. April 1873 oidentl. 

Professor der Augenheilkunde in Kiel. 

Noch von ihm: Mit Victor Hensen; Experimentaluntersuchung über 
den Mechanismus der Accommodation. Mit 7 Kupierst. Kiel, Schwers, 
1868. 8». 

In (iraetTe's Archiv t^ür Ophthalmologie Jahrg. 19, 1873, 
Abth. 1, S. 156 — 162 (mit Hensen); Ueber die Accommodations- 
Bewegung der Chorioidea im Auge des Menschen, Affen und der 
Katze; in Langenbecks Archiv für klinische Chirurgie 
6. 4, Berlin 1863, S. 574: Zur Statistik der Amputationen und 
Resectionen aus der Kieler chirurgischen Klinik; in den Mit- 
theilungen des Vereins schleswig-holsteinischer Aerzto Heft 6, 
1877, S. 107 f.: Zur Diagnose des Glaucoms (grauer St aar), Heft 7, 
1879, S. 33 ff.: Zur Therapie der scrophulösen Keratitis* 

2272a) TdkkerSy Karl Philipp Jodocus, geb. 1811 in Eutin 
(nicht in Wunstorf, auch nicht, wie in CaUisen*s medidnischem Schriftsteller* 
Lexikon B. 33, S. 165 steht, in Oldenburg) — Dr. med. & chir. 
1835 in Wtirzburg, bestend 1836 in Kiel das mcdicinische Staatsexamen, 

zuerst praktischer Arzt in Lauenburg, dann und noch Arzt, sowie bald 

auch Physicus in Ratzeburg, auch Inhaber des R. A.-O. 4. Cl., feierte 

im Aug. 1885 sein 50 j. Doctor-Jubiläum und erhielt den Kr.-O. 3. Cl. 

Die Tnaug.-Diss. hat den Titel: Die Wahrnehmung des Räumlichen 
durch den Gesichtssinn. VVürzburg 1835. 8^. 



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Voelkner — VogeL 



841 



* Voelkner, A. S. Louis, geb. 51. Mai 1845 in Halle, wo er 

die lateinische Hauptschule der Frankc'schen Stiftung und die Universität 

besuchte, 1868 Dr. med. et chir. das., später Arzt in Husum (?). 

Ueber die Kxarticulation des Oberschenkels im Hüftgelenk. Inaug,- 
Diss. HaUe 1868. 8". 

* Vogel, H. C, geb. in Creield, Sohn des Geographen Karl V. 

(f 15. November 1862) und Bruder des Afirika -Reisenden Eduard V. 

(ermordet 8. Februar 1856 in Wadai), studirte vorwiegend Mathematik, 

Physik und Astronomie, IS 70 Dr. philos. in Jena, Assistent an der Stern» 

warte in Leipag, darnach Director der Privat-Stemwarte in Bothkamp, 

siedelte zum 1. Juli 1874 nach Berlin Über als Director des bei Potsdam 

neu 2U errichtenden a^ophysikalischen Instituts. 

Beobachtungen von Nebelflecken und Sternhaufen, deren Declinationen 
zwischen 9** 50' und 15*^ 30' gelegen sind. Inaug.-Diss. Jena 1870. 8*^. 

Gab heraus: Beobachtungen, angestellt auf der Sternwarte des 
Kammerherm v. Bülow-Bothkamp Heft 1 , 2. Leipzig, Engelmann, 
1872 — 1874. (Heft 3 von Osw. Lohse, welchen vergl.) 

Untersuchungen über die Spectra der Planeten. Eine von der 
k. Gesellschaft der Wissenschaften zu Kopenhagen gekrOnte Pteis- 
schrift. Leipzig, f^gelmann, 1874. gr. 8**. 

Der Sternhaufen x Persei, beobachtet am 8zOUigen Refiractor der 
Leipziger Sternwarte in den Jahren 1867 — 1870. Nebst 2 lithogr. 
Tafeln. Leipzig, Engelmann, 1878. 4^ 

Untersuchungen über das Sonnenspectrum und Beobachtungen des 

grossen Cometen von 1881, Comet III, 1881 in: Publicationen des 
astrophysikalisrhcn Observatoriums zu Potsdam B. 1, Potsdam 1878 

bis 188 2, Sh-k-k 3 und 8. 

Unser l^lanetensystem und die Planeten, in ,/iemeinnützige Vorträge 
und Abhandlungen", Berlin, Janke, 1881, Nr. 4. 

Mit G. Müller : Spectroskopische Beobaclitungen der Sterne bis ein- 
schliesslich 7. 5. (Jrösse in der Zone von — 1" bis -J- 20" Declination, 
in den Publicationen des astrophysikalischen Observatoriums zu Potsdam 
B. 3, St. 13, Potsdam (Leipzig) 1883. 

Beiträge zu Fachzeitschriften u. a. in den Berichten der 
mathem.-physik. Classe der sächsischen Gesellschaft der Wissen* 
Schäften B. 23, 1871, S. 285 fi.: Untersuchungen über das Spectrum 
des Nordlichts, S. 635 ff.: Resultate spectralanalytischer Untersuchungen 
an Gestirnen, B. 24, 1872, S. 135 ff.: Ueber die Absorption der 
chemisch wirksamen Strahlen in der Atmosphäre der Sonne; B. 25, 
1873, S. 538 f.: Ueber ein Spectroskop zur B< obachtung licht- 
schwacher Sterne, und einige damit ausgetührte Beobachtungen. 



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84ä 



Y^fgkt — VollMlir. 



2273) Yoght^ Kaspar Heinrich. Ueber ihn veigl. nun noch 
Lexikon der Hamb. Schriftsteller B. 7, S. 501 — 507, 

*Toget9 Hermann, geb. nm 1840 in Bremen, Sohn eines Küper- 
meisters, besachte die Volksschule, bildete sich aber privatim Beissig 
weiter aus, erst Pharmacent, hOrte auch philosophische und literar- 
geschichtliche Vorlesungen, wandte sich der Journalistik zu, war zur Zeit 
des schleswig-holsteinischen Krieges 1864 Redacteur der Itzehoer Nach- 
richten und Kriegsberichterstatter, redigirte 1866 das Feuilleton der 
„Frankfurter Zeitung", 1870 Kriegsberichterstatter, nahm seit 1872 als 
Redacteur des Neuen Wiener Frerndenblattes bei der dortigen Presse eine 
einflussreiche Stellung ein. starb 5. Juni 1883. — Ein von ihm selbst 
vor dem Tode verfasster Nekrolog aus dem Wiener Fremdenblatt in der 
Kieler Zeitung 1883, Nn 9437 und in anderen Blättern. — Vergl. 
ausserdem Brümmer^s deutsches Dichter-Leadkon B. 2, 454. 

Die Stedinger. Dramatisches Gedicht. Bremen, Geisler in Comm., 
1860. B\ 

Liebe und Leben, Schauspiel in 5 Aufzügen mit Vorspiel. Ham- 
burg, Richter, 1864. 8^ 

Versöhnt Schauspiel in 4 AuMgen. Wien, Rosner, 1878. 8^. 

*To^, Friedrich Hermann Trangott, geb. ll.Märs 1851 

in Greifswald, Sohn des Consistorialraths und Professors Karl V. das., be- 
suchte dg,s Creifswalder Gymnasium von Ostern 1859 bis Mich. 1868, 
studirte (zuerst Theologie, dann heimische Sprachen und später Germanistik; 
in Greifswald, Tübingen und wieder Creifswald, wurde 187 3 in Leipzig 
zum Dr. phil. promovirt, Privatdocent der (iermanistik in Greifswald, kam 
zum Sommer 1885 an Pfeiffer'« Stelle als Prof. der Germanistik nach Kiel. 
Ausser diversen Beiträgen zu Fachzeitschriften : Die Letanie. Inaug.« 

Diss. (Abdruck aus den Beiträgen zur Geschichte der deutschen 

Sprache und Literatur B. 1.) Halle 1873. 8*. 

Leben und laichten der deutschen Spielleute im Mittelalter. Vortrag, 
gehalten im wissenschalllichen Verein zu (keifswald am 29. Novbr. 
1875. Malle, Lippert^sche Buchh., 1876. 8". 

Deutsche Dichtungen von Salomou und JMarkolf. B. 1 : Salmann und 
MoroH. Halle 1880. 8«. 

2275) Yolbehr, Friedrich Ludwig Christian, geb. 3. JaÜ 

1819 in Kiel red^;itte das „Kieler Wochenblatt'' bis 1. Äprfl 

1869 und wieder vom 1. Juli 1872 bis 1. Juli 1878; blieb Vorstands- 
mitglied (SchrÜtltthrer) der Privat-Blindenanstalt in Kiel bis zu deren Um> 



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Voibehr. 



343 



Wandlung in die Provinzialblindcnanstalt daselbst am 1. Januar 1876; 
gründete dänn mit den bisherigen Vc^rstandsmitglicdern den „ Landes- 
verein zur Fürsorge fiir die aus der l*rüvinziaM5]indenanstalt entlassenen, 
selbstständig gewordenen lilinden^', dessen Vorstands-Mitglied er bis jetzt 
ist; war von 1862 — 1876 Mitglied des „!>andesausschusses fiir den Hau 
eines neuen Univenitätsgebäudes'' als Schriftführer and seit 1873 auch 
mit der gesanimten GeschftftsleitaDg betraut, erhielt bd Einweihung des 
Universitätsgebäudes am 24. October 1876 den königlichen Kron^orden 
4* Q. und seitens des akademischen Senats hon. c, eine nene Mabikel 
als akadem. Bürger „per tempus vitae"; ist seit 1860 Schrififührer und 
daeu seit 1870 ständiger Geschäftsführer und stellvertretender Vor^tzender 
des schlesw.-holst. Kunstvereins; gründete 187 5 die „Gesellschaft für 
Kieler Stadtgeschichte" und die mit derselben verbundene Kieler Stadt- 
BiblioLlick" und ist noch jetzt gesc.hKftsleitendcs Vorstandsmitglied und 
Redacteur der „Mittheilungeo'' i war 1879 — 1881 Schiedsmann des Kieler 
Schiedsamts 1. 

Noch von ihm: 19) Verzeichniss der gegenwärtig in Schleswig- 
Holstein angestellten und zur Anstellung berechtigten Geistlichen, 
welche nicht das schlesw.-holst. Amtsexamen bestanden haben. Kiel, 
£. Homann, 1869. gr. 4«. 

:?0/21) Vierter Bericht über die Privat-Blindenanstalt in Kiel, 
1872. Fünfter (Schluss-) Bericht über die Privat-Blindenanstalt 1862 
bis 187S. Mit 1 Ansicht und 4 Plänen der Provinzial-Rlindcnanstalt. 
Zugleich als Autruf zur Fürsorge für die Blinden nach ihrem Austritt 
aus der Blindenanstalt. Kiel 187 7. 8^ 

22) Berichte über die Wirksamkeit des schlesw.-holst. Knnstverdns 
zu Kiel, 1870—1885. Kiel. 8". (Im Jahrgang 1882: „Rede ZUr 
Feier des 25 jährigen Bestehens der Kunsthalle zu Kiel.) 

23) Die Galerii; der Kunsthallf zr. Kiel (mit biographischen An- 
gaben ttber die Künstler). Kiel 1872, 1875, 1877, 1882. 8". 

24) Ausstellwig von Gemälden und Sktdptnren schlesw.-holst. Künstler, 
mr Erinnerung an das 25,^hiige Bestehen der Kunsthalle in Kiel, 
31. Juli bis 21* Angust 1882. (Mit biographischen Angaben über 
1 34 Künstler und einer Uebersicht derjenigen bekannten schlesw.-holst. 
Künstler (64), die nicht in der Ausstellung vertreten sind.) Kiel 
1882. S\ 

25) Die (reistlichkeit der holsteinischen Gencralsnpcrintendentur von 
1848 bis 187 1. Kiel 18 72. 'Steht auch im 2. Bde. der „Zeitschrift 
Air die Gesch. d. Uerzogthumer'' 1872.) 



L.iyui<.LU Oy VjOOQle 



844 



Volbelir. 



26) Die Einweihttiigsfeier des neuen Univeniüitsgebäudes sn iÜel, 
24. bis 26. October 1876. Mit 2 lithogr. Abbildungen. Kiel 1876. S\ 

27) Beiträge zur Geschichte der Christian-AIbrechts-Univenität : Die 
drei Universitätsgebäude von 1665. 1768, 187 6. Die Frequenz der 
Universität von 1665 bis 1876. Mit 4 lithogr. Abbildungen. Kiel 
1876. 8«. 

28) Die Kieler adeligen Freihäusnr. ( Krstes Heft der Mittheilungeu 
der Gesellschaft für Kieler Stadtgest hkhto.) Kiol 1877. 8". 

29) Das theologische Amts-Kxamcii in Schloswig-Iiolstcin während 
seines ersten Jahrhunderts, 1778 — 1877. Kiel 1878. 8". (Auch 
in kilnerer Fassung in Zeitschr. tOt die Geschichte der Herzogthümer 
B. I, 1870.) 

30) Zur Geschichte der ehemaligen Kieler Stadtdörfer. (Zweites 

Heft der Mittheilungen für Kieler Stadtgeschichte.) Kiel 1879. (Steht 
auch im 4. Bd. der Zeitschr. d. Ges. f. Gesch. d. Herzogthümer 1873.) 

? I ) Beiträge zur Topographie der Stadt Kiel in den letzten drei 
Jahrhunderten. Erste Hällle : Schloss und Altstadt. Mit 3 Lithographien. 
(Drittes und viertes Heft der Mittheilungen d. Ges. U Kieler Stadt- 
gesdiichte.) Kiel 1881. 

3 2) Die Geistlichen der evange], • luth. Landeskirche Schleswig- 
Holsteins. (Im 12. Bd. der Zeitschr. d. Ges. f. Gesch. d. Hersog- 
thümer.) Kiel 1882. 8". 

33) Kieler Prediger-Geschichte seit der Reformation. (Sechstes Heft 
d. Mittheilnngen d. Ges. f. Kieler Stad^schichte.) Kiel 1884. 8^ 

34) Gustav Ferdinand Thaulow. (Separatabdruck aus der Chronik 
der Universität für das Jahr 1884—85.) Kiel 1885. 8". 

35) Zur Geschichte von Rath und Bürgerschaft. Zur Geschirhtr 
des Zunftwesens in Schleswig-Holstein 1615— .^4. (Siebentes Heft 
d. Mittheilungen der Ges. f. Kieler Stadtgeschichte.) Kiel 1886. 8^. 

In Jahrbücher für die Landeskunde der Herzogthümer 
Schleswig, Holstein und Laiienburg B. X (Kiel 1869): Eigenthüm- 
liehe Lebensläufe theologischer Candidaten. — In Zeitschr. f. d. 
Geschichte der Herzogthümer .Schleswig, Holstein und Lauenburg 
B. 1 (Kiel 1870:) Ein Aktenstück zur Geschichte der Bierbrauerei 
in Kiel. — B. 3 (Kiel 1873): Zur Geschichte des Herzogs Karl 
Friedrich. — Spedes facti und was sich anno 1724 mit Einlegung 
eines Stückes Wachs in A. Glindemann^s selig. Frau Saige Merkwürdiges 
zugetragen. — Von Raden und Böten. — Adelige Häuser in Kiel. 

— Die Einsetzung des Statthalters im holst.-gottorp. Gebiet 1763. 

— Die Ucibcrtragung des holst.-gottorp. Gebiets an den König von 
Dänemark am 17. November 1773. — B. 4 (Kiel 1873): Amtsrolle 
der Fischerzunft in Neustadt. — Die seit der Reformation einge- 
gangenen und neu errichteten Pfarrämter in Schleswig-Holstein. — 
Zur Geschichte des ehemaligen Landgebiets der Stadt KieL — 



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Volbebr. M 

Nahrnngsschatz m Kiel. — Rangordnungen in Schleswig und Holstein. 
— B. 6 (Kiel 1876): Maria Juliana Franiceo, Icaiserlich geicrönte 
Poetin. — B. 11 (Kiel 1881): Eine Krämeirolle. — B. 12 (Kiel 1882): 
Die CSeisÜichen der evangcHsch-Infherischen Landeskiiche Schleswig- 
Holsteins. — In Chronik der Uni versität z u Kiel fiir 1879/80: 
f Dr. Henning Ratjen; — für 1882/83 : l'eberblick über die Frequenz 
der Universität vom Wintersemester 1800/01 bis Snmmersemester 
1883. Nebst einer graphischen Darstellung ; — für 1883/84: Ueber- 
blick über die Immatrikulationen an der Christian-Albrechts-Üniversität 
von ihrer (kündung bis zum Wintersemester 1883. Nebst einer 
graphischen Darstellung; — für 1884/85 : f Gustav Ferdinand Thaulow. 
Ffequenz der mediciniscben Fakultät der Chnstian-Albrechts-Universität 
1863/64 bis 1885. Nebst einer graphischen Darstellung« — In „Die 
Gedächtmssfeier für Claus Harms*\ Kiel 1878: Einleitung und An- 
sprache bei Enthüllung der Gedenktafel. — In „Kieler Zeitung** 
seit 1873 viele Beiträge zur Geschichte Kiels und der Universität, 
sowie zur kirchlichen Statistik Schleswig-Holsteins ; femer Nekrologe 
und biogra])hische Mittheilungen. U. a. : „Erinnerungen eines alten 
Kielers'^ (1874, Nr. 4275 nnd 77; 1875, Nr. 4356, 58, 60; 
4425 , 27, 75, 76; 4695; 4703; 4811, 83, 87, 89); „Kiel 
vor 100 Jahren'^ (187 5, Nr. 4630, 32, 34, 36, 38, 40, 42, 
44; 4839); „Strafrechtspflege durch den Kieler Magistrat im 15. 
und 16. Jahrhundert** (1876, Nr. 4990, 92, 94, 96); „Schleswig- 
Holsteinische Künsder** (1874, Nr. 4087, Nr. 4235, 55; 1875 
Nr. 4325, 47, 86, 4431, 4531, 33, 61, 62, 4627; 1877, Nr. 5929, 
6001; 1878, Nr. 6209, 47, 83; 1882, Nr. 9072), In „It«ehoer 
Nachrichten^^ zahlreiche grössere Artikel zur Universitätsgeschichte, 
schlcsw.-holst. Kirchcngeschichte etc. — In dem von P. Chr. Hansen 
herausgeg. „Schleswig-Holstein, seine Wohlfahrtsbostrcbungen u. s. w." 
Kiel 1882, S. 540 f.: Die Gesellschail freiwilliger Armenfreunde in 
Kiel. — Revidirt. 

2277) Yolbehr, Johann Christian Heinrich, geb. 25. Dec. 
1824 in Kiel Michaelis 1870 Subrector an der Schleswiger Dom- 
schule, Mitglied der Prüfungscommission fUr einjährig Freiwillige, Decbr. 
1878 (TStu]ar-)P!rofefl8or, Michaelis 1883 erster Oberlehrer an derselben 
Doinschule. 

Ueber Ev. Johannes Cap. 14, im Osterprogranun des Haderslebener 
Gymnashims 1869. 4^ 

*VoIbelir, Johann Friedrich Otto, geb. 16. Juli 1854 in 
F'.Irnshorn, Sohn von Friedr. IakIw. Christ. V. (Nr. 227 5), besuchte Ims 
1873 das (iymnasium in Kiel, studirte daselbst Medicin, bestand 1881 
das medicinische Staatsexamen, 23. December 1882 zum Dr. med. 



L.iyui<.LU Oy VjOOQle 



•4t VoUbebT *^ VoUbrecht. 

daa. promoTirt, war vom Januar 1881 bis Augnit 1882 AseiBteiUEant der 
chimiguchen Poliklinik und des Kinderhospitals in Kiel, dann am Laaams- 
Ktankenhans in Berlin, sowie im k. EntUndungs-Institut zu Dresden, seit 
1885 praktischer Arzt in Rendsburg, seit 1. September 1885 Arat an 

clor k. StrafanäiaU daselbst. 

Beitrag zur Kenntniss der I)ij)htheritis und Tracheotoinie. Statistik 
über 93- Diphtheritis-Falie und o65 Tracheotomien in dem i/azarus- 
Krankenhause zu Berlin 1874 bis 1. November 1882. Inaug.-Diss. 
Kiel 1882. 8^ 

In dem von P. Chr. Hansen herausgug. „Schleswig-Holstein, 
seine Wohl&hrtsbestrebungen u. s* w." S. 555 f.: Die akademischen 
HeQanstalten in Kiel, S. 582 f.: Das Mutterhaus zur Ausbildung von 
Krankenpflegerinnen nebst Kinderhospital. ■— Ausserdem viellache 
Artikel in der Kieler Zeitung Jahrg. 1877—1880. — Revidirt. 

2278) ToUbehr^ Eduard-Gottfried Christian, geb. 29. Mai 
1817 in Kiel — erhieft 18. Januar 1876 den R. A.-0. 4 OL, starb 

nach seinem Abgange vom Directorat des Glückstädter Gymnasiums 

12. Juli 1882 in Kiel. — (Verheir. mit Friederike geb. VViedebusch, 

t 13. October 1869.) 

Die sub Nr. 7 im Hauptwerk angeführte Abhandlung de Ocdipi 
Enripidei fragmentis, im Oster -Progr. des Glückstädter Gymnasiums 
1861 (nicht 1860). 4^ 

* Vollbrecht, (Jeorg Friedrich Wilhelm, geb. im Jum 1845 
zu KJausthal, wo sein Vater Gymnasiallehrer (CoUaborator), besuchte das 
Gymnasium das., dann das Progymnasium zu Ottemdorf, zuletzt das Dom- 
gymnasium in Verden, studirte von Ostern 1867 bis in den Sommer 
1872 Claas. Philologie in Göttingen, mit Unterbrechung von Mich. 1867 
bis 1868 als einjährig Freiwilliger und 1870/71 als Cümbattant im 
Kriege, bestand im Juli 1872 zu Güttingen sein Staatsexamen, versah im 
August und September 1872 eine vakante Lehrerstelle am Gymnasium in 
Aurich, kam Mich« 1872 an das Lyceum II in Hannover und von dort 
später als Gymnasiallehrer ans Gymnasium in Ratzeburg, October 1878 
Oberlehrer das. 

De Xenophuntis Hellenicis in epitomen non coacüs. (Progr. des 
Lyceums II.) Hannover 1874. 4^ 

Zur Würdigung und Erklärung von Xenuphons Anabasis, im Ratze- 
burger Gymnasial-Progr. 1880. 4^. 

In Fleckeisens Jahrbüchern für Philologie B. 1 12, 187 5. Heft 2: 
Ree. über Sciiune, Griechische, römische, deutsche Sagen iur dca 



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V«UertMft — Vom. 947 

Unterricht in den unteren Ciassen, B. 118, Heft 7: Anzeige von 

VVarscIiaLicr's Ucbungsbuch. 

* Yo Herlsen , (i e o r g Heinrich, geb. in Etkernförde, besuchte 
das Gymnasium in Schleswig, studiite l'hilologie in Kiel, I^eipzig, Jena 
und wieder Kiel, wu er 1880 eum Dr. phü. promovirt wurde, dann 
Lehrer am Meldorrer Gymnaauin. 

Quaflsdoniini Catonianarom capita duo, Diss* inaug. Kiliae 1880. 8*^. 

2281) Tolqnardgen, Carsten Redlef, geb. 10. November 

1824 xn Aventoft im Amte Toodem — — wnrde Krankheks halber 

seit Michaelis 1873 als Oberlehrer der Schleswiger Domschule durch 

einen HiUfslehrer vertreten, starb in Schleswig 25. Februar 1875. 

Noch von ihm: 5) Piatons Theorie vom Mythus und seine Mythen, 
im Osterpiogr. der Schleswiger Domschule 1871. 4^. 

•Volqiiardsen , Christian August, geb. 6. Oclober 1840 in 
Hadcrslcbcn, Sohn von Peter V, (Nr. 2282 nn Hauptwerk), gebildet auf 
dem dortigen Gymnasium, studirte seit 1858 in Ko{)enhagen und Kiel, 
bestand 1866 im Schulamts- und Doctor-Examon in Kiel, (schon 1864) 
Lehrer am Haderslebener Gymnasium, 1868 am Gymnasium in Fots- 
dam, zu Ostern 1873 Professor der Geschichte in Kiel, au Michaelis 
1879 desgl. in G(Ktingen. — Vergl. Nomendator philologorum S. 598. 
Untersuchungen über die Quellen der griechischen und sidliKhen 
Geschichte bei Diodor Buch 16. Kiel 1868. 8<^. 

2285) YolqnartSy Friedrich Wilhelm, geb. In Tnttau 

noch Arzt in Gettorf. 

2286) Volqiiartgt Georg Friedrich Christian, geboren 
10. Februar 1804 zu Posthof, Krchsp. Raumort — — als Pastor in 
Wedel 7. Juli 1866 entlassen, dann . . . 

2288) Volqiiartz, Ernst Friedrich Wilhelio, geb. in Eutin 
— — war Inhaber U ? österr. Verd.-Kr. m. d. Kr., starb in Schleswig, 
wo er als Arzt j nktisirie, 7. April 1875. 

2287) Volquartz, Matthäus, geb. 1. Mai 1796 zu Witzworth 
Landschaft Eiderstedt - starb in Garding, wo er als Arzt prairtisirte, 
82 Jahr alt, 16. April 187 7. 

2290) ToS8, Detlef, geb. 10. Mai 1805 su Bischof in der 

Wilstermarsch gestorben nach 1849, vor 1853 in Altona (icommt 

wenigstens im Staatskalender von 1853 nicht mehr vor). 

Von ihm ist (anonym herausgegeben) noch: Das Cbmmissions- 
bedenken über die Successionsverhältnisse des Herzogthums Schleswig, 



818 



Voss — de Vrie«. 



die Kieler Kiitik desselben und K. Samwer^s staatsrechtliche Unter- 
suchung der Voigänge des Jahres 1721. Altona 1847. 8^ 

*To8ft, Käthe, s. Dieniann, Rosa. 

2291) VoNK, Ernestine. — Vergl. öber sie noch Bippen: 
„Eutiner Ski^/.cn" S. 312, und über S(>phus Abraham Voss (Nr. 2296) 
sowie Wilhelm Voss (Nr. 2297 im H;iu| twerk) daselbst S. 312. Briefe 
von ihr an Rudolf Abcken wurden mit erläuternden Anmerkungen von 
I ricdr. Polle im Trogr. des Vitzthum'schen Gymnasiuuis zu Dresden lö82 
und 1883 in 4** herausgegeben. 

*V088, J. C. Christian, geb. in Preetz, studiite 1861— 1867 

Mathematik und Naturwissenschaften, Ür. phil», Assistent am soologischen 

Museum in Kiel, seit Winter 1868/69 auch Privatdocent fUr Zoologie, 

1870 l^hrer am Lange*schen Institut in Hamburg, ging 1876 nach 

Brasilien, starb in Joinville, Prov. San Catharina in Brasilien, 27. Jan. 1879. 

Ueber das Visceralblatt des Peritoneums der Säugethiere, Inaug.- 
Diss., blieb ungedruckt — Was er an Beitraigen fttr Zeitschriften 
gelieleit haben soll, war nicht zu eruiren. 

2294) Voss, Johann Heinrich. — Vergl« Uber ihn u. m. a. 

nodi Herbstes Biographie, Bippen „Kutiner Skiszen*^ S. 139 f. 

•Voss, Klaus, geb. 10. April 1853 zn Hitzhusen bei Bramstedt, 
besuchte bis (istern 18 7 5 das Ciyinnabiuiü m Gliickst.ulL, studirtc Mathematik 
und Naturwissenschaften in Kiel, Leipzig, I:5erlin, wurde 1880 in Kiel 
zum Dr. phil. ((romovirt, lehret am GlUckstädter, im April 1886 am 
Husumer Gymnasium. 

Das Gleichgewicht des elastischen kreisringfiirmigen Balkens. Inang.- 

üiss. Kiel 1880. 

*de Vries, Jan Gustav, geb. 1850 in Kiel, Sohn des nach- 
folgenden Joh. Joach. de Vr. (Nr. 2299), verlebte einen Theil seiner 
Jugend in Kopenhagen, wo sein Vater angestellt war, besuchte die Gym- 
nasien in Flensburg und Schleswig bis Infich. 1871, studiite Median in 
Kiel und Berlin, absolvhte 6. Februar 1877 in Kiel das Staatsexamen 
und wurde «im Eh. med. promovirt, Arst in Sonderburg. 

Ueber das Indican im Harn und seine diagnostische Bedeutung. 
Inaug.-Diss. Kiel 1877. 4^ 

2299) de Vries, Johann Joachim, geb. 18. Juni 1810 in 

Flensburg — — starb in Schleswig, wo er Oberrevisor in der Landes- 
Regierung war, 9. December 1869. 



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WmUioIs — Waeker. 



348 



•Waehholz, Adolf Friedrich, geb. T.August 1855 in Eutin, 

wo er bis Ostern 1874 das Gymnasium besuchte, studirte Philologie in 

Kiel, Leipzig und wieder in Kiel, wo er 187 8 zum Ih. plulos. promovirt 

wurde, 1880 wissensc luiftliclu'r Hiilfslehrcr ain Rendsburger Realgymnasium. 

De litis instrumentis in Demosthrnis quae fertur oratione in Macar- 
tatum. Diss. inaug. Kiliae 1878. 4**. 

*Wachs, Hans Heinrich Wilhelm Ernst August, geboren 

1822 zu Breitenbach am Herzberg, Kx. Ziegenhain, Rgsbz. Kassel, studirte 

Median nnd wurde 1856 in Marbuig snm Dr. med. promovirt, war 

1848 — 51 IMtäHMTzt in schleswigoholsteinischen Diensten, ging nach 

Wiederherstellung des dänischen R^mes nach Südamerika, von wo er 

1853 snrttckkehrte, erwarb das Gut Hanerau, wurde 1873 im 13* schlesw.« 

holst. Wahlbezirk zum Abgeordneten für den Landtag gewählt, im Jan. 

1874 im 4. Reichstagswahlkreis desgl. zum Reiclistag, auch Provinzial- 

landtags-Abgeordneter und vom Provinziallandtag erwählter Stellvertreter 

zur Deputation für das Heimathswesen. 

Skizzen aus der militär-äiztlichen Laufbahn in Brasilien. Inaug,- 
Diss. Marburg 1856. 8". 

*Waeh8i Ludwig Otto, geb. in Hanerau, studirte Medicin, 
1868 Dr* med. in Bifaiburg, Arzt in Hanerau, das er im Sommer 1885 
verlioss und nach Pisa in Italien Übersiedelte* 

Das Codein. Inaug.-Diss. Marburg 1868. 8^ 

*WaekPr, Peter Johann Georg Emil, geb. 16. Mai 1839 

in Cotzenhiill , studirte Theologie seit October 1860 in Kopenhagen, 

examinirt Ostern 1866 in Kiel (2. m. r. A.), 9. September 1866 ordin. 

Prädicant in Ketting, 30. Januar 1867 Pastor in Rinkeois, bis 1876, 

wo er an die Flensburger Diakonissen-Anstalt überging. 

Praediken over 2. Cor. 5, 14, holdt ved Missionsfesten i Christians- 
feld 10. Juni 1S72. Udgiv. af Tractatfureningen i Christiansfeld. 

Christiansfeld (1872). 8". 

Giebt heraus: Kiriceligt S(}ndagsblad. Aarg. 2 — 14. Haderslev 

1874—1886. 

Giebt seit 1877 das Correspondenzblatt der evangelisch>lutherischen 
Diakonissenanstalt in Flensburg heraus. 



^ed by CjQQQle 



T. Wackerbarth — Waitz. 



In dem von P. Chr. Hansen henuisgegebenen Sclileswig-Holstaiti, 
seine Wohlfahrtsbestrebangen, Kiel S. 586 f.: Die evangelisdi- 

Itttfaeiische Diakonissen-Anstalt in Flensburg. 

2302) T* Wackerbarthf August Joseph Ludwig. — Ueber 

ihn vefgl. n. a. nun noch Lexikon der Hamburgischen Schriftsteller B. 7, 

S. 536—538. 

•Waechter, August E. W. C-, geb. in Gudow in Lauenburg« 

studirte Medicin in Kiel, München und wurde in München 187 5 zum 

Dr. med. promovirt, Arzt in Altona. 

Ueber enfiph3^ematische Fäulniss abgestorbener Früchte und Physo- 
metra. Inaug.-Diss. München 1875. 8^ 

*VVaff6ner, Johann Daniel, geb. 23. Mai 1743 zu Berghcim 
in Waldeck, gestorben 25. Februar 1836 in Hamburg. (L. & Sehr. Ii, 
S. 679, wo seiner gedacht ist, weil er sich im Anfang dieses Jahr- 
hunderts in Altona aufhielt.) - Vergl. Uber ihn nun noch das Lexikon 
Hamb. Schriaateller B. 7, S. 549^551. 

2305) Wagner, Carsten, geb. 1815 in Albersdorf starb 

XU Darenwurth, Kichsp. Landen, wo er Lehrer, 31. Män 1866. 

Noch als Pseudonym Julius v. Chalyts diverse Gedichte im Itsehoer 
und im Rendsburger Wochenblatt. 

2304) Wagü^r , Hermann, geb. in Schleswig — — starb in 
Schwabstedt, wo er 40 Jahre Caiiü^r und Lehrer war, 3. October 1884. 
Unter seinen Schülern wurde eine Sammlung fUr Errichtung eines Denk- 
mals veranstaltet. 

2307) WaitSy Georg, geboren 9. October 1813 in Flensbuig 
— kam zu Klich. 1842 an Michelsen*s Stelle als ordentl. [nicht erst 
als ausserordentl.*)] Professor der Geschichte nach Kiel, nahm 1846 und 

1847 an den Germanisten -Versammlungen in Frankflut a, M. und in 
Lübeck theil — die Professur in GOttingen, für die er SU Ostern 

1848 berufen war, trat er zu Michaelis 1849 an, — 1860 Dr. jur. h. c. 
in Berlin, — — erhielt 18. Januar 1873 den Kr.-O. 3. Cl., feierte im 
August 1874 ein 25 jähriges Jubiläum der von ihm gestideten historisrhen 
Ucbungen in Göttingen und wurde bei der Gelegenheit von der Universität 



*) Diese Notiz im Hauptwerk ist nacli den Vorlesungen-Verzeichnissen der 
betr. Jahre, worin er unter den anderen Prof. (U-r philos. Facullflt .tufi^fz'thlt ist, 
wie nach Wuttke'.t Jahrb. dt-r deutschen Universitäteu für den Sommer 1842, wonach 
er in Micheben's Stelle kam, irrig. 



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zum ür. theol. h. c. ernannt; im September dess. Jahres Geh. Regierungs- 
fathf 1875 lesendes Mitglied der Akademie der Wissenschailen in Berlin 
und Vorsitzender der Comniission für die Herausgabe der MonumenU 
Gennamca, Anftng Juni 1885 xum stimmfähigen Ritter des Ordens ponr 
le meiita für Wissenschaft und Kunst ernannt, im April 1886 Bfitglied 
'des Coiatoriums für die k. Bibliothek in Berlin, starb in Berlin um 
1 17^ Uhr in der Nacht des 24./25. Mai 188«. ^ (Von 5 überlebenden 
Söhnen war Georg bei dem Tode des Vaters Hauptmann der Artillerie, 
Heinrich (in Göttingen geborenj Ar^t in Hamburg, Friedrich Amtsrichter 
in CJsterholz bei Bremen, Eberhard Pastor in Hanno%*er und Johannes 
stud. in Kiel.) — Ausser zahlreichen Nekrologen in Tagesl)lättem, u. a. 
nach der Vossischen Zeitung in der Kieler Zeitung Nr. 11 249 vnm 
27. Mai 1886, M.-N., von H. Sybel in der Kölner Zeitung vom 28. Mai 
dess, Jahres, vergl. über ihn noch Bomträger*s SchhftsleUer - Lexikon 
s« V. In der Sitzung der Akademie der Wissenschaften in Berlin vom 
1. Juli 1886 hielt Wattenbach auf ihn die Geditchtnissiede. 

Von der 2. Aufl* der deutschen Veriassungsgeschichte, deren erster 
Band Kiel, TTomann, }^C^S erschien (s. im Hauptwerk) kam Band 2 
das. 1870 heraus. (Angezeigt von dem Verf. in den Oöttinger ge- 
lehrten Anzeigen 1870, S. 1408 f.) B. 3 das. 1883, B. 4 das. 1885; 
dann 3. Aufl. von B. 1 und B. 2, Abth. l, 2 das. 1880—82. B. 5 
bis 8 auch mit dem Titel: Die deutsche Reiciisverfassung von der 
Mitte des 9. bis zur Mitte des 12. Jahrhunderts. B, 1—4. Daselbst 
187 4--- 1878. 8^ (Veigl. die Anzeigen in den Gottinger gelehrten 
Anzeigen 1874, 5. 1384, 1875, S. 961, 1876, S. 65.) Die unter 
Nr. 28 angef. Broschüre: Das Recht des Herzogs Friedrich von 
Schleswig-Holstein, Gättingen 1863, erschien in wiederholter Auflage, 
auch dänisch unter dem Titel: Frederik VIII, Hertug af Slesvig- 
Holsten s. 1. & a. (1863). — Von der Nr. 26 angefiihrten Schrift: 
Deutsche Kaiser von Karl dem Grossen bis Maximilian erschien eine 
neue Auflage oder Bearbeitung in B. 4 der deutschen National- 
bibliothek, Berlin, München, Ackermann, 1873. 

Noch von ihm in den Abhandlungen der Gesellschaft 
der Wissenschaften zu Göttingen, histor. - phüol. Classe, 
35) B. 14, 1868/69, s. 3—92: Des Jordanus von Osnabrück Buch 
über das römische Reich. 

36) B. IS, 1870, S. 3-86: Das Caimen de hello Saxomco. 
(Auch separat. Göttingen, Dietrich, 1870. 4^) Vergl. die Selbst- 
anseige darüber in den Gitttinger gelehrten Anzeigen 1870, & 1201. 



L.iyui<.LU Oy VjOOQle 



37) B. 18, 1873, S. 3—92: Die Formen der deutschen Königs- 
und der römisGlien Kaiser-Krönung vom 10. bis zum 12. Jahrhundert. 
(Auch separat. Göttingen, Dietrich, 1873. 4^) 

38) Besorgte von J. C. DaMmann^s Quellenkunde der deutschen 
Gescluchte 3. Aufl.: Quellen und Bearbeitungen der deutschen Ge- 
schichte. Götdngen, Dietrich, 1869. 5. Aufl. 1884. 8". Selbst-. 

anzeige darüber in den Göttinger gelehrten Anzeigen von 1869, 
S. 1804 und 1805 und von 1884, S. 289 f. 

39) Urkunden 2ur deutschen Verfassung^geschicbte im 11. und 
12. Jahrhundert. Mit Anhang über Freien- und Schöfiengnt Kiel, 
Homann, 1871. 8^ Vergl. die Selbstanzeige in Göttinger gelehrten 
Anzeigen 1871, S. 1311 f. 

40) Göttinger Historiker von Köhler bis Dahlmann, Vortrag, in 
„Göttinger Professoren, Beitrag zur Cultur- und Literatuigeschichte'', 

Gotha, 1872, S. 231 f. 

41) Gab heraus: Carolinen^ Briefe an ihre Geschwister, ihre Tochter 
Auguste u. s. w. B. 1, 2. Leipzig, Hirzel, 1871. 8°. S. Göttinger 
gelehrten Anzeigen 1871, S. 899 f. 

42) Caroline und ihre Freunde. Mittheilungen aus Briefen. Das. 
1872. 8«. 

43) Von den Monumenta Gcrmaniae historica, deren Band 23 in 
fol. 18 74 noch von Portz herausgegeben war, erschien mit VVaitz' 
Vorwort, lirsgeg. von der Gesellschaft, B. 24 im Jahre 1879 und die 
folgenden, darunter auch noch 1882 T. 13 der scriptorum, bis B. 27 
bis zum Jahre 1885. Von den in 4" erschienenen Monumenta, zum 
Theü ebenfalls von Waits bevorwortet, erschienen von 1877 — 1885 

. auctores antiquissimi 7 Bände, deutsche Chroniken der 2. Band, ausser- 
dem 1. Band eipistolae saec. 13. im Jahre 1883, sowie scriptores 
rerum Merovingiomm 1. Band 1884/85, 2 Bände Capitularia und 
libri confraternitatum und 2 Bände der poetae latini medii aevi. 
(Vergl. die Anzeigen von VVaitz über diese Puhlicationen in den 
Göttinger gelehrten Anzeigen 1877, S. 404, 1878, S. 545, 1879, 
S. 576 — 602, S. 1409—1427, 1881, S. 225 f.; 1882, S. 161.) 

44) Chronica regia Coloniensis in: Scriptores rerum Germanicarum 
in usum scholarum. Hannover 1880, Angez. von Waits in Gött. 
gelehrten Anzeigen 1880, S. 545 i. 

45) Gab heraus die 4. AuH. von Einhard! v^ita Karoli magni, in 
denselben Scriptores. Das. in deins. J. Vergl. die Göttinger gel. 
Anzeigen 1880, S. 1345 f. 

46) Ueher eine alte Genealogie der Weifen, in und aus den Ab- 
handlungen der k. Akademie der Wissenschatten. Berlin , Dümmler, 
1881. 4^ 



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Waits. 363 

47) Receosoit Ottoms et Rahewini geata Friderici I. J. Edit. 2. in 
dea Scriptoras rerom Gennamcaruin in usum scholanun. Hannoverae 

1884. 8^ Vergl. Götdnger gelehrte Anseigen 1884, S. 1009 f. 

48) Friedrich Christoph Dahlmann* Gedächtnissrede, gehalten in 
der Aula der Univecsitttt Kiel am 13. Mai 1885. Kiel, Univ.-Bchh., 

1885. 8». 

Beiträge noch zu den, von der historischen Commission der 
bayerischen Akademie der Wissenschaften herausgegebenen, von ihm, 
wie unter Nr. 24 im Hauptwerk bemerkt, mitredigirten Forschungen 
zur deutschen Cieschichte, u. a. B. 1, S. 533 f.: lieber die 
Merkerschen Formeln, R. 2, S. 385 f.: Ueber die pnncipes in der 
Germania des Tacitus, B. 3, S. 145: Fragment einer historia B'ran- 
corum und S. 147: Ueber den Beinamen „der Hammer", B. 4, 
S. 166 f. nnd S. 609: Eine spätere Erzählang über die Erhebung 
König Childerichs, B. 7, S. 20: Ueber Thietmar, B. 9: Ueber das 
VeihSltniss von Hrotnits gesta Oddonis zu Widukind, iB. 10, & 602: 
Ueber angebliche Benutzung von Tadtiis Germania im Mittelalter, 
B. 12, S. 447 und 667 : Wie weit erstreckte sich Bayern im 10. Jahr- 
hundert, B. 13, S. 489 f.: Der fränkische Campus Martius u. S. 494: 
Der Ursprung des sog. Spolienrechts, B. 14, 21: Die ersten 
säc hsischen Pfalzgratcn und S. 31: Ueber Zeit und lieimath der sog. 
constitutio de cxpeditione Romana, B. 16, S. 619: Formeln zu 
(iuttesurtheilen, B. 18, S. 181: Urkunden aus der karolingischen Zeit, 
S. 354: Eänhafd und die Annales Fuldenses, B. 20, S. 385: Ueber 
das Verhältniss der Annales Mettenses zu anderen Annalen, — Im 
Neuen Archiv der Gesellschaft für altere deutsche Geschichtsqnellen 
u. a. B. 9, 1884, S. 457 — 472 : Ueb^ den sog. Catalogus Cononianns 
der Päpste. — In den Nachrichten \ n der G e or g - Aug ust- 
Universität u. a. noch 1866, Nr. 18, S. 279— 293: Ueber Gotfrieds 
von Vitorbo Costa Friderici I, Nr. 19, S. 299 308: Ueber die sog. 
Annales < Hlcnhusani und die Annales Elwangenses, 1867, Nr. 1, 
S. 4: Ueber das speculum regum des Gotfried von Vitcrbo, 1869, 
S, 119 i. und b. 2 7 7 f. : Ueber das Alter der beiden ersten l'itel 
der lex Btyuvaiiorum , 1870, S. 302 f.: Ueber die Annalen von 
Lattich, Fosses und Lobbes, S. 481 f.: Ueber das sog. Chronicon 
Thuiingicum Viennense, 1871, S. 307 f.: Ueber fränkische Annalen 
aus dem Kloster St. Maximin, S. 367 f.: Ueber die handschriftliche . 
Ueberlieferung des Continuators Reginonis, S. 519 f.: Ueber die an- 
gebliche Handschrift des Sicardus Cremonensis in Modena, 1873, 
S. 587 f.: Ueber die Annales Sithiensis, 1874, S. 437 f.: Zur Kritik 
des Textes von Tacitus Germania, 187 5, S. 1 f.: Ueber die Annales 
Petaviani und MoscUani, S. 41 5 f. : Die Redaction der Lex Wisigotlioium 
von König Chindasuinth , 1876, S. 177 f. : Bericht über den 
3. Verwaltongs- Zeitraum der Widekind'schen Preisstiftung. — Noch 



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IM 



W«1«L 



in den Göttinger gelehrten Anzeigen folgand« Besprechungen 
und Anzeigen» 1866, S. 1001 — 1019; lieber Viveoots, zur Geschichte 
des Baseler Friedens, S. 1103 — 1112: Maarenbrecher, Karl V., 
S. 1161 — 1168: Wailly und Delislee, Recueil des historiens des 
Gaules, S. 1251 — 1262: Bigot, Histoire du royauine d'Austrasie etc., 
S. 1671 f.: Worsaae, den danske Erobring af England, S. 1841 f.: 
Engelhardt, Nydam Mosefund etc., 1867, S. 41 — 55: Stumpf Kaiser- 
urlroaden etc., S. 311 f.: Mücke, Albrecbt I. und Enneii, die Wahl 
des Königs Adolf v. Nassau, S. 354: Selbstanzeige seiner im Haupt- 
werk unter Nr* 34 angeiUhrten Schiift: die historischen Uebungen, 
S. 513 f.: Laspeyres^ Chronicon Slavicuo), 1868, S. 1^14: WUmans , 
Kaiserurkunden der Provinz Westfalen and Heinemann, Codex An- 
haltinus, S. 1561 f.: Cartulaire de Notre-Dame und Guigne, obitu- 
ariutn Lugdunensis ecclesiae, 1869, S. 141 — 155 : Weizsäcker, deutsche 
Reichstagsakten, S. 231 f.: Mabille, la Pancarte noire de Saint-Martin 
de Tours u. s. w., S. 361 — 375: v. Richthofen, zur Lex Saxonum, 

1570, S. 1781 — 1796: Scheffer-Boichorst, Annales Patherbrunnenses, 

1571, S, 1 — 10: Böhmer, acta imperii selecta, S. 171 f.: Lorenz, 
über das Chronicon Thuringicam Viennense, S. 399: Grimm's 
deutsches Wörterbuch, S. 1072 f.: Wolf, Geschichte der Archive zu 
Wien, 1872, S. 15—24: Piot, Cartulaire de l'abbaye de S. Tront etc., 
S. 466 f.: Ahrens, Tigislege etc., S. 749 f.: Beckmann, Forschungen 
zur Geschichte der Jungfrau von Orleans, S. 935 f.: van Hollebeke, 
Cartulaitt d' l'abbaye de S. Pierre de Leo, S. 1681 f.: Jansen, 
Uwe Jens Lurnsen, S. 1753 f.: Hennes, Fr. L. zu Stulberg, S. 1 7 7 7 f.: 
Friedländer, Codex traditionum Westfalicarum, S. 1841 f.: Sloet, 
Üorkondenboek der Graafschappen Gelre en Zutfen, 1873, S. 1 — 9: 
Dehaisnes, les annales de S. Bertin, S. 67 S f.: Grasilier, Cartulatres 
inedits de la Saintonge, S. 1641 U; Beer, die erste Theilung Polens, 
1874, S. 25: Richter, Annalen des frttnkischeD Reichs bis Pippin, 
S. 544 f : Ccniex diijlomaticus Cavensis, S. 602 f.: Joh. Smidt, ein 
Gedenkbuch, S. 637 f.: Monumenta Blidenstatensia, 1876, S. 161 f.: 
Neues Archiv der Gesellschaft für filtere deutsche Geschichtskunde 
B. 1, S. 1345 f, ; Asseburger Urkundenbuch , S. 1513 f: Dahn, 
Paulus Diakonus, 1879, S. 1249 f.: Schäfer, die Hansestädte und 
König Waldemar, 1880, S. 385 f.: Briefe von Benj. Constant, Görres 
u. a., S. 705: Röhricht, quinti belli sacri scriptores minores, 1881, 
S« 705 f.: Wetze], Translatio s. Alexandii und Meyer, die Fortsetzer 
Herrn, v. Reichenau, S. 929: Delaborde, dtude sur la chronique en 
prose de GuiUaume le Breton, 1882: Wegele, Geschichte der Uni- 
versität Würzburg. Ausserdem die an den resp. Stellen im Obigen 
angeführten Selbstanseigen« 

2309) Wald, Jasper, geb. 7. August 1805 in Flensburg 

in den 60 er Jahren ftfitbegrttnder des Vereins mr Ua Un s lQl au ng hOlfli- 

bedOtftiger Ptedigertöchter, starb 9. August 1877. 



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Walesrode 



355 



*Wald, Wilhelm, geb. 19. Januar 1846 zu Oranienburg, be- 
suchte die Gymnasien zu Prenzlau und zu Frankiurt a. O., von Mich. 
1861 bis dahin 1866 Alumnus des JoachimthaJ'schen Gymnasiums in 
Berlin« studirte bis Ostern 1870 in Berlin Philologie, Dr. phü. daselbst, 
von August 1871 bis Ostern 1873 Lehrer an einer Privatschale in Ham- 
bmg, nachdem er im Juni 1872 in Berlin dag Staatsexamen absolviit 
hatte, Ostern 1873/74 Ftobandus am Gymnasium zu Nen-Rnppin, Ostern 
1874 Lehier am Wandsbecker Gymnasium. 

Ueber Konrad den Dichter des deutschen Rolandsliedes, im Wands- 
becker Oster-Progr. 1879. 4^ 

Beiträge zur ältesten Geschichte Schleswig-Holsteins, im schlesw.- 
holst. Sonntagsblatt Jahrg. I (Kiel 1879). 

2310) Walesrode, Ludwig Reinhold, geb. 14. April 1810 
in Altona (nicht in Walesrode im Hannöver^schen)» Sohn des Musiken 
J, £. Cohen-Wilesrode, besuchte das Christianeum in AKona und besQg 
1832 die Universität München, wo er neben phOosophischen und philo- 
logischen Stadien besonders dem Studium antiker und moderner Kunst 
sich widmete, nahm 1835 eine Hauslehrerstelle in Danztg an, siedelte 
1837 nach Königsberg über, wo er an der KOnigsberger Zeitung arbeitete, 
und Vorlesungen über Zeitfragen hielt; wegen einiger dieser Vorlesungen 
wurde er criminell angeklagt und zu einer 1jährigen Festungshaft ver- 
urtheilt; wurde noch während der schwebenden Untersuchung 1850 zum 
Stadtverordneten in Königsberg g-ewählt, verliess Königsberg 1854, weil 
neue Untersuchungen gegen iim eingeleitet wurden, Hess sich in Hamburg 
nieder, von wo er 1863 nach Stuttgart übersiedelte, wo er noch lebt. 
— Vergl. Lexikon der Hamb» Schriftsteller B. 7, S. 564/65. Kürschner^s 
Utefatur-Kalender auf 1884. 

Von dem s. 8) im Hauptwerk angeführten : Der Storch von Norden- 
thal, erschien 2, Aufl. Stuttgart, Spemann, 1881. 

Noch von ihm: 12) Uebersetzte unter dem Ptoudonym £. Wagner 
Shakespeare^s Gedichte. Königsberg, Boll, 1840. 

13) (iab mit C. Volckhausen in Hamburg heraus; Der Kompass. 
Eine Wochenschrift zur Belehrung und Unterhaltung. Hamburg, 
N. 1—44, 4. Januar bis 25. October 1857. 8^ 

14) Friedrich Schiller und sein Volk. Festrede, gehalten 10. Nov. 
1859 im grossen Saale des BUrgervereins in Altona. Altona, Wendebom, 
1859. 8^ 

88* 



856 WaUiehfl — WaDrotli. 

15) Eine politische Todtenschau. Zur Geschichte der staatsrettendeti 
Aiuidiie iD Preossen. 2 Auflagen. Kiel 1859. 8^ (£rschien anonym.) 

16) Lose Blätter. Gesammelte Humoresken. Mit IHustiationen (in 
eingedruckten Holzschnitten) von W. Scholz. 1. Bdchen* Berlin, Hof« 

mann & Co., 1869. 8". 

17) Die schwäbische Industrie • AussteUung in Ulm. Illustrirt mit 

Vignetten von J. Schnorr wwA Ansichten ans Ulm und der Ausstellung 
nach photographischen Aufnalimen. Stuttgart, Grüninger, 1872. 8^. 

2311) Walliehs, Christian Adolf, geb. 13. Mai 1831 in 

Garding im Januar 1870 und im Herbst 1873 im 3. schlesw.- 

holstdn. Wahlbenrk zum Landtags>Abgeordneten, im Januar 1874 im 
3. Wahlkreis desgl. in den Reichstag gewählt, Januar 1877 (Titnlar-) 
Professor, 1882 Director des Rendsburger Realgymnasiums. 

2312) Wallichs, Friedrich Heddies, geb. 19. August 1796 
zu Witzworth, Landschaft Kidcrstedt — — feierte 4. Juni 187 5 seine 
goldene Hochzeit, Starb in Garding, wo er langjähriger Arzt war, im 
August 1879. 

2313) WalUcllBt Julius Peter Wilhelm, geb. 1829 in Garding 
— — 1874 const, Febr. 1875 fest angestellter Physicus in Altona, 
Januar 1878 Sanitätsrath. 

Noch von ihm u. a. in den Mittheilungen fiir den Verein schlesw.- 
holst. Aerzte H. 1, Kiel 1866: die provisorische Verordnung, betr. 
das Medidnalwesen vom 3. August 1865, H. 2, das. 1868: über 
die Grfindung einer äntüchen Wittwenkasse, H. 3: Medidnalreform 
und öffentliche GesundheitspOege , H. 6, 1877, S. 113 f.: über 
ärztliche Standesvertretung; ausserdem kleinere Beiträge z. B« H. 8, 
1881 und H. 9, 1883. 

2314) Wallrothi Anton Friedrich Christoph, geb. 3. Mai 
1803 in Eutin starb in Eutin 4. April 1876. 

Die sub 3) im Hauptwerk angeführte Schrift: Gedanken und Anlagen 
SU Predigten über Perikopen und andere Stellen der heil. Sehr, er- 
schien Oldenburg, G. Stalling, 1868. 

* Wallroth, Ernst EI. Th., geb. 29. Juli 1851 zu Oldenburg, 
Chnsslirrüogth. , Sohn des vorhergenannten (Nr. 2314), besuchte das 
Gymnasium in Eutin, studirte Theologie in Halle, Jena, Tübingen, Leipzig, 
Kiel, war Erzieher in Basel und Stockholm, bereiste Norwegen und Italien, 
Adjunct in Sülfeld bei Oldesloe, dann 3. Prediger in Eutin, seit Novbr. 
1880 Pastor in Ahrensbök. 



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WftltersdorC — Wftrbttrg. 



In den Ahrensböker Nachrichten; Geschichte der Karthause Aroes> 
büke und Geschichte des s})ätercn Amtes Ahrensbök. 

-317) WaltersdorfT, Ernst Friedrich, geb. im April 1755 
in Tündern — — gestorben 13. Üctober 1820. — Vergi. noch Eislew 
Snppl. B. 3, S. 535. 

^ Walther, Jens, geb. 1775 in Kolding, Kopenhagener Student, 
29. August 1806 Pastor za Asnses und 19. Decembei s. J. tn VaUekilde 
und Höive auf Seeland; 22, Sept. 1824 zu fiallom im Stifte Ripen, von 
wo er am 3« Juli 1827 nach Bjert, Propste! Hadersleben, kam, wo er 
27. April 1840 starb. — Vergl. Erslew m, S. 4S8/59{ Supfd. III, 
S« 537, wo einige Bdtrftge von ihm 2U Fallesen^s Theologisk Maaned- 
skrift IV und V angeführt sind. 

2318) Waltzel» Jürgüh August Gottfried, geb. 9. Februar 
1808 in Kiel — — starb in Sieck im September 187 7. 

2319) WailfJ^enheim , Fran^ i heodor, geb. 7. März 1805 
zu Fatersen bei Hannover; liess sich schon vor 1836 in Hamburg nieder, 
siedelte um 1842 nach Altona über, wo er an der Cholera 4. Üctober 
1849 (nicht 1848) starb. - Vergl. Lexikon der Hamb. Schnfisteller 
B. 7, S. 575. 

Von dem unter Nr. 8) aQgefiihrten Roman wird a. o. a. O. eine 
holländische Uebersetmng angemerkt unter dem Titeh De Joden 

dezer Keuw of de Booswicht zoo als er weinigett zyn. Amsterdam 
1835. 8^ Ausserdem noch: Die Auswanderer ,im Ohio. Clemens 
Gerke. Fiasco im Stadttheater zu Hamburg. Furore im Theater zu 
St. Pauli. Mit bengalischer Flamme beleuchtet. Hamburg 1837. 
8*". Auch eine dänische Uebersetzung der unter Nr, 4) angeführten 
Enählung unter dem Titel: De Sidste af Huset Stuart. Hnttniak 
Roman. Oversat ved J. H. Halvorsen. Kjöbenhavn 1838. 8^. Und 
noch : Des Seemanns Trenlieb. Ein Gedicht ftir SeefiEÜirer, Auswandeier 
und alle diejenigen, weldie dem Meere sich anvertrauen wollen» 
Hamburg 1846. 8^ 

^Wartmrg, Daniel Rudolph, geb. 8. August 1804 in Altona, 

Sohn des Kaufmanns Rüben Dan. W. und Sophia geb. Bondi, siedelte 

1815 mit seinen Eltern nach Hamburg ttber, wo or die Schule besuchte, 

studirte seit 1824 Medidn in Berlin, Halle, wo er 31. December 1827 

promovirte, liess sich nach längeren Reisen im Sommer 1829 als Arrt 

in Hamburg nieder, war Mitbegründer und langjähriger Präses und Leiter 
des hamburgischen Thierschutzvereins, feierte 1877 sein 50 jähr. Doctor- 
jubiläum und wurde bei der Gelegenheit Ehrenmitglied des ärztlichen 
Vereins in Hamburg. 

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' 358 Warborg — tob Warnstedt. j 

1) Tantamitus hntoriae elephantUuns pan I. Difi. ina^g. Halae 
1827. 8^ 

2) Das Abracadabra des 19. Jahrh. oder Hahnemann*« Homöopathie* 
Nach dem EngÜschen des Leo Wolf. Hambuig 1856. 8^ 

3) Jahresberichte des Hambnrgischen Vereiiis g^n Thierqtiäleiei 

Nr. 10, 12—18 über die Jahre 1852, 1854—1860, und diverse 
Jahresberichte des Hamb. Thierschutzvereins von Nr. 19, 1861, an. 

4) Die Hausthiere und ihre Behandlung, für die deutsche Jugend 
bearbeitet. Hamburg 1858. 2. Aufl. 1873. 

5) Fünfler Jahresbericht der Kieinkuiderbewahranstak in Hamburg 
von 1857. Das. 8^ 

6) Veronicabüchlein zu Nutz und Frommen gegmiwärtiger und zu- 
künftiger Veronicisten. Das. 1861. 1. Anhang, enthaltend die Ge- 
schichte der Veronica von 1862—1870. Das. 1870, S^. (Nicht im 

Buchhandel.) 

7) Bericht über den 2. internationalen Thierschutzcongress in Ham- 
burg vom Jahre 1862. Das. 1863. 8^ 

8) Versuch einer Geschichte des ärztlichen Vereins in Hamljurg. 
Festschrift zur 50 jährigen Jubelfeier des Vereins am 2. Januar 1866. 
Das. 1866. 8^ 

Diverse Auftätie, Abhandlmtgen, Recensionen, Lieder tu a. m. in 
mehreren Zeitschriften und Hamburgischen Blflttem, 

2Z20) Wurbarg, Moritz Wolf» geb. 18. Juni 1810 in Altona 

— 1848 — 50 Mitglied der SGfaIe6W**hoi8t Landesversammlung, seit 

1867 Landtags - Abgeordneter für den 8. WahlbeKirk Altona •Ottensen- 

Neumühlen bis 1885, im Mai 1875 Jusfizrath, längere Zeit im Vorstande 
der israeliUschen Gemeinde Altonas, sUrb in Altona 15. April 1886. — 
Vergl. Kieler Zeitung Nr. 11,186, A.-Nr., vom 16. April 1886. 

* Warnecke, Georg, geb. 13. November 1854 zu Uelzen, be- 
sudite daselbst die höhere Bürgerschule, dann das Johanneum in Lüne- 
burg, studirte vorwiegend Geschichte und Geogri^hie in Göttingen, wurde 
27. Män 1882 in Jena zum Dr« phil. promovht, von Mich. 1881 Hülls- 
lebrer an der Altonaer Realschide« 

Der 2. ROmersug Kaiser Karls IV. Inaug,-Diss. iiir Jena« Altona 
1881. 8<>. 

2322) TOn Warnstedt, Adolf Eduard Friedrich Johannes, 

geb. 9. Apiü 1813 sn Schleswig — siedelte sam 1. Apiil 1868 als 

Onator der Umverattät nach GOttingen fiber. 

Noch von ihm : 13) Die Strafimstaken von Glfidcstadt und der * 
Nenbaufonds. Recht^tachton. Kiel 1875. 8^ 



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von WiMTiurtedt — Wattenbaoh. 



860 



14) Zur Lehre von d§n Gemeinde- Verbänden. Kritische Beleuchtung 
des Rechtsstreits betr. die Glückstadter Strafanstalten und den Neubau- 
fonds. Hannover, Schmorl & Seefeld, 1878. 8^ 

2325) von Warnstedt, Karl Ludwig, geb. 11. Aug. 1808, 
ältester Bruder von Adolf Ed. Fr. Joh. v. VV. (Nr. 2322), studirte Jura 
in Berlin, Heidelberg, Kiel, — — Committirter des General-Zollkammer- 
und Connmerz - Collegiums — — Amtmann in Flensburg, wo er am 
16. Juni 1848 von der provisorischen Regierung entlassen wurde, Amt- 
mann in Steinhorst im Herzogthum Lauenburg, am 6. October 1866 auf 
Ansuchen mit Wartegeld entlassen, lebte 1867 in Meran in Tirol, starb 
in Plön 17. März 1868. — > VergL Hamb. Nacbncbten 1868 vom 
19. Män ond darnach Kieler Zeitung vom 22. M&a 1868. 

*Warr6ll8) Eduard, geb. 1826 in Altona von jüdischen Eltern 
(sein Vater hiess W. Arens), kam als Junger Mann nach Amerika, wo er 

Journalist und Sachwalter, von dort als amerikanischer Corisul nach Triest, 
von wo VT nach Wien übersiedelte, in Wien in der mannigfaltigsten Art 
pubHcistiscli th'itig, für den österreichischen Lloyd'', den ,, Botschafter", 
die alte „Presse", Begründer des „Tageblatts" und des als ofhciös be- 
zeichneten WochenbkUits, starb in Wien 5. Januar 1872. 

2328) Yon Wasmer, Friedrich August Theodor, geb. za 
Bienebeck ^ ^ 1875 Kieisphysicus in £ckenifi}rde, legte tum 1. Aug. 
1877 diese Stelle nieder, und sog nach Weimar. 

*Ton Wasmer, Karl Johann Christian, geb. 2. April 1848 
auf dem Hofe Holand im Schleswig'schen, besuchte bis Mich. 1867 das 
Rendsburger Gymnasium, studirte Medicin in Kiel und Bonn, wälirend 
des Kriegs 1870/71 Unterarzt in Stettin, dann wieder in Kiel, wo er 
1872 zum Dr. med. promovirt wurde, und zur Zeit als Arzt praktisirt. 

Beiträge zur Aetiologie und Therapie des Sarkoms. Inaug.-Diss. 

Kiel 1872. 4". 

*WaS8Uer, Karl Julius Heinrich, geb. 3. December 1859 
in Hadersleben, besuchte das Gymnasium daselbst bis Ostern 1878, 
studirte Philologie in Kiel, Bonn, Berlin und wieder Kiel, wurde daselbst 
1883 snm Dr. phil. promovirt. 

De heroum apud Graecos cultu diss. inaug. KiÜae 1883. 8^ 

•Wattenbach, Ernst Christian Wilhelm, geb. 22. Sept. 

1819 zu Ranzau in Holstein, Sohn des hamburgischen Kaufmanns und 
Camerarius Faul Christian VV. und der Caecilie geb. v. Henmogs, einer 



S80 



WattonbMih. 



Tochter des Amtmanns «i Plön, Kammerhenm Aug. v. Hennings, besuchte 
die Lübecker Schule, studirte dann besonders Geschichte va Boim, 
Güttingen und Berlin, wurde in Berlin zum Dr. phüos. promovirt 20. Juli 
1842 und sofort bei der Herausgabe der Monumenta Germanica be- 
schäftigt, 1855 Provinsial-Archivar in Breslau, 1862 Prof. der Geschichte 
in Heidelberg und 1873 in Berlin, seit \2. Deceraber 1862 correspon- 
direndes Mitglied des Vereins für Hainburgische Geschichte. — Vergl. 
Über ihn Lexikon der Hamb. Schrülsteller B. 7, S. 582 j „Daheim**, 
Leipzig 1875, Nr. 48. 

Ausser diversen Hcitr:ip:eri m Fach- und anderen Zeitschriften: 

1) De quadrigentorum Athems factiune diss. inaug. Berolioi, Besser, 

1842. 8«. 

2) Inhaltsverzeichnisse der 10 ersten Bände der Monumenta Germaniae 
ed. G. H. Pertx. Hannov. 1848. 8^ 

3) Beiträge zur Geschichte der christlichen Kirche tu Mähren und 
Böhmen. Wien, Gerold, 1849. 8<». 

4) Die österreichischen Freiheitsbriefe. Prüfung ihrer Echtheit und 
Forschungen über ihre Entstehung (aus Band 8 des Archivs für Kunde 
österreichischer Geschichtsquellen). Berlin, Ilertx in Comm., 1852. 8". 

5) Fassio Sanctorum coronatorum, aus einer Handschrift der herzig] . 
Bibliothek zu Gotha. Mit Nachwort von Karajan. (Aus Sitzungs« 
berichten der k. Akad. der Wissensch.) Wien, Gerold, 1853. 8". 

6) Gab heraus: Urkunden der Jviustcr Räuden und üimmeiwiz, der 
Dominicaner und Dominicanerinnen zu Ratibor, in Codex diplomat. 
^esiae B. 2. Breslau, Max & Co., 1859. Mit Colmar Grünhagen 
daselbst B. 5: Registrum St. Wenceslai. Uricunden vorzüglich zur 
Geschichte Oberschlesiens nach einem Copialbuche Herzogs Johann 
von Oppeln und Ratibor im Auszuge. Das. 1861. 4". 

7) Gab heraus : Monumenta Lubensia. Breslau, Max & Co., 1861. 4". 

8) Candela rhetcirirae. Eine Anleitung zum Briefstil aus Iglau. 
(Aus dem Archiv iiir Kunde österreichischer Geschichtsquellen.) Wien, 
Gerold Sohn, 1863. 8". 

9) Deutschlands Geschichtstiuellen im Mittelalter bis zur Mitte des 
13. Jahrhunderts. E^e von der Gesellschaft der Wissenschaften in 
Göttingen gekrönte Preisschrift. Berlin, Hertz, 1858. 2. Auft. 1866. 
3. Aufl. B. 1, 2. 1873/74. 4. Aufl. 1877/78. 5 Aufl. 1885/86. 8^ 

10) Ludwig Häusser. Em Vortrag. 26. März 1867. Heidelberg, 
Emmerling, 1867. 8^ 

11) Anleitung zur griechischen Palaeographie. Üfit 12 Schrilttafeln 
in fol. Leipzig, Hirzel, 1867. 2. Aufl. 1877. 4^ 

12) Algier, in Virchow*$ Sammlung gemeinverständticher wissen- 
schaftlicher Vorträge Serie 2, H. 35. Berlin 1867. 8*^. 



Weber. 



861 



13) Ninive und Babylon. 2 Vortrage. Heidelberg, Bassennann, 

1868. 8«. 

14) Anleitung zur lateinischen Palaeographie* Leipzig, Hiizel, 1869. 
2. Aufl. 1872. 3. Aufl. 1878. 4. Aufl. 1886. 4<*. 

15) Peter Ludor, der erste humanistische Lehrer in Heidelberg, 
Erfurt, Leipzig, Basel. Aus Zeitschrift B. 22 für die Geschichte d^ 
Oberrheins. Nebst Anhang sur Geschichte der Universität Leipdg« 
Karlsruhe 1869. 8^ 

16) Eine Ferienreise nach ^anien und Portugal. Berlin, Hertz, 

1869. 8". 

17) Bemerkungen zu einigen österreichischen Geschichts(iue]len. 
(Aus dem Archiv für Kunde österreichischer Geschichtsquellen.) Wien, 
Gerold Sohn, 1S70. 8". 

18) Üie Siebenbürger Saclisen. Vortrag. Heidelberg, Basser- 
mann, 1870. 

19) Das Schriftwesen im Mittelalter, l^ipzig, Hirzel, 1871. 2. Aull. 

1875. 8«. 

20) Mit Phil. JsM€ : Ecclesiae metropolitanae Coloniensis Codices 

manuscripti. Berolini, VVeidm., 1874. 4". 

2\) Stockhnhn. F,in Blick auf Schwedens Hauptstadt und Schwedens 
(beschichte. 'Vortrag im Berliner wissenschaftlichen Verein. Berlin, 
Hertz, 1875. 8". 

22^ Mit Karl Zangemeister: Exem|)la c( dii um latinorum litteris 
üiajuijcuüs scriptorum. 50 photolithographirte i afcln mit Text. Heidel- 
berg , Köster, 1876. Supplementum continens tab. 51 — 62. Mit 
Text. Das. 1879. ft>l. 

23) Geschichte des römischen Papstthums. Vorträge. BwHn, Hefts, 

1876. 8". 

24) Schrifttafeln zur Geschichte der griechischen Schrift und mm 
Studium der griechischen Paläographic. 20 photolithographirte Tafeln 
mit Text. Berlin, Weidmann, 1876. 2. Abtheilung. 20 Tafeln mit 
Text. Das. 1 87 7. fol. 2. Aufl. s. t.: Scripturae graecae specimina. 

Das. 1883. fol. 

25) Mit A. V. Velsen: Exempla codicum graecorum litteris tninusculis 
scriptorum. 50 Lichtdrucktafeln mit Text. Heidelberg, Köster, 
1878. fol. 

2331) Weber, Georg, geb. in Kiel, — — noch als praktischer 
Arzt in Kiel. 

Noch von ilim eine Uebersetzung der Lieder von P. J. von Beranger. 
Kiel, Lipsius u. Tischer, 1881. 8". 

* Weber, J. Leonhard, geb. 30. April 1848 in Rostock, be- 
suchte daselbst das Gymnasium, studirte Mathematik und iNaturwisscn- 
Schäften in Rostock, Heidelberg, im Kriege 1870 schwer verwundet, 



Weber - Wehle. 



tpUet wieder in Heidelbeig und LeifNdg, wo er eine Zeit Hxig an der 

Thomasschule unterrichtete, dann in Kiel Assistent am physQUilisclien 

Institut, 1877 tum Dr. phil. promovirt, Privatdocent daselbst, spätor 

ausserordentlicher Professor in Breslau. 

Untersuchungen Aber die Temperatur der Maadmaldicht^keit für 
destillirtes Wasser und Meetwasser. Inaug.-Diss. Kiel 1877. 4^« 

Kurven sur Berechnung der von künstlichen Lichtquellen indiärten 
Helligkeit. Berlm, Springer, 1885. 8<*. 

In den Schriften des naturwissenschaftlichen Vereins für Schleswig- 
Holstein B. 3, H. U Kiel 1878, S. 105 f.: Ueber die Anwendungen 
der Theorie des Potentials auf physikalische Probleme; das. H. 2, 

S. 99 — 124: Rerichte über Blitzschläge in der Provinz Schleswig- 
Holstein, (auch sc]iarat Kiel 1880). 2. Folge: B. 4, H. 1 , S. 3 -70. 
(Ebenfalls separat Kjel 1881.) 3. Folge: B. 4, H. 2, 3. 47 — 116. 
(Desgl. separat Kiel 1882.) 

2333) Weber, Otto, Schleswig-Holsteiner? 

Die angeführte ältere Gpsrhirhtr der Herzogthümer Schleswig und 
Holstein erschien in 4 Lieferungen Altona 1853/54 (nicht 185 7) und 
wird am Schlüsse als 1. Abtheilung einer Geschichte der Herzog- 
thümer bezeichnet, deren 2. Abtheilung unter dem Titel : Die Herzog- 
thümer Schleswig-Holstein vom B^hm der Kiicheoverbessening bis 
zom Ausgang des 18. Jahrhunderts, folgen sollte, aber nicht «rscfaien. 

* Wedeklnd, Otto, seit längeren, schon den 60er Jahren,' Rechts- 
anwalt und Notar in Altona, später auch beeidigter gerichtlicher Dolmetscher 

der englischen, französischen und dänischen Sprache und Syndicus des 
französischen Generalconsulats, im Jammr 18'S4 von dem französi schien 
Minister des Unterrichts und der schönen Künste zum „Officier" der 
Akademie ernannt. 

Die Refugie^s. Blätter zur Erinnemng an den 200jährigen Jahrestag 

der Aufhebung des Edicts von Nantes. Hamburg, }• Fr. Richter, 

188 5. 8^ 

^Wed^klnd, Theodor, k. Veterinär-Physicos und RegieningS' 

committirter für die Hufbeschlagsschnle in Altona. 

In verschiedenen Blftttem, u. a. in den Itzeh. Nachr. (1875, 
Nr. 17): Bfittheüungen über die Wirksamkeit der Hufbescfalagsschide 
in Altona. 

2334) Wedel, Georg Wolfgang Ulrich. ^ Vergl. über ihn 
ntm noch das Lexikon der Hamb. Schziftstelier B. 7, S. 587 — 588. 

2335) Wehle» Wilhelm, geb. 1835 m Amis, besuchte das 
(^nmasiimi in Schleswig, stndirte seit 1853 in Kopenhagen llieologie, 



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868 



seit 18S4--1861 in Bonn Philologie, an welchem letzteren Ort er im 
zuletzt gedachten Jahre mil; der im Hauptwerk angeführten Dissertation 
zum Dr. phil. promovirt wurde, seitdem [vor 1871] gestorben. — Vergl. 
den Nomenclator philologonim, Leipzig 1871, & 608* 

*T01I Wehrs 9 Karl, geb. 27. Juli 1827 in Hannover, Sohn des 
durch Uterarische Arbeiten bekannten meddenbuigischen Hofhiihs August 

V. W., seit I. September 1855 Besitzer des adeligen Hofes Alt-Boetem- 

hoolcn bui Hohenwestedt, lange Jahre Träsident dos landwirthschafllichen 
Vereins zu Hohenwestedt und Deputirter desselben zum landwirthschaftl. 
General- Verein, gab 1. September 1877 das genannte Gut an Herrn 
i'chiandt ab und zog sich nach seiner Vaterstadt Hannover zurück, wo 
er noch lebt. 

Zur Frage der Colonisation im Innern des Landes. Hannover, 

Ernst Kniep, 1858. 8«. 

Die nützlichen Amphibien, Insecten und Spinnenthiere und die Noth- 
wendigkeit ihrer Pflege und ihres Schutzes fiir Land- , Forst- und 
Gartenwirthschaft. Berlin, VViegandt & Hempel, 1872. 8**. S. u. a. 
Itzeh. Nachr. 1872 vom 31. December. 

Georg V., König von Hannover, eine Gedächtnissschrift. 2 Aufl. 
Hannover 1878. 8». 

Anfsätze meisten« volkswirthschafllichen Inhalts in hannoveT'frhon 
Zeitungen der 50 Jahre, Gedichte in (> (rruppe's deutschem 
Musen- AI manach Jahrg. 1855 und im Feuilleton des hannover- 
schen Couriers Jahrg. 1855. — Vom Jahre 1858 an ständiger Mit- 
arbeiter der Itzeh. Nachr., sowie des landwirthschaftl. 
Wochenblattes für Schlesv.-Holstein, in erster Reihe mit Artikeln 
land- und volkswirthtchailfichen Inhalts, fiir die Itzeh. Nachr. auch 
als W-Coirespondent vom Mitteirttcken Holsteins, namentlich aber 1882, 
Nr. 79 bis 84 als Verfasser von: Johann Heinrich Voss und der 
Hainbund oder Göttinger Dichterbund, £rinnerungBblätter, gesammelt 
aus alten Papieren seines Grossvaters, des spJiteren Geh. T.egations- 
raths v. Wehrs, damaligen Mitgliedes des Hainbundes. Ebenfalls Mit- 
arbeiter an der schleswig-holsteinischen Zeitung, den 
Altonaer Nachrichten und dem mecklenburgischen Prakti- 
schen Wochenblatt, den VVeslennann' sehen Monatsheften und 
zwar hierin 1872 BUbx-Heft: Vor hundert Jahren, an der Garten* 
laube Jahrg. 1858: Vergilbte Blätter. — Revidirt 

2397) Weigelt, Georg Christian, geb. 8. September 1816 zu 
Altona, Sohn des Lohgerbers Christ. Heinr. W. und der Anna Dorothea 
geb. Frese — — studirte Theologie in Kiel, Leipzig, Berlin, Ostern 



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864 



1844 enmitiiit, Aingirte dann als Hamlehiw, trat Ostern 1847 vom 
Deutsch-Ratholicismtis Aber, in demaelbea Jahre 28* Juni Prediger der 
deutsch-katholischeii Gemeinde (auch freie chiisliliche Gemeinde genannt) 
in Hambnrg-AItona bis au deren Auflösung am 18. Februar 1853, lebte 
dann daselbst als Privatmann, kaufte t8S6 das Noidseebad Wyk auf Pöhr, 
welches wieder sein Kgenthum wurde, nachdem es einige Jahre (von 1860 
bis 1865) einer Actiengesellschaft geliört hatte, und bis an den Tod in 
seinem Besitze war; er starb Mitte iSovctnbcr 1885. — Vergl. Lexikon 
der Hamb. Schriftsteller B. 7, S. 594 — 597 (über seine Streitigkeiten in 
Hamburg mit Amalie Sieveking Hamb. Nachrichten 1849, Nr. 46, 50, 
56, 59, mit Pastor Dr. Geffcken das. Nr. 66, 68, 72 und den Patrioten, 
red» von Dr. G. A. Gobert, 1849, Nr. 47, 51, 52). 

Noch von ihm: 10} Pfingstrede, 23. Mai 1847. (Altona?) 8". 

11) Sakramente und Gottesdienst. 4 Fredigten. Altona 1849. 8". 

1 2) Christus und Christonthum. 2 TVedip^tcn. Das. in dems. J. 8®. • 

13) Kanaan und Deutschland. 6 Predigten. Hamburg in dems. J. 8**. 

14) Christus und der Mensch. 5 Predigten. Das. in dems. J. 8^. 

1 5) Predigt am Tage der Schkn ht bei Leipzig. Das. in dems. J. 8". 

16) Paulus der Apostel einer neuen 2^it. 3 Predigten. Das. in 
dems. J. 8^. 

17) Neujahrspredigt. Das. 1850. 8°. 

18) Demokratie in den Evangelien. Das. in dems. J. 8**. 

19) 6 Predigten vom Leben und Sterben der Seele. Das. in 
dems. J. 8". 

20) Charfreitags- und Osterj)rcdigt. Das. in dems. J. 8". 

21) Contirmations-Predigt am 7. .-^pril 1850. Das. in dems. J. 8**. 

22) Der Glaube an die Vorsehung. 1. — 4. Predigt. 2. .\ufl. s. t. 
4 Predigten vom (ilauben an die Vorsehung. Das. in dems. J. 8®. 

23) Frühim^^s- und Geistesleier, Pfingstpredigt. Das. in dems. J. 8®. 

24) Alte und neue Kämpfe. Das. in dems. J. 

25) Weltreligion« 1. — 6. Predigt Das. in dems. j. 

26) Innere lifission. 1. — 3. Predigt. Das. in dems. J. 

27) Wahrheit und Dichtung im Evangelium. 1. — 5. PtedigL Das. 
in dems. J. 8*^. 

28) War das ein heiliger Krieg? Predigt zur Fei« de« 18. Oct. 
1850. Das. in dems. J. 8". 

29) Predigt zur 4. Stiftungsfeier der deutsch-katholischen Gemeinde. 
Das. in dems. J. S'*, 

30) Die erste und die letzte Weihnacht. 2 Predigten. Das. in dems. J. 8". 

31) Neujahrsgötter. Eine Nei^ahrspredigt. Das. 1851. 8*. 

32) Die falsche und wahre Unsterblichkeit der Seele. Erläutert in 
6 Predigten. Das. in dems. J. 8**. 



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Weihe - Wellaad. 



806 



33) Religion und Sittlichkeit. 17 Predigten, üas. in dems. J. 8". 

34) Gegenwärtiger Charfreitag und zukünftige Ostern. 2 Fredigten. 
Das. in dems. J. 8". 

35) AUe und neue Phngsteiu Eine Pfingstpredigt. Das. in dems. J. 8^ 

36) Vor dem Freiheitskampfe. Eine geschichtliche Ehredigt xur 
Feier des 18« October 1852. Oas. 1852. 8*. 

37) Die sogen. Beweise fOr das Dasein eines Gottes. 6 Ptodigten. 
Das. in dems. J. 8*. 

38) Der Widerspruch in der Qiaiireitags- und Osterfeier. 2 Feiertags- 
predigten. Da?. 18 53. 8". 

39) Wie Dt uts< bland christlich ward. .6 geschichtliche Vorträge. 
Das. in dems. J. i> '. 

40) Christliche und humane Menschenliebe. Zur Erinnerung an 
Frau Emilie Wfistenfeld. Das. 1876. 8o. 

Von d«r s* Nr. 8 im Hauptwerk auQ[eflihrten Geschichte der neueren 
Philosophie erschien 2. Aufl. Das. 1864. 8^ 

Von der s. Nr. 9 daselbst aufgeführten Schrift: Die nordfriestschen 
Inseln vormals und jetzt erschien 2. Aufl. Das. 1873. 8®. 
2338) HT^ihe^ Karl Eduard, geb. in Hadmersleben im Magde- 
burgischen — — starb in Kallundborg auf Seeland 13. Februar 1858. 
— Veigl. noch Erslew im SappL B. 3, S. 519. 

* Weiland t A. Christian, geb. in Oldensworth, Bruder von 
W. W., 15. August 1868 hi Kiel Dr. med., Atst in Altona, auch Arzt 
des Kinderhospitals II daselbst. 

Einiges zur Inversion des Uterus. Inaug.-Diss. Kiel 1868. 4". 

In den Mittheilungen für den Verein schleswig-holsteinischer Aerzte 
Heft 3, Kiel 1870: Einiges über die Tracheotomien im Altonaer 
Rrankenhause. 

* Weiland, Frtts Adolf, geb. auf dem Hof Sinkethal in 

Schwansen, besuchte die Gymnasien in Schleswig und Rendsburg, stndirte 

Medicin, 1869 Dr. med., später Ar/.L in Gross-Quern. 

3 Fälle von niedrigen Körpertemperaturen. Inaug.-Diss. Kiel 
1869. 4«. 

•Weiland, Karl Friedrich, geb. 17. April 1846 in Oldens- 
worth, Bruder von Christ, und VVüh. W., als Theologe 18 70 examinirt, bis 
Ostern 1871 Hüllslehrer am Plöner Gymnasium, 22. April 187 3 Pastor 
in Klanxbüll, 22. Juni desselben Jahres ordinirt, 30. Januar 1876 Pastor 
in Humtrup, Propstei Südtondem, seit- 20. Deoember 1885, antretend 
14. Män 1886, Pastor in Esgrus. 

Von ihm in der vom Lehrer Kaper in Lindholni herausgegebenen 
„pttdagogischen Monatsschrift iUr Schleswig-Holstein", Schleswig 1875, 



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dn Aufsatz „der gramroatisdie Unterricht in der Volksschule"* Ausser- 
dem kleinere Beiträge zum schleswig-holsteinischen Kirchen- und Schul- 
blatt. — Eine Prcisschrifl Frage und Antwort" in der „schleswig- 
holsteinischen Schulzeitung" Nr. 28 von 1875. — Revidirt. 

* Weiland » Wilhelm, geb. in Oldensworth , Bruder von Christ. 

und K. Fr. W., ebenfalls 1868 in Kiel Dr. med., Arzt in Husum bis 

1876, dann in Hamburg (?). 

Der Abdominaltyphus im Altonaer Rrankenbanse in der £pideime 
1867/68. Inaug.-Diss. Kiel 1868. 4^ 

2339) WeiDboidy.Karl Gotthelf Jacob, geb. 26. October 

1823 zu Retchenbach L Sehl. seit MichaeUs 1861 ord. Professor 

der deutschen Sprache, Literator und AlterthOmer in Kiel, 1870 — 72 

Redor der Umversitak, 18. September 1872 vom König als Vertreter 

der Universität ins Herrenhaas berufen, 18. Januar 1873 Inhaber des 

R. A.-0. 4. Cl., erhielt im Januar 1876 einen Ruf als Professor {Reicher 

Fächer nach Breslau, dem er folgte. 

Von der s. Nr. 5 im Hauptwerk angeführten Schrift: Die deutschen 
Frauen im Mittelalter erschien 2. Aufl. B. 1, 2. Wien, Gerolds Sohn, 
1882. 8*. Von dem s. Nr. 4 angeführten mittelhochdeutschen Lese- 
buch 3. Aufl. Wien 1875. 8*. Von Nr. 8, Weihnacht-Spiele und 
Lieder aus Süddeutschland und Schlesien erschienen neue Auflagen Grtttz 
1870 und Wien 187 5. 

Noch von ihm: 27) Heinrich Christian Boie. Beitrag zur Geschichte 
der deutschen Literatur im 16 j^hrh. Halle, Buchh. des Waisen- 
hauses, 1868. 8'». S. Götiingcr gelehrte Arn.. 1869, S. 8, S. I'MS f 

28) Gab heraus mit Einleitung und Beigaben: G. F. E. Schöiilx i n's 
Aufzeichnungen über Erlebtes. Kiel 187Ü. 8". (Auch in der Zeit- 
schrift der Gesellschaft für schlesw.- holst. -lauenb. Geschichte B. 1, 
S. 129 f.) 

29) Die gothische Sprache im Dienste des Christenthums. Zum 
50 jähr. Jubiläum seines Vaters. Halle 1870. 8«. 

30) Die Polargegenden Europas nach den Vorstellungen des deut- 
schen Mittelalters. (Aus dem Juli-Hefl 1871 der Sitzungsberichte der 
phil.-histor. Classe der Ic. Akademie der Wissenschaften B. 68,. S. 783.) 
Wien 1871. 8". 

31) lieber die Bruchstücke eines fränkischen Gebetbüchleins. (Aus 
dens. Sitzungsberichten der phil.-hist. Cl. der Wiener Akademie B. 71.) 
Wien 1872. 8». 

32) Die deudche geistige Bewegung vor 100 Jahren. Rede bei 
der kaiserl. Geburtstagsfeier dei Universität. Kiel 1873. 4*. 

33) Gab heraus: Die altdeutschen Bruchstücke des Tractats de 
fide catholica contra Judaeos des Bischofs bidoa v» Sevilla nach der 



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W«iBH0ldt - W«iii. 



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Pariser uud Wiener Handschritl mit Abhandlung und Glossar als B. 6 
der BibHodiek der flltesteo deutsdieii Literator'Denkmäler. Paderborn, 
SdiOningh, 1874. 8«. 

34) Dr. Rudolph Usinger, Bin Lebeosblld. Als Umvenitälwchrift 

gedruckt. Kiel 1874. 4". 

35) Die Sprache in Wilhelm Wackernagers altdeutschen Predigten 
und Gebeten. Basel, Schweighäuscr, 187 5. S''. 

36) Mittelhochdeutsche (Grammatik. Ein Handbuch. Paderborn, 
Schöningh, 187 7. 2. Ausgabe. 1883. 8". 

37) Rede bei der Feier des 80. (Geburtstages Karl v. Holtei's am 
24. Januar 1878 im Liebich'schen Saale zu Breslau gehalten. Mit 
Prolog von Max Kalbeck. Breslau, Trewendt, 1878. 8*. 

38) Kleine mittelhochdeutsche Grammatik. Wien, Brauiuuiier, 
1881. 8". 

39) Gab heraus: Germanistische Abhandlungen (seiner SchQler) 
1^6. Biedau 1882'--1886, 8^ (Werden fortgesetzt.) 

Diverse Beiträge zu verschiedenen Zeitschriften, u. a. zu den 
preussischen Jahrbüchern (1869, Decerober: Friedrich Heinrich 

Jacobi), zu der Zcitschrilt der Gesellschaft für die Ge- 
schichte der Herzogthümer Schleswig, Holstein und 

Lanenhurg B. 3, Kiel 1873, S. \2S f.: Die Zimmerisrhe Chronik 
über das Aussterben des schauenburgischen Hauses in S( hleswig- 
Hülstem; B. 5, 187 5, S. 390 f.: Jahresbericht über die Geseilschail. 

*Weiniloldt, Krnst Heinrich Friedrich, geb. 28. October 

1863 in Kiel, Sohn des weiland Gutsbesitzers C. H. Weinnoldt, gebildet 

auf der Realschule 2. O. (jetzigen Oberrealschule) das., später auf dem 

Realgyrnnasium in Lübeck bis zur Reife Ostern 1880, studirte besonders 

Maüiematik, Physik und Chemie, in Berlin und Kid, .1885 in Kiel zum 

Dr. phil. promovirt. 

Ueber Functionen, welche gewissen Differonseogleichangen n. Ord- 
nung Genüge leisten. Inang.>Diss. Kiel 1885. 4**. 

2341} Wels«, Karl Philipp Bernhard, geb. 20. Juni 1827 
in Königsberg — — im Mai 1874 Condstorialratfa im evangel.-luth. 
Consistorium fttr Schleswig-Holstein, eriuelt bei Gelegenheit der Ein- 
weihung des neuen Universitätsgebäudes im October 1876 R. A.-O. 3, Cl. 
m. d, Schi., wurde 187 7 als Professor der Theologie nach Berlin be- 
rufen, OberconsisLoria)- und vortragender Rath im Cultus-Ministerium, im 
December 1884 mit dem Range als Rath zweiter Classe. 

Noch von ihm ausser ferneren Beiträgen zu theol. Fach- und anderen 
Zeitschritlen : 6) Lehrbuch der biblischen Theologie des 2^. T- Berlin 
1868. 2. Aufl. Das. 1873. 3. Aufl. Da«. 1880. 8". 



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868 



7) Das Mvcasevangeliiini und seine syooptischeti Parallelen. Berlin 

1872. 8«. 

8) lieber die Bedeutung der geschichtlichen lietrachtung für die 
neuere Theologie. Rede zum Antritt des Rcctorats der Universität 
Kiel 6. März 18 76. Kie! 1876. 4". 

9) Festrede zur Einweihung des neuen üniversitätsgebäudes. Kiel, 
Schwers, 1876. 8". (Auch in der Kieler Zeitung vom Ende October 
und in der von Fr. Volbehr herausgegebenen Festschrift.) 

10) Das Matthäusevangeiium und seine Lucas-Parallelen. Halle 
1876. 8°. 

11 — 15) In Heinr. Aug. VVilh. Meyer's exeg. Hdb. des neuen 
Testaments: Kritisch-exegetisches Handbuch über das Evangelium 
Matthäus. 7. Aufl. Göttingen 1883; über die Evangelien Bilarcus und 
Lncas. 6. Aufl. Das. 1878. 7. Aufl. 1883; desgl. über Johannes. 
6. Aufl. Das. 1880 ; über den Brief Paulus an die ROmer. 6. Aufl. 
Das. 1881; dosgl. Aber die Briefe Pauli an Timotheus und Titus. 
5. Aufl. Das« 1886. 8* 

\6) Das Leben Jesu. B. 1, 2. Berlin, Hertz, 1882. S\ 

2342) Weleker, Karl Theodor, geb. 29. März 1790 zu 

Oberldeiden, Hessen-Dannstadt war 1848 Mitglied des Heidelberger 

sog. Siebener Ausschusses und des Frankftirter Vorparlaments stellte 

in Frankfurt am 12. März 1849 den Antrag, die Reichsverfassung durch 

Gesammtbeschhiss anzunehmen und das erbliche Kaiserreich dem Könige 

von Preussen zu ubertragen, welcher Antrag abgelehnt wurde, in Folge 

dessen das Reichsministerium zurücktrat, — — Geheimer Rath — starb 

in Heidelberg 10./ 11. März 1869. 

Welleildorf, Peter, Thierarzt in Schönberg, Propslei, noch ISSO. 

Meningitis mit hydropischem £]guss oder Rückenwassersucht bei 
Pferden. Für praktische Fachgenossen. Kiel, in Comm. der Schwers- 

schen Buchh., 1869. 8". 

* Wellenkainp , Dorette, geb. Holst, geb. 4. October 1824 zu 

Culpin bei Ratzeburg, lebt in Wandsbeck und Hamburg. 

Sammlung von plattdeutschen Gedichten fiir Polterabende. Ham- 
bürg 1883. 8"». 

Einige Beiträge zu verschiedenen Blättern, n. a. zu dem schleswig- 
holsteinischen Sonntags-Blatt, Kiel 1879, platt- und hochdeutsche Ge- 
dichte und S. 251; Eine Plauderei über Wandsbeck. 

2i44) Wenck, Ludwig Heinrich Friedrich, geb. 1842 in 

Mölln 1869 Aizt in Altona, 1872 commiss., im Februar 1875 

definitiv Physicus in Pinneberg. 



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86» 



Noch von ihm in den Mittheihingen des Vereins schlesw.-holstein. 
Aerzte H. 6: Zur opeiatiiren Behandlung der entzündlichen Pleura» 

■ exsudate. 

♦Weiidlinj?, Peter, geb. 4. Mai 1844 zu Bell, Rgsbz. Coblens, 
besudite das Seminar zu Neuwied von 1863 — 65, bis Ostern 1870 
SeminarhQlfslehrer daselbst, bis Ostern 1871 Lehrer in LUtjenburg, bis 
Januar 1874 I^hrer an der Neumann^schen höheren Töchterschule in 
Berlin, bis September 1877 zweiter Lehrer an der Präparandenanstalt in 
Barmstedt, seitdem ordenü. Lehrer am Seminar in Tondemt bestand das 
Mittelschulcxamen. 

Die Technik des Klaviurspicls. Rendsburg, J.Schneider, 1881. 8®. 

2346) Weildt, Bernhard Christoph Philipp Johannes, 
geb. 27. August 1835 zu Schönberg im Fürstenthum Ratzeburg — — 
seit 4. December 1872 noch Pastor in Sttderhastedt, S.-D. 

^Wendty Hans Hinrich, geb. 18. Juni 1853 in Hambmg, 
Sohn des am 17. März 1862 verstorbenen Pastoren gleichen Namens an ' 
der St. Catharinenkirche daselbst und der Maria Friederike Emilie geb. 
Weber, im December 1875 in Göttingen Dr. philos., im Mai 1877 
Privatdocont in der theol. Facultät zu Göttingcn, wo er inn Juni 1881 
zum ausserDid. l'rol". ernannt wurde, Michaelis 1883 Professor der 'l'heol. 
an Haupt's Stelle in Kiel, tblgtc Michaelis 1885 einem Rufe nach Heidel- 
berg in gleiclier Eigenschaft. 

Ausser diversen Beiträgen zu theologischen Fachzeitschriften : 
I ) Nntioncs camis et spiritus quomodo in vetere testamento adhibentur. 
Oottingac 1877. 8». 

2) Die Begrifle Fleisch und Geist im biblisclien Sprachgebrauch. 
Gotha 1878. 8". 

3) Bearbeitete in M^r*s kritisch-exegetischem Handbuch des N. T. 
die 5. Aufl. der Apostelgeschichte. Göttingen 1880. S\ 

4) Ueber das sittlich Erlaubte in Heft 345 der Virchow^schen 
Sammlung wissenschaftlicher Vorträge. Berlin 1881. 8". 

5} Die christliche Lehre von der menschlichen Vollkommenheit. 
Göttingen 1882. 8". 

6) Die T.ehre Jesu. Th. l. Göttingen 1886. 8*^. 

2347) AVeiidt, Johann Christian Wilhelm. — Vergl. über 
ihn nun noch Erslew Suppl. B. 3, S. 578 — 79. 

2348) Wensieilf Johann Christian, geb. zu Rade, Krchsp. 
Hohenwestedt, Tondem*scher Seminarist, 1836 mit dem 1. Char. exam., 
Lehrer in Borby, zuletzt Stadtschullehrer in Flensburg, starb 1874. 

24 



170 



W«rfli ^ WeMiMiiB. 



^Werthy Richard, geb. 10. Mai 1^50 in Magdeburg, wo er 
bis Michaelis 1869 das Dom-Gymnasiiiiii besuchte, stadirte Madicin in 
Gieifiwald, Leipog, Kiel, wo er 19. December 1874 Dr. med. et chir., 
seit 1875 zweiter, seit 1876 erster Assistent an der gebiutshiUflichen 
Klinik nnd seit letzterem Jahre auch Frivatdocent, im Februar 1884 
ausserordentlicher Professor, seit Michaelis 1885 ord. Professor und an 
Litzmann^s Stelle Director der geburtshiilflichen Klinik. 

Eün Beitrag zur Lehre von der Myopie. Inaug.-Diss. Kiel 18 7 4. 4**. 

Die Physiologie der Ciei)urt , in Vict. Hensen's Physiologie der 
Zeugung in L. Hermann's Handbuch der Physiologie B. 6, Th. 2, 
I^ipzig 1881. 80. 

Ausser in anderen medic. Fach-Zeitschriften Beiträge in den M i t- 
theilungen tur den Verein schlesw.-holst. Aerzte, H. 7, 
1879, S. 39 L: Zur Diagnose nnd Behandlung der cystischen Eier- 
stocksgeschwQlste ; H. 8, S. 109 f.: Bemerkimgen zur Behandlung 
firischer Dammrisse, H. 9, S. 112 ti Ueber gebmtshfaflicfae Antisepsis. 

* Werther, Werner Wilhelm Ferdinand, geb. 1. August 

1842 zu Bomhagen bei Heiligenstadt, Prov. Sachsen, besuchte die Gym- 
nasien zu Götüugeii und Halle, studirte von 1864 an Theologie und 
Philologie, im Herbst 1866 Lehrer an den Franke'schen Stiftungen in 
Halle, dann mehrere Jahre Hauslehrer, nach Absolvirung eines theologischen 
und eines philologischen Examens im Herbst 1870 Conrector der ge- 
hobenen KnabenbOigerschule zu Neahaldenslet>en bei Mägdeburg, trat, 
nachdem er einige Zeit das Rectoiat dieser Schule verwaltet hatte, 
als 1. Lehrer an das Ostern 1872 neng^gründete Ptogymnasium das. 
über, bestand im Sommer 1873 das Examen pro rectoratu an Mittel- 
schulen und höheren TOditenchulen, im Sommer 1874 Dr* philos«, wurde 
Ostern 1875 zum Rector der stttdtischeD Mittelschnlen in Ebnshom ge- 
wählt, trat im Juui selbigen Jahres an, zur Zeit .... 

Der Uebertritt des Ffalzgrafen Woilgang W ilhelm von Pfalz-Neuburp 
zum Katholidsmus und der Jülich-Cleve^sche Erbfolgestreit (1609 i>Ls 
1614). Neu-Haldensleben 1874. 

Ausserdem eine Reihe von Artikeln, Recensionen und Correspondenzen 
in vecschiedenoi pädagogischen und politischen Zeitnngcn, besonders 
in dem amtlichen Kieisblatt von Neuhaidensieben Jahrg. 1871 — 75 
nnd den pädagogischen Blättern ffir Elsass-Lothiiogen Jahig. 1875. 
— Nach Mittheilnng. 
*W0SenutM1l9 Hermann, geb. 1845- in Magdeburg, besuchte 
daselbst das Domgymnasinm, stodiite, voiwiegend Geschichte^ in Gieift* 



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Westedt — Wetael. 



371 



wald soit Mich. 1865, in Kiel seit Ostem 1868, nahm 1870 am Feld- 
zuge theil, 1872 in Kiel pro fac. doc. examinirt, auch Dr. philos., 
Michaelis 1872 Probandus am Rendsburger Real-Gymnasiiuii, Ostem IS 73 
lehret an der höheren Bürgerschule in Segeberg, zur Zeit .... 

Ueber Bischof Burchard II. von Halbeistadt. Ihaug.-Di88. von 1S70. 

(Ob gedruckt?) 

2549) Westedty Albrecht Friedrich Leopold, geb. zu 

Hennstedt in N.-D., im August 1874 Oberamtsrichter zu Albersdorf. 

*W6Stphal) Fr. (Schleswig-Holsteiner?). 

Genrebilder aus Leben und Träumen. Mit 10 Kupferst. in 4^ 
Schleswig 1852. 8^. (?) (In den bekannten Bächerverseichnissen 
nicht zu finden, kam vielleicht nicht in den Buchhandel.) 

*Westphal9 Karl Heinrich, geb. 29. Aptfl 1790 in Wands- 
beck, studirte Medicin, in Kiel 27. December 1817 promoviit, Arzt in 
Hamburg, wo er 25. April 1863 starb. (Fehlt im L. & Sehr.). — 

Vergl. I^xikon der Hamb. Schriftsteller B. 7, S. 625—626. 

Diss. inaug. sistens descriptionem tumoris in ventricnlo cerebri 
laterali inventi Kiliae. 1817. 4**. 

*V01I der Wetterillg, Emil Christian, geb. 8. Mai 1841 
in Crempe, besuchte das (iymnasium in Plön, studirte seit Ostern 1863 
Medicin in Kiel, Tübingen und wieder in Kiel, wo er 1869 promovirt 
wurde, Arzt in VVandsbeck. 

Ein sporadischer Fall von febris recurrens. Inaug.-Diss. Kiel 1869. 4". 

^Wetaely August Johann Christian, geb. 24. September 
1850 in Wilster, wo sein 1860 verstorbener Vater Rector der Stadt- 
schule, studirte seit 1869 Philologie, später Geschichte in Kiel, nahm 
1870 als Freiwilliger im Magdeburg. Füsilier-Regiment Nr. 36 am Kriege 
theil, setzte dann seine Studien in Kiel und I^eipzig fort, seit 1874 
Privatlchrer in Kiel, seit April 1877 an der Universitäts-Bibliothek ausscr- 
ctatsmässig beschäftigt, Dr. philos. in Kiel 10. März 1881, seit 1881 
etatsniassiger I [iillsarbeitcr, vom l. April 1886 3. Gustos an der königl. 
Üniversitäts-Bibliothek. 

Die Translatio S. Alexandri. Eine kritische Untersuchung. Inaug.- 
Diss. (auch im Buchhandel). Kiel 1881. 8®. Angezeigt von VVaitz 
in den (lött. gel. Anzeigen 1881, S. 705 f., von Schirren in der 
deutschen Literaturzeit. 1881, 1070 f., von Wattenbach im neuen 
Archiv 7, 228 f., Arndt im Liter. Centraiblatt 1882, Nr. 30. Vergl. 
Sybel's bist» Zeitschr. 50« B., 1883, 486 f. und Jahresberichte der 
Geschichtsw. 4. Jg., II, 14 (1881). 



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878 



Weyer. 



Die Lübecker l{ri(-fe des Kieler Stadtarchivs 14:2-1534. Kiel 
1883. 8". (Mit längerem Vorwort als Mittlieil. der Gesellschall lür 
Kieler Stadtgeschichte H. 5«) Angezeigt von Hagedorn in Sybers 
bist. Zeitschr. 55. B., S. 522 t and durch v« d. Ropp deutsche 
literatnntg* 1883, S. 466 und von Holtze in d. Mitthefl. aus d. htst. 
Lä. 13. Jg.« 1885, S. 370. 

Mit Kmil Steffenhagen : die Klosterbibliothek zu Bordesholm und 
die Gottortcr Bibliothek. 3 bibliographische Untersuchungen. Zur 
KrötTnung des neuen Bibliothekgebäudes der Universität Kiel heraus- 
gegeben. Kiel 1884. 8". (Von ihm S. 117 1.: die Reste der 
Bordesholmer Bibliothek in Kopenhagen; der Artikel steht auch in 
der Zeitschr. der Gesellschaft (ttr schlesw.-holst.^Iauenb. Geschichte 
B. 14.) S. Kieler 2Seitnng vom 13. Mai 1884 und Bieraatzki^s 
schle8W.-holst Jahrbücher 1884, H. 4. 

In der Zeitschrift der Gesellschaft tiir schlesw.-holst.- 
lauenb. (ieschichte B. 6, 1876, S. 219 f.: Beiträge zur Ge- 
schichte des Schulwesens in Holstein, und in der dem Bande beige- 
gebenen Beilage S. 5 f.: Urkunden-Sammlung der Gcsellschatl ver- 
zeichnet; — B. 7, 1877, S. 325 f.; Nachrichten von der Stadt 
Crempe aus 1720 und 1793; S. 352 ff.: Anzeige von Volbehr's 
Beiträge zur Geschichte der ChrisL-AIbrechts-Univeisität und dessen 
Einweihungsfeier des neuen Universitätsgebäudes; im Anhang zu B. 7, 
S. 17 f.: Archiv der Stadt Crempe; — B. 8, S. 353 f.: Gilde- 
Constitutionen und Bürgersprache aus dem Rathsbuche der Stadt 
Wüster, 137 7 — 15 26; im Anhang zu B. 8: Archiv der Stadt Wüster 
und Archiv der Kirche zu Wüster; B. 10, S. 171 f.: Drei Kieler 
Burspraken aus dem Anfang des 15. Jahrhunderts ; S. 199 f.: Zu 
Cüicius Cimber; — B. 14, S. 313 f.: Eine vierte Kieler Bursprakc 
aus dem Anfang des 15. Jahrh.; S. 366 f.: Landmesser- Eid in Dil- 
marschen. — In den Hansischen Geachichtsblättem Jg. 6, 1876, 
Leipzig 1878: Neue Dmckfragmente des Chronicon Skvicum ; eben« 
das. Jg. 1883, Leipzig 1884: Die Anfänge der Stadt Kiel. Politische, 
histoiische n. a. Artikel im Kieler Ti^eblatt, norddeutsche allg. 
Zeitung etc. — Revidirt. 

2352) M'eyer, Georg Daniel Eduard, geb. 26. Mai 1818 
in Hamburg — — seit 2. December 1859 ord. Professor der Mathematik 
und Astronomie in Kiel, auch Lehrer an der Marine-Akademie. — Vergl. 
Lexikon der Hamb. Schriftsteller B. 8, S. 5« 

Noch von ihm zu den s. Nr. 4 im Hauptwerk angeführten Be- 
rechnungen : Tabellen der Zinsen- und Zinseszinsen für die Spar- und 
Leiheasse in Kiel, Kiel 1868. fol. 



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Weyse Wichmaun. 



Der erste Band der (Karsten-schen) Encydopädie der Natur- 
wissenschaften, in dem von ihm die s. Nr. 5 im Hauptwerk ange- 
führte Abhandlung steht, erschien vollständig Leipzig 1869. 

Vorlesungen über nautische Astronomie, gehalten an der Marine- 
schule in Kiel. Kiel 1871. 8^ Ins Holländische aberaetst von 
P. J. Kaisw. s. tiL : Lessen over zeevaarlkundige Sterrenkunde. Leiden 

1872. 

Tabellen der Zinsen und Zinseszinsen zu 4 pCt. pro a. für 24 Cafii- 
talien von 1 Rmk. bis 500 Rmk. und für alle ganzen Jahre von 
1 — 2c mit den dazwischenliegenden Monaten. Kiel 1874, 8*. 

Heinrich Ferdinand Scherk. Gedächtnissschiift. Kiel 1886. 8*. 
(Auch in den Universitäts-Schiiften.) 

In den Mittheilungen des naturwiss ensch aftl. Vereins 
in Schleswig-Holstein noch H. 8, 1868: Ueber einige Erscheinungen 
bei Rotationsbewegungen. — In den astronomischen Nach- 
richten B. 110, Kiel 1884: Die Bestimmung der wahrscheinlichen 
geographischen Lage eines ßeubachtungsortcs aus einer beliebigen 
Anzahl von beobachteten (iestirnhöhen. 

In (und aus) den Annalen der Hydrographie und maritimen 
Meteorologie 1879, H. 10, Berlin 1879: Ueber die astronomische 
Ortsbestimmung aus einer einzelnen beobachteten Höhe mit der Zeit 
des Chronometers; 1880, H. 10: Uebefsichtstafel des Unterschiedes 
der scheinbaren und wahren Monddistanz; 1881, H. 4: Ueber die 
kürzeste Berechnungsart der Monddistanzen im nautischen Gebranch; 
1882, H. 1: Die Wiedererscheinung der Methode und Tafiol von 
Klfnrd als sog. Neger-Tafel'' ; das. H. 9: Constrnction zn einer 
Küstenautnahme im Vorbeifahren nebst Roiträgen zur (beschichte der 
geometrischen Auflösungen der sog. Pothenot'schen Aufgabe. 

J353) Wey8e, Christoph Ernst Friedrich, geb. 5. März 
17 74 in .Altona — — gestorben in Koprahagen 8. October 1842 
(nach £r8lew B. 3, S. 525). In Kopenhagen wurde am 5. März 1874 eine 
Säcularfeier zu seinem Andenken gehalten, worüber n. a. zu vergl. Kieler 
Zeitung 1874 vom März. 

2364) Wiliorg, Peter Heinrich, geb. in Brunsbüttel 

Arzt in Tellingstedt bis in die ersten 70 er Jahre (d^ dort gegenwärtig 
praktisirende Dr. med. A. Wiborg ist vielleicht ein Sohn, dessen Inaug.- 
Diss. jedoch nicht zu cruiren). 

* Wichmann , August, geb. 1811 in Rabenkirchen, wo sein 
Vater Prediger ff 1811). besuchte die G>inniisien in Ratzoburg und 
.\ltona, studirte seit 1829 in Kiel, Halle, Jena Theologie, wurde als 
Mitglied der Burschensdiaft anfangs der 30 er Jahre in die demagogischen 



874 



Wiehmftiui. 



UnterBttchmigen verwickelt, wunte sich weiteren VerfoIgungeD durch Reisen 
nach England, Frankreich und Spanien zu entziehen, trat in Spanien in 
die eng|lisch>spamsche Legion, in welcher er Lieutmant der Artillerie 
worde, kehrte in die Heimath zurück und liess ach 1839 aufs Neue in 
Kiel als stud. jur. inscribiren, bestand 1841 heim Oberappellationsgericht 
das juristische Examen und liess sich als Advocat in Kiel nieder, 1848 
Oberst der neu errichteten Bürgerwehr daselbst, Abgeordneter für Kiel 
zur schlesw.-holst. Landesversammlung, seine Bestell ang als Advocat wurde 
1853 nach Wiederherstellung des dänischen Regiments nicht bestätigt, 
verliess Kiel, als ihm 1854 die Inspectorstelle bei der Kölnischen 
Lebensversicherungsgesellschaft „Concordia" Ubertragen wurde, erhielt 
1859 das Directoiat der deutschen Lebensveracherungsgesellschaft in 
Lübeck, Mitglied der dortigen Baigerschaft und 1871 bis 1873 fär 
Lübeck Reichstagsmitglied, starb in Lübeck 15. December 1876. 

Bilder aus dem spanischen Bürgerkriege. Hamburg 1838. 8**. 

2356) WichmaiiH, Ernst Ilinrich, geb. 7. April 1823 in 
Hamburg — — leitete die von dem verstorbenen J. J. C. Handelmann 
übernommene höhere Bürgerschule und Pensionsanstalt in Hamburg bis 
1877, noch in Hamburg. — VergL Lexikon der Hamb. Schriftsteller 
B. 8, S. 14—15. 

£r war noch neben Ch. Andresen, Dr. F. Brandis und C. F. H. 
Hahn mitbetheiligt an dem Bericht über die in Ifomburg am 4., 5. 
und 6. August 1849 abgehaltene 2. Versammlung des Vereins nord« 
deutscher Volksschullehrer. Hamburg 1849. 8^ 

Ausserdem noch: Prospectus über die Untenichtsgegenstände und 
Einrichtung seiner höheren Bürgerschule. Das. in dems. Jahre. (Auch 
gab er mehrere Jahresberichte über seine Schule heraus.) 

Eimsbüttel historisch-topographisch dargestellt. Das. 1878. S\ 

Der Hamburger Berg, Vorstadt St. Pauli, historisch-topographisch 
dargestellt. (Zuerst gedruckt in den Beilagen des Hamburger Corre- 
spondenten vom 10. und 27. April und 4. Mai 1879, dann im 
Buchhandel.) Das. 1879. 8^. 

Die Entstehung der Stadt Altona, in Zeitschrift des Vereins fUr 
Hamburgische Geschichte, N. F. B, 4, H. 1 , S. 89 - 1 04. 

Wandkarte von Hamburg, Altona und Umgegend. 9 Blätter im 
Maassstabe von 1/5000. Hamburg 1878. 

^3357) Wiehmanili Fr ans Nico laus, fhngirte, nach dem Pro- 
yinrialhandbnch, noch 1871 als Postdirector am Eisenbahn-Postamt Nr. 17 



bigiiizeo by t^oegle 



Wiohmim — WMtBg. 875 

in Altona bis 1876, in welchem Jahre er pensionirt wurde, iburb auf 

seiner ländlichen Beritzung in Bahranfeld 11. Januar 1885. 

^Wielimann) Karl, geb. 19. August 1848 in Klei, Sohn des 

voiliergenannten Advocatan Ang. W, und der Maria geb. Lea, besachte 

die Schulen in Kiel, KOIn und das Gymnasium in Lübeck, stndirte seit 

1868 Philologie in Berlin und Bonn; nahm 1870/71 am Kriege theil, 

studirte dann weiter in Bonn, Leipzig und wieder in Bonn, wo er im 

März 1874 zum Dr. phil. promovirt wurde, darnach .... 

De Plutarchi in vitis Bruti et Antonii fontibus diss. inaug. Bonnae 
1874. 8». 

* Wieck, Hans Hinrich, geb. 20. October 1834 in Högersdorf 
bei Segeberg, genoss mangelhaften fngendunterric ht, 1848/49 (iartncr- 
bursche, 1850/5 1 Dienstknecht, dann 1851/52 Schulpräparand in Sege- 
berg, 1852/53 Gehülfslehrer in Giesselrade bei Ahrensbök, 1853/55 
Unterlehrer in Meldorf, 1855/58 Seminarist in Segebeig, 1858/60 Privat- 
lehrer in Joric bei Buxtehude, 1860/63 Elementarlehrer in Itzehoe, 1863 
bis 1864 DistrictsschuUehrer In Högersdorf, 1864/66 Lehrer an der evan- 
gelischen Haupt- und UnterreaJschule in Wien, von Ificfa. 1866 bis Neu- 
jahr 1867 ohne Anstellung, von Nei^ahr bis Mai 1867 Ihterimslehrer in 
Holstenniendorf, Krchsp. Schenefeld, von Mal 1867 bis Neujahr 1870 
Lehrer in Curau Lüb*schen Antheils, 1870 Elementarklassenlehrer in 
Itzehoe, 

Beiträge zu der Jessen'schen holsteinischen Lehrerzeitung 
1863 und 1864, in der Wiener „neuen freien Presse" 1865 
und 1866, in den Flensburger Nachrichten seit 1867, Inder 
schleswig-holsteinischen Schulseitung n. a. pädagogischen 
Zeitschriften. 

*Wi6ek» Otto Christian, geb. 16. September 1858 in Sddeswig, 

besuchte das G3m(inasium daselbst von 1867 — 1877, studirte Median in 
Kiel, Rerhn, VViirzburg und wieder in Kiel, genügte inzwischen seiner 
Militärpflicht, bestand 24. März 1882 das Staatsexamen, war vom 1. April 
1882 bis 1. Anglist 1883 Assistent an der Augcn-KIiuik, wnirde 1883 
zum Dr. med. et. chir. promovirt, 1884 Arzt in Krempe, im Febr. 1885 
in Friedrichsberg, Schleswig* 

Ueber Discisio matnrans. Inaug.-Di88. Kiel 1883. 8*^. 

2U2) Wieding, Karl Johann Friedrich Wilhelm, geb. 
1. September 1825 an Tondem — — war 1880/81 Rector der Uni- 
versität Kiel, Inhaber des R. A.-0. 4. Q. sowie des E. Kr. 1848/49. 



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376 Wlegaiid — Wienbftrg. 

Noch von ihm ausser Beiträgen /n F:ichz(.'itschriftcn : 5) Zur Rechts- 
stollnng und Vcrfa'^-unc' der Christian-Albrerht<? Universität zu Kiel seit 
ihrer Einrichtung. Rede bei Antritt des Rectorats 5. März 1880. 
Kiel 1880. 4«. 

*Wiegaii(l» Wilhelm, geb. im Aug. 1846 zu Hersfeld, verliess 
Ostem 1866 das Gymnasium daselbst, studiite Philologie und Geschichte 
in Leipcig und Maibnxg, bestand im Wintef 1869/70 in Marbuig das 
Examen rigoiosnm und die Staatsprüfung und wurde 1870 zum Dr. phüos. 
promovirt, von Ostern 1870 — 71 Probandus und wissenschaftlicher Hülfs> 
lehrer in Altona, dann bis Michaelis 1873 ordentl. Lehrer am Gymnasium 
in Hadersleben, darauf bis Mich. 1 880 desgl. in Husum und von da an 
bis Ostern 1882 am Realgymnasium in Rendsburg, darauf Oberlehrer 
am Flensburger Realgymnasium, 

Quaestiones de paoe quae fertur Cimouia epicrisis. Diss. inaug. 
Marpurgi 1870. 8^ 

2364) Wienbarg, Ludolf Christian, geb. 25. December 
1802 (nicht 1803) in Altona — — studirte vorzugsweise Philologie und 
Aesthetik (war anfHnglich, einer Mittheilung zufolge auch als Theologe 
inscribirt) in Kiel und Bonn, — war 2* ., Jahre Hauslehrer heirii Grafen 
BernstorlT in Lanenbnrg, setzte darnach in Marburg seine Studien fort, 
wo er 1829 zum Dr. philos. promovirt wurde, — — darnach, t^evor er 
nach Holland reiste, wo er beim dänischen Gesandten im Haag Erzieher 
werden sollte, eine Zeit lang in Hamburg, mit H. Heine verkehrend und 
an einer Uebersetsung des Pindar arbeitend, — nach seiner holländischen 
Reise 1833/34 Piivatdocent in Kiel, gab 183$ im Verein mit Karl 
Gutzkow in Frankfurt a. M. die deutsche Revue heraus, lebte nach seiner 
Ausweisung von dort (nach dem Hamburger Schriftsteller-I^exikon) am 
Rhein und dann wieder in Hamburg, wo er bei der Redaction der 
Börsenhalle Anstellung fand, — seit Mai 1842 Miteigenthümer der Ham- 
burgischen literarischen und kritischen Blätter und neben F. Niebuhr deren 
Redacteur bis 27. Juni 1846, — nahm 1848 am schiesw. -holst. Feldzug 
als Freiwilliger üieil, darnach in Altona-Hamburg, wo er 18 54 für kurze 
Zeit die Wochenschrift „Armin" herausgab, erkrankte psychisch, erhielt 
1870 von der Schiller-Stiftung eine lebenslängliche Pension, starb in 
Schleswig 2. Januar 1872. — Zu den im Hauptwerk über ihn ange- 
fiihrten Quellen kommen u. a* noch Lexikon der Hamb. Schriftsteller 
B. S, S. 26 und 27« 



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Wiencke Wiese. 



877 



Die sub Nr. 1 1 im Hauptwerk angeführten vermischten Schriften 
B. l enthalten: 1. Das Studium der Alten, 2. Geist der norwegischen 
Verfassung, 3. Die dijut'^rhrn Doctrinäre, 4. Die Kunst und ihre 
AusstelJungen. Altona Iö4u und sind angezeigt: Literar. und krit. 
Blätter der Börscnhallc 1840, Nr. 1874 - 1876 vom 7.— 12. Sept. 

Noch von ihm: Jason. Episches Gedicht nach Pindar. Uebersetzt, 
bevoiredet, erläutert von Ludolf Vineta. Hamburg 1830. 8^ 

Paganini^s Leben und Charakter nach Schottky. Dargestellt von 
Ludolf Vineta. Hambuig 1830. 4^ 

Armin. Wochenschrift iiir die reifere männliche Jugend. Hamburg 
1854. (Erschien nur kurze Zeit.) 

s. n. Freimund: Die plattdeutsche Propaganda und ihre Apostel. 
Ein Wort tn seiner Zeit. Hamburg, Hoffinann & Campe, 1860. 8**. 

In den Hamburgischen Nachrichten 1854, Nr. 249 — 252: Johann 
Balthasar Schupp, gestorben in Hamburg 1661, eine literarisch 
meikwcirdige Persönlichkeit des 17. Jahrhunderts. — Er richtete im 
Jahre 1849 einen Aufruf an die deutsche Nationalversammlung, worüber 
zu vergleichen s(;ine Darstellungen aus den schlesw.-holst Feldsilgen 
H. 2, S. 313 f. 

2365) Wieneke, h J-f 8«^« Januar 1801 in Hestoft im 
Schleswig*schen, nach Absolvirung des Kieler Seminars und nach amt- 
h'cher Wirksamkeit in Neumünster, Segeberg und Selent seit 1840 Organist 

und Ilauptlchrer au der 2 classigcu I )istriclsschule in Rellingen, von 
welchem Posten er im Januar 1875 zurücktrat, nachdem er sich seit 
t^',, Jahren durch (*in(;n Substituten hatte vertr(?ten liissen, starb, fast 
84 Jahre alt, 5. Mai 1885. S. die Todesanzeige von seinem Sohn 
in K. Z. 1885, vom 6. Mai, A.>N. 

*Wi6neke^ Otto Friedrich August, geb. 14. Januar 1836 

in Selent, Sohn des vorhergenannten J. J. Wiencke, besuchte von Mich. 

1850 bis Oct. 1856 das Altonaer Christianeum, studirte Theologie in 

Kiel und Erlangen bis Oct. 1861, Herbst 1861 examinirt (2. m. A.), 

von Nov. 1861 bis Mich. 1864 Hauslehrer, von letzterem Dato bis Mich. 

1865 Hülfslehrcr an den Gymnasien in Kiel und Flensburg, 1. Octobcr 

1865 7., später Uberlehrer am Plöner Gymnasium, als welcher er um 

Ostern 1 886 um seine l'ensionirung nachsuchte. 

Ueber die Vaterlandsliebe, Rede beim (icburtstage des Kaisers und 
Königs am 22. März 1879 gehalten. Plön, Hahn, 18 79. 8". 

2367) Wiese 9 Claus, Uufner in Bentfeld in der Preetser Propstei, 
auch Ehrenmitglied des schleswig-holsteinischen Generalvereins, starb 



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878 



Wiese — Wit»eler. 



17. Februar 1874. — Nachruf im landwirthschaftl. Wochenblatt 

1874 vom 27. Februar. 

Von ihm noch Beiträge zum la nd w i r thbc h ai ti. Wochenblatt 
für Sehl eswig'Holstein u. a. 1869, Nr. 39: über den Anfang 
des Mergeins. 

*Wies«, Hartwig Friedrich, geb. 23. Mai 1840 in Srli «n 
kirchen hei Kiel, besuchte die dortige Schule, erhielt Privatunterricht in 
Sprachen von Pastor Mertz daselbst und wurde von Lehrer Kühl in Oeiix- 
dorf auf das Polytechnikum in Hannover vorbereitet, woselbst er von 
1856 bis 1861 studirte, nach vollendeten Studien bis 1882 als Ingenieur 
im Hannöver*schen und in Westfalen mit technischen Arbeiten beschäftigt, 
leitete u. a. von 1867 — 1877 als Baumeister die Vorarbeiten und den 
Bau mehrerer Meilen der Venlu-Hamburger Eisenbahn, lebt zur Zeit 
(1884) in Schönidrchen seinen Studien, namentlich der heimischen Natur- 
geschichte und Geschichte. 

In den Schritten des naturwissenschalllichen Vereins für Schleswig- 
Holstein B. 5, 18 84, S. III ff.: Mittheilungen über einheimische 
VVirbelthiere und Insekten. 

Mehrere Aulsätze naturwissenscluilllichen Inhalts in den Itzehocr 
Nachrichten u. a. Blättern. — Arbeitet jetzt an einer Geschichte 
seines Heimathsortes Schönkirchen. — Revidirt. 

2367a) Wiese, Rudolph Heinrich, geb. 10. September 1822 
in Schi^nwalde — — seit Mai 1869 Feldmesser in Neustadt. 

2369) Wteseler, ICarl Georg Joachim, geb. 28. Februar 

1813 in Altencelle seit Ostern 1863 von Kiel als Professor der 

Theologie nach Greifswalde berufen, audi Ck>n8i8torialrath, starb in Greiä- 

walde 13. März 1883. 

Noch von ihm ausser Beiträgen zu theol. Fachzeitschriften: Ge- 
schichte des Bekenntnissstandes der lutherischen Kirche Pommerns 
bis zur Einführung der Union. Zugleich ein Beitrag zur Urgeschichte 
des Lutherthums. Mit Erörterung über zwei wichtige Beschlüsse der 
anssc»ordentlichen Pommem^schen Ftovinäal-Synode. Stettin, v« der 
Nahmer, 1870. 8^ 

Der .'Vbschnitt Römer 7, 7 — 25 exegetisch- und biblisch-theologisch 
erörtert. Eine Gratulationsschrift. Greifswald, Bamberg, 1875. 8*. 

Die deutsche Nationalitat der kleinasiatischen (ialater. Ein Beitrag 
zur Geschichte der Germanen, Kelten und Galater und ihrer Namen, 
Gütersloh, Bertelsmann, 187 7. S'\ 



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Wiggen — Wünholt. 871» 

Die Christenverfolgungcn der Caesarcn bis zum 3. Jahrlinndert, 
historisch und chronologisch untersucht. Gütersloh, Bertelsmann, 

1878. 8". 

Zur Geschichte der kleinasiatischen Galater und des deutschen 
Volks in der Urzeit. Neuer Beitrag. Greifswald, Bamberg, 187 9. 8*^. 

Zur ( leschichte der neutcstamentlichen Schrift und des Urchristen- 
thums. Leipzig, Hinrichs, 188Ü, 8®. 

Untersuchungen zur Geschichte und Religion der alten Germanen 
in Asien und £uropa. Mit religionsgpschichtlichen Parallelen. Das. 
1881. 8". 

* WI^TJ^ers , Hermann Friedrich Wilhelm, geb. 22. Febr. 

1842 in Plön, Sohn des Advocaten W. das., studirte seit Mich. 1859 

Philologie in Kiel und Bonn, trat im Frühjahr 1864 an der Husumer 

GelehrteD'^huIe als Httlfslehier ein, bestand im Frühjahr 1866 in Kiel 

das Schulamtsezamen und wurde am 5. September s. J. auch zum Dr. 

phÜ. promovirt, im August 1866 7. Lehrer in Husum, wo er beim Baden 

in der Ane am 17. Juli 1868 ertrank. 

Seine Inaug.-Diss. de arte qua Sophocles in disponendis diverbüs 
usus Sit blieb ungedruckt« 

2370a) Wiggers, Wilhelm Eduard, geb. in Rendsburg — 

— nodi Rechtsanwalt und Notar in Rendsburg, auch Vorsteher des 

Stadtverordnetcn-Cullcgiums, i>ürgcrwürthalter daselbst, Abgeordnclcr zur 
kreisständischen Vertretung, sowie zum Provinzial - Landtag und Mitglied 
des provinzialständischcn Verwaltungs-Aussrlinsscs, N(n't)r. 1879 Justizrath. 

^Wiimh} Peder Lassen, geb. 17. April 1793 2u Lundbygaard, 
auf der Universität in Kopenhagen gebildet, Besitzer von Slaugaard, 
Parcelen des niedergelegten Guts Refsoe bei Sommeistedt im Amte 
Hadersleben, das er im Herbst 1852 verkaufte; 27. Januar 1847 auch 
erwählter Ständedeputirter für den 2. schleswig'schen ländlichen Wahl- 
district, später Besitzer von „Petersminde" auf Virum-Mark Im Kirci^ spiel 
Lyngby, wo er 31. März 1864 starb. — Vergl. Erslew Suppl. III, 
S. 611 612. 

Kr lieferte einige landwirthschaftiiche Beitrage zur Tidskrift for 
Landökonomie. Ny Ra;kke VHI, 249—253 und IX, S. 109 - 115 
(Gm Brakmarkens Benyttelse), S, 508—13 (Et Par Ord om Engen). 

*\Viiuholt, Hans, geb. 17. November 1785 in Vesterborg auf 
Laaland, erhielt seine Ausbildung in Dänemark, 11. December 1816 
GapeUan beim Prediger Teilmaon in Tollöse und Aagenip auf Seeland, 



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880 



WUda. 



23. Mai 1821 Prediger in Falslev im Stifte Aarhmis, vom 1 1 . Mai 182 5 
bis 16. April 1841, wo er starb, l'astur zu Moltrup und Bjerning in der 
Propstci Hadersleben. — Vergl. Erslew^III, S. 549 und Suppl. III, 
612 und 613. 

Ot7i Menneskets höie F'orpligtelse til Lydighed mod Oevrigheden« 
Haderslev 1831. 8^ 

Taler. Kjöbenhavn 1S31. S\ 

Uebmetzte in's Dänische : Praediken paa den Dag, da Staendernes 
anden Forsamling for Hcrtugdömmet Slesvig blev aabent, den 2 1 . Mai 
1838 holden i Slesvigs Domkirke af C. F. Callisen. Haderslev 183S. 

Einzelne Gedichte in der „Dannevirke". 

*lYiIda« Eduard, geb. in Halle und Sohn des s. Nr. 2372 
genannten Wflh. Ed. Wilda (?), Ingenieur, Director der Baugewerkschule in 

Eckemförde, seit Prflhjahr 1874 mit der Organisation der höhten 

Gewerbe- und VVerkrneisterschulen in Druun betraut, im Juli desselben 

Jahres vom österr. Unterrichtsniinist(;r zmn dehnitiven Director genannter 

Lehranstalten ernannt, Reg.-R. und l'rofessor. 

Die Organisation der Österreich. Staatsgewerbeschule, insbesondere 
der k. k. Staatsgewerbeschule zu Hrimn in ihren Motiven beleuchtet 
und mit der Organisation der deutschen Schule in Vergleich gestellt. 
Brünn, VVinkler, 1875. 8". 

Wahrnehmungen und (Jedanken tiber technisch-gewerbliches Schul- 
wesen. Bericht über eine gelegentlich der Pariser Weltausstellung 
1878 im Auftrage des österreichischen Unterrichtsministeriums unter- 
nommene Studienreise. Leipzig, Knapp, 1879. 8^ 

Gewerbe und Schule. Vortrag, gehalten im Museum für Kunst 
und Industrie in Wien. Brünn, Winkler, 1882. 8^ 

Die Kinematik des ebenen Systems in elementar • mathematischer 
Ableitung. Mit 1 Tafel. Brünn, Winkler, 1883. 

Mechanik, 2. Cursus. Kinematik und Dynamik fester Kdrper. Mit 
72 Figuren. Das. in dems. J. 8^ 

Math^atiscfae Vorschule fiir den Unterricht in der technischen 
Mechanik an höheren Maschinen - Fachschulen. Mit 4 Fig.-Tafeln. 
Brünn, Winkler in Comm., 1884. 8°. 

237 1) Wilda, Ferdinand Adolf, geb. 18. Februar 1812 in 
Hamburg, Sohn des Lederhändlers Falk W. und der Hanna, geb. Berschel, 
ein Halbbruder des im Haui)twerk und unten aufgeführten Wilhelm 
Eduard W. (Nr. 2372), besuchte das Johanneum, erlernte die Landwirth- 
schafl und studirte dann in Kiel und Berlin, wo er zum Dr. philos. 



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WUda - Wüdenmdt. 



881 



promovirt wurde, habilitirte sich Ostern 1840 als Privatdocent der 

C inu ralwissenschallen an der Kieler Universität, war von Mich. 1845 

bis Ostern 1847 Lehrer der Mathematik an der Hamburger Realschule, 

zog dann nach Leipzig, später nach Berlin, woselbst er im September 

1862 starb. — S. Lexikon der Hamb. Schriftsteller B. 8, S. 39. 

Gab noch heraus: Landwirthscliaflliches Centralblatt lür Deutsch- 
land Jahrg. 1 — 10. Leipzig, Hinrichs, 1853 — 1862. (Wurde von 
Ant. Krocker fortgesetzt.) 

Ferner: Repertorium der wissenschaftlichen Forschungen und prakti- 
schen Erfahrungen im Gebiete der Landwirthschaft Jahrg. 4 — 6, 
1856—58. Berlin, Hosselmann. 8®. 

*Wil(la, Johannes, geb. (in Breslau?), .Sohn von VVilh. E. VV. 

(Nr. 2372)f Bruder (?) von Ed. W., Redacteur der schleswig-holsteinischen 

Zeitung in Neumünster bis Juni 1885. 

Aaf hoher See und an der Kidste. Ein Bilderbuch ohne Bilder. 
Halle, Niemeyer, 1877. 8^ 

Ein von ihm an die heimkehrende Besatzung des Kriegsschiffes 
,, Rover", die Besatzung des im December 1884 gestrandeten Kriegs- 
schiffes „Undine" gerichtetes (ledicht wurde auf Veranlassung des Mnrine- 
niinisters v. Caprivi 1885 im Mai in mehreren hundert Exemplaren 
gedruckt und an die Marine vertheilt. 

2372) WUda, Wilhelm Eduard. — Vergl. über ihn noch 
Lexikon der Hamb. SchriftsteUer B. 8, S. 39—41. 

Redigirte nach dem genannten Lexikon von Ostern 1848—49, 
um welche Zeit er noch Pfotossor in Breslau war, ein Volksblatt 
,,Der Landbote". ^ 

Wildenradt» Johann Christoph Karl Georg, geb. 
3. November 1845 in Tondem, Sohn von Friedr. G«o. Chr. Joh. v. W. 
(derselbe stodirte Jura, ward später Buchhändler, dann Privatlehrer, dann 

commiss. Branddirector und diinn Hülfsarbeiter auf dem Amtsgericht in 
Tondern} und Enkel des Postmeisters Kriegsrath v. \V. in Tondtirn, der 
Sohn war erst Kupfersteeher, wandte sich darnach aber der Schrift- 
stellerei zu, zur Zeit in Pforzheim. 

1) Fra Filippo Lippi. Episches Gedicht. Hamburg, Meissner, 1878.8". 

2) Die Historie von Herrn Hartwig und von der treuen Else. 
Da.*;. 1879. 2. Aufl. 1881. 8«. 

3) In der „Universal- P.Ibliothck für die Jugend" H. 120: Adalbert 
von Harras. Occo then Broek. Zwei Erzählungen. Stuttgart, Kröner, 
1882. 8^ 



88> 



Wildhagen - Wilkeus. 



4) Der letzte Wendenköllig« Romantisches Gedicht. Leiprig, A. 
G. Uebesldnd, 1882. 8«. 

5) 12 Balladen. Leipzig, Uebeskind, 1883. 8^ 

6) In Ferd. Schmidts „deutsche Jugendbililtothek'* 62 : Geschichte 
und Dichtung. 4 Erzählungen. Kieuznach, Voigtländer, 1883. 8^. 

7) Der Zöllner v. Klausen. Historischer Roman, B. 1, 2. Leipzig, 
SchUcke, 1884. 8». 

8) Schön-Düwecke. Eine Geschichte aus dem 16. Jahrh. Leipzig, 
Elischer, 1886. 8^ 

9) Der letzte Römer. Historischer Roman. B. 1—3. Berlin, Otto 
Janke, 1886. 8'*. Besprochen „Tägliche Rundschau'* vom 10. Juli 
1886, Beilage. 

Beiträge zu verschiedenen Zeitschriften, auch zur „deutschen Jugend" 
1884, Juli-August-Heft: Kannt der Laward. 

2373) Wildhan^etl, Hermaim Friedrich Adolf, geb. 21. Aug. 
1811 zu (irossenwiehe, Sohn von Jacob Nicolau.s Wildhagen (Nr. 2374 
im Hauptwerk) — — starb in Hagen (Westfalen), wo er £Üs Pastor 
pensionirt war, 20. Juni 1875. 

*Wilibald, Pseudonym, vergl. Wnlff, Joachim Wilhelm 
(Wilibald). 

*Wilke, AI brecht, gel). 10. Januar 1843 zu Gutzkow in 
Pommern, besuchte tias Gymnasium in Anklain, studirte 1864 — 68 in 
Greifswald vorwiegend Mathematik und Naturwissenschafl, ein Jahr Haus- 
lehrer, Ostern 1870 wissenschaftlicher Hülfslehrer an der höheren Bürger- 
schule in Sonderburg, bestand anfangs Juli desselben Jahres das Examen 
pro fac. doc, nahm 10 Monate am Feldsuge von 1870/71 theil, dann 
wieder in Sonderburg, wo er den 4. November 1871 4. ordentl. Lehrer 
wurde, kam Ostern 1873 an die höhere Bürgerschule in Wollin, U. Oct. 
desselben Jahres ordentl. Lehrer der Realschule in Kiel, Ostern 1881 
Director der Realschule in Ganderslieim. 

Bearbeitete die 6. Auflage von M. Schiichting, chemische Versuche 
einfachster Art. Kiel, Homann, 1878. 8^. 

2377) WilkenSi Peter Heinrich Jacob, geb. 13. Februar 
1824 in Altona, besuchte das Segeberger Seminar von Michaelis 1846 
bis dahin 1849 (exam. mit dem 1. Ch.), Lehrer und Organist in Teten- 

böU, Ostern 1869 2. Lehrer, später Vorsteher der ersten Madchenbürger- 
schule in Altona, 1883 lum Vorsteher der 2. Knabcnbürgcrsciiule vom 



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888 



Scbuloollegio ernannt und im October desselben Jahres von der Regierung 

bestätigt — S. Lange, das Segeberger Seminar, Rendsburg 188 i , S. 243. 

Beiträge zur Beurtheilung der aUgenndnen Bestimmungen vom 
15. October 1873, betr. das Volksschulwesen. Garding, Lühr &. Dirks, 
1873. 8». 

Beiträge zur schleswig-holsteinischen Schulzeitung u. a. in der 

Controverse zwischen Lange und Saggau über die Methode des 
Unterrichts in der biblischen Geschichte. 

2378) Willatzen* Peter Johann, geb. 12. September 1824 

in Silberstedt, Krdisp. St. Michaelis der Stadt Schleswig, Sohn des Lehrers 

daselbst, kam früh mit dem Vater nach Hadersleben, wo er die Schule 

und eine Zeit lang das Gymnasium besuchte, 1842 — 1845 auf dem 

Seminar in Tondern, darauf Hülfslehrer an der Stadtschule in Altona, 
kam 1849 als Substitut seines Vaters nach Haderslcben, v.ani aber im 
Mai 1850 afigesetzt, unterrichtete dann als Privatlehrcr wnter, zog sich 
aber vor ilrri Tnvectiven der Dänen zurück und trat in die schleswig- 
holsteinische Armee ein, in der er bis zu ihrer Auflösung das Amt eines 
Feldküsters versah, icam im April 1851 als Lehrer einer höheren Töchter* 
schule nach Bremen, unterrichtete dort eine Reihe von Jahren an ver- 
schiedenen Instituten vonugsweise in Geschichte, 1865 vom Senat aum 
Lehrer an der Hauptschule gewählt. Seine Freundschaft mit dem Dichter 
und Lehrer Friedrich Rupert! in Bremen förderte seine früh geübte Neigung 
und Fertigkeit in den nordischen Sprachen. — Vergl. Brümmer^s deutsches 
Dichter-Lexikon B. 2, S. 507—508. 

Die 2. AüA. von dem s. Nr. öj im Hauptwerk angelülirten epischen 
Gedicht: Hannibals Tod erschien Bremen 1870. 8^ 

Die unter 6} angclührte Uebersetzuug altisiändischer Volksbaliaden 
und Heldenlieder der Fseringer erschien Bremen 1865 (nicht 1863). 

Von ihm soll noch eine nicht zu eruirendc Ciedichtsammluag unter 
dem Titel Tagfalter 1855 erschienen sein. 

Buch der Lieder. Bremen, Müller, 1866. 8". 

Uebersetzte H. C. Andcrsen's Bilderbuch ohne Bilder. Bremen, 
Ruhtmann & Co., 1869. 2. Aufl. 18 76. 8". 

Uebersetzte: Nordische Novellen. Ebendas. 18 70. 8". 

Desgl. in der Bibliothek humoristischer Dichtungen Nr. 8, Holberg: 
Der politische Kannengiesser. Komödie in 5 Acten. Halle, Barthel, 
1871. 8«. 

Desgl. H. Hertz, König Ren^'s Tochter. Lyrisches Drama. Bremen, 
Kühtmann & Co., 18 71. 8^ 



384 Wille - Y. Wffleiiicieg.Siiluai. 

Gedichte. Auswahl. Bremen, Tannen, 1872. 2. Aufl. 1873. 3. ver« 
mehrte Aufl. Halle, Gesenius, 1876. 8^. 

Biq^enxweige deutscher Lyrik nach Gdthe. Anthologie» Bremen, 
Kühtmann & Co., 1875. 

Seine ErsiHngsgedichte Tanden schon in den 40 er Jahren Aufnahme 
im Hamburger Beobachter. — Revidirt. 

* Wille y Gundeline Elisabeth, geb. Sloman, geb. 9. MSxz 
1809 20 Itzehoe und seit 24. Mai 1845 verheirathet mit Dr. phil* Jean 
Francois Arnold Wille, über den wie auch über sie zu vergl. Lexikon 
der Hamburger Schriftsteller B. 8, S. 45 und 46. Sie lebt ntr Zeit zu 

Marialcld bei Meilen in der Schweiz. 

Der Sang des fremden Sängers. Eine Phantasie. Hamburg 1835. 
2. Au«. 1836. 8^. 

Dichtungen von 1:^. Sloman. Das. 1836. 8". 

Felicitas. Roman von Eliza Wille, geb. Sloman. i h. 1 — 2, Leipzig 
1850. 8». 

Johannes Olaf. Roman, ih. 1 3. Leipzig 1872. 8". 
Stilllebcn in bewegter Zeit. Th. 1—3, Leipzig 1878. 8<* 

* Wille, Jens (fehlt im L. & Sehr.), geb. 1750 auf Christianshavn 

(Kopenhagen), von 1781 C()rres[x>ndent beim grönländischen Handel, 

1786 Inspector auf Grönland bis 1790, von 1806 an als administriien- 

der Director des Fischerei- und Handels-Instituts in. Altona, 31. Mai 1816 

Generalkiiegscommissär, starb 27. März 1820. — Vergl. Eislew III, 

S. 559 und SuppL m, 617. 

Ueberselate in's Dänische schon 1795 „de iire Formyndwe. Comedie 
i 3 Acter af Schröder. Kbh. 8^ und Brandskatten. Comedie i 
1 Act af A. V. Kotzebue. Ib. 1806. 8*>. 

*V. Willemoes-Sulini , Rudolf, geh 11. September 1847 in 
Glückstadt, Sohn des späteren Landraths und Rammerraths v. W.-S. zu 
Rendsburg und der Mathilde gel), v. Qualen, gebildet vom 9. Lebens- 
jahre an im Institut des Dr. Schleiden in Hamburg, dann auf den Gym- 
nasien in Altona und Hamburg, Ostern 1866 in Bonn, wo er sich, fiir 
das juristische Studium bestimmt, mit Vorliebe den Naturwissenschaften 
zuwandte, seit Mich. 1867 in Manchen, 19. Februar 1870 Dr. phil. in 
Göttingen, im Sommer 1870 in Kiel, im Herbst auf Seeland, genügte 
seiner Militärpflicht im 2. hessischen Husaren-Regiment, habilitirte sich 
im December 1871 als Dooent der Naturwissenschaften in München, wo 
er gldchzeitig Assistent am zoologischen Museum war, nahm im Hcwbst 



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von Willisen. 



385 



1872 theil an einer jExpedition nach den FärOern, wurde dem FtDfessor 
Wyville- Thomson in Edinburg bekannt und durch Prof. Huxley er- 
muntert, die wissenschaftliche Expedition am Bord des „Challenger" mit- 
zumachen, starb aut tler Reise von den Sandwich-Inseln nach Talüti 
13. Se[ttember 18 7 5. 

Anatomie und Kntwickelung einiger Parasiten aus der Familie der 
Trem<it(ulen und Nemathalamiteii. Inaug.-Diss. C.öttingen 1870. 8*^. 

Biologische Untersuchungen über niedere Thiere. Habilitations- 
schrift. München 1S71. 8". 

Challenger-Briefe 1872 - 75. Leipzig 1877. S. Kieler Zeitung 
1877 vom 2. October, A.-Nr. 

Beiträge naturwissenschaftlichen Inhalts zu der zoologischen Zeit- 
schrift in Frankfurt, u. a. 1 866 : I'auna von Andernach; — Briefe 

von der Challenger-Expedition in Zeitschrift für wissenschaft- 
liche Zoologie; - kleinere Mittheilungen in den Proc ee d in gs 
of the Royal society. Eine umfangreichere Abhandlung ülier 
Tiefsee-Crustaceen mit 8 TtL sandte er Ende des 1. Jahres der 
Challcngcr-Expedition vom Cap aus ein. 

*VOn Willisen, Wilhelm, geb. 30. April 1790 zu Stassfurt, 
machte als junger Üfficier den Krieg von 1806 mit, bei .Auerstädt schwer 
verwundet, in französische Gefangenschaft gerathend, nach der Befreiung 
und (Genesung auf dem Gymnasium, schloss sich« seine Universitätsstudien 
unterbrechend, 1809 dem Scbilt^schen Zuge an und focht bei Dodendorf 
mit, ging dann in österreichische Dienste und nahm an der Schlacht bei 
Wagram theil, kam nach dem Frieden von Schönbrunn in mannigfache 
politisch'literarische Verbindung mit Adam Mfiller, Gentz u. a., förderte auch 
seine allgemeine und kriegswissenschafUiche Bildung, war 1812 fast ein 
Jahr lang (lelungencr, fand erst nach der Dresdener Schlacht (lelcgcnhcit 
zu entfliehen^ focht bei Leipzig mit, nahm an den Feldzügen bis 1815 
theil fbci Laon, Paris, Ligny, Waterloo), kam als Hauptmann im General- 
stab heim, begleitete später unter mehrjährigem Urlaub den Sohn des 
Generals York auf Reisen, kehrte im Sommer 1827 zurück, erhielt die 
Stelle eines Chefs im grossen Generalstab und übernahm im folgenden 
Jahre den Lehrstuhl der Kriegsgeschichte an der Kriegsschule, 1840 Chef 
des Generalstabs des 5. Armeecorps, 1843 Generalmajor und Brigade* 
Commandeur in Breslau, bald darauf nach Posen versetzt, üt»ernahm 1848 
die Mission nach Posen, in Folge deren er bei Friedrich Wilhelm IV, 
in Ungnade fiel, wurde im Avancement übergangen, hielt sich im Herbst 



386 WUlm« - Wilmanns. 

1848 bei Radetdcy in Mailand auf, kehrte Ober Wien Ende Febr. 1849 
nach Berlin zurück, wo er auf kurze Zeit für den Kreis Oels in die da- 
malige erste Kammer trat, forderte, als er heim Avancement zum General, 
lieutenant wieder ül)organg<Mi wurde, seinen Abschied und ward als 
Generalliouteuant zur 1 )isiiütiition gestellt, kam im Winter 1S49/50 in 
Paris, wo er sich behut's kriegswissciisclialthchcr Stndi«>n aufhielt, mit dem 
Agenten der schleswig-holsteinischen Statthalterschalt v. Schleiden in Ver- 
bindung und erhielt den Antrag, an Honin's Stelle in Schleswig- Holstein 
einzutreten, im April 1850 kam der Contract mit der Statthalterschaft zu 
Stande, legte 1S50 die Oberbefehlshaberstelle der schleswig-holsteinischen 
Armee nach der Schlacht bei Idstedt nieder, starb 2S* Febr. 1879. 

Uebmetze F. Baucher : Methode der Reitkunst aus dem Französischen, 

2, Aufl. nach der 4. Aufl. des Originals. Berlin, Duncker & Humblot, 
1843. 3. Aufl. 1845. Zusätze 1843. 

OtTeiicr Brief an Herrn Major v. Voigt-Rhetz als Entgegnung auf 
seine aktenmässige Darstellung. Berlin, Duncker & Humblot, 1848. 8". 

Akten und Bemerkungen über meine Sendung nach dem Gross- 
herzogthum Posen im Frühjahr 1848. Kiel, Schröder & Co., 1850. 8". 

Ueber cavalhmstisehcs Reiten. Dessau, Barth, IS6 5. 2. Aufl. 1873. 8". 

Theorie des gnjsseii Kriegs. Th. l — 4, und zwar Th. 1 und 2: 
Der russisch - i/nlnis( !ie Feldj^ug des Jahres 1831. (1. AuM. Berlin, 
Duncker Humbi<)t, 1840.) 2. Aufl. Th. 3: Die italienischen Feld- 
züge der Jahre 1848 und 1849. (1. .-^ufl. Das. 1848.) 2. Aufl. 
nebst Anhang: Der Feldzug in Syrien. Ueber die Befestigung von 
Paris. Ueber grosse Landesvertheidigung. Th. 4 : Die Feldzüge der 
Jahre 1859 und 1866. Leipag, Duncker & Humblot, 1868. 8^ 

Auf die schleswig holsteinischen Verhältnisse besOgliche Tagebuchs* 
• Mtttheilungen im Grensboten 1862. 

Diverse Artikel für die Beilage der Staatszeitung während der 
30er Jahre, über den Polen-Aufstand im militärischen Wochen- 

bl a f t. 

*Willllls, Amalie, get). Wildermuth, (iattin des Pastoren Gerhard 

£d, WiUms (geb. 1835 zu Etzel in Nordfiiesland, 1866 zweiter Com- 

pastor in Meldorf, von wo er 1878 nach Oldenburg ging). 

Die beiden Boie. £in Blatt aus der Reformationsgeschichte. 
Historische Erzählung. Nördlingen 1879. 8^ S. Itzeh. Nachrichten 
1879, Nr. 148. 

*Wllinanns, August, geb. 25. März 1835 zu Vegesack, be- 
suchte das Gymnasium in Bremen und Verden bis 1854, studirte in- * 
Bonn, wo er 1863 zum Dr. phil. promovirt wurde, Etivatdooent und 



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I 



WUmanns — Wilms. 887 

Bibliothekar, später ausserord. Frolessor in Freiberg, 187 1 ord. l^rof. der 

Philologie in Innsbruck, <l;uni desgleirhtMi in Kiel bis 1. Ai)ril 1S74, 

darauf Protessor und Oberbibliothekar in Königsberg, im Jnli 1875 in 

gleicher Kigenschart nach Göttingen berufen, von wo er als Chef J1886 

an die k. Bibliotliek in Berlin kam. — Vergl. die Vita vor der unten 

verzeichneten Inaug.-Diss., Moniteur des dates Sappl, s. v. 

De M. Terentii Varronis librls grammaticis particula. Dbs. inaug. 
Bonnae 1863. 

He 1'erentii Varronis libris grammaticis. Reliquias adjecit. Berolini 
1864. 8». 

2379) Wilmatins^ Wilhelm Franz, geb. 14. März 1842 in 

Jüterbog — — kam von Berlin« wo er Lehrer am giauen Kloster, 1874 

als Professor der deutschen Sprache i::id Literatur nach Greifswald und 

von dort 1877 nach Bonn. 

Noch von ihm: Die deutsche Sprache und Orthographie als Unter* 
richtsobject in den untersten Gymnasialdassen, im Progr. des Gym- 
nastoms zum grauen Kloster (und auch im Buchhandel). Berlin 
1870. 4» 

Mit O. Jaenidce und Elias Steinmeyer: Altdeutsche Studien. 
Bertin 1871. 8^ 

nie Reorganisation des Kurfürsten »Collegiums durch Otto IV. und 
Innocenz IQ. Berlin, Weidmann, 1873. 8^ 

Die Entwicklung der Kudrundichtung untersucht. Halle 1873. 8^. 

In der Festschrift zur 3. Säculaifeier des Berliner Gymnasiums zum 
grauen Kloster: Quellenstudien zu Göthens Götz von Berlichingen. 
Berlin, Weidmann, 1874. 

Beiträge zur Erklärung und Geschichte des Nibelungenliedes. Halle 
1877. 8». 

lieber die preussische Schulorthographie. Vortrag im Bonner 
Bildungsverem. Köln 1880. 8°. 

Deutsche CIrammatik für die Unter- und Mitteldassen höherer 
l^hraostalten. 3. Aufl. Berlin 1880. 8«. 

Kommentar zur preussischen Schulorthographie. Berlin 1880. 8«. 

Leben und Dichten Walthers von der Vogelweide. Bonn, Weber, 
1882. 8» 

2380) WilmS) Bernd Diedrich, geb. 13. November 1813 
im Gute Maasleben — — trat vom I^hreriiosten der Abth. A am 

Seminar in Tondern «m Ostern 1885 in den Ruhestand, erhielt bei der 

Gelegenheit den Kroncu<jrden 4. Cl. 



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888 



von Wimpfen — Wintera, 



In der Tondern*schen Zeitung vom 1875: Ueber die 
städtische Wittwencasse ; — im schleswig-holstdnisdien Kirchen* 
und Schnlblatt 1881, Nr. IS und 19: Der Unterricht in der 
biblischen Geschichte auf der Unterstufe. 

2381} von Wimpfeni Friedrich Ferdinand Franz, geb. 

31. März 1805 in Glücksburg 6. Oct. 1853 R. v. D., 6. Oct. 

1856 Forstmeister, 31. Juli 1866 Obermrster der 3. oder Jüt*5chen 

Forsdnspeclur, 2(<. Mai 1867 Kamiin'rhtMr. 

Oversigt over rcugcudbyUct at Sutsskoveiic i Ruugcrigcl Daninark 
ioT de enkcltc Skovridcrdistricters Vedkoimnende Ibr Aarcuc 1852 
bis 1860. Kbh. 1860. 

Anviisning til Plaritiiing af Rör (Arundo phragmitis) efter den at 
Gaardejer Kr. Rouss i Wulfsdorf pr. Ahrenshorg i Holsteen opfundne 
Methode, in Unde's Beretning om den 5. Danske Landmands-For- 
sammling 1854, Bilag VI, S. 186—90, und in der deutschen Ueber- 
Setzung Beil. VI, S. 215 — 19. 

Mehrere das Forstwesen betreffende Artikel in Faedrelandet 
1860 und 1861. 

* Winkler 1 Emil Alexander, geb. am Rhein, 1862 in Berlin 
zum Dr. med. et chir. prumovirt, Arzt in Altona. 

De haemophilia diss. inaug. nerolini 1862. 8". 

* W'ilistrnp, Laurits Albert, 1852 Stadtbaumeister in Flensburg, 
6. October 1854 R. v. 1)., 10. April 1860 Bau-lnspector tür das unter 
das damalige dänische Finanz-Ministerium ressortirende Bauwesen in Jüt- 
land und Schleswig (wohnhaft in Kolding). (Geb. 28. Januar 1815 in 
Kopenhagen, wo er auch seine Ausbildung erhielt.) — Vergl. Erslew 
Suppl. III, S. 629 und 630, wo auch seine schriftstellerischen Arbeiten 
angetllhrt sind, die nicht hierher gehören. 

* Winters, Bern: ird Adolf, get). 13. Juli 18J8 zu Westen 
bei Verden, S<»h:i des Kcninieistcrs Karl W., besuchte das (ryinnasium 
seiner Vaterstadt bis zum 14. Jahre, widmete sich der Landwirthschatl, 
bezog 1851 die Universität Göttingen, von 1853 an wieder in Wirth- 
schallen als Verwalter thätig, kaulle 1857 den Hof Niei^iahn bei Hohen- 
westedt, entfaltete im landw rthschatUichen Vereinswesen ersprtessliche 
Thätigkeit, Mitglied der Diiection des landwirthschaftlichen General- 
vereins, an der Einschätzungsarbeit ftlr die Grundsteuer-Regulirnng be- 
theiligt, stand in erster Reihe unter den Förderern des Haidekultur* 
Vereins, wurde besoldeter Gcschäftsltlhrcr desselben, starb 15. Mai 1881. 



L.iyui<.LU Oy VjOOQle 



Wiwel - Wiih. 



389 



S. Vereinsblatt des Haidckultur- Vereins lür Schleswig - Holstein Jahrg. 9, 
S. 98 f. 

Redigirtc^ das Vcroinsblatt für den Haidekultur- Verein für Schleswig- 
Holstein von dessen Heginn 1. April 1873 an bis zu Jahrg. 8, 18S0. 

Kinr.clncs in den It/choer Nachrichten u. a. 1875, Nr. 18: 

Entgegnung auf Truniiners Aufsatz. 

*V. Wissi^K l'Udwig, geb. in Hannover, war währenddes ersten 
schleswig-holsteinischen Krieges Commandeur der Artillerie-Brigade, kehrte 
nach seiner Verabschiedung nach Hannover zurück und erhielt die Kreis- 
Kinnehmerstellc zu Verden. — Vergl. Möller in Ztschr. der Gesellschaft 
Titr schlesw.-hoIst.-lauenb. Geschichte B. 15, S. 65. 

Erlebnisse und Retrachtungen in den Jahren 1848 — 1851, besonders 
in Beaehung auf Schleswig-Holstein. Hambui^g 1851. 8*'. 
2383) Wittwe, Wilhelmine Luise Friedrike, geb. Diener, 
geh. 1796 in Augustonbtn'g, Tochter des herzogl. Haushofmeisters, 

starl) als Wittwe des Buchdruckers Wiswe in Sonderburg in Tondcrn 
1. Mar/. 18 54. — Mitgctheilt. 

-384) VVit, V. Döring*), Ferdinand Johannes, geb. 1800 

in Hamburg, Eimsbüttel, starb zu Meran October (nach Beeck^s 

Handlexikon S. 435), am 9. October 1863 (nach dem Lexikon der 
Hamb. Schriftsteller B. 8, S. 96). 

2385) With, Georg Christian, geb. 5. Februar 1796 in 

Bedsted, Kr. Ai)«nrade, — — 19. Februar 1858 wirklicher Gestütmeister 

und gleichzeitig K. v. I)., 11. Marz selbigen Jahres als Lector an der 

Veterinärschulc in (»naden (entlassen, starb in Fr('il{'riksl)()rg 15. Sept. 

1861. — Vergl. noth F.rsh-w Suppl. III, S. 648 und 649. 

Noch von ihm : Almeenl'attelig Anviisning til Huusdyravlen. 3. Udg. 
Kbh. 1857. 

Rapport om de kcnigl. Stutteriers iilsUiiid <>g Virksomhed og do 
med otTeiitlig Understr)ttrls(! alholdte Dyrskucr m. m. afgiven til 
Indenrigsniinisteriet für Aarene 1852 — 1861, 2.— 10. Aarg. Kbh. 
1853 — 1861. 

iJlandede Meddeleber at Siutt<:ri\ m scn, Huusdyravl og Veterinärlag, 
Nr. 1. Kbh. 1856. Nr. 2: Um Dannjarks Hestev.Tsen. Üas. 1859. 

Om Heikomsten af de private Hingste og Hingstplage m. m. som 
ved de i 1859 i Kongeriget afholdte Dyrskuer ere blevne belönnede 

•) Nicht Dr>niiig, wenigstens nicht nach ileni im Text verzeichneten T.>extkon 
der Hamb. Schriftsteller. 



^ed by CjOOQie 



390 



With - Witt. 



med Prämier, ellcr befunilnc vxrdige dcrtil Afgivet til Indenrigs- 
ministcrict og trykt med dettes Tilladclse. Das. 1859. 8". 

Noch Beiträge zu ,,den Herlingske Tidende"" 1853, Nr. 31, 32 
und 84; — zu „Ugeskrilt for Landraaend'* 2. Rackke I, 1861, S. 389 
bis 390, 414, 437—438. 

liatte Aiitheil an: Forslag augaaende Foranstaltninger til Huusdyravlens 
Fremme, afgivet af den nedsatte Cotnmission. Udg. af Indenrigs- 
jninisteriet. Kbh. 1851. 8**. An: Veterinär-Pharmacopoe, udgivet 
af det veterinaire Sundhedsraad og autoriseret af Indeniigsministeriet. 
Kbh. 1859. i2\ 

2386) With 9 Otto Heinrich, geb. in Hennstedt, Sohn des am 

29. November 1850 verstorbenen Pastoren M. C. With, — — war in 

Kiel, wo er 1839 tum Dr. med. et chir. promovirt wurde, eine Zeit 

lang Assistent am Hospital, später, wie es in den unten verzeichneten 

(jcdächtnisswortcn heisst, Arzt bei einem deutschen Fürsten in Schlesvvig- 
Holst(;in, dann in Oldesloe, seit 1855 in Bremerhafen, wo er auch 
Physicus, starb daselbst 24. März 1873. — Vergl. H. Wolf: Worte am 
Sarge des Dr. med. U. H. With. Als Mscpt. gedruckt. (Bremerhaten 1873.) 

Noch von ihm ausser HoitrJigcn /.n Fachzoitschriltcn : Das Ohren- 
summen und die nervöse Schwerhörigkeit. Ein Beitrag zur Ohren- 
heilkunde. Altona, Wendeborn, 18 53. 8". 

Anleitung zur Heilung des kiunkharten Asthma. Kino iK)pulär- 
medicinische Skizze. Bremerhafen, Vangerow, 1856. 8". 

Die Gesundhcitspllcgc auf Seeschiften für (icbildctc aller StäJide, 
namentlich für Schififsofikiere und Auswanderer, nach französischen 
und englischen Quellen und eigenen Beobachtungen bearbeitet. 
Das. 1858. 8\ 

Ueber Müchwein und Milchweincuren. Vortrag, gehalten im Bremer 
ärztlichen Verein. Das. 1865. 8<^. 

2387a) Witt, Heinrich, geb. 19. September 1830 in Brande, 

Krchsp. Hömerkirchen (nicht in KeUinghusen), — — zur Zeit erster 

Lehrer an der Mädchenschule in Glückstadt. 

Noch von ihm : Die biblischeti Geschichten alten und neuen Testa> 
ments mit Bibelwort und freier Zwischenrede anschaulich dargestellt. 
Ein HiUfsbuch zum erbaulichen Betrachten und lebendigen Erzählen 
derselben, ß. 1, 2: Altes Testam. B. 3: Neues Testam. Kiel 

Schweis, 1869. 8". 

Praktische Sprachübungen zur festen Einübung der regierenden 
Wörter. Heft 1: die Vcrhältnisj?wnrtx»r. lieft 2: die regierenden 
Zeitwörter und Kigenst hadswörler. Kiel, Schweis, 1873. 8". 2. Aufl. 
von Heft 3. Das. 1878. 8^ 



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Witt - Wöldike. 391 

2388) Witt, Ileniiiiig Friedrich, geh. 18 16 in Langenhorn, 

— — noch als praktisircnder Arzt in Schleswig, auch Besitzer einer 

Privat-Irron-Anstalt, 1884 Stadtverordneter, im April 1885 Sanitätsrath. 

In den Mitthcilungon für den Verein Schleswig- hol st. 
Aer/. te M. 7, 1879, S. 67 f.: Diagnose und Prognose der all- 
gemeinen progressiven l'aralysc der Irren. Vortrag am 11. August 
1878 in der Generalversammlung des Vereins; H. 9, 1883, S. 97 f.: 
Ueber Zwangsvorstellungen. 

2391) Witt, Jürgen, geb. in Brockdorf — — seit 16. Januar 

1846 l^hrer der 2. ivnabenklasse, später der Frei- (Halbtags-) Schuhe in 

Sonderburg, 187 1 25 jähriger Jubilar, zur Zeit ^1880j vierter Lehrer der 

Bürgerschule daselbst. 

Die 2. Auflage der im Hauptwerk angeführten Schrill erschien s. t.: 
. Praktisches l^ehrbuch tler dänischen Sprache. I^'lensburg 1867. 8". 

2392) Witt, Karl Gustav Julius, geb. in Colmar 1871 

praktischer Arzt in Preetz, 1875 in Keitum auf Sylt, später und noch in 

Flensburg. 

* Witte, Georg Andreas Wilhelm, geb. 24. März 1850 in 

Göttingen, besuchte das Gymnasium und studirte vorwiegend Mathematik 

und Naturwissenschaften daselbst, bestand 6* December 1873 das fernen 

pro fac. doc, Neujahr 1874 provis. Lehrer am Progymnastum in Nakel, 

absolvirte 1875/76 Juli ein Probejahr an der höheren Bürgerschule in 

Itzehoe, Michaelis 1876 bis Ostern 187 7 am Gymnasium in Ratzeburg, 

dann nrd. Lehrer an der Albinusschule in Lauenburg. 

Ueber die Construrtion der Kurven 3. (). aus S l'olpaaren, im 
Programm der A]l)inusschulc zu Lauenburg 1881. 4". 

*Wöldike, Andreas (Kordes S. 387, L. & S. Nr. 1337), geb. 

30. Januar (nicht, wie im Kordes, 27. Januar) 1752, starb als Pastor in 

Stürehedinge 29. December 1836. — Vergl. Erslew III, S. 627-^629 

und Suppl. m, S. 693—94. 

Zu dem Schriftenverzeichniss in K.ord^ und LÜbker und Schröder 
sind nach Erslew folgende Zusätze zu machen: 

Praediken over Ephes. 5, 19 da Orgelet i Storehedinge Kirke förste 
Gange blev brugt Kbh. 1795. 

Svar paa de ham 1797 i Adresseavisen Nr. 125 forelagte Spörgs- 
maal i Anledning af en Note, tiliöiet en Gravskrift over Provst Breden- 
berg. Das. 1798. 

Ved Tastor Bichls og min addste Datters Vielse i Vallöe Slots- 
kirke. Das. 1802. 



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899 



Wöldike. 



Den nyc anbef:il{;<l(' Maadc at sorge for Fattigc paa Landet, katl 
bcdre ai hjelpe Nöd end den hidtil brugcligc Maade at uddele 
Almissen. En Praediken. Das. 1803. 

Tale ved Joh. Rehlings Acgtcforcning. Das. 1805. 

1 .iigprrcdiken over Kong Christian VII. Das. 1814. 

Krcdpr.rdiken. Das. 1814, 

'lalo lioldrn i et Venneselskab paa Frcdnrik VI. Födsulsdag« 
2S. Januar 1809. Das. 8^ (Vcrgl. Erslcw im Suppl.) 

Jesu Christi sidslc Lidelsers og Döds Historie. Das. 1820. 

In „Nyeste Skilderie af Kjöbenhavn" 1817, Nr. 24 (Tale ved en 
Mands Jord<'f:iTd, som fandtes död i en Leergrav), 1824, Nr. 56 
(Fortale tU min tydske Praediken 1787 i Helsingörs St. Maria Kirke). 

2397) Wdldlke (nicht Waidicke), Heinrich Christian Piebl, 
geb. 10. Januar 1818 in Brunsbüttel, Sohn des Justizraths und Zoll- 
verwalters Peder W. (f 25. Sejit. 1857) und der Christine Elisabeth 
geb. Lindemann (f 6. April 1854), studirte Jura, exatninirt in Kiel April 
1842 (2. Char. m. A.\ 14. September 1842 Untergerichtsprocurator ftir 
Schleswig, Holstein und Lauenburg, arbeitete seit 1 Icrbst desselben Jahres 
auf dem Rendsburger .Arnthaus, 26. August 1847 Volontair und 17. April 
1848 j)rov. Canzellist in der schlesw.-holst.-lauenb. Cauzlei, 185U fungiren- 
der und 1. Januar 1851 festangestellter Bureauchef im l. Departement 
unter dem ausserordentlichen Regierungs-Commissar liir das Herzogthum 
Schleswig, 29. üct. 1850 Kamtnerjunker, 7. Mai 1852 Mitglied des 
Api)ellatk>nsgeri£hts in Flensburg bis 17. März 1864, 1. Januar 1859 
R. V. D., im Mai 1865 Suppleant und Justizsecretär bei der interimistischen 
Ober*Justizcommission für die in Dänemark einverleibten schleswig^schen 
Districte; bestand März 1867 das Examen im dänischen Recht in Kopen- 
hagen, 24. December 1867 Hardesvogt in Helium und Hnidstcdt sammt 
Birkrichter im Biric Lindenborg im Dänischen, . . . Vergl. Erslew Suppl. 
III, S. 695, 696. 

Gab heraus: Chronologiske Sämling af de i Aaarene J848, 1849 
og 1850 udkomne Lovc og Hekjendtgjörclser tor Hertug<lömniet 
Slesvig. Med Register og systematisk Ovcrsigt. (Auch deutsch.) 
Kbh. 1851. Desgl. für 1852. Flensb. 1853. 4". 

(iab heraus: Juridisk Ugeskrift \'or l Icrtugdömmet Slesvig. (Auch 
deutsch.) B. 1 — 10. 1864, Nr. 1 — 5, 6. Januar bis 3. Februar. 
Flensburg 1854—1864. 4^ 

War Mitarbeiter an „Üansk Kigstidende" 1865 — 67, 



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W«ri8lidirer - Wohl. 



898 



* Wöri.shötFer , Sophie, geh. Andreren, geb. 6. October 1838 
in Pinnchcrg, 24. Febr. 1866 vcrheirathct mit dem ArchiCecten Albert 
Fischer Wörishöftcr (f im Januar 187 1), zur Zeit in AJtona (Pseudonym 
S. V. d. Horst). 

(s. n. S. V. d. Horst:) Aus den Erfahrungen einer Hausfrau. Ein 
Weihnachtsgeschenk für Deutschlands Bräute. Würsburg, KeiJer, 

1874. 8". 

s. II. S. V. d. Horst:) l^orvorräthe. NoveJlen. Hamburg» Richter, 

1 8 74. 8". 

(Unter dcms. Pseudonym:) Eine Doppelehe im Mause Wcrkeiilhin. 

Hamburgischc Ndvelle. 15. 1, 2. Hamburg. Richter, 1875. 8". 

Robert des SchitVsjungeii Fahrten unil .\l)eii(euer auf der deiih< hf-n 
Handels- und Kriegsflotte. Mit llln^trationen von B. Woltze. Biele- 
feld, Velhagen.V Klasing. 2. Aufl. 187 7. 3. Aufl. 1880. 4. Aufl. 1884. 8". 

(Unter dem Pseudonym S. v. d. Horst:) Am Abgrund. Novelle. 
(Görlitz, Vicrling, 1878. 8". 

Auf deni Kriegspfade. Eine buliancrgcschit:htc aus dem fernen 
Westen. Mit 16 Tonbildern von H. Merte. Bielefeld, Vclhagen 
& Klasing, 1881. 2. Aufl. 1885. 8". 

Das NaturtbrscherschifT oder Fahjt der jungen Hamburger in tlor 
„Hammonia'^ nach den Besitzungen ihres Vaters in der Südscc. Mit 
Abbildungen. Bielefeld, Velhagcn & Klasing, 1880. 2. Aufl. 1882. 
3. Aufl. 1885. Z\ 

Das Buch vom braven Mann. Bilder aus dem Seeleben. Mit be> 
sonderer Berücksichtigung der Gesellschaft sur Rettung Schiffbriit liiger. 
Der reiferen Jugend gewidmet. Mit Illustrationen von Joh. Gehrts. 
Leipzig, Hirt Sohn, 1SS3. S". 

Kreuz, und <juer durch Indien. Irrfnhrten zweier junger deuts< her 
l .ei( htinairusen in der indis( hen Wunderwelt, Mit 16 Abbildungen. 
HieJel'eld, Velhagen Klasing, 1884. 2. Aufl. 1886. 8«. 

Gerettet aus Sibirien. Erlebnisse und Abenteuer einer verbannten 
deutsclien Familie. .Aut (»rund einer Erzählung von Am^ro und 
Tissot. Mit Illustrationen. Leipzig, Hirt «S: Sohn, 1885. 8". 

Onnen Visscr, der Sehmuggicrsobn von Norderney. Mit 1 6 Bildern 
von Joh. Gehrts. Das. 1885. 8^ 

Durch Urwald und Wüstensand, Mit 16 Tonbiidern. Bielefeld, 
Velhagen Klasing, 1886. 8". 

2398) Wohl, Sieglried, geb. 1807 in Altona — — 1831 
Dr. med. et rhir. in Berlin und spSter, nachdem er als Stabs- und Ober- 
arzt l>ei der Armee in Polen gestanden hatte, im Sept. 1831 bei der 
Kapitulation Warschaus kriegsgefangen geworden, aber glücklich entflohen 



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894 



Wolf - Wolff. 



war, auch in Kiel, — — praktisdicr Arzt in Altona, wo er 12. Febr. 
1881 stin 5< »jähriges I )oct<)rjubiläuin tcicrtc. 

2400) Wolf, Conrad Wilhülm Morit», geb. 19. Januar 1806 
in KnunmotHÜck — — trat in Port tludson in Missouri von dem Pastorat 
suTÜck und wurde Farmer, starb am 18. April 1882. 

2402) Wolf, Heinrich Sönckc Theodor, geb. 18. Septbr. 
1801 zu Knimmendlek — — feierte 30. Sci)tember 1877 in Bremer- 
hafen sein 50 jähriges Amtsjubiläiim. 

Die s. Nr. 6) aiigeführtü Aittrittspredigt führt den Titel: St. l'auli 
Anweisung su gesegneter Wirksamkeit des Predigers in der Gemeine 
bei Ucbernahme seines Amts am Sonntag Sei)tuagesimo 1856 nach 
1. Cor. 9, 24 — 21 • Bremerhafen, Vangerow, 1856. 8**. 

Noch von ihm : Gedenket an eure Lehrer, die euch das Wort Gottes 
gesagt haben, welcher Ende schauet an und folget ihrem Glauben 
nach. Zur Gedächtnissfeier der Reformation. Predigt. Bremerhafen, 
Vangerow, 1857. 8®. 

Gesangbuch zu gemeinschaftlicher und einsamer Andacht. Zunächst 
für die vereinigte evangelische Gemeinde zu Bremerhafen. Bremerhafen 
1857. 2. Aufl. Das. 1871. 8^ 

Uebertrug aus dem Englischen und leitete ein: Kmerson, Parker, 
R(»!)ortson, Spurgpon. l.irhtblldrr nns dem religiösen Leben in 
Alt- und Neu-Kngiaiul. Bremerliaion 1868. 8", S. lU&ehoer Nachr. 
1868, Nr. 61 'v. Sieck). 

Worte Hin Sarg des Dr. med. ( >. U. \Vith, Physicus zu Bremer- 
hafen, am 27. März 1873. Als Mscpt. gedruckt. 8". 

2405) Wolff, Adolf Wilhelm, geb. 13. (nicht l5.)December 

1815 in Flensburg <— — 20. Januar 1869 Justizrath, legte seiner ge> 

schwächten Gesundheit halber zum 1. October 1879 seine Praads als 

Rechtsanwalt und Notar nieder und erhielt gleichzeitig den unter dem 

11. August s. Jahres ihm verliehenen R. A.-0. 4. Cl. 

Noch von ihm: Des Publius Ovidius Naso Herolden. Deutsch im 
Versmasse der Urschrift und erläutert. Leipzig, Phil. Reclam, o. J. 
(1880). 8**. (In der Reclam'schen Universalbibliothek Nr. 1359 bis 
1360.) Auch später mit einigen Verbesserungen wiederholt neu 
gedruckt. 

In der Zeitschrift der Gesellschaft für die Geschichte 
der Herzogthiimer Sc h 1 e sw i g- H o 1 stein und Lauenburg 

B. 2, S. 333 f.: Kine Tortur in Flensburg; vollzogen 17 67, R. 3, S. 41 5 f.: 
Beschwönmgsformeln im Jahre 1608 bestrafter sogenannter Wicker- 
innen t B. 4, S. 69 f. : Bürgermeister Peter Pomerening. Ein Beitrag 



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I 



Wolff. 



896 



zur innern Geschichte der Stailt Flensburg in der 2. Hälfte ilc;s 
16. Jahrhuiuicrts: H. 12, .S. 113 f.: Flensburgs alte Stadtmauern; 
S. 183 f.: Das tlildehaus der Knutsgilde luul Hcinricli Rantzau's 
Haus in Flensburg; B. 13 , S. 278 f,; Zwei Siraforkenntnisse des 
Flensburger Magistrats von 1561 und 1566; S. 293 f.: Zu den 
Familienverhältnissen der Anna Cädlie Ambrosius (vgl. die ZCschr« 
ß. 7); B. 14, S. 159 f.: Das ehemalige Franciscanerkloster tu 
Flensburg. - In der Flensburger nt)rddeutst:hen Zeitung 1883, 
Nr. 134, Heilage: Flensburgs altes Rathhaus. — Revidirt. 

2406) Wolff, Christian Theodor, geb. 31. Januar 1837 in 

Husum — — anfangs 1878 Kreisphysicus in Eckernförde. 

In der Kieler Zeitung 1876 und daraus in der Chronik der. 
Universität Kiel 1876 : Nekrolog über Fiof. Emil Kirchner (f 16. No- 
vember 1876). 

* Wolff« Emil, geb. 14. April 1859 zu Schwartau, Fürstenthum 
Lübeck, Sohn des Zollverwalters W., besuchte von Ostern 1865 bis dahin 

1868 die Knabenbürgerschule in Neustadt in Holstein, darauf das Gym- 
nasium in l'.ntiii bis Ostern 1878, studirLc erst classische, später vor- 
wiet?end neuere Philologie in Kiel, Leipzig, Berlin, wurde Mar/. 1SS4 in 
Kiel zum Hr. phil. |in>muvirt, Probandus am Gytnnu.siutn in I iadcrsleben. 

Zur Syntax des Verbs bei Ädenet Le Roi. loaug. - Diss. Kiel 
1884. 8». 

* Wolff 1 Emil Hermann Friedrich, geb. im M&rz 1845 2U 

Westerstede im Oldenburgischen, besuchte das Gymnasium su Oldenburg, 

studirte erst Theologie seit 1863 in Tübingen, Jena, Berlin, nach dem 

Examen von Neujahr 1867 bis 1868 an der höheren Realschule zu 

Weener in Ostfriesland, studirte dann Philologie in Gdttingen bis Ostern 

1870, angestellt am Gymnasium in Jever bis 1871, am Andreanuro in 

Hildesheim bis 1 877, als Oberlehrer am (iymnasiiini in Hadersleben 

bis Mich. 1885, darauf desgl. am Ciymnasium in Altona. 

Piatos Dialog Charniides für den philos.-[>ro[»adeutischen Unterricht 
skizzirt im Frogr. des Hildeslicimer Andrcaiuims 1875. 

Der Hochmeister. Trauerspiel in 5 Autzügen. Kiel, Lipsius und 

Tischer, 18S:. 8". 

Ausser diversen lieitriigen zu anderen Journalen und Z(3itschriften 
auch Gedichte im schlesvv. -holst. Soiuitagsblatt für Helletrislik, Kiel 1880. 

240 7) Wollf, Emil Theodor, geb. 30. August 1818 in Flens- 
burg — erhielt im April 1871 das Ritterkreuz 1. Cl. der wiirttem- 
bergischen Krone. 



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306 



Von der s. Nr. 10) im Hauptwerk genannten Schrift erschien (in 
der Hiaor-Bibiiothelc) 2. Aufl. Berlin 1867. 3. Aufl. 1875. 

Noch von ihm : 1 3) Die .mittlere Zusanfimonscteung der Asche aller 
Iand> und forstwirthschaftlich wichtigen Stoffe. Stuttgart, IJndemann, 
1865. 

14) Kurze Anleitung zur qualitativ - chemischen Untersuchung an- 
(iri;.inischer Stoffe. Für Anßlnger. Berlin, Wiegaudt, Uempel und 
Parcy, 186 7. 8". 

15) Die laiiclwiitlischafllich - chcniiisfh«'! VcrsiK lisstation Hohtniheim, 
1866 1870. IJrrliii, Wiegandt, Hmmicl l'arcy, 187 1. 8". 

16) Mit \V. Funke und C. Kreuzhage: Versuche Uber das Ver- 
dauungsvermögen verschiedener Schafsrassen. Das. 1872. 8". 

1 7) Die rationelle Fütterung der landwiithschaftlicben Nutzthiere 
(in Thaer-Bibliothek). Berlin, Wiegandt, Herapel & Parey, 1874. 2. Aufl. 
1877. 3. Aufl. 1881. 4yAufl. 1885. 8^ 

18 } IVaktische Düngerlehre mit einer Einleitung Uber die allgemeinen 
Nährstoffe der Pflanzen und die Eigenschaften des Kulturbodens. 
Gemeinverständlicher Leitfaden der Agri' Jrur-Chemie (auch in der 
Thaer-Hihliothek B. 17). Berlin 1868.^ 9. Anfl. 1883. 

19) Die Krnährung der landwirthst haltli« hcn Xutzthicrc. Kritische 
Zusammenstellung der in neuerer Zeit durch thicr-ithysiologisrhc Ver- 
suche erlangten Resultate in ilirer Bedeutung für die Aufgabe «.ier 
landwirthschafUichen Thierhaltung. Gekrönte l'reisschrif):. Berlin, 
Wiegandt, Hempel & Parey, 1876. 8". S. Kieler Zeitung 1876 
vom 7.- .^pril. 

-0) .\schen'.\na]ysün von land- und forstwirthschafUichen Producten, 
Fabrik-Abf^len und wildwachsenden Pflanzen Th. I. Th. 2: Unter- 
suchungen aus den Jahren 1870—1880. Berlin, Parey, 1871 bis 
1880. 4". 

2411) Wolff, Juliane Margaretha (Schwester der im Haupt- 
werk irrtbümltch unter vorgedachter Nr. mit ihr verwechselten Marie 
Elisabeth WolfT, verheirathete Boll, die niemals etwas drucken Hess), geb. 
i. Juni 1801 in Flensburg, verstorben unverheirathet in Wandsbeck 

30. Juli 1870. 

Die im Hauptwerk augeführle „ Elegie am (irabe eines KdleiT' 
wurde auch im Flensburger Wochenblatt abgedruckt, und 
wahrscheinlich im Jahrg. 1830, da die Elegie den Flensburger Colla- 
borator Heinr. Chr. Fr. Prahm (Nr. 1677 im Hauptwerk) betrifft und 
dieser am 29. Septennber 1830 starb. 

Noch von ihr: Räthselbüchlein. Hamburg, Perthes, Besser & Mauke, 
1855. 8 " . 

.Auch stehen wahrsc heinlich von ihr (»ediihtc in der von Professor 
Abraham Voss in Crcuznach herausgegebenen Sammlung Deutsch- 



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Wolff ^ Wolflia^en. 397 

lands Dichterinnen, 1847. — Nach Mittheilungen des Dr. phil. 
Past. einer, loh. Sigismund Strodtmann, wie ihres Bruders, des unter 
Nr. 2405 angelührton Ad. Wüh. W. 

2410) Wollf, Karl Heinrich AugöSt, geb. 26. März 1802 
in Husum — — soll gest(irl)en sein. 

^Wolir, Karl Wilhelm, geb. 3. März 1831 in BerUn, studirte 

Philologie und Theologie, 1851 Dr. philos., 1855 in Berlin examinirt, 

1865 im schlesw.'holst. Colloquium bestanden, 1862 I^hrer an der 

Seemannsschule in Hamburg. 1864 Vorsteher der Privatrealschule in 

Marne, 1865 Rector in Apenrade, 1866 Pastor in Brunsbüttel, nahm 

einen Antrag vom October 1873 an die deutsch-protestantische Gemeinde 

in Genf nicht an, wurde :kül Ansuchen zum 2. Januar lcS7i> vom Pastorat 

in Brunsbüttel entlassen, zur Zeit Pastor in Wernigerode. 

Pflicht um Pflicht. Erzälilung aus den .\rbeiterkreisen. Gotha, 
Perthes, 1870. 8". 

Aus Brunsbüttels vergangenen 'Pagen. Kin Beitrag zur Geschichte 
Dithmarschcns. 2 Vorträge. Itzehoe, A. Nusser, 1873. 8". 

2412) Woiff, Oscar Ludwig Bernhard, geb. 26. JuH 1799 
in Altona — 1830 (nicht 1829) ausserordentlicher und 1838 ord. 
Professor der neueren Sprachen und Uteraturen in Jena, von wo er 

1843 noch eine Kunstreise nach Paris, Wien u. a. O. unternahm, starb 
zu Jena 16. (nach Beeck, Handlexikon S. 434, nach a. Mitth. 13.) Sept. 

1851. — VergL noch Brttmmer's Dichter-Lexikon B. 2, S. 518^519, 
Gartenlaube 1867, S. 808—812. 

*\\ulfhag01I, Friedrich Wilhelm, geb. 3. August 1818 zu 
Krederiksberg bei Kopenhagen, Sohn des Ktatsraths Job. VV., Coininittirter 
der Rentekammer, Enkel des Rathsverwandten Fr. VV. in Tönning 
(Nr. 2413 im Hauptwerk), absolvirte 1842 das jurisüsche Examen in 
Kiel, um Neujahr 1843 Amtssecretär in Hadersleben, 25. Aug. 1846 
Volontär in der schlesw.-holst.-lauenb. Kanzlei, 17. April 1848 prov. 
KancelÜst, 17. Juli 1850 Hardesvogt in der Thyrstrupharde und 26. Juli 
s. Jahres auch in der Haderslebener Harde, II« September const., 
26. Februar 1851 definitiv Amtmann in Flensburg, 6. October 1851 
R. v. D., 29. October 1854 Kammerherr, 8. Juni 1856 Minister fOr 
Schleswig bis 2. December 1859 und aufs Neue vom 24. Febr. 1860 
bis 31. December 1863, in/.wiscben 28. November 1855 erwähltes Mit- 
glied des Reichsralhes, 25. Mai 1864 Landthingsmann, nach i865 längere 



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898 



Wolthagen. 



Zeit auf Reisen, 1867 Vice^Präsident ftir Dänemark auf der Paiiser 

Industrie- Ausstellung, Comntiand. der Ehrenlegion, 24. Januar 1868 D.-M. 

— Vcrgl. Erslew Suppl. H. 3. S. 6 72/73. 

Om det Slfsvigskc (\t; Hol-^ttuniskc Kiddcti.Kai)S Socialnexus, in Anti- 
slcsvigholst. Fragmcutcr IL 10. Rbh. 1848. 8". 

*\VolfliagOU, Friederike, geb. 13. Novcinbcr 1813 in 'i'()nnin^^, 
in der Jugend kranklidi, irot/.detn l)cg:\nn sie bei i)('(leutencler geistig(>r 
Begabung sich mit schritlstellcrischen Arbeiten zu beschättigen, besuchte 
später verschiedene Bäder, England und hielt sich einige Zeit in London 
bei Verwandten auf, reiste darauf auch in Süddeutschland, der Schweiz, 
Oesterreich und Oberitalien, siedelte 1848 von Wandsbeck, wo sie zu- 
letzt mit den Eltern lebte, nach Dresden Über, wo sie am 3. Juli 1878 
starb. — Vergl. Brümmer^s Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten« 
heipdgy Redam, B. 2, S. 95. Sie schrieb pseudonym als Marie Norden. 

I) Der Brand von Pera und die Empörung von Kairo. Hamburg, 
Herold, 1836. 8". 

2} Hofkabalen oder die Verschworenen und ihre Gegner. Das. in 

dems. J. 8". 

3) Patkuls Tod. Das. in dems. J. 8 

4i nie Belagerung von Antwerpen und die Vergeltung. Das. 183 7. 
8*^. Zusiiinmen unter dem Titel : Historische Romane. Das, 1839. 8". 
5) Der Matador. B. 1, 2. Das. 1840. 8». 

()) Die Brüder und der Mönch. Ein siciiianisches Sittengem;ilde. 
Th. 1, 2. Das. 1842. 8". 

7) Erzählungen. Th. i und 2: Die Stiefschwester. Paul Scalig 
in Preussen. Leipzig, Wienbrack, 1843. 8^ 

8) Astolfo Bardonnas. Gemälde aus der jüngsten Vergangenheit 
Spaniens. Das. 1844. 8". 

9) Ilmhorst. Skizze aus der Vorzeit Hamburgs. Th. 1-3* Das. 
1846. 80. 

10) Feldblumen. Th. 1, 2. Das. 1847. 8". 

II) Paris und Berlin. Roman. Th. 1, 2. Das. 1849. 8". 
12) Dresdens Maitage. Ein Zeitbild B. 1—3. l^as. ISSO. 8". 
13j Deutsche Lebensbilder. B. 1, 2. Das. 1851. 8". 

1 4) Rudolf oder das Abenteuer im Riesengebirge. Roman. B. 1 — 3. 
Leipzig, C. L. Fritzsche, 1853. 8'. 

15) Ottokar odier die Reise nach SebastopoL Th. 1 — 3. Das. 
1855. 8«». 

16) I^unkle Wege. Th. l, 2. Hamburg, Verlags-Comptoir, 1856. 8". 

17) Die vieljvihrige Schuld, in Ruhl's Miniaturbibliothek dir Unter- 
haltung \r. 1. Lri]./;-, Uulil, 1858. 8''. 

18j Ivönig Willu iin Iii. und seine Zeit. Historischer Kuiuan. 
Th. 1—3. Dresden, Scliüfer, 1859. 8 ". 



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Wollmanii — Wriedt. 



399 



19) Agnes und Marie. Ein Roman, aus dem englischen Leben. 
B. 1—3. Nordhaosen, BOchdng, 1860. 8 *. 

20) Columbus und seine Zeit, in Album, Bibliothek deutscher 
Original-Romane J 16, Nr. 4 -7. Leipzig, Günther, 1861. 8". 

21) See- und Landgeschichten aus Schleswig -Holstein. B. 1, 2, 
Leipog, Schlicke, 1865. 8^ 

22) Die Dänen hinter dem Danewerk. Das. 1867. 8^ 

*Wollmatin9 Paul, geb. 21. März 1843, Sohn des zu Freistadt 
gestorbenen Rechtsanwalts W., besuchte das' Gymnasium 2U I^uban bis 
Ostern 1861, studirte in Breslau zuerst Theologie, dann Philologie bis 
Ostern 1866, darauf Probandus, Hfilfslehrer und 3. ordentl. Lehrer am 

Gymnasium zu Lauban, von wo er zu Ostern 1872 nach Neumünster 
kam, starb in Neurnünsii-r 15. December 1884. — Vergl. das i*rogramm 
von Lauban vom J. 1867 und das Programm v(Hi NciunünsttT 1873. 

Wie kann das l'Uernhaus die erzichcndi* 'i'hatigkiMt der Si^hiilo 

untcrstüizen und lördern, im Trogr. der Realschule von Neuinünster 

1875. 4". 

2415» Holters, C. H. K., geb. in Altona — — nach dem 
Provinzialhandbuch noch 1871 jm-iktisirender Arzt daselbst. 

2417) Tömmelsdorf- Friedriehsen, Christian, geboren am 
30. Dec. 1821 in Husum, Sohn des am 7. März 1873 in Preetz verstorbenen 
Pastoren Peter Friedrichsen (Nr. 534 vergl. mit S. 468 im 1. Theil des 
Supplements) — — als Diaconus in Hohenwestedt 1871 emeritiit, wohnte 
dann in Preetz. 

Die Lehre vom Himmelreich nach den wichtigsten Gleichnissen 
des Herrn in vollständig ausgearbeiteten Katechesen. Leipzig 1874« 8^. 

Die orthodoxe Lehre vom Wunder, in Greve und Schwartz^s 
norddeutsche Monatsschrift für freien Protestantismus 

1848, S. 141 — 166; die deutsche Kirche in Schleswig in Krause's 
protestantische R ir chenzei tung 1855, S. 601 - 614; Friedens- 
predigt, in Zimmerniann's Sonn tags feier, Aprilhett 1865. 

2418) WommelKdorf-Friedriehsen, Johann Christian 
Meinert, geb. 5. Mai 1818 in Husum — starb in Noitorf, wo er 
als Arzt praktisirte, 30. März 1876. 

2420) Wriedt, Claus Johann Emil, geb. 30. October 1833 
zu Kamp, Krchsp. Warder noch Pastor in Nordhastedt, Propstei S.-D. 

*Wri6ll1^ Victor J. H«, geb. 13. August 1844 in Kiel, besuchte 
das Rendshurgcr Realgymnasium, studirte Medicin, 1869 in Kiel zum 
Dr. med. cL chir. promovirt, AiiL in Altona. 



L.iyui<.LU Oy VjOOQle 



100 



Wuitr. 



Ueber die Verdrängung des Mediastinum bei .Erkrankungen der 
Lungen und der Pleura. Inaug.-Diss. Kiel 1869. 4". 
242i) Wulff, Claus Hinrich, geb. 2. Januar 1822 zu Langen- 

brook, Krchsp* Neuendorf, besuchte das Segcbcrgor Seminar von. Mich. 
1841 bis dahin 1844 (2. m. s. r. A.) — — zur Zeit K Lehrer an 
der Altstädter Knabenschule in Rendsburg. 

•WulflF, Joachim Wilhelm [VVili b ald]*) , geb. 6. October 
1807 in Hamburg, Sohn dos Cämmerei - Beamten Karl Albert VV. und 
der Christine Wilhfliniiio \I;iria gel). Ziegenhirt, erlernte zuerst die Hand- 
lung, wurde 1832 als Schreiber bei der Polizeibehörde angestellt, dann 
Registralor am Fremden-Bureau und 1869 seines (lesundheitszustandes 
halber pensionirt zog nach Schleswig, wo er noch lebt, ist eifriger Be- 
förderer des i hierschtttzwesens und Präses (Secretär) des Tbierschutz- 
Vereins in Schleswig, auch Ehrenmitglied mehrerer Thierschutzvereine und 
Redadeur der Zeitschrift ,,Cimbria". — Vcrgl. Lexikon der Hamb. 
Schriftsteller B. 8, S. 185 — 186. Brümmer's deutsches Dichter^Lexikon 
B. 2, S. 524. 

Der Traum des deutschen Sängers, von Wilibald (ku wohlthätigen 
Zwecken bestimmt). Hamb. 1847. 8^ 

Festrede im Verein der hanseatischen Kampfgenossen bei der 35J. 
Erinnerungsfeier des 18. Octot>er 1813. Das. 1848. 

Gedichte von W. Wilibald. Das. 1849. 8". 2. Aufl. auch mit 
dem Titel: W. Wilibald's poetische Schriften Th. 1. Altona 1859. 
8^ 3. Aufl. das. in dems. J. (unveränderter Abdruck der 2. Aufl.) 
Neuere Gedichte oder poetische Schritten Th. 2. Altona 1858. 
2. Aufl. Das. 1859. 

Festgedicht, dem Verein der hanseatischen Kampfgenossen von 
1813/14 zur 38jähr. Erinnerungsfeier gewidmet. Hamb. 22. März 1851. 

Festrede zur Feier des 18. October 1851. Das. 20. Oct. 1851. 

Am Strande. Zwei Novellen. Altona, Verlags<Bureau, 1877. 8**. 

Die dunkelste Seite der Wissenschaft (Vivisectionen) und ihre Ent* 
hüllung. Hamburg (1878). 8^ 

Schrieb auch unter dem Namen Wilibald Wandrow und lieferte 
viele Betträge zu Monatsschriilen, namentlich zu dem seit 1855 er- 
schienenen Sonntagsblatt A m i c i t i a und Fidelitas, 1875 zu den 
Schleswiger Nachrichten z.B. Nr. 179 ff*: Ueber den Wolken, 

*i Kin Suiiii vcjii iliui ist «Irr am 6, janiiaf IH'M in ll.nubiii- ui-borenc, als 
Novellisl uiiil DichU-r ibt iilalls l.ckaiinlc !• i ich Wilheiui (Wiültald Wulff, über 
deii zu ver^jlcichen das Lexikua Hamb. Schriftüt«ller R. 8. 8. 184 und 185. 



Wnlff. 401 

Humoreske, zu den Itzehoer Narhrirhten z. R. 1881, Nr. 49. 
— Auch Verfasser von Lustspielen und Festvorstellungen. 

* Wulff, Margaretha (Pseudonym Anna Stein), geb. 1792 als 
Tochter des Gutsbesitzers Wulff auf Marutendorf bei Kiel, lebte nach 
dem Tode ihrer £lteni bei ihrer, mit dem Commaadeor des in Itzehoe 
gamisonirenden zweiten Dragoner-Regiments Kammerherm August v. Dflring 
verheiratlieten Schwester und behielt mit derselben nach dem Ableboi 
ihres Schwagers im Jahre 1833 in Itzehoe ihren Wohnsitz, b» auch diese 
1851 starbt luelt sich darnach längere Zeit in den Häusern der ihr 
befreundeten Familien von Hedemann • Hespen auf Deutsch • Nienhof, 
Scheel-Plesseu aui Sierhagen und von Meurer auf Krummcndick aut, zog 
später nach Schleswig, wo sie auf dc^i St, Johannis-Kloster eine Heim- 
stätte fand und wo sie unter der Pflege ihrer Pflegetochter Fräulein 
Johanne Jensen Mitte Juni 1874 starb. 

1) Die kleine Anna, mit 9 Bildern. rlin, VVinkelmann & Söhne. 8^ 

2) Es war einmal, eine Reihe Erzählungen lür Kinder von 
5- — 8 Jahren. Mit 4 color. Bildern von Th. Hosemann. Das. 8". 

3) Bilder aus dem Kinderleben, liir Mädchen von 5 — 10 Jahren, 
mit 6 Bildern in Farbendruck. Das. 

4) Anne Marie. Mii 9 Bildern. Das. (Erschien in wiederholten 
Auflagen und in grosser und gewöhnlicher Ausgabe.) 

5) Bilderqnrache. Mit 6 color. Bildern. Das. 

6) Zwölf kleine Mädchen. Erzählungen filr Mädchen von 5 bis 
8 Jähren. Mit 6 color. Bildern. Das. 

7) Die kleine Monika. Unterhaltungen flir das zarteste Kindesalter. 
Mit 9 Bildern. Das. 

8) Blüthen und Perlen. Kleine Erzählungen liir Kinder von ? bis 

8 Jahren mit 6 Bildern und Titelbild in Farbendruck nach Aquarellen 
von Bürkner. Das. 

9) Samenkörner. Erzählungen lür Kinder von 8 — 12 Jahren. Mit 

9 Bildern. Das. 

10) Kinderbiiefe. Ifit 9 BÜdam von Th. Hosemaim. Das. 

11) Geschichten für Kinder von 10—12 Jahren. Mit 9 Büdem 
von Th. Hosemann. Das. 

12) 52 Sonntage oder Tagebuch dreier Kinder. (2 Aufl., eine 
billige mit 9 Bildern und eine iUustriite Prachtausgabe mit 52 Holz- 
schnitten und 4 Farbendruckbildern von Engen Klimsch.) Das. 

13) Tagebuch dreier Kinder. Fortsetzung der 52 Sonntage. Mit 

9 Bildern. Das. 

14) Mariens Tagebuch, Fortsetzung der 52 Sonntage und des Tage- 
buchs dreier Kinder. Mit 9 Bildern. Das. 

26 



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406 



15) Lebensbuch für Mädchen von 1^ — 15 Jahren. Th. 1, 2. Mit, 
Bildern und Holzschnitten v(in VV. Iricdrich. D^s. 7. Aufl. 1884. 

16) Alte Rckannte. F,iii Nachtrag zu den Tage- und Lebensbüchern. 
Mit 7 Bildern von Th. Hosemann. Das. 

17) LebenspUtne. Mit Holzschnitten von W. Friedrich. Das. 

18) Liesbeth. Erinnerungen an eine kleine Pension. Für er- 
wachsene Mädchen. Mit 7 Bildern* Das. 

19) Felicia. Fragmente aus dem Tagebuch eines jungen Mädchens. 
Th. 1^3. Mi 22 BOdem. Das. 

2427) Wurmb, Adolf Johann Matthias, geb. in iNoustadt (V) 
— — starb in Gelting, wo er als Arzt praktisirte, 23. Octobcr 1868. 

2428) Wurmb t Gustav Nicolaus Friedrich, geb. in Neu- 
stadt noch 1875 als praktisdier Ant in Maine (nach dem Provinzial- 

handbnch). 

2430) Wyneken> Fiiedrich Detlev Ferdinand, geboren in 
Lütjeiiburg — — seit l. Novcnibur 18 73 Arzt in Lensahn und der 
grossherzogl. oldonburgischen Güter. 



^Zahn, Theodor, gob. 10, October 1838 zu Mörs, Licent. und 
später Dr. theol., 1873 ausserord, Professor der neutestamentlichen Exegese 
in (Böttingen, von 1877 bis Ostern 1878 ord. Professor der Theol. in 
Kiel, dann desgl. in Erlangen. 

Ausser diversen Beiträgen zu theol. Fach-Zeitschriflen und Sammel- 
werken: 1) Marcellus von Ancyra. Beitrag zur Geschichte der Theologie. 
Gotha 1867. 8". 

2) Hermae pastor e novo testamento iUustratus* Partie. 1« Göttingen 

1867. 8«. 

3) Der Hirt des Hermas. Gotha 1868. 8". 

4) Ignatius von Antiochien« Gotha 1873. 8*« 

5) Mit Herrn. Ohl: Fest- und Gelegenheitspredigten. Neustrelitz 
1874. 8", 

6) Constantin der Grosse und die Kirche. Vortrag. Hannover, 
Meyer, 1876. 8». 



d by GüOgl 



Zaiid«r — Zeiitler. 



7) Betheiligt mit v. Gel>hArdt und Hamack an der erneulen 
(Dressel'schen) Ausg. der opera patnim apostolicorum. Von ihm 
Fase. 2: Ignadi et Polycatpü epistulae martyria fingmenta. Upsiae 
1876. 8'». 

8) Weltverkehr und Kirche während der 3 ersten Jahrhunderte. 
Vortrag. Erlangen, Dcirhert, 1877. 8^ 

9^1 Predigt über i'hilipper 1, 3 — 11 am Missionsfest ZU Nürnberg 
18. Juni 1878. Nürnberg, Raw, 187 8. 8». 

10) Geschichte des Sonntags, vornämlich in der alten Kirche. Vor- 
trag. Hannover, Meyer, 187 8. 8^ 

1 1) In der von Frommel und PfatT" herausgeg. Sammlung von Vor- 
trägen Nr. 6: Sclaverei und Christenthum in der alten Welt. Heidel- 
berg 1879. 8". 

12) Acta Joannis unter Benutzung von Const. v. Tischendorts Nach- 
lass bearbeitet. Erlangen, Deichert, 1880. 8**. 

1 3) Forschungen zur (ieschichte des neutestamentlichen Kanons und 
<lcr alikuchlichen Literatur. T. 1 : Tatians Diatcsseron. T. 2: Evangclicn- 
commentar des Theophilus v. Antiochien. T. 3 : Supplementum Cleraen- 
tinnm. Das. 1881—1884. 8^ 

14) Cyprian von Antiochien und die Faustsage. Das. 1882. 8". 

15) Die Anbetung Jesu im Zeitalter der Apostel. Vortrag. Stuttgart, 
Bachh. der evangel. Gesellschaft, 1885. 8^. 

2431) Zander, Christian Ludwig Enoch, geb. 8. Mai 1791 
zu Alt-Schwerin — — trat Ostern 1868 als Rector des Ratzeburger 
Gymnasiums in den Ruhestand, 5. Mai 1871 in Anerkennung seiner Ver- 
dienste um das Gymnasium in Ratsebuig und die Wissenschaft zu seinem 
80. Geburtstage von der phQos. Facultät in Kiel hoa. c. vom Dr. philo«, 
ernannt, starb 1872. 

Noch von ihm: Das Hmogthum Lauenburg in dem Zeitalter von 
der ftanzOsischen Occupation bis zur Uebergabe an die Krone Däne- 
mark. 1. und 2. Abtheilung. Ratzeburg 1861. 1863. 8*. 

*Ze]l]i€ke9 Adolf, eine Zeit lang vom 1. juU 1870 an Redacteur 
der Schleswiger Nachrichten, trat nach der RCIckkehr vom Kriegsschau- 
platze 1871 in die Redaction der schlesischen Zeitung in Breslau ein. 

*ZeidIer, C. A., geb. 30. August 1838 in Bremen, besuchte 
dort die Gelehrtenschule^ studirte seit 1857 neuere Sprachen, Mathematik 
und Naturwissenschaften in Jena und Göttingen, unterrichtete seit Ostern 
1861 an der Stoy^schen Erziehungsanstalt in Jena bis Herbst dess. Jahres, 
wurde zum Dr. phil. das. promoviit (Inaug.-Dissertation über dnen bei 



L.iyui<.LU Oy VjOOQle 



401 



Mm. 



Oberstein vorkommenden Mela^hyr), besuchte England und war an dortigen 

LehrAiistaltoii thätig, trat 1864 als Lehier an der Realschule 2, O. in 

Bremen ein, wurde im Herbst 1865 Director der Handelsschole in Celle, 

von wo er Neujahr 1871 als 2, ofdentl. Lehrer der nengegrOndeten 

städtischen Realschule nach Neumflnster kam, bis Ostern 187$, um 

welche Zeit er Lehrer an der Musterschule in Frankfurt a, IL wurde. 

M^pe, tragedie de Voltaire: im 2. Jahresbeiichte der städtischen 
Realschale su Neumflnster 1872/73« Nenmttnster 1873. 4*. 

2433) Zeise, Karl Heinrich Theodor, geb. am 19. Apiil 

1822 in Altona vom Herbst 1841 bis Ostern 1843 in Altona 

und Kopenhagen als Gehülfe in Apotheken, bestand dann 1844 in 

letzterem Ort sein pliarniaceutisches Staatsexamen (laudabilis), trat dann 

in die chemische Fabrik seines Vaters Heinrich Zeise (Nr. 2432 im 

Hauptwerk j ein, die er nach dessen Tode (18. September 1863) bis 

zum Jahre 1875 fortfilhrte, dann verkaufte, besuchte auf einige Monate 

Baiem, Oesterreich, lyrol, Hess sich im December desselben Jahres it* 

Friediichsnihe nieder, wo er bis Herbst 1880 lebte nnd dann nach £ims- 

bdttel ttbersiedelte, wo er noch privatisirend, literarisch mannigfach be> 

schäftigt lebt, seit Jnm 1874 Ehrenmi^ed der Altooaer Liedertafel. — 

Vergl. über ihn ausser verschiedenen neueren Literatur-G«schichten, Boro- 

trägeres SchriftsteUer-Lenkon s. v. 

Von der sub Nr. 15 im Hauptwerk augefiilirten Sammlung Aus 
meiner Liedermappe, Altona, Uflacker, 1861, erschien eine 
wesentlich bereicherte und vermehrte, wohl als neues Werk tu be- 
xeicbnende 2. Aufl. Hannover, Arnold Weichelt, 1883. 8^ Viel- 
fach angezeigt und bespfochen, u. a. v. KJ. Groth in der Kieler 
Zeitung 1883 vom 25. November, A.-N., im Rendsburger Wochenbl. 
und in den Itzeh. Nachrichten (Besprechungen der 1. Aufl. u. a. 
Blätter lür literar. Unterhaltung 1862, Nr. 16, Bremer Sonntagsblatt 

1861, Nr. 49, Altonaer Wochenblatt 1861, Nr. 78, Europa 1861, 
Nr. 47, Kreuzzoitung 1862, Nr. 4, Zeitung fiir Norddeutschland 1861, 
Nr. 3900, Nüvciicu-ZeiLung 1862, Nr. 10, Altonaer Merkur 1861, 
Nr. 278, Hamb* Conesp. 1861, Nr. 223, Ueber Land und Afeer 

1862, Nr. 17, Unsere Tage 1862, H. 38, Altonaer Nachrichten 1861, 
Nr. 220, V. Wienbaig, und ausserdem in Gutikow*8 Unterhaltungen 
am hSusUchen Heerd, in Levysohn's kridschen Blftttero u. s. w.). 

Ausserdem noch: Kampf- und Kriegslieder, in „Für Strassburg^s 
Kinder. Eine Weihnaditsbesdieemng von Deutsddands Dichte". 
Berlin, Franz IJpperheide« 1871. 8". 

Kleine Ueder. Altona, H. Uflacker, 1871. 8". 



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405 



Fortlaufende Beifrage noch für das Düsseldorfer Knnst^rr- 
Albutn (später unter dem Titel Deutsches Künstler Albüm 
erschiene») bis 1877 ; — fiir Deutsche Kunst in Bild und 
I-ied; — lür die Zeitschrift Natur Jahrg. 1878 — 1886; — für 
das Flamburger Frenidenblatt 1875 — 1886 (gegen einen in 
diesem Blatt verSffentliditen Essay Aber Giiffenfeldt wurde In ^Veile 
Avis** Im Anglist 1886 polemlsirt); — für die Hamburger Jahres* 
selten bis 1874 Ind.; — fffar L. Meyn's flcfaleswig'holsteinischea 
Hauskalender bis 1887 ; — fUr die in Hannover ersdieinende Wochen- 
schrift Unser Feierabend; — fiir die Altonaer Nachrichten; 
ftir den Rcformkalen de r bis 1 88 7 und noch m. a. Blätter und 
periodische I'uhlicationen. Eine Anzahl Gelegenheitsgedichte, für die 
er den Namen H. Seize wählte, ging in den Besitz der Verlagsbuch* 
bandlung Fr. Bartholomaeus in Erfurt über. 

^Zerdik, Arthur, geb. 2. Mai 1861 2u Gollnow in Pommern, 
Sohn des nachfolgenden Joh. Z«, besuchte die I. Büigenchnle und das 
Gymnasium in Bielefeld, die Realschule in Neumflnster und seit Herbst 
1875 Schnlpforta bis 1881, studirte dann Philologie in Kiel und Berlin 
und wurde im März 1886 in Kiel sum Dr* phÜos« promovirt* 

Quaesdones Appianeae. Diss Inaug. Küiae 1886. 8^ 

*Zerdik, Johannes, geb. 10. Juni 1836 zu Stramberg, Mähren, 
gebildet auf den Lehranstalten zu Kremsier, studirte von 1854 — 1858 
und 1860 in der theol. Facultat zu Olmütz und auf der Universität 
Berlin, examinirt als Theologe 1858 in OUnüts, 1860 in Stettin und 
in Münster, in letzterem Jahre auch in Rostock zum Dr. phil. promovirt, 
Ostern 1862 bis dahin 1866 Dirigent der höheren. Schule in Gollnow, 
Pommern, 1866—1870 Rector der l, BUigerschule In Bielefeld, 17. De- 
cember 1870 vom Magistrat zum Director der städtischen Realschule in 
Neumfinster ernannt, antretend su Ostern 1871, trat Anfang 1882 In den 
Ruhestand nnd lebt in Kiel. 

Schulberichte der 1. Bürgerschule in Bieleteld und namentlich ein 
Lehrplan füi diese Anstalt, sowie von 1872 bis 1881 incl. die Schul- 
berichte der Realschule in Neumünster, Ausserdem Predigten in nicht 
näher angegebenen Sammlungen, namentlich eine Wahlpredigt, ge- 
halten 1869 Im Dom zu Bremen (in den bekannten Bücherverzeich- 
ni^n nicht zu eruiren), lieferte ebenfalls nicht näher bezeichnete und 
nicht zu eruirende Abhandlungen in diversen Zeitschritlen, Zeitungs- 
Referate in verschiedenen Sprachen. — Revidirt. 

*Zersseo, Ludwig Johann, geb. 1844 in Rendsburg, studirte 
Medicin und wurde 1868 in Kiel Dr. med* et chir., seit letzterem Jahre 



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406 



auch Privatdocent und praktischer Arzt daselbst, starb in Hamburg 
U. Decembei IS 7 7. 

Beiträge zur Statistik der Amputationen und Resectionen. Inang** 

Diss. Kiel 1868. 4". 

Zesk&y 1848 einer der vonnänlichen Offidere in der schlesw.- 

holst* Armee, wfihiend des Krieges Hanptmanp und Cömmandettr des 

2. Batailloot im 5. jMger-Corps, commandiit bei dem Recniteii' Depot 

der 1. Inf.-Brigade, lebte später, von der Amnestie ausgeschlossen, in 

Hamburg, im Jahre 1864 von den Givil-Commissarien als Aushebnngs- 

Chef und Oberlootse för die HerzogthUmer angestellt bis 1. Januar 1868, 

nachdem er im Jalire vorlnT als Haupunaiiu iin Ivaadwehr-Regiment 

Schleswig angestellt war, als welcher er im Juni 1870 entlassen, lebt 

seit 18 74 als BezirkS'Commissar der provinMalstünciischen Landesbrand- 

kasse in Flensburg. 

Neben Oberst Ffirsen-Bachmann und Major v. Jcss : Die vormärzlichen 
schleswig-holsteinischen Of&ciere am 24. März 1848« Schleswig, 
Bergas, 1885. 8". 

*Zie8e, Ernst U., Buchhändler und Redacteur der Stormam*schcn 
Zeitung in Ahrensburg. 

Mit Hans Heinrich Rahlf, welchen vergl. : Geschichte Ahrensburgs. 

Ahrensburg, Ziese, 1882. 8". 

Die fiir schleswig-holsteinische l^ndgemeinden wichtigsten Gesetze 
und Verordnungen theils im Wortlaut, theils im Aossug. Ahrensburg, 
Ziese, 1883. 8^ 

2438) Ziese» Johannes Heinrich, geb. 4. November 1820 au 
Dänisch-Nienhof bei EckernfMe — — 30. MSxz 1869 Pastor in 
Friediichsberg, Schleswig, dazu 16. Juli 1879 kommiss., 28. Juni 1880 
definitiv Propst der Piropstei Schleswig; auch Abgeordneter zur Synode. 
Noch von ihm: Das Mysterium des h. Abendmahls. Beitrag zur 
Emigong in der £ikenntnis8 der Wahrheit. Flensburg, Herxbruch, 
1869. 8^ 

Ich g^ube, darum rede ich. 25 Predigten. Schleswig, Heiberg, 
1871. 8». 

Redlgirte von Neujahr 1872 bis 1878 das scbleswig-holstdnische 
Kirchen- nnd Schulblatt. 4^ 

Der Neujahrstag des Jahres 1874 stellt uns vor einen -Wendepunkt 
im Reiche Gottes. Predigt Schleswig, Bergas, 1874. 8^ 

Soll das . Heiligthum der heiligen Ehe unserm Volke erhalten oder 
genommen werden. Schleswig, Johannsen^s Buchdrackerei, 1874. 8^ 



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Siete - ZirkeL i07 

Vergl. J'-rklarung in Saclien der Civüehe in der Kieler Zeitung 1874, 
Nr. 4204 vom 11. November. 

Predigt, gehalten am Missionsfeste in Kropp. Schleswig. (Zil be- 
ziehen durch den Krojjijer Frauen-Verein.) 1874. 8®, 

Hülfsbüchlein für einen geordneten Unterricht in der christlichen 
Religion nach dem kleinen lutherischen Kateclusmus. Schleswig, 
Johannsen, 1876. 8". 

Das Phugstfest des Jahres 187<S. Eine Zeitpredigt. Das. 1878. 8". 

Diverse weitere Hfitriige ausser zu anderen Fachzeitschriften zum 
Schleswig - holsteinisciien Kirchen- und Schulblatt (worunter 1885, 
Nr. 27, S. 106 f.: Gedächtnissrede am Sarge des General-Su[>erint6Q- 
denten Dr. Godt in der Domkirche zu Schleswig). 

*Zi68e, R-, Ingenieur, um 1879 in Kiel, später in St. Petersburg. 

lieber neuere Schiffs-Maschinen. Kiel, Üniversitiits-Kuchh., 187 9. 

(Die Vorrede in Kiel geschrieben.) 2. Aufl. Das. 1883. 8**. (Vor- 
rede in St, Petersburg geschrieben.) 

^ Zietzschinann , Georg, geb. 23. Januar 1847 zu Zeitz, be- 
suchte die Gymnasien in Coblenz und Zeitz bis 1865, dann die Uni- 
versitäten HaUe, Tübingen und -wieder Halle, wo er im October 1868 
nrni Dr. phil, promovirt wurde, 1871 ord. Lehrer am Gymnadum m 
Stendal, von wo er um Ostern 1874 als Rector an die Wilhelms-Schule 
in Segeberg kam, 1883 in glacher Eigenschaft an der Realschule in 
Mühlheim a. d. R. 

De Tusculanarum disputationum ibntibus diss. inaug. Halis 1868. 8". 

Die Jahresberichte der Wilhelms-Schule in Segeberg seit 1874 sind 
von ihm. 

2439) ZiinmerillHllli , (Gustav, starb in Hannover 1. August 
1874. — Vergleiche über ihn in der Correspondenz aus Hannover Kieler 
Zeitung 1874, Nr. 4034. 

*Zirkely Ferdinand, geb. 20. Mai 1838 in Bonn, wo er 
das Gymnasium besuchte, 1855 unter die Eleven des Bergwerksbaues 
aufgenommen, studirte er in Bonn, besuchte die rheinischen Kohlen- und 
Metallgruben,. studirte wieder in Bonn, bereiste 1860 die Faeröer und 

Island, kam wieder nach Bonn und wurde 1861 ^um Dr. phil. promovirt, 
später ordentl. Professor der Mineralogie in Lemberg, 23. August 1868 
als Professor der Mineralogie;, (Jeognosie und Geologie nach Kiel be- 
rufen, Michaelis 1870 in gleicher Eigenschall in Leipzig, auch Director 
des mineralogischen Museums. 



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406 



Zorn ~ Zscheoh. 



De goognostica Islandiac constitutione. Üiss. inaug. Bonnae 1861. S^, 

Mit VV. Prcyer: Reise nach Island 1860. Leipzig 1862. 8". 

Versuch einer Mcniographic des Boiirnonit. (Aus den Sitzungsberichten 
der Akademie der Wissenschaften i'n Wien.) Wien, Gerold, 1862. 8". 

Mikroskopische GesteinstudieD. (Aus denselben Sitzungsberichten.) 
Das. 1863. 

Lehrbuch der Petrographie, B. L, 2. Bonn, Marcus, 1866. 8". 

Untersuchunpcsn über die mikroskopische Zusammensetzung und 
Structur der Basaltgesteine. Bonn, Marcus, 1870. 8®. 

Die Umwandelungsprocesse im Mineralreiche. Akademische Rede 
19. December 1870 in I^ipzig gehalten, in Virchow's Sammlung 
gemeinverständlicher wissenschaftlicher Vortrage Nr. 136. Berlin 
1871. 8». 

Die mikroskopische Besctiaiienheit der Mineralien und Gesteine. 
Mit 205 Holzschnitten. Leipzig, Rngelmann, 1873. 8*. 

Die Einführung des Mikroskops in das mineralogiscii-gcologische 
Studium. Akademische Festschrift. Leipzig 1881. 4**. 

2441) Zorn, Hans Heinrich Friedrich, geb. 23, Uctober 
1811 in Preetz — — starb als Pastor io Glao-Oderoheim, bayerische 
Pfalz, 10. November 1862. 

Noch von ihm: Jesus alldn! Matthäus 17, 8. S]modal-Ftadigt, 
gehalten in Kaiserslautm 18. Juli 1853. Mit einem V(vwort. Kaisers* 
lautem 1853. 8^ 

^Zsclieisli, Otto Hugo Fr an 2 6 SCO, geb. 10. December 
1835 so Schönfliess in der Neumaik, gebildet auf dem Gymnasium zu 
Luckau und auf der Universität zu Greifswalde, daselbst examinirt pro 

fac. doc, dann ordentlicher Lehrer an der Realschule zu Lübben in der 
Niederlausitz von 1859 — 62, an der städtischen Friedrichsschulc zu Mariea- 
w erder von 1862 — 65, Oberlehrerdaselbst 1865 — 1874, im Januar 1874 
desgl. an der Realschule, jetzigem Progymnasium und Realprogymnasinm 
zu Neumünster, vertrat Ende 1881 und Aoüu^ 1882 den Director, zur 
Zeit 1. Oberlehrer« 

Die Auffinge des englischen Dramas, im Progr. der städtischen 
Friedrichsschule 2U Blaiienwerder 1866. 4^ 

Rückblicke auf die deutsche Geschidite, im Progr. ders. Anstalt 
1871. 4«. 

Repetitionskarte von Schleswig-Holstein. Neumuiiöter, Brumby, 187 9, 
Repetitionskarte der Provinz Brandenburg. Das. in dems. J. 



uiyiiiz-Cü Oy 



YOii Zmow — T. ZytpIlBII. 



409 



Die Lander um das Mittelmccr. Repctitionsksurte für den Gescbichts* 
Unterricht. Das. in dems. J. — Revidirt. 

*VOII Z&low, Georg Gustav Christian, geb. 1822 in Kiel, 

1846 als Juri^ eocaminirtf Amtssecretär in Bordesholm, 1848 Kanzeltst 

in der Regierung auf Gottoip, 1352 GevoUmflchägter im holsteinischen 

Ministerium, 1853 Stadt- und Gerichtssecretär, auch Stadtpfennigmeister 

in Friedrichstadt, 1860 Hardesvogt in der Eckemförder Harde, 1867 

Appellationsgerichtsrath in Kiel, 1879 Rath im Oberlandcsgericht 

Mitredacteor der schleswig-holsteinischen Anaeigen von 
1870—1873 mit Lucht und Eckermann, von 1874 — 1879 mit 
Eckermann und Schütt und von 1880 und folg« mit SchQtt 

2442) Zurhelle, Karl August, geb. 13. Mai 1790 au Lippstadt 

— — starb als Prediger in Hohenhörn, Lauenburg, 1842« — Vergl. 

Archiv für Lauenburg B. 3, S. 137. 

Nuch vun ihm: Predigten nach seinem Tode herausgegeben« 
1843. 8». 

*55wanck, Johann Heinrich Georg, geb. 1 786 in Bremer- 
vörde, 1815 cxaniinirt, Dr. med., praktisirte (noch 1849) als Arzt in 
Eddelack, vS.-l)., starb in Brunsbüttel 1866. Ueber einen von ihm am 
18. Juni 1836 ausgetührten Kaiserschnitt vergl. Mittheilungen lür den 
Verein schleswig-holsteinischer Aerzte H« 2, Kiel 1868, S« 79. Seine 
Inaug.-Diss« war nicht m eruiren« 

2443) y. Zytphen^ Wilhelm Friedrich« — Vergl. noch Eislew 
Suppl« B« 3, S. 717. 

Zu den im Hauptwerk angeführten astrononnischen Hypothesen etc« 
erschienen die Anhänge Kopenhagen 1845 und 1846. 



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I 



I 



Berichtigungen und Ergänzungen zum I. und 2. Bande. 

(Vergl. Band 1, S. 465— 409.j 
Haiiü I. 

S« 21. 64) Baerens^ Julius. Kündigte im M&n 1886 in den 
Ilzehoer Nachrichten Nr. 25 ean Knaben-Pensionat das. an. 

S. 32. Bauer» Edgar. Starb in Hannover 18. August 1886. 

S. 45 und S. 465. t* Bertonch» Erich Johann, cur Zeit 
Regierungsratfa in Wiesbaden. 

S. 46 und S. 466. Bestiuaiiu, Hugu Johannes, S.Juli 1886 
Diaconus in Mölln, 

S. 49, 135) Bieriintxki, Karl Leoiihurd. Noch von ihm 
Erzählungen : Old Brown , der Sclavenfreund. Der Häuptling Ulivu. Mit 
Titelbild. Esslingen, Schreiber, o, J. 8", Die letztere Erzählung ins 
Holländische übersetzt von VV. D. Statius Müller s. t. : Ulivu of de Zege- 
praal des chiistendooms. Brielle, J* J, Hofstede, 1865, Ausserdem 
in Grelles Journal für Mathematik Jahrg. 1856, B. 52, S. 59 f.: Die 
Arithmetik der Chinesen. 

S. 51. Fehlt T, Blmer, C. A. L., geb. in Lauenburg, während 
des Kriegs 1848/50 Sec-tieutenant im 4. Jflgercoips, lebt als königl. 
Reg.-Rath und Forstmeister a, I>. z. Z. in Berlin. Von ihm: Hiüft-Tafeln 
zum Gebrauche für i)Taktisi he Forstbeamte und Waldbesitzer etc. Artis- 
berg 1871. 8^ SaiiiMiking der wichtigsten Instructionen etc. lür königl. 
preussische Forstschutzbeamte. Frankfurt, Sauerländer, 1871. Die Ober- 
aufsicht des Staats über die Waldungen der Gemeinden u. s. w. Das. 
1876. Insekten-Kalender. Berlin, Wigandt, Hempel und Parey 1878. 8*. 
Schädliche und nützliche Forstinsekten. Das. 1880. 8^. Holzpfianzen- 
Kalender lÜr Forstmänner. Leipzig, Voigt, 1884. 8**. In Zeitfragen des 
christlichen Volkslebens Nr. 61, Heilbronn, 1884: Instinct, Verstand 
und Geist bei Menschen und Thieren. 



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418 



Bürch-HlndUUd Cnrttiis. 



S. 51. Fehlt Hirch-llirNchrcld, Felix Victor, geb. 2. Mai 
1842 zu Cluvensick, Sohn des Gutsbesitzers Hirschfeld das. und Enkel 
des Kaufmanns Edward Birch in Kiel, studirte Medicin in Leipzig, 1867 
Dr. med., bis 1869 Assistent am pathologisch-analomischen Instilut das., 
1870 Ptrotektor am Stadtknmkenhause In Dresden, 1871 Lehrer der 
pathol. Anatomie des militäFftixtlichen Bildnngscursns daselbst, 1875 
Medidnalrath im sächsischen Medidnal'CoUegittm, 1881 ordimrender Arzt 
am Stadtkrankenhause das., im Mai 1885 als Nachfolger Cohnheims 
(mlentlicher Professor der pathol. Anatomie in Lei[)zig. Von ihm ausser 
diversen Beiträgen zu inedicinischen Fachzeitschriften : l) lieber einen Fall 
von Hirndefect in Folge eines Hydrops. Inaug.-Diss. Leipzig 1867. 8". 
2) Untersuchungen über ryJimie. Dresden 1873. 3) Lehrbuch der 
I>atholügischen Anatomie. Leipzig, Vugel, 1876—77. 2. Aufl. Das. 
1882 ff. 8". 4) In Ziemssen's Handbuch der s|>eciellen Pathologie und 
Therapie B. 13, Hälfte 1 und 2, Leipzig 1879: Scrophulose und 
Affectaonen der Lymphdrüsen« 5) In (Gerfaaidt^s) Handbuch der Kinder- 
krankheiten 4, Abth. 2i Die Krankheilen der Verdauungsoigane. 
6) Die Bedeutung der MuskelObung für die Gesundheit besonders der 
deutschen Jugend. Ein Beitrag zur sog« Ueberbfirdungsfrage. Leipeig, 
Vogel, 1883. 8«. 

S. 61. Boesen, Ulrich Sechmann. Starb im Februar 1867 
in Veüe (nicht in Kolding). 

S. 90. 246) BA1IZ9 Hin rieh Christian. Starb in Marne 
2S. Mai 1886. 

S. 94. Buriuester, Heinrich, geb. 10. November 1839 zu 
Niendorf a. d. SCecknitz, besuchte die Dorfschule, später das Ratzeburger 
Praeparandeum, dann eine Zeit lang Lehrer an der Vorschule des Ratze- 
burger Gymnasiums, darnach Frivaflehrer m Hamburg, 1863 kurze Zeit 
in Kiel, Hauslehrer, wieder in Hamburg und Altona, dann in I^iuenburg, 
später in Berlin» Noch von ihm: Harten Leina. En Speigel vOr Land 
und Lad. Mit Eini^tung von K. Th. Gaedertz. Th. 1, 2. Berlin, 
Kogge & Fritze, 1884. 8^ Hans Hdltig. *ne Geschieht ut plattdiltschen 
Lann'. Berlin, Rentzel, 1885. 8®. 

£. HO. 325) Claaseil, Thomas. Starb in Durpat Anfang 
August 1885. 

S. 117. 345) CurtiuSy Georg. Starb 12. August 1885 in 
Uermsdorf. 



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DaU — HaiiMa. 



418 



S. 120. Dahl, Karl i*riedrich Theodor. Noch von ihm; 
Die Nothwendigkeit der Religion. Eine letzte Consequeos der Darwin* 
schon Lehre. Heidelberg, G. Weiss, 18S6. &\ 

S. 141. Dreyer^ Johann Peter Ludwig. Starb in Knne- 

berg 5. September 1886. 

S. 155. Eildrulat, Bernhard Ferdinand Julius. Starb 
als k. Staatsarchivar in Posen, wo er seit 1885, am 17. Februar 1886. 
Noch von ihm: Niederrheinische Städtesiegel des 12.-16. Jahrhunderts. 
Düsseldorf, Voss & Co., 1882. 4'^. 

S. 166. Ihiek^ii (nicht Encken), Rudolf. 

S. 17S. 480a) Feddersen, Hans Christian, geb. 1819. • . 

itarb in Kiel 14. April 1886. 

S. 176. 483) Fedderseili Timotheus Hilarius Christian, 
geb. 20. April 1806 (nicht 1810) ... gab im April 1886 seine Land- 
praxis auf. 

S. 191. Nachxutragen: Fralmii Heinrich Friedrich Ludwig, 
geb. 25, JuU 1856 zu Timmerhorn im Gute Ahrensburg, besuchte Volks* 
schulen, erhielt Privatunterricht in neuerrai Sprachen, Sdiulpittpanuid, be* 
suchte das Seminar in Uetersen 1876 — 78, Lehrer m Tremsbiiltel 1879 
bis 1881, in Duvenstedt bei Rendsburg 1881—82, seit 1882 in Reth- 
wischfeld. — Mitarbeiter an mehreren Tages- und Fachblättern. — Heimaths- 
grüsse aus Deutschlands Norden in Liedern und Idyllen. Oldesloe, Ed. 
Wiemer's V'crlag, 1885. 8". Klaus Störtebeker in Sang und Sage, von 
ihm und Friedr. Sundermann. Hamburg, Nolte, 1885. 8". Von ihm 
und Ingwer Petersen: Nordseestrand und Inselland. Eine Anthologie. 
Garding, Lühr & Dirks, 1886. 8». 

S. 213. Ooecke, Rudolf, geb. 1831 . starb in Wetdar, 
wo er Staatsarchivar, im Juni 1886. 

S. 217. Graaet Gomme Frederik August« Starb im Juni 
1886 als Pastor emer. in Kopenhagen. 

S. 239. 684) Kanneilf Christian Boe. Von ihm noch im 
schlesw.-holst. Kirchen- und Schulblatt 1867, Nr. 3, S, 19 — 20: Einige 
praktische Wünsche. 

S. 247. Hau 8 e 11 > Moritz Mörk*. AnzuIUhren ist doch auch 
noch die von ihm mit C. L. Nielsen herausgegebene: Kirkelig Statistik 
Over Slesvig Stift. Kjöbenhavn 1863 64. 8^ 



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414 



Harbeek — KattttrfsMt. 



S. 257. Harbecke Johannes, geb. in Elmshorn. 

S. 270. 764) HATensiein, Friedrich Ludwig Theodor. 
Starb in Bvedstedt 26. August 1886. 

S. 287. 797) Hennlngseil t Anton Hermann Christian 
Heinrich, im April 1886 Sanitfttsrath. 

S. 287. Hemdngseni Christian Anton. Starb im Mai 1886 
als Prediger der Gemeinden Skjeringe und GjOrlOse anf Seeland. 

S. 291. 809) Henricit l'aul Christian. 1 87 7, als das Obcr- 
tribunal einging, Senatspräsident des Reichsgerichts in Leipzig. 

S. 298. 833a) Hhirichs, (iustav, studirte in Kopenhagen, 
wanderte 1861 aus, schon 1863 Professor der Physik und Chemie in 
jowa-City, im Februar 1886 (nach Zeitungsberichten) aus der Professur 
entlassen, weil er in der Prohibittonsfrage politisch anders dachte, als der 
Präsident der Verein. Staaten. 

S» 309. 847) Hoepneri August Wilhelm. Starb in Rends* ^ 
buig 19. September 1885. 

S. 319. 913) Jasper* Christian Friedrich Emil. Starb 
in Altona 11. October 1885. 

S. 324. Jensen V Johannes Georg. Starb auf Seeland in 
Kirkehvalsö, wo er zuletzt eine Apotheke hatte, 3. Januar 1886. 

S. 332. 937) von JeiiKSftii, Georg Friedrich (jenssen- 
Tusch seit 1841), lebte noch, 96 Jahre alt, 1885 in Harburg. 

& 342. Joergenseili Adolf Detlev, geb. in GravensteSn. 

S. 343. JohanuseUi Andreas. Starb 11. December 1885 in 

Neustadt. 

S. 355. 991) Juhl, Valentin. Starb in Tyrstrup 16. Nov. 1885. 

S. 360. J Wersen, Julius Iwar, geb. 24. November 1815 
(nicht 22. und das Richtige schon im Hauptwerk). 

S. 364 und Nachtrag S. 469. Kftftan* Theodor Christian 
Hin rieh. Nach Michler*s Idrchl. Statistik S. XXIV seit 22, December 
1872 ordimrter Prädicant in Kappeln, 24. September 1873 Diaconus in 
Apenrade — — nach dem Nachtrag: 13. October 1884 l'rupst für N^rd- 
tondern, 27. December desselben jaiires Hauiitpastor in Tondern, 
28. April 1886 General-Superintendent llir Schleswig. 

S. 371. 1034) Katterfeldt , Johannes Julius. Starb in 
Preetz 21, August 1886. 



L.iyui<.LU Oy VjOOQle 



Klrehser — lU«. 



4t6 



S. 384. Kirchner« Anton. Machte den russisch • türkischen 
Feldzug als serbischer Stabsarzt mit, erhielt im April 1886 eine Ehrni' 
medaille von der lussisch'sorbischen GeseUachaft des Rothen Kretutes, 
1886 Scbi£baizt an Burd des Dampfen ,tPemambnoo" in Hamburg. 

S. 416. 1137) KAmblier, Paul Heinrich Julius. Starb 

in Eutin 22. December 1885. 

S. 424. LanjCjeilbuch , Karl Johann August, Jetzt Chef- 
Arzt am Lazarus-Krankenhause in Berlin, im September 1886 Sanitätsrath. 

S. 425. T.LasaalXi Arnold. Starb in Bonn 25. Januar 1886. 

S. 426. Lailterborn, Johannes, geb. 29. November 1856. 

S. 454. Lucht, Heinrich. Starb in Wiesbaden 4. Juni 1886. 

^ 4' Jiflttjohaun, Christian. VergL über ihn Chronik der 
Kieler Univereität 1885/86, S. 5-10. Von ihm noch im Greifswalder 
Gymnasial-Prograrom 1878: Apuleji de deo Socratia emend. 



Band II. 

S. l. 1271) Maasseil^ Claus Rudolf. In der Note lies als 
Angabc des Geburtsdatums nach Lange's Schrill „das Seminar in Sege- 
berg" S. 256 24. Mai 1836 statt 22. Mai. Da die biographischen An- 
gaben in gedachtem Buche nach des \'erf. Mittheilung nach den Tauf- 
scheinen der Betreffenden gemacht sind, so kann die Angabe im Text, 
wonach der 4. Mai 1836 der Geburtstag sein soll, möglicherweise doch 
ein Irrthum sein, obwohl der Artiicel von Maassen revidirt war. 

S. 11. 1310) Martens^ Peter. Starb in Kiel 7. Juni 1886 
und wurde in Flensburg beerdigt. 

S. 14. Maasmanily Julius Wilhelm, seit 1877 Elementar- 
und technischer Lehrer am Realgymnasium zu Oldesloe (nicht in Altona). 

S. 20. 1336) Mau, August, nachdem er aus der LehFerstelle 
am Gymnasnim m Gluckstadt ausgeschieden, in Italien, rorrespondirendes 
lui'i später ordentliches Mitglied des archäfilogisc iien Instituts, in Rom, 
Pompeji. Noch von ihm: 1) Pompejanische Heiträge. Berh'n 1879. 8^ 
— 2) Besorgte die 2. Auflage von J. Marquardts: Das l'rivatleben der 
Römer Th. l, 2. Leiiwig 1879 und 1880 (im Hdb. der römischen 
AUerthttmer von Th. Mommsen und J» Marquardt). — 3) Geschichte der 



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Melehert — Honnieii. 



decurativcn Wandmalerei iii Pompeji. Herausgegeben von der Rcdaction 
der archäologischen Zeitung. Mit 20 Tafeln in Mappe fol. Berlin 
8^. — 4) Besorgte im Verein mit dem Verfasser die 4. Aufl. 
von J. Overbeck^s Pompeji. Leipzig 1884. 8*^. — Diverse Ausgrabungs- 
berichte 'im Bnlletino deli* Instituto di corrispondenza archaeologica 

1875, p. 205—212, 230 - 247 : Pitture ed una statua di Pompeji, 1874, 
p. 63, 89, 148, 177, 193; 1875, p. 161 f.: Tabelle scritte Pompejane 
(Da lettera a G. Henzen), p. 261 f.: La piazza centrale di Pompeji; 

1876, p. 17 f., 44 f., 161 f., 223 f. (Scavi di Pompeji); 1877, p. 17, 
92, 161, 205; 1878, p. 86, 109, 186; 1879, p. 22, 48, 90, 100, 
129, 193, 252, 258; 1880, p. 19, 73, 193, 217, 265; 1881, p. 113, 
169, 221; 1882, p. 23, 87, 137; 1883, p. 170, 197, 225 ; 1884, 
p. 16—103, 126, 182, 210; 1885, p. 85, 157 ff. (sämmtlich s. t.: 
scavi di Pompejis. — In Annali dell' Instituto etc. vol. 47, 1875, 
p. 273 f.: Laocoonto ed i suoi 6gU in pittura Pompejana; vol. 49, 1877, 
S. 268 f.: Ettore rq)ortata a Troia« Pittura paretaiia di Pompeji; vol. 51, 
1879, p. 79 f.: La Partonza di Ulisse da PoUfemo. Pittura paretaria di 
Pompeji. 

S. 23. 1353) Melchert , Hermann, starb in Flemhude, wo 
er als Arzt praktisirte, um 1850. 

S. 31. Nachzutragen: Metger, Stephan Oden dal, geb. 1856 
(zu Groothusen?) in Ostfriesland, Oekonom, 1880 in Göttingen Dr. phil., 
starb als Assistent an der landwirthschaftlichen Versuchs-Statton in Kiel 
9. Juli 1886. 

S. 45. 1393) Michelseil, Johann Heinrich Kduard. Z. 17 
V. u. lies: I)ie Ackerbauschulc wurde 1869 landwirthschaftliche l^ehr- 
anstalt (nicht i^andesschuie) genannt, seit 187 7 heisst dieselbe Land- 
wirthschaflsschule. S. 46, Z. 3 v. o. füge hinzu : besorgte die 3., 4. und 
5. Aufl. der dort angegebenen Buchführung seines Vaters resp. 1876, 
1881 und 1885. <~ Das. Z. 8 v. o.: besorgte die 3. Aufl. des katechis- 
mus 1878. — Z. 13 v. o. lies statt Das. Berlin, Parey, 1881. Von 
Nr. 14 : Vom Pflug zum Schwert etc. erschien 2. Aufl. Berlin, Wiegandt, 
Hempel und Parey, 1879. 3. Aufl. Das. 1884. 

S. 56. 1407) MÖllor, JuhaaiiL'^ kaii Friedrich, geb. 
1809 in kiel, feierte im Februar 1886 sein 5üj. DocUir-Jubiliium. 

S, 64. 1421) Monunsen^ Karl Johannes Tycho. Trat zum 



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Hordhor«! — Seherk. 



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Apcii 1886 (nicht 1885) in den Ruhestand, erhielt bei der Gelegenheit 
den R. A.-0. 3. Q. in. d. Schi. 

S* 66. 1424) Mordliorot, Karl Dietrich Christian. Starb 
in Altona nach langer Krankheit Mitte September 1886. 

S. 74. 1449) Mahl) Clans Jess. Starb in Segeberg, wo sein 
Sohn Amtsrichter, Anfang Juni 1886, 84 Jahr alt, und wurde in Kiel 
beerdigt. 

S. 81. MeiUUailllt Willy. Zur Nute: verheirathet mit Dr. jur. 

Merck. 

S. 92. Nissen 1 Peter, war Mich. 1883/84 Probandus an der 
höheren Schule in Sonderburg, dann Einjährig«Freiwilliger und Mich. 188 5 
Hül&lehrer beim Realgymnasium in Oldesloe. 

S. 99. Obigen, Karl T. A., geb. in Neapel (nicht in Kiel). 
S. 107. Fehlt der aus Flensburg gebürtige Baumeister Otzeil« 
Josef. Von ihm u. a. : Die St. Johanniskirche nebst Pfangebäude zu Altona. 
Mit 10 Kttpff. in gr. fol. Berlin, Emst & Korn, 1878. 

S. 113. Paiilseii (Fonlseii), Christian Marin us. Starb 
21. April 1885 in Jütland. 

S. 117. 1582j Panlseil, Peter. Starb 22. Mai 1886 in Schleswig. 

S. 118. 15SS) V. rrehlill, Friedrich Christian Ferdin a n d. 
Von ihm noch eine Uebersetzung von Walter Scott's Fräulein v. See* 
Plön 1863. 8". 

S. 126. 1612) Petersen« Rügen Adolf Hermann, im April 
1 886 als Oberlehrer am Louisenstädtischen Gymnasium in Berlin angestellt. 

S. 148. 1676a) Prahlt Peter, geb. 1761 auf Bomholm (nicht: 
Bordesholm)« 

S. 180. 1788) EoelolFSi Johann. In Celle als Director der 
Handelsschule ward 1865 C. A. Zeidler sein Nachfolger. 

S. 187. 1812) Roth, Henrik. Starb als Pastor zu Vigerslev 

auf Fühnun 24. August 1SS6. 

S. 212. 1859) Hcherk, Heinrich Ferdinand. Vergl. über 
ihn noch die (ledächtnissschrill von Weyer, Kiel 1886, worin noch an- 
geführt: Entwiciiiung der beiden ersten Diflferentialquotcn der Näherungs- 
werthc von Kettenbrüchen mit variablen Kiementen, im Progr. der Bremer 
Hauptschule 1874, sowie in den Verhandlungen des naturwissenschaft- 
lichen Vereins von Bremen B. 6, 1880, S. 1 f.: Wilb. Olbeis und das. 
B. 8, S. 66—68: Partielle Diffisrentialgleichung der Flächen 2. Gr. 



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Schleiden — Trier. 



S. 220. 1879) Selileideii, Rudoli. Vergl. nun noch: S€ine 
Jugenderinnenuigeo eines Schleswig^Holsteineis* Wiesbaden, Bergmann, 
1886. 8". 

S. 268. Soir, Willy Heinrich, geb. 5. October 1862 (nicht 

1885, welches Jahr einem lapsos calami seine Stelle schuldet)^ 

S. 281. 2070) SteinOorlf, Ernst Ludwig Hans. Von ihm 
noch: Bibliogra[)hische Uebersicht über Georg Watte* Werke. G(Sttingsn 

1886. 8^ 

S. 329. 2222) Trier, Isaac. Starb in Altana Ende Sept. IÜÜ6. 



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